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Das kommt nicht ganz ueberraschend, denn die Notation in der Musik ist sehr komplex (fuer jemanden wie mich der davon keine Ahnung hat) und beinhaltet schon von sich aus Schleifen.

Und mit Choon (das ist so obskur, es gibt nicht mal ’ne Wikipediaseite dazu) gibt es auch eine Programmiersprache die besagte Notation benutzt um damit Programme zu schreiben.
Es gibt zwar keinen Speicher, aber der Output sind Noten und jede schon gespielte Note kann wiederholt werden. Die „Wetware“ vor der Tastatur muss sich dann halt merken was schon gespielt wurde.

Da stellt sich dann natuerlich die Frage ob eine Programmiererin dann legitim als Komponistin bezeichnet werden darf … *gruebel*.

In Japan gab es bis auf eine Ausnahme (in der beim letzten Mal erwaehnten (alten) Zugtoiletten) auf allen Sitzklos in die Toilettenbrille integrierte Bidets. Und ich muss sagen, dass ich das eigtl. voll gut finde und ernsthaft ueberlege mir auch eins anzuschaffen.

Sitztoiletten sind dort uebrigens voll die Raumschiffe. Wenn man sich hinsetzt, kann man gar nicht anders, als erfreut festzustellen, dass der Toilettensitz beheizt ist … o.O … was fuer ein Luxus!
Dann bemerkt man die Steuerung des Raumschiffs …

… entweder integriert in den Thron oder als Fernbedienung an der Wand daneben angebracht. Knøpfe zur Justierung der Position und Staerke des Wasserstrahls haben alle. Das Bild zeigt aber etwas Besonderes, naemlich den „Privacy“-Knopf, den ich nur ein Mal gesehen habe (im Tokyo Photographic Art Museum um genau zu sein). Wenn man den drueckt, dann kommen aus versteckten Lautsprechern Geraeusche von flieszendem Wasser … tihihi.

Aber das ueberraschendste Toilettenerlebnis war bei einem Burgerplatz (in der Naehe vom Museum of Contemporary Art, welches leider geschlossen war und nicht zu verwechseln ist mit dem National Museum of Modern Art das zum Glueck offen war). Der Burger dort war vøllig OK, aber ich hatte besseres Essen woanders. Hingegen als ich zur Toilette rein kam, machte der Kundenservice selbst fuer japanische Verhaeltnisse einen riesigen Sprung … *trommelwirbel* … der Toilettendeckel øffnete sich von alleine!
Das hat sogar mich ueberrascht (und ist mir leider nicht nochmal untergekommen).

Der Titel spielt auf den beruehmten Roman von Jules Verne an, denn neulich war ich in Japan und bei der Reise war sowohl der Hin- als auch der Rueckflug ostwaerts. Was natuerlich bedeutet, dass ich nun die Welt einmal komplett umrundet habe … cool wa.

In dieser Miniserie werde ich auf ein paar Kuriositaeten eingehen, ueber die ich in diesem fernen Land gestolpert bin und als allererstes nehme ich dafuer die Toilettensituation her.

Zunaechst muss ich sagen, dass es dort SEHR viele øffentliche Toiletten gibt und die sind so sauber, dass ich (von einer Ausnahme abgesehen) auf allen die ich betreten (und benutzt) habe auch ein grøszeres Geschaeft verrichtet haette (wenn es denn nøtig gewesen waere). Bzgl. Letzterem gebe ich zu, dass ich bei ein paar (z.B. in øffentlichen Parks), dennoch „Papierburgen“ auf dem Brillenrand gebaut haette.
Das sind die zwei wichtigsten Unterschied zu allen (!) anderen Laendern die ich bisher gesehen habe: dass es ausreichend øffentliche Toiletten gibt und dass man davon ausgehen kann, dass man sich nicht ekelt wenn man die benutzen muss.
Die eine Ausnahme war in diesem Zug, …

… zurueck von Ibusuki nach Kagoshima, der so alt war, dass die Toilette nur ein Loch im Boden mit Keramikschuessel drueber war (eine Situation die ich das letzte Mal vor bald 20 Jahren erlebte, als ich die Brockenbahn benutzte). Und selbst diese Toilette war sauber genug.

Im Gegensatz dazu (oder vielleicht auch im Zusammenhang damit) steht das Verhalten der Japaner (ich habe aus naheliegenden Gruenden das Verhalten von Japanerinnen diesbezueglich nicht beobachten kønnen) sich im Median NICHT die Haende zu waschen nach dem Toilettengang … oder maximal die Haende vernachlaessigbar kurz unter flieszendes Wasser zu halten.
Das muss eine kulturelle Sache sein, denn oft genug gibt es nicht mal Seife bzw. sind bei Touristenattraktionen Fluessigseifebehaelter hingestellt wie man die im Supermark kaufen kann, was eher improvisiert wirkt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass fehlende Seife eine Rueckkopplung auf’s Haende waschen hat.
Mglw. hat die fehlende Seife einen konkreten Hintergrund der mir nicht bekannt. Als Beispiel sei hier das Abhandensein von Muelleimern im øffentlichen Raum genannt. Muelleimer wurden naemlich 1995 bei den Terrorattacken auf die U-Bahn in Tokyo benutzt um dort die Giftgasbehaelter zu verstecken. Oder es ist doch die kulturelle Sache, denn wann immer man irgendwo was zu Essen bekommt, gibt es vorher fuechte Tuecher zum Haende waschen dazu. Das Ganze ist also kein Raetsel sondern halt nur anders als da wo ich herkomme.

Bzw. das letzte _Bild_ von meinem Gehirn ist eine zweite Seitenansicht …

… denn das Ding ist ja dreidimensional :) .

Diesmal nur bei 7 T, denn leider habe ich davon kein Vergleichsbild bei einer kleineren magnetischen Flussdichte.

Als ich in der Maschine lag wunderte ich mich, warum die ein drittes Mal losratterte, aber das Scannen in der dritten Dimension erklaert das natuerlich.

Das Aptian ist ein Alter waehrend der Kreide(zeit) waehrend dessen, vor ca. 120.5 Millionen Jahren, das ozeanische anoxisches Ereignis  OAE1a stattfand.

Im unteren Diagramm von Fig. 1 zeigen Schmidt und Frank das δ13C Signal aus diesem Zeitraum. Ich konnte eines der dort dargestellten Datensaetze habhaft werden (unter Research data for this article, dann (Appendix A1) Calcium carbonate and TOC concentrations and isotope ratios of DSDP Site 47-398 (Direktlink) und dort dann Download dataset as tab-delimited text) und die Form und Verteilung der Datenpunkte passt. Aber weil dort wieder die Tiefe aus der die Probe entnommen wurde angegeben ist, anstatt der Zeit, digitalisierte ich lieber wieder den erstgenannten Grafen (und alle relevanten Datenpunkte) um es dann selbst darzustellen:

Das OAE1a liegt im Vergleich zum beim letzten Mal vorgestellten Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum viermal laenger zurueck, und die Schwankungen in den Daten sind auch ca. vier mal grøszer. Dennoch ist im δ13C-Signal ein (relativ) klarer Unterschied ausmachen zu den Jahren vor und nach dem Ereignis. Schon fetzig, was die Wissenschaft so kann!

Und das soll es dann mit diesem Thema (und der dazugehørigen Miniserie) auch gewesen sein. Ich fand es sehr interessant zu lesen, dass man eine Dinosaurierzivilistaion mglw. tatsaechlich nachweisen kønnte. Aenderungen in relevanten Signalen waeren zwar (sehr) klein, aber die Beispiele des PETM und OAE1a zeigen, dass diese auch nach ueber hundert Millionen Jahren immer noch zu sehen sind. Und auch geologisch sehr kurze Ereignisse (also anders als die ausgedehnten Perioden des PTEM bzw. OAE1a) sind durchaus messbar. Cool wa!

Geburtstagsbeitrag! Und wieder einmal schreibe ich ueber ein Thema, welches vermutlich nicht interessant ist fuer den Rest der Menschheit, aber was mich schon laenger beschaeftigt.

Dieses Mal geht es darum, dass es vielleicht der letzte Geburtstagsbeitrag ist. Hoffentlich nicht weil ich bald sterbe, sondern weil ich schon seit Jahren immer wieder mit dem Gedanken spiele mit dem Weblogschreiben aufzuhøren. Der Grund liegt darin, dass ich das jetzt 15 Jahren mache und das doch relativ viel meiner Zeit braucht.
Aber relativ viel Zeit brauchte es schon immer und schon seit Jahren denke ich mir zwar ein Publikum wenn ich einen Beitrag schreibe, bin mir aber bewusst, dass hier (fast?) niemand mehr liest … der Zeitaspekt kann also nicht der einzige Grund fuer diese Gedanken sein.

An der Stelle wuerde ich jetzt „Aber der Reihe nach“ schreiben … nur gibt’s diesbezueglich keine Reihe. Dies ist eher ein „Work in Progress“ als ein logisch und konsistent ausgearbeitetes Gedankengebaeude (weswegen es ganz hervorragend als Geburtstagsbeitrag passt). Es sind also Spruenge in den unten angesprochenen Themen zu erwarten.

Angefangen habe ich urspruenglich um die in Dtschl. gebliebenen Bekannten auf dem Laufenden zu halten wie das so in Norwegen ist. Das wurde aber schnell „alt“.
Im Nachhinein sehe ich, dass ich zu dem Zeitpunkt bereits in einer „Periode der wilden Entdeckungen“ war, welche meine persønliche Entwicklung _MASSIV_ vorantrieben. Die zwei groszen Stichworte sind hierbei Anarchismus (im Kropotkinschen Sinne) und Postmodernismus … wobei das Ganze natuerlich viel komplexer ist als zwei Wørter und viele Jahre dauerte, bevor ich da ueberhaupt halbwegs durchblickte und was fuer mich persønlich „draus machen“ konnte. Letztlich gab es dadurch einen (mehr oder weniger) flieszenden Uebergang in eine zweite Phase dieses Weblogs, welche fuer mich ein Art „goldenes Weblogzeitalter“ war in dem ich viel ueber diese ganz wunderbaren Ideen schrieb.

Aber das ist nun auch schon eine Weile vorbei. Nicht dass ich mit obigen Ideen „fertig“ waere — mitnichten! — aber ich bin schon seit Jahren auf keine mir fundamental neuen Ideen gestoszen. Und das fuehrte in eine dritte Phase des Weblogs, die eher eine Art „øffentliches Tagebuch“ als „ich-muss-meine-Gedanken-bzgl.-dieser-fantastischen-Ideen-unbedingt-loswerden-damit-mein-Kopf-vor-Freude-und-Begeisterung-darueber-nicht-explodiert“ ist. Klar freu ich mich immer noch ganz betraechtlich ueber das was ich hier schreibe (und ueber mindestens 100 Mal mehr Sachen ueber dich ich nicht schreibe) und will das der Welt immer noch mitteilen … aber … mhm … ich sag jetzt mal „der Ton“ ist ein anderer … und das ist OK.
Und da ist es schon. Auch wenn hier immer noch regelmaeszig Artikel erscheinen, so geht mir das Material aus worueber ich schreiben will … ich wiederhole mich zwar oft, aber wenn ich das Gefuehl habe, dass ich etwas oft genug gesagt habe, dann kommt auch nix mehr (bzw. viel viel weniger); siehe wieder Anarchismus (im Kropotkinschen Sinne) und Postmodernismus.

Kurzer Sprung zu Ideen an sich. Ein Kuenstler (mich duenkt das war Ruthe oder Flix) meinte mal, dass Kuenstler (mglw. insb. Cartoonisten) immer gefragt werden, wo sie denn ihre Ideen hernehmen und dass das ja ganz erstaunlich ist wie viele verschiedene das sind. Seine Antwort war, dass er da gar nix macht, auszer mit „wachen Augen“ durch die Welt zu laufen.
Und das geht mir genauso. Am offensichtlichsten ist das bei den vielen Artikeln solcher Art. Aber nicht nur bei denen, denn manchmal (in der 2. Phase des Weblogs auch øfter als nur manchmal) wenn ich was lese denke ich: .oO(das lohnt sich darueber ’nen Artikel zu schreiben). Da ich einen Teil lese, kommt da ueber die Zeit so Einiges zusammen.
Aber auch hier bemerke ich seit Jahren, dass ich das weniger oft denke … meistens aus den gleichen Gruenden wie oben.

Deswegen gibt es Fuellartikel … aber bevor ich zu denen komme møchte ich zunaechst sagen, dass ich sehr gerne schreibe … ich nehme an, dass dies das wichtigste „Gegengewicht“ zum obigen Zeitaspekt und der Hauptgrund ist, warum mein Weblog nicht laengst vor langer Zeit das selbe Schicksal erlitten hat wie so viele andere Weblogs.
Vielleicht der wichtigste Grund warum ich so gerne schreibe ist, dass es mir hilft Dinge und mich und andere und die Welt und das Universum besser zu verstehen. Das ist also sowas wie die Gummiente beim Programmieren; nicht genau das Gleiche, aber aehnlich.

An der Stelle møchte ich gerne aus einem anderen (Achtung: eher konservativen) Weblog (den es bestimmt bald nicht mehr gibt) ausfuehrlich zitieren:

When you are grasping at something through your keyboard. When you have read something on the ancient Yamnaya and the North American native nations and the French after WWII and you find a common thread. You have grasped at some subterranean layer of truth. And you try and draw it out for others, but really for yourself. And you create it and share it online and never look at it again but you know it is there and that it is good.

Das manifestiert sich dann auch darin _wie_ ich schreibe. Verøffentlicht werden die Artikel seit bald 10 Jahren regelmaeszig an jedem Primzahltag … auszer dem 23. September, dann das ist nur einen Tag nach meinem Geburtstag und manchmal erschienen Artikel auch an Tagen die durch andere Zahlen als nur Eins und sich selber teilbar sind.
Geschrieben wurden (und werden) die aber oft in „Schreibrunden“ von oft nur wenigen Wochen mit laengeren und langen Pausen dazwischen. Bspw. ist es jetzt gerade erst Anfang August, aber seit Mitte Juli sind bis Mitte November Artikel vorbereitet (und diesen Geburtstagsbeitrag habe ich lange vor mir hergeschoben).

Das scheint nur ein nebensaechlicher Aspekt zu sein, aber ist ein Ausdruck zweier Dinge. Zum Einen dessen was ich oben schrieb: ich mag es zu schreiben und wenn ich erstmal dabei bin, dann „flieszen“ die Gedanken von selber in meine Finger und selbige „fliegen“ ueber die Tastatur. Der andere Aspekt ist das Gegenteil dessen, denn nach einer Pause faellt es mir immer schwer wieder anzufangen mit dem Schreiben.
Oder anders: wenn ich weniger Artikel schreiben und diese unregelmaesziger verøffentlichen wuerde, dann ist das vermutlich das Ende dieses Weblogs.

Und hier kommt ein weiterer Stolperstein, denn seit einiger Zeit habe ich den Eindruck, dass bzgl. meiner persønlichen Entwicklung (siehe oben) nicht mehr so viele aufschreibenswerte grosze Dinge dazukommen. Das sieht man ja auch ganz deutlich daran, wie sich die Art der Themen an denen ich mich ausfuehrlich abarbeite geaendert haben. Die seit langer Zeit laufende (aber auch auf das Ende zugehende) Kevin Bacon Maxiserie ist im Wesentlichen nur ein „Notbehelf“ um einen Grund zum Webblogschreiben zu haben. Auch wenn ich die Untersuchungen sehr interessant finde (und nur durch das Schreiben auf so viele Ideen gekommen bin), so sind dies keine (neuen) Ideen, die mir helfen das Universum und meine Position darin besser zu verstehen.
Klar ich stolpere immer noch ueber interessante Sachen, die ich in mein Weltbild einbaue, aber das sind dann eher Modifikationen als „Durchbrueche im Verstehen der Welt“ … aber ich wiederhole mich, denn darueber liesz ich mich weiter oben bereits aus.

Damit komme ich zu den Fuellartikel zurueck. Die erkennt man meistens daran, dass diese an Tagen erscheinen, von denen es nur 2 Tage bis zum naechsten Primzahldatum sind. Fast immer sind diese kuerzer. Mit Ausnahmen natuerlich, bspw. sind die Krebs-Artikel (aber auch andere) eigentlich keine Fuellartikel, aber wg. Kevin Bacon sind die Plaetze fuer lange Artikel ausgebucht.
Auf die Idee der Fuellartikel um mich am Schreiben zu halten kam ich vor ein paar Jahren und dafuer nahm ich zuerst meine Toilettenbilder her … was letztlich fast 250 Artikel wurden. Als ich keine Toilettenbilder mehr hatte, schrieb ich ueber 300 Weltraumabenteuerartikel; da habe ich zwar noch ein paar offen, aber letztlich ist da auch „die Luft raus“. Es gab auch viele Fuellartikel in anderer Form (bspw. das was z.Z. unregelmaeszig unter der Ueberschrift „Revisited“ erscheint).

Und mehr als ein paar Mal passierte (und passiert) es, dass ich nur kurz was schreiben wollte und „aus Versehen“ entwickelte sich ein langer Artikel daraus, weil beim Schreiben noch mehr Gedanken dazu kamen und Verknuepfungen enstanden und dadurch Zusammenhaengen ersichtlich wurden … siehe das Zitat weiter oben: intellektuelle stimulierung durch das Schreiben an sich. Das ist (wieder: intellektuell) natuerlich sehr befriedigend und somit eine Art positive Rueckkopplungsschleife warum ich so gerne Schreibe.

Das Konzept der kurzen Fuellartikel ist also ganz wichtig, um mich am Schreiben zu halten … nun gehen mir aber nicht nur die neuen (des Aufschreibens wuerdigen) „groszen Gedanken“ aus, sondern auch die „Kleinen“ fuer Fuellartikel.
Andererseits klage ich (intern) da seit Jahren drueber und bisher hab ich doch immer noch was gefunden.

Als letzten Aspekt fragte ich mich ob ich hier nur noch schreibe, weil ich schon so viel Zeit in diesen Weblog gepackt habe. Das waere eine aehnliche Situation wie als die Regierungen der Briten und Franzosen beim Concorde-Projekt dem vielen schlechten Geld noch mehr gutes Geld hinterhergeworfen haben, anstatt das alles abzubrechen. Auch wenn hier Geld keine Rolle spielt, also eine Art des „Versunkene-Kosten-Irrtums„.
Ich habe ehrlich das Gefuehl, dass dem nicht so ist. Hauptsaechlich aus dem oben genannten Grund, dass ich wirklich gerne (hier) schreibe, trotz des immensen Zeitaufwands.

Alles in allem kann das ganz kurz zusammengefasst werden:
1.: mir geht das Material aus und …
2.: … wenn ich nicht regelmaeszig schreibe, schreibe ich gar nicht.

Deswegen die Frage im Titel … vllt. komme ich noch bis zum naechsten Geburtstag, oder vielleicht auch darueber hinaus. Ein paar Ideen hab ich noch und dann wollte ich auch einige der hier vorgestelten Datensachen (bspw. Kino, oder Strøm und so) auf den neuesen Stand bringen.
So lange was da ist, werde ich schreiben … aber vllt. krieg ich irgendwann ’n Rappel ganz pløtzlich und dann wisst ihr meine lieben Leserinnen und Leser jetzt schon, warum vielleicht pløtzlich nix mehr kommt.

Wow! Bis zum Buchstaben „V“ habe ich es gebracht. Ich dachte, dass es nur ein paar Beitraege (so vier oder sechs oder so) werden. Aber die „Reise“ war voll spannend und ich habe mehr und mehr voll interessante Sachen entdeckt.

Wie eigentlich fast immer begann die Reise indem ich ueber einen Artikel stolperte. Dieser enthielt ein Faktum, welches mir Angst bereitete: Zocken verursacht Krebs. Eine kurze Fermiabschaetzung des Problems brachte mich zur Erkenntnis, dass ich das mal im Detail betrachten muss. Dies fuehrte mich zu mehr Quellen und wie schon øfter erkannte ich dadurch, dass ich nicht umhin komme mir die Rohdaten zu beschaffen um das mal alles selber nachzurechnen. Letztere enthielten Begriffe die ich nicht kannte und bei denen ich erstmal lernen musste, was die bedeuten. Dieses Verstaendniss erlaubte mir Werte auszurechnen die ich gerne haben wollte, welche aber nur (mehr oder weniger) indirekt in den Rohdaten enthalten waren. Und dann ging’s erst richtig los.

Ich erkannte schnell, dass Krebs an sich im Wesentlichen nicht wirklich vermeidbar ist, aber dass es weit weniger wahrscheinlich ist daran zu erkranken oder zu sterben als meine Angst mir versucht weis zu machen. Insbesondere lernte ich, dass es rational gesehen wenig sinnvoll ist, sich ueber ganz bestimmte Krebsarten Sorgen zu machen, nur weil man von denen schon mal gehørt hat. Es sei denn wenn paffend am Strand sitzen mit dm Sangria in der Hand eine bevorzugte Freizietbeschaeftigung ist. Dies aber brachte mich zum Anfang zurueck, denn meine Lieblingsfreizeitbeschaeftigung soll demnach auch ein Risikofaktor sein; zum Glueck nur fuer eine Krebsart (da ich ein Mann bin, bei Frauen waeren es zwei). Und selbst da fuehrt es nicht zu massiv erhøhten Krebsdiagnosen. Auszerdem kann der (negative) Einfluss meines Hobbies nicht so grosz sein, dass es extra Aengste rechtfertigt, denn bei den seit Jahrzehnten zu beobachtenden Trends gibt es andere, unterliegende Ursachen die einen viel grøszeren Einfluss haben. Puuh, Glueck gehabt.

Damit haette ich alles abschlieszen kønnen, aber ich fand es voll spannend zu sehen, dass und wie sich Sitzen ueberhaupt in den Daten bemerkbar macht.
Abschlieszend, kam ich dann noch mit einer so guten Nachricht, die jedweden negativen Effekt des Zockens ueberkompensiert; toll wa!

Lange Miniserie, kurzer Sinn: Ja, um Krebs komm ich im Grunde genommen nicht drumrum. Als Mann wird es vermutlich Prostatakrebs, aber insgesamt ist es ein komplett statistischer Prozess, da kann ich NIX gegen machen, auszer vorher an ’ner anderen Sache zu sterben. Aber die Zahlen zeigen, dass es sich nicht lohnt sich den Kopf zu zerbrechen. Und so lange man nicht raucht oder urst viel saeuft oder in der Sonne liegt, und versucht jeden Tag ’n Spaziergang zu machen ist man statistisch gesehen schon auf der besseren Seite (nicht nur bzgl. Krebs sondern auch bzgl. Herz- und Kreislauf oder bzgl. des zu groszen Kørpervolumens).
Nur das Altern kann halt nicht aufgehalten werden … und ist absolut … womit sich der Kreis schlieszt … aber es ist besser, wenn ich damit jetzt meine Ruhe finde, als wenn mich das fuer den Rest meines Lebens bekuemmern wuerde … und ich mach das halt derart, dass ich mir die Daten persønlich anschaue (und interpretiere) … … … und dann ewig drueber schreibe … tihihihi.
Und wiedereinmal bin ich froh, dass ich mein Studienziel erreicht habe *froi*.

Ach so … eine Konsequenz dieses Prozess versuche jetzt jeden Tag, egal welches Wetter, wenigstens einen Spaziergang zu machen. Ich bin jetzt ueber 40, es ist høchste Zeit … mal sehen wie ich das durchhalte. Auszerdem versuche ich Zuckerprodukte noch mehr aus meiner Diaet zu entfernen … aber nicht auf Teufel komm raus. Ich mag meinen Honig im Tee und meine Kirschmarmelade und den Knoppers ab und zu schon sehr gern und die sind ja ein Teil meiner Lebensqualitaet.

Neulich stolperte ich ueber diese drei Molekuelstrukturen:

Quelle, Quelle, Quelle, Lizenz, alle Molekuele erstellt von Jynto, Beschriftung von mir, alle Abbildungen sind verkleinert.

Das erste Molekuel ist dank der Beschriftung unschwer zu identifizieren. Das zweite Molekuel ist Tee und das Dritte ist besser bekannt als Schokolade.

Dass die drei Molekuele aehnlich sind war mir so halb bekannt (wenn auch definitiv mehr passives, denn aktives Wissen). Aber dass Tee und Schokolade praktisch Kaffee mit nur einer winzigen Aenderung ist, war mir nicht bewusst. Es ist ja jeweils nur eine klitzekleine CH3-Gruppe (an zwei verschiedenen Stellen) durch ein einzelnes Wasserstoffatom ausgewechselt worden!

Solche (kleinen) Aenderungen fuehren natuerlich zu einer anderen Elektronenverteilung ueber das Molekuel und somit zu (mehr oder weniger leicht) geaenderten elektrischen Potentialen. Letzteres erklaert die verschiedenen physiologischen Wirkungen. Warum Kaffee mir nun gar nicht schmeckt, Tee sehr wohl und Schokolade am meisten von den Dreien erklaert das aber auch nicht … … … jaja … ich weisz, dass da immer noch mehr als nur die drei Molekuele drin sind.

Der Ansicht von der Seite beim letzten Mal folgt heute die Draufsicht:

Aufgrund der deutlich høheren magnetischen Flussdiche bei der das rechte Bild aufgenommen wurde, treten die Unterschiede der verschiedenen Gewebearten nicht nur im Kontrast sondern auch in der Schaerfe viel klarer hervor.

Ansonsten aber bilde ich mir, dass alles gleich geblieben ist. Das waere natuerlich høchst spannend, wenn das fMRI-Bilder waeren und man da dann Veraenderungen sehen kønnte. Es ist ja doch sehr viel passiert zwischen den beiden Bildern. Aber es sind „leider“ „nur“ „normale“ MRT-Bilder.

Doch noch nicht die Zusammenfassung, denn ich stolperte ueber etwas, was in diesem Zusammenhang (sehr!) relevant ist.

Ich erwaehnte mehrfach, dass es gut ist, dass heutzutage so viele Mensche an Krebs erkranken. Dies deswegen, weil es ein Ausdruck eines gewaltigen Fortschritts ist und bedeutet, dass so viele Menschen nicht mehr an anderen, vermeid- oder behandelbaren Krankheiten sterben. Als Illustration mag die Woche vom 8. bis 15 August 1665 aus „London’s dreadful visitation: or, a collection of all the Bills of Mortality for this present year: beginning the 27th of December 1664 and ending the 19th of December following: as also the general or whole years bill. According to the report made to the King’s most excellent Majesty / by the Company of Parish-Clerks of London.“ dienen:

Das war ein Pestjahr und hatte entsprechend viele Pesttote zur Folge. Aber das unterstreicht meinen Punkt eher mehr, als weniger. Ansonsten faellt auf, dass es nur 2 Krebstote gibt. Dabei ist zu natuerlich zu beachten, dass laengst nicht alles was Krebs war auch als solcher erkannt wurde. Hier ist eine Uebersetzung (vieler) alter Krankheitsnamen zu unseren heutigen Begriffen zu finden. Bspw. bedeutet „Winde“ nicht, dass die 8 Leute sich zu Tode gepfurzt haben. Vielmehr handelt es sich dabei um verschiedenste Krankheiten, unter anderem sicherlich auch kolorektales Karzinom.

Nichtsdestotrotz, Todesursachen wie bspw. „Wormes“, „Scurvy“ oder „Found dead in the Street“ sind heutzutage so selten, dass sie tatsaechlich eine Nachricht wert sind … zum Glueck.

Und das ist natuerlich ein ganz fantastischer Fortschritt und ich bin froh, dass ich im Vergleich zu damals eine deutlich erhøhte Wahrscheinlichkeit habe, an Krebs zu erkranken. So paradox diese Aussage auch zunaechst scheinen mag.