Hier ist das obligatorische Video, aber eigentlich geht’s um was anderes. Der Titel drueckt’s aus: bei mir ist das Licht ausgegangen.

Eine der ersten Sachen die ich mir kaufte als ich studieren anfing war diese Nachttischlampe:

Dachte ich doch, dass ich weiterhin so viel im Bett lesen werde wie bevor und dafuer braucht man Licht. In der Annahme stellte sich das Adverb „viel“ als falsch heraus, denn als (Physik)Student hatte ich dafuer, aus verschiedensten Gruenden, (leider) keine kaum Kapazitaeten frei. Ein feiner Spender gemuetlichen Lichts blieb sie dennoch weiterhin, wenn auch nicht fuer’s Lesen im Bett.

Dann aenderten sich meine Lebensumstaende mehrfach und seit September 2000 ist sie ueberall mit mir hingezogen. Irgendwann hatte ich keinen richtigen Nutzen mehr fuer ein derartiges Licht (weil sich die Bettbeleuchtungsverhaeltnisse geaendert hatten) und sie verschwand in der Abstellkammer.

Vor ein paar Jahren entdeckte ich die Lampe dort (wieder), befreite sie vom Staub und stellte sie als gemuetliches Licht in die Stube.

Als ich im September 2024, mich an die Lektuere dieses Buches …

… setzte (hehe … hab ich’s schon wieder geschafft das in einen Beitrag zu packen) , ahnte ich noch nicht, dass ich damit unwissend ein laengeres, mehrere Jahre umfassendes Projekt startete. Schnell stellte sich aber heraus, dass ich nicht tausende von Stunden mit gekruemmten Ruecken an meinem Kuechentuech ueber Buechern und Vorlesungsskripten zur theoretischen Physik sitzen kann. Zum Glueck habe ich hohe und relativ tiefe Buecherregale, die zwar nicht optimal als Stehtisch, aber dennoch besser als gedacht geeignet sind um daran stehend Kopfarbeit zu verrichten. Meine Hobbithøhle ist aber recht dunkel und eine lokale Beleuchtungsoption musste her … und siehe da, die Lampe wurde wieder viel aktiv genutzt und leuchte nicht mehr nur passiv (und gemuetlich) rum.

Leider sollte es auch die letzte Aufgabe meines gelben, mich ein viertel Jahrhundert lang begleitenden Leuchtfreundes sein. Denn leider hatte sich im Laufe der Jahre ein Kontakt durch’s Plastik geschmnolzen und lag recht offen da. Deswegen bekam ich ab und zu einen leichten elektrischen Schlag wenn ich die falsch (oder eher „richtige“) Stelle durch Zufall beruehrte. Es fuehlte sich aber immer an als ob ich mich verbrannt hatte (denn an der Stelle ist die Lampe, aufgrund ihrer Bauweise, sowieso immer recht heisz gewesen).

Aber eines schønen Tages roch es nach verbranntem Plastik und ich konnte die Quelle nicht finden. Das Auschlieszingsprinzip musste her und als einzige Møglichkeit blieb nur noch der gelbe Lichtspender uebrig … ich schaute ihn mir genauer an und fand die durchgeschmorte Stelle (und pløtzlich ordnete ich die „Verbrennungen“ ganz anders ein) … *seufz* … ich ueberlegte einige Momente ob es nicht noch ’ne Weile mit uns weitergehen kann; wohl wissend, dass das eine viel zu grosze Brandgefahr in meinem Haushalt war. Schweren Herzens entschloss ich mich dann das einzig Richtige zu tun und dieses lange Zeit aeuszerst nuetzliche Utensil dem Kleinelektronikschrott zuzufuehren.

Danke, mein Freund, fuer all die schønen Erinnerungen ueber so viele Jahre … *schnueff*.

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