James Wood schreibt wohl in seinem Buch „How Fiction Works“:

Literature make us better noticers of life; we get to practice on life itself […].
(via)

Zurueckdenkend ueber die letzte Dekade, kann ich das voll bestaetigen. Sowohl, was die rein praktischen Dinge anbelangt, als auch die aesthetische Seite des Lebens.

In Trondheim gibt es so eine Art „Museum zum Anfassen“. Natuerlich unter dem Deckmantel der „Wissensvermittlung“. Da muss man sich aber schon ziemlich genau mit dem dort Presentierten beschaeftigen um was zu lernen; ansonsten bleibt es naemlich nur „spielen“. Aber wenn die Erwachsenen auch nicht verstehen, was dort ausgestellt ist, dann kann man das eben als „Bildung“ verkaufen. Wer bezahlt denn schlieszlich schon Eintritt, wenn es nicht wenigstens „gut fuer die Kinder“ ist.

Wieuachimmer, ich kønnte hier ins Detail gehen bzgl. meiner Meinung ueber die Sinnigkeit derartiger Einrichtungen. Dies werde ich aber nicht tun, denn auch wenn alles dort Ausgestellte relativ alt ist, sind die Gesetze der Mechanik und des Elektromagnetismus ja zeitlos schøn und immer faszinierend, nicht wahr.

Und dann haben die da auch noch so eine gar fantastische Toilette:

Vitensenteret 2

Jajaja! Sooooooo toll!

Hausaufgabe: der geuebte Leser und die geuebten Leserinnen møgen selber nach Argumenten suchen, warum es so eine feine Toilette ist.

Als zweites Untersuchungssobjekt møge die Sitztoilette herangezogen werden.

Vitensenteret

 

 

Hiermit erøffne ich die naechste Toilettenbilderminiserie. Bis auf weiteres werde ich die Toiletten von/in Bildungseinrichtungen hier praesentieren. Dabei ist der Begriff „Bildungseinrichtung“ relativ weit gefasst. Museen zaehle ich bspw. auch dazu. Sporthallen aber nicht.

Den frøhlichen Reigen erøffnet die Toilette meiner alten Schule – das „Altmaerkische Gymnasium Tangerhuette“. Dieses gibt es schon seit einer Weile nicht mehr.

Leider konnte ich die Bilder erst nach der Modernisierung Standardisierung machen. Ganz frueher, als ich noch jung und unbescholten war, waren die viel cooler.

Gymnasium_Tangerhuette1

Jippie … wieder so eine Ablage. Auszerdem mag ich Wasserhaehne zwischen Urinalen.

Gymnasium_Tangerhuette2

Ein ganz in schwarz gehaltenes Klobuerstendesign … aha soso.

An dem schønen Bildfehler kann man erkennen, dass es sich bei diesen Bildern um welche aus meiner praedigitalen Aera handelt.

In „The New German Question“ (leider nurmehr fuer bezahlende Kunden) schreibt Timothy Garton Ash:

The chancellor’s pragmatic, low-key, step-by-step approach partly reflects her personal style. But one reason her popularity has held up so well in Germany throughout these years of crisis is that her manifest reluctance to do more than the seemingly unavoidable at every stage of the eurozone crisis has both mirrored and defined the reluctance of a nation.

Eigtl. geht es in dem Artikel darum, dass Dtschl. eine Fuehrungsrolle uebernehmen muss in Europa.

Ganz persønlich finde ich diese Vorstellung widerlich. So ist das nun mal mit Anarchisten und „Fuehrern“.

Aber aus verschiedensten Gruenden kann ich dieser Meinung nicht ganz abgeneigt sein. Der Artikel ist recht gut darin dies zu begruenden. auch wenn er tendenziøs ist und ich mit so einigen Formulierungen uneinig bin. Bspw. Diese hier:

[…] the state from which decisive executive leadership is demanded today […]

Das ist zwar aus dem Zusammenhang gerissen. Aber ich lese das auch IM Zusammenhang als: „guetiger Diktator fuehre uns“. Was ch natuerlich generell und absolut als groszen Bullshit ansehe.

Auch wird der letzte „Wahlkampf“ angesprochen (wenn das auch nicht so gemeint war):

Soon after Germany’s peaceful unification in 1989–1990, Fritz Stern unforgettably described it as Germany’s “second chance.” Europe’s economically dynamic central power had had its first chance in the years before 1914. “It could have been Germany’s century,” as Raymond Aron once remarked to Stern. It blew that chance in two world wars and the Holocaust. Now it had another.

„Wir“ sind ja wieder wer. Das fuehlt sich doch gut an, nicht wahr. Und daraus folgend: duerfen wir anderen Laendern auch diktieren, was die zu tun und lassen haben … und wo gehobelt wird, da fallen nunmal Spaene … widerlich! DAS ist die dtsch. Politik in Europa, und auch die dtsch. øffentliche Meinung, wenn man sich mal die etablierten Medien diesbezueglich anschaut.

Uebrigens einer der Hauptgruende, weswegen ich mich schaeme die dtsch. Staatsbuergerschaft zu haben und und kein Dtsch. mehr sein møchte.

Andererseits sind die etablierten Medien in Norwegen da auch nicht besser. Hier vom Nordpol aus betrachtet scheint Dtschl. ueberhaupt ganz toll zu sein und alles richtig zu machen … funktioniert also wie geschmiert, diese Propagandamaschine.

.oO(Irgendwie wirkt der Schluss etwas abrupt. Ach was solls. Meine Leserinnen und Leser bekommen das schon hin. Sind ja clever genug die Guten (und sicher auch die Bøsen).)

Die Mitlaeufer dieser Organisation sind auf jeden Fall welche.

TF

Ich habe mich mal mit einem von denen unterhalten. Leute, welche die Handlungen von eindeutig nachgewiesenen Massenmørdern verteidigen und versuchen diese zu rechtfertigen, waren, sind und bleiben Idioten.

Bereits so einige von Lenins Handlungen und Entscheidungen sind kritisch zu betrachten.

Der hier bereits oft zitierte Herr Koellerer schreibt an dieser Stelle ueber versteckte Anbiederung an Vorurteile.

Dabei kam mir dann gleich Tim Pritlove in den Sinn. Auch wenn er sich grøsztenteils an meine eigenen Voruteile anbiedert. Aber mglw. ist der (das?) dennoch sehr zu empfehlende Chaos Radio Express møglicherweise nicht aussagekraeftig genug und vermittelt einen falschen Eindruck.
Ich sollte an dieser Stelle sagen, dass ich das Verhalten in meinem weiteren sozialen Umfeld bzgl. dieser Person als simple „Prominentenverehrung“ wahrnehme. Dies kann natuerlich vøllig falsch sein, traegt aber nicht unwesentlich zu meiner Meinung bei.

Weit weniger versteckte Anbiederung geschieht bei diesem unsaeglichen „Komiker“ Dieter Nuhr. Kein Link an dieser Stelle. Waere ja noch schøener.

Und auch das Kaenguru muss vorsichtig sein. Marc-Uwe sollte mglw. „keine Fortsetzungen schreiben“ wieder in seine Not-to-do-Liste aufnehmen.

Mein diesjaehriger Geburtstagsweblogeintrag ist wieder etwas Wichtiges, was mir sehr am Herzen liegt.

Lucien van der Walt und Michael Schmidt argumentieren, dass …

The anarchists did not […] identify freedom with the right of everybody to do exactly what one pleased but with a social order in which collective effort and responsibilities – that is to say, obligations – would provide the material basis and social nexus in which individual freedom could exist.

Und dann weiter.:

genuine freedom and individuality could only exist in a free society […]

Im Kontrast also zu …

misanthropic bourgeois individualism

basiert Anarchy auf …

a deep love of freedom, understood as a social product, a deep respect for human rights, a profound celebration of humankind and its potential and a commitment to a form of society where a ‚true individuality‘ was irrevocably linked to ‚the highest communist socieability'“

Auch wenn ich kein Anhaenger der Schule des Anarcho-Kommunismus bin, so stimme ich dem voll zu. Von mir selber ausgehend natuerlich.

Ich brauchte eine Weile, um mich dazu durchzuringen, diesen Beitrag, welcher schon recht lange in meinem Kopf herum spukte, dann doch endlich mal zu schreiben.
Aber zunaechst das obligatorische Bild:

3 for 2

Ich habe zu Pornografie ein recht herzliches Verhaeltnis. Ich mag Porn, solange klar ist, dass die dargestellten sexuellen Handlungen unter gegenseitigem Einvernehmen stattfinden. Das beinhaltet durchaus auch Handlungen im Spielreich des BDSM, die bis heute auch in europaeischen Staaten teilweise strafbar sein kønnen.

Alan Moore, seines Zeichens ein Feminist und Anarchist (dazu schrieb ich ja an anderer Stelle schon mal was) meinte wohl:

Man wird immer mehr Pornographie haben, das Einzige, was man tun kann, ist, dafür zu sorgen, dass es wenigstens auch gute Pornographie gibt, nicht nur menschenverachtende.

Dietmar meint in seinem Artikel „Im Weltreich der nackten Daten“ dann weiter:

Der Einfall steht in schroffem Gegensatz zu medienökologischen Ansätzen, die alles, was heute an sexuell aufgeladenem Material so kursiert, über denselben Kamm der als hochgiftig aufgefassten „Sexualisierung der Öffentlichkeit“ scheren – und deshalb zum Beispiel weniger Thematisierung von Sexualität an Bildungseinrichtungen fordern. Moore hält dem zu Recht entgegen, dass Schule und Kunst wenigstens „das Unterscheidungsvermögen ausbilden können“, das man immer braucht, wo eine Flut von Sichtbarem vorhanden ist.

Ein interessanter Gedanke, nicht wahr.

Es gibt ja leider auch Pornografie, die zwar nicht illegal, bei der das mit dem gegenseitigem Einverstaendnis aber nicht so klar ist. Damit meine ich natuerlich auch „Sexfilme“. Gemessen an der Masse der zur Verfuegung stehenden Filme im Netz, stolpere ich aber erstaunlich selten ueber derartige Darstellungen – und schalte dann angeekelt weg. Trotz Internet und møglicher massenhafter Verbreitung denke ich, dass diese dennoch nicht massenhaft verbreitet sind.
Ganz im Gegensatz zu solchen „Werken“ wie bspw. „50 Shades of Grey“. Darin ist die Frage des gegenseitigen Einverstaendnisses mitnichten klar. Und solche Werken werden in den etablierten Medien besprochen (gefeiert?) und _sind_ massenhaft verbreitet.

Und unter anderem deswegen ist das von Alan Moore Gesagte so wichtig.

Und natuerlich, damit wir alle lernen entspannter mit diesem Thema umzugehen und uns weder von Demagogen noch unseren Geluesten leiten lassen.

Nachtrag: siehe bspw. auch hier

Ich kann Karlheinz Deschner nur zustimmen, wenn er meint:

Lesen hat nie meinen Schmerz erleichtert. Las ich, litt ich nie sehr, und litt ich, konnte ich nie lesen. Literatur gab mir Trost nur, solang ich keinen brauchte.
(via)

Was ich immer als sehr schade empfunden habe und empfinde.

Oxford Instruments sind eine Firma, von der ich immer wieder so gut bedient worden bin, dass ich deren Produkten immer Vorrang vor vergleichbaren Produkten anderer Firmen einraeumen werde. Leider habe ich so selten Gebrauch fuer bspw. Plasmaaetzprozesse und mag mir derartige Maschinen auch nicht ins Wohnzimmer stellen. Also møgen mag ich schon. Sieht ja auch gut aus. Aber dafuer reicht mein Erspartes leider nicht.

Wieauchimmer. Einmal besuchte ich deren (alte) Fabrik bei Bristol … jajaja … DAS Bristol … geil wa!

Das Urinal in dieser Fabrik sticht hervor durch die Verwendung gewagter Farbnuancen:

Oxford Factory

Die Effizienz des Sichtschutzes wuerde ich wieder mal in Frage stellen.

Interessant ist die Wasserzufuhr, die in das Innere der Porzellanschuessel herein ragt.

Das Siztklo ist standardisiert, hat aber eine dieser schønen, aelter wirkenden Sitzbrillen:

Oxford Factory 2

Als Bonus gibt es das Bild einer weiteren Toilette, die ich dort fand:

Oxford Factory 3

Ich mag solche Spuelhebel. Die wirken so schøn steampunkig.