Archive for the ‘Kunst’ Category

Das macht dann das Dreiergespann voll, denn Green Lantern, The Flash und Green Arrow

… waren immer Freunde (wenn auch manchmal mit Schwierigkeiten), die gerne auch zusammen was gemacht haben.

Aber zu Green Arrow gibt es nicht so viel zu erzaehlen. Er war (und vermutlich ist) deutlich weniger populaer … was mich aber nicht wundert; Pfeil und Bogen gegen „Zauberring“ und Supergeschwindigkeit. Was ich damit meine kommt auf diesem Cover schøn zum Ausdruck …

… auch wenn’s dort der Spectre und keiner der beiden anderen ist … naja, irgendwie schon, denn zu dem Zeitpunkt war Hal Jordan der Spectre und Hal war (zu dem Zeitpunkt) ja mal die Green Lantern der Erde (und wird es von dem Zeitpunkt gesehen) spaeter wieder werden … aber ich merke, hier verliere ich mich in den Details der Comicwelt.

Der erste Green Arrow war Oliver Queen …

… auch er opferte sich zur Zeit des groszen Heldensterbens (siehe die letzten Beitraege; das ist also auch im Sinne von „grosze und wichtige Helden“, und nicht nur kleine Nebencharaktere, gemeint) und sein Sohn Connor Hawke wurde „mein“ Green Arrow. Wie auch schon den anderen beiden war dieser ganz anders als sein Vater und ich konnte mich ganz gut mit ihm identifizieren. Hier sind Sohn und Vater zusammen abgebildet:

In Dtschl. hatte Green Arrow es immer schwer und zu meiner aktivsten Comicsammelzeit trat er im Wesentlichen nur ein paar Mal als „Zusatz“ in anderen Geschichten auf. Bis dann im Jahre 2000 seine eigene (kurzlebige aus nur 10 Heften bestehende) Serie in Dtschl. erschien in der Oliver Queen aus dem Totenreich zurueck kommt … also DAS konnte ja nun wahrlich niemand ahnen, nicht wahr. Er war der Erste der wiederbelebt wurde, die Geschichte ist ganz in Ordnung und ich habe die sogar.

So, nun sind die drei Superfreunde (Wortspielkasse!) auch in meinem Weblog nicht mehr getrennt.

Er war und ist mein Lieblingsheld unter all den Superhelden des DC Universums. Auch hier trugen wieder verschiedene Personen diesen Superheldennamen aber mein Flash war Wally West.

Wally ist ein nur wenige Jahre bevor es Comics endlich mal ordentlich auch in Dtschl. gab in die Flitzefuszpuren von Barry Allen getreten. Letzterer ist einen bedeutsamen Heldentod gestorben … leider waren auch hier wieder die „Fans“ damit uneinig und Barry Allen tauchte, so wie Hal Jordan, immer wieder auf und wurde in den 00-Jahren endgueltig zurueck gebracht. Ich fand das schade, denn so wie bei Green Lantern sind die Menschen hinter dem Helden doch sehr verschieden und ich konnte mich eher mit Barry identifizieren.

Leider dauerte der „Aufenthalt“ des Flash in Dtschl. nur ein paar Ausgaben, dann konsolidierte sich der Comicmarkt neu und der Flash war nicht mehr dabei.

Andererseits, zu dem Zeitpunkt war es mglw. nicht mehr ganz so sehr „leider“ fuer mich persønlich, denn mein Leben hatte zu dem Zeitpunkt eine bedeutende Wendung genommen … aber das ist eine Geschichte fuer einen zukuenftigen Beitrag.

Kyle Rayner hatte mehr als einen Vorgaenger als Green Lantern „der Erde“. Das ist etwas komplizierter, aber im Wesentlichen gab es eine „Haupt-Green-Lantern“ und die Anderen waren nur so ’ne Art Stellvertreter. Erstere war Hal Jordan (hier links auf dem Cover) …

… und der war sehr beliebt bei den Fans (nicht zuletzt, weil diese mit ihm aufgewachsen sind).

Dann wollte DC Comics alles anders machen und in einem eher kurzen (nur drei Ausgaben) aber beruehmten (und leider beruechtigten) Storybogen løschte Hal Jordan alles was vormals Green Lantern war und zu Green Lantern gehørte aus.
Ich gebe zu, besagter Storybogen war vøllig ueberhastet und suboptimal ausgefuehrt. Aber letztlich machte das den Weg frei fuer Kyle Rayner als Green Lantern.

Das Dumme war nun nur, dass die Fans das Scheisze fanden. Sicher auch deswegen lieszen die GL-Schreiber Hal (nun als Parallax, spaeter als Spectre, oder in der Form von Zeitreisen) immer mal wieder mitspielen …

und relativierten auch die Essenz von besagtem Storybogen … *seufz*.

Das fand ich sehr schade, denn eigentlich ist Kyle Rayner eine echt gute GL und das was DC bezweckte (eine Erneuerung des Konzepts „Green Lantern“) trat meiner Meinung nach auch ein.
Ebenso war das zugrundeliegende „Superheld-wird-bøse“-Konzept (und alles was daraus folgt) wirklich fruchtbar in diesem Fall, denn Hal Jordan war keine kleine Leuchte (Wortspielkasse) sondern einer der Haupthelden des DC Universums.

Ein paar Jahre nachdem ich aufgehørt hatte GL zu sammeln hat DC den Fans nachgegeben. In einem weiteren, laengeren Storybogen wurde erklaert warum Hal zur „dunklen Seite“ wechselte und alles wurde rueckgaengig gemacht mit dem Resultat, dass Hal wieder die GL der Erde ist. Schade eigentlich, auch wenn besagter Storybogen wohl sehr gut sein soll.

Lange Rede kurzer Sinn: meine Green Lantern ist …

… Kyle Rayner.

… … …

Von all dem Obigen unabhaengige Schlussbemerkung: Green Lantern hat mit Abstand die coolsten Cover. Konnte mich fast nicht entscheiden welche ich NICHT hier zeigen soll.

Um so’n bisschen auf dem Laufenden bzgl. den Erklaerungen fuer die in diesem Universum zu beobachtenden Phaenomene zu sein, lese ich jeden Monat das Physik Journal (Artikel aelter als 5 Jahre sind frei fuer die Allgemeinheit). Darin werden auch immer (noch?) Buecher besprochen (meist Neuerscheinungen). In den mehr als 2 Jahrzehnten die ich diese Zeitschrift nun schon lese, wurde ich nur deswegen auf ein paar (wenige) Buecher aufmerksam von denen ich anderweitig sonst gar nichts mitbekommen haette.

Eines dieser Buecher ist das hier:

Es enthaelt ein paar von den ganz vielen (oft technischen) Illustrationen die heutzutage so sehr fuer die „Fruehzeit“ des Raumfahrtzeitalters (und den damit eingergehenden Techno- und Zukunftsoptimismus) stehen. Eines der beruehmtesten Illustrationen ist das Filmposter zu 2001: A Space Odyssey … ueberhaupt scheint mir, dass Kubrick massiv von besagten Zeichnungen inspiriert wurde in seinem Zukunftsportraet.

Ich gehe ganz langsam durch dieses Buch durch, denn ich møchte nicht, dass es so schnell wieder aus meinem Lese“pensum“ verschwindet. Wenn ich darin das eine oder andere gemeinfreie Bild finden von dem es sich lohnt das hier zu zeigen, dann werde ich das tun. Ich will aber nichts versprechen … wobei das Hinderniss ganz eindeutig in den Lizenzen fuer die Illustrationen liegt, denn wenn ich ohne weiteres kønnte wuerde ich etliche von den Bildern zeigen.

Green Lanterns haben einen Ring, …

… welcher, bei genuegender Willensstaerke, die Erschaffung von allem ermøglicht was man sich vorstellt. Es gibt so einige Green Lanterns in der Comicgeschichte und im internen Universum und um eine lange und verwickelte Sache …

… abzukuerzen sage ich ganz direkt, dass ich, wenn ich Green Lantern sage, ueblicherweise Kyle Rayner meine.

Mitte der 90’er Jahre wurde in der Serie ziemlich radikal aufgeraeumt (leider zum Unmut vieler Fans, aber davon habe ich nicht so viel mitbekommen) und Kyle wurde zum „Ringschwinger“. Das war kurz bevor Superheldencomics ihren Aufschwung in Dtschl. erlebten und ich anfing diese zu sammeln. Somit ist Kyle „meine“ Green Lantern (abgekuerzt: GL).
Der „Frischling“ Kyle wird zwar direkt und ohne viele Umschweife in das „Superheldengeschaeft“ geschmissen, aber er muss viel lernen, macht Fehler, fragt erfahrenere Helden um Rat …

… und muss ueberhaupt erstmal seine „Identitiaet“ als Superheld finden. Damals bemerkte ich das gar nicht so sehr, aber das hat mich sicherlich unterbewusst angesprochen.

Leider ist GL ziemlich obskur, im Vergleich zu den „Groszen Jungs“ und deswegen habe ich ihn zunaechst nur im Rahmen der JLA erleben duerfen. Letzteres ist zwar die volle Huette Superheldenaction, blendet aber einen (wie ich finde) weiteren, wichtigen und in der GL-Serie gut dargestellten Teil dessen was GL ausmacht aus: sein Privatleben als (junger) Mensch.

Wobei ich das mglw. auch erst jetzt, als alter Mann der mit der Action nicht mehr mithalten kann, so einschaetze.

Wieauchimmer, als er dann endlich Ende 1999 seine eigene (dtsch.) Serie bekam war ich aus der Schule raus und andere Sachen als Comics wurden bald interessanter fuer mich (ein weiteres Thema auf das ich an anderer Stelle nochmal naeher eingehen møchte). Viel wichtiger in dem Zusammenhang ist aber, dass der dtsch. Comicmmarkt zu dem Zeitpunkt sehr „ueberhitzt“ war und letztlich zusammenbrach, weswegen die besagte Serie nach ca. einem Jahr wieder eingestellt wurde *seufz*.
Zum Glueck fuer mich 20 Jahre spaeter, wurden kurz vor dem Zusammenbruch ca. 50 US-Ausgaben (zwei pro dtsch. Heft) in Schubern verøffentlicht (weswegen ich auch so viele Cover zum zeigen habe).

Die Kyle Rayner GL gehørte immer zu meinen Favoriten. Neben obigen Gruenden lag das sicherlich nicht zuletzt auch daran, dass GL bei Geschichten die (zumindest teilweise) im Weltraum stattfinden, aufgrund der Kraefte des Rings eine wichtige Rolle spielt. Ueberhaupt enthaelt die Serie oft und direkter Weltraumabenteuer; viel mehr als andere, mehr erdgebunde Comics. Aber das ist mir erst jetzt, beim nochmal durchlesen aufgefallen.

Beim naechsten Mal dann noch mehr Cover und meine Meinung bzgl. einer Sache welche, wie ich finde, eher gluecklos gehandhabt wurde.

Beim letzten Mal sagte ich, dass die Star Wars Comics eher schlecht waren und ich die deswegen nicht mehr sammelte … mit einer Ausnahme. Diese Ausnahme sind die Clone Wars und ich kaufte deswegen doch wieder Star Wars Comics, denn das klang voll interessant.

Und ich muss sagen, dass die Comics dazu mich irgendwie positiv ueberraschten. Aber anders als man denken mag.

Natuerlich ist es ein fuer den Massenmarkt produziertes Produkt, mit allen damit einhergehenden kuenstlerischen und intellektuellen „Abstrichen“ die man deswegen meistens (aber nicht immer) machen muss. Aber das ist nicht schlimm, gilt das doch fuer die ueberwiegende Mehrheit meiner Comics (wenn auch nicht ganz so krass fuer Letztere, denn zu dem Zeitpunkt war Star Wars an sich mindestens eine Grøszenordnung bekannter und beliebter als selbst Superman oder Batman in Comicform).

Vielmehr geht es mir um, das Folgende. Waehrend insb. in den fruehen Staffeln der gleichnamigen Serie der Klonkrieg als zwar doof, aber irgendwie nicht so super schlimm dargestellt wird (verstaendlicherweise, war die Serie doch zumindest urspruenglich fuer Kinder gedacht), so werden in den Comics schonungslos Klonkrieger und Kinder (in Form von Padawanen) in den Fleischwolf geschmissen und die Folgen werden zumindest partiell gezeigt.
Ebenso kommt auch viel mehr die Zwiespaeltigkeit des Konflikts durch, weil handelnde Jedi-Hauptpersonen offen hinterfragen ob sie auf der richtigen Seite stehen und den grundlegenden Argumenten der Separatisten durchaus zustimmen.

Beides hatte ich nicht erwartet und ich rechne das den Comicschaffenden (vor allem im Bezug zu dem was ich beim letzten Mal schrieb) hoch an, dass sie das nicht nur thematisieren, sondern vor allem auch dass sie das in einem Massenprodukt tun.

… ist das hier: Das schønste Diagramm ist Fig. 5 aus „Extraterrestrial Cause for the Cretaceous-Tertiary Extinction“ … *hust* … von Luis W. Alvarez, Walter Alvarez, Frank Asaro und Helen V. Michel in Science 208 (4448), 1980, pp. 1095–1108:

Fig. 2 entnommen aus Alvarez, L. W., Alvarez W., Asaro F. und Michel, H. V. „Extraterrestrial Cause for the Cretaceous-Tertiary Extinction„, Science 208 (4448), 1980, pp. 1095–1108 … *hust*.

Ich finde das so toll, weil der Informationsinhalt so dicht und sehr aesthetisch visualisiert ist. Davon abgesehen, gibt es drei bemerkenswerte Merkmale, welche es aus der Masse der mittlerweile sicherlich mehrere tausend Diagramme, die ich gesehen und selbst erstellt habe, heraus hebt.

1.: Einige Punkte „brechen aus“ … das ist etwas, was ich unter allen Umstaenden versuche zu vermeiden … dabei kann das so gut aussehen.
2.: Vier verschiedenen Ordinaten. Zwei verschiedene Ordinaten habe ich ja auch manchmal, aber allermeistens sind diese fuer verschiedene Daten im selben Diagramm.
3.: Der absolute Clou: die Ordinaten sind logaritmisch, linear, loagrithmisch! DAS fetzt ja wohl mal voll (und traegt maszgeblich zur massiven Nuetzlichkeit (und Schønheit) dieses Diagramms bei). Ich hatte neulich ueberlegt das auch mal zu machen, mich dann aber dagegen entschieden … selbst wenn ich es gemacht haette, bezweifle ich, dass etwas derart Schmuckes herausgekommen waere.

Genug der vielen Worte … das Diagramm kann (und soll) als eigenstaendiges Kunstwerk fuer sich selbst sprechen.

Ach doch, eine Sache noch: der ganze Artikel, und insb. dieser Graf spielen auch indirekt in die Silur-Hypothese hinein. Im dazugehørigen Artikel werden nur relativ lang andauernde Ereignisse besprochen. Im obigen Diagramm sieht man aber, dass auch zeitlich sehr kurze Ereignisse (wie auch das Ende einer Zivilisation eines waere) sich gut „in den Steinen“ bemerkbar machen. Toll wa!

Als ich, zwecks Katalogisierung, durch alle meine Comics ging, entdeckte ich zu meiner Freude, dass ich Star Wars Comics habe. Bzw. erinnerte ich mich dann daran, dass ich die damals wirklich gekauft hatte. Dies geschah in einem „medialen Umfeld“ welches nicht unaehnlich zu dem war was ich bzgl. Aliens und Predator schrieb.

Als ich jung war, sah es in Dtschl. mau aus was Star Wars Comics betraf und als die Special Edition zum 20-jaehrige Jubilaeum dann doch in dieser Form erschien …

… kaufte ich die vier Hefte sofort. Natuerlich waren die Comics ein nicht versteckter „cash grab“, aber da es sonst fast nix zu Star Wars gab (auszer die bei Sat1 auf VHS aufgenommenen, viel geschauten Filme) fand ich das voll toll und die sind auch gar nicht mal so schlecht.

Mit Episode I bis III kamen dann mehr, irgendwie den Filmen zuzuordnende Star Wars Comics nach Dtschl. und ich freute mich sehr darueber. Aber beim nochmals durchlesen war ich von der Qualitaet sowohl der Stories als auch der Zeichnungen ziemlich enttaeuscht. Hier stellte sich dann auch heraus, dass obiger „cash grab“ eigentlich recht gut war. Wieauchimmer, deswegen sammelte ich Star Wars Comics nicht weiter … mit einer Ausnahme auf die ich beim naechsten Mal naeher eingehe.

Ich knuepfe ohne weitere Vorrede an das beim letzten Mal Geschriebenen an.

Beim nochmaligen Durchlesen „stolperte“ ich zunaechst ueber die mittelmaeszige Qualitaet der Supermangeschichten. Das lag natuerlich daran, weil ich die Jahre vorher nur exzellente Comickost gelesen hatte und das Gefuehl verschwand nach ein paar Ausgaben. Im Wesentlichen gibt es immer nur ein (oder mehrere) „Monster of the Month“, gegen das gekaempft werden musste. Jeden Monat dabeigeblieben ist man eigentlich wegen der Entwicklung des bereits beim letzten mal erwaehnten Hintergrunduniversums und wegen der (auch beim letzten Mal) mehrfach erwaehnten Story Arcs.

Beides zusammen (Hintergrunduniversumsentwicklung und laengerer Story arc) war die Beziehung von Clark Kent und Lois Lane, welche dann nach vielen Jahren, und Hin und Her, und Drama hier und dort endlich in deren Hochzeit (und die Rueckkehr zu kurzen Haaren) kulminierte:

Das war zwar seit Jahren absehbar aber dennoch ’ne kleine Sensation „in der Szene“ … es gibt dazu sogar einen eigenen Wikipediaeintrag … tihihi.  Klar ist das kitschig … aber auch irgendwie passend und es war schøn den Beiden ueber die Jahre zu folgen … selbst jetzt beim Schreiben liegt mir ein Laecheln auf dem Gesicht :) .

Am allercoolsten in der Zeit in der ich Superman sammelte fand ich aber, dass dieser eine zeitlang „elektrisch“ wurde (das ist uebrigens ein Glow-in-the-Dark-Cover … cool wa!):

Dadurch hatte er ganz andere Kraefte und musste lernen typische Supermanprobleme auf vøllig andere Art und Weise zu løsen als vorher. Leider war diese Form bei den Lesern unbeliebt, weswegen es nur eine kurze Weile so blieb … aber zu dem Zeitpunkt als das klassische Kostuem zurueck kam hatten sich meine Lebensumstaende und dann ohnehin so gewaltig geaendert, dass ich schon aufgehørt hatte viele Comics zu sammeln (vulgo: ich war endlich Student).

Es wird oft gesagt, dass Superman aufgrund seiner uebermaechtigen Kraefte langweilig ist; am Ende gewinnt er doch sowieso. Das mag mglw. fuer den _viel_ breiter und weiter bekannten Filmsuperman stimmen, denn dort hat man ja eigtl. nur die „Monster-of-the-week“-Action, bedingt durch das Medium. Aber in den Comics ist dem mitnichten so. Dort spielen Clark Kent, die Leute um ihn drumherum (auf die ich nicht weiter eingegangen bin) und wie sich alles entwickelt wichtige Rollen. Dies ist es, was den Comicleser begeistert und dazu bringt (viel) Geld fuer die monatliche (oder wøchentliche) „Ration“ Superman auszugeben.

Mich duenkt, dies ist ein schøner Abschluss fuer den heutigen Beitrag.

Erst beim Katalogisieren und erneuten Durchlesen meiner Comics ist mir aufgefallen, in was fuer einer tollen Zeit ich diesbezueglich meine Teenagerjahre verbrachte. Bis vor Kurzem dachte ich, dass zumindest die bekannten Comics wie Superman und Batman irgendwie wohl mehr oder weniger regelmaeszig in jedem Land erscheinen und zumindest in Dtschl. auch schon immer erschienen sind. Dem ist aber mitnichten so. Regelmaeszig erscheint bspw. Superman nur in den USA; in anderen Laendern werden im Wesentlichen nur erfolgreiche laengere Geschichten in Sammelbaenden publiziert. In Dtschl. gab es ueber die Jahrzehnte hier und da mehrere Versuche eine regelmaeszige Serie zu etablieren, aber das waren immer nur kurzlebige „Abenteuer“. Erst der Dino Verlag schaffte es ca. Mitte der 90’er (zumindest fuer ein paar Jahre).

Der Erfolg lag zum Einen an (nicht nur) den Zeichentrickserien der entsprechenden Charaktere, welche zu dem Zeitpunkt sehr erfolgreich waren. Meiner Meinung nach lag es zu einen groszen Teil auch daran, weil die (Dino) Comics von Leuten gemacht wurden, welche selber Comics gelesen und „ernst“ genommen haben. Das fuehrte zu einer hohen Qualitaet (gekennzeichnet bspw. durch gute Uebersetzungen oder dem Abdrucken aller Cover) und einem verdammt guten Preis (zwei US Ausgaben in einer dtsch. Ausgabe).
Durch den Erfolg wurden dann auch relativ schnell andere Superheldenserien durch den Dino Verlag in Dtschl. nachgedruckt … und mittendrin war dann ich, der sich urst darueber freute.

Aber heute geht es mir nur um Superman von dem es in den 90’ern fuenf parallel laufende Serien gab. Dabei handelte es sich um Action Comics, Superman, The Adventures of Superman, Superman: The Man of Steel und Superman: The Man of Tomorrow. Laengere Story arcs (dieser Begriff scheint mir nur schwerfaellig ins dtsch. uebertragbar, weswegen ich bei dem englischen Ausdruck bleibe) und die Entwicklung des „Hintergrunduniversums“ verteilte sich ueber alle fuenf Serien. Der Dino Verlag konnte unmøglich alles davon verøffentlichen es erschienen in Dtschl. aber ca. 40 US-Hefte pro Jahr (in der regulaeren (dtsch.) Superman-Serie und dem vierteljaehrlichen (dtsch.) Superman Special, welches 4 US-Hefte enthielt).
Im Nachhinein betrachtet kann ich nur sagen: what a time to be alive! Heute bin ich mglw. noch mehr froh, dass ich das so erleben konnte als damals als ich mittendrin war. War dies doch eine Zeit die mich sehr gepraegt hat (ich sammle schlieszlich bis heute Comics).

Wieauchimmer, ich møchte gerne Cover zeigen und verknuepfe das mit mehr „Opa-erzaehlt-aus-seiner-Jugend“. Ein typisches Covermotiv ist so, wie man sich das (durchaus berechtigt) vorstellt: Superman in heroischer Pose (gerne mit dramatischem Titel):

Wenn ich dieses Bild auf mich wirken lasse, dann wundert es mich ueberhaupt nicht, dass mich das als junger Mensch „magisch angezogen“ hat.

Bei den US-Ausgaben gibt es eine zweite Art von Motiv — eine Actionszene:

Ich finde die eigtl. ziemlich cool, aber zumindest in meiner Sammlung habe ich den Eindruck, dass diese viel seltener das Cover dtsch. Ausgaben zierten. Ich denke dass es auch daran liegt, weil solche Cover nicht ganz so viel „magische Anziehungskraft“ haben und in ihrer Gesamtheit mglw. etwas obskur sind fuer den allgemeinen dtsch. Leser, der jeden Monat auf’s neue am Kiosk stehend ueberzeugt werden musste das neueste Heft zu kaufen.

Auf dem Cover sieht man uebrigens eine Sache die praegend fuer diese Zeit war: Superman hat lange Haare. Ich fand (und finde) das immer cooler als den klassische Kurzhaarschnitt. Das war aber eher so’n Hintergrunduniversumdingen und weil diese Beitraege etwas kuerzer werden sollen, belasse ich es fuer heute dabei … aber Superman will return :)