Archive for November, 2008

Das kleine Maedchen eben, welches draussen vor unserer Garage spielte, fragte wo ich wohne … ich antwortete … und danach fragte sie, ob ich ein Daene bin … *freu* ich werd nicht mehr fuer einen Schweden gehalten *doppelfreu* …

Ansonsten: Geht man hier in den BunnPris rein (so eine Art Supermarkt), dann wird man nicht mit bunter Weihnachtsreklame belaestigt sondern auf den Bildschirmen wird man daran erinnert doch bitte den Sicherheitsgurt beim Autofahren anzulegen:

In die gleiche Kategorie faellt wohl auch, dass hier das staatliche Wegwesen vor dem Wintereinbruch kleine Flyer Prospekte verschickt, in denen an die Folgen von Schnee auf den Strassen erinnert wird und unter anderem auch ein Vergleich der Bremswege bei unterschiedlichen Witterungsverhaeltnissen gezeigt wird (kleine Bemerkung am Rande: dabei wird nicht mit 100 km/h sondern mit 80 km/h gerechnet :) ).

Ebenso: Schon laenger schreiben wollte ich, dass mir das Verhalten der zu Fusz gehenden Norweger gegenueber roten Ampeln sehr gefaellt. Beachtet werden die nur, wenn es der gesunden Menschenverstand verlangt … und da faehrt auch schon mal die Omi in ihrem Fahrstuhl ueber die Strasze obwohl das Licht noch rot ist, wenn kein Auto kommt … das ist ja einer der Gruende, warum ich die Franzosen so mag; denn dort ist es ja quasi ein Volkssport bei rot ueber die Ampel zu gehen … und die hoechste Punktzahl erreicht diejenige Person, die dabei von den meisten Polizisten beobachtet wird.

Und wo wir gerade dabei waren:

Warum werfen die Schweden Uhren aus dem Fenster?

Sie wollen sehen wie die Zeit verfliegt.

Noch mehr Bilder mit Schnee, diesmal im Hellen.

.oO(hoert sich irgendwie an wie’n Titel von ’nem Porno) … noch vor ein paar Wochen sah der Baum neben unserer Garage vorm Haus aus gesehen so aus:

Gestern nun schneite es zum ersten Mal derart, dass der Schnee auch (zumindest bis zum heutigen morgen) liegen blieb … aus sah dass dann so:

werden auch hier auf Posten gesetzt, wo sie nicht zu viel anstellen koennen … so wie das (ehemalige) „Magdeburg 1200 Komitee“, welches jetzt die ach so wichtigen Poster erarbeitet und aufhaengen laeszt mit der lustigen Magdeburger Mutti die schimpft, wenn die Waende verziert werden oder der Hund in’n Sandkasten kackt … muss man halt wiederkommen, wenn da jemand sitzt der Ahnung von dem Jobb hat den sie (oder er) macht … wenigstens wusste diese Person, wo eine andere Person sitzt die Ahnung hat und konnte mich da hinschicken … es kann natuerlich auch sein, dass ich mich voellig bzgl. den Kompetenzen der Person ueber die ich hier gerade schimpfe irre und sie nur gerade unter starken Medikamenteneinfluss stand oder so …

Und nun die lange erwarteten letzten zwei norwegischen Vornamen:

Amund Gjerde und Turid Worren

Nun haben alle Nachzuegler noch einige Tage Zeit ihre Tips abzuegeben … die Zeitspanne wird dabei willkuerlich von mir festgelegt … danach gibt es die voller Sehnsucht erwartete Aufloesung .oO(kann man etwas sehnsuechtig erwarten, wenn man das gar nicht vermisst *ueberleg*)

Auf den Tueren hier sind desoefteren Aufkleber drauf mit den groszen Aufschriften

SKYV

bzw.

TREKK

Skyv ist ja eindeutig als schieben zu identifizieren … aber trekk bedeuten NICHT dass man druecken muss … merken kann man sich das ueber den Trecker … denn der schiebt ja auch nicht den Pflug vor sich her … trotz dieses Wissens lauf ich quasi fast taeglich gegen Tueren, weil mein Auge das trekk wahr nimmt und durch meinen Geist meinen Koerper veranlasst gegen die Tuer zu druecken … mal sehen wann ich das ueberwunden habe.

Und weil es grad so schoen ist noch zwei weitere Namen fuer heute:

Bård und Rune

Damit naehern wir uns dann auch dem Ende des Gewinnspiels … beim naechsten Mal ist dann der Doppelnamentag und danach lass ich allen Nachzueglern und Nicht-regelmaeszig-meinen-Blog-lesenden-Lesern noch eine Weile Zeit, bevor ich die Bedingungen bekannt gebe und diejenige (oder denjenigen) benenne, der die Ueberraschung zugeschickt bekommt :)

Waehrend ich derart sozialisiert bin, dass ich mit meinem Fahrrad immer versuche auf der „richtigen“ Seite zu fahren (ok, ich mach das auch aus Sicherheitsgruenden) ist es hier so, dass 5,5 von 11 Fahrradfahrern auf der „falschen“ Seite mit ihrem Fahrrad fahren. Das schoene ist, dass es darueber keine kleinlichen, armseligen Diskussionen in Internetforen drueber gibt, denn Acht geben und gegebenenfalls Ruecksicht nehmen (und natuerlich der Gebrauch des gesunden Menschenverstands) geht hier vor kleinkarierte Gesetze. Dies moechte ich an zwei Beispielen illustrieren

1.: Wenn ich mit Kinderwagen (oder dem Hugomobil) an einem Fuszgaengerueberweg anhalte und mit meinem Verhalten deutlich anzeige, dass ich den Verkehr nicht unnoetig aufhalten moechte, da ich genuegend Zeit habe, dann erkennen die meisten Autofahrer dies und fahren auch weiter (wie von mir beabsichtigt). In Dtschl. ist dies ein Grund durch die Fuehrerscheinpruefung zu fallen. Lasse ich hingegen die Intention erkennen, dass ich die Strasze ueberqueren moechte, so bremsen die Autofahrer ihr Gefaehrt oft schon fuenfzig Meter vorher ab, sodass sie zehn Meter vor dem Zebrastreifen zum stehen kommen.

2.: Sicherlich den geografischen Gegebenheiten geschuldet (um nicht sagen zu muessen, dass es hier ja immerzu und das ganze Jahr ueber dunkel ist und wir die Sonne nur aus Sagen und Geschichten von Verwandten und Bekannten aus dem tropischen Mitteleuropa kennen) ist, dass hier die meisten Fuszgaenger und Fahrradfahrer (vereinzelt gar Hunde) bei Aktivitaeten bei denen sie nicht von Waenden umschlossen sind (wenn sie also als Teilnehmer am Straszenverkehr gelten) mindestens diese stark reflektierenden Baender um einen (manchmal zwei) Arm(e) oder ein (manchmal beide) Bein(e) haben … mich duenkt, dass es sich dabei eigentlich gar nicht um reflektierende sondern um fluoreszierende Baender handelt … oder (einschlieszendes oder) bei ihrer Teilnahme am Straszenverkehr eine neongruene Warnweste tragen … fuer kleine Kindergarten- und Schulkinder ist dies anscheinend sogar eine Pflicht … und das obwohl hier sogar einige Waldwege beleuchtet sind … nicht mehr lange und ich werde dies auch fuer mich einfuehren … diese fluoreszierenden Baender hab ich schon, ich muss nur dran denken die auch umzumachen

Die namen fuer heute:

Sedsel und Svein

wir haben den schlechtesten Praesidenten aller Zeiten ueberlebt … zumindest nach dem Urteil des Dagblads

’n schoenes Beispiel fuer den norwegischen Humor und die norwegische Ehrlichkeit :)

And now for something completely different (sic!):

Ganz im Sinne der neoliberalen Scheisse die trotz des momentanen Zusammenbruchs der Weltwirtschaft immer noch ueberall als das Mittel der Erloesung propagiert wird, aendert sich die Wortwahl im (diesbezueglich so wichtigen) alltaeglichen Sprachgebrauch der bei den Leuten als „wichtig“ perzeptuierten Medien … und es faellt wieder niemandem auf. Bei der Kinovorschau des ehemaligen Nachrichtenmagazins ist eigentlich nur „Waltz with Bashir“ von Interesse (ab 2:05) … ein eindeutig als Denkmal gegen den Krieg zu erkennender Film … dennoch wird er bei 3:49 als Kriegsfilm betituliert … geht ja auch nicht, dass jemand was gegen dieses Mittel des Machterhalts haben koennte :( … an dieser Stelle moechte ich auf die Sapir-Whorf-Hypothese verweisen, dass die Sprache die Gedanken formt und nicht umgekehrt … etwas das auch der Romanist Victor Klemperer aeuszerte waehrend seinen Untersuchungen zur Sprache des dritten Reiches

Nach laengerem Ueberlegen ob dies bei diesem Thema angebracht ist, dann doch noch die Namen fuer heute:

Monrad und Hagbart (ueber den ich mich sehr freute :) )

In Dtschl. kenn ich mittlerweile mehr als eine Person die ihren Job scheisse findet … nicht wegen der Bezahlung, nicht wegen der eigentlich Arbeiten, sondern wegen der schlechten internen Strukturen / Handlungsweisen ueber die nicht geredet wird / von denen „die Chefs“ nicht wollen, dass diese geaendert werden und wenn das ’n Mitarbeiter anspricht, wird er mit mehr Geld ruhig gestellt …

Hier wurde ich nach ca. einem Monat von Erik gefragt, ob es mir gefaellt, ob alles in Ordnung ist, ob ich etwas aendern moechte oder ob ich etwas das ich von frueher kenne in den internen Strukturen des NanoLab etablieren moechte … nach einem Monat ist das etwas schwierig, weswegen Hanna meinte, dass wir das am Besten nach sechs Monaten nochmal evaluieren … die viel groeszere Schwierigkeit ist, dass ich aus einem so schrecklichen System komme (ohne das gewusst  zu haben, schliesslich bin ich damit „grosz geworden“ und es war allees normal), dass ich jetzt quasi im Vorhof zum Paradies bin … oder anders: eine Bekannte von uns die wegen ihrem Freund nach Norge kam und eigentlich gar nicht hier sein wollte sagt nach ca. vier Jahren, dass sie es nicht bereut hat :)

auch fuer uns Leute aus Dtschl. etwas befremdlich, sind die ernsthaften (aber liebevollen) Frage nach Dingen, die die Arbeit ueberhaupt nicht betreffen … beispielsweise ob die Familie gut angekommen ist und sich wohl fuehlt … wie es so laeuft mit dem „in Norwegen zurecht finden“ … wie das Wochenende war … soziales Zeug eben fuer die „richtige Chemie“ im Team … und das nicht nur zur obligatorischen Weihnachtsfeier … … … alles Dinge, die ich noch lernen muss

die Namen fuer heute:

Odd und Guttorm