Archive for the ‘Kevin Bacon’ Category

Beim letzten Mal gruebelte ich noch, hatte mich dann aber relativ schnell entschieden, doch zunaechst die Reproduzierung(en) der noch ausstehenden Linklevelverteilungen, der anderen drei untersuchten Grøszen von Interesse, vorzunehmen.

Im Nachhinein sehe ich, dass ich das thematisch alles schon in diesen Beitrag haette packen sollen. Hab ich nicht gemacht und deswegen hole ich das jetzt alles auf einmal nach. Andererseits lag in meinen urspruenglichen Betrachtungen eine Art „Fluss“, und Ausgangspunkt waren oft eben diese Linklevelverteilungen. Den „Fluss“ dessen was aus den den (totalen) Links pro Linklevel folgte støre ich mit dem Beitrag hier. Und wenn ich die Reproduzierung von Folgesachen der anderen drei Grøsze angehe, dann hat der „Fluss“ keinen natuerlichen Ausgangspunkt sondern ich muss immer hierauf verweisen … aber ich schweife ab, denn wie die Existenz dieses Artikels zeigt, ist die „Flusssache“ anscheinend dem „Themapunkt“ untergeordent.

Es geht gleich los mit der (Summe der) neuen Links pro Linklevel:

Damals hatte ich die schnell abgehandelt, als ich die (Summe der) totalen Links pro Linklevel abschloss. Es gab bei dieser Verteilung naemlich nicht viel zu holen. Und auch bzgl. der Reproduzierung gibt’s nix Neues zu sagen (Wortspielkasse! … wegen „nix Neues bei neuen Links“ … tihihihi … falls das unklar sein sollte) was nicht schon bzgl. der totalen Links gesagt wurde.

Deswegen geht es sogleich weiter mit den Selbstzitaten pro Linklevel:

Hier ist der damalige Beitrag dazu und es gibt i.A. (nocheinmal) nicht viel zu sagen, was im Wesentlichen nicht bereits frueher gesagt wurde. Zwei Sache stechen aber hervor, wenn man genauer hinschaut und mal drueber nachdenkt.
Waehrend die Kurven (im Wesentlichen!) uebereinander liegen, es sich also nicht viel aenderte, so gibt es auf Linklevel 0 tausend Mal mehr Selbstzitate. DAS ist signifikant und sollte untersucht werden … aber nicht von mir.
Auszerdem scheint mir der „Einbruch“ roten Kurve bei Linkleveln grøszer als ungefaehr 20 systematisch zu sein. Das kønnte taeuschen, ich denke aber, dass das eine genauere Untersuchungen wert ist … ihr, meine lieben Leserinnen und Leser ahnt es bestimmt schon (und seid sicherlich ein bisschen traurig deswegen): diese naehere Untersuchung werde ich auch nicht mehr vornehmen.

Ich hatte mich damals dann in einem Muster „verlaufen“, was gar nicht da war (sozusagen eine Fata Morgana). Ich kann mich nicht erinnern, dass ich das jemals wieder aufgegriffen haette. Zum Glueck hatte ich auch geschrieben:

[…] sollte ich nix weiter in diese Richtung finden, dann erwaehne ich das still und heimlich einfach nicht mehr.

Folgt mir! Liegt mir zu Fueszen! Benennt eure Kinder nach mir, denn ich bin ein Prophet!  … … … oh … ich schwoff ab und wollte eigtl. sagen, dass das damit auch „reproduziert“ ist, denn es gibt hier eigtl. nix zu reproduzieren.

Nun die (Summe der) Linkfrequenz pro Linklevel:

Damals hatte ich das mit der gleichen Kurve bzgl. der totalen Links verglichen. Ich denke, dass das an dieser Stelle unnøtig ist, und sei es aus dem gleichen Grund wie oben: es gibt auch hier bzgl. der Veraenderungen in den 2023 Daten nix weiter zu sagen, was nicht schon gesagt wurde.

Sehr gut … Das ging diesmal fix und mehrere Sachen schaffte ich in einen Beitrag zu packen … das passiert ja nicht so haeufig.

Die beim letzten Mal reproduzierten Untersuchungen fuehrten mich damals zu einem der wichtigsten Kevin Bacon Resultate ueberhaupt: die durchschnittliche Anzahl der Zitate unterliegt einem maechtigen Gesetz. Oder anders: das ist bei doppellogarithmischen Achsen linear! Krass wa!

Wichtig: bei diesen Untersuchungen wurde davon ausgegangen, dass die Anzahl der Zitate die UNabhaengige Grøsze ist. Oder anders an einem Beispiel: alle Links einer Seite mit 5 Zitaten hab ich genommen und auf einen „Haufen“ geworfen. Auf diesen Haufen kamen NUR die Links von Seiten mit 5 Zitaten (egal wieviele Links das waren). Auf einem anderen Haufen haeufte ich alle Links aller Seiten mit 6 Zitaten an; usw. Fuer den Durchschnitt teilte ich am Ende einfach die Anzahl aller Links in einem gegebenen Haufen mit der Anzahl aller Seiten die zu diesem Haufen beigetragen haben.
Ich habe das nochmal so ausfuehrlich beschrieben, damit sichtbar wird, dass ich damals auch hier wieder NICHT die umgedrehte Konstellation betrachtet habe. Oder anders: wird das das Gleiche, wenn man die Anzahl der Zitate einer Seite durchschnittifiziert, wenn man die Anzahl der Links der besagten Seite als unabhaengige Grøsze hernimmt?

Tja … und hier sieht man nun beide Sachen:

Tada! Das ist auf den ersten Blick nicht das Gleiche … aber ich kann euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern versichern, dass es sehr wohl das Gleiche ist.

Am wichtigsten ist, dass die Anstiege der linearen Teile der Daten im Groszen und Ganzen uebereinstimmen. Aufgrund unterschiedlicher Skalen sieht man das nur nicht so gut. Aber wenn man das gleich skaliert dann ist’s im Wesentlichen das gleiche Ergebniss … ich hab das jetzt zwar nicht konkret ausgerechnet, aber ich hab ’n Lineal an’n Monitor gehalten und parallel verschoben (bei richtiger Achsenskalierung) und das war im Wesentlichen das gleiche … OKOK … es war kein Lineal und Parallelverschiebung, sondern ’n Blatt Papier an den Monitor gehalten, dann hab ich (MIT LINEAL) den einen Anstieg „durchgepaust“, das Papier an der Unterkante des Monitors zum naechsten Graphen (parallel)verschoben, dort den Anstieg abgepaust … und das hatte zwar kleine Abweichungen, aber innerhalb der Genauigkeit aller Untersuchungen (und insb. der „Pausmethode“) wuerd ich sagen, dass das alles gleich war.
Und das SOLLTE auch so sein (was der Grund ist, warum das so wichtig ist), dass die Anstiege gleich sind. Auch wenn das in den beiden Faellen aus anderen Gegebenheiten so ist, denn die Anzahl der Seiten mit einem gegebenen Zitatewert ist unabhaengig von der Anzahl der Seiten mit dem selben LINKwert. Aber im Mittel ueber (sehr) viele Seiten, sollte das das Gleiche sein.
Dass dem wirklich so ist fetzt und bestaetigt im Nachhinein, dass mein Ansatz mit dem Mittelwert gar nicht so falsch ist … das ist wichtig, denn darauf basierten ein paar Schlussfolgerungen und Erklaerungen im weiteren Verlauf des Kevin Bacon Projekts.

Warum das auf den ersten Blick so ungleich aussieht, ist das unterschiedliche Verhalten des Verlaufs der beiden Durchschnitte bei hohen Werten auf der Abszisse. Was natuerlich nicht weiter verwunderlich ist, eben wg. besagter Unabhaengigkeit und weil wir hier in den Bereich kommen, wo oft nur sehr wenige, in vielen Faellen einzelne, Seiten einen ganzen Datenpunkt ausmachen … da kann man also mittels einer Durchschnittifizierung keine „versteckte“ Information „rauskitzeln“.

Ach ja, es ist eine reine Formalitaet (denn man sieht’s ja), aber ich sollte erwaehnen, dass die 2023 Daten die 2020 Daten reproduzieren.

Sooo … das ging schøn schnell heute.

Damals hatte ich dann nur noch den Rest der Verteilung der totalen Links angeschaut und da war nix weiter zu holen und ich hatte die gesamten Verteilungen bereits reproduziert. Und dann folgte (wie so oft) eine kurze Betrachtung der „Ausreiszer“, die ich hier auch nicht wiederholen werde. Dito, bzgl. der daran anschlieszenden Fehlerbetrachtungen.

Tjoa … jetzt muss ich ueberlegen ob ich mir erstmal die Linklevelverteilungen fuer die anderen drei Grøszen von Interesse anschaue (und damit dem damaligen „Spielplan“ vorgreife), oder „chronologisch“ weitermache.
Ich tendiere zu Ersterem, aber das muss ich nicht jetzt entscheiden.

Die Sachen die ich beim letzten Mal reproduzierte (und leicht erweiterte) machten mich damals stutzig, denn die Kurven hatten fuer meinen Geschmack einen viel zu starken Anstieg. Deswegen untersuchte ich (damals) wie stark Seiten mit unterschiedlichen Anzahlen an Zitaten und Links auf Linklevel 0 zur Anzahl der totalen Links auf Linklevel 1 beitragen.
Das wollte ich jetzt natuerlich nochmal machen und die entsprechenden Programme hatte ich schon vor Monaten geschrieben. Leider habe ich diesmal nicht richtig hingeschaut und das als „Beitrag zur Anzahl der total Links auf LL0“ (man beachte den Linklevelindex!) gelesen (anstatt „auf LL1„). Dadurch hab ich dann Zeit verschwendet, weil besagte Programme vermeintlich falsche Zahlen lieferten. Der Fehler klaerte sich nach ca. 2 Stunden auf.

Aber der Reihe nach und als Erstes nochmal kurz worum es heute geht. Wenn ich an ’ne Sache rangehe, mache ich oft erstmal ’ne Fermi Abschaetzung. Etwas genauer: ich schau mir Mittelwerte an und ueberlege mir wie diese Sache aussehen sollte, wenn man nur mit den Mittelwerten rechnet. Damals kam aber ganz schnell heraus, dass die durchschnittliche Anzahl der Links und Zitate, gemittelt ueber ALLE Seiten, einen VIEL kleineren Anstieg der totalen Links verursachen sollte. Ich hatte dann relativ schnell die Idee, dass mglw. Seiten die extrem oft zitiert werden einen ueberproportionalen Anteil an dem Anstieg haben kønnten, der mitnichten mittels einer Mittelwertsueberschlagsrechnung erfasst werden kann.
Oder anders (mit Zahlen): eine Seite die auf LL0 fuenf mal zitiert wird und die fuenftausend Links hat, traegt auf LL1 25-tausend (totale) Links bei. Der Beitrag einer Seite mit nur einem Link, die aber 250-tausend Mal zitiert wird, ist hingegen zehn Mal so hoch.

Das soll reichen zu dem was man hier (wieder) sieht; mehr Details gibt es in den entsprechenden Artikeln von damals.
Ach ja, wenn ich schon dabei bin sollte ich auch auf einen Fehler hinweisen. Bei der Kurve bzgl. des kumulativen Beitrags habe ich damals die Werte fuer NULL mal zitierte Seiten mit dazugezaehlt. Die tragen aber NICHT bei, weil die ja nicht zitiert werden. Das fuehrt aber NICHT zu einer Aenderung des Anstiegs der Kurve, sondern nur zu einer konstanten Verschiebung von weniger als 1 Million … da die Ordinate bis fast 40 Milliarden geht, sieht man das gar nicht und HIER ist das jetzt alles richtig!

Aber nun die Diagramme. Zunaechst das zur Reproduzierbarkeit …

… bei der (wie damals) als Unterscheidungsmerkmal der betrachteten Seiten die Anzahl der Zitierungen herangenommen wurde. Die schwarzen Punkte (linke Ordinate) repraesentieren die Summe aller Produkte von Anzahl Links und Anzahl Zitierungen aller Seiten mit einer gegebenen Anzahl Zitate auf LL0. Die Punkte der 2023 Daten sind im Wesentlichen die Gleiche wie die fuer die 2020 Daten.
In den 2023 Daten gibt es aber mehr Seiten mit unterschiedlichen Anzahlen an Zitierungen. Wegen der logarithmischen Komprimierung sieht man die entsprechendne Punkte nicht. Die sind aber ein Grund, warum die kumulative Anzahl Links auf LL1 (blaue Punkte, rechte Ordinate) der 2023 Daten schneller waechst als die der 2020 Daten. Desweiteren liegen die schwarzen Punkte ein bisschen ueber den grauen Punkten. Man muss genau hinschauen und sieht es vermutlich am besten am Anfang um 10 Zitate rum … der Unterschied ist gering, aber echt. Oder anders: es gibt in den 2023 Daten nicht nur mehr Seiten mit anderen / unterschiedlichen Zitaten als in den 2020 Daten, sondern auch mehr Seiten die bspw. 5 Zitate haben. Und das „haut dann rein“ bei den kumulativen Kurven … denn das liegt ja schon in der Definition der kumulativen (!) Kurven.
Aber alles „geht mit rechten linken Dingen zu“, denn die Form der Anstiege (im Wesentlichen linear) aendert sich nicht.

Damals nicht betrachtet hatte ich, wie das Ganze aussieht, wenn man die Anzahl der Links herannimmt als Unterscheidungsmerkmal der betrachteten Seiten. Aber das ist ja das Schøne, wenn man die entsprechenden Programme nochmal neu schreibt und dabei allgemeiner fasst; es „fallen mehr Sachen raus“. Auf den ersten Blick das sieht das …

… erstmal sehr aehnlich zum obersten Diagramm aus, sowohl qualitativ als auch quantitativ. Letzteres natuerlich nur bzgl. der Ordinate. Insb. verhalten sich die 2023 Daten nicht anders als die 2020 Daten (innerhalb der zu erwartenden Grenzen).
Auf den zweiten Blick sieht die Verteilung der schwarzen Punkte dann aber doch anders genug aus, sodass ich da mal „reingezoomt“ habe:

Tatsaechlich! bei vielen Zitaten „gehen die Punkte hoch“, waehrend sie „runter“ gehen bei vielen Links … da kann wer anders mglw. was mit machen, ich lasse das hier nur noch ohne weitere Kommentare stehen.

An der Stelle liesz ich damals die durchschnittliche Anzahl Links (bei gegebener Anzahl an Zitaten) folgen. Das verschiebe ich auf den naechsten Beitrag, weil dies eines der wichtigsten Ergebnisse ueberhaupt war, welches oft zur Erklaerung anderer Phaenomene herangezogen wurde.

Ich kam dann damals nochmals auf die Beitraege der einzelnen Seiten (gruppiert nach der Anzahl der Zitate) zurueck und schaute mir das in einem zweidimensionalen Grafen an, in dem Information ueber eine dritte Dimension (besagte Gruppierung) in den einzelnen Punkten „versteckt“ war.
Das war wichtig, denn diese Kurve zeigte ungeheuer beeindruckend wie stark _ganz_ wenige Seiten mit vielen Zitaten die Dynamik der total Links insb. am Anfang beeinflussen … womit der Grund der oben erwaehnten Stutzigkeit gefunden war.
Hier sind die entsprechenden Kurven:

Bzgl. dessen wie dieses Diagramm zu lesen ist verweise ich auf den damaligen, verlinkten, Beitrag. Nur drei Sachen seien gesagt.
Zum Einen schaue ich mir nicht nur die Gruppierung nach Anzahl der Zitate (rote Punkte) an, sondern auch nach Anzahl der Links (schwarze Punkte).
Zum Zweiten unterscheiden sich die 2023 Daten nur insofern, dass sie sich weiter nach rechts „ausdehnen“. Das liegt natuerlich wieder daran, weil es in den 2023 Daten mehr Seiten gibt.
Zum Dritten scheint die Dynamik der Kurven in denen die Seiten nach der Anzahl der Links gruppiert sind, etwas „ruhiger“ zu sein als die der Kurven in denen die Seiten nach Anzahl der Zitate gruppiert sind. Oder anders: die roten Kurven verlaufen ab ungefaehr 5 Millionen auf der Abzsisse etwas „flacher“ (nicht viel) als die schwarzen Kurven um dann zum Ende einen „Extraschub“ hinzulegen und staerker zu „beschleunigen“. Am Endergebnis aendert das nix, kønnte aber mglw. durchaus von Interesse sein sich mal naeher anzuschauen … fuer andere … nicht (mehr) fuer mich.

Das soll genug sein fuer heute. Wie bereits erwaehnt: beim naechsten Mal dann die durchschnittlichen Links / Zitate bei gegebener Anzahl Zitate / Links.

Nach den Relevanzbetrachtungen folgten damals drei Monate lang technische Beitraege auf die ich hier nicht nochmal eingehen muss. Aber danach ging es dann endlich los mit den Linknetzwerkeigenschaften und zunaechst betrachtete ich den Anstieg der Verteilung der Anzahl der (totalen) Links (und hier auch) pro Linklevel. Nur daraus folgten naemlich etliche sehr interessante Erkenntnisse und das muss ich ueber die naechsten paar Beitraege reproduzieren (ich versuche mich kurz zu halten).
Wie immer: die damals naeher betrachteten grøbsten Abweichungen schaue ich mir nicht nochmal an. Dito bzgl. der damals daran anschlieszenden Fehlerbetrachtung.

Der Anfang ist schnell gemacht, denn bei der Summe (ueber alle Seiten) der totalen Links pro Linklevel ist nicht viel passiert:

Der grøszte Unterschied liegt im Ende, das von 72 Linkleveln in den 2020 Daten zu 83 Linkleveln in den 2023 Daten gewandert ist. Ansonsten sind die Unterschiede marginal (also wie erwartet) und die Form der Kurve bleibt erhalten.

Um den starken Anstieg am Anfang zu erklaeren stellte ich mal damals die Anzahl der Links ueber der Anzahl der Zitate fuer alle Seiten dar … und erhielt einen „schwarzen Klumpen“. Hier …

… habe ich das reproduziert und wieder gibt es keine groszen Unterschiede. Auszer im Diagramm an sich, denn damals ist mir nicht aufgefallen, dass die „Nullwerte“ (also entweder keine Zitate oder keine Links) abgeschnitten wurden. Wieder ist wichtig, dass die Form des „schwarzen Klumpens“ im Wesentlichen erhalten bleibt; sogar der kleine „Pøppel“ der oben rausschaut und insb. die „Abbruchkante“ auf der rechten Seite.

In diesem Diagramm ist eine Information versteckt, die ich damals nicht weiter betrachtet hatte: die Anzahl der Seiten mit eindeutigen Zitate-Links-Kombinationen. Ein Beispiel: man nehme an, dass es 8 Seiten gibt, die 23 Zitate und 5 Links haben. Diese 8 Seiten sind alle in nur einen einzigen Punkt gequetscht.
Weil ich die Programme die das auswerten nochmal neu geschrieben habe, hab ich’s jetzt eingebaut, dass diese Information mit „ausgespuckt“ wird … und das sieht dann so aus:

ACHTUNG: bei diesen „flachen“ Bildern „versteckt“ sich jeweils eine Dimension in den Punkten an sich; im linken Diagramm die Anzahl der Links und im rechten Diagramm die Anzahl der Zitate. Mit dem Zahlen aus dem obigen Beispiel haette man dann im linken Diagramm einen Punkt bei den Koordinaten (23, 8) und im rechten Diagramm bei den Koordinaten (5, 8). Weil aber die Information jeweils einer Dimension verloren geht, kønnte im linken Diagramm direkt darunter ein Punkt sein, der die sieben Seiten repraesentiert die AUCH 23 Zitate haben, aber mit 42-tausend Links. Diese sieben Seiten wuerden im rechten Diagramm dann natuerlich auch „eins unter“ dem urspruenglichen Beispielpunkt sein, aber natuerlich viel weiter rechts davon (also mitnichten in der inmittelbaren Naehe). Im Gegensatz dazu kønnte ebenso auf unserem urspruenglichen Beispielpunkt (im linken Diagramm) ein weiterer Punkt liegen, der die 8 Seiten repraesentiert die AUCH 23 Zitate haben, aber 23,517 Links. (Hausaufgabe: man ueberlege sich wo dieser Punkt im rechten Diagramm liegen wuerde).

Eigentlich sollte man das also dreidimensional darstellen. Aber zum Einen sind solcherart Darstellungen mit logarithmischen Achsen schwer zu machen (es geht sicher, aber nur mit rumtricksen und ich hab da gerade keine Lust drauf).  Zum Anderen sind 3D-Diagramme gedacht interaktiv zu sein. Man soll die „in die Hand“ nehmen und Drehen und Wenden, um die Daten von allen Seiten zu betrachten. Das geht natuerlich hier nicht und deswegen lasse ich das gleich bleiben (es geht sicher, aber dafuer braucht man bestimmt irgend ’ne Erweiterung (so wie bei LaTeX-Formeln oder Tabellen) und ich versuche Erweiterungen so weit wie møglich zu vermeiden).

Ich diskutiere jetzt nur noch das Offensichtlichste. Zunaechst sehen die Einhuellenden aus wie die Anzahl der Seiten pro Links oder Zitierungen. Wenn man die entsprechenden Kurven normiert, ist dem aber nicht nicht so (muesst ihr, meine lieben Leserinnen und Leser einfach mal glauben, ich wollte das naemlich nicht auch noch diagrammisieren, weil’s jetzt nicht so wichtig ist). Ich habe das jetzt nicht kontrolliert, aber wenn man alle Punkte zu einem gegebenen Wert auf der Abzsisse aufsummiert, sollte man die erwaehnten Kurven erhalten.

Wenn man aber genauer hinschaut, dann sieht man, dass die Einhuellenden sich nicht so verhalten wie sie „sollten“. Nach allem was ich in diesem Projekt gesehen habe, wuerde ich „maechtige Gesetze“ erwarten. Bei der Einhuellenden im linken Bild kann man das nicht mal mit viel Fantasie sehen. Im rechten Diagramm liegt eine solche Situation zwar durchaus vor, aber es gibt da so ’ne Delle mittendrin. Ich hatte an anderer Stelle (hab jetzt keine Lust das raus zu suchen) vermutet, dass in der Wikipedia zwischen Ende 2020 und Ende 2023 mglw. eine grosze „Løschaktion“ stattgefunden hat. Meine erste Annahme war deswegen, dass diese Delle ein Resultat dessen sein kønnte.

Andererseits gibt es bei der Anzahl der Seiten pro Links an der Stelle in auch eine Delle (nur nach AUSZEN wølbend und nicht wie hier, nach innen … also eher einen Buckel). Bei der Reproduzierung sieht man das nicht so gut, weil die Punkte so dick sind. Im urspruenglichen Beitrag ist’s in den Abweichungen zur eingezeichneten geraden Linie relativ gut zu erkennen. Ich hatte das damals nicht weiter betrachtet (und werde das auch heute nicht tun) weil die Abweichungen so klein sind … aber obiges (neues) Diagramm deutet ja eher darauf hin, dass hier irgendwas vor sicht geht. Das was vor sich geht hat zwar keinen all zu groszen Effekt, ist mit den richtigen Methoden und „Werkzeugen“ aber messbar. Ist also sowas Aehnliches wie das Higgs Boson … tihihi.
Damit sei abschlieszend zur Delle zu sagen, dass die also vermutlich KEIN Resultat einer „Løschaktion“ ist, eben weil sie in der Kurve der Anzahl der Seiten pro Links erhalten bleibt.

Aber das soll dazu reichen. Da kann man bestimmt noch andere fetzige Sachen mit machen (bspw. wie die Verteilungen der einzelnen Spalten und Zeilen aussehen), aber wieder einmal ueberlasse ich das Anderen.
Wie damals, werden mich auch beim naechsten Mal die Anzahl der Links in Abhaengigkeit von der Anzahl der Zitate weiter beschaeftigen.

.oO(Fast geschafft … das neue maechtige Werkzeug in aller Kuerze abzuhandeln).

Nachdem die Daten bedeutungskomprimiert und wertekomprimiert wurden, bleibt nur noch die spalten- bzw. reihenweise Normalisierung der komprimierten Daten uebrig. Die „Rohdaten“ wurden dieser Transformation bereits unterworfen und man konnte einige (nicht im Detail diskutierte) Phaenomene sehen. Damals fuehrte die Normierung der komprimierten Daten zur Entdeckung und Erforschung des „Blobs“. Das war durchaus spannend, aber so weit werde ich es heute nicht treiben.

Das hier ist allerdings der „dickste“ Brocken, denn bei zwei Achsenbedeutungen (Anzahl der Zitate oder Links), multipliziert mit zwei (um den verschiedenen „Achsenbedeutungskombinationen“ Rechnung zu tragen), multipliziert mit zwei Arten der Komprimierung (bedeutungskomprimiert oder wertekomprimiert), multipliziert mit zwei Arten der Normierung (reihen- oder spaltenweise), mal zwei Datensaetzen (2020 und 2023) will ich heute 32 Falschfarbenbilder abhandeln.

Zum Glueck kann das alles schøn „verpackt“ werden, wodurch im Wesentlichen keine 32 Bilder einzeln diskutiert werden muessen. Der „Wechsel“ zwischen den verschiedenen Datensaetzen ist bereits bekannt. Die folgenden Bilder sind zunaechst nach der Art der Normierung getrennt (erst die spaltenweise, dann die reihenweise Normierung). Eine weitere Trennung erfolgt nach der Art der Komprimierung (jeweils erst die Bedeutungs-, dann die Wertekomprimierung). Die vier (wechselnden) Falschfarbenbilder die uebrig bleiben sind in ein Gesamtbild gruppiert. Darin repraesentiert die Abzsisse der oberen beiden Bilder die Zitategruppe und der unteren beiden die Linksgruppe, waehrend die Ordinate der beiden linken Bilder die Zitategruppe und der beiden rechten Bilder die Linksgruppe darstellt.
Dank der Normierung kuemmert auch die Falschfarbenskala nicht all zu sehr, denn die geht immer von null bis eins. Und die Komprimierung erfolgte wie in den entsprechenden Beitraegen besprochen; jede Spalte / Reihe sollte ungefaehr ein Prozent der jeweiligen „Werte“ enthalten (mit wichtigen, zu beachtenden Ausnahmen, die in den besagten Beitraegen besprochen wurde!).

Dennoch bleibt der Aufwand grosz (ihr, meine lieben Leserinnen und Leser solltet lieber nicht fragen, wieviel Arbeit ich in die Erstellung der Falschfarbenbilder gesteckt habe) und deswegen werde ich nicht alles im Detail besprechen; insb. nicht bereits bekannte und diskutierte Phaenomene.

Genug der Vorrede und hinein ins Vergnuegen (und ein Vergnuegen ist es, denn man sieht so viel … irgendwie schade, dass ich das nicht mehr im Detail erforschen werde).

Hier sieht man die spaltenweise normierten, bedeutungskomprimierten Falschfarbenbilder:

Fetzt wa!
Das linke obere Bild ist der zu reproduzierende Teil und davon abgesehen, dass das damalige Farbschema Informationen hervorhebt die so nicht hervorgehoben werden sollten, ist alles wie erwartet.

Bei den beiden linken Bildern ist die grøszte Intensitaet in nur einer Spalte am jeweils unteren Rand. Das entspricht dem bereits sehr lange bekanntem Resultat, dass im Wesentlichen alle Seiten von anderen Seiten zitiert werden die selber nur (sehr) wenige Zitate erhalten.

Die beiden rechten Bilder sind da schon spannender. Die horizontalen hellen Streifen sind Artefakte durch die „Stufen“ in der Komprimierung. Die vertikalen dunklen Streifen (insb. im rechten unteren Bild) kommen durch die eine, sehr intensive, unterbrochene Reihe bei ca. Zitategruppe 8 zustande; eben weil die so viel „Intensitaet“ auf sich vereint, ist dann nicht mehr genug „uebrig“ fuer die restlichen Zellen in der Spalte. Dieser Streifen ist bereits in vorherigen Beitraegen aufgefallen und da hatte ich den auch schon nicht weiter untersucht. Im rechten unteren Bild sieht man noch eine helle Diagonale. Das ist ein (ebenso bereits bekanntes) Artefakt der Rohdatenverarbeitung und kommt durch Seiten die sich selbst zitieren zustande.
Ansonsten sagt die ungefaehr gleiche Intensitaet ueberall aus, dass es egal ist wie viele Zitate oder Links eine Seite selber hat, sie wird um Durchschnitt gleich oft von Seiten mit wenigen, mittelvielen, oder ganz vielen Links zitiert. Das ist an sich schon durchaus interessant. Das Wørtchen „ungefaehr“ ist aber wichtig, denn wenn man genau hinschaut, scheint es im rechten oberen Bild einen breiten Streifen von links oben nach rechts unten zu geben (besser zu sehen in den 2023 Daten). Das wuerde bedeuten, dass Seiten mit wenigen Zitaten ein bisschen øfter von Seiten mit weniger Links zitiert werden und Seiten mit vielen Zitaten øfter von Seiten mit mehr Links. Das kønnte als ’ne Art „Dynamik“ im Linknetzwerk interpretiert werden und ist mglw. hoch spannend naeher zu untersuchen.

Bei den spaltenweise normierten, wertekomprimierten Falschfarbenbildern …

… ergibt sich im Wesentlichen das Gleiche. Bei den beiden linken Bildern ist der intensive Bereich nur um eine Reihe nach oben gerueckt und „verschmiert“, aber das ist von vorher bekannt.
Im linken oberen Bild sieht man bereits den „Blob“, wenn man weisz wonach man schauen muss.

Damit kann ich zu den reihenweise normierten Falschfarbenbildern uebergehen. Zunaechst wieder die Bedeutungskomprimierten:

Das linke obere Bild ist wieder das was zu reproduzieren war und im Vergleich sieht man, warum die neue Farbpalette so viel besser ist. Wichtig: man sieht den „Blob“ ganz deutlich. .
Die beiden oberen Bilder werden im unteren (ca.) Drittel der 2023 Daten dunkler, was natuerlich wieder durch die Praeszenz der Wikipedia Hauptseite zu erklaeren ist. Die Hauptseite ist in den unteren Bildern der helle vertikale Strich und wenn man sich das genau anschaut, sieht man leicht, dass eben diese fuer die Intensitaetsveraenderungen auch hier verantwortlich ist.

Wenn man den Einfluss der Hauptseite „rausrechnet“ (und vom „Blob“ absieht), dann ist die Intensitaet bei diesen Bildern im Wesentlichen ueberall gleich. Bei der Interpretation dieses Ergebisses muss man sich daran erinnern, dass hier die REIHEN normiert sind. Man schaut also NICHT wie oben wo auf der Abzsisse sich die eine Seite von Interesse befindet um dann rauszufinden welche andere Seiten Erstere zitieren. Vielmehr schaut man zuerst wo auf der Ordinate die Seite von Interesse liegt und wen diese zitiert. Eine ungefaehr gleiche Intensitaet ueberall bedeutet dann also, dass es egal ist wieviele Zitate oder Links eine zitierende Seite hat, diese zitiert im Durchschnitt ungefaehr gleich viele Seiten mit wenigen Zitaten / Links, mittelvielen Zitaten / Links und vielen Zitaten / Links.
Es gibt natuerlich Ausnahmen; bspw. die etwas erhøhte „Aktivitaet in der „Region ueber dem Blob“ im linken oberen Bild. Diese Ausnahmen sind dann extra spannend und waeren zu untersuchen.

Nun gibt es zu den reihenweise normierten, wertekomprimierten Falschfarbenbildern …

… fast nix mehr zu sagen, weil da alles sehr aehnlich aussieht.
Von besonderem Interesse ist nur der „diagonale“ Streifen. Bei den bedeutungskomprimierten, Linksgruppe-ueber-Linksgruppe, bzw. Zitategruppe-ueber-Zitategruppe Bildern ist der tatsaechlich diagonal und von ’nem kleinen Knick abgesehen gilt das auch fuer die wertekomprimierte, Linksgruppe-ueber-Linksgruppe Darstellung. Aber im linken oberen Bild sieht man, dass dieser Streifen recht krumm ist (und wenn man zu den reihenweise normierten Bildern zurueck geht, sieht man das auch dort, nur nicht so deutlich). Auch das kønnte wieder als eine Art „Dynamik“ interpretiert werden, aber vermutlich andersgeartet als die oben erwaehnte (vllt. aber auch nicht).

Hach ja … spannend, spannend, spannend … und all das bringt das neue Werkzeug ans Tageslicht. Cool wa!

Fuer mich reichts aber damit. Dafuer dass ich das urspruenglich gar nicht machen wollte, sind da ganz schøn viele Beitraege draus geworden. Bevor ich mich an diese Sache setzte schrieb ich:

[…] ich [hatte] da[mals] „nur“ bunte 2D-Falschfarbendarstellungen bei denen ich genau „reinzoomen“ musste um Details zu besprechen. Oder anders: bei denen sieht man bei so kleinen Veraenderungen ohnehin keinen Unterschied (und „reingezoomt“ hatte ich nur bei Anomalien die vermutlich immer noch da sind und wenn nicht mir auch nix ueber das Grosze und Ganze verraten). Solche „bunten Karten“ kann ich auch nicht zum besseren Vergleich uebereinander legen. Vermutlich werd ich da also nicht nochmal drueber schauen mit den neuen Daten […].

Tja, da hab ich mich gehørig getaeuscht und ich bin froh, dass doch gemacht zu haben. Und beim naechsten Mal dann … uff … weisz ich gerade noch gar nicht … vermutlich muss ich erstmal wieder was in meinem Code aufraeumen und neu schreiben, bevor ich die naechste Sache bzgl. der Reproduzierbarkeit checken kann.

Die beim letzten Mal vorgestellte Wertekomprimierung wird heute in Falschfarbenbilder umgesetzt. Das Ganze geht schnell, denn das was man in solchen Darstellungen sieht und wie das zu interpretieren ist habe ich mehr oder weniger allgemein bereits mehrfach diskutiert. Beim vorletzten Mal besprach ich auszerdem im Detail, wie die Komprimierung auf solche Bilder wirkt und wie das zu verstehen ist. Ebenso muss der Einfluss der Wikipedia Hauptseite in den 2023 Daten nicht schon wieder auseinanderklamuesert werden.

Es gilt hier: dito … natuerlich mutatis mutandis in Betracht dessen, dass die Komprimierung (etwas) anders ist (und dadurch insb. die „Laenge“ der Ordinaten (vulgo: wieviele Zahlen drauf sind) deutlich unterschiedlich sein kann … aber das wurde auch bereits (mehrfach) betrachtet).
Die spannenden Sachen passieren, wenn man diese beiden Komprimierungen miteinander vergleicht (und damit meine ich NICHT eventuelle Intensitaetsunterschiede).

Zunaechst wieder die Falschfarbendarstellungen bei der die Abzsisse die (diesmal wertekomprimierte) Zitategruppen darstellt.

Das linke Bild ist im Wesentlichen das Gleiche wie beim vorletzten Mal. Dass rechte Bild hingegen ist von groeszerem Interesse, weil es null-komma-nix-nicht-mal-ein-winziges-bisschen von dem gleichen bedeutungskomprimierten Falschfarbenbild zu unterscheiden ist (abgesehen von der Beschriftung der Achsen). Der Grund dafuer war die Hausaufgabe vom letzten Mal:

Wenn die Abzsisse die Anzahl der Zitate repraesentiert so ist der SPALTENanteil identisch mit der Bedeutungskomprimierung, bezogen auf die ZITATE. […]
Der ZEILENanteil wird identisch mit der Bedeutungskomprimierung, bezogen auf die LINKS, wenn die Ordinate die Anzahl der Links repraesentiert.

Hiermit ist dann also auch …

[…] da muss ich dran denken, dass beim naechsten Mal zu kontrollieren

… abzuhaken :) .

Dank der vielen Vorarbeit war das auch schon alles dazu. Somit kann ich schnurstracks zur Falschfarbendarstellungen kommen, bei der die Abzsisse die (diesmal wertekomprimierte) Linksgruppen darstellt.

Im linken Bild gibt es diesmal einen wichtigen Unterschied: es gibt nicht nur einen hellen Streifen am unteren Ende des Diagramms, sondern einen hellen Bereich, der sich ueber die ersten … ich sag jetzt mal ungefaehr 5 bis 8 Zeilen hinzieht. Mit dem Blick auf die entsprechenden Diagramme vom letzten Mal wird natuerlich sofort klar, warum das so ist und ich gehe da nicht nochmal drauf ein. Das an sich ist von Interesse, wenn man die Gesamtheit des Wikipedia Linknetzwerks untersucht. Und wieder wurde das erst durch das neue Werkzeug sichtbar gemacht und man sieht es NUR in den werte(!)komprimierten Daten … cool wa!

Genug fuer heute … das war’s aber noch nicht ganz mit dem neuen Werkzeug, denn auch wenn die Komprimierung mehr hervorbringt, so sind doch grosze Teile der Falschfarbenbilder immer noch schwarz. Deswegen wendete ich auf die komprimierten Daten auch noch zwei Normierungen an … dazu mehr beim naechsten Mal (und ich versuche es auf nur noch einen Beitrag zu begrenzen … aber ihr, meine lieben Leser und Leserinnen, kennt mich ja, mich kurz fassen zaehlt nicht zu meinen Staerken).

Wie bereits beim vorletzten Mal versprochen (und dann aus organisatorischen und didaktischen Gruenden einmal verschoben), gehe ich heute auf die zweite Art der Komprimierung ein.

Anders als bei der vorher behandelten Bedeutungskomprimierung, ist die Wertekomprimierung sehr einfach zu verstehen. Hierbei schaut man naemlich nur auf den Gesamtinhalt einer Spalte (oder Zeile) und setzt den ins Verhaeltniss zum Inhalt der gesamten Matrix. Im weiteren spreche ich nur von Spalten, aber wie vormals gilt das Gleiche auch fuer die Zeilen (mutatis mutandis … und ja, ich such nach Gelegenheiten diesen Ausdruck so oft wie møglich zu verwenden … ich find den so fein).

Der Inhalt der gesamten Matrix ist die Summe ueber alle (Gesamt)Spalteninhalte. Oder anders: das ist die Summe aller Zitate die alle Seiten haben … was natuerlich der Summe aller Links aller Seiten entspricht … was natuerlich der Summe ueber alle (Gesamt)Zeileninhalte ist … was natuerlich bedeutet, dass diese Zahl komplett unabhangig von den Achsenbedeutungen ist und dieser eine Wert sowohl fuer die Spalten- als auch die Zeilenkomprimierung zu benutzen ist.

Der Gesamtinhalt einer Spalte ist die Summe ueber alle Zellen der gegebenen Spalte. Es ist zu beachten, dass diese Werte davon abhaengig sind, welche Bedeutung die Abzsisse und Ordinate haben, obwohl es sich hierbei NICHT um eine Bedeutungkomprimierung handelt. Ich gehe darauf weiter unten etwas genauer ein.
Fuer jede Spalte wird dann der Anteil berechnet, den diese am Inhalt der gesamten Matrix hat und dieser Wert wird dann wie bei der Bedeutungskomprimierung herangezogen um zu ermitteln, wie wieviele Spalten aufaddiert werden muessen, um den festgelegten Komprimierungswert zu erreichen.

Insgesamt hat man also vier verschiedene Komprimierungen fuer die Spalten und Zeilen. Wenn die Abzsisse die Anzahl der Zitate (die eine Seite erhalten hat) repraesentiert, dann ist der Gesamtinhalt einer gegebenen Spalte unabhaengig davon, ob die Ordinate das Selbe repraesentiert, oder die Anzahl der Links einer Seite. Es gibt also nur zwei unterschiedliche Komprimierungen fuer die Spalten, entsprechend den zwei møglichen Bedeutungen; nennen wir diese hier mal kurz A und B. Das Gleiche gilt natuerlich fuer die Zeilen und diese zwei Komprimierungen nenn ich mal kurz 1 und 2. Beides kombiniert ergibt am Ende vier Falschfarbenbilder, mit den Komprimierungskombinationen A1, A2, B1 und B2.

Hier muss ich etwas weiter ausholen, denn auf den ersten Blick scheint das wie bei der Bedeutungskomprimierung zu sein; dort gab es auch vier Falschfarbenbilderkomprimierungskombinationen. Der wichtige Unterschied ist aber, dass die Bedeutungskomprimierung nur fuer eine Achse ausgerechnet werden muss und dann auch fuer die andere Achse gilt (so diese dann die selbe Bedeutung hat). Bei der Wertekomprimierung gilt das nicht und kurz gesagt liegt das daran, dass die Seiten auf der Abzsisse von den Seiten auf der Ordinate zitiert werden.
Oder anders: bei der Bedeutungskomprimierung hat man nur zwei Komprimierungen (A & 1) und die Kombinationen waeren AA, A1, 1A und 11. Es ist zu beachten, dass es bei der Wertekomprimierung KEINE AA-, BB-, 11-, oder 22-Komprimierungskombinationen gibt.

Ein Beispiel macht das hoffenlich anschaulicher. Man denke sich eine Seite die 5 Mal zitiert wird und selber 23 Zitate hat. Wenn die Abzsisse die Anzahl der Zitate repraesentiert wird diese Seite in Spalte 5 gezaehlt und wenn die Bedeutung der Abzsisse die Anzahl der Links ist in Spalte 23. Qualitativ ist das bei beiden Komprimierungsarten im Wesentlichen das Gleiche (auch wenn quantitativ was anderes bei raus kommt). Wichtig ist nun, dass, wie auch immer die Bedeutung der Abzsisse ist, diese Seite in jedem Fall zu der jeweiligen Spalte immer nur 5 „Punkte“ beitraegt, denn (und ich wiederhole mich hier) in den Falschfarbenbildern ist dargestellt, wie oft die Seiten auf der Abzsisse von den Seiten auf der Ordinate zitiert werden.
Nun wende man sich zur Ordinate. Hier findet sich diese Seite in Zeile 5 oder 23 wieder. Soweit erstmal kein Unterschied und das ist der Grund, warum man die Bedeutungskomprimierung nur fuer eine Achse ausrechnen musste. Weil diese Seite aber 23 andere Seiten zitiert, ist der Beitrag dieser Seite zur jeweils gegebenen Zeile 23 „Punkte“. Oder anders: ein und die selbe Seite traegt zu den Spalten anders bei als zu den Zeilen. Deswegen muss man jeweils zwei Anteilverteilungen (der jeweiligen Spalte / Zeilen) pro Achse berechnen.

Und jetzt passiert was kurioses … ist aber logisch, wenn man mal drueber nachdenkt, was ich euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern als Hausaufgabe ueberlasse. Wenn die Abzsisse die Anzahl der Zitate repraesentiert so ist der SPALTENanteil identisch mit der Bedeutungskomprimierung, bezogen auf die ZITATE. Das gilt nicht, wenn die Abzsisse die Anzahl der Links repraesentiert.
Der ZEILENanteil wird identisch mit der Bedeutungskomprimierung, bezogen auf die LINKS, wenn die Ordinate die Anzahl der Links repraesentiert. Das passiert aber nicht wenn die Ordinate die Anzahl der Zitate repraesentiert.
Oder anders: wenn ich die Links ueber Zitate darstelle, so sollten die Falschfarbenbilder der Bedeutungs- und Wertekomprimierung identisch sein … da muss ich dran denken, dass beim naechsten Mal zu kontrollieren.

Ich erwaehne das, denn dieser Umstand ist hier und heute von Vorteil. Anstatt vier Anteilsverteilungen (und deren Komprimierungen) muss ich nur zwei zeigen, denn die anderen beiden sind ja schon im Beitrag vom vorletzten Mal zu sehen … man muss dann in Gedanken nur die Beschriftung der Ordinate aendern, aus „Anteil an allen Zitaten / Links (%)“ wird „Spaltenanteil (%)“ bzw. „Zeilenanteil (%)“ (ditomutatis mutandis … hehe … bei den Anteilen der komprimierten Gruppen).

Nun muss ich gar nicht mehr all zu viel sagen zu den folgenden Diagrammen, denn beim Beitrag zur Bedeutungskomprimierung hatte ich ausfuehrlich besprochen, wie man solche Diagramme liest und deren Informationsinhalt betrachtet.
Hier die Diagramme mit der neuen Information bzw. des Spalten- bzw. Zeilenanteils (bei entsprechender Bedeutung der jeweiligen Achse):

Form und Maximum der Kurve des Spaltenanteils (wenn die Abzsisse die Linksgruppen repraesentiert, linkes Diagramm) sind qualitativ wie bei der Bedeutungskomprimierung (aber quantitativ natuerlich anders). Das Einzige was (sogar im Wortsinne) heraus sticht ist der von der Wikipedia Hauptseite verursachte Punkt in den 2023 Daten. Das ist ja nun nicht mehr unerwartet, aber dieser macht den Unterschied in den beiden Komprimierungsmethoden deutlich, trotz aller qualitativen (und bei entsprechenden Achsenbedeutungen auch quantitativen) Aehnlichkeiten.

Die Kurve fuer den Zeilenanteil (wenn die Ordinate die Zitategruppen repraesentiert, rechtes Diagramm) ist hingegen vøllig anders; wenn man aber mal drueber nachdenkt dennoch logisch.
Hier sieht man auch, warum solche Diagramme wichtig sind, um die komprimierten Falschfarbenbilder vernuenftig zu interpretieren. Ich werde naemlich wieder ein Komprimierungsintervall von einem Prozent waehlen, aber die ersten zehn Zitategruppen liegen da extrem deutlich drueber.

Viel mehr gibt’s hierzu nicht zu sagen und ich kann ohne Umschweife zu den (auf ca. 1 %) komprimierten Gruppen kommen:

Hier muss ich nun fast gar nix mehr sagen, denn die Spruenge, warum einige Punkte unter, bzw. ueber ein Prozent liegen und wieso die Anzahl der komprimierten Gruppen nicht 100 betraegt, wurde ausfuehrlich beim letzten Mal diskutiert. Was ich im letzten Abschnitt bzgl. den extrem-deutlich-ueber-1-%-Anteilen der ersten zehn Zeilen sagte spiegelt sich natuerlich im rechten Diagramm wieder und ist der Grund, warum es hier gerade mal 66 komprimierte Gruppen gibt.

Alright … wenn’s nix zu sagen gibt, dann will ich das auch nicht unnøtig in die Laenge ziehen. Beim naechsten Mal gibt’s die dazugehørigen Falschfarbenbilder.

Beim letzten Mal schrieb ich, dass ich …

[…] die zweite Art der Komprimierung auf’s naechste Mal [verschiebe].

Als ich mir alles anschaute dachte ich mir allerdings dass es besser ist, wenn ich zunaechst die bedeutungskomprimierten Falschfarbenbilder zeige.

Wie immer „huepfen“ die Bilder zwischen den 2020-Daten und den 2023-Daten. Weil ich damals ein Prozent als Wert fuer die Komprimierung benutzte, tat ich das auch hier wieder. Vom letzten Mal wissen wir, dass das NICHT zu notwendigerweise zu 100 komprimierten Bedeutungsgruppen und zu „Spruengen zwischen einigen Spalten“ fuehrt. Auszerdem kann die Anzahl der komprimierten Gruppen bei den verschiedenen Datensaetzen unterschiedlich sein. Es ist wichtig dies im Hinterkopf zu haben, damit die dadurch verursachten „Effekte“ in den Bildern nicht die Interpretation der eigentlichen Information støren. So fuehren die besagten „Spruenge zwischen den Spalten“ zu Streifenstrukturen und die Unterschiede in der Anzahl der Gruppen zu Spruengen bei den Skalen der Achsen).
Und nicht vergessen: die durch die Abszisse repraesentierten Seiten werden von den durch die Ordinate repraesentierten Seiten zitiert.

(Auch) Wie immer fange ich mit dem Reproduzierbarkeitsteil an und der ist hier im linken Falschfarbenbild zu sehen, in dem die bedeutungskomprimierte Zitategruppe ueber der bedeutungskomprimierten Zitategruppe abgetragen ist:

Huch! Im Vergleich zu damals sieht man ja nuescht! … nun ja … wenn man genau hinschaut sieht man schon die gleichen Merkmale wie damals … aber noch viel besser sieht man, warum ich die Farbpalette wechselte; wie gesagt, meine Lieblingsfarbpalette „luegt“ und gaukelt mir Informationen vor die eigentlich gar nicht da sind.
Ansonsten sieht man wieder die gewaltige Dominanz der Wikipedia-Hauptseite in den 2023-Daten.

Im rechten Bild ist die bedeutungskomprimierte Linksgruppe ueber der bedeutungskomprimierten Zitategruppe abgetragen. Interessant ist der helle Punkt in der rechten unteren Ecke. Der tritt in beiden Datensaetzen auf und kommt deswegen NICHT durch die Wikipedia Hauptseite zustande. Als einzelner Punkt „ueberstraehlt“ dessen Intensitaet diese sogar! (Wobei die Summe ueber die gesamte Spalte sicherlich grøszer ist fuer die Hauptseite). Aber wie so oft in dieser Phase des bereits so lange andauernden Kevin-Bacon-Projekts: ich hab keine Lust (mehr) zu schauen, was das ist.
Ich weise nur darauf hin, dass dort in der Ecke anscheinend noch mehr passiert, denn dort treten etliche andere Pixel aus dem Schwarz hervor (wenn auch nicht ganz so deutlich) … eine weitere Erfolgsgeschichte fuer das neue Werkzeug :).

Weiter zu den Falschfarbenbildern, bei denen die Abszisse die komprimierten Linksgruppen repraesentiert:

Im linken Bild passiert nichts Unerwartetes. Dass die Hauptseite nicht am Ende der Abzsisse liegt (wie bei der Anzahl der Zitate), ist von vorher bekannt. Im Vergleich mit dem rechten Diagramm im oberen Bild spiegelt sich hier schøn wieder, dass die Information in diesen Bildern nicht symmetrisch ist und die Achsen nicht vertauscht werden kønnen.

Etwas spannender ist das rechte Falschfarbenbild. Sofort ins Auge fallen die hellen Punkte, welche alle in der selben Reihe liegen, und sowohl bei den 2020- als auch den 2023-Daten vorhanden sind (wenn auch an anderen Positionen auf der Abzsisse). Diese Punkte sind bereits vorher aufgetreten und ich wuerde spekulieren, dass die mit dem „helle[n] Punkt in der rechten unteren Ecke“ von weiter oben zu tun haben … ohne weitere Untersuchungen wuerde ich aber nicht drauf wetten. Falls dem so ist, ist es interessant, dass die zwar alle unterschiedliche Links, aber anscheinend (ungefaehr) gleich viele Zitate haben. Ihr meine lieben Leserinnen und Leser ahnt es sicherlich bereits: (i) ein weiteres Merkmal, enthuellt durch das neue Werkzeug, und (ii) ich werde das nicht weiter untersuchen.
Ansonsten sieht man hier deutlich, warum ich ueberhaupt erst auf die Idee der Komprimierung gekommen bin; hatte ich doch damals bereits in dem vielen Schwarz der unkomprimierten Daten doch noch Informationen vermutet. Die lila Tøne oberhalb der unteresten Reihen bestaetigen diese Vermutung. Das trifft uebrigens fuer alle Falschfarbenbilder zu, man sieht das nur nicht ueberall so gut (insb. bei den 2023-Daten, bei denen die hohe Intensitaet der Hauptseite die Farbskala festlegt und deswegen (fast) alles andere in den dunklen Bereich draengt).

Juti … ging ja schnell heute. Ich kann mich nur zitieren und sagen, dass …

[…] die zweite Art der Komprimierung […] [beim] naechste[n] Mal [behandelt wird].

Damals konnte ich in beim Hereinzoomen in die groszen, schwarzen Bereiche der Falschfarbenbilder helle Punkte wahrnehmen. Es stellte sich dann natuerlich die Frage, ob diese blosz einem „Rauschen“ entsprechen, oder ob es dort Information gibt. Zur Beantwortung der Frage „komprimierte“ ich die Daten: kurz gesagt, um die Signalstaerke zu erhøhen, addierte ich die Werte von mehreren Spalten / Reihen. Dabei habe ich natuerlich „Aufløsung“ verloren, weil ein erhøhtes Signal nicht mehr eindeutig einem Zitategruppewert zugeordnet werden konnte (denn diese Gruppen wurden ja gerade „komprimiert“).

Soweit zur Wiederholung. Beim letzten Mal schrieb ich:

[…] [die Komprimierung] konnte ich […] erweitern und generalisieren […]

… und darum geht es heute.

Zur Erinnerung: damals war ich mir nicht der Møglichkeiten dieser Analysemethode bewusst und schaute nur auf die Zitate-ueber-Zitate Daten. Die Komprimierung bestand dann darin, dass ich mir die Bedeutung jedes Wertes auf der Ordinate anschaute und damit ausrechnte wieviele Zitate die Seiten auf sich vereinten, die in der entsprechenden Spalte vertreten waren. Drei Beispiele: 100 Seiten die jeweils 5 Zitate haben, vereinen 5 x 100 = 500 aller Zitate auf sich. 50 Seiten die jeweils 10 Zitate haben, vereinen ebenso 10 x 50 = 500 aller Zitate auf sich. 5 Seiten die jeweils 23,517 Zitate haben, vereinen 5 x 23,517 = 117,585 Zitate auf sich.
Mit der Information rechnete ich dann aus, wieviele Spalten ich jeweils zusammenfassen muss, damit in einer zusammengefassten / komprimierten / „verschmolzenen“ Spalte immer ca. 1 % aller Zitate auftreten.

Soweit, so gut. Damals hatte ich mir nix weiter dabei gedacht, aber diese Art der Komprimierung nenne ich jetzt „Bedeutungskomprimierung“. Es wird naemlich nur darauf geachtet, wieviel der „kompletten Bedeutung“ eine Spalte auf sich vereint. Konkreter: wie hoch der Anteil an allen Zitaten (oder Links) aller Wikipediaseiten ist, die in der gegebenen Spalte steckt und die Achse gibt die Bedeutung vor.
Da damals Ordinate und Abzsisse die selbe Bedeutung hatten, konnte die obige Komprimierung 1:1 auf die Reihen angewandt werden.

Als ich dieses Thema das erste Mal behandelte hatte ich das nicht gezeigt, aber das Gesagte kann man auch in ein Diagramm packen. Hier ist so ein Diagramm zu sehen:

Fuer die Diskussion dessen was man hier sieht, ist es egal ob man auf die Daten aus 2020 oder aus 2024 schaut. Wenn wichtig, gehe ich auf die Unterschiede weiter unten kurz ein, aber fuer die allgemeine Besprechung macht das keinen Unterschied, denn wiedereinmal gibt es im Wesentlichen keine Unterschiede zwischen den Jahren.

Ich sollte auch erwaehnen, dass man hier noch gar keine Komprimierung sieht, sondern nur wie hoch der „Bedeutungsanteil“ einer jeden Spalte in den Falschfarbenbildern ist, wenn die Bedeutung besagter Spalte die Anzahl der Zitate ist. Auf der Abzsisse sind also die UNkomprimierten Zitategruppen abgebildet und das ist somit die Grundlage fuer die „Bedeutungskomprimierung“ im naechsten Schritt.

Bei lineaer Abzsisse (linkes Bild) sieht man, dass bei sehr kleinen Zitategruppen kurz sehr viel „passiert“. Bei logarithmischer Achse ist dieser Bereich „aufgespreizt“ und man sieht, dass einzelne Spalten bis zu (fast) 1 % aller Zitate auf sich vereinen. Dies obwohl die dazugehørenden Seiten nur (sehr) wenige Zitaten haben. Nur gibt es von denen so viele, dass da in der Summe ganz schøn viel zusammen kommt. Kleinvieh macht auch Mist (und nicht zu wenig).
Ein weiterer Vorteil der linearen Abzsisse ist, dass man am besten sieht, dass ab ca. Zitategruppe 200 der Bedeutungsanteil dann aber (sehr) klein wird und (mehr oder weniger) auf diesem kleinen Wert „verharrt“. Ausgenommen die allerletzten paar Punkte zieht sich dieses Verhalten der Kurve bis (weit) ueber Zitategruppe 5000 hin. Auch das ist einfach zu erklaeren, denn trotz zum Teil sehr hoher Anzahl an Zitaten, so bestehen gerade (sehr) hohe Zitategruppen aus nur wenigen Seiten (oft gar nur einer). Da summiert sich also in einer Spalte nicht viel auf, gesehen auf die weit ueber 100 Millionen Zitate insgesamt.
Ganz am Ende machen die Punkte dann nochmal ’nen Sprung nach oben. Bei den 2020 Daten faellt der recht klein aus, waehrend die allerletzte Zitategruppe bei den 2023 Daten ueber 2.5 % aller Zitate auf sich vereint. Das ist natuerlich wieder die Wikipedia Hauptseite die neuerdings von (fast) allen anderen Seiten zitiert wird.

Interessant ist, dass die 2023 Daten bis ca. Zitategruppe 20 etwas tiefer liegen als die 2020 Daten. Zunaechst dachte ich, dass die Hauptseite da einfach alles „runterdrueckt“, weil die so viele Zitate auf sich vereint. Aber dann haette man das auch bei høheren Zitategruppen sehen muessen. Deswegen rechnte ich den Anteil der letzten 17 Zitategruppen raus (vulgo: ich berechnete alles nochmal, aber ohne die). Waere meine Erklaerung richtig gewesen, dann haette der Verlauf der Kurven der beiden Daten im Wesentlichen gleich sein muessen. Mathematisch gesprochen, haette die Subtraktion der korrigierten 2023-Daten von den unkorrigierten 2020 Daten mehr oder weniger konstant sein muessen, mit einem Wert von null (plusminus Rauschen). Fuer Seiten in Zitategruppen grøszer als 100 ist dem auch so, aber die „Erniedrigung“ bei kleinen Zitategruppenwerten bleibt trotz Korrektur erhalten.
Dieses Ergbeniss deutet wieder auf eine „Hausmeisteraktion“ hin, bei der etliche Seiten geløscht wurden. So etwas vermutete ich bereits hier. … … … Da hat dieses neue Werkzeug wieder was aufgedeckt, fetzt wa!

Soweit zur Grundlage der Komprimierung. Wenn man die entsprechende Anzahl an Spalten dann miteinander „verschmilzt“, damit jede komprimierte Zitategruppe ungefaehr 1 % der Gesamtzitate enthaelt, erhaelt man diese zwei Diagramme:

Als erstes sei zu sagen, dass die 2020 Daten in 102 komprimierte Gruppen (ich lasse das Wørtlein „Zitate“ der Lesbarkeit jetzt weg) (bedeutungs)komprimiert (das Wørtlein „bedeutungs“ lasse ich auch weg) wurden und die 2023 in 101 Gruppen. Ich erklaere weiter unten, warum das nicht genau 100 (entsprechend 100 %) werden.
Im linken Diagramm sind auf der Abzsisse immer noch die UNkomprimierten Gruppe abgetragen, waehrend im rechten Diagramm einfach nur die (laufende) „Gruppenzahl“ der komprimierten Gruppen abgetragen ist. In beiden Faellen entsprechen die Punkte und Quadrate den komprimierten Gruppen.
Wie man an der Ordinate ablesen kann, wurde das „Versprechen“, dass die komprimierten Gruppen ungefaehr 1 % aller Zitate enthalten, eingeløst.

Auffaellig ist, dass im linken Diagramm der Abstand der Punkte anfangs sehr klein ist, dann zu nimmt und zum Ende hin wieder kleiner wird. Das ist leicht mit dem vorherigen Diagramm bzgl. der „Grundlagen der Komprimierung“ zu erklaeren. Kleine (unkomprimierte) Zitategruppen enthalten so viele Seiten, dass sie einen entsprechend hohen Anteil aller Zitate repraesentieren. Deswegen braucht man da nur wenige UNkomprimierte Gruppen um eine komprimierte Gruppe „voll zu machen“. Spaeter ist es dann so, dass eine UNkomprimierte Gruppe immer weniger Seiten, (sehr) oft gar nur eine einzige, enthalten. Entsprechend mehr Gruppen muss man miteinander „verschmelzen“ um eine komprimierte Gruppe zu erhalten. Und da die „verschmolzenen“ unkomprimierten Gruppen ja alle in EINER komprimierten Gruppe landen, verschwinden die dann bei einer Abzsisse wie im linken Diagramm und der Abstand zwischen den Punkten nimmt zu. Zum Ende hin bestehen die Gruppen zwar auch nur aus einzelnen Seiten, aber weil die so viele Zitate haben, ist deren Anteil an allen Zitaten wieder grøszer und man braucht weniger UNkomprimierte Gruppen um eine komprimierte Gruppe „voll zu machen“. Deswegen nimmt der Abstand zwischen den Punkten wieder ab.
Im rechten Diagramm tritt dieses Phaenomen natuerlich nicht auf, da alle komprimierten Gruppen den gleichen Abstand zueinander haben.

Der selbe Mechanismus erklaert auch, warum das am Anfang so zappelt bzw. warum es zu „Spruengen“ im Graf auf der rechten Seite kommt. Zur Veranschaulichung ein Beispiel.
Man denke sich vier, aufeinander folgende, UNkomprimierte Gruppe, die jeweils 0.9 %, 0.5 %, 0.3 % und 0.3 % aller Zitate enthalten (in dieser Reihenfolge).
Wuerde die 0.9 % Gruppe mit der 0.5 % Gruppe verschmelzen wuerde die komprimierte Gruppe 1.4 % aller Zitate repraesentieren. Aber 1.4 % ist weiter von 1 % entfernt als 0.9 %. Deswegen findet die Verschmelzung nicht statt, die 0.9 % Gruppe wird ihre eigene komprimierte Gruppe.
Nun verschmelzen die 0.5 % Gruppe und die erste 0.3 % Gruppe und bilden zusammen eine komprimierte Gruppe die 0.8 % aller Zitate auf sich vereint. Das ist noch nicht nah genug an 1 % dran, weswegen auch die zweite 0.3 % Gruppe mit denen verschmolzen wird. Alle drei zusammen vereinen nun 1.1 % aller Zitate auf sich. Das liegt zwar ueber 1 %, ist aber naeher dran als 0.8 % und deswegen bleibt diese Verschmelzung erhalten.
Weil beide Punkte im Diagramm direkt aufeinander folgen, der erste aber unter 1 % und der zweite ueber 1 % liegt, kommt es zu einem „Sprung“. Wie man im rechten Diagramm sieht, muessen solche Spruenge nicht nur nach oben, sondern kønnen auch nach unten gehen.

Und immer noch der selbe Mechanismus ist dann auch dafuer verantwortlich, dass es mehr als 100 komprimierte Gruppen gibt (und sogar unterschiedlich mehr). Das erklaer ich jetzt aber nicht haarklein und ihr, meine lieben Leserinnen und Leser møgt euch die Details selbst ueberlegen.

So weit so gut. Ich erklaere das hier so ausgiebig, weil sich dies in den entsprechenden Falschfarbenbildern in helleren Streifen aeuszern wird. Die erklaerte ich zwar damals bereits genauso, aber weil das hier in einem vøllig andersgeartetem Diagramm (und mit besserer Notation) auftritt, bin ich nochmal drauf eingegangen.

All das gesagt, kann ich ohne viele Worte die entsprechenden, relevanten Grafen zur Bedeutungskomprimierung der Linksgruppen zeigen:

Es ist bereits bekannt, dass’s ungefaehr drei Mal weniger Links- als Zitategruppen gibt. Interessant ist, dass so viele unkomprimierte Linksgruppen (deutlich) ueber 1 % aller Links repraesentieren. Deswegen waere es vllt. besser einen etwas høheren Anteil (bspw. 1.5 %) fuer die Komprimierung zu waehlen. Das Programm kann das jetzt, aber ich mache hier alles auch weiterhin mit 1 %.
Diesee hohe Werte sind dann auch der Grund, warum ich hier fuer beide Datensaetze weniger als 100 komprimierte Gruppen erhalte; 96 fuer die 2020 Daten und 97 fuer die 2023 Daten.

Ansonsten ist das qualitativ im Wesentlichen das Gleiche, sowohl zwischen den verschiedenen Datensaetzen, als auch im Vergleich mit den komprimierten Zitategruppen oben.
Ach so … im linken Diagramm scheinen kleine Linksgruppen der 2023 Daten um eins nach rechts verschoben zu sein, im Vergleich mit den 2020 Daten. Das liegt natuerlich wieder an der Wikipedia Hauptseite, die ja nun anscheinend auf (fast) allen Seiten auftaucht. Bei høheren Linksgruppenwerten sieht man das wegen der logarithmischen Achse nur nicht mehr.

Alles hier ist bereits neue (und interessante) Information die mir vorher gar nicht aufgefallen ist, weil sie mir gar nicht vor lag. Wieder „ans Licht gebracht“ wurde das alles durch das „neue Werkzeug“ … cool wa!

Weil die Daten hier nach der BEDEUTUNG der Achse komprimiert sind, werden beim Zitate-ueber-Zitate Falschfarbenbild die Reihen natuerlich auf exakt die selbe Art und Weise komprimiert wie die Spalten. Dito (mutatis mutandis), fuer das Links-ueber-Links Falschfarbenbild. Und bei „gemischter“ Bedeutung der Achsenkombinationen wird natuerlich die jeweils richtige Bedeutungskomprimierung fuer die entsprechenden Spalten oder Reihen benutzt. Aber diese ist dann die Selbe wie hier gezeigt. Das fuehrt bei den zwei „gemischten“ Achsenbedeutungskombinationen dennoch zu unterschiedlichen Ergebnissen, weil diese beiden Falschfarbenbilder ja nicht symmetrisch sind.

Uff … jetzt ist das doch schon wieder so viel geworden. Deswegen verschiebe ich die zweite Art der Komprimierung auf’s naechste Mal.

Ich wuensche euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, einen guten Rutsch und ein ganz hervorragendes 2025 :) .

Beim letzten Mal wurden die Spalten der Falschfarbendarstellungen normiert. Ohne weiteren Aufhebens schreibe ich heute nur, dass das Gleiche (mutatis mutandis) auch fuer die REIHEN der Falschfarbendarstellungen gemacht werden kann (und damals auch gemacht wurde). Oder anders: aus jeder originalen, nicht normierten Falschfarbendarstellung werden zwei normierte Falschfarbendarstellungen „geboren“ und beim letzten Mal zeigte ich nur eins der „Kinder“.

Zunaechst wieder der Reproduzierbarkeitsteil — das Zitate-ueber-Zitate Bild (mit normierten Reihen):

WOW! Der helle Bereich „springt“ um fast hundert Reihen nach oben von 2020 zu 2023! Mit allem was wir bisher wissen ist das aber leicht zu erklaeren. Der Grund fuer dieses Phaenomen liegt wieder einmal in der Wikipedia Hauptseite, die bei den 2020-Daten nicht dabei ist und ueber 5 Millionen Zitate auf sich vereint. Letzteres entspricht auf der Abzsisse der allerletzten Zitategruppe und die kann man hier nicht sehen, weil ich die Abzsisse bei Zitategruppe 200 abschneide. Wenn man sich das aber anschaut, dann ist da eine helle Spalte. Wenn man das in Betracht zieht wird die Frage warum es ueberhaupt einen hellen Bereich nahe der Ordinate gibt, und sich nicht nur alles am Ende tummelt, viel interessanter.
Zum Glueck ist das auch leicht zu erklaeren, denn eines der wichtigsten (noch nicht reproduzierten) Ergebnisse war, dass die Anzahl der Links und die Anzahl der Zitate zusammenhaengen. Je mehr von dem Einen, desto mehr von dem Anderen. Oder anders, wenn eine Seite nur wenige Zitate erhaelt, hat diese sehr wahrscheinlich nur wenige Links. Aber einer dieser Links geht definitiv zur Hauptseite waehrend sich die anderen Links i.A. ueber die gesamte Abzsisse verteilen kønnen (Letzteres muss gleich modifiziert werden, kann hier aber erstmal so bestehen bleiben). Das fuehrt natuerlich dazu, dass die letzte Spalte bei kleinen Werten auf der Ordinate immer heller wird, waehrend die Zaehler in den entsprechenden Zellen aller anderen Spalten nur ganz langsam grøszer werden.
Je høher man auf der Ordinate geht, desto mehr Zitate und damit mehr Links haben die entsprechenden Seiten. Prozentual gesehen nimmt der Anteil den die Hauptseite an der Anzahl der Links hat also ab. Und nun die erwaehnte Modifikation: auf der Abzisse gesehen gibt es viel mehr Seiten mit wenigen Zitaten als mit vielen Zitaten. Ja, die Links zitieren dann zwar Seiten die sich prinzipiell „gleichmaeszig ueber die gesamte Abzsisse ausdehnen“, aber es werden viel mehr Seiten nahe des Ursprungs zitiert. Das bedeutet natuerlich, dass die Zaehler dort høher zaehlen als in den allermeisten anderen Spalten und deswegen hat man einen hellen Bereich nahe der Ordinate, der dann sogar den Zaehler der Hauptseite ueberstrahlen kann (eben weil der entsprechende „Zaehler“ prozentual weniger „reinhaut“).

Ich schrieb das so ausfuehrlich, weil man das „Springen“ in allen reihenweise normierten Bildern sieht. Der Rest ist wie beim letzten Mal im Wesentlichen wieder nur „Rauschen“ und die Veraenderungen desselben. Womit ich direkt zum ich zum Links-ueber-Zitate Bild (mit normierten Reihen) ueber gehen kann:

Hier sieht man den „Sprung“ besser, weil sich die Ordinate nicht so lang hinzieht … ansonsten nix weiter von Interesse und deswegen geht’s gleich weiter zum Links-ueber-Links Bild (mit normierten Reihen):

AHA! Hier sehen wir den Uebeltaeter!  … .oO(oder ist es eher eine Uebeltaeterin, denn das Substantiv „Seite“ ist weiblich?) … ja genau … hier sehen wir die Uebeltaeterin! Und was ich oben in vielen Worten beschrieb (auch wenn es keine 1000 waren) ist hier sofort zu sehen. Ich nehme an (habe es aber nicht nachgepreuft), dass der helle Streifen bei Linksgruppe 150 auf der Abzisse der Wikipedia Hauptseite entspricht. Hier hatte ich also Glueck, dass besagte Seite weniger als 200 Links hat (ich bin ziemlich sicher, dass die Anzahl der Links und die Zitategruppe hier noch 1:1 „projiziert“ werden) und damit nicht im abgeschnittenen Teil des Bildes landet.

Als Letztes noch schnell das Zitate-ueber-Links Bild (mit normierten Reihen) …

… und da ich oben bereits alles haargenau erklaerte, sieht man sieht hier eigtl. nix Neues. … Ach ja … der zweite, schwaechere, vertikale Streifen wird wohl zu der (anderen) Seite gehøren die ueber 1 Million Zitate auf sich vereint, bei der ich aber nie nachschaute um was es sich dabei handelt.

Beim letzten Mal hatte ich ganz zum Schluss noch ein Bild ohne „abgeschnittene“ Ordinate gezeigt, und dort sah man helle vertikale Streifen. Wenn man sich alles, also ohne „abgeschnittene“ Abzsisse, anschaut, denn sieht man solche Streifen auch hier wieder. Diesmal sind die natuerlich horizontal und treten wieder nur auf, wenn die Ordinate (da wir die Reihen normieren) die Linksgruppe praesentiert. Da diesbezueglich hier nix weiter zu holen ist und ich dazu alles schon beim letzten Mal sagte, spare ich mir das entsprechende Bild zu zeigen.

Sooo … das war’s … noch nicht, denn damals hatte ich den Eindruck, dass sich in den groszen schwarzen Bereichen noch Information versteckte. Um die aufzuspueren musste ich aber die Daten noch mehr bearbeiten. Diesen Prozess konnte ich auch erweitern und generalisieren und darauf gehe ich dann beim naechsten Mal ein (und sicher auch beim uebernaechsten Mal … und vielleicht darueber hinaus … das weisz ich gerade aber noch nicht).