Mich duenkt, dass es das erste seiner Art war, welches ich sah. Deswegen fotografierte ich es auszerhalb der sonst mir selbst auferlegten Regeln meiner Kunst.

Trd. Bibo Kinderklo

Wenn man sich das Arrangement so anschaut, wuerde es mich nicht wundern, wenn Kinder es mit der Angst zu tun bekommen, wenn sie dort ihrer biologisch notwendigen Pause nachgehen.

In „Was unter dem G-Strich steht“ gruebelt Dietmar:

Wie lange es noch den Kapitalismus geben wird, wissen wir nicht. Nehmen wir einmal – ohne jede Begründung – an, er sei nicht mehr oder weniger dauerhaft als der Feudalismus. Dann hätte er noch fünfhundert Jahre vor sich

Was fuer eine grauenhafte Vorstellung. Wenn man es aber in einen grøszeren Zusammenhang stellt, sieht es nicht mehr ganz so duester aus:

Im Vergleich zur Vergangenheit und etwaigen Zukunft menschlicher Gesellschaften ist dies eine eher kurze Frist.

Deswegen mag ich Dietmar … er schreibt so positiv :)

… 2000.

Ja, da war ich. Wollte wohl keiner so richtig hingehen, also haben sie Busladungen voll Rekruten losgeschickt. Perlen vor die Saeue kønnte man da sagen, andererseits hat Bildung ja noch niemandem geschadet.

War eigtl. ganz interessant dort (abgesehen von den Toiletten).

Expo1

Da dies noch ganz am Anfang meiner Kuenstlerkarriere war, ware die Standards noch nicht ausgearbeitet. Dies sieht man an diesem Bild:

Expo2

Etwas verspaetet, aber nicht minder aktuell, møchte ich kurz auf den von Frédéric Lordon geschriebenen Artikel „Für eine Gemeinschaftswährung, mit oder ohne Deutschland“ eingehen.

Darin geht es zunaechst um etwas, von dem ich denke, dass meine Leser es bereits verinnerlicht haben. Naemlich, dass der Euro im Wesentlichen ein Konstrukt von Dtschl. ist. Ein Widersinniges zudem.

Es lohnt sich daruber nochmal zu lesen, denn die Huntergruende werden ganz gut erklaert.

Wichtig hingegen ist nun das Folgende:

Man wird sagen, dass kein Glauben jemals streng unanimitär ist und dass man nicht ausschließen kann, dass er doch nicht irgendwann umgestürzt wird, das gilt auch für den deutschen monetären Glauben. […] Aber die Frage, wie immer ganz praktische, lautet: Wann?

Dazu dann direkt danach:

[…] Die Menschen krepieren in Europa und die Zeit der Geduld ist vorbei […]

und

Die Zeit der Geduld ist zu Ende, es ist die Zeit gekommen, etwas anderes zu tun!

Soweit zu uns. Aber wer setzt uns diesen „Gedankenfrasz“, den wir immer so schoen in uns reinstopfen, denn vor?
Im Artikel wird dazu etwas weiter ausgeholt bzgl. der dtsch-franzøsischen Beziehungen. Um dann auf die zu erwartende Antwort zu kommen:

[…] der Mythos des deutsch-französischen Paares […] [ist] im Wesentlichen einer der Eliten […]

So weit so klar, aber das nachfolgende Zitat møgen sich meine Leserinnen und Leser mal durch den Kopf gehen lassen. Denn dadurch, dass dieser Mythos „im Wesentlichen einer der Eliten“ ist, ist

[…] er kein grundsätzlicher Teil der symbolischen Grammatik des sozialen Körpers […].

WICHTIG!!! MERKEN! Elite ist scheisze! Und alles was von denen kommt auch! IMMER! Ob das nun die selbsternannte Psuedoelite ist oder die meist unsichtbare wahre Elite.

Mhm … was steht in diesem Beitrag eigtl.?

Anders machen! Sofort! Das steht hier.

Vorschlaege wie das angestellt werden kønnte, gibt es in besagtem Artikel.

Jedenfalls machen wir allen diesen Vorschlag, jetzt und für später. Wer will, der höre zu und komme.

In der „Dagens Næringsliv“ vom 2011-12-19 fand sich dieses Bild:

Treibhausgasemission der Oelindustrie

Zu sehen sind die Emissionen bestimmter Treibhausgase durch die Petroleumsindustrie (waehrend der Suche/Bohren/Førderung/Produktion etc.). Dies natuerlich normalisiert auf „pro produziertem Fass Øl“ oder so.
Die dunklen Streifen sind die durchschnittlichen Emissionen auf dem norwegischen Sockel und die hellblauen Streifen der internationale Durchschnitt fuer alle ølproduzierenden Laender.

Mich duenkt, dass es hier in Norwegen eine politisch gewollte und voran getriebene Initiative gab, die Emission von Treibausgasen zu verringern. Die Industrie fand das bestimmt nicht so toll … wegen „Arbeitsplaetzen die dadurch vernichtet werden“ … oder „nicht mehr international konkurrenzfaehig sein“ oder so der uebliche Quatsch eben.

Aber wie man sieht, wird immer noch munter Øl produziert, nur eben sauberer.

Es geht also; die Volksvertreter muessen nur wollen.

JustFeel

Natasha Chen Christensen schreibt in ihrer Studie „Geeks at Play: Doing Masculinity in an Online Gaming Site„:

Masculinity is a concept that is historically and culturally situated.

DAS bedeutet, dass wir das AENDERN kønnen, was wir unter dem Begriff „maennlich“ verstehen!!!

Es geht dann weiter mit …

[…] masculinity is a performance of dominance in everyday life where every action is geared towards maintaining control.

Oder auf das Thema Frauen bezogen: Frauen als Eigentum ansehen/vorzeigen „to maintain control“.

Und es srpricht wohl fuer sich selber, dass wir den folgenden Mist nicht mehr wollen:

[…] masculinity is the suppression of emotions, needs, and possibilities like nurturing, empathy, and compassion. In the same vein, masculinity has many times been explained as a dialectical rejection of femininity and homosexuality.

Dann weiter:

All of these enactments of masculinity usually take place in a homosocial context in that these performances are performed for other men.

Im Klartext: vor anderen Maennern Frauen klein machen und wie Gegenstaende behandeln, um vor eben diesen Maennern den „Status“ zu bewahren. … Was fuer ein widerlich, dummes Konzept diese „Maennlichkeit“ doch ist.

Und warum dies vor Maennern?

Because women are valued less in today’s society, men find it necessary to measure themselves through the eyes of other men.

Sozusagen eine selbsterfuellende Prophezeiung.

Es is verdammt nochmal ueberfaellig, dass wir Maenner aus diesen unsinnigen und gefaehrlichen Strukturen und Mustern ausbrechen.

Und um auf den Titel dieses Beitrags zurueck zu kommen: „Maennlichkeit“ bedeutet auch Windeln zu wechseln!

Im Beitrag „Stem Cell Research: An Approach To Bioethics Based On Scientific Naturalism“ bin ich auf ein paar feine Saetze gestoszen, die zu einigen der in diesem Weblog behandelten Themen passen.

Das Zitierte bezieht sich zwar immer auf Stammzellenforschung, aber ich møchte es gern in einen grøszeren Zusammenhang gesehen haben. Deswegen kuerze ich alles diesbezeuglich.

Beim lesen kønnt ihr, meine lieben Leserinnen und Leser ja bspw. an die „Informationsapokalypse“ oder „nicht-vorhandene-Arbeit“ denken.

Auf geht’s:

[…] it is important to acknowledge that the dispute […] is difficult to resolve in part because it raises novel questions.

Neue Fragen deswegen, weil …

Our ancestors did not address ethical quandaries [in Verbindung zu bspw. obigen Problemstellungen] […] for the obvious reason that such [achievements were] not a possibility for them.

All dies ist …

[…] of recent origin.

Das Obige ist deswegen so wichtig anzuerkennen, …

[…] because many find uncertainty and doubt about moral questions deeply disquieting and troubling.

Und leider ist es immer …

[…] a temptation to remove such doubts through an unreflective and dogmatic application of norms and principles that may be widely accepted but which were developed to address different situations.

Aber wie wir alle so schøn wissen (und leider auch so oft vergessen)

Dogma is not very helpful in any human endeavor.

Seit Popper sollten wir wissen, dass …

In science, hypotheses are continually tested and then modified or rejected as a result of experimental evidence.

Das laeszt sich natuerlich nicht 1:1 auf ethische Fragen anwenden, aber …

[…] our moral judgments should continually be tested for adequacy by considering their practical implications.

Eine interessante Methode wie dies zu bewerkstelligen waere und die ich ungefaehr so anwende (ohne dass ich davon wusste) verlangt ein laengeres Zitat.

[…] the method of reflective equilibrium. This approach is also referred to as the coherence model of justification. […] the method seeks to test our initial moral judgments by detailing and examining the consequences of adhering to these judgments. One then tries to systematize the judgments and their consequences in a set of general moral principles that can explain and account for these judgments. These principles are themselves tested against our background theories, both moral and nonmoral. Judgments and principles that cannot be rendered consistent with each other and our background theories will need to be modified or discarded. Moreover, in this method, the testing and process of justification works in the other direction as well, that is, theories and principles are evaluated against our considered moral judgments to determine whether our more general commitments may require adjustments (hence the derivation of the term “reflective equilibrium”).

Toll wa! So einfach kønnte das alles sein, wenn es nicht so verdammt schwer waere ueber seinen eigenen Schattten zu huepfen. … Deswegen liebe Leserinnen und Leser bitte ich mal wieder um: Kritik, denn …

this method […] has the virtue of forcing us to examine critically many of our moral beliefs by considering their consequences and their consistency with our other beliefs.

Deswegen: Immer her mit den neuen Fragen!

Wer sich fuer Musik im Allgemeinen interessiert und bei mir zu Besuch ist, dem empfehle ich den Besuch des norwegischen nationalen Museums fuer Pop- und Rockmusik – Rockheim.

Das Klo (bzw. eines der Klos) sieht so aus:

Rockheim

Coole Farbe, cooles Waschbeckendesign, coole nackte Betonwand.

Dort finden auch øfter mal Konzerte statt. Zu einem Konzert war ich eingeladen. Also nicht spezifisch „ich“, sondern Leute mit Star Wars Kostuem. Da hatten wir dann Zugang zum Backstage Bereich. So von wegen „das wilde Leben hinter der Buehne“ und „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“.

Dort gab es gleich noch zwei Toiletten.

Backstage Rockheim 2

Ja, das „Kabel“ da links im Bild ist ein Schlauch, welcher zu einem Duschkopf fuehrt.

Besser zu sehen ist die Dusche auf dem naechsten Bild.

Backstage Rockheim

Toll wa! Ansonsten auch hier die nackten Betonwaende und -bøden.

„Dagens Næringsliv“ ist eine … mhm … ich sage jetzt mal euphemistisch: wirtschaftsnahe Tageszeitung, die hier an so ziemlich allen Kiosken auch jederman zum Kauf ausgestellt wird. Ausgestellt im Sinne von, dass man im vorbeigehen den Titel lesen kann. Also nichts, was „Experten“ im Regal fuer Fachzeitchrift lange suchen muessen.

Wenn auf der Titelseite einer solchen Zeitung dies steht:

Banker terroriserer hele samfunn

dann ist die Kacke nicht nur am dampfen, sondern am brennen.

Uebersetzung: „Die Banken terrorisieren die gesamte Gesellschaft“.

Dies bezogen auf die anhaltende wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche, soziale usw. usf. Krise in Europa.

Schon interessant, die Presselandschaft hier in Norwegen.

James Wood schreibt wohl in seinem Buch „How Fiction Works“:

Literature make us better noticers of life; we get to practice on life itself […].
(via)

Zurueckdenkend ueber die letzte Dekade, kann ich das voll bestaetigen. Sowohl, was die rein praktischen Dinge anbelangt, als auch die aesthetische Seite des Lebens.