Archive for Januar, 2015

Danchip ist so ein typisches „sieht gut in der politischen Statistik einer Nation aus, die sich Bildung auf die Fahnen geschrieben hat“ Gebilde. So wie das NanoLab hier in Trondheim.

Das funktioniert weder nach økonomischen, noch nach (wirklichen) Forschungsaspekten. Jaja, natuerlich kommt da auch was Vernuenftiges bei raus. Und genau deswegen sollte sich eine reiche Gesellschaft, wie die unsere, solche Einrichtungen auch leisten!

Aber nein! Es sind KEINE „Leuchttuerme der Wissenschaft“. Auch wenn sie immer so dargestellt werden. Und warum nicht? Weil immer aktiv versucht wird, so viele Nutzer/Labingeniøre wie møglich zur Arbeit in diesen Laboren zu bewegen, wenn gerade „politische Prominenz“ durch die Raeumlichkeiten schreitet.
Und ich bedenke gerade, dass ja eigentlich keine Einrichtung ein „Leuchtturm“ sein will. Denn Lokalitaeten an denen Leuchttuerme stehen, sollen ja aktiv vermieden werden. Genau deswegen sind die ja so weit sichtbar. Andererseits, sehen Leuchttuerme cool aus … fuer Auszenstehende. Oh mann ey, dass der dtsch. Wissenschaftsbetrieb diesen Begriff so bereitwillig uebernommen hat, sagt viel ueber diesen aus. Viel Schein mit dem (objektiv betrachtet) wenigem Sein.

Wieauchimmer, bei Danchip fand ich auch eine Toilette. Diese hier:

Danchip

Die schimmernden Halterungen des Toilettendeckels find ich fein.

So wird die Bibel ja gern genannt. Warum auch immer.

Es liegt bei mir rum. Schon seit vielen Jahren. Und vor langer Zeit hatte ich das neue Testament mal angefangen zu lesen. War aber nicht interessiert und geistig offen genug zu der Zeit und habe es dann nach ein paar Tagen wieder sein lassen. Und seitdem hatte ich noch nicht wieder freie Kapazitaeten fuer einen neuen Versuch.

Aber dieses Buch liegt eben bei mir rum. Direkt auf dem Kapital. Was ich auch gerne irgendwann mal lesen møchte.

Die geschichtliche und gesellschaftliche Relevanz des Buches ist ja unbestritten. Und wenn man es kritisch (eben als historische Quelle) liest, soll es wohl einen ziemlichen Erkenntnisgewinn bringen. Selbst ein gewisser Genuss beim Lesen mag aufkommen.

All dies sind Gruende, warum ich mein „Bibelprojekt“ noch nicht ad acta legte.

Und dann las ich vor einiger Zeit dieses interessante Interview. Darin fand ich den Satz:

Danach war das Judentum eine Religion von galiläischen Bauern, das Christentum eine von hellenisierten Städtern.

Aueszerst interessant, nicht wahr! Das entspricht naemlich auch meinen Beobachtungen. Dass das Christentum eine Religion der (mehr oder weniger) Reichen ist. Dass „Christ sein“ vor allem dann geht, wenn es einem gut geht. Denn wie soll man aus tiefstem Herzen dem vergeben, der einem wieder und wieder das letzte bisschen Nahrung stiehlt?

Jedenfalls habe ich mit diesem Satz wieder mehr Lust bekommen, mir mal die Bibel volstaendig „reinzuziehen“.

… … …

Da schaute ich gerade mal bei Tante Wikipedia und dort steht:

vom griechischen Plural biblia – „Bücher“; daher auch Buch der Bücher

Einen Computer was ausrechnen zu lassen hørt sich ja erstmal nicht so schwer an. Und ist es auch nicht mit so einer einfachen rekursiven Folge. Also programmierte ich das erstmal so geradlinig.

Und die einzelnen Elemente wurden immer laenger und laenger und mit ihnen die Folge.

Und auch die Analyse wie oft eine Zeichenkette vorkommt ist erstmal recht simpel:
– Nimm vom Anfang der Folge so viele Zeichen wie du brauchst.
– Welche Zeichenkette ist das?
– Setze den Zaehler fuer diese Zeichenkette um eins nach oben.
– Gehe in der Folge einen Schritt nach rechts und beginne von vorn.
Dabei dachte ich so, dass ich wenn ich das Vorkommen bspw. aller sechsstelligen Zeichenketten untersuchen will, dann sozusagen im Vorbeigehen auch gleich das Vorkommen aller fuenf-, vier-, drei-, zwei- und einstelligen Zeichenketten untersuchen kønnte. So schwer ist das nicht, wenn man sich naemlich im ersten Schritt die zu untersuchende Zeichenkette (bspw. mit sechs Zeichen) aus der Folge extrahiert hat, dann muss man von dieser Zeichenkette immer nur eins „abhacken“ bis nichts mehr da ist.

Ein Beispiel. Die Folge sei „1123581221“ und die Aufgabe sei alle Zeichenkette mit sechs Zeichen oder weniger zu untersuchen.
– Extrahiere die Zeichenkette „112358“ von der Folge.
– Schema F: der numerische Wert dieser Zeichenkette ist 112358; setze den Zaehler fuer diesen Wert um eins nach oben.
– Plan 9: Entferne von „112358“ das letzte Glied und erhalte die neue Zeichenkette „11235“; verfahre nach Schema F mit der nun 5-stelligen Zahl.
– Verfahre nach Plan 9 und erhalte die neue Zeichenkette „1123“; verfahre nach Schema F mit der nun 4-stelligen Zahl.
– Wiederhole dies so lange, bis die neue Zeichenkette nur noch ein Zeichen lang ist.
– Hacke nun von der ganzen Folge (!) das erste Glied ab und beginne von vorne.
– Dies ist so lange zu wiederholen, bis die gesamte Zeichenkette „verbraucht“ ist.

Durch dieses Verfahren vermeide ich eine doppelte Zaehlung bereits gezaehlter Zeichenketten, da beim naechsten Durchlauf durch die gesamten Schritte alles um eins nach rechts „verschoben“ ist und somit neue sechs- , fuenf-, vier- usw. -stellige Zeichenketten gebildet werden.

Ein Problem ergibt sich aus dieser Vorgehensweise: die Umwandlung der Zeichenkette in den numerischen Wert wandelt Zeichenketten mit fuehrenden Nullen in numerische Werte um, die die falsche (eine kleinere) Laenge haben. Aus der Zeichenkette „0007“ wird der Wert 7.
Dadurch wuerde also in diesem Falle bei den vierstelligen Zeichenketten einmal zu wenig und bei den einstelligen Zeichenketten einmal zu viel gezaehlt.
Eine Variation der Konsequenz ist, dass Zeichenketten die mehr als eine Stelle haben, erst dann gezaehlt werden, wenn das erste Zeichen keine Null ist.
Dreistellige Zeichenketten werden bspw. erst ab der 100 gezaehlt, vierstellige ab der 1000 usw. Dadurch werden 10% der Daten fuer x-stellige Zeichenketten nicht gezaehlt, bzw. falsch zugeordnet werden.

Beides kann man relativ brutal umgehen, indem man die Tabelle, in der die Haeufigkeit einer gewissen Zeichenkette gespeichert wird, massiv erweitert.
Anstatt (nur bis alle zweistelligen Ziffern) …

023 mal
112 mal
27 mal
9811 mal
9944 mal

… also eine erweiterte Tabelle:

einstellige ZeichenketteVorkommenzweistellige ZeichenketteVorkommen
023 mal005 mal
112 mal011 mal
27 mal0218 mal
915 mal0923 mal
1099 mal
113 mal
9811 mal
9944 mal

Man beachte, dass die Werte fuer die Zeichenkette „1“ natuerlich anders sind, als fuer die Zeichenkette „01“.
Am auffaelligsten ist natuerlich, dass Erstere ca. 10 mal haeufiger Vorkommen sollte als Letztere. Es gibt ja 10 mal so viele zweistellige Zeichenketten, wie einstellige. Mit all diesen muss sich die spezifische Zeichenkette „01“ das Vorkommen „teilen“.

Der Vorteil dieser Methode: ich muss mir keinen Kopf mehr machen, dass der numerische Wert von „0007“ eine 7 ist. Ich teile dem Programm einfach mit, dass es gefaelligst in der Spalte fuer vierstellige Zeichenketten den Wert von Sieben um eins erhøhen soll und ich behalte in Erinnerung, dass es sich dabei eigentlich um die „0007“ handelt.
Oder anders ausgedrueckt: ich kann einfach die Umwandlung von Zeichenkette in numerischen Wert beibehalten und muss mir da nix extra ausdenken, wie ich dem Computer klarmache, dass fuehrende Nullen wichtig sind.
Dadurch wird natuerlich auch kein Wert einer weniger langen Zeichenkette mehrfach gezaehlt. Bei jeder x-stelligen Zeichenkette wird immer nur der Eintrag in der richtigen Spalte der Tabelle gemacht.

Zwei Nachteile hat diese Methode.
1.: Will ich das Vorkommen zweistelliger Zeichenketten anstatt nur einstelliger Zeichenketten untersuchen, erhøht sich mein Speicherplatzbedarf schlagartig um das zehnfache. Will ich dreistellige (und zwei- und einstellige) Zeichenketten untersuchen so brauche ich 100 mal mehr Speicherplatz, wie als wenn ich nur einstellige Zeichenketten untersuchen wuerde; usw. usf.
2.: Das Speichermanagement wird vermutlich einen signifikanten Teil der Rechenzeit beanspruchen. Mit jeder neu untersuchten Zeichenkette (also nach jedem „abhacken“ eines Zeichens), muss der Rechner zu einer ganz anderen Spalte in der Tabelle gehen, dort das richtige Element finden und den Zaehler um eins erhøhen. Der Rechner muss also auf x-vielen Tabellen gleichzeitig arbeiten und nicht nur auf einer.

Letztlich dachte ich mir aber, dass die Vorteile (das richtige Zaehlen und dass ich dem Programm nicht die Wichtigkeit fuehrender Nullen beibringen musste) die Nachteile ueberwiegen. Speicherplatz ist heutzutage wahrlich kein Problem und wie lange das Rumrødeln auf den Tabellen dauert … mhm … davon hab ich keine Ahnung, aber ich wollten den Rechner ohnehin viele Stunden rechnen lassen.

 

Soweit dazu.

 

Als ersten Versuch erstellte ich also ein Programm welches mir eine immer laenger und laenger werdende Zeichenkette erstellte. Wenn diese Zeichenkette eine bestimmte Laenge erreicht hat, so stoppte das Programm mit dem weiteren Hinzufuegen von Zeichen und  zerhackte diese Kette dann in kleine Stuecke und untersuchte diese.
Im ersten Satz erkennt man auch den Fehler dieses Programms. Oder weniger ein Fehler, als vielmehr den Grund, warum ich dieses Programm nicht fuer die eigentliche Arbeit benutzen konnte.

Auch wenn jetzt ein Experte sagen kønnte „das kommt auf die Codierung an“, so belegt im schlimmsten Fall eine 2-stellige Zeichenkette 2 Byte Speicherplatz. Eine hundert-stellige Zeichenkette also 100 Byte usw. Wenn ich also die Fibonaccifolge bis zur 10-milliardsten Stelle untersuchen will, dann belegt diese Folge im schlimmsten Fall 10 Gigabyte im Arbeitsspeicher.
Weil ich grafische Veranschaulichungen so mag, hier eine eher sinnlose Darstellung dieses Sachverhaltes:

01_Speicherbedarf

Tihihi … Man beachte bitte die doppellogarithmisch Darstellung. Der Speicherplatzbedarf nimmt also mit jeder Potenz der Laenge der Folge exponentiell zu. .oO(Hach wie schøn man einfache Zusammenhaenge doch unnøtig aufblaehen kann … Laenge der Folge in Abhaengigkeit von der Laenge der Folge … tihihi.)
In der Grafik ist der maximale Speicherplatzbedarf nur bis zu einer Fibonaccifolgenlaenge von 100 Millionen Zeichen dargestellt. Deswegen „sieht“ man noch nicht die oben erwaehnten 10 GB benøtigten Arbeitsspeicher. Meine Leserinnen und Leser møgen dies doch bitte selbst extrapolieren.

Ach so, der Speicher den die oben erwaehnte Tabelle braucht ist dagegen irrelevant.

Wieauchimmer, so viel Arbeitsspeicher habe ich leider nicht. Deswegen musste das Programm was das Erstellen der Zahl und einen Teil der Analyse angeht komplett umgeschrieben werden. Dazu aber im naechsten Artikel mehr.

Fuer dieses Mal ist festzuhalten: Ein Computer macht genau das was in den Anweisungen steht und erstmal nicht das, was man will, was der Computer machen soll. Deswegen muss man jedes noch so einfache Problem in kleine Schritt zerlegen und sich ueberlegen ob da nicht Sachen dabei sind, die der Computer dann genau so macht wie man es programmiert, die aber nicht der Løsung des Problems zutraeglich sind. Oder anders: man muss erstmal so dumm denken lernen wie ein Computer stupide das macht was man programmiert. Einen Teil dieses Prozess fuer diese spezielle Aufgabe habe ich hier dargelegt.

… sind Bikinis dieses Hertellers:

In Echt auch schick

Das wollte ich schon seit laengerer Zeit mal geschrieben haben.
Heute also mal ein Beitrag entsprechend dem Titel dieser Kategorie. Man kann ja nicht nur immer schimpfen.

Parmanand Singh schreibt in der Historia Mathematica, Volume 12, Issue 3, August 1985, Seiten 229–244 in seinem Artikel „The so-called fibonacci numbers in ancient and medieval India“ (Volltext scheint fuer die Allgemeinheit verfuegbar zu sein), dass bereits Virahanka, Gopala und auch Hemachandra vor Leonardo da Pisa diese mathematische Folge von Zahlen und deren Bildungsgesetz angaben. Wohl auch in Europa war die Folge in der Antike bereits Nikomachos von Gerasa bekannt. Aber wie so oft, fallen Ruhm und Ehre wem anders zu, weil irgendwann mal irgendwer zu faul war ordentliche Literaturrecherche zu machen und hinterher will es wieder keiner gewesen sein und keiner gibt den Fehler zu und deswegen wird es bis heute nicht ordentlich gemacht. Aber letztlich ist’s ja doch auch nicht so richtig relevant, was fuer einen Namen das Kind traegt … wohohoho … DAS ist natuerlich eine ganz andere Diskussion im Zusammenhang mit wirklichen Kindern; aber darum soll es hier nicht gehen. Deswegen halte ich mich an diesen nach dem „filius Bonacii“ (Sohn des Bonacii) gegebenen Namen.

Die Fibonaccifolge ist eine so schøn einfache Folge. Das naechste Element bildet sich aus der Summe der ersten beiden Elemente. Aus 1 und 1 mach 2. Aus 1 und 2 mach 3. Aus 2 und 3 mach 5. Aus 3 und 5 mach 8 usw. ad infinitum. Hier sind mal die ersten Glieder:

1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 33, 54, 87, 141, 228, 369, 597, 966, 1563 … … …

Diese Reihe waechst also relativ rasant.

Die Zahlen alle hintereinandergeschrieben ergeben eine neue Zahl. Im obigen Beispiel waere das 11235813213354871412283695979661563. Bis zum 17. Element „bildet“ die Fibonaccifolge eine 35-stellige Zahl.

Alles klar, alles einfach. Ich erzaehle das, um das anstehende Problem besser zu verdeutlichen.

In kurz (und mathematisch nicht ganz sauber formuliert) beschaeftigte mich seit Jahren der Gedanke, ob alle Zahlen gleich haeufig in der Fibonaccifolge vorkommen.
Oder anders: wie oft kommt mein Geburtsdatum in der Fibonaccifolge bis zur 100-millionsten Stelle vor und kommt jede andere achtstellige Zahl genauso haeufig vor.

AHAHAHA! In der zweiten Formulierung steckt schon etwas korrektere Mathematik – die Haeufigkeit einer Zahl.
Natuerlich kommen nicht alle Zahlen gleich oft vor bis zu einer gegebenen Stelle der Folge.
Zur Veranschaulichung denken wir uns 4-stellige Zahlen; bspw. die 1234 oder die 9999. Dann kann es natuerlich schon sein, dass die 1234 bis zu einer bestimmten Laenge der Folge exakt genau so oft drin ist, wie die 9999, oder die 8765. Aber von allen 4-stelligen Zahlen wird sicherlich die eine oder andere øfter oder weniger oft bis zu dieser Stelle der Folge drin sein.
„Genauso haeufig“ wuerde also auf die Frage hinaus laufen, ob das Vorkommen aller Zahlen bis zu einer gegebenen Laenge der Fibonaccifolge normalverteilt ist.

Und hier kønnte ein richtiger Mathematiker mich verbessern. Zum Ersten gibt es es einen ganzen Haufen von Wahrscheinlichkeitsverteilungen. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, ob die Normalverteilung die Richtige ist (sein kønnte). Bei der Wahl der Verteilung folgte ich dem Indifferenzprinzip (und dem Einfachheits- bzw. Faulheitsprinzip: keine Ahnung haben = nimm das was du kennst).
Zum Zweiten ist die Normalverteilung eine stetige Wahrscheinlichkeitsverteilung. Bei dem Problem handelt es sich aber um ein „diskretes Problem“. Ich sollte das also dahingehend umformulieren, ob sich das Vorkommen aller Zahlen einer Normalverteilung angleicht. Ich habe aber wiederum keinen blassen Schimmer inwiefern das gerechtfertigt ist (sein kønnte).
Das erinnert mich etwas daran, dass ich erstmal zeigen sollte, dass es eine Løsung gibt bevor ich mich an das Berechnen dieser Løsung mache.

Wieauchimmer, mich duenkt, dass dieses Problem mit dem Problem verwandt ist, ob eine Zahl normal ist. Auch bei dieser Behauptung bleibe ich mir (und euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern) den Beweis der Richtigkeit derselben schuldig.

Im uebrigen ist das bei Pi (und anderen irrationalen Zahlen) eine offene Frage. Bis zur 100-millionsten Stelle scheint es aber wohl ganz gut zu passen.

Das Problem laeszt sich also auf zwei einfache Probleme herunterbrechen:
1.: addiere zwei Zahlen nach einem bestimmten Schema und haenge die Summe an die Kette ran; brich ab, wenn die Kette eine bestimmte Laenge hat;
2.: zaehle wie oft gewisse Zahlen vorkommen.

„Einfach“ in so fern, dass man sich das leicht vorstellen kann. Am Beispiel oben sieht man ja aber, wie rasant die einzelnen Elemente wachsen. Zur Addition wuerde ich also einen Computer empfehlen. Und eine Zahl mit 100 Millionen stellen zu untersuchen ist auch recht langwierig. Da der Computer ohnehin schon zur Hand ist, sollte der gleich auch zur Analyse benutzt werden. Schlieszlich handelt es sich um ein Zahlenverarbeitungsproblem. Dafuer wurden die Dinger schlieszlich erfunden.

Eigentlich greife ich mit all diesen Ausfuehrungen schon viel zu weit vor. Ich war ja dabei, dass mir das Problem seit Jahren im Kopf rumspukte. Ich hatte aber nie die Musze, mich da mal naeher mit zu beschaeftigen. Wusste ich doch, dass ich dafuer zumindest rudimentaere Programmierkenntnisse haben muss.

Dann aber geschah es, dass ich vor einiger Zeit bei einem Quiz dabei war. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich „mitgeschleppt“ wurde. Ich bin da aus eigener Initiative mitgegangen. Aber mein Wissen zu norwegischen Gerichten, Werbespruechen oder anderen bei solchen Quiz‘ gefragten Sachen halten sich doch sehr in Grenzen.

Ich hatte aber einen Stift in der Hand und eine Serviette vor mir liegen. Zunaechst malte ich nur die ueblichen Krusedull (ein Wort, welches ich sehr sehr toll finde). Etwas im Geiste finge ich dann an, die ersten Elemente der Folge aufzuschreiben. Dann begann ich noch mehr Elemente ordentlich auszurechnen. Ich schrieb die Folge bis zu einer gewissen Laenge auf (mich duenkt bis zur 39. Stelle oder so) und zaehlte, wie oft die Zahlen 0 bis 9 darin vorkamen. Dannn zeichnete ich ein Histogramm.
Und dann geschah das, was i.A. als Nerd-Sniping bekannt ist. Ich fing an mir mit meinen (mittlerweile vorhandenen) rudimentaeren (wirklich nicht mehr!) Programmierkenntnissen Gedanken ueber eine Automatisierung des Ganzen zu machen. Nebenbei lief das Quiz natuerlich weiter und ich warf auch ab und zu mal ein Kommentar ein.

Hier ist die Arbeit des beschriebenen Abends zu sehen:

Fibonacci_Start

Damit løse ich natuerlich nicht das eigentliche mathematische Problem dahinter. Aber ich sage mal so. Wenn ich sehe, dass sich die Haeufigkeiten fuer bspw. alle vierstelligen Zahlen bis sagen wir zur 100-millionsten Stelle der Fibonaccifolge einer Normalverteilung genuegend angleichen, dann sehe ich das Problem fuer meine Beduerfnisse als geløst an.

Eine technische Sache noch an dieser Stelle. Bisher schrieb ich bspw. „4-stellige Zahlen“. Natuerlich sind damit 4-stellige Zeichenketten gemeint.
4-stellige Zahlen beginnen bei der 1000 und enden mit der 9999.
Bei der „0007“ hingegen handelt es sich um eine 4-stellige Zeichenkette, auch wenn die Zahl selber einstellig – die Sieben eben – ist.
Wenn man sich auf die Ziffern 0 bis 9 als Zeichen beschraenkt beginnen 4-stellige Zeichenketten bei der „0000“ und enden bei der „9999“. Man hat also insgesamt 10.000 verschiedene 4-stellige Zeichenketten.
Ich entdeckte dieses Problem erst als ich schon „mittendrin“ war. Sicherlich auch dadurch bedingt, weil ich die ganze Zeit ja irgendwie mit Zahlen  arbeite. Da musste ich durch „Fehler in den Resultaten“ erstmal auf den Unterschied zwischen Zahl und Zeichenkette gestoszen werden.

Aber genug fuer heute.
Die naechsten Beitraege werden sich zunaechst dem „technischen Hintergrund“ widmen, bevor ich mich an die Dartellung der spannenden (und schønen) Ergebnisse mache.

Das Hautgebaeude war (so weit ich weisz) das erste Gebaeude als die in Trondheim ansaessige Universitaet vor ueber 100 Jahren gegruendet wurde.

Es sieht ein bisshen aus wie bei Harry Potter.

Bei der Toilette, bzw. eine der Vielen, sind nicht nur so schick die Rohre zu sehen …

Hovedbygget

… sondern auch der Fuszboden ist in so einer herrlichen Farbe gestaltet. Und mich duenkt, dass es sich dabei auch noch um feinen, und heute immer seltener anzutreffenden, Linoleumbelag handelt.

aus diesem Beitrag, darf sich wieder ihren eigentlichen Aufgaben (Leute verfluchen) widmen. Denn ein ordentlicher B-Wing Pilot steht endlich zur Verfuegung:

B-Wing Pilot

Oder aber mal schauen, was der junge Mann, der bei mir wohnt, dazu meint, ob die Mumie nicht einfach weiterfliegen darf und diese tolle Figur (der Guertel!) stellt sich einfach nur davor hin.

Im ersten Beitrag dieser Reihe versprach ich, dass der Einfluss des hiesigen Filmfestivals in einem eigenen Beitrag betrachtet wird.

Nun ist es aber so, dass der Einfluss auf die Gesamtzahl der Kinobesuche und auf den durchschnittlichen Kartenpreis bereits in besagtem ersten Beitrag betrachtet wurde; es werden mehr Besuche insgesamt und der durchschnittliche Kartenpreis nimmt etwas ab.

Im zweiten Beitrag dann wurde klar, dass ich deswegen mehr Filme im Nova sehe, als im Prinsen. Ein Einfluss darauf, in welchem Saal ich Filme schaue gibt es nicht, da im gesamten Nova nur Festivalsfilme laufen.

Bisher war ich im Wesentlichen ohne andere Leute in Festivalfilmen. Deswegen ist der Einfluss des Festivals derart, dass der blaue Teil der Balken im erste Bild des dritten Beitrages zunimmt.
Mhm … ich bin mal positiv und nehme an, dass ich mit besagter „Newcomer(in)“ im naechsten Jahr mehrere Kosmoramafilme schauen werde. Damit duerfte oben besagter Einfluss sich ausgleichen, aber ihr Anteil an der dritten Grafik wird dadurch natuerlich rasant zunehmen.

Bei der Untersuchung der Tage und Monate im vierten Beitrag stellte sich schlieszlich heraus, dass ich durch Kosmorama ueberdurchschnittlich viele Filme im April (bzw. Mai) sehe. Dieses Jahr wird das Festival im Maerz stattfinden und sich sicherlich entsprechend bemerkbar machen.
Im allgemeinen gibt es keinen Einfluss auf die Tage, denn ich schaue an allen Festivaltagen ungefaehr gleich viele Filme.

Aufgrund des Ursachen des Resultats verzichtete ich bei der Betrachtung der Uhrzeiten im fuenften Beitrag darauf, mehr als das dort Gezeigte und Gesagte einzufuegen.

Dies wird nun hier, nachgeholt.

Da zu der Zeit als ich diesen Artikel schreibe (01. Oktober 2014) das Jahr 2014 noch nicht abgeschlossen ist, sind in folgendem die Daten fuer 2013 zu sehen.

18_Kosmo

Die blauen Balken repraesentieren ausschlieszlich die waehrend Kosmorama geschauten Filme, waehrend die roten Balken alle in 2013 geschauten Filme darstellen (inkl. der Kosmoramafilm!).

Abgesehen davon, dass Kosmoramafilme teilweise fuer die einzigen Eintraege zu gewissen Uhrzeiten verantwortlich sind, so sieht man, dass das Festival keinen (!) Einfluss auf die Lage der Hauptpeaks hat. Offensichtlich planen die Festivalverantwortlichen mit ein, dass man zwar am Beginn eines Tages immer gut durchgeplant alles schauen kann, aber dann Unregelmaeszigkeiten im Plan durchaus willkommen sind, denn man braucht ja auch mal ’ne Pause, nicht wahr.
Und selbst wenn die Kosmoramafilme zu „den ueblichen Zeiten“ gezeigt werden wuerden, so wuerde es in der Summe einem „konstanten Untergrund“ entsprechen und die Lage der Peaks nicht beeinflussen.

 

An dieser ganzen Datensammlung ist durchaus interessant, dass ich das Genre der geschauten Filme nicht angebe. Das ist fuer mich i.A. einfach nicht von Belang. Mal davon abgesehen, dass ich Schreckfilme seit einigen Jahren eher vermeide (ich bin halt nicht mehr der Juengste) und mich romantische Komødien nicht interessieren. Aber auch da gibt es Ausnahmen. Letztlich ist ein Film entweder eine gute Unterhaltung, eine „Freude fuer die Sinne, den Geist und das aestethische Empfinden“ (wie „Kunst“ im Allgemeinen) oder Beides, oder ein Film ist es nicht. Da kommt es nicht auf das Genre an.

 

Mit diesem Beitrag møchte ich diese kleine Serie abschlieszen. In zehn Jahren oder so folgt mglw. ein Update. Ich hoffe dann nicht schon wieder irgendwie im Zuge eines emotional all zu schweren Umbruchs.

Ich hoffe es machte euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, etwas Freude in die Welt der (meiner) Kinometadaten einzutauchen. Zumindest ich fand es schon ziemlich erstaunlich, was man so alles da heraus holen kann.

Auf seine eigene Art und Weise, hat der Jahrtausendturm in Magdeburg einen gewissen Charme. Ich muss aber gestehen, dass ich von der Ausstellung dort nie sonderlich beeindruckt war. Ist ganz gut gemacht, aber es haute mich nicht vom Hocker.

Wieauchimmer, die Ausstellung dort ist ja nur in so fern Thema dieses Beitrages, als dass es ein Artikel innerhalb der Miniserie „Toiletten in Bildungseinrichtungen“ ist.

Und hier sind drei Urinale, von vor ca. 10 Jahren oder so:

Jahrtausendturm2

Bitte gehen sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen.

Ebensowenig beim Sitzklo:

Jahrtausendturm1

Mit solch langweiligen Toiletten schreiben sich die Beitraege schnell. Ist ja auch was Feines.

JA! Ich sehe Kinos im Algemeinen auch als Bildungseinrichtungen an.

Zum Ersten sind Filme Kunst. Selbst der duemmste Actionknaller von Jerry Bruckheimer kann das nicht komplett verstecken, egal wie sehr sich die Filmemacher auch anstrengen møgen.

Zum Zweiten wird man dort ab und zu zu „schwierigen Themen“ informiert. Beispielhaft verweise ich auf das hiesige Filmfestival. Aber natuerlich werden nicht nur dort derartige Filme gezeigt.

Und zum Dritten bringen Kinos via der dort gezeigten Filme andere Welten, Vorstellungen, Leben, Gedanken etc. zu den Menschen. Und mit etwas Anderem als dem Alltaeglichen in Kontakt zu kommen ist immer bildend. Selbst wenn es im Film vornehmlich um gigantische Roboter geht, die sich mit gigantische Monstern aus einer anderen Dimension (oder so) pruegeln. Der verlinkte Film ist im uebrigen sehenswert. Aus verschiedensten Gruenden, nicht nur der gigantischen Roboter wegen, die sich mit gigantischen Monstern pruegeln ;) .

Nur eine Toilette diesmal, das (ehemalige?) Klo fuer funktionsgehemmte Personen.

Prinsen

Das Pendant des Nova stellte ich bereits an anderer Stelle vor.

Mglw. „ehemalig“, weil ich im Moment des Schreibens gerade nicht sicher bin, ob diese Armstuetzen noch vorhanden sind. Das Bild ist naemlich schon ein paar Jahre alt.

Und dann faellt mir noch auf, dass dieser Beitrag ja sehr gut zu der nun bald abgeschlossenen Kino-Miniserie passt. Ob man da von Synergieeffekten sprechen kønnte … Mhm?