Archive for Oktober, 2018

Nun ja, ich hatte Hummeln im Hintern und konnte nicht weiter auf der Raumstation sitzen. Denn die letzte Tour war doch eigentlich nur die Vorbereitung auf die EIGENTLICHE Reise: zum anderen Ende der Galaxis. Mehr als 65.000 Lichtjahre entfernt.
Aber ich fliege (oder vielmehr springe) da nicht auf dem direkten Wege hin. Nein, nein, denn der direkte Weg ist oft geflogen worden. Ich fliege erstmal den Arm der Galaxis hinauf, in dem sich die Erde befindet. Da sind auch noch nicht so viele Leute gewesen und stolpere vielleicht ueber ein paar schøne Dinge und bin dann der Erstentdecker. So wie bei diesem erdaehnliche Planeten hier:

Cool wa! Ich sehe das als gutes Zeichen, dass ich so frueh auf meiner Reise schon so eine Perle entdeckte. Als naechstes schaue ich mir ’n schwarzes Loch an. Das liegt nur einen kleinen Abstecher (wenige hundert Lichtjahre) abseits des Weges. Und so’n echtes schwarzes Loch wollte ich schon immer mal von Nahem sehen.

… oder sind wir aus dem Alter raus?

Norway decriminalises drugs.

Ich bitte den wichtigen Unterschied zwischen Dekriminalisierung und Legalisierung zu beachten.

Aber warum lese ich das ein Jahr spaeter in einer nicht norwegischen Zeitung?? Ich hab da hier nix drueber gehørt.

Andererseits geschah das im Dezember, da war ich fast drei Wochen nicht hier … mhmmm.

Und interessant ist auch, dass das ausgerechnet unter einer konservativen Regierug geschieht!

Arme Kassandra …

Hier der Vergleich wie sie kurz vor dem Start ausgesehen hat.

Und von Nahem:

Nun ja … der Weltraum ist zwar ziemlich leer, aber so’n paar Teilchen pro Kubikcentimeter fliegen da doch schon noch rum. Und auch wenn ein Protoenchen nicht so viel ist, so macht das ueber die langen Strecken doch schon was aus … wie man sieht.

Wieauchimmer, ich habe keine Zeit fuer’n neuen Anstrich. Ich will naemlich so schnell wie møglich zu Beagle Point, am anderen Ende der Galaxis, kommen. Ich fliege aber nicht direkt dorthin. Unter Entdeckern ist das naemlich ein da-muss-ma-mal-gewesen-sein Ziel. Und die direkte Strecke ist schon sehr gut kartographiert. Deswegen fliege ich zunaechst den Orion Arm hinauf, so spiralartig das Zentrum der Galaxis umgehend. Irgendwo da liegt dann auch Colonia und ich habe vor mal den verrueckten Barkeeperroboter zu besuchen, der es fertig gebracht hat, seine komplette Raumstation — Jaques Station — da hin zu jumpen!

Auf auf … die vielen Lichtjahre wollen geflogen werden :)

Die erste Reise ist zu Ende. Ich bin da, wo ich startete; in der Bubble (genauer gesagt bei der Scully-Power Station im Ix system).

Und so sahen die Endpunkte meiner Reise aus:

An der Position des Kreises ist die Buble. Der untere Wegpunkt ist der Crab Pulsar, das eigentliche Ziel meiner ersten Reise. Wie in einem frueheren Report erwaehnt, nahm ich eine Tour de Force auf mich und legte diese Strecke an einem Tag zurueck.

Als ich dann da war stand ich vor der Entscheidung, ob ich auf dem gleichen Weg wieder zurueck soll und nach kurzer Ueberlegung dachte ich mir dann: .oO(Wenn ich schon mal hier bin, dann kann ich auch noch ’n bisschen rumcruisen). Also legte ich einen Wegpunkt abseits des Hinweges, aber irgendwie schon ein bisschen in Richtung Bubble, fest. Vøllig zufaellig wurde es das HEGUA OZ-S C3-3 System. Fuer den Weg nahm ich mir aber Zeit und legte den innerhalb von zwei Tagen zurueck. Und von dort waren es dann nochmal zwei Tage bis nach Ix.

.oO(Da war doch noch was Wichtiges?) … GENAU! DIE DATEN!!! Mal schnell abliefern.

So sieht das dann aus, wenn man der Erstentdecker ist:

Cool wa. Aber steht dann da auch wirklich mein Name dran? .o(Ich kontrollier das mal lieber fuer den neulich von mir entdeckten erdaehnlichen Planenten) … JAAAAAAAA! Es steht *grinst*:

Ich empfehle selten was, aber heute ist es mal wieder soweit. Die Kurzgeschichte „Scanners Live in Vain“ von Cordwainer Smith.

Ist zwar auf englisch, aber dafuer nicht lang.

Ihr, meine lieben Leserinnen und Leser fragt euch jetzt bestimmt, warum ich die empfehle. Nun ja, der Grund ist der Folgende: weil die einfach mal vøllig krass gut ist! Die ist aus den 40’er Jahren des letzten Jahrhunderts und ich dachte, dass es da nur Abenteuergeschichten im Weltraum gab. Nicht wenige davon auch richtig gut, ich erinnere dabei bspw. an Robert Heinleins fruehe Werke. Aber mir ist bisher keine Geschichte untergekommen, die aus besagtem „Abenteuerrahmen“ ausbrach. Heutzutage ist das voll normal, aber nicht damals. Insbesondere Kurzgeschichten wurden in den damaligen SciFi-Magazinen verøffentlicht und da ist die Auswahl natuerlich auch am potentiellen kommerziellen Erfolg ausgerichtet. Und das ist dann natuerlich eher an „leichtverdaulichem“ fuer die Massen orientiert.

Natuerlich erinnert ihr euch da bestimmt an Olaf Stapledon von neulich (hier und hier). Der zaehlt aber nicht, denn der schrieb Romane und im Jahrzehnt davor.

Wieauchimmer, „Scanners Live in Vain“ ist eine wirklich intelligente Geschichte, die sich lohnt zu lesen. Das gilt zwar im Allgemeinen, aber insbesondere, wenn man sich auch nur ein bisschen fuer Science Fiction interessiert.

Wooooooaaahhhh …

.oO(’s ist schon schøøøøøøøn hier drauszen!)

Gerade eben fiel ich aus dem Jumpspace und mir offenbarte sich dieser prachtvolle Anblick. Da konnte ich nicht widerstehen, den mit euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, zu teilen.

Ihr fragt euch bestimmt, ob ich zwischen den Sternen durchgeflogen bin. Die Antwort ist: aber selbstverstaendlich! .oO(Was fuer eine Frage) … warm ist’s meiner Kassandra dabei geworden. Die Strahlung zweier Sterne so nah beieinander ist dann doch ’ne ganze Menge. Aber es war ja nur fuer ein paar Augenblicke. Da geht das schon mal.

FI-NAL-LY! Ein erdaehnliche Planet, fuer den ich der Erstentdecker bin:

Ich habe da soooooo sehr drauf gewartet. Mehrere tausend Lichtjahre musste ich dafuer reisen. Aber nun steht auch eindlich mein Name an einer solch seltenen Welt dran … Jippie :)

Nu muss ich mich aber beeilen die Daten auch abzuliefern. Nicht, dass noch wer anders diesen wunderschønen Planeten entdeckt und dessen Koordinaten Universal Cartographics vor mir mitteilt. Denn nicht das Datum der eigentlichen Entdeckung ist entscheident, sondern wann man die Daten abliefert.

Dieses Prinzip ist ja auch eigentlich auch super sinnvoll! Denn die Datenbanken von Universal Cartographics sind sicher via Quantenverschraenkung miteinander in Verbindung. Da kann man also Gleichzeitigkeit definieren. Wenn nun aber eine bøswillige Entdeckerin oder verrueckter Entdecker  eine Welt entdeckt und dann jahrelang im Normalraum gerade so ein bisschen weniger als mit Lichtgeschwindigkeit durch den Weltraum schleicht, dann gehen ihre bzw. seine Uhren anders und sie oder er kønnte sich so den Titel des Erstentdeckers erschleichen.

Andererseits ist das derzeit implementierte System auch nicht vor Verrueckten sicher. Ich habe da Geschichten gehørt, dass sich Entdecker regelrechte Hetzjagden geliefert haben, nur um der oder die Erste zu sein im Universal Cartographics Buero. Es gibt gar Geruechte von Morden! … .oO(au wacker). Ich habe keine Ahnung, ob da auch Entdeckerinnen drunter waren. Achtung Vorurteil: Das hørt sich eher mann-typisch an *augenverdreh*

Und auch unter anderem deswegen zieht es mich weiter … die vielen Parsecs ziehen schlieszlich nicht von alleine an mir vorbei.

Dietmar Dath schrieb einen sehr persønlichen und bewegenden Nachruf auf Harlan Ellison. Wie bei den allermeisten Texten aus Meister Dietmars Feder lohnt sich die Lektuere.

Aber das ist nicht der Grund warum ich diesen Artikel hier erwaehne. Vielmehr geht es um das Folgende, was ich vøllig aus dem Zusammenhang reisze (was aber nicht schlimm ist, da es auch fuer sich allein stehen kann):

[…] die ästhetische Betrachtung von Horror-, Fantasy- und Science-Fiction-Filmen, […] an seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten [messen] statt am Snobismus der Cineasten oder am leeren Enthusiasmus der Konsumidiotie […].

Dies drueckt sehr schøn aus, warum mich so viele verschiedene Filme begeistern kønnen und warum mir besagte sogenannte „Cineasten“ … also Leute die sich was drauf einbilden, dass sie sich nur „besondere“ Filme im Kino anschauen … sowas von auf den Sack gehen. Solche Leute haben naemlich keine Ahnung von Filmen, glauben aber, dass sie Ahnung haetten und schwaetzen deswegen dumm (und munter) drauf los, wenn es beispielsweise um Star Wars, die Filme im Marvel Cinematic Universe, oder viele andere geht.

Mit tun nur deren Kinder leid, denen so viel Freude und Kultur (bøswillig) genommen wird :( .

… wenn ich mich nach etlichen Spruengen von Stern zu Stern endlich zur Nachtruhe lege?

Diese Frage kann mit einem Wort beantwortet werden: beeindruckend (im Fullscreen Modus):

ENDLICH! Das Ziel meiner ersten Reise ist erreich. Der ehemalige Stern im Zentrum des Krebsnebels:

Wie man sehen kann, werden die Lichtsammelelemente meiner Auszenbordkamera deutlich gestørt, hier in der direkten Naehe des Pulsars. Das ist bestimmt dem relativistischen Wind geschuldet.
Der Pulsar rotiert und vollfuehrt eine volle Drehung ca. alle 33,3 Millisekunden. Dies ist auf dem statischen Bild leider nicht zu sehen :( . Besagter relativistischer Wind transportiert so krass viel Energie vom Neutronenstern davon, dass die Drehung sich pro Tag um 38 Nanosekunden verlangsamt! KRAAAAASS!!! Kein Wunder, dass mein Bild gestørt ist.

Aber genug mit den trockenen (wenn auch super interessanten und spannenden) Fakten.

Schau’n wir (das Kønigliche) doch mal wo wir sind:

Das ist ein Blick auf die Galaxie, mit all ihren Sternen. OK, nicht die gesamte Galaxie. Die passt nicht ins Bild, aber ein wesentlicher Teil ist doch sichtbar.
Der gelbe Pfeil ist ungefaehr wo die Erde liegt. (Fuer die ganz genauen, ich habe Barnards Stern nehmen muessen, da ich fuer das Sol-System keine Zugangsberechtigung habe.) Der blaue Pfeil ist, wo ich gerade bin. Ganz schøn weit weg, wa! Genauer gesagt 7175 und ein paar zerquetschte Lichtjahre. Das entspricht etwas weniger als 150 Jumps, mit meiner Kassandra.

Auch wenn es durch die weit auseinanderliegenden Berichten den Eindruck macht, dass ich ewig unterwegs war, seitdem ich den von Menschen bevølkerten Raum verliesz, so benøtigte ich doch fuer den Hinflug dieser ersten Reise nur ca. einen Echtzeittag. Inklusive des Abklapperns aller Sehenswuerdigkeiten.
Aber Jump, Systemscan, Jump, Systemscan, Jump … … … wird auf die Dauer etwas anstrengend. Und deswegen nehme ich mir fuer den Rueckflug mehr Zeit.

Hat sich die Reise … WAS FUER EINE FRAGE SOLL DAS DENN WERDEN!!! … Natuerlich hat sich die Reise gelohnt! :)

Und deswegen heiszt es fuer heute: gute Nacht …… … nachdem ich ein Stueck weggeflogen bin von diesem Supernovaueberrest :)