Wie bereits erwaehnt war ich auf dem 29. Chaos Communcation Congress. Da dies eine Veranstaltung voller Geeks ist, dachte ich, dass ich mit meinem Kostuem den dort anwesenden Menschen viel Freude bereiten kann. Deswegen nahm ich die Buerde auf mich, es mit nach Dtschl. zu nehmen und die ganze Zeit ueberall mit hinzuschleppen.

Ich muss sagen, meine Erwartungen wurden noch uebertroffen.

Es gab natuerlich die ueblichen zwei oder drei Trottel (wirklich nicht mehr), die dem „Loser im Kostuem, der sich nicht richtig bewegen oder sehen kann“ einen Aufkleber an den Ruecken kleben mussten.
Ein handvoll mehr Leute konnten damit nicht so richtig was anfangen und haben komisch geschaut.
Aber eigtl. kann man gut und gerne behaupten, dass alle ca. 6000 Teilnehmer sehr begeistert von mir im Kostuem waren.

Und da sind wir auch schon beim eigentlichen Thema dieses Beitrages. Bei _mir_.

Ich habe mich mal in diesem Internet ein bisschen gestalkt. Wenn man einfach nach „29C3“ und „Stormtrooper“ (oder „Storm Trooper“) sucht, dann findet man so einiges.

Ich wage zu behaupten, dass ich das singulaere Ereignis auf diesem Kongress war, ueber das am meisten „berichtet“ wurde. „Berichtet“ natuerlich nicht im Sinne von laenglichen Artikeln, aber im Sinne von „das ist cool, das muss ich meinen Freunden und Bekannten mitteilen“.
Wie gesagt, das war meine Chance beruehmt zu werden. Warum diese versaut wurde, erzaehl ich in einem spaeteren Beitrag dieser neuen Serie. Denn weil ich so beruehmt bin, gibt es so viel zu zeigen, dass es sich lohnt, dies alles aufzuteilen.

Waehrend ich ueber die fuer mich beste Erwaehnung bereits berichtete, werde ich im Folgenden noch ein paar mehr Reaktionen der „Webgemeinde“ zeigen.
Ich steh doch so gern im Mittelpunkt :mrgreen:

Meistens beschraenkte sich die Berichterstattung auf eine blosze Erwaehnung im Text.

Bspw. hier:

Die Teilnehmer des 29C3 waren auf jeden Fall mindestens genauso vielfältig, wie das Programm. Von Menschen, die im Stormtrooper-Kostüm durch die Location gelaufen sind, bis hin zum zugeknüpften, seriösen Politik-Journalisten ist mir dort so ziemlich jeder Menschen-Typ begegnet.

Oder hier:

In reinen Zahlen ausgedrückt über 6600 Personen und ein Stormtrooper, die 23.000 Flaschen Mate trinken […]

Wobei ich kein Mate sondern ausschlieszlich Blumensaft getrunken habe.

Oder auch hier:

oddity: one Star Wars storm trooper was present – I saw him!  There was a no-weapons policy, so he allowed that his laser gun be checked.

Gar nicht so wenige solcher kurzen Erwaehnungen im Text beinhalten auch ein Foto. So wie hier:

Wir haben auch einen Stormtrooper.

01_von Scratchbook

Fuer dieses sowie alle folgenden Bilder in dieser Serie gilt, dass die nicht mir gehøren, aber die zu den Zitaten gehørenden Links den Ort angeben, von denen ich diese nahm.

Schøn ist auch diese Erwaehnung:

Ich dachte zuerst meinen Augen nicht zu trauen als dann ein Soldat der Storm Trooper um Einlass verlangte.

02_LinuxLaufenAndroidNerd_klein

Dies soll erstmal reichen fuer heute.

Wie Dienstreisen verguetet werden muessen, ist in Norwegen ziemlich genau geregelt. Deswegen stellt die Regierung Software zur Verfuegung, die jedem Buerger ausrechnet, wie viel „Reisegeld“ er mindestens bekommen muss.

Und was lesen da meine staunenden Augen:

Regjeringen ønsker å stimulere til en delingskultur i offentlig sektor, og til mer bruk av fri programvare. Kildekoden til reiseregningsprogrammet legges derfor ut til fri benyttelse, i første omgang under den frie programvarelisensen BSD.

Grobe Uebersetzung:

Die Regierung møchte eine „Kultur die teilt“ und mehr Benutzung freier (wie in Meinungsfreiheit, NICHT wie in freibier) Software im øffentlichen Sektor stimulieren. Der Quellcode des Reiserechnungsprogrammes ist deswegen offen gelegt zur freien Benutzung, zunaechst unter der freien BSD-Softwarelizenz.

Jaja, BSD-Lizenz vs. GPL. Darum geht es gerade gar nicht, vielmehr geht es darum, dass ich es liebe, dieses Norwegen.

.oO(Nun hab ich ja gar keine andere Wahl mehr, als Norweger zu werden.)

Auch wenn ich mich etwas verzettelte, ist, denke ich, in dem Artikel von neulich klar geworden, dass das Dogma des 8-Stunden Arbeitstages nicht unreflektiert hingenommen werden darf. Dies vor allem nicht, weil es uns allen von demokratisch nicht legitimierten Kraeften (in dem Falle den Kapitalisten) aufgezwaengt wurde.

Nun habe ich vor Kurzem diesen Artikel gelesen.  Wie immer ist der viel schøner als mein Geschrei.

Darin wird ein Buch besprochen, welches aufzeigt, wie mittels der „technischen Revolution“ gerade erfolgreich ein neues Dogma „herangezogen“ wird. Dieses entreiszt noch mehr Zeit aus den Haenden der Menschen um diese in die Kontrolle der demokratisch nicht legitimierten Kraefte zu legen. Das Dogma der „staendigen Erreichbarkeit“. Dies ist natuerlich nur møglich, weil das 8-Stunden-Arbeitstag-Dogma so gut funktioniert. So gut, dass es quasi in „Fleisch und Blut“ der Menschen uebergegangen ist, sodass das gar nicht mehr von „Authoritaeten“ gepredigt werden muss, da dies die Menschen ja laengst selbst machen. Und nun ist eben der naechste Schritt „faellig“.
Ich schreibe das mit Absicht so ein wenig enthuellend, weil ich hoffe, dass ihr, meine lieben Leser, euch den kurzen, verlinkten Artikel selber durchlest.

Dazu dann auch gleich zwei persønlichere Begebenheiten. Dieser abstrakte Mist, das merkt sich doch eh keiner.

Zum Einen hatte ich neulich ein Gespraech mit einem der Chefs. Dort habe ich, als fuer mich in der Zukunft wichtig, heraus gestellt, dass ich mittelfristig nur noch 80% arbeiten møchte.
Arbeiten find ich bescheuert und eine Zeitverschwendung und ich mache das nur, weil ich ja dann doch auch Rechnungen bezahlen muss. Jaja, es gibt auch andere Motivationen um Arbeiten zu gehen, aber so lange ich keine Superidee hab, ist dies bei mir persønlich nicht so.
Dies ist fuer mich ein wichtiger Schritt zu mehr Freiheit. Whoopsie … da war sie wieder.

Zum Zweiten ist man ja die Plakate gewohnt, die auf sog. „Jobbmessen“ aufmerksam machen.
Im akademisch, technischen Bereich ist es dies ja tatsaechlich; eine Messe, auf der man sich ueber potentielle Arbeitgeber informieren kann.
Im nichtakademischen Bereich, hatte ich da in Dtschl. allerdings immer einen anderen Eindruck. Dort schien es eher eine „Fleischbeschau“ zu sein. Damit die Chefs mal gucken kønnen, ob es denn unter den deutlich ueber 100 jungen Menschen, die gern eine Arbeit haben møchten, auch die Eine oder den Einen gibt, der sich genug „selbst optimiert“ hat – vulgo: die- oder derjenige, der „sich Ausbeuten lassen“ als „Selbstverwirklichung mittels (aufgezwungener) Arbeit“ verklaert.
Aber ich schweife ab.
Solche oben erwaehnte Plakate finden sich natuerlich auch hier. Und neulich stiesz ich auf dieses:

Arbeiten und Skitour

Dort wird doch tatsaechlich damit geworben, dass es møglich ist, eine Karriere zu haben und trotzdem bis zu 100 Tage pro Jahr auf Skitour zu verbringen.
Eine interessante Umkehrung des Dogmas der „staendigen Erreichbarkeit“, nicht wahr.

Ich mag diesen Ausdruck sehr.

Weil er einen explizit sexuellen Inhalt hat!

Und natuerlich auch, weil dieses schøne Wort so vielfaeltig verwendbar ist. Dazu zitiere ich Tante wikipedia:

In modern usage, fuck and its derivatives (such as fucker and fucking) can be used in the position of a noun, a verb, an adjective or an adverb.

Dies funktionert selbst wenn man es in andere Sprachen importiert.

Und immer schwingt der sexuelle Inhalt mit. Herrlich, nicht wahr!

Wie auch immer.

Ich nutze dieses Wørtchen um mich als Street Artist sehen zu kønnen und hoffe damit ein paar Leuten eine kleine Freude zu bereiten.

Deswegen werde ich unter dieser Kategorie sporadisch meine (vergaenglichen) Werke vorstellen.

Anfangen møchte ich mit meiner neuesten Kreation:

201301 - Fucking for you inside

Ich suchte ja schon laenger nach einer Ruestung fuer den kleinen Mann, der bei uns wohnt.

Eine Stormtrooperruestung war nicht in Aussicht.

Im August des letzten Jahres fand ich dann zuefaelligerweise jemanden, der Clone Trooper Ruestungsteile herstellt.
Irgendwie hatte er mich vergessen, denn trotz mehrfacher Anfrage, kam dann keine Rueckmeldung, dass diese fuer mich gebaut wurden.
„Sehr, sehr schade“ dachte ich da, denn ich weisz ja, wie begeistert der kleine Mann von den Kostuemen ist.

Im Oktober stellte sich dann gluecklicherweise heraus, dass alles ein Missverstaendnis war. Die Ruestungsteile wurden hergestellt und ich bangte, ob die auch vor dem Endjahresurlaub auch ankommen. Ich befuerchtete naemlich, dass die zurueck nach Amerika gehen, weil die ja nur 2 Wochen beim Zoll/der Post aufbewahrt werden, wenn der Empfaenger nicht antwortet.

Die Ruestung holte ich ca. 12 Stunden bevor unser Flug in die Ferien abflog ab. Snakk om flaks!

Natuerlich konnte ich dann noch nicht anfangen zu bauen. Ich hoffte aber, rechtzeitig zu seinem Geburtstag fertig zu sein und ihm dies als Ueberraschung machen zu kønnen.
Dummerweise muessen die Teile aber angepasst werden. Heimlich bauen war also nicht møglich. Ausnahmsweise musste eine Notluege her.
Ich erzaehlte dem jungen Mann, dass ich fuer jemand anderen eine Ruestung baue, der seinem Sohn diese als Ueberraschung zum Geburtstag schenken will (weswegen dieser jemand die natuerlich nicht bei sich bauen kann, denn dann waere es ja keine Ueberraschung mehr). Und da der kleine Mann genauso grosz und alt ist wie der Sohn des „jemand anders“, wollte ich gerne,  dass er mir beim Bau hilgt und die Teile immer anprobiert.

Der Bau der Ruestung musste dann immer noch schnell geschehen. In meiner eigenen Ruestung stecken ca. 300 Arbeitsstunden (inklusive Recherche) und da hab ich von Mitte Mai bis Ende November dran gesessen. Das war in Ordnung, da konnte ich ziemlich entspannt entscheiden, wann ich was machen wollte und musste nicht meine anderen Interessen vernachlaessigen. Mit Ausnahme des Weathering, da hab ich mir selbst ein bisschen Stress gemacht, weil ich gern vor der SSGFC 2012 fertig werden wollte.
Bei der Ruestung des kleinen Mannes nun, war es anders. Immer wenn ich keine richtige Lust mehr hatte, hab ich mich gezwungen, doch noch mehr Teile fertig zu machen. Alles nicht so schlimm, weil ich ja immer noch gern an Ruestungen bastle, aber doch etwas stressiger.

Hier ein paar Bilder vom „Bau“:

Brust- und Rueckenplatte:

YY_Chest + Back

Der Helm waehrend des Zusammenbauens:

WW_Helmet

Und der Arbeitsplatz sah natuerlich aus wie immer:

XX_working place as always

Das Resultat kann sich sehen lassen, denke ich:

ZZ_Pose

Er ist soooooo toll, der kleine Mann, der jetzt schon bald sechs Jahre bei uns wohnt!

Die Ruestung ist nur teilweise angemalt. Da muessen noch viele Teile orange werden und ein paar Teile fehlen auch noch. Da die aber spezifisch fuer Commander Cody sind, ist das jetzt noch nicht so. Der kleine Mann wuerde ja ansonsten noch schneller die Finte durchschauen.

Dies wird der letzte Beitrag zur SSGFC 2012 in Stockholm sein.
Es wurden dann doch insgesamt elf Beitraege. Dies, weil ich euch, meinen lieben Lesern, mal einen wesentlichen Aspekt meines neuen, (nicht mehr ganz so) geheimen Hobbies etwas genauer vorstellen wollte – das „Trooping“ an sich.

Ueblicherweise sind „Trooping-Events“ deutlich kleiner. In Zukunft werde ich euch natuerlich auch weiterhin die tollen Kostueme praesentieren, welche ich auf diesen Veranstaltungen entdecke (sofern diese hier noch nicht zu sehen waren). Ebenso erwaehnenswerte Celebreties.
Erparen werde ich euch Bilder von den Ausstellern, sofern diese im Wesentlichen unter das passen, was ich in dieser Reihe bereits zeigte.

Bei der SSGFC haben wir uebrigens ueber 28.000 SEK gesammelt. Ein schønes Resultat.
Bei kleineren Veranstaltung freuen wir uns schon, wenn wir 10 Prozent dieser Summe sammeln.

Und um diese Serie abzurunden, zum Schluss ein paar Kuriositaeten, ueber die ich bei der SSGFC stolperte.

In 2012 zogen ein paar Enthusiasten aus, um die originale Heimstaette der Familie Lars im Sande der tunesischen Wueste zu retten und zu restaurieren. Hier ein Diorama, damit ihr euch alle erinnert, worum es eigentlich geht (folgt doch eh keiner den Links, nehm ich an):

Lars Homestead 1

Das eigentlich Kuriose daran ist aber, dass die Sand mitgebracht haben. Ja, stinknormaler Wuestensand. Aber eben von dort, wo ein paar Verrueckte vor ueber drei Jahrzehnten einen (relativ) billigen Film drehten, der sich nicht nur als Kassenschlager, sondern als weltweites und andauerndes Phaenomen herausstellen sollte.
Und diesen Sand kann man kaufen. Fuer nur 100 SEK geradezu ein Schnaeppchen:

Lars Homestead 2

Erstaunlich fand ich, dass die Portaltechnologie dann doch schon so weit fortgeschritten ist, dass man die dazugehørigen Erzeugungsgeraete, wenn auch in kleiner Stueckzahl, so dann aber doch frei verkaeuflich erhaelt. Hier ein Suchbild dazu:

Portal Gun

Figuren stellte ich euch ja bereits in Teil 1 und Teil 2 dieser Serie vor. Und ich versteh das auch, dass Leute sich gern schøn gemachte Figuren hinstellen. Oder, wenn diese ultrascharfe und meistens sehr leicht bekleidete (Comic)Tanten darstellen.
Und dann sah ich diese Bueste:

Rambo

Aber dann wiederum, wer wollte sich denn eigentlich nicht schon immer mal eine Rambobueste auf dem Kamin stellen?

Und das Beste habe ich mir natuerlich fuer den Schluss aufgebhoben.

Videokasetten? Gibt es die ueberhaupt noch? (Bitte keine ernsthafte Diskussion an dieser Stelle.) Wenn man so eine dann doch mal auf dem Speicher findet, dann landet die doch ueblicherweise gleich im Muell. Aber flinke Geschaeftsmaenner (oder -frauen) haben natuerlich eine gute Idee, um auch diese noch an den Mann (oder die Frau) zu bringen:

Retro

LMAO … und seien wir doch mal ehrlich; mit all diesen Spinnern da drauszen, da ist das sicherlich ein Kassenschlager.

Vor ca. zwei Jahren stellte ich, im Wortsinne, von einer Woche zur naechsten, in rechentechnischen Belangen komplett auf ubuntu-Linux um.

Das war dann mein dritter Versuch, der endlich glueckte.

Der erste war getrieben durch Laptops, welche wir von der Uni bekamen und auf denen war Suse-Linux drauf. Privat hab ich aber weiterhin irgendwie doch windows weiter benutzt, auch wenn ich viel Unikram auf dem Laptop machte. Das war so von ca. 2002 bis ca. 2004.

Der zweite Versuch war dann 2005/2006. Ich wollte fuer meine Dissertation alles unter Linux machen. Mich duenkt, ich probierte es da schon mit ubuntu.
Waehrend die Installation recht fix und problemlos von Statten ging, tauchten natuerlich immer wieder kleinere Problemchen auf. Fuer den versierten Informationstechnikbegeisterten waren die sicherlich alle schnell zu løsen, mit den im Netz vorhandenen Dokumentationen. Aber fuer mich „Computerdummie“ setzten viele dieser „Anleitungen“ so viel Wissen voraus, dass die Erarbeitung der Løsung immer recht viel Zeit in Anspruch nahm.
Ich gebe zu, dass ich dabei relativ viel lernte und diesen Preis fuer meine Freiheit gern zahlte. Aber Leute mit weniger Motivation als ich, schreckt dies dann natuerlich ab.
Letztlich fuehrte dann aber das fuer mich nicht løsbare Problem, wie ich denn eine vernuenftige WLAN-Verschluesselung anstelle, dazu, dass ich doch wieder fuer viele Jahre im windows verharrte.

Im Laufe der naechsten Jahre, gab es jede Menge Fortschritt im Bereich der „Standardprobleme“. (Selbst Netzwerkdrucker werden mittlerweile ohne grøszere Probleme gefunden!)
Ich merkte dann spaet in 2010, dass ich nur noch eines einzigen Programmes wegen eine „gute“ Ausrede hatte, um im windows zu verbleiben. Und dass es dafuer auch eine mittlerweile sehr gut funktionierende freie (!) Alternative gibt. Deswegen entschied ich, dass der Wechsel nur an meiner eigenen Faulheit und Bequemlichkeit, nicht aber an objektiven Gruenden scheitert. Frueh in 2011 wechselte ich dann zu ubuntu-Linux mit der KDE Desktop Umgebung. Und wie oben geschrieben, war es so gut, dass ich sofort aufhøren konnte mit windows. Die Einarbeitung in das neue Programm dauerte natuerlich einige Zeit, ca. 2-3 Wochen, aber es stellte sich tatsaechlich heraus, dass es ein vollwertiger Ersatz ist.

Kleine Probleme gibt es natuerlich immer noch. Meine Faehigkeiten sind etwas grøszer geworden, aber nicht viel. Meine Motivation freie Alternativen zu benutzen ist deutlich grøszer geworden.
Aber das was sich fundamental verbessert hat, ist die Dokumentation im Netz.
Waehrend in 2006 noch „verlangt“ wurde, in Systemdateien rumzuwurschteln und Shellkommandos beinahe kommentarlos einfach angegeben wurden, sind die Problemløsungsstrategien im Jahre 2013 beinahe durchweg fuer Leute wie mich geschrieben. Das ist mittlerweile so weit, dass ich sogar meine „Angst“ vor „der Kommdozeile“ ueberwunden habe. Der Stil ist ungefaehr zu beschreiben als „Du hast ein Problem und bist motiviert ein kleines bisschen deiner Zeit zu investieren (ca. 2 bis 10 Minuten) um die Løsung des Problems etwas besser zu verstehen? Nun hier ist die Løsung und ich schreib dir dazu, warum das so gemacht werden kann.“

Dies ist ein tyisches Beispiel. Das sieht erstmal alles nach Technobabel aus, aber man muss sich wirklich nur kurz die Zeit nehmen, sich das mal durchzulesen und auf das Problem anzuwenden.
Los ging es, dass ich endlich mal meinen Drucker/Scanner installieren wollte. Der Drucker wurde automatisch erkannt, aber vom Scanner zunaechste keine Spur. Also suchte ich erstmal danach, wie ich denn meinen Scanner/Drucker installieren kønnte. Dort wurde ich auf die Treiber verwiesen. Die hab ich runtergeladen, aber als RPM-Paket. Daraufhin kam ich zu der verlinkten Seite, welche dieses Problem geløst haette. Soweit zum Thema dieses Beitrages.
Pløtzlich aber dachte ich mir „Moment mal, vielleicht wird der Scanner ja automatisch unterstuetzt und ich habe es nur nicht bemerkt“. Eine ganz andere Frgestellung also. Und so war es auch. Es stellte sich heraus, dass das Problem an ganz anderer Stelle lag: mir fehlte ein Scanprogramm. Das hab ich dann (semi)automatisch installieren lassen und alles hat sofort mit dem bereits vorhandenen Bildmanipulationsprogramm funktioniert.

Was ich eigentlich sagen will (auch wenn es diesen Blog vermutlich nicht verlassen wird): Danke an die Linuxcommunity, dass ihr es geschafft habt, die vorhandenen Problemløsungsstrategien so zu dokumentieren, dass auch weniger begabte Menschen, wie ich, das nachvollziehen kønnen. Dies ist vermutlich einer der wichtigeren Schritte auf dem Weg in eine freiere Gesellschaft.

Neulich versuchte ich ja mal mein Verhalten zu erklaeren.

Dieser Beitrag hier, kann im gleichen Kontext gesehen werden. Heute aber geht es nicht um solche komplizierten Sachen, sondern ich møchte nur mal darlegen, warum ich denke, dass die Benutzung der Produkte gewisser Firmen fuer mein soziales Habitat unangebracht ist, da es nicht „unserer Sache“ dient. Auch hier kønnte man wieder anfangen ueber positive Feiheit zu reden. Werde ich aber nicht tun.

In dem oben verlinkten Beitrag wurde ja bereits beklagt, dass Opportunismus so gern „wegerklaert“ wird mit „aber das ist doch so nuetzlich und ich kann mich drauf verlassen“. Und da gebe ich zu: JA! gewisse fragwuerdige Dienste, proprietaere Software oder Hardware bøser Hersteller sind sicherlich nuetzlich und man kann sich drauf verlassen. Aber auch dazu steht etwas in dem bereits vorher verlinkten Artikel von Richard Stallman.

The idea that we want software to be powerful and reliable comes from the supposition that the software is designed to serve its users. If it is powerful and reliable, that means it serves them better.

But software can be said to serve its users only if it respects their freedom. What if the software is designed to put chains on its users? Then powerfulness means the chains are more constricting, and reliability that they are harder to remove. Malicious features, such as spying on the users, restricting the users, back doors, and imposed upgrades are common in proprietary software […]“

Dieses Zitat handelt jetzt nur ueber Software. Es kann aber ohne Einschraenkungen auf andere Dienste, und im zunehmenden Masze auch Hardware, angewendet werden.
Ein Artikel dazu mit dem Titel „You can’t say that on the Internet“ ist leider nicht mehr kostenfrei zu haben, bei Bedarf kann ich aber eine ordinaere Textdatei zuschicken. Dieser Artikel zeigt auf, wie uns eine dieser Ketten (beinahe) unbemerkt angelegt wird von den vier groszen bøsen Wølfen (im Schafspelz) unserer Zeit. Dabei geht es „nur“ um Zensur, bzw. das Aufzwingen „moralischer Werte“, die ja immer als „Grund“ fuer Zensur herhalten muessen.
Wenn ich „die vier groszen bøsen Wølfe unserer Zeit“ sage, meine ich natuerlich die Firma mit der beruehmtesten Suchmaschine, das bekannteste sogenannte „soziale Netzwerk“, den grøszten Internetversandhandel und die Apfelfirma. Deswegen bleiben die Ungheuerlichkeiten aller kleinere Firmen natuerlich trotzdem schlimm, verachtenswert und wir muessen gegen alles angehen. Fuer unsere eigene Freiheit! Denn wie schreibt es Richard Stallman so treffend:

„A certain amount of the “keep quiet” approach […] can be useful […], but it is dangerous if it becomes so common that the love of freedom comes to seem like an eccentricity.“

Und genau deswegen ist es meiner Meinung nach grundsaetzlich falsch, Produkte oder Dienste der oben genannten Firmen zu kaufen oder zu benutzen, solange es nicht absolut nøtig oder praktisch unumgaenglich ist.
Nur gemeinsam kønnen wir etwas dagegen tun. Und tun wir das nicht jetzt, werdet ihr entweder eure moralischen (oder ethischen, wie immer ihr es auffasst) Grundlagen aendern (muessen), oder damit leben lernen, als eigenbrøtlerisch zu gelten. Ich befuerchte Ersteres wird passieren, denn das ist fuer (fast) alle am Leichtesten, schlieszlich will ja niemand so „enden wie ich“.

Ich denke, dass ein so pessimistischer Abschluss durchaus angebracht ist fuer diesen Beitrag.

In den letzten zwei Installation dieser Serie lag der Fokus nicht auf Kostuemen.
Aber wie bemerkt, gab es auch andere, als Star Wars Kostueme. In diesem Beitrag zeigte ich euch bereits das erste davon und versprach, dass mehrere andere Kostueme einen eigenen Beitrag erhalten. Hier folgen nun zwei weitere tolle Kostueme.

Das erste soll Spiderman sein:

Spiderman

Eigentlich sehen Maenner in Strumpfhosen ja albern aus, aber dieses Kostuem ist echt gelungen. Und „Spiderman“ verlinke ich mal nicht, da ich annehme, dass, Dank starker Medienpraesenz in den letzten Jahren, alle meine Leser eine verschwommene Vorstellung davon haben, wer das ist. .oO(Einen Link zu setzen haette wesentlich weniger Zeit benøtigt, als dies alles zu schreiben.)

Am tollsten fand ich aber diesen Space Marine aus dem Warhammer 40k Universum:

Warhammer 40K_Shoot Out

Es war erstaunlich, wie viele zufaellig Anwesende diese spontane Szene so toll fanden, dass sie ihre Kameras zueckten und Fotos machten. Das war ’n ordentlicher Auflauf und wir verharrten eine ganze Weile so. Aber eigentlich sind wir ganz dolle Kumpels, wie dieses Foto beweist:

Warhammer 40K

Das Kostuem ist komplett selbst gemacht sowei ich weisz. Alle Teile wurden von der Person im Kostuem selber aus Schaumstoff zurecht geschnitten und natuerlich auch angemalt . Das bedeutet aber nicht, dass das Kostuem leicht ist.

Es waren noch mehrere andere, echt tolle Kostueme auf der SSGFC zu finden.
Am beeindruckendsten fand ich einen „echten“ Predator. Immer wenn ich an ihm vorbei gelaufen bin, war ich entweder nicht im Kostuem, oder anderweitig beschaeftigt. Wenn ich dann im Kostuem und nicht anderweitig beschaeftigt war, konnte ich ihn aber trotz mehrfacher Suche nicht ausfindig und somit auch kein Foto machen :( . Aber was wundert’s. Hat ja schlieszlich eine echte Tarnkappe der Gute.

Muss ich hier eigentlich schreiben, warum Privatisierung so wie sie durchgefuehrt wird schlecht ist? Ich hatte das auch mit in dem schrecklich langen Beitrag von neulich auch mit angesprochen.
Wenn nahere Erlaeuterungen und viele viele weitere Beispiele darob der negativen Folgen der Privatisierung erwuenscht sind, dann bitte Bescheid sagen. Ich schreib dann was.

In diesem Beitrag geht es um euer Wasser. Oder vielmehr um die (Nutzung der) Infrastruktur, die das Wasser aus der Erde zum Hahn in eurer Wand fuehrt. Und dadurch natuerlich auch um euren Geldbeutel.

Griechenland und Portugal wurden bereits gezwungen, diese, fuer eine gesunde und funktionierende Gesellschaft immens wichtige, øffentliche Infrastruktur zu verscherbeln.

Im Zuge der aktuellen politischen Gesetzgebungen und Entwicklungen ist zu erwarten, dass auch die anderen europaeischen Laender damit rechnen muessen, zum Verkauf der Wasserinfrastruktur gezwungen zu werden. Auch eure (!) dtsch. Kommunen in denen ihr wohnt!

Naeheres zur Problematik der Privatisierung der Wasserversorgung und warum das auch fuer euch, meine lieben Leser, zutrifft, ist auf den NDS zu finden. Der Artikel ist ein klein wenig laenger als gewøhnlich (aber nicht viel). Ich nehme auch an, dass die dort genannten Beispiele bekannt sind. Inwiefern die erwaehnten politischen Entwicklungen dies gerade wieder mal politisch aktuell machen (auch fuer dtsch. Buerger!), ist die eigentliche neue Information in dem Artikel.

Der Artikel verweit auf die right2water-Aktion.
Normalerweise halte ich wenig von solchen Petitionen und Online-Unterschriftenaktionen.
Aber diesmal ist es wirklich wichtig und ich war schon dabei das auszufuellen. Da kam ich an die Huerde, dass die dtsch. Behørden meinen staendigen Wohnsitz wissen muessen. Da ich denen das nicht mitteilte, darf ich dies leider nicht weiter ausfuellen.

Deswegen møchte ich euch, meine lieben Leser, bitten, euch ueber die Wichtigkeit der (Trink)wasserinfrastruktur kurz zu informieren. Sofern dies nicht ohnehin schon laengst bekannt ist. Und wenn ihr eben diese so wichtig haltet wie ich, dann hoffe ich, dass ihr euch durchringen kønnt, die Buergerinitiative zu unterstuetzen.