Archive for Juli, 2020

Ich besuchte Flyeia Hypai NN-Q d6-47 6 weil dies der T (Brown dwarf) Star mit der schiefsten Rotationsachse ist. Im wesentlichen rollt dieser Stern auf dem Orbit entlang bei einer Neigung von 89.99958020556915 Grad.

Hier ist besagter Stern zu sehen:

Durch die Ringe ist dies schøn anzusehen, aber was ich wirklich toll fand, war der Aufbau dieses Systems:

Die Himmelskørper dieses Systems befinden sich mitnichten alle ordentlich in einer Planetenebene. Da muss es in der Entstehungsphase ganz schøn gerumpelt haben.

Und solche unerwarteten Gegebenheiten sind der Grund, warum ich diese Tour zu den Rekorden der Galaxis, trotz aller Eintønigkeit, so geniesze :) .

Vor ca. einem Jahr schrieb ich ueber die Entwicklung der Entwicklung elektrischer Flugzeuge. Ich nahm dies als Indikator dafuer, dass das Zeitalter der massenhaften Benutzung von Verbrennungsmotoren sich im Sauseschritt dem Ende naehert. Dabei ist natuerlich zu beachten, dass es auch in Zukunft Anwendungen fuer Verbrennungsmotoren geben wird. Aber mehr so Sinne wie es immer noch Schallplatten gibt — es werden sehr spezielle Anwendungen.

Neulich las ich nun, dass die EASA vor kurzem das erste elektrische Flugzeug zertifiziert hat. Ja, das ist „nur“ ein Kleinfluzgzeug aber alles faengt immer klein an.
Dieser Fall zeigt deutlich, dass elektrische Antriebe fuer Flugzeugee nicht nur bei Protoypen von Interesse sind. Vielmehr kønnen elektrisch angetriebene Flugzeuge bereits heute auch den strengen Regeln der kommerziellen Flugzeugindustrie genuegen.

Ich nahm an, dass das vermutlich alles schneller geht, als ich dachte. Aber dass das SO schnell geht, haette selbst ich nicht vermutet. … Die Zukunft ist hier … cool wa!

CD-23 13397 A ist der Wolf-Rayet Star (ohne Unterkategorie) mit der grøszten Exzentrizitaet des Orbits. Der Wert betraegt aber „nur“ 0.518243, was beim Draufschauen nicht so spektakulaer ist.

In diesem Bild …

… ist der Rekordhalter in der Ferne zu sehen. In der Ferne ist der Stern, weil ich den unglaublichen Himmel betrachten wollte. Oder vielmehr den Nebel um diesen Stern, der besagten Himmel ausfuellt.

Ansonsten geht Operation Weiszer Zwerg gut voran. Hier ein Ergebnis ohne weitere Kommentare:

Neulich hatte ich eine sehr seltene Entdeckung gemacht. Eine beringte ELW im direkten Orbit um einen Neutronenstern. Heute nun praesentiere ich die von mir entdeckte Ammoniakwelt #106:

An diesem, mit dem Full Spectrum Scanner gemachten, Bild sieht man zwei Sachen. 1. die Ammoniakwelt hat einen Ring und 2. der Blauton verraet, dass sich ein Neutronenstern nahe bei befindet.
Und tatsaechlich …

… so wie schon besagte ELW befindet sich auch diese beringte Ammoniakwelt im Orbit um einen Neutronenstern. Cool wa!

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit fuer einen solchen Fund?
Nun ja, insgesamt wurden bisher 323,862 Ammoniakwelten gefunden. Davon befinden sich aber nur 10,412 in Systemen mit Neutronensternen und nur 3,399 von ihnen haben ihren Orbit auch um den Neutronenstern und keinen Sekundaerstern. Das entspricht 3,2 % bzw. 1,0 % aller Ammoniakwelten. Zum Vergleich nochmal die Zahlen fuer ELW’s: 237,211 (total), 12,376 in einem Neutronensternsystem (5.2 %), 4,700 im Orbit um den Neutronenstern (2 %).

Die Wahrscheinlichkeit in ein System mit einer Ammoniakwelt zu springen ist mit ca. 0.64 % etwas grøszer als fuer ELW’s (ca. 0.4 %). Das ist ersichtlich, denn die Bedingungen, dass eine Ammoniakwelt entsteht sind nicht ganz so „eng“. Aber es scheint, dass Ammoniakwelten nur halb so oft um Neutronensterne zu finden sind. Mhmmm … die Gesamtwahrscheinlickeit auf diese Kombination zu treffen betraegt also ca. 0.0064 %. Immer noch ganz schøn klein.

Bezuglich der Ringe gibt es mit 44,502 beringten Ammoniakwelten (ca. 13.7 %) eine deutlich høhere Wahrscheinlichkeit als bei ELW’s (ca. 1.4 %). Das erschien mir erst zu hoch und ich vermutete Fehler in den Daten. Aber als ich etwas drueber nachdachte, entspricht es doch so Pi mal Daumen meinen eigenen Erfahrungen.
Insgesamt wurden 683 beringte Ammoniakwelten im Orbit direkt um einen Neutronenstern gefunden. Das entspricht 0.21 % aller Ammoniakwelten. Und hier ist es dann so, dass das einfache Aufrechnen der Wahrscheinlichkeiten nicht mehr ganz exakt ist, weil die Zahlen „zu klein werden“. Denn aus den vorher erwaehnten Prozentangaben haette ich ungefaher drei mal so viele beringte Ammoniakwelten erwartet.

Wieauchimmer, die Gesamtwahrscheinlichkeit ueber so ein System zu stolpern ist mit ca. 0.0013 % zwar vier mal so grosz wie bei dem ersten super seltenen Fund (dort waren es nur 0.00031 %), aber das ist immer noch sehr sehr sehr sehr klein.

Und hier ist die Schønheit in ihrer ganzen Pracht:

Hier schrieb ich einen laengeren Beitrag darueber, wie Parasiten das Verhalten ihrer Wirte beeinflussen (kønnten) und wie das Gehirn im Laufe der Evolution mehr und mehr Schutzmechanismen dagegen entwickelte.

Hier wiederum schrieb ich vor laengerer Zeit, dass manche Menschen sich bewusst Wuermer „zulegen“, weil die ja ueber Millionen Jahre sowieso immer im Darm praesent waren und unser Immunsystem darauf eingestellt ist.
In dem Beitrag erwaehne ich auch Faekalientransplantate ging aber nicht weiter drauf ein. Ein solches veraendert offensichtlich die Art (?) der Darmbakterien, was positive gesundheitliche Einfluesse nach sich ziehen kann. Der ganze Prozess ist natuerlich von etlichen Parametern abhaengig und man kann vermutlich nicht einfach irgendwelche Faekalien transplantieren.

Wieauchimmer, man fand heraus … der Link geht nicht zum Originalartikel, aber zu einem Artikel, der den auf verstaendliche Art und Weise bespricht … wo war ich? … ach ja, man fand heraus, dass Darmbakterien nicht nur bei der Verdauung helfen. Mehr oder weniger direkt wird die Nahrungsaufnahme gesteuert, indem die olfaktorischen Chemorezeptoren (vulgo: der Riechsinn) von den Bakterien beeinflusst werden. Und deswegen werden bevorzugt Sachen konsumiert, die der ganz speziellen Art von Baktieren zu gute kommen.

Zugegeben, das hat man bisher nur bei Fliegen nachgewiesen. Aber das waere ein Manipulation die ich mir auch beim Menschen vorstellen kønnte. Denn diese Art von Manipulation benøtigt keinen direkten Zugang zum Gehirn, was die Sache deutlich einfacher macht. Und weil sie bei der Verdauung helfen greift das Immunsystem die auch nicht an.

Falls dem so ist, haette das weitreichende Konsequenzen bzgl. sehr sehr vieler Krankheiten die unsere (nicht nur westliche) Gesellschaft plagen. Falls das zutrifft, kønnte auf diesem Gebiet mit verdammt wenig Aufwand krass viel Leid verringert und immense Kosten gespart werden. Und das gilt selbst dann noch, wenn dies nur 10% der Variation in der zu sich genommenen Nahrung erklaeren wuerde.

Und deswegen lohnt es sich, sich ueber Parasiten Gedanken zu machen.

UIUIUI … ich bin ueber eine (mir) neue Sache gestolpert, ueber die ich bisher nur Reportagen von anderen Piloten gelesen habe. Kristallkøttel:

Naja, die eigentliche Bezeichnung ist „Solid Mineral Spheres“. Die waren im selben System wie diese Prasinum Metallic Crystals, …

… deswegen kønnte man spekulieren, ob Erstere vielleicht ein Stoffelwechselendprodukt der Letzteren sind.

Ansonsten war da nur noch ELW #80:

Operation WEISZER ZWERG geht gut voran und auf dem Weg zu mehreren dieser ehemaligen Sterne besuchte ich das Eodgorph HL-F c11-12 System, weil es zwei Himmelskørper mit insgesamt sieben Rekorden haelt. Der erste Himmelskørper ist nicht weiter von Interesse. Eodgorph HL-F c11-12 21 hingegen ist es. Dieser Icy body (auf dem man nicht landen kann) haelt die Rekorde fuer
– laengste orbitale Periode (36,290,275,835,904.0 s oder ca. 1,150,757 Jahre)
– laengste grosze Halbachse (1,370,793,432,719,468.2 m oder ca. 9,163.19 au)
– grøszter orbitaler Umfang (8,612,948,823,076,444.0 m)

Hinzu kommt, dass dies auch die Rekordwerte (in diesen Kategorie) fuer ALLE bisher bekannten Planeten (auf denen man nicht landen kann) sind. Cool wa!

Apropos „cool“. Weil sich der Planet ziemlich weit weg befindet vom Waerme spendenden Stern ist’s hier dunkel:

Aber in dem Ringsystem gibt es Void Opale und hier kann man die bestimmt ohne von Piraten gestørt zu werden gewinnen. Das Problem ist nur, dass der naechste Markt wo man die verkaufen kann verdammt weit weg ist.

Ansonsten entdeckte ich noch ELW’s #78 + # 79 (beide im selben System) und Ammoniakwelt #105:

… dann meine ich sowas hier: click.

Natuerlich angewandt auf selbstfahrende Autos und optimialisierende Algorithmen die den Verkehrsfluss steuern.
Mit Verkehrsfluss ist so ziemlich alles gemeint, was sich regelmaeszig (mal mehr mal weniger) in (irgendwie gearteter) Bewegung befindet.
Die Bestellung neuer Beutel fuer die Teeshopkette? Zeug, dass sich regelmaeszig „in Bewegung“ befindet. Die Erneuerung der Rezepte fuer chronische Krankheiten aller Patienten eines Doktors? Zeug, dass sich regelmaeszig „in Bewegung“ befindet. Umleitung des Stroms vom lokalen Erzeuger dahin wo dieser gebraucht wird? Das wird schon seit Jahren „SmartGrid“ genannt, ist aber im Grunde Zeug, dass sich regelmaeszig „in Bewegung“ befindet und somit von Robotern optimiert und ausgefuehrt werden kann.

Ist das neu? Nope, mitnichten! Das ist Teil der Science Fiction seit Jahrzehnten.

Aber all solche Sachen sind (mehr oder weniger) unsichtbar und kommen nicht mit menschenaehnlichen Metallhuellen daher.
Dies, so denke ich, ist ein weiterer Grund, warum die Roboter unaufhaltbar sind. Metallwesen in Menschenform (oder nur der Arm mit dem Schweiszgeraet dran) kønnen sich die Leute vorstellen und sind (mehr oder weniger) dagegen … aus welchen Gruenden auch immer. Aber das ist nicht die Masse der Roboter, die von Menschen ausgefuehrte Arbeit ueberfluessig machen werden. Das ist alles mehr oder weniger unsichtbar (siehe oben) und das wird dann (zum Glueck) nicht als Gefahr gesehen.

Spannend wird es leider zu sehen, wie wir (als Gesellschaft) damit umgehen werden.

Aber das ist ja eigentlich nix Neues. Das hab ich hier schon sehr oft erwaehnt. Ich wollte nur mal das wo oben drauf geklickt werden soll vorstellen und es kam mir so doof vor, dass das nur ein Satz war :P .

Blaa Phoe HY-D c14-240 ABC 3 ist der erste Class I gas giant den ich auf dieser Reise besuche. Ich bin hier, weil dieser Gasriese den Rekord fuer die høchste Gravitation aller Planeten diesen Typs hat. Bei zerquetschenden 16.306123224452303 g frage ich mich, ob eventuelle Bewohner ueberhaupt ihre Køpfe (so diese denn welche haben) heben kønnten um dieses wunderschøne Ringsystem zu bewundern:

Ansonsten entdeckte ich noch Ammoniakwelt #103 (um einen Neutronenstern, wie der Blauton im Bild vermuten laeszt) und ELW #77:

… sieht man (mal wieder) an diesem Bild:

Was fuer ein Anblick!

Die duenne Scheibe der Ringe des Klasse IV Gasriesen sehe ich (gerade so) von der Seite, weil sie das Licht des dahinter liegenden Sterns brechen. Und damit bin ich auch schon beim Grund warum ich hier bin. Besagter Stern ist Dryuae Aoscs RJ-X d2-533 A, der S-type Star mit der laengsten groszen Halbachse (des Orbits). Ganze 99,988,029,365,350.9 m oder ca. 668.38 au. Damit folgt (wie so oft, aber nicht immer) auch der der grøszte Umfang des Orbits fuer diesen Sternentyp, mit 627,616,620,659,528.1 m.

Ich kam fuer den Rekord, aber der Anblick ist es, warum ich noch ein bisschen bleibe.