Archive for Juni, 2020

Mit Dryooe Prou EW-B c14-212 2 b besuchte ich mal wieder einen Himmelskørper, der kein Rekordhalter ist. Aber der Wert (vor der Grøszenordnung) der groszen Halbachse kommt dem Wert  der Gravitationskonstanten G auf 2.0846178949707195 mal 10-11 nahe. … OK OK, ich gebe zu, dass ich ein bisschen schummle. G hat naemlich nur ein paar Nachkommastellen (wenn man die Grøszenordnung weg laeszt) und viiiiiieeeele Himmelskørper wuerden diesem Wert nahe kommen. Deswegen benutzte ich einen Wert von 0.00667408 mal 10-11 m3kg-1s-2 um diesen Planeten zu finden.

Normalerweise gab/gibt es immer mehrere Himmelskørper die eine Charakteristik mit einem Wert gleich nah an einer Naturkonstanten haben. Diesmal ist dem nicht so. Und hier stehe ich auf besagtem Planeten …

… denn man kann auf dem landen. … Das erinnert mich daran, dass ich meine Sprungtriebwerke reparieren muss. Es ist zwar immer nur ein bisschen aber ueber die Zeit ist der durch neutronenjetgeboostete Spruenge induzierte Schaden doch grosz genug.

Ansonsten fand ich dann auch noch Ammoniakwelt #102 (mit Ringen):

Ja, meine lieben Leserinnen und Leser, ihr habt das richtig gelesen. … Aber der Reihe nach.

Neulich las ich „The Church, intensive kinship, and global psychological variation“ von J. F. Schulz et al. in Science, 366 (6466), 2019 … verfluchter Mistscheiszdreck mit geschlossenen Journalen! … (*hust*).
Dieser Artikel war echt urst langweilig zu lesen. Aber was der Artikel zum Inhalt hatte war ganz fantastisch auf mehrere Art und Weise.

Zunaechst wurden verschiedenste historische und psychologische Datenquellen daraufhin untersucht, inwieweit das Vorhandensein der westlichen Kirche (was spaeter die rømisch, katholische Kirche wurde) ueber viele Jahrhunderte zu einigen unserer heutigen Verhaltensweisen fuehrte. DAS ist schon eine krasse Sache an und fuer sich, denn …

[…] research suggests that populations around the globe vary substantially along several psychological dimensions […].

Krass ist das, weil die benøtigten (psychologischen) Daten  ein Albtraum an unerkannten Fehlerquellen und Korrelationen sind. Dies ist dann auch der Grund warum der Artikel so voll langeilig zu lesen ist. Die allermeiste Zeit wird detailliert begruendet wie, welche Analyse warum gemacht wurde um eben diese Korrelationen und Fehler zu erkennen. Das ist URST wichtig damit man die Ergebnisse reproduzieren kann und in den allermeisten wissenschaftlichen Artikeln wird das mitnichten ordentlich gemacht. Aber es ist halt nicht wirklich spannend zu lesen.

Der Artikel konzentriert sich dann auf die Laender welche unter dem Begriff WEIRD …

Western, Educated, Industrialized, Rich, and Democratic …

… zusammengefasst werden kønnen. der Grund dafuer ist, dass dies Menschen in diesen Laendern im globalen Vergleich besonders seltsam sind … tihihi … Wortspielkasse!

Often occupying the extremes of global distributions, Western Europeans and their cultural descendants in North America and Australia tend to be more individualistic, independent, analytically minded, and impersonally prosocial (e.g., trusting of strangers) while revealing less conformity, obedience, in-group loyalty, and nepotism […].

WEIRD Laender wurden sicherlich deshalb als Untersuchungsobjekt herangezogen, weil so krass herausstechende Merkmale leichter zu untersuchen sind.
Dazu noch zwei Kommentare. Erstens, da wir mitten drin und Teil dieser Gesellschaft sind, kommt uns das mitnichten anders, besonders oder komisch vor … ist’s aber! Zweitens, das gilt selbst dann noch, wenn wir aktuelle, furchterregende Entwicklungen bspw. in den USA, Frankreich, (bald nur noch) England, etc. pp. bedenken.

Es wurde dann untersucht, inwieweit …

[…] religions have evolved in ways that shape people’s institutions, social practices, economic outcomes, and psychology […].

Das ist immer noch ein viel zu weites Feld. Man denke nur an die vielen Religionen und wie diese durch sog. Missionierungen, oder ihren Einfluss auf Schulbildung und Politik, die im Zitat erwaehnten Bereiche beeinflussen. Deswegen beschraenkten sich die Autoren darauf, inwiefern …

[…] the Western Catholic Church, primarily through its influence on marriage and family structures during the Middle Ages, had an important impact on psychological variation.

Und das ist auch genau so gemeint! In kurz wird geschaut, wie lange die westliche Kirche in bestimmten Laendern aktiv war und wie sehr dies die Psychology der Menschen bis heute beeinflusst. Und die historischen Daten enden mit der Reformation, also dem Ende des Mittelalters, waehrend die psychologischen Daten natuerlicherweise aus unserer Zeit stammen. Krass wa!

Dabei sind drei Einsichten besonders wichtig. Zunaechst ist da die Tatsache, dass gesellschaftliche Institutionen (Politik, Handel, Schule, Krankenpflege etc. pp.) welche auf der „Verwandtschaft“ (im genetischen Sinne) beruhen, die fundamentalsten aller menschlichen Instituationen sind. Das ist so wichtig, denn diese …

[…] have long been the primary framework for organizing social life in most societies […].

Genauer ist darunter das Folgende zu verstehen:

[t]hese institutions are composed of culturally transmitted norms that influence a broad range of social relationships by endowing individuals with sets of obligations and privileges with respect to their communities […].

Ein ganz konkretes Beispiel waeren bspw. das Verheiraten mit Cousinen, damit Geld und Macht in der Familie bleiben. Oder anders:

By constructing denser, tighter, and more interdependent social networks, these kin-based institutions intensified ingroup loyalty, conformity, obedience to elders, and solidarity.

Dies wiederum …

[…] dramatically restructured people’s social environments […]

… und das soziale Habitat hat natuerlich eine Rueckkopplungsschleife auf die Psyche der Mitglieder dieses Habitats. Und dies ist dann auch schon die zweite Einsicht, naemlich inwiefern …

[…] aspects of our cognition, emotions, perceptions, thinking styles, and motivations adapt […] to the normative demands, reputational incentives, and values of the interdependent social networks threaded together by kin-based institutions […].

Krass wa! Jedes Einzelne der hier aufgezaehlten Wørter (bzw. den dahinter stehenden Interessengebieten) kønnte vermutlich den Stoff fuer mehrere Doktorarbeiten liefern. Dieser „wahnwitzige“ Versuch all dies unter einen Hut zu bringen ist uebrigens einer der Gruende, warum ich den Artikel so spannend fand … obwohl der Text selbst langweilig zu lesen war.

Mit Bezug auf Ersterem bedeutet dies, dass …

[…] within intensive kin-based institutions, people’s psychological processes adapt to the collectivistic demands and the dense social networks in which they are enmeshed […].

Und das fuehrt dann zu psychologischen Merkmalen die kontraer zu denjenigen sind welche oben als Erkennungsmerkmal der Menschen in WEIRD Laendern herausgestellt wurden:

[t]hese [kin-ship based] institutions, thus, incentivize the cultivation of greater conformity, obedience, nepotism, deference to elders, holisticr elational awareness, and in-group loyalty but discourage individualism, independence, and
analytical thinking.

Und der Grund dafuer ist die interpersonelle Einbettung eines jeden Individuums, denn die Adaptierung der Psyche an diesen Umstand …

[…] reduces people’s inclinations toward impartiality, universal (nonrelational) moral principles, and impersonal trust, fairness, and cooperation; these institutions instead foster a contextually sensitive morality rooted in in-group loyalty.

Die dritte Einsicht ist dann der Einfluss von Religionen auf verwandschaftsbasierte gesellschaftliche Institutionen. In Persien bspw. …

[…] Zoroastrians glorified the marriage of close relatives, including siblings, and encouraged widespread cousin marriage.

Der Islam …

[…] curbed polygynous marriage (limiting a man to no more than four wives) but also adopted inheritance customs that promoted a nearly unique form of cousin marriage in which a daughter marries her father’s brother’s son […].

Und hier kommt dann die westliche Kirche ins Spiel:

[b]eginning in Late Antiquity, the branch of Christianity that eventually evolved into the Roman Catholic Church […] systematically undermined Europe’s intensive kin-based institutions through a combination of religious prohibitions and prescriptions […].

Haeh? … Naja, ganz konkret bedeutet dieser Satz, dass die westliche Kirche all das verboten hat, auf dem die gesellschaftlichen Institutionen der Kulturen des antiken Europas (und anderer Agrargesellschaften der damaligen Zeit) beruhten:

[…] patrilineal clans, kindreds, cousin marriage, polygyny, ancestor worship, and corporate ownership […].

Und hier wird das _westliche_ ganz wichtig, denn …

[…] the branch of Christianity based in Constantinople that eventually evolved into the Orthodox Church […] never endorsed the Western Church’s broad taboos on cousin marriage, was slow to adopt many policies, and was unenthusiastic about enforcement.

Die Analyse der konkreten Daten legt dann das Folgende dar. Je laenger eine Gesellschaft unter dem Einfluss der westlichen Kirche war, desto offener, selbststaendiger, freiheitsliebender, etc. pp. sind die Menschen heute. Bzw. anders herum. Je kuerzer der Einfluss der westlichen Kirche war, desto mehr Angst haben heute die Menschen in diesen Regionen vor Fremden und Neuem und desto mehr folgen sie Authoritaetsfiguren.

Und das interessante ist der lineare Zusammenhang. Ein paar Jahrhunderte mehr mit dem was spaeter dann die katholische Kirche wurde und desto besser sind die Menschen. Und ich sage hier bewusst besser, denn aus unserem meinem eigenen Bezugsrahmen werte ich die obigen Eigenschaften als Gut.

Im Konkreten ist selbstverstaendlich zu bedenken, dass es sich hierbei um soziale/historische/psychologische Daten handelt und diese „wackeln“ natuerlicherweise ziemlich dolle um die Trendlinie. Wenn man sich nur ein Land oder nur eine Person anschaut, dann muss man den Einzelfall separat bewerten. Aber in der Masse ist der Trend ganz klar zu sehen!

Ich fasse all dies kurz zusammen: die Menschheit hatte sich so entwickelt, dass die Institutionen ihrer Gesellschaften (vor allem) auf Verwandtschaftsverhaeltnissen beruhten. Dies beeinflusst(e nachhaltig) die Psyche der Menschen in diesen Gesellschaften. Dann kam die Religion die wir heute „katholische Kirche“ nennen und hat das Fundament dieser Institutionen — das Verheiraten (mehr oder minder) naher Verwandter — verboten. Und deswegen sind wir so individuelle, aufgeschlossene, selbststaendig denkende, freiheitsliebende Menschen!

Ich schreibe jetzt mal meine Reaktion: ACH … DU … FUCKING (!) … MEINE … FRESSE! Ausgerechnet (!) die katholische (!) Kirche! … NICHT die Reformation! Nein, nein! Die katholische (!) Kirche ist der Grund warum die Gesellschaft in der ich lebe (im Vergleich und im Allgemeinen) so moderne Vorstellungen hat!

DAS war mal ’ne krasse Erkenntnis. Aber wenn ich mal drueber Nachdenke, dann passt das genau hiermit zusammen.

Und das was daraus folgt ist ganz ganz super dolle wichtig und (leider?) total postmodern. Ich druecke es polemisch aus:

1.: der Islam gehørt zur westlichen Kultur, eben weil unsere Kultur intrinsisch so offen ist und intrinsisch andere Sachen aufnimmt!
2.: der Islam gehørt nicht zur westlichen Kultur, eben weil er das was unsere Kultur macht intrinsisch NICHT macht.

Das ist Beides nicht falsch und Beides bekommen wir nicht unter einen Hut. Nun kønnte man ja denken, dass dies ganz furchtbar ist, und dass nationale Idioten das als „wissenschaftliche Grundlage“ fuer ihren Quatsch hernehmen kønnten. Aber nein, aber nein, es wird naemlich noch besser. Denn diese wissenschaftliche Grundlage zeigt ja ganz eindeutig, dass die (christlich, katholisch) westliche Lebensweise FUNDAMENTAL durch Offenheit etc. gepraegt ist. Somit sind besagte Idioten mit ihren abstrusen Weltvorstellungen dem Islam naeher als ihren den Kulturen die sie fuer ihre „Eigenen“ halten! Mit uns „guten Christen“ und unseren ueber tausendjaehrigen Traditionen haben die also ueberhaupt nichts zu tun!

Science! It works!

Zum Abschluss noch dies: wenn man mal drueber nachdenkt, dann bedeutet das vermutlich auch, dass diese guten Eigenschaften auch genetische Ursachen haben. Dass das also mitnichten alles nur Erziehung ist. Denn Leute die in der (damals) neuen Gesellschaft ohne verwandtschaftsbasierte Institutionen besser klargekommen sind, waren erfolgreicher und haben sich vermutlich auch mehr fortgepflanzt. Und das ist natuerlich super, denn es bedeutet, dass uns Offenheit und so „im Blute“ liegt und auf laengere Sicht nicht ausgetrieben werden kann. Das macht Mut fuer die weite Zukunft :)
Ich denke aber NICHT, dass man das nachweisen kann. Das ist mit Sicherheit nicht nur ein einziges Gen und spielt zusammen mit tausend anderen Dingen, darunter auch die jeweils gegebene (regionale) Gesellschaft und andere soziale und gesellschaftliche Umstaende. Aber spannend ist das trotzdem :)

Ach so! Katholik werde ich deswegen trotzdem nicht :)

Nach dem Desaster von neulich hatte ich pløtzlich das dringende Beduerfnis alle weiszen Zwerge die Rekorde halten so schnell wie møglich zu besuchen, damit diese Gefahrenquelle beseitigt ist. Also schaute ich mir mal an wo die so liegen und hier ist die Uebersicht:

Quelle, Lizenz: unbekannt. Die galaktische (Hintergrund) Karte wurde angefertigt von CMDR Finwen und CMDR Corbin Moran, kuenstlerische Beschriftung der Regionen und Platzierung der Koordinatengitter durch CMDR Corbin Moran mit Namen vom Galactic Mapping Project. Punkte von Interesse wurden von mir hinzu gefuegt. Ebenso ist die hier zu sehende Karte aus technischen Gruenden von mir verkleinert worden. Das Original (ohne meine Hinzufuegungen und in korrekter Grøsze) kann unter dem angegebenen Quellen-Link gefunden werden.

Die roten Punkte sind wie vormals „normale“ Rekorde. Die drei blauen Punkte sind Zentren menschlicher Aktivitaet (Sol, Colonia und Explorers Anchorage). Die gruenen Punkte sind Deep Space Auszenposten. Dabei handelt es sich entweder um planetare Basen (so wie hier bspw. auf Merkur) oder um ausgehøhlte Asteroiden (so wie bspw. hier). Von Interesse sind die aqua Punkte, denn bei denen handelt es sich um besagte weisze Zwerge.

Und hiermit rufe ich nun Operation WEISZER ZWERG aus! Ziel: der Besuch møglichst vieler weiszer Zerge in kurzer Zeit, damit ich das endlich hinter mir habe. Wenn was anderes Interessantes auf dem Weg liegt, dann werde ich mir das auch anschauen. Aber eigentlich ist der Plan, dass ich in einer mehr oder weniger direkten Linie von einem aqua Punkt zum naechsten fliege.

Soweit dazu. Nun ist es aber so, dass diese Dinger nicht nur sehr gefaehrlich, sondern auch eher langweilig, da immer gleich aussehend, sind. Deswegen werde ich hier nicht nur ein einziges Mal einen kleinen Teil der Resultate berichten. Das sieht so aus:

Hier sind die entsprechenden Daten dazu (die hier genannten Rekorde gelten natuerlich nur fuer die jeweilige weiszer-Zwerg-Unterkategorie):

Name: Eol Prou PX-U e2-804 B
Unterkategorie: DBV
Rekord: Entfernung zum Ankunftspunkt im System (am kuerzesten)
Wert: 3 ls
Bemerkung: Bei der Ankunft bekam ich erstmal einen riesigen Schreck, da ich direkt durch den Jet gesprungen bin!
Bild: Reihe 1, Spalte 1

Name: Eol Prou JG-Y e29 B
Unterkategorie: DAZ
Rekord 1: Entfernung zum Ankunftspunkt im System (am laengsten)
Wert: 336,780 ls
Rekord 2: grosze Halbachse (am greøszten)
Wert: 84,015,700,377,688.81 m or ca. 561.61 au
Rekord 3: orbitaler Umfang (am grøszten)
Wert: 527,760,534,441,308.9 m
Bild: Reihe 1, Spalte 2

Name: Spoihaae XP-V d3-208 A
Unterkategorie: DAZ
Rekord: orbital Exzentrizitaet (am grøszten … natuerlich)
Wert: 0.5443509817123413
Bild: Reihe 1, Spalte 3

Name: Eol Prou AW-E d11-315 A
Unterkategorie: DAB
Rekord: Geschwindigkeit in Apoapsis (am langsamsten)
Wert: 72.65540391825641 m/s oder ca. 261.56 km/h
Bild: Reihe 2, Spalte 1

Name: Dryooe Prou OX-U d2-44 A
Unterkategorie: D (ja, nur ein Buchstabe)
Rekord: orbitale Exzentrizitaet (am grøszten)
Wert: 0.621141
Note: Mhmmmm … bei dieser Unterkategorie scheint es sich um einen Fehler in den Daten zu handeln. Denn als ich ankam, zeiget eine naehere Untersuchung, dass es sich hierbei eigentlich um einen weiszen Zwerg vom Typ DC handelt.
Bild: Reihe 2, Spalte 2

Name: Pha Scroi IL-X d1-80 A
Unterkategorie: DAV
Rekord: absolute Helligkeit (am schwaechsten)
Wert: 7.39711
Bild: Reihe 2, Spalte 3

Name: Phrae Flyou AA-A h1 2
Unterkategorie: DAZ
Rekord: Neigung der Rotationsachse (am grøszten)
Wert: 23.216077971360885 Grad
Note: Das ist ein ganz schøn kleiner „am-grøszten-Rekord“. Liegt bestimmt daran, dass nicht so vielke weisze Zwerge dieses Typs gefunden wurden bisher. Dieser Rekordhalter hat auch einen riesigen Ring. Dieser ist fast unsichtbar fuehrte aber zu einem automatischen Notstop weil ich in dessen Gravitationstopf geriet … Ich dachte ich muss schon wieder Hilfe herbeirufen … aber ich war nur im Ring, nicht im Jet und alles war gut :)
Bild: Reihe 3, Spalte 1

Name: Ogairr XM-H d11-28
Unterkategorie: DBV
Rekord: Alter (am juengsten)
Wert: 4,864 Million years
Bild: Reihe 3, Spalte 2

Name: Eorgh Prou VY-S e3-184 B
Unterkategorie: D
Rekord: absolute Helligkeit (am schwaechsten)
Wert: 15.93924
Bild: Reihe 3, Spalte 3
Bemerkung: Dieser „D“ weisze Zwerg war dann auch eigentlich wieder vom Typ DC. Deswegen nehme ich an, dass es sich dabei um einen weiteren Fehler in den Daten handelt und werde diese Unterkategorie nicht weiter auf meiner Reise mit einbeziehen.

Wie gesagt, dies ist auf die Dauer doch sehr sehr langweilig und deswegen werde ich meine Besuche zu diesen Sternenleichen hier nicht weiter dokumentieren.

… meine ich nicht sowas hier:

Denn dies ist nur eine Ampel, die eine menschenaehnliche Form hat.

Das bedeutet nicht, dass ich damit die Nuetzlichkeit dieser ganz speziellen Apparaturen in Frage stelle. Im Wikipediaartikel wo ich das Bild her habe steht dazu etwas mehr.
Ganz unabhaengig von der Roboterthematik lohnt es sich den mal zu lesen. Als Negativbeispiel! Nur mal schnell ueberflogen scheint es sich um einen ganz normalen Artikel (wenn inhaltlich und sprachlich auch eher duenn) zu handeln. Aber wenn man sich das mal genauer durchliest, ist das voll die Lobeshymne auf diese Frau, welche die Ampeln designed hat. Die beiden Hinweise …

This article may be written from a fan’s point of view, rather than a neutral point of view.
This article reads like a press release or a news article or is largely based on routine coverage or sensationalism.

… sind sehr berechtigt.

So, das ist also dieses beruehmte auf-wikipedia-kann-man-sich-nicht-verlassen-Dingens. Wenn man die Qualitaet und Fuelle der ueberwiegenden Mehrheit der Artikel in Betracht zieht, dann halte ich das aus. Und ehrlich gesagt ist mir das lieber als bspw. all die Probleme die mit dem Schulsponsoring kommen.

Aber eigentlich wollte ich nur mal drauf aufmerksamn machen, dass nicht ueberall wo „Roboter“ dran steht auch wirklich _Roboter_ drin ist.

Das Desaster, uber welches ich in meinem letzten Report berichtete, haelt mich nicht von meiner Mission ab. Deswegen flog ich von Explorers Anchorage (wo mich die Rettungsmannschaft hin abschleppte) direkt zu Eoch Pruae AA-A g342 27. Auf dem Weg dorthin fand ich ELW’s #74 und #75 und … *trommelwirbel* … Ammoniakwelt #100 und #101 … YEAH! Hier sind die Perlen:

Wieauchimmer, mein eigentliches Ziel war der oben genannte T Tauri Stern denn dieser haelt den Rekord (in dieser Sternenklasse) fuer die grøszte Entfernung vom Ankunftspunkt im System. Ganze 1,477,845 Lichtsekunden (ja, das sind 1 1/2 Millionen!) musste ich fliegen um dort anzukommen. Ich bin ziemlich sicher, dass ich der erste war, der das getan hat.
Desweiteren haelt dieser junge Stern auch den Rekord fuer die laengst grosze Halbachse mit 443,782,828,937,334.5 m oder ca. 2,966.50 au und damit folgt auch der Rekord fuer den grøszten orbitalen Umfang mit 2,788,364,355,186,355.0 m.

Die lange Flugzeit macht mir nix aus, denn solche Dinge sind ja der Grund fuer meine Reise :) .

Aber das ist noch alles! Das System an sich ist schøn anzuschauen. Fast alles was es hier zu finden gibt liegt auf einer Linie:

Und ganz am Ende findet sich der Rekordhalter …

… der mit Kassiopeia um die Wette strahlt :) .

AAAAGHAGRHAGRHAGHRGAHGRHAGRHAGRHAGRHAGRHAGRHAGRHAGRHAGR!!!!!!

Diese dummen weiszen Zwerge kotzen mich sowas von an!

Ich war schon fast bei der naechsten Station um mal wieder frisches Obst zu essen und ein Glas Milch zu trinken und da gerate ich doch falsch herum in den relativistischen Teilchenjet eines weiszen Zwergs. Da in diesen Jets die Steuerung versagt ist man Newtons erstem Gesetz gnadenlos unterworfen. Und da ich falsch rum in den Jet geriet, flog ich auf den weiszen Zwerg selber direkt drauf zu und wurde kurz vor dem Crash aus dem Hyperraum geworfen … mitten rein in besagten Jet.
Das ist immer eine Gefahr, wenn man versucht die Sprungreichweite zu vergrøszern indem man … *mumble mumble technobabble* … im Wesentlichen also den Jumpdrive in den relativistischen Teilchenjets auflaedt. Bei Neutronensternen sind die Jets sehr lang und fuehren weit vom toten Stern weg. Da kann man diesen Aufladeprozess also in (relativ) sicherer Entfernung vornehmen. Bei weiszen Zwergen aber sind die eher kurz. Und das wurde mir bei Eoch Pruae GR-N d6-1552 A zum Verhaegnis.
Lange Rede kurzer Sinn, mein Schiff wurde superkrass schwer beschaedigt. Als mein Cockpitfenster kaputt ging, schaltete Kassiopeia zum Glueck automatisch auf Notsauerstoffversorgung um. Wenigstens konnte ich ein SOS absetzen bevor auch die Kommunikationseinheit kaputt ging. Dann musste ich „nur“ noch auf meine Retter warten, die mein Schiff und mich zum naechsten sicheren Hafen schleppten. Das ging gerade nochmal gut.

Was hatte ich da ueberhaupt zu suchen? Nun ja, das war der White Dwarf (murder) Star mit der laengsten orbitalen Periode (1,372,010,577,920.0 s oder ca. 43,506 Jahre) und der langsamsten Geschwindigkeit in Apoapsis (nur 41.73135825815097 m/s oder ca. 150.23 km/h).

Und hier ist der (ehemalige) Stern, der mich beinahe umgebracht haette:

Das Bild machte ich natuerlich vor der Katastrophe.

Ich muss mir mal was ueberlegen wie ich der Gefahr die diese garstigen Biester bedeuten, mindern kann. Denn es noch so einige von denen sind Rekordhalten.

… ist sie nun bald:

Aber ein bisschen muesst ihr, meine lieben Leserinnen und Leser euch noch gedulden, bevor dieses Modell in voller Pracht praesentiert wird :)

So sieht die Galaxis von ganz oben aus:

Ich musste rauszoomen, damit Dryee Free AA-A h4 zusammen mit der Galaxis und der wahren Leere jenseit derselbigen auf’s Bild zu bekommen … deswegen die Verzerrung am Bildrand.

Nun ja, der Stern an sich ist nicht von besonderem Interesse. Ganz im Gegensatz zum dazugehørigen System (mit dem selben Namen). Denn dieses ist das høchste System der Galaxis, welches mit der derzeitigen Technologie erreicht werden kann UND von wo man es auch wieder aus eigenen Kraeften zurueck schafft. Vor mir waren erst fuenf andere Piloten hier.
Es gibt ein paar Systeme die høher liegen, und es haben uns Berichte von Piloten erreicht, die dort waren. Ein wohlberechneter Neutronenstern-geboosteter Sprung erlaubt dies. Aber aufgrund der sehr geringen Sternendichte hier oben kamen besagte Piloten nicht mehr von dort weg. Der naechst tieferliegende Stern war zu weit entfernt fuer einen normalen Sprung und weil das Zielsystem keinen Neutronenstern besasz, handelt es sich dorthin um eine Einbahnstrasze.

Wieauchimmer, hierher schafft man es nur mit einem ziemlich aufgemotzten, auf Sprungreichweite optimiertes, Schiff. Derartige Schiffe werden Exploracondas genannt und nach dem Trip um die Galaxis hatte ich auch genug Erfahrung, die Expertise etlicher Ingenieure derart zu nutzen, sodass meine Kassiopeia endlich die Voraussetzungen erfuellt um hierher zu kommen.
Ihre Sprungreichweite ist mit einem vollen Tank ein bisschen mehr als 78.5 Lichtjahre. Wenn ich gerade noch genuegend Treibstoff fuer genau einen Sprung habe, ist ihre Masse geringer und sie kann weiter springen. Fuege ich dann noch gewisse Premium-Chemikalien in den Tank, welche die die Sprungreichweite verdoppeln, so kann ich in einem Sprung 163.64 Lichtjahre ueberwinden. Das ist wichtig fuer spaeter.
Trotz dadurch høherer Masse wollte ich auf gewisse Annehmlichkeiten nicht verzichten. Deswegen ist Kassiopeia mit einem kleinen Schild und einem SRV ausgestattet. Das tut in diesem Fall aber nichts zur Sache. Wichtig hingegen ist, dass sie auch eine Railgun mit sich fuehrt. Diese wurde derart manipuliert, dass sie nicht mit normaler Munition schieszt, sondern mit Treibstoff. Das ist auch wichtig fuer spaeter.

Soweit die technischen Einzelheiten.

Unbekuemmert machte ich mich auf den Weg hierher. Das letzte System welches ohne Neutronenstern geboosteten Sprung zu erreichen ist, ist Dryee Free LM-W f1-21. Es hat einen Neutronstern nur ca. 900 ls vom Ankunftspunkt entfernt. Ich wusste, dass ich es bis dorhin zurueck schaffen werde. Denn das naechsthøhere System ist weniger als 163.64 Lichtjahre entfernt. Aber gerade so! Und deswegen wusste ich auch, dass ich es NICHT mit einem vollen Tank zurueck schaffen werde. Und an dieser Stelle machte ich auf dem Hinweg einen Fehler. Ich nahm an, dass dieses System einen Stern hat, an dem ich „tanken“ kann. Denn das ist urst wichtig. Es nuetzt ja nichts, wenn ich es bis hierher schaffe, aber dann nicht weiter komme, weil mein Tank komplett leer ist. … Ich nehme mal vorweg, dass dieses System KEINEN Stern hat an dem ich auftanken kann! Das machte die Rueckreise sehr nervenaufreibend.

Jedenfalls wusste ich all dies auf dem Hinweg nicht und machte unbekuemmert den Sprung direkt zum Zielsystem.

Nun war ich da und genosz den Ausblick. … … … Und dann kam die Zeit wieder zurueck zu kehren.

Ich wusste, dass ich zunaechst zu Dryee Free AA-A h2 jumpen muss um dann mit (fast) leerem Tank, und einen mittels Chemikalien verbesserten Sprungs, zu Dryee Free FG-Y g1 zu gelangen.
Ersteres ist ein System mit zwei schwarzen Løchern. Und gluecklicherweise schaute ich vor dem Sprung zu Letzterem nach was ich danach machen muss. Und da bemerkte ich meinen Fehler! … … … „AAAAAAGRHGAHRGAHGR!!!! Dryee Free LM-W f1-21 hat KEINEN Stern an dem ich auftanken kann! … … … Aber ich kann dort NUR hingelangen, wenn ich mit leerem Tank (und mehr Chemikalien) springe!

Pløtzlich fand ich mich also in einer Bredouille!
Diese ruehrte allerdings daher, dass ich dachte, dass mein Tank gerade genug Treibstoff haben darf fuer den einen Sprung. Ich wusste, dass ich es von dort dann mit weniger Treibstoff als gewøhnlich weiter komme, da Dryee Free LM-W f1-21 einen Neutronsenstern hat. Aber in diesem Augenblick dachte ich noch, dass ich dort mit komplett leerem Tank ankomme und war sicher, dass ich in besagtem System stranden werde.

Missmutig fand ich mich damit ab, dass ich wohl die Fuel Rats rufen muss, damit die mich hier drauszen nochmal auftanken. Ich bin mir sicher sie haetten mir geholfen. Aber fuer mich persønlich waere das so beschaemend gewesen. … Also? Was war zu tun?

Zu dem Zeitpunkt erinnerte ich mich daran, dass sich die Sprungreichweite bereits erhøht, wenn man nur einen Teil des Treibstoffs verbraucht. Ist ja klar! Weniger Masse bedeutet laengere Sprungreichweiter und das ist eine kontinuierliche Funktion! Ich hatte das schon hunderte, wenn nicht sogar tausende Male zuvor gesehen. Aber da es nie von Bedeutung war, ist mir dieses Wissen wohl kurzzeitig „entfallen“. Bis zu dem Augenlick, wo es mir wieder einfiel :) … und an der Stelle war ich sehr sehr sehr sehr sehr sehr froh, dass ich die Railgun mitgenommen hatte.

Ich øffnete also die Klappe hinter der sich diese befand und begann in die Leere zu feuern. Das verbrauchte Treibstoff aber nur sehr sehr sehr sehr langsam. Also entschied ich mich ein paar Mal zwischen Dryee Free AA-A h2 und Dryee Free AA-A h4. hin und her zu springen. Das erhøhte den Treibstoffverbrauch, wenn auch nicht viel, da die Distanz zwischen diesen beiden System nur ca. 33 ly betraegt.

Als die Tankanzeige auf ca. 2/3 voll stand, sah ich auf der Anzeige, dass meine Sprungreichweite genug war um Dryee Free LM-W f1-21 zu erreichen … UND noch Treibstoff fuer den naechsten Sprung uebrig zu haben! … JIPPIE!!!

Ich machte also den Sprung zu Dryee Free FG-Y g1 und entschied mich am dortigen Stern den Tank nochmal etwas aufzufuellen. Gerade so viel, sodass meine Masse gering genug fuer den entscheidenden Sprung zum schicksalhaften Dryee Free LM-W f1-21 System war.
Nun ja, mein „Tankruessel“ saugt so krass schnell den Wasserstoff vom Stern ab, dass „langsam“ tanken etwas schwierig ist. Deswegen flog ich sehr vorsichtig an den Hauptstern von Dryee Free FG-Y g1 und stoppte sobald der Tankvorgang startete. Dann bewegte ich mich vom Stern weg, bis das Tanken langsam genug war. Je weiter man vom Stern weg ist, um so langsamer nimmt man Wasserstoff auf; ist ja logisch. Dann starrte ich auf die Anzeige wie meine Sprungreichweite langsam weniger wurde. … Whoopsi … das war ein bisschen zu viel Treibstoff … also schnell weg vom Stern um nicht noch mehr zu tanken … Release the Kraken Rail Gun! … Ich feuerte ein paar Schuesse und schaute nach jedem zweiten Schuss, ob ich den wichtigen naechsten Sprung schaffen kann … Sobald die Anzeige auf 159.47 ly sprang hørte ich auf zu schieszen … kippte die Chemikalien in den Tank … sprang zu Dryee Free LM-W f1-21 … flog so schnell wie es ging zum dotigen Neutronenstern … gab Dryee Free YJ-R e4-6 in den Computer ein … sprang nochmals … … …

… … … und ENDLICH! Ich hatte es von ganz allein herunter geschafft vom Dach der Galaxis!

Meine Pilotenkarriere spannt sich ueber hundertausende von Lichtjahren, aber dies war eins der besten Erlebnisse das ich bisher hatte!

Ich war bei Kyloaln XP-P e5-5141 B, …

… dem S-type Stern, der am naechsten zum Ankunftspunkt im entsprechenden System ist, ohne der Gravitations-Anker fuer den Jumpdrive zu sein. Dieser Stern ist nur 103 ls von besagtem Ankunftspunkt, einem schwarzen Loch, entfernt.

Und zum Abschluss dieser Miniserie gibt Scheau Flyi UT-Z d6921 1 einen guten Eindruck davon, wie wenig Leuchtkraft Y (Brown dwarf) Sterne haben. Denn mit einer absoluten Helligkeit von 17.429306 ist dies zwar der Hellste von allen bisher Bekannten, aber das ist nicht wirklich hell. Entsprechend stammen die Schatten auf diesem Bild eines ungewøhnlichen „Sternen“aufgangs …

… auch nicht vom Rekordhalter (um den der Planet auf dem ich landete seine Bahn zieht), sondern vom mehr als zweitausend Lichtsekunden entfernten Mutterstern des Systems.

Als naechster Rekordstern in dieser Miniserie folgt Myumbe AA-A h323 C. Dies ist der A (Blue-White super giant) Stern mit der laengsten Halbachse von 107,701,983,530,859.69 m oder ca. 719.94 au. Wie so oft fuehrt dieser Rekord zu einem weiteren Rekord, naemlich dem grøszten Umfang des Orbits, fuer diesen Sternentyp, welcher 666,606,721,326,281.5 betraegt.
Dieser Stern befindet sich in einem System mit einem Super Giant. Dieser ist aber von einem anderen Typ und kann in diesem Bild nicht gesehen werden:

Kein Stern, aber auch von mir entdeckt — ELW #73: