Archive for the ‘Toiletten’ Category

Neulich war ich auf einer Toilette. Die war zwar nicht neu, aber entsprach durchaus dem, was man unter „westlichem Standard“ versteht: Lineoleumfuszboden, Sitztoilette mit Sitz, Wasserspuelung, Waschbecken, Tuerschloss und sauber.

Aber es gab noch ein Relikt von vor der letzten Renovierung. Dieses Schild an der Tuer:

1.: Klosett spuelen nach der Benutzung
2.: Benutze nur Toilettenpapier – kein Zeitungspapier
3.: Halte die Temperatur immer ueber dem Gefrierpunkt
4.: Das Klosett nicht fuer unbefugte Dinge benutzen
5.: Halte das Klosett sauber.

Neben dem Sexverbot und dem Gebot kein Zeitungspapier zu benutzen fand ich besonders die Verwendung des Wortes „Klosett“ schøn.

Jippie! Ich hatte doch noch ein Bild:

Das Bild der Toilette habe nicht ich gemacht, sondern die junge Dame, welcher der Taschencomputer gehørte, auf dessen Bildschirm das Bild der Toilette abgebildet ist.

Und das Bild vom Bild der Toilette auf dem Bildschirm des Taschencomputers machte ich ebenso nicht, sondern der junge Mann der bei mir wohnt.

Im Wesentlichen war’s das mit dieser Kategorie. Zum Zeitpunkt des Schreibens (2017-26-02) dieses Beitrags war es das letzte noch vorhandene Toilettenbild. Zusammen sind es bis hierher 241 Toilettenbeitraege.

Abschlieszen møchte ich mit heutzutage etwas Besonderem …

… nein, nicht die Sitztoilette selber. Die Spuelkette, die da so etwas verschaemt mit im Bild ist, laeszt es erahnen: …

… ein frei stehender, hoch angebrachter Spuelkasten! Wie frueher! Da werden Erinnerungen wach.

Ich denke, dies ist ein wuerdiger Abschluss meiner Toilettenserie.

Das zu dieser Stiftung dazugehørige Museum ist durchaus sehenswert. Sowohl die Sammlung, als auch das Gebaeude selber.

Und auf gar keinen Fall, darf man sich die Toiletten entgehen lassen.

Mglw. die aestethischste Toilettenraeumlichkeit, welche ich jemals betrat.

Es war so beeindruckend in diesen Raum zu kommen, dass ich seit langer Zeit mal wieder ein Photo machte.

Dies ist die letzte der „klassischen“, also der noch auf Film gebannten, Toiletten.

Es macht mich etwas wehmuetig. Ist doch abzusehen, dass regelmaeszige Neuerscheinungen in dieser Kategorie sich dem Ende naehern. Sicher, sporadisch wird immer noch mal was Neues dazu kommen, aber die grosze Zeit der Toilettenfotografie ist dann wohl bald vorbei.

Da war ich mal zum klettern … lange ist’s her :( .

Das rosa Toilettenpapier ist ’ne Wucht ;) .

Mein erstes Mal in Paris. Ich war und bin von der Stadt sehr angetan. Frankreich finde ich sowieso toll. Liberté, égalité, fraternité! Das ist gar nicht so weit vom Anarchismus entfernt.

Aber wieauchimmer. Das Hotel in dem wir wohnten war … mhm … das Gegenteil von den Standardhotels die heutezutage leider so weit verbreitet sind.

Die Toilette dort war diese hier:

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Hach! Das gesamte Setting ist ein Traum! Die Farben! Die Anordnung! Der Buckel im Toilettensitz.

Man sieht, dass dieses Bild gemacht wurde, noch bevor ich meine Kunst als Kunst wahrgenommen und Standards ausgearbeitet hatte. Deshalb die komische Ansicht. Offenbar war ich selber auch nicht so sehr zufrieden und stellte mich deswegen auf die Dusche fuer ein Bild aus einer anderen Perspektive:

hotel_des_mines2

Mhmmmmm … der Standard wurde dann ein Mix aus beiden Ansichten.

Ich erinnere mich, dass es mir der Spuelungsaktiviermechanismus ganz besonders angetan hatte. Ich fand den total kurios.

Deswegen gibt’s den nochmal in grosz:

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Das ist an und fuer sich eine ganz normale Sache, aber dadurch, dass ich davon ein Foto habe, erinnere ich mich auch an meine Ueberraschung, als ich das erste Mal damit konfrontiert wurde.

Das ist also einer der vielen unbewussten „Meilensteine“ in meiner Entwicklung. In diesem Falle fuer eine ziemlich unbedeutende Sache. Aber das Leben ist voll mit solchen Sachen. Eben noch hat man nicht mal an sowas gedacht, pløtzlich wird man damit konfrontiert, und dann ist es ganz normal und man erinnert sich nicht mal mehr dran, dass es mal anders war. Es sei denn, es gibt ein Zeugnis davon :) .

Die Welt ist voll mit solchen „neuen“ Dingen. Permanent wird man damit konfrontiert. Und dann wundert man sich und das Leben wurde wieder bereichert aufgrund der Verschiedenheiten in dieser Welt. Fantastisch! Mehr davon!

Da faellt mir noch eine andere Sache ein.

Im Moment bin ich dabei meine Buecher zu katalogisieren. Und da stolperte ich ueber die Quelle der Ideen und Vorstellungen die ich von einer ganz bestimmten (wenn auch hier irrelevanten) Sache habe. Und da dachte ich: .oO(Ach hier ist das her. Ja stimmt. Ich erinnere mich, dachte aber, dass das von woanders ist). Und dann versuchte ich mich dran zu erinnern, was ich von dieser Sache hielt, bevor ich dieses Buch las. Und ich konnte mich nicht so richtig dran erinnern. Nur so ganz diffus. Als ob das schon immer so war. War es aber nicht. Denn meinen Weg ging ich Schritt fuer Schritt und es war gerade NICHT alles schon immer so.

Aber genug! Dies ist eine schøne Toilette. Und noch feiner ist es, dass so ein Alltagsgegenstand mehr bedeuten kann als nur „Alltagsgegenstand sein“ :) .

Mich duenkt an diesem Orte war ich waehrend meiner ersten Tagung. Das wuerde dann bedeuten, dass ich dort eines der leckersten Gulaschgerichte die ich jemals asz, verspeiste.

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Das Ambiente dieses Gasthauses war eher rustikal. Leider galt das nicht fuer die Toiletten.

regensburghofbraeuhaus1

Weil es beim letzten Mal so schøn war, in den Erinnerungen zu schwelgen, praesentiere ich euch nun, meine lieben Leserinnen und Leser, endlich die Toilette, mit der alles anfing:

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Wie zu erwarten, dachte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Geringsten daran, einen Standard meiner Toilettenkunst einzuhalten.

Eigentlich fotografierte ich diese Toiletten vor allem aus zwei Gruenden.

Der Zweite war, dass ich die ungefaehr ein Jahr lang jeden Tag „geputzt“ habe. Und mit „putzen“ meine ich, dass ich ’n Eimer Wasser in den Raum gekippt und das etwas verteilt habe, sodass es so aussah wie „frisch geputzt“, wenn die Aufsichtspersonen durchgegangen sind. Ich hab mich sogar freiwillig zum Kloputzen gemeldet. Kein anderer wollte das machen. Mich duenkt, die dachten, dass da wirklich kontrolliert wird. Aber auf die Idee, dass Staubmaeuse im Flur viel leichter zu erkennen sind, als ein nicht geputzter Kloraum, weil der doch so schon oberflaechlich „gemacht“ aussieht, wenn da ueberall noch der Boden feucht ist, da sind die nie drauf gekommen … Tihihihi.

Der erste und viel bessere Grund ist aber hier zu sehen:

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Ich denke doch, dass jeder sie kennt. Die von mir gern erzaehlte Geschichte, warum ich wasserdichte Mobiltelefone bevorzuge. Hier nun endlich seht ihr das dazugehørige Sitzklo.

Schon interessant, wenn man mal drueber nachdenkt, dass es diese meine Kunst gar nicht gaebe, waere mir mein 3210 damals nicht beim Papierburg-auf-dem-Toilettensitz-bauen ins Wasser geplumpst.

Heute nun, meine lieben Leserinnen und Leser, praesentiere ich euch eine besondere Toilette. Naemlich jene, die dazu fuehrte, dass aus einem „komischen Hobby“ letztlich Kunst wurde. Ganz konkret sind es diese Urinale:

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Ich war im ersten Paarurlaub den ich jemals hatte. Der wo auch diese Geschichte dazu gehørt. Und wir schlenderten so an eben dieser Strandpromenade entlang. Da entdeckte ich das Toilettenhaeuschen und ich fand das Nebeneinander von Alt und Neu so schøn. Von Ost und West. Von Progressiv und Banal. Wobei mir aber diese Assoziation eben erst in den Sinn kamen. Und natuerlich ist die Reihenfolge der Woerter umgekehrt zur Reihenfolge der Urinale (von links gesehen).
Eigentlich machte ich das Bild, weil ich mir (mich duenkt zu Recht) dachte, dass es eine der letzten Gelegenheiten ist, ein Ost-Urinal in der freien Wildbahn zu fotografieren.

Ein paar Jahre spaeter … mhm … mglw. gar nicht so viele Jahre spaeter … um diesen Zeitraum herum passierte so krass viel … jedenfalls spaeter zeigte ich diese Bilder Arbeitskollegen. Natuerlich fanden die das voll lustig, dass ich Toiletten fotografiere. Aber einer von Ihnen (ein sehr netter Kerl) fing dann an im Spasz ueber dieses Bild zu philosphieren und er sprach auch darueber inwiefern dies Ausdruck von Kunst ist.

Das nahm ich erstmal alles nicht so ernst. Erstmal! … Denn seine Argumente waren durchaus valide. Und diese wirkten unbewusst irgendwie auf mich.

Mehrere Jahren spaeter wurde aus dem Spasz dann Ernst. Und diesem Ernst folgt ihr nun schon seit ueber vier Jahren. Auch irgendwie krass, wenn man mal so drueber nachdenkt.

Ach ja … das dazugehørige Sitzklo:

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