Die Distant Worlds 2 Expedition hat begonnen und ich war beim ersten „Mass jump“ dabei. Was fuer ein Erlebnis! Als Reisender in der Leere ist man eigentlich immer allein unterwegs. Aber hier waren mal voll viele dabei.

Wieauchimmer, ich folgte der Flotte erstmal nicht, denn ich war noch nicht ganz fertig mit meinen Vorbereitungen. Wie erwaehnt will ich nach DW2 die Extreme der Galaxis besuchen. Mit normalen Spruengen sind ein paar von denen jedoch nicht zu erreichen. Ich kann meine Sprungreichweite erhøhen, indem ich dem Treibstoff eine Mixtur bestimmter Chemikalien hinzufuege. Diese Chemikalien werden inoffiziell unter dem Begriff „Jumponium“ zusammengefasst.

Im Prinzip kønnen diese Chemikalien auf Planeten „einfach“ aufgesammelt werden. Kein Problem, bei Kohlenstoff; groszes Problem fuer Polonium oder Yttrium. Denn Letztere sind ziemlich selten. Und um meinen Materialspeicher aufzufuellen muesste ich vermutlich viele tausend Kilometer fahren und das Zeug suchen.

Zum Glueck (fuer mich) gibt es weniger glueckliche Piloten die mit einem Frachtraum voll mit solchen Materialen abgestuerzt sind. So wie hier (Nachtsicht aktiviert, deswegen ist’s so gruen):

Die vernuenftig geparkte Anaconda auf der rechten Seite ist meine. Hier in der Gegend musste ich dann nur noch ein paar dutzend Kilometer rumfahren um zahlreiche wertvolle Chemikalien zu finden. Die waren jetzt zwar nicht das was ich brauche, aber bei einem Materialhaendler konnte ich das gegen Jumponium eintauschen.

Und nun schliesze ich zur DW2-Flotte auf und fliege eine Weile mit denen :).

… und anders als die Missionen die ueblicherweise folgen, diesmal wirkliche gute Neuigkeiten, die aber vøllig verdreht als schlecht dargestellt werden.

Ich habe das Folgende aus dem Teknisk Ukeblad. Das ist aber auf Norwegisch und die Originalquelle versteckt sich hinter einer Paywall. Aber der lesbare Schnipsel am Anfang ist schon die Information auf die ich hier eingehen werde. Und der Anfang eines Artikels ist ja auch oft das Einzige was gelesen wird.

Also, die guten Neuigkeiten sind diese hier:

Self-driving cars will only last four years because they will be used so much, a Ford executive has predicted.

Da setzen dann zwei Reflexe ein:
1.: WAAAAAAAAAS!!!! Mein Auto geht dann schneller kaputt? So ein Økomistdreckding will ich nicht haben! Mein naechstes Auto wird wieder einen Verbrennungsmotor haben!

Ihr, meine lieben Leserinnen und Leser, seht bestimmt, dass ich hier zwei Argumente miteinander verwurschtelt habe. Selbstfahrend und Elektro. Dies ist durchaus berechtigt, denn Ersteres wird’s auf groszer Skala nur mit Letzterem geben. Dies insbesondere, weil gefaehrliche Chemikalien in den (leeren) Tank pumpen das Anstøpseln eines Schlauches erfordert. Eine Batterie hingegen kann induktiv aufgeladen werden. Fuer Ersteres muesste man anfaellige (weil mechanische Elemente enthaltend) Technologien entwickeln. Letzteres kann man schon machen und die Induktionsspulen muessen nur im Boden eingebuddelt werden.

Aber ich schwoff ab. Das Problem ist, dass Elektroautos immer noch i.A. schlecht gemacht werden. Meistens mit Luegen, die den Fakten (natuerlich) widersprechen.

Das war aber nur die Das-ist-meins-und-ich-will-das-behalten-Seite. Die andere Seite offennbart sich in dieser Reaktion:
2.: WAAAAAAAAAS!!!! Dann wird ja noch mehr weggeschmissen! Das ist doch voll schlecht fuer die Umwelt.

Scheint ja auch erstmal so auszusehen.

Beide Reflexreaktionen basieren auf der falschen Grundannahme, dass dann immer noch alle Leute eigene Autos haben werden.

Aber nehmen wir mal an, dass innerhalb von zwei Minuten nach der Bestellung ein (selbstfahrendes) Auto vor der Tuer steht. Ich sage zwei Minuten, weil das dem „runter und zum Auto gehen“ entspricht. In der Wirklichkeit reicht es aus, wenn es innerhalb von ca. 10 Minuten da ist. Denn das ist die Zeit die man braucht um die Pfandflaschen einzupacken, schnell noch mal auf’s Klo zu gehen, sich anzuziehen, und den Muell weg zu bringen.
Wenn das so ist, braucht man dann noch ein eigenes Auto?

Die Antwort ist: JA, wenn man auf dem Lande lebt … bis dort auch genuegend selbstfahrende Autos rumfahren.
Die Antwort ist: NEIN, wenn man auf eine laengere Tour in den Urlaub will, denn das Auto faehrt 200 km bis zur naechsten Tankstelle, wo dann schon das naechste Auto auf einen wartet … bis die Batterien doppelt so gut sind wie jetzt und 1000 km durchhalten.

Der Punkt ist, wenn genuegend selbstfahrende Autos vorhanden sind, dann braucht man keine eigenes Auto mehr.

Und hier setzt das zweite Argument an.
Autos stehen sich kaputt! Autos rosten, auch wenn sie nicht fahren. Der kleine Mann hatte mir mal erzaehlt, dass seine Bremsen mal getauscht (?) werden mussten, weil er vorbildlich und energiesparend gefahren ist und die dadurch nicht genuegend abgenutzt waren … oder so aehnlich. Marder nisten sich im Motorraum ein, in stehende Autos wird eingebrochen etc. pp.

Natuerlich nutzen sich selbstfahrende Autos schneller ab, aber das liegt daran, weil die auch tatsaechlich fahren! Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die pro tatsaechlichem „Transportkilometer“ letztlich weniger Abnutzung haben. Dies weil sie sich nicht kaputt stehen und aus dem Grund, dass all die nicht gekauften Autos (weil man braucht ja keins mehr) sich nicht kaputt stehen und dadurch die Statistik runter ziehen.

Und dann ist da noch ein dritter Punkt. Wenn Autos ohnehin innerhalb von vier Jahren ausgetauscht werden dann verbreitet sich neue, noch effizientere Technologie schneller. Und hierbei ist nicht zu vergessen, dass „ausgetauscht“ in diesem Falle nicht das „Apple-Modell“ meint, wo gute Geraete weggeschmissen werden, nur weil es was Neues gibt. In diesem Falle sind die Autos ja wirklich am Ende ihrer Lebenszeit.

Ich gebe zu, dass dies auf etlichen Annahmen basiert. Die Schwerwiegendsten sind, dass selbstfahrende Autos in genuegend groszer Zahl vorhanden sind und dass der Service gut genug ist, damit die Leute einsehen, dass sie kein eigenes Auto brauchen. … Aufgrund der vøllig anders gelagerten Situation schaffen Busse das z.Z. nicht (das war aber auch mal anders).

Und guter Service liegt auch daran, wie die Nutzer dann die Autos nutzen. Wenn die sich da unmøglich drin benehmen, dann will da natuerlich keiner mitfahren. Aber man weisz ja, wer ein Auto gebucht hat und das Saubermachen kann dann in Rechnung gestellt werden. Das sollte solches Verhalten ganz schnell beenden. Und „abgenutzte“ aber noch nicht kaputte Autos kønnen ja dann zum Frachttransport (Pizza, Pakete, etc.) benutzt werden.

Oh Mensch … das sind alles Ideen, die mir einfach so zufallen, wenn ich kurz drueber nachdenke. Und deswegen ist das obige Zitat eine gute Nachricht. Dann im Groszen und Ganzen ist das alles besser, sowohl fuer die Umwelt, als auch fuer die Menschen … weniger Stress, mehr Platz in der Stadt und høhere Sicherheit aufgrund weniger Autos im Verkehr, bessere Luft (da Elektro), mehr Geld im Porte­mon­naie (weil man keine Versicherung bezahlen muss) … … … Uh Oh … die Ideen und Argumente sprudeln einfach immer so weiter … ich oller Technooptimist ich ;)

… sind zu treffen, denn die bereits frueher erwaehnte Distant Worlds Expedition wird wiederholt. Und dieses Mal bin ich mit dabei! Ueberhaupt sind ganz viele Menschen mit dabei. Ueber vierzehntausend Piloten haben sich angemeldet. Mehr als zehn mal so viel wie beim ersten Mal. Wir werden sehen, wie viele es auch bis zu Beagle Point schaffen.

Wieauchimmer, fuer mich ist die Distant Worlds 2 (oder DW2 in kurz) Expedition eine willkommene Abwechslung um zum Startpunkt meiner naechsten eigenen Expedition zu kommen. Ich habe naemlich vor die Extreme der Galaxis zu besuchen. Was das bedeutet ist erstmal noch geheim ;).

Dafuer musste wollte ich aber meine Sprungreichweite noch weiter erhøhen. Zugegeben, viel ist nicht mehr heraus zu holen, aber ein paar Lichtjahre mehr machen einen Unterschied ob ich da hinkomme, wo ich hin will.

Dafuer muss ich aber (wie bereits frueher erwaehnt) Ingenieure kontaktieren, die nur mit mir sprechen, wenn ich Kampferfahrung habe.
Deswegen kaufte ich mir noch eine Anaconda und baute sie zu einem Kampfschiff um. Ihr Name ist Kleopatra und hier ist sie zu sehen (zusammen mit einem weiteren Grund, warum ich Raumschiffpilot bin):

Dies war ein sehr sehr teures Abenteuer (durch die vielen Male die Kleopatra explodierte). Dazu nur so viel: ich versuchte mich als unabhaengiger Pilot in militaerischen Kampfzonen, aber das passte nicht zu mir, denn da muss man ja eine Seite waehlen fuer die man kaempft. Und die anderen hatten mir doch gar nix getan. Also verlagerte ich mich darauf gesuchte Verbrecher zu finden und durch diese meine Kampferfahrung zu erhøhen. Und nach einer Weile war ich sogar semi-kompetent wuerde ich sagen. Aber das ist einfach nicht mein Ding und deswegen stoppte ich sobald besagter Ingenieur zufrieden war.

Beim letzten Mal hatte ich zunaechst dort nur die Behauptung stehen, dass Braun- und Steinkohlekraftwerke nicht fundamental anders sind. Ohne das weiter untersucht zu haben. Aber dann bekam ich davon Bauchschmerzen und schaute mir das mal genauer an. Und darin habe ich mich verloren und pløtzlich war der Artikel schon viel laenger als geplant und ich entschied mich einen „Zweiteiler“ draus zu machen.

Heute also nun kurz die fuenf anderen Stromerzeugungsmethoden, bei denen sich in den letzten (fast zehn) Jahren nichts geaendert hat.

Zunachst der Strom produziert aus Biomasse, Gas und Wasserkraft (pro Woche):

Wie zu erwarten, wird durch diese Methoden weniger als die Healfte des Stroms produziert den wir durch Verbrennen von Kohle erhalten.

ABER: Durch diese drei Quellen werden ca. 20 % des Gesamtstroms in Dtschl. erzeugt.

Interessant ist dabei, dass allein Biomasse ca. 8 % davon traegt!
Biomasse? Biomasse??? Haeh?? … Mhmmmm … ich mach das Fass jetzt nicht auf und empfehle dazu mal den Wikipediaartikel zu lesen. Insgesamt denke ich, dass Strom aus Biomasse elf Schritte in die richtige Richtung sein kønnten.
1.: Eine sichtbare Alternative zur Kohle.
2.: Eine sichtbare Alternative zum obsoleten „wenige-grosze-Kraftwerke“-Modell.
3.: Dadurch wuerde Macht besser verteilt werden.
4.: Weitere Sachen die ich oller Anarchist (im kropotkinschen Sinne) fuer gar nicht so dumm halte.

Aber wie so oft kønnten negative kapitalistische Wirkmechanismen diese schøne Idee ins Negative verkehren. Geht ja schon damit los, dass das laengst nicht so sichtbar ist, wie es sein sollte :( .

Ebenso Interessant ist, dass auch nur ca. 8 % des Stroms durch Gas erzeugt wird. Mir klingen da noch die Aussagen der ueblichen Verdaechtigen im Ohr, dass Gas so wichtig waere, weil man nur diese Kraftwerke schnell An- und Abschalten kønnte, wenn der Wind pløtzlich nicht mehr weht … oh … Moment mal … das kønnte ja auch ’ne Luege sein. Und in Wirklichkeit ist Gas zwar durchaus wichtig, und wie die Spitzenwerte im Winter zeigen stimmt sicherlich auch das mit dem schnellen An- und Abschalten, aber laengst nicht so wichtig, wie man versucht uns weis zu machen. Møge das jeder sich selbst mal durchdenken.

Und dann waere da noch die Wasserkraft. Die fast im naechsten Graphen gelandet waere, denn man sieht, dass sie dtschl.-weit eine eher kleine (wenn auch nicht untergeordnete) Rolle spielt. Lokal hingegen (also da wo die Staudaemme sind) duerfte deren Rolle aber durchaus ins Gewicht fallen.

Das sieht man ja hier in Norwegen, wo das fast die einzige Methode ist, mit der Strom produziert wird. In Dtschl. gibt es nur halt nicht so viele Plaetze wo man Wasserkraftwerke bauen kønnte.

Die Stromerzeugung durch Biomasse und Gas folgt dem bereits erwaehten Mehr-im-Winter-weniger-im-Sommer-Zyklus. Bei der Wasserkraft hingegen scheint das Maximum im Fruehling zu liegen. Wegen der Schneeschmelze ist das sinnvoll. Wobei dann natuerlich die Frage ist, wie sich das die naechsten Jahre entwickeln wird.

Eine untergeordnete Rolle an der Stromerzeugung in Dtschl. spielen Øl und Saisonspeicher:

Man beachte, dass die Ordinate hier wieder in GWh ist.

Zu meinem Erstaunen sind Saisonspeicher NICHT Wasserbecken die vollgepumpt werden sondern tatsaechlich Waermespeicher. Da habe ich wohl zu „norwegisch“ gedacht ;). Auf diesen Fehler wurde ich aufmerksam, weil das Maximum auch im Sommer liegt. Was ja aber dann logisch ist. Ich denke, dass hier insb. im Zusammenhang mit Waermepumpen, langfristig ein ganz groszes Potenzial liegt fuer umweltschonende Energieerzeugung. Das erfordert aber natuerlich einen massiven Ausbau dieser Technik in und unter und auf alle unsere Haeuser (und Schulen und Banken und Regierungsgebaeude und Lagerhallen etc. pp). Andererseits haben wir auch ueberall geteerte Straszen, Tankstellen und Telefone. Und das musste ja auch alles mal gebaut werden.

Erfreulich ist, dass Øl im Wesentlichen keine Rolle bei der Stromerzeugung in Dtschl. spielt. Anders sieht es mglw. bei der Waermeerzeugung aus. Aber darum geht es in dieser Serie nicht.

Das war’s fuer heute. War dann doch nicht so kurz wie ich dachte. … .oO(Ist’s ja nie) … Naechstes Mal dann Produktionsmethoden deren Anteil an der Stromerzeugung sich verringert hat … auszer ich habe ’ne bessere Idee.

Nachdem sich im Menken Terminal die Lage etwas beruhigt hatte und niemand mehr gerettet werden musste, entschied ich mich weiter zu ziehen. Die Situation ist noch laengst nicht wieder normal, denn die Station braucht urst krass viele Materialien zum Wiederaufbau.
Genau dafuer ist Operation Ida und dirgendwann werde ich bei denen auch mal mitmachen, aber nicht heute.

Denn ich wollte mich endlich mal am „Bergbau“ versuchen. Oder vielmehr an der Ressourcengewinnung aus Asteroiden.

Meistens ist das eher langweilig:
– Analyse eines Asteroiden ob da was drin ist, was man haben will.
– Mit einem Bergbaulaser drauf schieszen und die automatischen Einsammler die Bruchstuecke einsammeln lassen.
– Dabei kommt viel Zeug mit, was man gar nicht haben will, aber alles kommt kommt rein in die installierte Raffinerie.
– Irgendwann ist genug Material vorhanden, sodass besagte Raffinerie das gewuenschte (oder auch viel unerwuenschtes) Material veredeln kann.
– Das kommt in den Laderaum und wenn der voll ist, geht’s zurueck zu einer Station um das alles zu verkaufen.

Auch wenn ich schrieb, dass das eher langweilig ist, so liegt das doch innerhalb der Aktivitaeten, die ich auch ganz gern mal mache … zur Abwechslung.
Insbesondere mit einem groszen Schiff ist das auch so ziemlich das Einzige, was man mit denen machen kann beim Asteroidenbergabu. Denn grosze Schiffe lassen sich nur schwer schwerfaellig zwischen den Asteroiden manøvrieren.

Aber mit kleinen, wendigen Schiffen gibt es eine ganz andere, viel aufregendere Methode der Ressourcengewinnung: den Asteroiden in Stuecke sprengen:

Diese Methode erfordert andere Werkzeuge. Man braucht Sprengladungen dafuer. Ebenso eignen sich laengst nicht alle Asteroiden dafuer. Die aller-aller-allermeisten habe zu harte Oberflaechen und Explosionen wuerdenwuerden nur ’n Kratzer machen. Aber einige wenige haben Risse, in die besagte Sprengladungen eindringen kønnen … und dann kann man den Asteroiden aufbrechen.
Das coole ist, dass solche Asteroiden meist auch relativ wertvolles Zeug enthalten. So wie Niedertemperaturdiamanten oder Void Opale.

Das Ganze ist ein bisschen komplizierter, denn wenn man zu wenig Sprengstoff benutzt, verpufft alles nur. Bei zu viel, fliegt einem alles um die Ohren. Und selbst wenn man genau die richtige Menge hat, sollte man wenigstens einen Kilometer Abstand halten.

Aber ich wollte das eigentlich nur mal ausprobieren und ruestete deswegen meine Kassandra zum Abbau um. Auf laengere Sicht zieht es mich aber eher wieder in die Leere. Ach ja … wenn es explodiert, gibt’s so einen coolen Effekt, den man aus diesen wirklich uralten, nur in Fragmenten erhaltenen, Holovids kennt:

Ich sagte doch: Cool wa!

Wenn man eine Weile unterwegs ist, dann passieren Sachen zu Hause. Beispielsweise hørte ich im Radio, dass Raumstationen von den Thargoids angegriffen wurden und Hilfe benøtigten.

Also flog ich zum Mendez Terminal um zu sehen, wie ich von Hilfe sein kønnte. Und ach du Schreck:

Die normalen, ruhigen und routinierten Funksprueche, dass man doch bitte erstmal um Erlaubnis bitten soll bevor man andockt, waren ersetzt durch hastige Nachrichten, dass normaler Flugverkehr NICHT erlaubt ist in und um die Station. Man konnte der Wachhabenden anhøren, dass die Situation laengst noch nicht wieder unter Kontrolle ist und dass sie vermutlich schon seit mehreren Tagen nicht geschlafen hatte.

Ebenso war der Ruf nach Hilfe an freischaffende Piloten nicht zu ueberhøren. Ich hatte Kassiopeia umgeruestet zum Transport von Passagieren. Dies um bei der Evakuierung helfen zu kønnen. Also flog ich rein.

Die erste Ueberraschung: automatisches Andocken war nicht møglich. Ach du meine Fresse! Naja … ich krieg das schon hin.

Als ich mich dem Briefschlitz naeherte sprang mir pløtzlich diese Warnung ins Gesicht: HIGH TEMPERATURES AHEAD. PROCEED WITH CAUTION.
Gleich nochmal: Ach du meine Fresse! Worauf lasse ich mich hier gerade ein? Aber genau deswegen hatte ich ja eine sog. Heat Sink eingebaut. Die sammelt alle Waerme eines Schiffes und kann einfahc abgestoszen werden. Dadurch kann das Schiff schnell (aber nur kurzzeitig) abgekuehlt werden.

Ich flog also rein und die Sichtweite ist total eingeschraenkt. Alles ist voll Rauch und Truemmer. Zeug explodiert. Mein Finger immer ueber dem Ausløseknopf fuer die Heat Sink. Landepad suchen, manuell ansteuern, Kassiopeia wird heisz, Heat Sink poppen, gelandet … ein bisschen Schaden konnte dabei nicht vermieden werden.

Zum Glueck funktionierten die Aufzuege noch und mein Schiff wurde automatische ins Innere gefuehrt. Dort nahm ich dann ca. 150 Fluechtlinge auf. Ohne Versprechen, dass wir es auch bis zum Evakuierungsschiff schaffen, denn ich wusste selbst nicht, ob ich es aus der brennenden Station wieder heraus schaffe, denn Reparaturen konnten (verstaendlicherweise) nicht vorgenommen werden.

Aber ab ging’s … und kaum øffneten sich die Luken der Ladebucht meldet sich der Hitzealarm wieder. Heat Sink! JETZT! Und dann ging es schnurstracks zum Briefschlitz … und raus aus der Station.

Das Evakuirungsschiff anpeilen … ein kurzer Sprung … puuh … hier funktioniert das automatische Andocken … Landen … die Fluechtlinge raus lassen … schnell nøtige Reparaturen vornehmen und ganz wichtig: die Heat Sinks nachfuellen … und dann ging’s auch schon wieder los! Da sind noch tausende von Menschen die in Sicherheit gebracht werden muessen.

Ich selber hatte keine Zeit Aufnahmen zu machen, aber ein anderer Pilot war dazu im Stande. Es lohnt sich zwar alles zu schauen, aber ab hier ist der oben beschriebene Anflug in eine solche Station zu sehen … wobei dieser Pilot deutlich routinierter ist also ich.

Gefunden auf einer Toilette in der Good Omens Bar in Trondeim. Fand ich voll lustig … so wie das Original :)

In der Einflussphaere der Menschheit gibt es deutlich mehr als Feuerbaelle die im Himmel haengen.

Bspw. Navigationssatelliten:

So einen wollte ich mir schon immer mal aus der Naehe anschauen.

Und dann habe ich mal meine Kassandra aus der Garage geholt. Sie bekam ein neues Kleid (gruen) und ich schaute mir ein Megaship an dem man andocken kann, aus der Naehe an:

Und ich probierte mich auch mal an Kampfmissionen. Ich dachte ja, dass Kassiopeia das aushaelt, aber … øhm … ich bin da viel zu schlecht fuer. Also wurde ich in Stuecke geschossen. Hier …

… sieht man, dass die Integritaet meiner Schiffshuelle nur noch 22 % betraegt. Auszerdem sieht man, dass mein Cockpitfenster weggeschossen wurde und meine Sauerstoffreserven sich dem Ende naehern. Dummerweise zog mich dann auch noch ein Pirat aus dem Hyperraum um zu gucken ob ich Fracht dabei habe. Das kostete alles wertvolle Zeit! Ich schaffte es zur naechsten Station … 46, 45, 44, 43, 42 … ich musste nur noch ins Innere gelangen, dort ist eine Atmosphaere … Oxygen depleted in: 20, 19, 18 … ich sah schon den Briefschlitz … Oxygen depleted in: 5, 4, 3 … EJECT! EJECT! EJECT!

Die Stationspolizei hat mich dann in meinem Rettungs(stasis)pod aufgesammelt und zur Station gebracht. Zum Glueck hatte ich meine Versicherung bezahlt und jede Menge Geld auf dem Konto (durch all die verkauften Daten meiner Rundreise). Deswegen war dieser Vorfall relativ leicht zu verschmerzen.

Ach so … ich wagte mich an Kampfmissionen weil ich Zugang zu weiteren Ingenieuren brauche um Kassiopeia weiter zu optimieren. Aber einige von denen lassen mich nicht mal durch ihre Tuer, wenn ich keine Kampferfahrung habe. Andere wollen Coupons von (erfolgreichen) Kopfgeldjagden. Die Kriminellen aber wollen sich nicht ohne Kampf ergeben. Nun ja … muss ich halt mehr ueben, damit das nicht nochmal passiert.

… hat Kassiopeia. Aber nur ganz kleine, die nicht viel aushalten und auch nur dafuer gedacht sind, bei etwas holprigen Landungen ein bisschen der kinetischen Energie aufzunehmen. Letzteres schuetzt die eigentliche Schiffshuelle. Und das ist wichtig, denn durch ungeplantes zu Nahe kommen an Sterne wird diese geschaedigt. Deswegen betraegt die Integritaet von Kassiopeias Huelle nach diesem langen Trip auch nur noch ca. 60 %. Und anders als interne Module kann man das nur auf einer Raumstation reparieren lassen. Oder mit Spezialwerkzeug welches ich nicht habe.

Aber zuruck zu den Schilden. Diese brauchen relativ viel Energie. Relativ viel ist das deswegen, weil Kassiopeia auch nur ein relativ kleines Kraftwerk hat um Masse zu sparen (und dadurch die Sprungreichweite zu erhøhen). Wenn das aber viel Energie braucht, dann bedeutet das, dass Kassiopeia in der Naehe von Sternen schneller aufheizt. Und in der Naehe von Sternen bin ich staendig, denn da fuelle ich ja meinen Treibstoff auf. Aber wenn Kassiopeia zu heiz wird, dann werden interne Module beschaedigt. Und das will ich nicht.

Weil ich das Schild aber ohnehin nur gegen „Beulen und Lackschaeden“ habe ist das also hauptsaechlich abgeschaltet. Ich schalte das nur an, wenn ich auf einem Planeten landen will. Dummerweise vergisst man das so leicht, eben weil ich als Reisender zwischen den Sternen das Schild so selten brauche.

Als ich im System war, in dem meine Rundreise endete landete ich auf meinem Planeten zur Uebernachtung. Das Schild anzuschalten vergasz ich zunaechst. Ich erinnerte mich aber ein paar Kilometer ueber der Oberflaeche dran. Zum Glueck! Denn das Schild braucht eine Weile bevor es aufgeladen ist.

Ich mache mich dann an die Landung und so ca. 100 Meter ueber dem Boden denkt sich mein von der langen Einsamkeit, und der endlich-am-Ziel-angekommen-Euphorie beeinflusstes Gehirn: .oO(Hey! Ich bin ein voll toller Hecht. Mal schauen wie so eine Nachtlandung von auszerhalb des Schiffes aussieht.)

Also schaltete ich meine Auszenbordkamera ein (das ist die vom Schiff losgeløste Kamera). Und ohne die Instrumente zu beobachten steuere ich weiter nach unten. Dummerweise war es Nacht auf dem Planeten (oder der war so weit weg, sodass da nicht viel Licht angekommen ist). Und naja … ich sah halt den Boden nicht und „lande“ mit ueberhøhter (zum Glueck nicht all zu grosszer) Geschwindigkeit.

RUMMS! …
*Gehirn schaltet sich wieder ein* …
.oO(ACH DU SCHEISZE! … ICH EXPLODIERE BESTIMMT GLEICH, DENN ICH HATTE DOCH NUR NOCH 60 % INTEGRITAET! ICH TROTTEL! ICH TROTTEL! ICH TROTTEL! Da hab ich’s um die Galaxis geschafft und explodiere buchstaeblich im Ziel!! … ALL DIE SCHØNEN DATEN WEG!) …
*nix passiert … vor allen Dingen keine Explosion*
*Beruhigung setzt ein*
.oO(Schadenskontrolle)

Gluecklicherweise hatte ich mich dran erinnert das Schild einzuschalten. Denn das hat die kinetische Energie vollstaendig absorbiert. Der Einschlag hat die Schildstaerke fast vøllig auf Null reduziert … alles weitere waere der Schiffsrumpf direkt auf dem Boden gewesen … und bei nur 60 % Integritaet haette das schlimm geendet … … … Lektion gelernt, sage ich da mal: der (unachtsame und grøszenwahnsinnig werdende) Pilot ist eine grøszere Gefahr fuer sich selbst als der Weltraum.

Naja … ich uebernachtete dort dann und machte mich danach auf dem Weg zurueck nach Hause.

abei entdeckte ich Ammoniakwelt #51 …

… und bin jetzt bei (Asteroiden)Station X in der Naehe des Crab Pulsars.

Nach all dieser Zeit bin ich ein bisschen froh, mal wieder Menschen um mich zu haben. Haette ich nicht gedacht, dass ich das mal sagen wuerde, aber das obige Erlebnis zeigt doch, dass so langsam „Space Madness“ Fusz fasst. Denn wenn man immer nur mit sich selber ist, dann sind das ideale Bedingungen fuer Solipsismus.

Aber am meisten freue ich mich auf die bereits beim letzten Mal erwaehnte orentliche Dusche. Endlich!

In der Einleitung zu dieser Miniserie habt ihr, meine lieben Leserinnen und Leser, gesehen, dass in Dtschl. Strom auf 16 verschiedene Arten produziert wird … plus der Export, aber auf den gehe ich gesondert in einem eigenen Beitrag ein.

Heute møchte ich kurz die 7 Produktionsmethoden vorstellen, bei denen sich seit 2010 keine Veraenderungen gezeigt haben.

Zunaechst haette ich da die Stromproduktion durch Braun- oder Steinkohle. Und hier ist schon der erste Sache, die mich ein bisschen erstaunt hat. Braun- und Steinkohlekraftwerke scheinen exklusiv fuer jeweils eine der Gesteinsarten zu sein. Also irgendwie hatte ich dieses Wissen schon, aber das ist mir so nicht wirkich bewusst gewesen vorher.

Wieauchimmer, hier ist der Graph (wobei ein Teil der Daten ja bereits in Teil II zu sehen war):

Wie bereits frueher erwaehnt, liegt die Maxima der Stromproduktion durch Kohle im Winter und im Sommer wird weniger Strom durch Kohle produziert.

An den Maxima sieht man, dass die installierte Kapazitaet fuer beide Gesteinsarten ungefaehr gleich grosz ist. Dennoch sind die Schwankungen der Steinkohlewerte (Winter vs. Sommer) grøszer.
Die ueblichen Verdaechtigen (korrekt, ich versuche hier ueberhaupt nicht unparteiisch zu sein!) wuerden jetzt bestimmt was von „Grundlast, runterfahren, nicht møglich, bla blubbs“ sabbeln, aber das hatte ich ja bereits in der Einleitung als Luege dargestellt. Auszerdem, warum sollten Steinkohlekraftwerke so fundamental anders sein, als Braunkohlekraftwerke? Mhmmm … die Asche ist mglw. anders … und Braunkohle muss wohl getrocknet werden (was natuerlich den Wirkungsgrad maechtig verringert). Mhmmmmmmm … Letzteres kønnte durchaus erklaeren, warum die konstanter laufen und vielleicht tatsaechlich nicht so schnell abgeschaltet werden kønnen … ich schau mal in den Datan … … … AHA … das war einfach und ich musste nicht mal lange suchen.

2018, Woche 4, in der Nacht vom 27. zum 28. Januar faengt der Wind „pløtzlich“ an zu blasen. Steinkohlekraftwerke werden krass herrunter gefahren, aber das hatte ich vorher schon behandelt.
Der Wind ist so stark, dass auch die Braunkohlekraftwerke heruntergefahren werden. Produzierte Leistung (nur durch Braunkohle) 19 Uhr: 16,93 GWh und 23 Uhr: 7,05 GWh. Das entspricht einer Drosselung von 2,47 GWh pro Stunde und ist beinahe genauso schnell wie beim Steinkohlebeispiel in der Einleitung zu dieser Serie.
Und das ist auch keine Ausnahme. Man kann mehrere solcher schnellen Abschaltvorgaenge finden. Schaut mal im selben Jahr, bspw. in den Wochen 8, 25 oder 27 (mehr hatte ich keine Lust zu suchen).

Aber! … ABER! … AAAABBBBBEEEERR!!! DAS WIEDER ANFAHREN! UND SOWIESO! DER WIND MACHT ALLES KAPUTT!

Ich habe jetzt konkret nach einem schnellen Anschaltvorgang gesucht und in 2018, Woche 18 am Abend des 1. Mai einen gefunden. Dort steigt die durch Braunkohle produzierte Leistung von 6,35 GWh (17 Uhr) auf 10,88 GWh (19 Uhr). Das entspricht einem Anstieg von 2.265 GWh/h und ist somit ungefaehr genauso schnell wie bei der Steinkohle.

Also … obige Spekulationen, dass Braunkohlekraftwerke møglicherweise fundamental anders funktionieren ist somit wiederlegt.

Wieauchimmer, ich behaupte hier jetzt einfach mal, dass das konstante „Durchfahren“ der Braunkohlekraftwerke Wirtschaftsførderung der alleruebelsten Sorte ist. Uebel ist dies auf mehreren Ebenen. Lebensraeume gehen durch den Abbau kaputt. Braunkohle hat einen geringeren Brennwert und produziert somit mehr Kohlendioxid(equivalent) als Steinkohle. Zudem muss sie vor der Verbrennung noch getrocknet werden, was den Wirkungsgrad weiter verringert. Braunkohle ist auch dreckiger (wobei dieses Problem durch Filter weniger stark ins Gewicht faellt). Und das ist ’ne Industrie die (zumindest in Dtschl.) schon lange tot ist und kuenstlich (durch hohe Summen an Steuergeldern) am Leben erhalten wird … Capitalism, my ass!

OK, jetzt hab ich mich hier erstmal genug aufgeregt.

Zwei positive Sachen fallen einem auf, wenn man mal drueber nachdenkt.
1.: Møglicherweise sinken die Zahlen seit 2018. Ich bin da aber ganz verhalten dies zu verkuenden. Ich hatte bereits erwaehnt, dass dies durch einen warmen Sommer/Winter/Sommer verursacht sein und naechstes Jahr schon wieder ganz anders aussehen kønnte. Aber man kann ja hoffen :)

2.: Die Werte bleiben konstant! Das ist POSITIV! Denn mit dem Wegfallen von Atomstrom (die Daten dazu in einem zukuenftigen Beitrag) schimpfen die ueblichen Verdaechtigen ja immer „bla blubbs ABER NUN MUESSEN WIR MEHR KOHLE VERBRENNEN!“ … Und wenn man das so hørt, dann hørt sich das ja auch erstmal logisch an. Und dann schaut man auf die konkreten Zahlen und sieht, dass das eine weitere LUEGE ist, die einem wieder besseren Wissens von den ueblichen Verdaechtigen ins Gesicht gespuckt wird!

Und man stelle sich das mal vor, dass man solche Daten einfach so findet und sich nur hinsetzen muss um das mal genauer anzuschauen. Entgegen so einiger anderer Entwicklungen kønnte man meinen, dass man im 21. Jahrhundert lebt. Krass wa!
Und nun habt auch ihr, meine lieben Leserinnen und Leser, die nøtigen Daten um solchen Luegen entschlossen entgegenzustehen :)

So … das ist jetzt deutlich laenger geworden als erwartet. Deswegen behandle ich den Rest im naechsten Beitrag.