Archive for Juli, 2014

„Bei Omma“ … oder genauer „Bei Mutters Muttern“ … also jetzt nicht die Pendants zu Schrauben, sondern die weibiche Vorfahrin der eigenen weiblichen Vofahrin. Wobei das natuerlich nicht nur genetisch gesehen werden darf.

Wieauchimmer, ein paar nette Gespraeche fuehrte ich dort. Ansonsten bin ich nicht so begeistert von dieser Lokalitaet. Die Akustik ist so schlecht dort. Gespraechspartner sind so schwer zu verstehen, wenn das Lokal voll ist und alle mit wem reden. Also reden alle lauter, was das Problem nur verschlimmert. Andererseits, in welchem Lokal ist die Akustik schon gut?

Ein Urinal gibt es nicht, jedenfalls nicht in der zweiten Etage. Das Sitzklo ist jetzt nicht so wirklich aesthetisch. Also die Porzellanschale an sich meine ich. Aber ich mag solche kleinen Fliesen.

Mormors

Und so ein schøner Symmetriebruch zwischen Wand und Boden :)

Und schon wieder so eine kleine Luke fuer die Sewer Mutants.

Eine interessante Frage, die nicht in den ersten Beitrag dieser Kategorie passte. Bzw. hatte ich dies am Ende des Artikels mit eingeplant, entschied mich dann aber, es in einen separaten Beitrag zu packen.

Manchmal denke ich, dass ich nicht genug lese.

Bspw. wenn ich Artikel in Zeitschriften ueberblaetter oder Buecher wieder und wieder auf die lange Bank schiebe.

Oder wenn ich mich absichtlich meistens nicht fuer „tagesaktuelle Politik“ interessiere oder beschliesze eine Zeitschrift in Zukunft nicht mehr zu lesen, trotzdem ich immer recht viel Information aus dieser Lektuere gezogen habe.

Und natuerlich, wenn ich mich wieder mal doch dafuer entscheide, gewisse „Klassiker“ nicht lesen zu wollen.

Insb. Letzteres ist sehr schade, da mir doch aesthetische Erlebnisse dadurch verlorgen gehen.

Aber nun ja, manchmal (*hust* oft) habe ich auch einfach mal das Beduerfnis wie eine faulende Kartoffel auf der Couch zu liegen und zum elften Mal Diablo III durchzuzocken … .oO(verdammt … diese drei Achievements will ich noch haben).

Und die Artikel auf meinem Weblog wollen ja auch geschrieben werden ;) .

Mal ehrlich. Wer haette bei dieser Steilvorlage … *hust* … schon widerstehen kønnen?

Book Crossing

Und dann gleich zwei so tolle Møglichkeiten … tihihi.

Ich gebe ja nicht so oft wirkliche Lesempfehlungen. Ich hoffe immer nur, dass den Links gefolgt und das dort Geschriebene auch gelesen wird.

Auf richtig gute und wirklich lesenswerte Interviews stosze ich so selten. Deswegen møchte ich an dieser Stelle eins der besten Interviews die ich bisher las empfehlen. (Ein anderes empfahl ich an dieser Stelle.)

Es handelt sich um ein Gespraech mit einem meiner Lieblingsautoren: „Kurt Vonnegut, The Art of Fiction No. 64

In seiner Rede auf der letztjaehrigen „Socialism Conference“ sagte Glenn Greenwald:

[Edward Snowden said] that there is more to life than material comfort or career stability or trying to simply prolong your life as long possible. What he continuously told me is he judged his life not by the things he thought about himself but by the actions he took in pursuit of those beliefs.

Beeindruckend ist es.

Und Mut macht es.

Und Hoffnung.

Insbesondere auch dies:

You should never doubt your ability to change the world.

Mhm … manchmal dauert es nur etwas laenger … aber nach 10 Jahren (teils massivem) „Gegenwind“ und Mund fusselig reden, sehe auch ich so langsam, dass dies stimmt :)

Und das ist schon ziemlich toll, wenn „die Leute“ ebenso erkennen, dass …

[…] ultimately, the thing that matters most is that the rights that we know we have as human beings are rights that we ought to exercise and that nobody can take away from us and the only way those rights can ever be taken away is if we give in to the fear that is being deliberately imposed.

Ein Ort um sich zu treffen und Bier zu trinken. Oder Cola. Oder Vodka. Oder was anderes. Aber in der „Mikrobrauerei“ ist vermutlich Bier am angesagtesten.
Auszerdem kann man da auch nicht fluessige Nahrung zu sich nehmen. Man beachte, dass ich nicht „feste Nahrung“ sage, denn selbst wenn diese nicht fluessig ist, so handelt es sich dabi doch streng genommen um „weiche Materie“. Ein schwammiger Begriff uebrigens … *lacht*.
Ist ganz nett dort.

Das Urinal dort ist aber nicht nett. Ganz im Gegenteil. Es ist sehr sehr haesslich. Die geneigte Leserin møge selbst urteilen:

Mikrobryggeriet

Die Haesslichkeit wird nur unterbrochen von der kleinen Fliege. Die Fliegen finde ich immer toll. Eine gar perfide und effiziente Idee diese sind. Grade wir Maenner sind ja dann doch sooo leicht zu durchschauen.
Eine noch witzigere Umsetzung dieser psychologischen Falle, in die wir uns so gerne einspinnen lassen werde ich in einem spaeteren Beitrag vorstellen.

Das Sitzklo ist etwas besser. Denn ein paar nette Menschen erbarmten sich und verschønerten es mit Aufklebern.

Mikrobryggeriet 2

Aus der Rolle faellt ein klein wenig die Farbe des Toilettenpapierrollenhalters. Wenigstens etwas.

„Wir netzaffinen Buerger“ … haben da mit „unserer“ Meinung „freie Information und freies Wissen fuer alle“ da einen gewissen Standpunkt. Und ganz im Allgemeinen sind Buchdigitalisierungsprojekte und das frei zugaenglich Machen dieser Buecher zu begrueszen.

Aber „wir“ vergessen so gerne einen wichtigen Standpunkt.

Until authors secured their own copyright, their fate was in the hands of benevolent or not so benevolent institutions—the church, the aristocracy, the university, the ruling party, the printing house. Autonomous copyright allows authors to benefit directly from their creative labor; it also removes powerful instruments of censorship, and it makes readers, as opposed to political agencies, the nourishers of the work they value.

Es ist naemlich leider so, dass die „groszen Denker“ der Geschichte abhaengig waren von guetigen Herren, die ihr Arbeiten auch finanzierten bzw. druckten. Da stellt sich natuerlich die Frage, in wie weit das dann noch wirklich frei sein kann.

Natuerlich ist zu bedenken, dass es zahrleiche Vorteile fuer eine Gesellschaft gibt, in Zeiten digitalisierter und frei zugaenglicher Buecher zu leben.

Dabei wiederum ist nicht zu vergessen, dass Onkel google das faktische Moopol auf digitalisierte Buecher hat – und Monopole, die haben den Nutzern ja schon immer geholfen, gute Preise fuer eine Ware auszuhandeln, nicht wahr; das sehen wir ja bspw. bei den wissenschaftlichen Fachzeitschriften.

Mehr dazu gibt es hier. Der Artikel ist schon etwas aelter und es sind viele Fakten geschaffen worden auf dem Gebiet.

Auf der positiven Seite denke ich da insbesondere an  Projekte von Hackern automatische Buchscanner selbst zu bauen. Damit es fuer Bibliotheken nicht so teuer wird Buecher zu scannen und diese damit nicht mehr abhaengig vom bøsen Onkel sind.

Aber ich schwoff vom eigentlichen Thema dieses Beitrages ab. Nochmal in kurz der Zweck dieses Beitrags: Copyright ist nicht nur bøse und wer etwas von Freiheit erzaehlt, sollte dies nicht vergessen.

Lerkendalgård ist eigtl. gar kein Restaurant sondern, wie der Name schon sagt, ein Bauernhof. Oder vielmehr ein ehemaliger Bauernhof.

Dort speiste und trank ich einmal im Zuge einer Konferenz. Es gab das leckerste Dessert, welches ich bisher in meinem Leben asz.

Das Urinal ist von klassischer Schønheit.

Lerkendalgård1

Diese wunderbaren Fliesen und der fantastische (wenn auch obsolete) Hinweis nach dem Urinieren zu spuelen. So ein schøner Pfeil! Die Schrauben, mit denen das Porzellan befestigt ist passen sich so schøn ein in das Gesamtarrangement.

Ein Augenschmaus, dieses Urinal.

Das Sitzklo kann da leider nicht so ganz mithalten.

Lerkendalgård2

Die selben schønen Fliesen und auch das Linoleum passt so gut. Dieser Winkel in der rechten Ecke (ich vermute dass dorthinter ein Rohr versteckt ist), traegt zum insgesamt guten Gesamteindruck bei. Am Besten ist natuerlich die kleine Heizung. Erinnert mich irgendwie an eine Astromech-Einheit, die in der Ecke steht und darauf wartet helfen zu kønnen.

Schade nur, dass das Klo (und der Spuelkasten) so haesslich modern sind.

… mit Beitraegen zu meiner Weltanschauung. Da musstet ihr, meine liebe Leserschaft, viel zu lange drauf warten.

(Wieder) Los geht es mit einem kurzen Beitrag.

Kønig Arthur begegnete auf seiner beruehmten Reise unkooperativen Bauern, welche Teil einer autonomen, anarchosyndikalistischen Kommune sind.

Zu sehen ist dies hier. Empfehlung: die drei Minuten bis zum Ende schauen … .oO(„NOW … we see the violence inherent in the system.“ … wie geil!)

Da ging ich so vorbei an diesem Schild …

Norwegian Winter QCD

… und dachte mir nichts dabei. Kaufte mir etwas Essen. Ging wieder vorbei an diesem Schild. Gehe ein paar Schritte mehr. Bleibe stehen. Fange zunaechst an zu kichern. Beginne laut zu lachen. Dokumentiere dieses tolle Schild. Und gehe lachend weiter.

Mhmmm … diese fantastische Situationskomik braucht womøglich etwas Erlaeuterung.

„Norwegian Winter“ … die meisten Menschen stellen sich da ja „extreme conditions“ vor.

Dieser Workshop fand zu einer Zeit statt, als es klirrend kalt war. Sozusagen der „… in extreme conditions“-Teil in Echt.

„QCD“ steht fuer Quantenchromodynamik. Die QCD-Energieskala entspricht einer Temperatur von 1012 Kelvin. Das ist so viel: 1.000.000.000.000 – 1 Terakelvin.
Das sieht ja nun erstmal nicht besonders beeindruckend aus. Deswegen schaue sich der interessierte Leser/die interessierte Leserin diese Tabelle an.

Da kommt also der „… in extreme conditions“-Teil eigentlich her.

Toll wa! Wie so ein kleines, unschuldiges Schild, so viel Freude verursachen kann :) .