Neulich war ich mal wieder auf Island und bei ’ner kleinen Rundfahrt kamen wir auch an diesem beruehmten Wasserfall vorbei:

Und da kann man hinter lang gehen. Und es gibt einen kleinen Auslaeufer, bei dem das Wasser auf Land landet und nicht in dem kleinen See darunter.

So wie man das aus Filmen kennt … wobei mir spontan kein Film einfaellt bei dem das so war … nutzte ich diese Gelegenheit um mal unter einem Wasserfall zu stehen:

Und wer kann schon von sich behaupten, DAS in Echt getan zu haben *grinst*.

Ach ja … dies geschah bereits Ende September 2018. An dem Tag war es kalt, sehr windig und regnerisch. Deswegen stehe ich da in voller Regenmontur. Und die Schuhe waren schon von vorher nass.

Tjaaaaa … nun faellt mir wenig ein, was ich dazu schreiben kønnte. Das ist ja genau der Grund, warum ich bei meinen Reiseberichten solche Sachen eigentlich weg lasse. Aber dieses System hier ist speziell, deswegen dokumentiere ich das so im Detail.

Anstatt weiter lange zu reden, das viert-schwerste Objekt im Ursprungssystem:

So … nun noch zu so’n paar kleinen Gesteinsbrocken, die nur aus historischen Gruenden interessant sind.

Die Umbenennung vor 685 Jahren wurde irgendwann wieder rueckgaengig gemacht. Ansonsten gibt’s hier …

… nicht viel weiter zu sehen und ich ziehe gleich weiter zum letzten Planeten des Ursprungssystems.

In einem meiner „Post“-Beitraege empfahl ich den Artikel „When Do Extraordinary Claims Give Extraordinary Evidence?“ zu lesen mit der Begruendung, dass dort:

[…] die Erklaerung steht, warum sog. „soziale“ Medien vøllig versagen (ganz wichtig fuer alle Hacker die immer noch der Meinung sind, dass jeder ein Sender sein sollte).

Im Nachhinein fiel mir auf, dass die selben Gleichungen auch ganz hervorragend eines der Hauptargumente gegen das Lesen von Originalquellen massiv abschwaecht :) .

Das Argument geht ungefaehr so:

Ich habe viele Leute um mich herum die selber lesen und denen ich vertraue und mit denen unterhalte ich mich dann.

Ich diskutiere mal nicht weiter, dass dies dann nur ein Bruchteil ist, was diese Leute selber lesen und die dann natuerlich auch nur das wiedergeben an was sie sich erinnern.

Viel besser ist naemlich, das die Gleichungen im verlinkten Artikel ganz deutlich zeigen, dass die Vertrauenswuerdigkeit der Information mit jedem Glied in der Kette von der Originalquelle zum Zuhørenden massiv abnimmt. Der „Fehler im Signal“ steigt nicht additiv wie sonst ueblich, sondern multiplikativ! Und das selbst dann, wenn die vermittelnden Personen an und fuer sich vertrauenswuerdig sind.

Und so ’ne Kette geht ungefaehr so:
1.: das Experiment an sich
2.: der Wissenschaftler der es in einem Artikel praesentiert
3.: der Editor des Journals hat seine Hand im Spiel
4.: der Wissenschaftsjournalist einer Zeitung
5.: die Redaktion der Zeitung
6.: der Weblogeintrag zum Zeitungsartikel
7.: der Leser
8.: der Zuhørende

Einige Stufen haben grøszeren Anteil am zunehmenden „Fehler im Signal“ als Andere. Das scheint zwar total logisch, aber das Ausmasz des Verlusts der Vertrauenswuerdigkeit war mir nicht bekannt vorher.
Da das ganze multiplikativ (!) geht, ist schon die Umgehung eines einzelnen Gliedes extrem relevant bzgl. besagter Vertrauenswuerdigkeit der Information.

Bspw. wenn der Weblogeintrag den originalen wissenschaftlichen Artikel praesentiert. Selbst dann, wenn man urpsruenglich ueber einen Zeitungsartikel darauf aufmerksam wurde.
Oder natuerlich, wenn der Zuhørende selber zum Leser wird … am Besten zum Leser des wissenschaftlichen Artikels.

Das ist im Uebrigen auch ein massives Problem in den Wissenschaften! Auch in den Natur- und Ingenieurswissenschaften. Das hab ich zwar so irgendwie „gefuehlt“, waehrend ich an meiner ersten Doktorarbeit arbeitete, aber so richtig bewusst ist es mir erst waehrend meiner zweiten Doktorarbeit geworden. Und in Worte fassen konnte ich es erst nachdem ich den oben verlinkten Artikel gelesen und mehrere Tage drueber nachgedacht hatte.

Und deswegen: selber lesen … … … erhøht den vertrauenswuerdigen Informationsgehalt den man aus den Signalen des Universums ziehen kann.

Saturn war der Vater Jupiters. Letzterer hat Ersteren umgebracht. Andererseits … das liegt in der Familie.

Fetzt hier zu sein.

Aber nun geht’s auf zum Kastrierten

Bevor es zum Saturn geht dachte ich mir, dass man ja mal schauen kønnte, wie der Sonnenaufgang von hier so aussieht. Aufgrund des tiefen Gravitationsbrunnen kam ich aber nicht so nahe ran. Und dann ist die Sonne auch noch so weit weg. Und deshalb sieht’s trotz gewaltiger Atmopshaere nicht so spektakulaer aus wie bei der Venus.

Sol ist das gelbe Puenktchen, welches sich da verstohlen ueber dem Horizont zeigt.
Nun ja, damit ergibt sich dann auch, dass ich keine weiteren Sonnenaufgaenge zeigen brauche.

… schaffe ich es mal solche Tueten …

… so aufzumachen, wie es gedacht ist die aufzumachen :)

Dieser Schnurmechanismus ist soooooo toll. Das ist voll befriedigend wenn sich das øffnet wie’s soll.
Aber wenn ich ehrlich bin, mache ich allermeistens was falsch und nehme dann letztlich doch die Schere.

… benannt so nach dem Himmelsvater, in laengst vergangener Zeit.

Der Planet an und fuer sich ist jetzt nicht so sehr von Interesse. Da habe ich imposantere Gasriesen gesehen. Aber seitdem ich die alte Geschichte „Farmer im All“ gelesen hatte wollte ich da mal hin um zu schauen, wie dieser Planet von einem seiner Monde aus aussieht.

Hier bin ich auf Europa. Das ist zwar nicht der Mond aus dem Buch, aber das macht ja nix. Nach so langer Zeit wurde der Wunsch so vieler Jahre endlich wahr :)

Dummerweise hatte ich vergessen mein Oberflaechenfahrzeug mitzunehmen … ich Trottel!

Dies ist die vierte (und letzte) ausgelagerte Abschweifung aus dem „Post-„-Artikel von neulich.

Dort schrieb ich:

Ich wagte mich dann auch in die Kommentarsektion […]. Da ist die leider so typische „wer nicht arbeitet soll auch nicht essen!“ Meinung sofort vertreten, natuerlich ohne, dass die Leute erkennen, dass sie sich damit auf der „das-war-schon-immer-so“-Stufe bewegen.

Kurioserweise wird das auch direkt so geschrieben; ungefaehr so: „Das Leistungsprinzip gab es schon immer und wird es zum Glueck immer geben“.

Das finde ich witzig, denn das „Leistungsideal“ ist ein Produkt des Kapitalismus! Vorher war das naemlich mitnichten so.

Den Menschen war es frueher unvorstellbar, dass es sich „lohnt“ was Neues zu machen. Noch Newton dachte, dass alles sich immer in Zyklen wiederholt und er nur altes Wissen neu entdeckt.
Erst die Ueberwindunge dieser Denkweise fuehrte zu den rasanten Verbesserungen fuer das Leben aller Menschen, ueber die letzten 2 Jahrhunderte.
Nicht vergessen: im 18 Jahrhundert lebten noch 90 % aller Menschen in bitterster Armut, schlimmer als alles, was wir jetzt kennen. Zu dieser Aussage aber UNBEDINGT hier lesen; im Ganzen negiert das die Aussage nicht, aber im Speziellen ist es natuerlich mal wieder viel komplizierter. Aber da die generelle Aussage, dass es heute besser ist als vor 100 Jahren, im Allgemeinen durchaus als richtig anerkannt werden kann, bin ich froh, dass es den Kapitalismus gibt, auch wenn ich dessen Auswirkungen sehr kritisch betrachte.

Aber das ist ein anderes Thema. Wie man (mal wieder) sieht, ist das alles ziemlich komplex und eins spielt ins andere und ein System welches in einem Falle funktioniert ist møglicherweise schwer anzuwenden in einem anderen Fall (vorausgesetzt, dass es keine uebergeordnete (wissenschaftliche!!!) Theorie gibt.

Nach dem Terraforming wurde er der Sitz der Føderation und deswegen gibt es hier auch ein riesiges Schiff, so wie in der Naehe der Gaia.

Ich flog also munter drauf zu, um es mir mal aus der Naehe anzuschauen. Zu spaet bemerkte ich, dass es das Flaggschiff des Praesidenten war … Ich bekam zwar eine Warnung, aber ich war so schnell, das ich es nicht mehr schaffte rechtzeitig zum Halt zu kommen. Deswegen wurde meine Kassiopeia zerstørt :(

Gluecklicherweise war alles versichert, auch wenn der Eigenanteil von mehreren Millionen Credits sehr schmerzt. Ich hab doch nicht so viele direkt zur Verfuegung stehende Credits! Das ist doch alles in Schiffen (hautpsaechlich in Kassiopeia selbst) angelegt!

Nun ja, moderne Technik macht es møglich, dass ich genau das gleiche Schiff zurueck bekam.
Das war ja mit Kassandra nicht anders. Da erinnere ich mich noch gut daran, wie mehrfach, an ein und demselben Himmelskørper, der Prozess des Litho-bremsens, in pløtzlicher, nicht geplanter und ungeordneter Demontage endete.

Jedenfalls ging es dann mit der wieder aufgebauten Kassiopeia zurueck zum Mars, damit ich wenigstens das obligatorische Foto machen konnte.

Dieser riesige, ausgedehnte Kontinent ist bestimmt urst trocken. Zumindest wenn man nur natuerliche Wetterphaenomene zugrunde legt. Aber das soll mich nicht weiter kuemmern, denn nun geht’s zu den Gasriesen des Ursprungssystems.