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Irgendwie hatte ich nach den ersten zwei Artikeln keine Lust mehr weiter zu machen. Die urspruengliche Motivation, welche ich nach dem Høren des Gespraeches hatte, war verflogen. Nach all den Jahren und nachdem ich all dies schon dutzende Male sagte und immer wieder nicht mehr als ein Schulterzucken sah und schon gar keine Aenderung im Verhalten, vor allem nicht bei denen, die es eigtl. verstehen und besser machen muessten – da ist das wohl verstaendlich.

Dann aber las ich diesen Artikel. Und wenn wer Beruehmtes einem sagt „gut so! Mach weiter!“, dann motiviert das schon.
Nun ja, Bruce Schneier schrieb es etwas allgemeiner:

Generations from now, when people look back […], I hope they will not be disappointed in us. We can ensure that […] only if each of us makes this a priority, and engages in the debate. We have a moral duty to do this, and we have no time to lose.

Das mit der „moralischen Pflicht“ ist zu diskutieren, aber es geht ja um die Idee hinter dieser Phrase und der Stimme ich persønlich 100% zu (deswegen habe ich den Link dahinter auch so belassen).

Schneiers Artikel ist im Besonderen an die betreffenden Ingenieure gerichtet. Da kann ich leider nicht zu beitragen, mein Teil kann sich leider wieder nur auf dies beschraenken.

Und deswegen nun weiter mit dem, was ich im Zuge des Gespraeches zwischen Frank Schirrmacher und Ranga Yogeshwar alles sagen wollte.

Bei 9:23 wird explizit das „digitale DU“ angesprochen. Ich denke, wir alle haben irgendwie eine mehr oder weniger diffuse Vorstellung, was hinter dieser Idee steckt.
Es wird auch gesagt, dass eben dieses „digitale Du“ viel eher beim luegen und betruegen erwischt wird, als die reale Person dahinter.
Ganz offensichtlich ist dies, wenn man sog. „Tauschbørsen“ benutzt – vulgo: Musik, Filme und Spiele aus dem Internet runter laedt, ohne dafuer zu bezahlen. Das ist damit natuerlich auch gemeint, aber das ist zu offensichtlich. Deswegen zwei Beispiel worauf ich hinaus will.
1. Wenn man am Arbeitsplatz mal 10 Minuten online Zeitung liest, dann ist das dokumentiert. NOCH werden diese Daten nicht an die Chefs verkauft, aber es ist sicherlich nur noch eine Frage der Zeit, bis jemand diese Geschaeftsidee aufgreift.
2. Wenn jemand eine Berufsunfaehigkeitsversicherung abschlieszt (oder so) und dort nicht angibt, dass er oder sie seit Jahren klettert, dann ist das schon ziemlich schlecht, dass bspw. amazon weisz, seit wie vielen Jahren man schon Kletterfuehrer kauft.

Derer Beispiele gibt es viele und man kann das alles auch noch persønlicher gestalten. Was fuer Suchbgriffe gibt man denn auf den Pornsites ein? Bei wikipedia schonmal nach Geschlechtskrankheiten geschaut? Gab es dafuer einen Grund, dem man niemanden mitgeteilt hat? Oder hat man vielleicht doch mal eins der Buecher dieses unsaeglichen Sarrazin gekauft und møchte lieber nicht, dass die irgendwie linke Laientheaterschauspielgruppe das erfaehrt?

Worauf ich hinaus will ist, dass jeder von uns irgendwas zu verbergen hat, oder lieber verschweigen møchte. Seien es die sexuellen Interessen oder die Krankheit, die man keinem mitteilen will, um niemanden unnøtig zu beunruhigen. Meinetwegen auch die irgendwie frauenfeindlichen oder neoliberalen Aeuszerungen, welche man mal vor ueber einer Dekade in einem Forum hinterliesz, weil man es da noch nicht besser wusste. All dies sind irgendwie „Luegen“. Und all dies weisz „das Internet“ (also google, amazon etc.), weil unsere „digitalen Ichs“ dies herausposaunen.

Aber mit dem „digitalen Ich“ ist mehr, als nur das Verhalten im Internet gemeint.

Es ist auch der Stromverbrauch (ich sprach dies irgendwie an dieser Stelle bereits an). Warum ist der denn in der Nacht so hoch?
Oder der so oft gepriesene Kuehlschrank, der einem mitteilt, dass die Milch schlecht ist und die dann automatisch neu bestellt. Aber warum ist denn da auch immer so viel Pizza im Kuehlschrank. Da sollte man mal vorsichtshalber die Versicherungspraemie hoch schrauben, denn da braucht bestimmt irgendwann mal jemand eine Herzoperation. Wird es niemals geben? Schwarzmalerei? Mhm … da muss ich mich wohl verhørt haben, vor ein paar Jahren, als ernsthaft diskutiert wurde, „Anreize“ zu gesundem Verhalten zu geben. Mit so einer Technologie kann das auch noch schøn ueberwacht werden.
Oder die (notwendige) automatische Ortung des Standortes des Telefons. Da weisz man doch gleich wo man ist. Ist doch super praktisch, insbesondere zusammen mit der neuen, Schritte zaehlende „App“, die einen gleich zu den richtigen Laeden im Einkaufszentrum leitet.

All dies wird euphemistisch als „Internet der Dinge“ bezeichnet. Bei ca. 37:13 kommt Frank Schirrmacher auf das Beispiel einer ueberwachenden Zahnbuerste zurueck. Dabei wird auch kurz darauf eingegangen, dass eben Anreize geschafft werden, um sich ueberwachen zu lassen.

Ich male mglw. etwas grau, denn dies alles  ist ja nicht notwendigerweise schlimm. Viele der potentiellen Funktionen sind eben WIRKLICH praktisch. Sei es der schnelle Zuckertest, oder die Ueberwachung des Pulses beim Lauftraining.
Immer her damit! Ohne Sarkasmus, meine ich, dass wir das wirklich gut gebrauchen kønnen. Auch eine gute Suchmaschine, oder von der Couch aus Einkaufen sind wirklich toll.

Aber aus all diesen Daten, setzt sich unser „digitales Ich“ zusammen. Und natuerlich aus noch viel mehr, wo wir im Traum nicht dran denken.

Wir kommen da nie wieder drum herum, dass wir alle „digitale Ichs“ haben und dass diese „digitalen Ichs“ schlimme Dinge ueber uns verraten, die wir mglw. gar nicht mal selbst (mehr) wissen.

Soweit erstmal zur Etablierung dieses Begriffes. Nun ist aber nicht zu vergessen, dass in einer algorithmisierten Welt; einer Welt, in der all unser Verhalten gespeichert und durch (unbekannte!!!) Algorithmen analysiert wird, diese „digitalen Ichs“ ploetzlich viel wichtiger werden, als die realen Ichs (13:58).
Und hier ist dann auch wieder die Zaesur. Dass nicht „wir“ unser „digitales Ich“ beeinflussen, sondern, dass „wir“ unser „digitales Ich“ werden.

Natuerlich gilt dies NICHT im Bekanntenkreis. (Wobei ich mir da eigtl. auch nicht so sicher bin.)
Aber fuer die Firmen, deren Sachen man kauft. Oder fuer die Buchverlage, deren Buecher man liest. Oder eben fuer die staatlichen Behørden.

Warum wird denn aber mit Hochdruck an der Etablierung einer solchen algorithmisierten Welt gearbeitet?

Die Antwort darauf ist ganz einfach: um alles noch effizienter zu gestalten. Denn mit dem „Effizienzkriterium“ hat man uns bisher noch immer alles verkaufen kønnen und ich glaube, dass die Leute die dies predigen, dies sogar wirklich glauben.

Dumm nur, dass aus einer algorithmisierten Welt auch folgt, dass man zukuenftiges Verhalten voraus sagen kann. Und diese Vorhersagen sind bereits heute verdammt effektiv. Denn was sind denn die amazon-„Dies kønnte sie auch interessieren“-Empfehlungen anderes, als die Voraussage von Kaufverhalten?

Bei 11:30 wird dann auf sog. „Pre-Crime“-Programme in den USA eingegangen. Es werden also Personen festgenommen, von denen man annimmt, dass sie in der Zukunft Verbreche begehen werden. Und das funktioniert sogar. Dadurch wurde die Verbrechensrate um 25% gesenkt.
Ist doch toll! Nicht wahr! Weniger Verbrechen.
Mal davon abgesehen, dass dies katastrophal ist fuer die Buergerrechte eines jeden Einzelnen, møchte ich dazu sagen, dass dies NOCH nur bei Verbrechern gemacht wird.
Bei stetig klammen Budget aber, wird es den Staat sicherlich brennend interessieren, ob nicht jemand die Kuendigung „provoziert“ hat und dadurch kein Recht auf Arbeitslosenunterstuetzung hat. Und da ist es schon gut zu wissen, ob der Gekuendigte schon seit ein paar Wochen 10 Minuten spaeter aufsteht. Denn das kønnte als „Unlust zu arbeiten“ interpretiert werden und somit faellt dann der Anspruech auf das Geld weg.

 

Irgendwie habe ich mich ein klein wenig verzettelt glaube ich.

Worauf ich hinaus will ist: ALLE unsere Handlungen hinterlassen „Spuren“, ob wir das wollen oder nicht. Ich schrieb ein paar Beispiele nieder und kønnte viele weitere anfuehren. Bis vor ein paar Jahren war das vøllig ok, weil diese Daten nicht erhoben wurden (keine derartigen Sensoren bspw. im Telefon), nicht an irgendwelche Dienste weitergesendet wurden (keine permanente Internetverbindung) und selbst wenn, dies aufgrund fehlender Rechenleistung ueberhaupt nicht haette „ausgewertet“ werden kønnen.
All dies geschieht aber mittlerweile schon bzw. wird in nicht all zu ferner Zukunft eingefuehrt werden.
Dies wiederum bedeutet, dass niemand mehr eine real existierende private Zone haben wird. (Eine imaginaere Gedachte hingegen natuerlich immer noch.) Dies wird fundamentale Auswirkungen auf unsere Leben haben. Wir werden unser Verhalten aendern (muessen). Leider nicht selbst bestimmt, sondern fremd bestimmt. Und die positiven Auswirkungen dieser Entwicklungen werden die dadurch (høchstwahrscheinlich) auch entstehenden negativen Auswirkungen mitnichten ueberwiegen.
Da bisher niemand Wichtiges ernsthaft fuer eine bessere Alternative argumentiert befuerchte ich, dass dies die Welt werden wird, in der unsere Kinder die grøszte Zeit ihres Lebens verbringen werden. Und das macht mich sehr sehr traurig.

 

Bei 12:19 fragt dann Frank Schirrmacher auch, was es denn bedeutet, wenn man voraussagen kann, dass jemand eine Handlung begeht, von der er noch nichtmal selbst weisz, dass er die møglicherweise (oder auch nicht) begehen wird?

Mit dieser entsetzlichen Frage, møchte ich diesen dritten Teil dann auch abschlieszen.

Kurze Rueckschau: im ersten Teil dieser kurzen Reihe, ging ich auf eine ganz konkrete (und zugegeben sehr enge) Angelegenheit im Zusammenhang mit den Snowden-Enthuellungen ein. Wie meiner Meinung nach sprachlich verharmlosend damit umgegangen wird.

Dieses Thema behandelt habe ich, weil es der Grund fuer ein Gespraech war zwischen Ranga Yogeshwar und Frank Schirrmacher.

Diese gingen in dem Gespraech gar nicht so sehr auf die Ungeheuerlichkeiten selber ein. Viel mehr zogen sie diese heran um die (ebenfalls bereits erwaehnte) Zeitenwende aufzuzeigen.

Den Anteil des Einzelnen (als Individuen, oder als Mitglieder bestimmter Gruppen) an dieser Zeitenwende, dieser Zaesur, wurde ebenso heraus gestellt.

Nicht zu vergessen ist, dass auch diskutiert wurde, was zu erwarten ist in der neuen Epoche; wiederum fuer den Einzelnen, aber auch fuer die Gesellschaft als Gesamtes.

Wichtige Dinge sind dabei sich grundlegend zu veraendern. Bspw. die Prozesse in unserer Gesellschaft und in der Administration dieser. Oder die Ablaeufe unseres Zusammenlebens und wie wir uns ein Bild vom jeweils Anderen machen. Aber auch das Selbstverstaendnis unseres eigenen „Ichs“.
Einige dieser Veraenderungen verursachen mir nicht nur Kopfschmerzen, sondern ich kønnte immer beinahe heulen, wenn ich daran denke, in was fuer eine Welt mein Sohn herein waechst. Welche Freiheiten er mglw. nicht wird erleben und genieszen kønnen.

Deswegen schrieb ich im ersten Teil:

Wie wir (!), als Einzelne und als Gesellschaft, diesen Uebergang mitbestimmen, wird entscheidend sein, wie die naechste “Epoche” aussehen wird.

Und deswegen møchte ich nun an dieser Stelle genauer auf das erwaehnte Gespraech eingehen.

Ich werde bestimmte Stellen heraus greifen und in einen Zusammenhang stellen, wie ICH (!!!) den sehe. Die aufmerksame Leserschaft wird also womøglich so einige Themen wiedererkennen. Dank Edward Snowden muss ich mich da ja jetzt auch nicht mehr als Aluminiumhuttraeger fuehlen.

Ich hoffe auf Kommentare aus meiner Leserschaft. Ich møchte, dass ihr mir widersprecht, wenn diese Zusammenhaenge auch ganz anders dargestellt/gesehen werden kønnen.
Selbstverstaendlich sind auch bestaetigende Kommentare, eigene Erlebnisse oder weiterfuehrende Links gern gesehen.

Ich werde die Teile des Gespraeches hauptsaechlich chronologisch herausgreifen. Dabei wird das konkrete Thema mitunter jedes Mal wechseln. Sollten bestimmte Stellen zusammenhaengen, so versuche ich diese auch zusammen zu praesentieren (sofern es mir auffaellt).

Leider konnte ich einen Mitschnitt dieses Gespraeches nur noch hier auftreiben. Bei Interesse, kann ich die zugehørende mp3-Datei zukommen lassen.

Somit kønnen wir auch direkt und ohne Uebergang in das Gespraech einsteigen.

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Bei 2:49 wird auf die willige Zusammenarbeit zwischen den Firmen des Silicon Valley mit den Geheimdiensten eingegangen.
Nicht nochmal explizit gesagt wird, dass dies ja gegen die Interessen der Buerger und Kunden (also uns) ist.

Ich møchte hier „Silicon Valley“ gern stellvertretend fuer die kommerziellen Technik-/Computer-/Online-Dienste sehen. Dies kønnte i.A. aber auch bspw. eine Firma aus der Schweiz sein, die Quantenverschluesselung fuer Banken (oder sowas) anbietet, oder ein groszer Internet-Service-Provider etc.

Ich muss etwas ausholen.
Meiner Meinung nach ist es geschafft worden, „unserer Generation“ erfolgreich einzureden, dass alles was mit dem Internet zusammenhaengt ja inherent gut ist. Und wenn mal was Schlimmes passiert, dann ist das die Ausnahme und nicht die Regel.

Kurz zum Begriff „unsere Generation“. Dieser bezieht sich jetzt nicht auf „alle geboren um 1980 herum“, sondern auf die, die potentiell bereits jetzt, mitbestimmen, in welche Richtung sich unsere Gesellschaft entwickelt. Als Beispiel der „Mitbestimmung“ sei da „E-Government“ genannt. Das wird von Leuten wie mir implementiert. Man kønnte allgemeiner sagen, Menschen, die den Computer und das Internet als Werkzeug zu bedienen wissen und nicht nur porn klicken und Solitaer spielen. Prinzipiell kønnten „wir“ uns da auch weigern mitzumachen, solange wir nicht sicher sein kønnen, dass die dort verwendeten Programme nicht gegen uns Buerger verwendet werden kønnen. Dazu aber spaeter mglw. mehr.
Ich wollte dies hier kurz etwas naeher beschreiben. Damit klar ist, wen ich ueberhaupt mit „wir“, „uns“, „die, die es besser wissen muessten“ etc. meine.

Dieses „inherent Gute“ wird anscheinend auch auf die Firmen uebertragen.
Ansonsten ist es mir nicht erklaerbar, dass google so beliebt ist. Denn Alternativen gibt es!
Oder Microsoft und all ihre Produkte. Ich meine, wenn ich einen Hammer haette, der „magisch“ immer wieder in Richtung meines Daumens gezogen wird, dann wuerde ich mir doch einen anderen Hammer nehmen! Um beim Bild des „Werkzeugs“ zu bleiben.
Aber nein, Microsoft verkauft uns ja, dass sie ganz besonders toll sind und sowieso ist Technik und Innovation doch scheinbar das, was unsere Gesellschaft ueberhaupt am laufen haelt. Also kann das alles doch gar nicht schlecht fuer mich sein.
Oder google ganz konkret. Die sind ja nun wirklich im wahrsten Sinne des Wortes, „die Retter des Alltags“. Zumindest fuer die meisten, im Internet verkehrenden Menschen, denn schlieszlich liefert es die gesuchten Antworten.
Und facebook wird ja sogar von einer mir sehr nahen Person, die es eigtl. besser weisz, als „unbedingt nøtige Kommunikationsplattform, ohne die es einfach nicht mehr geht“ erklaert.

Eine Technik, die so viel Gutes tut, die kann ja nicht wirklich bøse sein. Korrekte Suchergebnisse oder mit wem reden kønnen; das ist doch eigentlich wirkich nuetzlich. Das kann doch ueberhaupt nicht schlimm fuer mich sein.

Und wenn es kønnte, so sind die guten Onkel von besagten Firmen doch auf „unserer“ Seite. Irgendwie sind wir doch alle Hacker.

Tja, falsch gedacht mein liebes soziales Umfeld.
Wir sind keine Hacker, wir sind Schafe, die sich selber auf die Weide treiben. Und google, apple, facebook, amazon etc. sind die (scharfen) Wachhunde, die uns kontrollieren und im Zaum halten. Im Zaum halten deswegen, weil wir ja scheinbar nicht zu anderen Løsungen migrieren kønnen.

Ich nehme mich da uebrigens nicht von aus. Auch ich benutze google maps manchmal. Naemlich dann, wenn ich gern ein Satellitenbild der Umgebung haette, wo ich hin møchte. Oder diverse Pornsites. Oder wikipedia. Oder die Internet Movie Data Base, etc. pp.
Dass ich einige der prominenteren Dienste (amazon, ebay, paypal, facebook, twitter) nicht benutze bzw. wann immer møglich vermeide (google) heiszt leider nicht, dass ich solche Dienste ueberhaupt nicht verwende. Bequemlichkeit, bzw. in der Vergangenheit auch der gute (Aber)Glaube, hindern mich, mich da wirklich umfassend von auszuklammern.
Aber dazu komme ich spaeter nochmal. Denn derartiges „Ausklammern“ ist ja ueberhaupt nicht unbedingt erwuenscht oder erstrebenswert.

Als kurze Zusammenfassung: wir sind alltaeglich und (fuer uns) ganz normal im Internet unterwegs und nutzen mit Freude, und groszem Gewinn, viele der „neuen“ Dienste, denn diese sind sehr hilfreich. Es ist aber so, dass diese Dienste, jedes kleinste bisschen an Information ueber uns sammeln. Dies kann, bzw. wird meiner Meinung nach in der Zukunft, gegen uns verwendet werden.

Bei 6:43 wird dann auch ein „lustiges“ Beispiel dazu gegeben. Das Publikum lacht, Frank Schirrmacher nicht. Ich denke, weil ihm sehr bewusst ist, was dies fuer uns alle bedeutet.

An dieser Stelle møchte ich diesen Beitrag beenden.

Im Wesentlichen habe ich hier zwei Themen angesprochen, die auch spaeter immer wieder auftauchen werden und die bestimmend fuer das Problem sind: die schøne neue Internetwelt und wie diese aber gegen unsere freiheitlichen Interessen arbeitet.

Zwei weitere bestimmende Themen sind das sog. „digitale Ich“ und wie die (intuitive) Erkenntnis, dass man keine Privatsphaere mehr hat, unser Verhalten aendert. Dazu aber nicht mehr an dieser Stelle .

Wie gesagt, werde ich mich oft irgendwie wiederholen. Dem obigen Beispiel werden weitere Folgen. Ich finde es aber wichtig dies zu tun.
Denn zum einen haben wir nur diese Beispiele bisher. Das wurde alles noch nicht so richtig systematisch untersucht und in griffige Theorien gegossen. Und zum anderen hoffe ich, dass „steter Tropfen“ irgendwann mal vielleicht zum Nachdenken und einer Verhaltensaenderung anregt. In dem Sinne, dass nicht mehr nur facebook, google, etc. nicht mehr benutzt wird, sondern dass der Schrecken zu grosz ist und man auch mit anderen drueber sprechen muss. So wie ich es mache, mit diesen Beitraegen.

… des spaeten 24. Jahrhunderts, Sohn des M’Rel – Gowron – lebt! Und zwar hier in Trondheim!

Er hat sich geringfuegig umbenannt, sicherlich um seine Identitaet zu verschleiern, und uebt den Beruf des Krankengymnasten aus. Hier ist der Beweis:

Gawron Institut

Ich kønnte mir vorstellen, dass eine im ersten Stadium gestoppte Infektion mit dem modifizierten Erreger der Levodianischen Grippe ihm hilft, unter Menschen unterzutauchen.

Da fragt man sich nur noch, wie er es aus dem Beta Quadranten zur Erde schaffte.

Møglicherweise stellt diese Firma hier …

Warpsund

nicht nur Pflanzenerde her, sondern hat Gawron (wie er sich ja jetzt nennt) geholfen hier her zu kommen. Ich unterstelle also einen berechtigten Grund, dass die Firma diesen Namen fuehrt.

Tihi … manchmal bin ich schon ’n bisschen geekig, glaub ich.

Ich habe immer mal wieder gehørt, dass Untersuchungen zeigen, dass die Leute einem Thema nur noch zwei Minuten (oder so) Aufmerksamkeit widmen.

Dass aber gebildete Menschen ein Interview, welches noch nicht mal vier DIN-A4 Seiten lang ist, und jede Menge guter und wichtiger Information enthaelt, als „lang“ bezeichnen, nur weil man das mal eben nicht in diesen zwei Minuten konsumieren (!) kann, dass versetzt mich doch in Schrecken.

Aber da hørt es nicht auf. Selbst Texte, die es gerade mal auf drei Seiten bringen, werden schon als eben „TL;DR“ „abgelegt“.

Das mag ja alles modern sein, so mit kurzen, fluffigen Videos und so. Aber wenn eben, wie gesagt, sogar gebildete Leute solche eigentlich gar nicht so richtig langen Texte schon als „lang“ ankuendigen und somit implizit auch als „willst du dir das wirklich antun, selbst wenn das auch noch als „lesenswert“ deklariert wurde?“, dann muessen wir ich mich nicht wundern, dass die Tragweite der auf uns zurollenden (und nicht mehr aufzuhaltenden) Klimakatastrophe nicht verstanden wird. Oder die damit einhergehende (und bisher nicht so richtig diskutierte) menschliche Katastrophe. Oder die Politik der Energiewende. Oder die katastrophale und menschenverachtende europaeische Fluechtlingspolitik. Oder die durch Banken verursachten Krisen. Oder die durch Privatisierung hervorgerufenen Katastrophen bspw. im Gesundheitssktor. Oder eben das Ende der Privatsphaere etc. pp. Gar nicht zu reden von weiterfuehrenden politischen oder ethischen Gedanken.
Nicht, dass ich all dies wirklich _verstehe_ oder die Ursachen kenne. Aber durch lesen (wirklich) langer und zahlreicher kurzer Artikel, konnte ich mir zumindest einen gewissen Ueberblick verschaffen und weisz, wo meine eigenen Handlungen halbwegs zu verorten sind diesbezueglich.

Im uebrigen bezeichne ich Texte mit 2 Seiten als „kurz“, bis x-Seiten (habe da keine genaue Zahl) als „gar nicht so lang“ und erst bspw. 21-Seiten Artikel als „etwas laenger“ oder dann mglw. gar schon mal als „lang“.

Denn wenn man will dass Leute etwas lesen, dann sollte man nicht gleich mit einem „ist ein langer Artikel“ abschreckend wirken.

Nun habt ihr, meine liebe Leserschaft, diese Serie siebzehn Folgen (inklusive dieser) lang gelesen.

Dies ist die letzte Folge in der „CEII-Reihe“ und nach all der Zeit ja irgendwie etwas Besonderes.

Aber ganz besonders wird sie, wie hier schon angekuendigt, erst, durch die Praesentation meiner Favoritfigur dieser Veranstaltung.

Es handelt sich dabei um diese Twi’lek:

Favorit

Zum Einen ist das Kostuem an sich toll anzuschauen. Die stilsichere Kleidung (die Lederhosen gefallen mir sehr) und die dazugehørdenden Accessoires, das gelungene Arrangement derselbigen, die wirklich schønen Lekku und nicht zuletzt das dezente Blau der Haut.

Zum Anderen ist die Person an sich eine sehr schøne Frau (gleichzeitig auch eine ziemlich scharfe Tante). Ihr verschmitztes Lacheln, ihre schønen Lippen, ihr langer, reizvoller Hals (*schmacht*), ihre sexy Claviculae, natuerlich nicht zu vergessen ihre betørenden Augen und ueberhaupt sie als gesamte Person.

Wer all dies genauer betrachten mag, møge das Bild anklicken, um zu einer Version mit einer høheren Aufløsung zu gelangen.

Scharfe Tanten, exzellente Kostueme und scharfe Tanten in ezellenten Kostuemen sind ja bspw. in dem ganz oben verlinkten Beitrag auch zu sehen und das gibt es ganz im Allgemeinen øfter mal.

Aber bei den dort gezeigten Figuren ist ist eben doch immer noch deutlich, dass es sich um einen Menschen im Kostuem handelt. Die „Attituede“ ist einfach nicht dem Charakter entsprechend. So wie ich mich auch nicht wie ein Sand/Stormtrooper verhalte.
Der hier gezeigten Figur aber, haette ich es geglaubt, dass es sich bei ihr um eine Twi’lek handelt – Cosplay par excellence. Alles an ihr, Kostuem und Auftreten, ist so, wie ich es bei einer Twi’lek erwarten wuerde.

Und mit dieser Besonderheit soll dann auch die „CEII“-Serie enden.

Ich hoffe, dass es meiner Leserschaft gefallen hat, mich ein klein wenig in diesen speziellen Teil meines Univerums zu begleiten.

… hat sogar einen eigenen Wikipediaeintrag.

Dies hier ist zwar keine Analsonde, koennt man aber dafuer halten … tihi

ominoeses Teil 04

… fuer Privatsphaere und dass wir alle etwas zu verbergen haben, wenn der Gespraechspartner einem bereitwillig sein Telefon geben wuerde, damit man da drin rumschnueffeln kann?

… gelangweilte Nahrungsmitteleinkaufsbutzenmitarbeiter ihre Zeit vertreiben und beim Einraeumen sogar noch Spasz haben, darob des Gedankens, dass sie es „dem System“ nun aber mal ordentlich gezeigt haben:

Und wenn es denn dann doch mal wem auffaellt haben besagte Mitarbeiter dieses ohnehin schon tolle Land noch ein kleines bisschen lebenswerter (und mich persoenlich froehlicher) gemacht :)

Seit dem Zerfleddern meiner Ehe … mittlerweile ist das Ende beschlossen, meine Kotzgrenze ist erreicht … und dem Einsetzen meiner Depression, war dieser Beitrag hier zu sehen.

Einige meiner Leser wissen mehr ueber die Umstaende, andere weniger oder gar nichts.

Wieauchimmer, wenn mir danach ist, denn werde ich in zukuenftigen Beitraegen mglw. das eine oder andere darueber schreiben. Wie immer gilt: wer was wissen will kann ruhig fragen.

Ich hatte vor, wenigstens auf das Thema „Depression“ etwas naeher einzugehen.

 

Nun jedenfalls habe ich endlich wieder etwas Lust, mich meiner Auszendarstellung zu widmen. Das war mir immer sehr wichtig und das fehlt mir.

Fuer regelmaeszige Beitraege fehlt mir aber noch die Energie oder viel zu oft einfach auch die Motivation … stupid depression.

Damals hatte ich bereits Beitraege fuer drei Monate vorbereitet. Die bekommt ihr erstmal zu lesen.

(Mindestens) Zwei besonders pfiffige Witzbolde haben es geschafft hinter den „Schleier“ des oben erwaehnten Beitrages zu schauen und somit alle diese Beitraege schon gelesen. Tja … dann koennt ihr die jetzt nochmal lesen. Und um es fuer euch besonders interessant zu machen, werden zwischen diesen Beitraegen einfach auch noch neue Beitraege erscheinen. Bzw. war mindestens ein Artikel noch nicht ganz fertig und den muesstest ihr euch dann auch nochmal durchlesen.

 

Ansonsten … pfffffff … ich will mehr Sex!

How are we supposed to save the world, if we are occupied with keeping our shit together?