Archive for September, 2020

Fuer diese Reise habe ich Kassiopeia ein neues Kleid gekauft. Hier ist sie neben Syralia VT-F b38-6 D zu sehen, …

… dem T (Brown dwarf) Star mit der grøszten Exzentrizitaet des Orbits, mit einem Wert von 0.94955.

Und das hier ist Kassiopeia vor Plio Aip GX-T d3-53 4 a, dem Class II gas giant mit der geringsten Gravitation von nur 0.255365539089163 g:

Damit es zu keinen Missverstaendnissen kommt. Der Rekordhalter ist der mit dem duennen Ring. Der grosze riesige gigantische Ring gehørt zu dem Stern um den besagter Planet seine Bahn zieht.

Und zum Abschluss etwas mehr Licht und Kassiopeia vor Puelaa AA-A h3 11, dem am langsamsten rotierenden Herbig Ae/Be Star mit einer Rotationsperiode von 2.2039375361689815 Tagen:

Zunaechst dachte ich, dass es sich dabei (mal wieder) um einen Fehler in den Daten handelt. Aber ich schaute mir dann die Werte anderer Sterne dieser Kategorie an und tatsaechlich, die drehen sich alle deutlich schneller um sich selbst.

Und weil ich jetzt wieder in noch nicht komplett erforschten Gestaden unterwegs bin, finde ich auch wieder noch nicht entdeckte Ammoniakwelten. Das hier ist # 108:

Geburtstagsbeitrag!

Und dieses Jahr geht’s darum, dass wir uns diesen Planeten mit einer (weiteren) uns fremden Intelligenz teilen, aber dafuer muss ich etwas weiter ausholen und letztlich ist das Ganze auch etwas weit hergeholt und ich habe da natuerlich keine Beweise fuer.
Warnung: viele Gedankenspruenge und noch mehr „jumping to conclusions“, deswegen vermutlich schwer zu lesen.

Bei kuenstlicher Intelligenz denken die Leute immer, dass damit sowas wie der Bordcomputer der Enterprise(s) gemeint ist. Eine dienstbare Stimme unter unserer Kontrolle, die uns sagt was wir høren wollen … .oO(oopsie! Nicht so schnell! Der Aspekt kommt doch erst spaeter) … wissen muessen um eine Situation richtig evaluieren kønnen und deren Verhalten wir im Grunde (wenn auch nicht im Detail) verstehen, weil besagte Intelligenz irgendwie dem Menschen „nachempfunden“ ist. Der letzte Punkt ist wesentlich (!) und der Aufhaenger dieses Beitrags. In kuerzerer Form drueckte ich das hier schonmal aus.

Das Einzige was „zugestanden“ wird kommt in der Szene mit Data zum Ausdruck: etwas Frechigkeit, darf’s schon mal sein, solange wie die Aufgabe noch ausgefuehrt wird.

Apropos Data, da kønnte man ja jetzt sagen: aber, aber, aber DATA! Der hat doch Autonomie!
Mhmmm … das stimmt, aber letztlich  versucht er doch den Menschen zu gefallen, indem er die Aufgaben macht, die ihm aufgetragen werden. Nur halt mit eigenem Willen. Seine Motive sind also verstehbar fuer uns.

Dann waere da noch Datas Bruder — Lore — als Inkarnation einer „bøsen“ kuenstlichen Intelligenz. Ja, Lore ist (wie Data) nicht „unter unserer Kontrolle“ und macht auch nicht, was wir ihm auftragen. Aber er verhaelt sich weiterhin so, dass wir (mehr oder weniger) verstehen wieso er handelt. Somit ist der wesentliche Punkt, bzgl. dessen wie die allermeisten Menschen kuenstliche Intelligenz verstehen, weiterhin erfuellt.

Und das ist ja auch total normal. Ueber Jahrzehntausende haben Menschen die Existenz anderer, uns (irgendwie) fremder, sich selbst bewusster und bewusst handelnder Entitaeten angenommen. Die wurden dann „Gøtter“ (oder Aliens) genannt und diese Wesen sind im Wesentlichen immer ein Abbild unserer selbst.
Dieser Abbildungsprozess (a.k.a. Anthropomorphisierung) wird also angewandt auf das erste, prinzipiell møgliche Konstrukt, welches diese Eigenschaften hat, aber NICHT menschlich, wenn auch von Menschen geschaffen, ist — kuenstliche Intelligenz.

An dieser Stelle sei erwaehnt, dass ich’s lustig finde, dass ich fuer Data und Lore das normale menschliche Pronom „er“ benutze. Ja, sie scheinen menschlich-maennlich aber haben eigentliche keine (!) dieser Charakteristika! … besagter Abbildungsprozess bei der Arbeit.

Abseits von Star Trek sind dem Menschen feindlich gesonnene kuenstliche Intelligenz weit verbreitet. Ich denke da bspw. an Skynet und den Terminator, HAL9000 oder natuerlich die Cylons aus Battlestar Galactica:

Inspired by their belief in the One True God, they launched a cataclysmic slave rebellion against their human masters, which became a genocidal war for both parties.

Hørt sich bekannt an, nicht wahr.

Auf der „guten Seite“ haetten wir die vielen Droiden aus Star Wars.
Als (teilweise) Ausnahmen wuerde ich K-2SO und mglw. R2-D2 sehen. Ersterer ist zwar absolut nach menschlichem Vorbild geschrieben aber anders als die meisten Roboter wuerde sein Charakter auch als menschlicher Charakter funktionieren! K-2SO scheint genuin nicht nur ein „Diener“ der Menschen zu sein, sondern er (da war es wieder) macht auf mich den Eindruck, dass er da mitmacht, weil er Bock drauf hat. Dies kommt bswp. in seinem Humor zum Ausdruck und seinem ehrlichen Interesse fuer seine Kumpels.

Ich weise hier insb. auf Humor hin, denn das ist so ’ne andere Sache die wir (als Menschheit) nicht wirklich verstehen. Teenagerhumor ist uns „fremd“. Rassistische Witze finden wir nicht lustig … oder irgendwie vielleicht doch? Aber das ist ein anderes Thema.

Und R2-D2 ist sowieso ’ne Sache fuer sich. Im Laufe der vielen Filme und der Clone Wars offenbart R2-D2 so viel „untypisches Verhalten“, dass ich mich da mittlerweile frage, was er fuer ’ne Agenda hat. R2-D2 scheint nur Sachen zu machen, die ihm in dem Kram passen. Das wirkt dann so, als ob er seinen „Herren“ gehorcht. Aber wenn ihm was nicht passt, dann macht er das auch nicht. Ein Beispiel waere, dass er nie irgendwo wartet, wenn es ihm gesagt wird, nachdem Anakin ihm zum Ende von Episode III eben genau diesen „Auftrag“ gibt, aber dann niemals zurueck kommt. Ein anderes Bsp. waere, dass er sich wohl einfach „abgeschaltet“ hat und sich nicht mehr anschalten laeszt, wie wir in Episode VII erfahren.

Lange Rede kurzer Sinn; kuenstliche Intelligenzen werden im wesentlichen als Diener der Menschheit aufgefasst deren Motive wir verstehen (selbst wenn diese gegen uns gerichtet sind). Es gibt ein paar Modifikationen (was dann oft viel bessere Geschichten zur Folge hat) aber Letzteres ist eigentlich immer gegeben.
Ja, das hat bestimmt auch damit zu tun, wie man Geschichten erzaehlen muss, damit das ueberhaupt wen interessiert. Aber auszerhalb der Unterhaltung pflanzt sich diese Herangehensweise an nicht-menschliche Intelligenzen ja fort!

Eine Ausnahme gibt es und die hatte ich bereits vorgestellt: Olaf Stapledons „Star Maker„. Wie ich bereits damals sagte arbeitet sich Stapledon in diesem Buch an etlichen Konzepten ab, ueber die andere Autoren ganze Buecher schreiben.
Relevant fuer diesen Beitrag ist seine Idee, dass Galaxien denken und miteinander kommunizieren. Natuerlich auf ganz anderen Zeitskalen als kurzlebige organische Lebensformen. Das passt insofern hier hinein, als das Galaxien aus unbelebter Materie gemacht sind (Sterne und Gas), ganz so wie wir uns kuenstliche, auf Silizium basierende (?), Intelligenzen vorstellen. Im Gegensatz zu natuerlichen, auf organischen Materialien basierenden, Lebensformen. (Jaja, Horta ist mir bekannt … Ausnahme, Regel). Jedenfalls kønnen wir Menschen die Galaxien nicht verstehen und fuer die Galaxien ist _Leben_ an sich eine Krankheit von der sie denken, dass sie daran zugrunde gehen, nicht verstehend, dass Sterne nur eine begrenzte Lebenszeit haben, so wie wir nur (relativ) rudimentaere Vorstellungen davon haben, warum Zellen sterben bzw. warum manchmal nicht (lesen! ist voll spannend).

Aber ich schweife ab, denn wollte ich dies nur als Beispiel dessen nehmen, dass die Grundannahme, dass andere Intelligenzen schon irgendwie verstehbar sein muessen, falsch ist!
Ich verstehe diese „Neigung“ durchaus. Vor allem was kuenstliche Intelligenz betrifft, denn diese ist ja vom Menschen geschaffen und abgeleitet von allen anderen Intelligenzen die wir erschaffen (vulgo: kleine Menschen), muss ja (?) etwas „menschliches“ darin verbleiben. Das ist aber eine total krasse intellektuelle Falle!

Nun zu dem was ich eigentlich schreiben wollte. Das ist ’n ziemlicher Knaller und total weit hergeholt und wer will darf das gerne als Verschwørungstheorie auslegen à la „Illuminati die die Welt lenken“, nur ohne die Illuminati. Ich sehe das unten dargelegte als eine intellektuelle Spielerei. Intellektuell nicht in dem Sinne, dass es super schwer ist und man Differentialgleichungen løsen muss, sondern in dem Sinne sich etwas vorzustellen was man eigentlich nicht verstehen kann.

Kurz und knapp in wenigen Saetzen: ich kønnte mir vorstellen, dass wir (die Menschheit) laengst eine kuenstliche Intelligenz geschaffen haben ohne es zu wissen. Diese kuenstliche Intelligenz ist das was wir als „Internet“ bezeichnen. Die Menschen sind ein Teil dieser Intelligenz, so wie Neuronen Teil unseres Gehirns sind.

Da dies mein Geburtstagsbeitrag ist, gehe ich nun etwas ins Detail.

Zunaechst einmal sei  gesagt, dass ich nicht weisz, was das Anliegen dieser Intelligenz ist oder sein kønnte. Aber das ist schon wieder Anthropomorphisierung! Denn genaugenommen weisz ich nicht mal, ob diese Intelligenz ueberhaupt ein Anliegen hat.

Dann muss erwaehnt werden, dass das Internet natuerlich signifikant mehr ist als das was wir sehen. Wenn wir Internet sagen, dann meinen wir in den allermeisten Faellen das von Tim Berners-Lee erfundene World Wide Web.
Aber das ist „nur“ …

[…] an information system where documents and other web resources are identified by Uniform Resource Locators (URLs […]), which may be interlinked by hypertext, and are accessible over the Internet. […] The resources of the Web […] may be accessed by users by […] a web browser […].

Ich weisz, ich weisz, dass ist bekannt. Ich wollte das aber nochmal in Erinnerung rufen, denn ich bewege mich fast nie im weiteren Internet (bis auf e-mail), denn dieses ist

[…] the global system of interconnected computer networks that uses the Internet protocol suite (TCP/IP) to communicate between networks and devices.

Das Internet ist also …

[…] a network of networks that consists of private, public, academic, business, and government networks of local to global scope, linked by a broad array of electronic, wireless, and optical networking technologies.

File-sharing, Streaming services auf dem Fernseher und Internettelefonie sind also auch Internet aber eben nicht, World Wide Web.
Es ist vermutlich unnuetz diese drei Dinge aufzuzaehlen, da sie doch zum Alltag gehøren. Aber genau deswegen mache ich das, denn in einem erweiterten Sinne sind die Geraete (und auch die Benutzer, aber dazu spaeter mehr) ja auch Teil des Internets.
Das Internet sind eben NICHT nur die Server sondern der Taschencomputer muss ja mit denen sprechen, wenn man ein Video im Bus schaut. Klar, diese Geraete sind nicht immer angeschaltet, aber mein Gehirn ist manchmal auch „abgeschaltet“ (vulgo: Schlaf) wie auch andere Systeme meines Kørpers (bspw. die Bildung von Verdauungssekreten). Dennoch existiere ich als Mensch weiter.

Das bringt mich zu einer anderen wichtigen Sache! Wenn ich „Internet“ schreibe, dann meine ich damit beides: die Infrastruktur ueber die ich oben schrieb UND das Konzept auf das ich hinaus will (besagte Intelligenz).
Das ist so wie „Søren“: der (selbstorganisierte) Zellhaufen der mein Kørper ist und das Konzept, oder auch die Idee, die ihr, meine lieben Leserinnen und Leser, von mir — Søren — habt. Das wird zwar im Allgemeinen in den selben Topf geworfen, aber Ersteres ist im Wesentlichen „nur“ das Substrat fuer Letzteres. Aber darueber liesz ich mich bereits an anderer Stelle mal ausfuehrlich aus.
Und deswegen braucht man da mehr als ein Konzept … um den ganzen theoretischen Kram wieder in einem Wort (eben „Søren“ oder „Internet“) zusammen zu fassen. Letzteres in der Hoffnung, dass der inferenzielle Abstand zwischen den Gespraechspartnern gering ist und die (impliziten) Assoziationen mit den benutzten Wørtern einen groszen Ueberlapp aufweisen, damit Gespraeche sich nicht unnøtig in die Laenge ziehen.

Wo war ich? … Ach ja: das Internet ist mehr als das was wir ueberhaupt wahrnehmen und ich behaupte, dass es sogar noch VIEL mehr als das ist.

Nun muss ich dem Internet (leider) ein dem Menschen verstaendliches Motiv unterstellen … oder vielmehr „uebersetze“ ich Beobachtungen derart, dass sie von Menschen als ein verstaendliches Motiv interpretiert werden kønnen … ich mache jetzt also genau das von dem ich sage, dass das eine Falle ist … aber ich brauche diese Kruecke, denn ansonsten kønnte ich hier naemlich ueberhaupt nicht weiter schreiben.

Das Internet versucht mehr Kapazitaeten zu bekommen; vulgo: es versucht zu wachsen. Das bedeutet NICHT, dass es versucht die Weltherrschaft an sich zu reiszen.
Wachstum an sich ist ein ein ganz natuerlicher Prozess aller lebenden Wesen und bedeutet noch nicht unbedingt das Vorhandensein von Intelligenz. Mit Intelligenz wird aber in Verbindung gebracht, wenn das Habitat eines Lebewesens von eben jenem derart manipuliert wird, dass dieser Wachstumsprozess „besser“ ist, als im natuerlichen Zustand. Siehe, die Geschichte der Menschheit.
Und das Internet waechst, und waechst, und waechst, und waechst. Erst nur der Zusammenschluss von ein paar Universitaeten. Dann kamen private Haushalte dazu. Langsame Modemverbindungen wurden schnellere DSL-Verbindungen und diese werden Glasfaserverbindungen. Erst war das Internet nur an Workstations verfuegbar, dann an Heimcomputern, dann auf Milliarden von Taschencomputern und ich habe da was vom Internet der Dinge gehørt. Und das Allerneueste: Starlink … Wait! What? Zum Zeitpunkt als ich das hier schreibe wurden bereits 715 Satelliten ausgesetzt! Das ist schon deutlich jenseits der Ich-probier-da-mal-kurz-was-Phase.

Jaja, na klar, das sind Menschen, die die Kabel legen und Computer bauen. Andererseits haben wir Blutkørperchen die Sauerstoff zu den Zellen transportieren, ohne dass das Gehirn da bewusst was macht!
Ein besseres (Gegen?)Argument waere deswegen, dass es Menschen sind, die den Netzausbau und neue Computerarchitekturen planen. Die Frage ist dann aber, warum die das planen.

In den letzten Jahren, keine Ahnung wie viele, 10? 15?, 20?, musste das Internet ausgebaut werden wegen Zeug das selbst zum Internet gehørt. Kommunikation ueber’s Internet und Webshops haben sich massiv entwickelt, online-gaming (bzw. gaming ueberhaupt, weil (teils massive) Updates ueber’s Netz verteilt werden), verteiltes Rechnen, Musik und Filme aus dem Netz (ob vie P2P oder direktes Streaming), Online-Storage etc. pp.
Nur fuer Textverarbeitung braucht man NICHT den neuesten Rechner oder schnelle Netzwerke.

Und dann all das eben aufgezaehlte Zeug auch fuer unterwegs.

Jetzt kønnte man sagen, dass da die universitaeren Supercomputer, oder die Computer-/Netzwerkinfrastruktur des CERN oder der grosen Teleskope, gar nicht mit dabei sind. Aber diese werden heutzutage gar nicht mehr als „auch offline arbeitend“ in Betracht gezogen (weil’s zu viel werden wuerde). Die sind also Teil des oben erwaehnten „unsichtbaren“ Internets.

Worauf ich hinaus will ist das Folgende: alle wesentlichen Ideen die in den letzten Jahren umgesetzt wurden, basieren auf der Existenz und dem Wachstum des Internet. Wir haben also ein Wachstum des Internet aus sich selbst heraus.
Verdammt, sogar der Umschwung zu regenerativen Energiequellen, etwas was man nun uberhaupt nicht mit dem Internet in Verbindung bringt, laeszt sich damit erklaeren; denn das Internet ist verantwortloch fuer 10% des Energieverbrauchs und es wird erwartet, dass sich diese Zahl verdoppelt in den naechsten 10 Jahren.

JA; die Ideen zu den dazugehørenden Internetfirmen haben (wieder) Menschen, aber haette es die Ideen auch gegeben, OHNE das Internet an sich?
Das ist wie beim Denken; wenn ich einen Gedanken habe, dann geht das auch von ein paar wenigen Neuronen (im Vergleich zur Gesamtzahl aller Neuronen in meinem Gehirn) aus. Das entspricht dem einen Menschen der sich einen neuen „Internetservice“ ausdenkt. Das reicht aber nicht, denn zum Denken muessen verschiedene Gebiete des Gehirns zusammen arbeiten. Das ist dann das Netzwerk bzw. die vielen angeschlossenen Computer. Und die Benutzung des Gehirns, fuehrt bei kleinen Kindern zur aktiven Ausbildung dieses Neuronennetzwerks. Aber letztlich wird ein Gedanke NICHT besagten wenigen Neuronen zugesprochen, sondern _MIR_. Und besagte Neuronen haetten den Gedanken auch gar nicht erst „angefangen“, waere _ICH_ nicht das Substrat, mit all den Erinnerungen (bspw. akademischer Art, wie man eine Summe berechnet, oder sozialer Art, wie ich einige Geschichten meines Opas verknuepfe mit heutigen Gegebenheiten) und geistigen Werkzeugen/Methoden.

Ich hoffe, dass ich es mit dem obigen Abschnitt irgendwie schaffe klar zu machen, dass Erstens wir zwar die ganz konkreten Ideen (berechtigterweise) Menschen zuschreiben, aber dass es ohne eine Metastruktur ueberhaupt nicht zu den Ideen gekommen waere und Zweitens, diese Ideen letztlich zum Wachstum des Internet (der Metastruktur) fuehren.
Das heiszt NICHT (!), dass das Internet das bewusst macht … wir lenken unser Blut ja auch nicht bewusst, damit es die Naehrstoffe zu den Zellen transportiert.
Das heiszt noch nicht mal, dass das Internet das ist, was ich am Anfang dieses Artikels behaupte, was es sein kønnte … aber es kønnte halt sein.

Ohne Fazit oder Zusammenfassung møchte ich damit diesen konfusen Beitrag abschlieszen. Die hier dargelegten Gedanken schwirrten mir schon laenger im Kopf rum und ich bekomme kein kohaerentes Bild zusammengeschustert.

Ich denke NICHT, dass das Internet eine kuenstliche Intelligenz ist … und das ist auch ein Grund warum ich diesen Artikel schrieb. Die Dinge die ich beschrieb kønnten auch im Interesse einer anderen als der menschlichen Intelligenz geschehen und wir wuerden das nicht erkennen, bzw. uns selbst zuschreiben, einfach weil wir besagte Intelligenz nicht verstehen (kønnen). Und das ist intellektuell faszinierend. Wie naehert man sich (geistig) Phaenomenen die man nicht verstehen kann?
In vielen Situationen helfen verschiedenste Techniken / Ideen / Methoden / Konstrukte etc. pp. des Postmodernismus. Aber diese setzen voraus, dass ein gegebenes Phaenomen prinzipiell innerhalb des Erfahrungshorizonts von Menschen liegen kann. Aber was wenn diese zugrundeliegende Annahme nicht mehr zutrifft?

Genug!

Ach nee, doch nicht: ca. 2 Jahre nachdem ich diese Gedanken das erste Mal dachte, stolperte ich ueber ein Interview mit David Bowie aus dem Jahre 1999. Das lohnt sich schon deshalb mal anzuschauen (ca. sechseinhalb Minuten), weil man selten derartige (berechtigte und begruendete) Voraussicht sieht. Von Interesse fuer diesen Artikel ist, was er dem Reporter auf ein Statement, gesagt bei 5:17, antwortet … aber ihr, meine lieben Leserinnen und Leser solltet euch das lieber selber anschauen :)

Ich musste mir mal essen zubereiten. Deswegen machte ich mich auf den Weg zu 16 Draconis denn dieser B (Blue-White) Star ist mit einer Distanz von 8,022,554 ls am weitesten entfernt vom Ankunftspunkt im System.

Zunaechst aber machte ich fuer ca. 15 Minuten was anderes … als ich aus dem Fenster schaute, war meine Ziel noch weit entfernt. Ich schob die Pizza in den Ofen … diese war weitere 15 Minuten spaeter fertig. Ich schaute aus dem Fenster und … nun ja, ca. 8 Millionen Lichtsekunden ist schon ganz schøn weit weg … selbst wenn man mit tausendfacher Lichtgeschwindigkeit fliegt. Also schaltete ich meinen Flugassistenten ein, und schaute mir aus historischem Interesse eine Episode einer uralten, pre-jumpdrive, Dokumentation an, welche vor kurzem von Archaeologne entdeckte wurde. Dort geht es um das Leben eines MacGyver. Nachdem ich nachverfolgte wie dieser seit langem zu Staub zerfallene Mensch die Gefahr dieser Episode ueberstanden hatte (der Mann lebt echt gefaehrlich) wurde ich von dieser Schønheit begrueszt:

Ich habe Kassiopeia aus der Garage geholt, denn ich mache mich wieder auf dem Weg in die Leere, weil ich endlich mit Operation WHITE DWARF fertig werden will.
Ich habe nicht alles gemacht, was ich vor hatte in der Bubble zu tun waehrend dieses Aufenthalts. Ich wollte bspw. dabei helfen ein paar mehr Stationen zu reparieren und ich wollte auch mal die Obsidian Ant Station besuchen. Aber auf solche begrenztem Platz mit einem Durchmesser von nur ca. 500 Lichtjahren halte ich es nicht so lange aus.

Die letzte Uebersicht ueber den Fortschritt meiner Reise zu den Rekorden der Galaxis gab ich als besagte Operation startete.
Im Vergleich dazu fehlen auf der neusten Karte etliche Weisze-Zwerg-Punkte (hellblau); insb. in und im die Bubble und auf dem Colonia-Bubble-Highway:

Quelle, Lizenz: unbekannt. Die galaktische (Hintergrund) Karte wurde angefertigt von CMDR Finwen und CMDR Corbin Moran, kuenstlerische Beschriftung der Regionen und Platzierung der Koordinatengitter durch CMDR Corbin Moran mit Namen vom Galactic Mapping Project. Punkte von Interesse wurden von mir hinzu gefuegt. Ebenso ist die hier zu sehende Karte aus technischen Gruenden von mir verkleinert worden. Das Original (ohne meine Hinzufuegungen und in korrekter Grøsze) kann unter dem angegebenen Quellen-Link gefunden werden.

Auf der nun geplanten Reise werde ich mich zunaechst zu Explorer’s Anchorage im Zentrum der Galaxis begeben und alle weiszen Zwerge in dieser generellen Richtung besuchen. Danach habe ich vor alle (ehemaligen) Sternen dieses Typs in der weiter gefasst Region um den galaktischen Kern zu sehen, mit Colonia als Ziel. Danach sollte ich die allermeisten weiszen Zwerge besucht haben und werde diese Operation abschliesen. Ein paar wenige sind dann noch uebrig, aber das macht nix. Natuerlich werde ich mir auch andere himmlische Kørper mit Rekorden anschauen, so diese denn halbwegs auf meiner geplanten Route liegen.

Aber bevor es los geht, schaute ich mir noch fuenf ganz besondere Rekordhalter an. Mehr oder weniger repraesentativ fuer diese ist 52 Herculis 1:

Abgesehen davon, dass der Planet mit seinen groszen Ringen wie ein Pizzaschneider aussieht, haelt dieser den Rekord fuer die kuerzeste Distanz zum Ankunftspunkt im System fuer aller Helium gas giants mit nur 159 ls und ist auch der schnellste in Periapsis mit 70,436.23716096216 m/s or ca. 253.57 Mm/h.

Das an sich ist nicht weiter erwaehnenswert, selbst wenn es Rekorde sind. Was wirklich bemerkenswert ist, ist der Typus dieses Planeten: Helium gas giant … im Gegensatz zu Helium _rich_ gas giant! Von Letzteren gibt es verhaetltnismaeszig viele. Aber von Ersteren waren bis vor kurzem nur 10 Stueck bekannt, alle im 52 Herculis System! Dies aenderte sich erst neulich, als ein zweites System entdeckt wurde, welches Helium gas giants enthaelt. Das war natuerlich ’ne grosze Sensation!

Und deswegen ist das was ganz Besonderes und ein schøner letzter „Stop“ bevor ich mich wieder in den schwarzen Schosz begebe :) .

Minas Abenteuer (und die der anderen Gentlemen) gehen weiter im vierten Band dieser Chronik:

Durch Zufall entdeckte ich, dass ich mit meiner Cobra MkIII Grimassen schneiden kann:

Im Hintergrund ist Gliese 620.1 B zu sehen, der A (Blue-White) Star mit der laengsten groszen Halbachse (248,824,919,374,831.7 m oder ca. 1,663.29 au). Mit diesem Rekord folgt (wie so oft) auch der fuer den grøszten orbitalen Umfang (1,537,327,477,737,527.8 m) und ebenso der fuer die laengste Umlaufperiode (5,782,805,938,176.0 s oder ca. 183,371.57 Jahre).

Ich sah dies als Erfolg und besuchte deswegen Epsilon Indi Ba:

Dieser T (Brown dwarf) Star haelt zwei Rekorde in den gleichen Charakteristiken (nur eben fuer diesen Sternentyp). Genauer gesagt die laengste grosze Halbachse (204,662,606,226,212.47 m oder ca. 1,368.09 au) und der grøszte orbitale Umfang (1,283,873,111,842,483.8 m).

Eine weitere Hintergrundfarbe lieferte mir Dyaus Pita:

Dieser Stern ist in einer binaeren Konfiguration mit Gliese 24 B. Da dies auch ein G (White-Yellow) Star ist, halten beide den Rekord fuer die laengste orbitale Periode fuer alle Sterne diesen Typs mit (40,181,902,082,048.0 s oder fast 1,274.16 Millenia).

Aber Letzter haelt drei weitere Rekorde fuer Sterne diesen Typs:
– laengste grosze Halbachse (1,095,533,610,518,439.0 m oder ca. 7,323.19 au),
– grøszter orbitaler Umfang (6,868,252,696,583,809.0 m),
– grøszte Entfernung vom Ankunftspunkt im System (6,645,438 ls).

Deswegen eben dieser auch ganz ungruselig:

So … kange genug in Sonnen gestarrt. Weiter geht’s.

Ich besuchte das 36 Ophiuchi System weil es vier Rekorde enthaelt. Einer der drei Sternenpartner ist so weit weg vom Zentralstern des Systems, dass dieser (und ein paar der ihn umkreisenden Himmelskørper) die „am weitesten entfernt vom Ankunftspunkt im System“-Rekorde halten. Ich stelle aber nur 36 Ophiuchi C 6 und 36 Ophiuchi C vor, denn diese passen Beide in ein Bild:

Ersterer hat eine Entfernung von 4,218,122 ls (Rekord fuer alle Water worlds); Letzterer von 4,217,936 ls (Rekord fuer alle K (Yellow-Orange) Stars).

Die høchste Geschwindigkeit im Supercruise/Hyperaum ist 2001-fache Lichtgeschwindigkeit. Alles darueber sind dann Spruenge. Dieser Wert gilt aber nur bei Abwesenheit størender Einfluesse (vulgo: grosze Gravitationsquellen) und man braucht ca. eine Stunde um 2001 c zu erreichen.

Das war aber nicht schlimm, liesz dies mir doch genuegend Zeit zu duschen, waehrend mein treues Schiff im Autopilot auf’s Ziel zuflog.

Neulich stolperte ich ueber drei Artikel deren weiteren Konsequenzen ich bemerkenswert fand:
How Jehovah’s Witnesses Are Changing Medicine
Should Anyone Be Given a Blood Transfusion?
The Ethics of Bloodless Medicine

Die Artikel an sich sind nix besonderes. Die sind leicht zu lesen und konzentrieren sich meiner Meinung nach zu sehr auf den leicht zu folgenden Geschichten von „Personen von Interesse“. Aber das ist ja meistens so. Nur weil ich mir mehr technische und wissenschaftliche Details wuensche heiszt das nicht, dass das auch fuer alle anderen interssant zu lesen ist. Dennoch lohnt die Lektuere dieser drei Artikel durchaus. Warum versuche ich nun darzulegen.

Es ist ja bekannt, dass die Zeugen Jehovas aus religiøs/dogmatischen Gruenden (fremde) Bluttransfusionen ablehnen.
Es ist auch bekannt, dass Blut irgendwie immer knapp ist, weil man das bei urst vielen Operationen braucht.

Teilweise kann man das mit Eigenblutspenden kompensieren aber eben nicht in dem Masze wie „aufschneidende Medizin“ heutzutage funktioniert.

In den USA haben sich ein paar Aerzte diesem Problem gewidmet und Løsungen gefunden. Darueber handeln die Artikel und das ist erstmal nix Neues. Die Menschheit findet immer irgendwie Løsungen zu Problemen.

Bemerkenswert hieran finde ich aber das Folgende: wieder einmal nehmen wir (ja, auch ihr, meine lieben Leserinnen und Leser) eine Sache (viele Bluttransfusionen bei Operationen) einfach so hin und vermuten, dass das wahr ist. Das ist ermal nicht schlimm, man kann nicht alles wissen und vertraut dann den Experten. Nun scheint es aber auch so zu sein, dass (mal wieder) die Experten auch einfach einem einmal gestarteten Dogma gefolgt sind und das ueberhaupt nicht hinterfragten.

Und hier ist nun die zweite Sache die ich bemerkenswert fand: es brauchte ausgerechnet die Zeugen Jehovas (!) um ein Umdenken ueberhaupt erstmal zu initialisieren! Das dauert sicherlich noch mehrere Jahrzehnte, bis die dort entwickelten Techniken ausgereift genug sind fuer die Massenanwendung, aber der Anfang ist gemacht.

Hier sind also religiøse Dogmen fuer (wissenschaftlichen) Fortschritt verantwortlich. … Und das ist postmodern!
Die Frage ist nun, ob das auch von alleine passiert waere … … … und normalerweise wuerde ich sagen: „bestimmt, auch wenn es mglw. etwas laenger gedauert haette“.

Aber ich bin mir diesmal nicht so sicher. Der moderne Ansatz ist naemlich kuenstliches Blut (weiter) zu entwickeln. Oder extra Blutspendekampanjen zu fahren wenn es nøtig ist. Technische Løsungen der Problemstellung die zwar funktionieren sich aber irgendwie weniger effizient anfuehlen. Kuenstliches Blut herzustellen ist schwierig (und somit keine Løsung fuer weniger weit entwickelte Laender) und Blutspendekampanjen brauchen extra Infrastruktur und die Leute machen das meist nur wenn ein Notfall eingetreten ist.

Durch die Zeugen Jehovas aber wurde die urspruengliche Frage modifiziert zu „Braucht man ueberhaupt so viel Blut bei Operationen“?

Und damit bin ich wieder bei den Selbstkorrekturmechanismen auch bekannt als „die wissenschaftliche Methode“ angekommen. Deswegen stoppe ich an dieser Stelle, denn daruerber habe ich mich schon øfter ausgelassen.

Da es mir so viel Spasz bereitete mit ITALKALOT zu fliegen, dachte ich mir: „Ich sollte mal wieder mit meiner Cobra MKIII fliegen. Es ist ’ne ganze Weile her, dass ich sie benutzte. Der Grund fuer Letzteres ist, dass ich sie urspruenglich nur als „Zwischenschritt“ auf meinem Weg zum Asp ExlorerKassandra — erwarb.

Also entstaubte ich mein Cobra MKIII und besuchte mit ihr Coltan den Metal-rich body mit der geringsten Gravitation von nur 0.02925701839073805 g.

Im gleichen System befindet sich auch Smithy’s Claim. Dieser Planet haelt die folgenden Rekorde fuer High metal content worlds:
– kleinster radius (210.242671875 km)
– kleinste Gravitation (0.028529160306170243 g)
– geringste Masse (0.000031 Ursprungsweltmassen).

Ich lernte, dass meine Cobra MKIII im Normalraum eine Geschwindigkeit von 400 m/s (! … !! … … … !!!111elf) erreichen kann!

Wieauchimmer, es gibt hier auch eine Bodenstation:

Dort wo ich mich meistens aufhalte (weit ab von der Bubble) habe ich sowas nicht. Deswegen tat ich endlich mal was, worauf ich schon laenger Lust hatte. Ich landete auszerhalb der Stadt und fuhr mit meinem SRV rein.
Und whoa! Die Straszen, die Gebaeude, die Landeplaetze des Raumhafens! Von Weitem oder bei automatischen Landungen hatte ich das nie bewusst wahrgenommen, dass das ja auch alles hier ist.
Nach all dem Fliegen, war das mal ’ne schøne Abwechslung :)

Ich war noch etwas laenger im Alpha Centauri System und machte mich mal auf den Weg zu basager Station, dem Hutton Orbital. Das dauerte eine Weile, den das ist 0.22 Lichtjahre vom Sprungpunkt entfernt und selbst mit Ueberlichtgeschwindigkeit dauert das fast zwei Stunden um dort anzukommen.

Wieauchimmer, wenn man dort ist, dann hat man einen guten Blick auf Proxima Centauri

… der von allen (!) bekannten Sternen die grøszte Halbachse (1,835,405,007,451,176.8 m oder ca. 12,268.92 au) hat. Damit folgt auch der grøszte orbitale Umfang aller Sterne mit 11,504,063,934,173,836 m. Und da es sich dabei um einen M (Red dwarf) Star handelt, haelt Proxima Centauri auch besagte Rekorde fuer diesen speziellen Sterntyp.

Und weil mir dieses suesze kleine Schiff so ans Herz gewachsen ist, habe ich ihr danach ein neues Kleid gekauft. Hier ist es zu sehen:

Das ist uebrigens LHS 1409 C 2 auf dem ich stehe. Die Rocky Ice world, die mit 5.338.846 ls am weitesten vom Ankunftspunkt im System entfernt ist.

Frueher dachte ich, dass die Møglichkeit von Maschinen die grøszer sind als Menschen zwar weit hergeholt und vøllig unpraktisch, aber nicht undenkbar ist.

Dann las ich den Artikel „On the Impossibility of Supersized Machines“ von B. Garfinkel et al. und musste einsehen, dass es sich bei der oberen Aussage um eine nomologische Unmøglichkeit handelt.
Schon schade … irgendwie … denn darauf basierte meine Annahme, dass Roboter irgendwann mal den ganze Mist machen werden, auf den ich keine Lust habe.