Archive for Dezember, 2014

Der letzte Beitrag in diesem ereignisreichen Jahr.

Vor einiger Zeit erhielt ich diesen Kommentar.

Den lasse ich nicht gelten!
Folgt man naemlich dem dort angegebenen Link, so kommt man zu etwas, was mit Graffiti (ja Mehrzahl, schlieszlich findet man auch nur aeuszerst selten nur ein einziges Spaghetto) zu tun hat. Diese sind eindeutig ungewøhnlich, einzigartig. Und das steht dort ja auch … „immer neu, immer anders“ … aber die Toiletten sind bei den Bildern ja nicht mal richtig drauf und stehen auch nicht im Mittelpunkt.

Wie bereits neulich angedeutet, geht es mir aber eigentlich bei meiner Kunst ueberhaupt nicht um das Besondere. Gerade das Gewøhnliche, das Alltaegliche ist es, was ich einfangen will. Dazu zaehlt auch die Art der Aufnahme der Toiletten. Auch wenn ich keine wirklich professionellen Aufnahmen machen kønnte (mangels Ausruestung), so kønnte doch die Qualitaet der Bilder besser sein als Mobiltelefonkamerequalitaet. Meine kleine Taschenkamera kønnte ich jederzeit bei mir haben. Bei den „Klassikern“ war das ja auch so. Da hatte ich meine (Film)Kamera immer dabei. Also auch in der Form der Aufnahme (sich widerspiegelnd in der Qualitaet der Bilder) steckt das Alltaegliche, das Gewøhnliche.

Auf einer Zugfahrt nach Wien im Sommer lernte ich ein Kuenstlerpaar aus Australien kennen. Als die von meiner Kunst hørten, machten sie mich auf Marcel Duchamp aufmerksam. Von dem hatte ich vorher noch nie was gehørt, aber sein Werk „Fountain“ ist nicht nur in seiner Bedeutung, sondern gar in seinem Gegenstand meiner Kunst sehr aehnlich.

Duchamp described his intent with the piece was to shift the focus of art from physical craft to intellectual interpretation.

Kunst ist also abhaengig vom Betrachter. Oder wie es in Blindman No. 2 (New York, May 1917) auf Seite 5 steht:

He took an article of life […] [and] created a new thought for that object.

Diese Meinung war zu dieser Zeit nicht so weit verbreitet:

Nach dem [sic] sich die Society darauf geeinigt hatte, dass dieser maschinengefertigte Alltagsgegenstand keinesfalls Kunst sei, wurde Fountain von der Ausstellung ausgeschlossen.

Mit „Society“ ist die Society of Independent Artists gemeint.

Toiletten als Kunstgegenstand … SKANDAL! … Und ein Skandal wurde es dann tatsaechlich.

Wie auch immer, es geht mir darum, dass Graffito gerade KEINE „article of life“ sind. Keine Massenproduktion. Das sind i.A. Einzelstuecke. Und auch wenn Graffiti die Umgebung verschønern, sind sie doch nicht der Fokus meiner Kunst. Sie kønnen aber unter Umstaenden integraler Bestandteil derselben sein, finden sich diese doch auch (leider viel zu selten) auf Toilettenwaenden.

Beim naechsten Mal møchte ich hieran anknuepfen. Fuer dieses Jahr soll es aber gut sein. Fehlt nur noch das Bild (Ausnahmsweise mal nur eines). Hier ist es:

HiVe

Urspruenglich waehlte ich dieses Bild gerade wegen der einem ins Gesicht springenden Gewøhnlichkeit aus. Als ich es einfuegte, sah ich aber dieses wunderschøne Zusammenlaufen der Geraden. Schon schick anzusehen, wa!

Eigentlich bin ich kein Freund von Zoos. Aber manchmal gehen mir die Ideen aus, was ich denn mit dem jungen Mann der bei mir wohnt in einer fremden Stadt, in der ich mich nicht auskenne, so machen soll.

Ich hatte den Eindruck, dass der Zoo in Amsterdam zu den besseren Einrichtungen dieser Art zaehlt.

Hier zwei Fotos der dort zahlreich zu findenden Toiletten.

Artis Royal Zoo Planetarium 2, Amsterdam

Nicht gerade etwas Besonderes.

Artis Royal Zoo Planetarium, Amsterdam

Auch das Sitzklo ist nichts Besonderes. Aber darum geht es mir im Grunde genommen ja gar nicht. Sondern eigentlich um das genaue Gegenteil. Dazu in einem spaeteren Beitrag in dieser Kategorie mehr. Letztlich ist es doch so, dass das „aesthetische Wesen“ in mir immer nach dem Besonderen sucht.
Und das fand ich auch. Naemlich an der Platzierung der Toilettebuerschte. Eleganter Zufall oder provozierende Absicht?

Munter weiter fragte ich mich dann inwiefern mein Kinogehverhalten durch die zeitliche Situation gepraegt wurde.

Im folgenden Bild sieht man, wie sich meine Kinobesuche auf die Monate verteilen.

Abgesehen von zwei Peaks sind meine Kinobesuche erstaunlich gleichmaeszig ueber das Jahr verteilt.

Der Peak im April ist wiederum durch Kosmorama zu erklaeren. Ziehe ich von dem Wert die ca. 50 Kosmoramafilme der letzten zwei Jahre ab, dann lande ich beim Durchschnittswert. Die leichte Erhøhung im Mai ist ebenso durch Kosmorama zu erklaeren. War doch in diesem Jahr das Festival teilweise im Mai.

Bleiben der Maerz- und der August-Peak.

August ist „leicht“ zu erklaeren durch „Sommerblockbuster“ und „Zeit haben“. Im Maerz duerfte vor allem Letzteres der Fall gewesen sein. Ist dies doch der Monat im Studium gewesen, wo alle Pruefungen ueberstanden waren, das neue Semester aber noch nicht angefangen hat.

Nun interessierte es mich, inwiefern sich das bemerkbar macht, wenn man die Anzahl der Kinobesuche pro Monat normiert auf die Gesamtzahl der Kinobesuche des jeweiligen Jahres. Dies deswegen, weil statistisch signifikante Unterschiede dadurch u.U. leichter erkennbar sind. Hier ist das Ergebnis:

11_Monate_normiert

Wie man sieht, sieht man nix! Die Majoritaet der Daten befindet sich in einem Band zwischen ca. 0,04 und  0,12. Das bedeutet im Wesentlichen das oben bereits Gesagte: Ich gehe ungefaehr jeden Monat gleich oft ins Kino. Heraus sticht der April (blaue Kurve) in den letzten zwei Jahren (und der Mai (gruene Kurve) in 2014) – Kosmorama.
Witzig ist der Peak im Februar 2008. Das konnte ich mir beim besten Willen zunaechst nicht erklaeren. Dann erinnerte ich mich aber an eine Tagung in Berlin. Und da hatte ich auch Zeit ein paar Mal mehr ins Kino zu gehen als durchschnittlich in dem Jahr. Ein „klassischer Ausreiszer“ also.

Es verwunderte mich zunaechst, dass sich die Maerz- und August-Peaks nicht so eindeutig bemerkbar machen. Das haette ich anders erwartet. Wenn man sich aber die Daten des ersten Bildes nochmal anschaut, so sieht man, dass es nur ca. 20 Kinobesuche mehr in diesen beiden Monaten sind. 20 Kinobesuche ueber 16 Jahre; das ist ca. ein Kinobesuch mehr pro Jahr fuer diese beiden Monate.
Ist das relevant? Gute Frage, in der Summe schon, das sieht man ja. Im „alltaeglichen Leben“ macht sich das nicht bemerkbar.
Das ist wie bei Statistiken zur Klimasituation. Da sieht auch jeder die eindeutigen Daten, aber ’s kuemmert keinen so richtig, denn „2 Grad mehr“ ist doch nun wahrlich nichts, was mich negativ beeinflusst, nicht wahr.
Statistik ist schon was Feines.

Nun zu den Tagen.

So verteilten sich meine Kinobesuche auf die einzelnen Wochentage:

12_Tage

Abgesehen von Dienstag und Mittwoch sind meine Kinobesuche wiederum ziemlich gleich verteilt auf die einzelnen Wochentage. Schauen wir mal gleich auf die normierten Daten.

Auch hier befindet sich die Mehrzahl der Datenpunkte in einem relativ engen Band zwischen ca. 0,04 und  0,16. Was das bedeutet schrieb ich bereits oben.
Eindeutig heraus hebt sich der Dienstag (rote Kurve) zwischen den Jahren 2001 bis 2004. Dies lag daran, dass Dienstag „Kinotag“ im Cinemaxx war und jeder Film einen Euro (glaub ich) billiger war. Wenn ich mich richtig erinnere, so verschob sich dieser Tag dann auf den Mittwoch (blaue Kurve). Das passte mir irgendwie gar nicht so richtig in den Kram damals. Und so wie die Kinobesuche am Mittwoch zunehmen, so nehmen sie an den Dienstagen ab.

Mittwoch als beliebtester Tag haelt sich dann ziemlich gut ueber dem Durchschnitt. Dass dies in Trondheim so blieb lag daran, dass Mittwochs haeufig die Filmklubbfilme liefen.

Interessant ist die „Sonntagserhøhung“ (gruene Kurve) in den Jahren 2006 – 2008. Aus den kumulativen Daten haette man zunaechst das Gleiche schlieszen kønnen was ich bzgl. Maerz und August in der Diskussion der vorhergehenden Ergebnisse sagte. Hier sieht man aber, dass in diesen drei Jahren die „kleine (kumulative) Haeufung“ sehr wohl einen Effekt auf das taegliche Leben hatte. Ging ich doch mit einer doppelt bis dreifach høheren Wahrscheinlichkeit an einem Sonntag ins Kino anstatt an einem Wochentag (ausgenommen Mittwoch).

Witzig finde ich den Verlauf „Sonnabendkurve“ (lila). Scheinbar (!) folgt diese in den Jahren 1999 – 2007 einem gewissen mathematisch exakt angebbaren Zusammenhang. Dem war natuerlich nicht so. Purer Zufall. So wie wenn man eine eingebildete antropomorphe Entitaet um genug Essen auf’m Tisch bittet und es Duenger vom Himmel regnet. Da war es auch pure Zufall, dass ’n Wirbelsturm kurz vorher durch die entpsrechende Lagerhalle fegte.

Eine Grafik habe ich noch und dann ist Schluss fuer heute.

„Normale Leute“ (wer immer das auch sein mag) gehen meist Freitag oder Sonnabend ins Kino. Weil ’s wissen schon … naja … eigtl. nicht … warum eigentlich? Mir faellt beim besten Willen kein Grund ein, warum ich diese zwei Tage bevorzugen sollte um ins Kino zu gehen. Hingegen faellt mir ein gewichtiger Grund ein NICHT an diesen zwei Tagen ins Kino zu gehen: Horden von anderen Menschen … da kønnt ick ja jleich uff’n Rummel jehn, wenn mir daran was liegen wuerde.

Also schaute ich mir mal an inwiefern „das Wochenende“ (Freitag und Sonnabend) bei mir gegen die anderen Tage abschneidet.
Nun kann ich da natuerlich nicht nur den simplen Quotienten aus der Summe der Kinobesuche an den entsprechenden Tagen bilden. Bei einer einfachen Summe ueber 5 Tage zu einer einfachen Summe ueber 2 Tage ist ja recht klar, dass „das Wochenende“ nicht vernuenftig repraesentiert wird. Auch wenn ich mir damit die Taschen selber vollhauen kønnte, wie man so schøn sagt, da wo ich urspruenglich herkomme.
Die entsprechenden Summen muessen natuerlich noch durch die Anzahl der Tage ueber die summiert wurde geteilt werden, bevor das Verhaeltnis gebildet wird. Das nennt man auch „Wichtung“ .oO(duenkt mich).
Hier ist das Ergebnis:

Bei einem Verhaeltnis von eins (blaue Linie) waere ich genausooft am Wochenende wie in der Woche im Kino zu finden. Ist das Verhaeltnis kleiner, war ich øfter am Wochenende als an den anderen Tagen im Kino. Das kam tatsaechlich fuenf mal vor. (Zunaechst) Erstaunlicherweise auch in einem Jahr, in dem ich sehr haeufig (91 mal) im Kino war – 2013. Wenn man mal drueber nachdenkt, dann ist das gar nicht so erstaunlich, denn ich bin natuerlich mittlerweile gehaeuft mit dem jungen Mann der bei mir wohnt im Kino. Und da muss dann (noch) das Wochenende fuer herhalten.

Im Allgemeinen wuerde ich sagen, dass ich bisher tatsaechlich die Wochenenden eher vermieden habe um ins Kino zu gehen. Sehr auffaellig ist dies  im Jahre 2007 gewesen. Zum Glueck war ich da ein Mal an einem Freitag im Kino. Waere dem nicht so gewesen, so waere das Universum explodiert … tihihi.

Éric Liberge begann mit seiner „Monsieur Mardi-Gras“-Reihe, von mir immer nur liebevoll als „Unter Knochen“ bezeichnet, bereits im Jahre 1998. Es sollte nicht vor 2005 sein, bevor diese ungewøhnliche Reflexion gewisser Aspekte der Zivilisation abgeschlossen waren.

Unter Knochen 1+2

Hier zu sehen sind die meiner Meinung nach besseren zwei der vier Baende. Ankommen und der Versuch sich zurecht finden. Ablehnen der vorhandenen Dogmen, denn diese sind so offensichtlich bescheuert. Und Kaffee … vor allem Kaffee … denn Kaffee bringt die Erinnerungen an die Freuden des Fleisches zurueck. Kaffee ist leider so selten, dann kann es gerne auch Quecksilber sein. Hat zwar nicht den selben Effekt, aber es bringt einen auch nicht um, wenn man’s trinkt …

Natuerlich schreibe ich mir auf jede Karte rauf, mit wem ich im Kino war.

Bis zu dieser detaillierten Auswertung dachte (und sagte) ich immer: „allermeistens gehe ich allein ins Kino“.

Aber schaut selbst:

08_Leute

Diese Grafik ist in ihrer Gesamtheit bereits aus dem ersten Beitrag dieser Reihe bekannt. Man sieht, dass ich doch ziemlich oft mit anderen Leuten ins Kino gegangen bin. Und das war eine grosze Ueberraschung fuer mich.

Insgesamt folgten mir 384 mal andere Leute ins Kino und 474 mal hatte ich meine Ruhe. Und ja, „folgten mir“ ist der richtige Ausdruck, denn ich ich kann mich nicht erinnern, dass mich mal jemand fragte, ob ich ins Kino mitkommen mag.

Manchmal folgten mir mehr als eine Person ins Kino. Diese sind in den Zahlen oben natuerlich nicht enthalten. Insgesamt waren wegen mir 483 Personen im Kino, die ohne mich in vielen Faellen NICHT ins Kino gegangen waeren.

Dies entspricht ueber 3.000 Euro, die Kinos wegen mir extra verdient haben. Da die Begleiter oft nicht in den Genuss der Rabatte kamen, kann ich die genaue Zahl nicht beziffern.

Das obere Bild sieht fein aus. Eine detaillierte Auswertung der „Mit Leuten / Ohne Leute“-Gegebenheiten muesst ihr, meinen lieben Leserinnen und Leser, nicht selber vornehmen. Im folgenden Bild seht ihr dieses Verhaeltnis fuer jedes Jahr.

09_Leute_Verhaeltnis

Bei Werten ueber eins war ich øfter mit als ohne andere Leuten im Kino. Das war in immerhin 6 Jahren der Fall. In 6 weiteren Jahren (darunter das legendaere „2005-war-ich-100-mal-im-Kino“) ist das Verhaeltnis nahe genug der eins, sodass dies als wesentliches Element meines sozialen Umgangs angesehen werden kann. Ganz erstaunlich, nicht wahr.

Da kønnten meine unbedarften Leser oder Leserinnen ja jetzt denken: „Oh wow, der kennt 483 Leute“. Dem mag zwar so sein, aber es gab und gibt natuerlich einige ganz wenige Leute, mit denen ich bevorzugt ins Kino gehe. Dies kann man an dieser schønen Grafik ablesen:

09_Leute_Wer

Mit der Person auf dem ersten Platz war ich nicht mehr im Kino seitdem ich im schønen Norwegen wohne. Die Majoritaet dieser gar nicht so kleinen Anzahl an gemeinsamen Kinobesuchen fand von 2002 bis 2005 statt. Jaja … das suesze Studentenleben.

Ein (durchaus etwas trauriges) Kuriosum ist, dass die 2. Ex genau (nur) doppelt so oft mit mir im Kino war, wie die 1. Ex. Hatte Letztere doch nur ein Drittel der Zeit wie Erstere.

Wieauchimmer, die Newcomer(in) – die Klammern deswegen, weil ich mir nicht sicher bin, ob es von diesem Wort wirklich eine weibliche Form gibt, holt schnell auf und wird mglw. in gar nicht all zu langer Zeit den ersten Platz erklimmen :)

Es freut mich besonders, dass ich mit dem jungen Mann der bei mir wohnt bereits 40 Mal im Kino war. Geh ich doch mit ihm dorthin, seitdem er zwei Jahre alt ist :)

Ueberraschend war fuer mich, dass ich mit dem kleinen Mann doch noch gar nicht so oft im Kino war wie ich dachte. Es ist natuerlich immer noch ziemlich oft, insbesondere wenn man bedenkt, wie selten wir uns sehen. Dies liegt sicherlich daran, dass gemeinsame Kinobesuche waehrend Besuchen eine schøne Tradition geworden sind (so denn ein Film kommt, den noch keiner von uns gesehen hat bzw. falls dies nicht der Fall ist, den ein zweites Mal schauen sich lohnt).

Ebenso ueberraschend war fuer mich, dass ich mit einem gewissen Filmbanausen dann doch 3 Filme im Kino sah.

M.B. und M.C. sind Bekannte hier in Trondheim, die diesen Weblog nicht lesen.

Die Berliner Liaison weisz sicher, dass sie gemeint ist und ich freue mich sehr, dass ich doch schon 11 mal mit ihm im Kino war, wo wir uns doch so selten sehen.

Unter „alte Bekannte“ sind all die Leute zusammengefasst, die keine Rolle mehr in meinem Leben spielen. In der Vergangenheit hatte ich aber regelmaeszigen Umgang mit diesen. Deswegen diese eigene Kategorie. Aufnahme hierin erfolgte, wenn ich mehr als 5 mal mit diesen alten Bekannten im Kino war,

Und der Hollaender. Mit dem sah ich alte sozialistische Science Fiction Filme in einem Schiffscontainer. Toll wa, was man doch alles erlebt, wenn man sich fuer Filme interessiert. Es freut mich ebenso sehr, dass diese Bekanntschaft ueber die Jahre nicht verloren ging :) .

Letztlich sind unter „Diverse“ die (nicht sehr viele) alten Bekannten zusammengefasst, mit denen ich seltener als 5 Mal im Kino war. Und eine lange Reihe an Bekanntschaften und Leuten, die andere Leute mitgebracht haben, mit denen ich meist nur ein, sehr selten zwei Mal im Kino war. Zwei Freunde, mit denen ich aber bisher nur ein Mal im Kino war, sind auch darin enthalten.

Soweit dazu. Wie man sieht, bedeutet „ich geh meist allein ins Kino“ keineswegs, dass man ein Einsiedler ist. Wie geschrieben, ueberraschte mich dies doch ein wenig.

Das war ja klar, dass ich frueher oder spaeter einen Artikel in diese beiden Kategorien einordnen muss. Das laeszt sich bei diesem Thema nunmal nicht vermeiden. Aber zunaechst das Bild:

PerfektePreise

Im bereits hier vorgestellten Artikel  „Mein erstes Weihnachten“ schreibt Dietmar so blitzgescheit wie immer:

Wer den Leuten das Jenseits abgewöhnen will, muß ihnen nämlich das Diesseits schmackhafter machen, als es von sich aus ist.

Das ist ja logisch, dann geht es aber noch weiter.

Statt daß das Gemeinwesen nach erfolgter Entzauberung der Welt mit dem erleichterten Seufzer „endlich sind wir den ganzen Aberglauben los“ zur Tagesordnung überging, tauchten da nun allerlei Beschwerden betreffs Geschlechterbeziehungen, Verwaltungsfragen, Eigentumsordnung und so fort auf.

Wir haben es also geschafft (der Aufklaerung sei Dank) den religiøsen Unsinn halbwegs aus der realen Welt zu verbannen (zumindest in unserem unmittelbaren sozialen Umfeld) und ab da konnte man sich auf andere Probleme stuerzen.

Deswegen gibt es diese Kategorie.

Oder anders herum gesehen: Frauenrechte in Afghanistan sind wirklich wichtig, aber solange die nicht genug zu Essen haben und ihnen die Kinder sterben (religiøse Bauernfaenger also leichtes Spiel haben), werden alle Masznahmen diesbezueglich nichts bringen!

KTH

Die KTH ist eine dieser „altehrwuerdigen“ und „weltbekannten“ Universitaeten. Mich duenkt das steht fuer „Køniglich Technische Hochschule“. Da halte ich nicht viel von. Bildungseinrichtungen sollten fuer alle Menschen zugaenglich sein und nicht nur Kønigen. Wir sollten keine Kønige haben, die und der Rest ihrer Familie sind unnuetz. Also deren Funktion meine ich. Als Menschen sind die natuerlich nicht unnuetz. Finde ich wichtig hier mal gesagt geschrieben zu haben. Beides.

Dort habe ich jedenfalls eine Toilette fotografiert und dieses Bild møchte ich euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, hier praesentieren:

KTH

Die ist schick, nicht wahr. Die Fliesen! Und der passende Boden dazu. Die an der Wand entlang laufnden Rohre und die drei Toilettenpapierrollen auf dem Muellbeutelhalter. Ein Augenschmaus.  Das verrauschte Bild tut sein Uebriges, um diesem tollen Arrangement die spezielle, notwendige Wuerde zu verleihen.

Heute møchte ich euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, gerne ein paar Statistiken meines Gebrauchs von Kinos naeher bringen.

Zunaechst war ich interessiert daran, wie oft ich in welchem Kino war. Diese wunderschøne Grafik verdeutlicht den Sachverhalt:

05_Kinoverteilung

Trotzdem ich nun schon eine Weile hier wohne, war ich bisher immer noch am meisten im Magdeburger Cinemaxx. Aber die Trondheimer Kinos holen auf. Dass ich mehr im „Nova“ als im „Prinsen“ war liegt vermutlich an Kosmorama. Die Festivalsfilme spielen naemlich ausschlieszlich dort.

Dass Berliner Kinos mit 56 Besuchen an dritter Stelle stehen, wundert mich nicht. War und bin ich doch relativ haeufig dort.

Unter „Diverse“ fasse ich alle andere besuchten Kinos zusammen. Bspw. wenn ich auf einer Tagung bin, mal ein Studiokino besuche, das Kino von gaaaaanz frueher in der Kreisstadt aus der Gegend aus der ich komme etc.

Interessant daran ist, dass ich 17 Kinos auszerhalb der „gewohnten Umgebung“ besuchte. Das Kreisstadtkino bspw. zaehlt da nicht mit dazu, aber das Kino in Tempe, Arizona sehr wohl. Bin ich naemlich irgendwo und habe etwas Zeit, so geschieht’s ziemlich haeufig, dass ich bewusst nach einem Kino Ausschau halte. Ist ja auch kulturell wertvoll. Man kommt meistens in die Innenstadt, hat Umgang mit der lokalen Bevølkerung (a.k.a. man mischt sich unter’s Volk), erlebt mitunter die øffentlichen Verkehrsmittel der besuchten Stadt usw.

Desweiteren interessierte mich, wie oft ich in welchem Kinosaal Filme sah. Das ist natuerlich nur sinnvoll fuer Kinos die ich haeufig besuche. Diese Daten sind hier zu sehen:

06_Saalstatistik

Zunaechst sieht man wieder, dass ich sehr oft in Magdeburg ins Kino ging. Von Saal 1 und Saal 7 abgesehen sind meine Besuche in den anderen Saelen ueberraschend gleichverteilt. Ich haette gedacht, dass ich in den kleinen Kinos da rechts an der Seite wesentlich seltener war als in den anderen Saelen. So kann man sich taeuschen. Saal 1 + 7 sind im uebrigen die groszen Saele im Cinemaxx MD und ich legte damals immer groszen Wert darauf, Filme dort zu sehen.

Auch im Nova ist Saal 1 der grosze Saal. Hier ist’s aber eher zufaellig, dass ich dort relativ gesehen am meisten war. Irgendwann wurde es mir ziemlich egal, ob ich einen Film im grøszten Saal sehe oder nicht, solange ich einen Film im Kino schauen konnte.
Bei den Nova-Daten sind keine Auffaelligkeiten, andererseits aber auch keine Gleichverteilung zu erkennen. Rauschen, sozusagen.

Die Prinsen-Daten sind kurios … es sieht aus, als ob die Saele von rechts und links auf Saal Nummer 5 zustrebend populaerer werden … tihihi.
Nur Saal 4 schlaegt aus. Dabei handelt es sich um den sogenannten „Kongesaal“ – den „Kønigssaal“. Jaja … die Sitze sind dort grøszer, man bekommt kostenlos Kaffee (oder Tee, oder Kakao etc.), man hat mehr Platz und ist ungestørter. Aber das kostet dafuer auch ca. 50% mehr Geld. Auszerdem sitzt man so fuerchterlich weit vorne, selbst wenn man in der letzten Reihe sitzt. In Kurz: ich vermeide dieses Kino wann immer møglich und gehe dort nur hin, wenn ich keine andere Alternative habe.

So weit, so gut. Was kønnte man denn jetzt noch Schønes sich anschauen?
Nach der Verteilung der Kinos und der Unterverteilung der Saele in den Kinos, interessierte mich, wie die Sitzplatzverteilung innerhalb der einzelnen Saele aussah. Insbesondere Saal 7 im Cinemaxx scheint dafuer praedestiniert zu sein. Daran kønntet ihr, meine lieben Leser und Leserinnen, euch orientieren, wenn es gilt, wo man am besten sitzen sollte, wenn man denn mal in dieses Kino geht.

Hier kommt dummerweise ins Spiel, dass ich im Cinemaxx zwar oft war, aber beinahe nur Parkett bezahlte (auch wenn ich dann trotzdem in der Loge sasz). Meine Sitzplatzdaten fuer Saal 7 des Cinemaxx sind also leider nicht aussagekraeftig genug.

Da ich die Idee aber so gut finde (die Daten aber noch (!) nicht dafuer ausreichen) zeige ich an dieser Stelle nur ein Beispiel, um zu illustrieren, was ich Tolles meine. Heir ist sie, die bisherige Sitzplatznutzung im Saal 5 des Prinsen-Kinos:

07_Platzstatistik

Schick, nicht wahr.

Damit soll es denn genug fuer dieses Mal sein. Mehr spannende Grafiken gibt es dann beim naechsten Mal.

Sprecht das mal aus „Kremfresh“. Das hørt sich doch so an, wie dieses Milchprodukt zum verfeinern der Speisen. Ist es aber nicht. Ist was zum ins Gesicht schmieren:

Kremfresh

Ist zwar irgendwie lustig, aber wenn man mal ueber die weiteren Implikationen derartiger Produkte drueber nachdenkt, dann nicht mehr. Deswegen lasse ich das an dieser Stelle. Ich wuerde mich ja ohnehin nur wiederholen.

Zu derartigen Zentren der Kinder- und Erwachsenenbelustigung mit „Bildungsanspruch“  schrieb ich ja bereits hier etwas.

Besagte Einrichtung ist nur ziemlich neu und in einem Protzbau untergebracht.So auch die Toiletten:

Nemo Amsterdam

Und ungefaehr so ist auch das Programm: standardisiert, leicht zu verstehen, auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht … gut zur Erleichterung, aber es bleibt nichts Dauerhaftes zurueck. … uiuiui … das war jetzt sehr doppeldeutig geschrieben.

Der Vollstaendigkeit halber wie (fast) immer das Sitzklo:

Nemo Amsterdam 2

Aehm ja … ich sagte ja: standardisiert … mit allen negativen Konnotationen, die dieses Wort haben kann.