Archive for Dezember, 2020

Ich brauche (mal wieder) ein paar Materialien um mein Raumschiff weiter zu verbessern. Die Empfehlung anderer Piloten war: „Kauf das blosz nicht im Laden! Inaktive, im Weltraum treibende, verlassene Schiffe haben manchmal genau das was du suchst.“

Also schaute ich mal nach inaktiven, im Weltraum treibenden, verlassenen Schiffen. Und … naja … Truemmerfelder vergangener Kaempfe zaehlen auch dazu.

Hier suche ich zwischen den Resten eines zerschossenen Schiffes:

Und hier war der Kampf noch gar nicht so lange her:

Und das ist dann auch das gefaehrliche bei dieser Aktivitaet. Manchmal sind solche Schauplaetze die „Køder“ fuer Piraten. Deswegen mache ich mich immer schnell aus dem Staub, wenn aktive Signale auf meinem Radar auftauchen.

Ich besuchte mehrere Planeten, weil ich noch mehr Materialien fuer Verbesserungen meiner Schiffe brauchte. Auf einem dieser Planeten waren ein paar geologisch interessante Schlote in der Naehe und ich machte eine Pause mit Lagerfeuerstimmung :)

Solch unerwartete Momente, weit ab jedweder Zivilisation, sind es, weswegen ich die langen Reisen immer wieder auf mich nehme :) .

Weihnachtsbeitrag! … Und nur fuer den Fall der Faelle: Spoilerwarnung!

Game of Thrones (GoT) wird im Allgemeinen als wegweisend angesehen bzgl. der Møglichkeiten des periodischen, visuellen Erzaehlens.
Andererseits ist die Mehrzahl der Zuschauer auch der Meinung, dass die abschlieszenden Episoden eine „Shitshow“ sind:

Dem gegenueber meine ich, dass alle Episoden in allen Staffeln dem Geiste wofuer GoT _eigentlich_ (!) steht, treu bleibt und deswegen richtig gut ist. Und dies gilt insbesondere fuer die abschlieszenden Geschichten.

Bevor ich dies naeher erlaeutere zwei wichtige Anmerkungen.
Zum Einen bin ich in einer Sache mit „den Leuten“ vollkommen einig. Die vielen raffinierten Handlungsstraenge, Geschichten und Charakterentwicklungen der ersten Staffeln werden „mit Fueszen getreten“ in den letzten beiden Staffeln. Eigentlich faengt das bereits in Staffel 6 an.
Dies gilt auch fuer die „Ausfuehrung“ — Einbringung von verschiedenen Charakteren und deren Geschichten, „Geschwindigkeit“ und der „Ton“ des Erzaehlens, solch „Produktionskram“ halt.
Zum Zweiten meine ich aber auch, dass die Produktion sicherlich mit der Tatsache konfrontiert war, dass die Involvierten nach 8 Jahren einfach keine Lust mehr hatten und sich anderen Projekten widmen wollten. Das ganze Projekt musste also endlich abgeschlossen werden.
Hinzu kamen natuerlich die uebersteigerten Erwartungen der sogenannten „Fans“ und dass es kein Originalmaterial (in Form von Buechern) mehr gab.

Was ich damit sagen will: ich stimme der (objektiven) Kritik an den letzten Staffeln zu, sehe aber auch, warum es zu einem Qualitaetsverlust kam.

So, nun aber zum eigentlichen (viel interessanteren) Thema dieses Beitrags :) .

Mein Hauptargument ist das Folgende: Køniginnen und Kønige und all diese anderen Adligen haben durchaus interessantere Geschichten als ’n Bauer oder Zimmermann. Deswegen „folgen“ Geschichten der Fantasy eher Ersteren. In der Science Fiction ist dies im Allgemeinen umgekehrt (einzige Ausnahme die mir spontan einfaellt: Star Wars).
Jedenfalls sind dadurch die „Konsumenten“ viel besser bekannt mit den adligen Figuren und wuenschen deshalb, dass diesen nichts passiert. Auszer natuerlich, wenn die Figuren als Drecksaecke oder Zimtzicken beschrieben werden. Dann verdienen sie unsere Sympathie nicht und es kuemmert uns auch nicht, was Ihnen zugestoszen ist, dass sie dieses Verhalten entwickelt haben!

Wieauchimmer, die normalen Menschen verlieren in diesen Geschichten immer — ihr Leben, ihr Essen, ihre Kinder, ihren Kartoffelacker, ihr Geld, etc. pp. Und je grøszer der Erfolg und Ruhm der Adligen (bspw. auf dem Schlachtfeld), desto verheerender die Auswirkungen fuer alle Anderen.
Nur dies ist meistens NICHT Teil der erzaehlten Geschichten.

Und dann war dann kam GoT.  Und da war pløtzlich das oben Angesprochene integraler Bestandteil der Geschichten. Natuerlich nicht im „Vordergrund“ (dann wuerde sich dafuer ja niemand interessieren) aber wichtige Charaktere repraesentieren genau diesen Aspekt. Als Beispiel nenne ich Hodors Geschichte, oder die des Hound und oft die Geschichten anderer (weniger prominenter) Leute (bswp. die zwei Kinder die von Theon getøtet werden).
Und insb. der Hound spricht das natuerlich auch ganz konkret immer wieder an und gibt es als Grund warum er so ist, wie er ist.

Und meiner Meinung nach ist genau DIESER Aspekt das, was GoT _eigentlich_ erzaehlen will … aber ich greife vor.

GoT zeigt in allen Staffeln, dass die Reichen und Maechtigen ihre Macht und Reichtum nur fuer ihren persønlichen Vorteil benutzen.
Selbst Tyrion macht dies (wenn auch in deutlich geringerem Umfang verglichen mit den Anderen) ohne einen Gedanken daran zu verschwenden wo sein Reichtum _eigentlich_ herkommt. Denn dieser kommt NICHT von seinem „Haus“, oder seinem Vater, sondern von den armen Bauern welche die besagten Reichtuemer erarbeitet haben.
Ich gebe zu, dass dies fuer seinen Charakter und seine Entwicklung wichtig ist. Er sieht normale Leute wenigstens als Menschen und steht Ihnen nicht absolut gleichgueltig gegenueber. Das macht ihm im Vergleich mit den meisten anderen Protagonisten zu einem guten (im moralischen Sinne) Menschen. Aber eben nur im Vergleich und wir vergleichen hier mit machthungrigen Arschløchern.

Erst Varys macht Tyrion direkt auf die Leiden der normalen Menschen aufmerksam und dass etwas getan werden muss gegen das „Spiel der Reichen und Maechtigen“.
Dies ist dann auch eine andere (urspruengliche) Staerke von GoT. Als Charakter in einer erfundenen Geschichte ist Tyrions Wandel sehr glaubhaft. Denn auch wenn er kein kompletter Paria war, so war er doch auch nicht vollstaendig integriert in die „reiche Gesellschaft“ (ganz im Gegensatz zu seiner Schwester). Alles natuerlich aufgrund seiner Grøsze.

Neben Tyrion sind da andere, (einigermaszen) reiche und (einigermaszen) maechtige Figuren, welche versuchen normalen Menschen zu helfen. Ich denke hier bspw. an Sam und Bran … und ich schliesze hiervon mit Bestimmtheit Daenerys aus! Denn wenn man ihr Verhalten beobachtet, dann kann man ab der ersten Staffel sehen, wo das hinfuehren wird.
Andere Figuren sind „neureich“ (bspw. Bronn oder Varys) und man kann „fuehlen“ dass diese die „Altreichen“ verachten. Der Grund liegt darin, dass sie nicht vergessen haben, wo sie urspruenglich herkommen.
Bronn bspw. sagt sehr direkt, dass er nicht das „Spiel mitspielen“ will und einfach nur das gute Leben leben und genieszen will. Aber eine wirklich maechtige Person (Jamie) zwingt ihn dann doch weiter am „Game of Thrones“ teilzunehmen

Wieauchimmer, ich schwoff vom eigentlichen Thema ein bisschen ab … oder ach … vielmehr habe ich ein paar Beispiele gebracht, die mich zu dieser Meinung bzgl. GoT haben kommen lassen.
Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass das Ende von GoT in genau die gleiche, ja gar die selbe, Richtung geht. Fuer mich (der ich fast gar keine Fantasy lese) ist es das einzige Werk im Fantasy Genre, bei dem am Ende KEINE „guetige Kønigin weise ueber alle regiert“. Mit dem Rat um Tyrion sprieszt das zarte Pflaenzchen, hin zu mehr Selbstbestimmung der normalen Leute, vorsichtig aus dem Boden.

Und DESWEGEN ist GoT bis zum Ende so richtig gut … wobei ich zugebe, dass dies eher ein Meta-argument ist.

An dieser Stelle møchte ich auch nochmal sagen, dass ich die in GoT erzaehlten Geschichten voll interessant und faszinierend fand … trotz meiner Kritik, dass wir ja nur die Geschichten der Reichen und Maechtigen sehen.

Wieauchimmer, all diese Gedanken hatte ich schon vor einiger Zeit voll entwickelt. Neulich stolperte ich aber ueber einen Essay, in dem David Brin ueber genau das Gleiche schreibt, nur im Zusammenhang mit „Herr der Ringe“ (HdR).
So wie ich GoT findet er HdR voll toll; die Buecher und die Filme. Aber er argumentiert auch, warum die Geschichte antidemokratisch und fortschrittsfeindlich ist.

Er kann seine Argumente aber viel besser darlegen als ich die Meinigen und die selbigen kønnen (fast) eins-zu-eins auf GoT uebertragen werden … natuerlich mit dem wichtigen Unterschied, dass GoT das Gegenteil von HdR macht und den guetigen Kønig NICHT an die Macht kommen laeszt.

Und DAS ist ja eine gute Nachricht (ganz richtig fuer diese Zeit), dass populaere Kunst heutzutage so viel kann … wenn sie denn nur will :) .

Zut weiteren Optimierung meiner Schiffe brauchte ich (oder vielmehr der Ingenieur) ein paar Thargoidmodule. Nun kønnte ich ein paar Thargoidsonden abschieszen. Aber das wollte ich nicht. Also fragte ich ein paar andere Piloten und nach einer Weile hørte ich von einem Planeten in dessen Orbit vor einigen Jahren ein Kampf stattfand. Entsprechend sollten sich abgestuerzte Schiffe auf der Oberflaeche finden lassen.

Also flog ich da hin und tatsaechlich, ich fand eine aussichtsreiche Stelle. Das erste Wrack war aber eins von unseren:

Das sieht aus wie mein Chicken of Doom, aber ich denke, dass es sich hierbei um die Militaerversion, den Type-10 Defender, handelt.

Ganz in der Naehe fand ich eine Thargoidsonde … oder vielleicht auch nur ein Teil eines grøszeren Schiffes, ich kenn mich da nicht so aus:

Im Hintergrund ist eine abgestuerzte Anaconda zu sehen. Deswegen hatte ich den Eindruck, dass hier ein grøszeres Thargoidschiff von (mindestens) zwei von unseren bis auf die Oberflaeche verfolgt wurde. Das hier waren also mglw. nicht nur zufaellig aus dem Orbit abgestuerzte Schiffe. Entsprechend schaute ich weiter um und tatsaechlich, ich fand ein Thargoid Mutterschiff …

… oder … nun ja … vllt. kein Mutterschiff, wie gesagt, ich kenne mich da nicht aus, aber zumindest ein dickes Aliendings.

Das ganze Gebiet verursachte mir eine Gaensehaut. Ich suchte schnell nach dem Sensormodul das der Ingenieur brauchte und war froh, als ich wieder los konnte, zurueck zur Bubble.

William Golding’s Roman „Herr der Fliegen“ ist ja sehr bekannt.
Zur Auffrischung: eine Gruppe von Jungen erleidet Schiffbruch auf einer Insel. In Abwesenheit von Autoritaetspersonen tendieren die Jungs zu ihrem „angeborenen“ Charakter. Dies hat Gewalt und Verwilderung zur Folge, bis sie gerettet werden.

Dies machte natuerlich einen starken Eindruck auf die westliche Gesellschaft, so (relativ) kurz nach dem 2. Weltkrieg und allen dort erlebten Grausamkeiten.
Entsprechend nimmt dieses Buch — oder vielmehr dessen „Botschaft“ — eine wichtige Stellung im „kollektiven Gedaechtnis“ ein und inspirierte andere Werke die auf dieser (eher negativen) Idee aufbauen.
Die Resultate des Robbers Cave Experiments taten ihr uebriges, besagte negative Vorstellung der „angeborenen“ Eigenschaften der Menschen zu verstaerken.

Soweit zum Hintergrund. Neulich las ich nun einen Artikel (durchaus lesenswert, ist auch nicht lang), welcher mich darauf aufmerksam machte, dass die Bedingungen des Buches einmal tatsaechlich vorlagen.

Auf einer Insel Pazifik — ʻAta — strandeten 1965 sechs Jungs und saszen dort fest fuer 15 Monate. Trotz des nicht Vorhandensein jeglicher Autoritaet geschah das komplette Gegenteil von dem was in „Herr der Fliegen“ beschrieben ist. Die Jungs hielten zivilisatorische Handlungen (insb. Zusammenarbeit ohne Gewalt) aufrecht.
Dies entspricht eher den „romantischen“ Beschreibungen aus „The Coral Island“ und die Ironie dabei ist, dass „Herr der Fliegen“ Letzteres zum Teil ziemlich direkt als naiv „verspottet“.

Aber ehrlich gesagt … ich finde die Resultate des „Kontrollexperiments“ in der echten Welt viel toller. Die geben mir Hoffnung fuer den weiteren Weg der Menschheit als Ganzes :) .

Bevor der Sprungantrieb erfunden wurde machten sich ein paar Menschen in sogenannten Generationenschiffen mit Unterlichtgeschwindigkeit auf den Weg zu den Sternen. „Ein paar“ gibt einen falschen Eindruck. Insgesamt starteten ueber 70-tausend Generationenschiffe! Die meisten erreichten ihr Ziel und die Menschen gruendeten Kolonien auf den Planeten die sie dort fanden. Aber etliche Generationenschiffe verschwanden ohne eine Spur zu hinterlassen.
Selbst im Jahre 3306 haben wir nicht die Mittel diese aufzuspueren, denn das Universum ist riesig und besagte Schiffe passiv. Die Strahlen also nix aus, woran man sie erkennen kønnte im Hintergrundrauschen.

Ueber die Jahre haben wir aber ein paar durch puren Zufall gefunden. Alle waren tote Huelsen frei von jeglichem menschlichem Leben. Nur die Logbuecher berichten von den Katastrophen die sich dort abgespielt haben.

Und dann tauchte pløztlich die Golconda auf! Oder vielmehr empfingen automatische Stationen einen Notruf welcher sich als ein Generationenschiff mit lebender Besatzung entpuppte! Urst krass wa!

Das war natuerlich so spannend, dass ich mir das mal aus der Naehe anschauen musste. Und hier ist sie, die Golconda:

Da wo sie sich befindet kommt nicht viel Licht hin. Damit man ueberhaupt was sieht, habe ich die Nachtsichtsensoren angeschaltet.

Die Triebwerke, …

… welche sie den langen Weg Sol hierher brachten, waren natuerlich seit langer Zeit ausgeschaltet. Die sind schon gewaltig grøszer als meine.

Dem Schutzschirm am vorderen Ende …

… sieht man die lange Reise im Normalraum zwischen den Sternen an:

Da ist zwar nicht fast nix in den gewaltigen Abgruenden zwischen den Sternen, aber in den vielen Jahren die die Golconda unterwegs war, war da eben doch ab und zu mal was. Zum Glueck haben die Ingenieure vor ueber tausend Jahren Materialien fuer einen effektiven Schutz vor (vermutlich nicht nur) Mikrometeoriten gefunden.

Auch sehr interessant ist die Tatsache, dass die Nahrungsproduktion noch intakt war:

Das trug natuerlich maszgeblich zum Ueberleben der Crew der Golconda bis zum heutigen Tage bei. Dennoch ein ingenieurstechnisches Meisterwerk unter den gegebenen Umstaenden.

Nach ueber tausend Jahren gehen nun aber, trotz Rationierung, die Materialien zur Aufrechterhaltung des Betriebs zu Ende und dies war einer der Gruende fuer den Notruf.
Der andere Grund war, dass sich ein Virus an Bord entwickelt hat und die Mediziner bekommen den nicht mit den eigenen Mitteln unter Kontrolle. Das sollte aber ueberhaupt kein Problem sein mit moderner Medizin.

Es gab an Bord natuerlich lange Diskussionen ob man Kontakt aufnehmen soll, aber die vorliegenden Tatsachen zeigen deutlich, welche Seite gewonnen hat.

Nun macht sich die galaktische Gemeinschaft daran ein neues Heim fuer die Besatzung der Golconda zu bauen. Zwei Vorschlaege liegen vor. Eine Planetenbasis oder eine eigene (kleine) Raumstation. Ich werde mich natuerlich mit Chicken of Doom an den Anstrengungen beteiligen und massenhaft Materialien liefern :) .

Auf dem Weg zurueck zur Bubble, zum bereits erwaehnten Generationenschiff, stoppte ich nochmal kurz. Nichts Ungewøhnliches ahnend begrueszte mich pløtzlich dieser unfertige Orbis Starport:

Die Station ist voll funktionostuechtig, und sieht mitnichten aus, als ob sie noch unter Konstruktion ist. Aber ich frage mich wo die benøtigte Energie herkommt, denn der Reaktor befindet sich im (hier nicht vorhandenen) „Schwanz“.

Trotzdem ich nun mehrfach ueber die gesamte Galaxis geflitzt bin, gibt es immer noch Dinge, die ich noch nicht gesehen habe :).

Ansonsten entdeckte ich seit dem letzten Mal noch die Ammoniakwelten #128 (mit Ringen) und #129:

War ja klar, dass hier Das Kapital von Karl Marx auftaucht.

Meine (zweite) Doktorarbeit fange ich mit einem Zitat von Seite 120 aus „Buch I: Der Produktionsprozeß des Kapitals“, „Abschnitt II: Verwandlung von Geld in Kapital“, „3. Kauf und Verkauf der Arbeitskraft“ an:

Der Wert der Arbeitskraft, gleich dem jeder andren Ware, ist bestimmt durch die zur Produktion, also auch Reproduktion, dieses spezifischen Artikels notwendige Arbeitszeit.

Und so sieht meine Ausgabe des ersten Bands aus — gelesen:

Es ist ein Teil der so schøn aufgemachten Ausgabe der Marx-Engels-Werke (den „Blauen Baenden“) von 1988. Besagte blaue Baende werden, zu meiner positiven Ueberraschung, bis heute herausgegeben. In Neubearbeitungen werden natuerlich die Vorworte dem heutigen Stand der Dinge angepasst, aber am eigentlichen Inhalt aendert das nichts, denn der beruht auf den deutschen Originalmanuskripten. Was auch ein Grund ist, warum diese Baende einer Sonderrolle in der (internationalen) Forschung einnehmen … vulgo: das sind die Quellen, die zitiert werden.

Oopsie … ich schwoff ab.
Insgesamt gibt es drei Baende, aber nur der erste wurde von Marx komplett geschrieben. Die anderen beiden Baende wurden von Friedrich Engels nach (teils sehr umfangreichen, teils eher rudimentaeren) Manuskripten von Marx fertig gestellt.

Ich habe bisher nur den ersten Band gelesen und ich brauchte dafuer 4 (oder waren’s 5?) Jahre. Dies tut dem Buch nicht unbedingt Unrecht. Es ist ganz hervorragend Geschrieben und oft will man einfach weiter lesen. Aber das darin Dargestellte beschaeftigt das Gehirn ganz massiv. Ich verglich staendig die beschriebenen Zustaende und Vorgaenge und Prozesse mit unserer heutigen Zeit. Und das ist ja ganz wunderbar! Ein Buch, das zum denken anregt! Aber dadurch schafft man nicht so viele Seiten mit einem Mal. Und dann ist man bei der naechsten Gelegenheit wenn mann Zeit zum Lesen hat, nicht unbedingt in der Stimmung fuer so „harten Tobakk“ und widmet sich was anderem.
Aber das ist nicht schlimm, ’ne Seite hier, ’ne Seite da … und 2000 Tage spaeter ist man fertig :) … ich denke ich schaffte im Schnitt ca. eine halbe Seite pro Tag … eine halbe Seite eines intellektuellen Festmahls saettigt die graue Masse im Kopfe durchaus :)

Die anderen zwei Baende stehen auf meiner „zu lesen“ Liste und ich schaue mal, wann ich damit anfange. Ich gebe zu, dass ich erstmal eine Pause brauche. … Und auszerdem wollte ich mich auch mal der Bibel widmen.

Zwei Sachen zum Abschluss. Die Erste Sache wollte ich erst gar nicht schreiben, aber es passt irgendwie sehr gut hier her. Ich habe ja auch das unsaegliche Pamphlet (im eigentlichen Sinne, aber hier auch gebraucht mit der dazugehørenden vollen negativen Konnotation des Wortes) Hitlers gelesen. Erst jetzt lerne ich (im Zuge des Lesens des Werkes welches im dritten Eintrag in dieser Reihe vorgestellt wird), wie wichtig es ist das dort Geschriebene wortwørtlich zu nehmen. Aber das tut hier eigentlich nix zur Sache.
Worauf ich hinaus will ist, dass die Art und Weise wie „Mein Kampf“ geschrieben ist, das komplette Gegenteil von dem ist wie ich Das Kapital oben beschreibe. Keine intellektuelle Grøsze weit und breit zu sehen. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass Hitler sexuell vøllig frustriert gewesen sein muss beim Schreiben. Dieser Zusammenhang draengte sich mir ganz unbewusst, aber dann immer und immer wieder auf.
Die intellektuelle Freude hingegen, die sich durch Das Kapital zieht, macht den Eindruck, dass Marx mitnichten auf diese Art und Weise frustriert war. Ganz im Gegenteil.
Spaeter erfuhr ich, dass Marx und seine Frau wohl zeitlebens ein ungewøhnlich herzliches Verhaeltnis zueinander hatten (insb. fuer die damalige Zeit). Die weiteren Assoziationen mit diesem Faktoid ueberlasse ich euch, meine lieben Leserinnen und Leser, selber.

Die zweite Sache ist kurz abgehandelt: Karl Marx mochte Fusznoten genauso gerne wie ich :)

Das Dumboe AA-A h207 System ist eines der wenigen System, welches zwei nicht voneinander abhaengige Rekordhalter beherbergt. Dies hier ist Dumboe AA-A h207 ABC 3, …

… der Rocky body (auf dem man NICHT landen kann), mit der høchsten Gravitation — knochenbrechende 50.03983086264441 g!

Es ist auch der einzige Planet in diesem System mit einer ungewøhnlich (aber nicht soooo ungewøhnlich) hohen Zahl an Sternen:

Ich find immer, dass es ’n bisschen traurig ist, wenn Planeten so ganz allein sind. Ich frage mich, was solche Umstaende mit der gesellschaftlich, psychologischen Entwicklung eventueller lebender Kreaturen auf solchen Planeten anstellen.
Das erinnert mich an diese richtig alte Geschichte ueber so’n Typen der per Anhalter durch die Galaxis reist. Dort wird von einer Rasse berichtet, die sich in einem Nebel entwickelt und deswegen denkt, dass sie komplett allein im Universum ist. Als sie dann rausfinden dass das nicht stimmt, werden sie zu Murderhobos.

Wieauchimmer, falls sich hier wirklich Leben entwickeln sollte, dann frage ich mich auch noch was ganz anderes, naemlich ob die auch erstmal ein geozentrisches Weltbild entwickeln werden. Die Himmelsmechanik dieses Systems ist naemlich voll verrueckt!

Der zweite Rekord ist kurz abgehandelt, denn es ist Dumboe AA-A h207 ABC 4, der Herbig Ae/Be Star mit der schiefsten Rotationsachse von 87.1894514035707 Grad:

Ich mach mich jetzt erstmal auf den Weg zurueck zur Bubble. Denn dort wurde ein Generationenschiff entdeckt … und die Leute da drauf sind … NOCH AM LEBEN!!!! Das muss ich mir mal von Nahem anschauen.

Agnairt YF-O e6-1038 A 1 ist die High metal content world auf der man landen kann, welche in Periapsis am schnellsten ist, mit einer Geschwindigkeit von 2,408,265.2045322503 m/s oder fast 8,67 Gm/h.

Ich hoffte auf eine zweite World of Death und dieser Planet kommt dem Mutterneutronenstern auch ziemlich nahe …

… aber die orbitale Periode betraegt ungefaehr zwei Wochen. Wie man im Orrerey sieht war der Planet noch relativ weit weg vom Stern und so lange wollte ich nicht warten.
Deswegen schaute ich mir nur ein paar geologische Merkmale an:

Apropos geologische Merkmale, der Planet ist zweifarbig. Ein Meteorid hat die Mitte zweier solcher „Felder“ unterschiedlicher Farbe getroffen (und ist dabei (mglw.) zu einem Meteoriten geworden). Das macht den dazugehørigen Krater ungewøhnlich interessant … lila Waende auf der linken und blaue Waende auf der rechten Seite:

Es ist zwar keine World of Death, aber trotzdem schøn :)