AAAAGHAGRHAGRHAGHRGAHGRHAGRHAGRHAGRHAGRHAGRHAGRHAGRHAGR!!!!!!

Diese dummen weiszen Zwerge kotzen mich sowas von an!

Ich war schon fast bei der naechsten Station um mal wieder frisches Obst zu essen und ein Glas Milch zu trinken und da gerate ich doch falsch herum in den relativistischen Teilchenjet eines weiszen Zwergs. Da in diesen Jets die Steuerung versagt ist man Newtons erstem Gesetz gnadenlos unterworfen. Und da ich falsch rum in den Jet geriet, flog ich auf den weiszen Zwerg selber direkt drauf zu und wurde kurz vor dem Crash aus dem Hyperraum geworfen … mitten rein in besagten Jet.
Das ist immer eine Gefahr, wenn man versucht die Sprungreichweite zu vergrøszern indem man … *mumble mumble technobabble* … im Wesentlichen also den Jumpdrive in den relativistischen Teilchenjets auflaedt. Bei Neutronensternen sind die Jets sehr lang und fuehren weit vom toten Stern weg. Da kann man diesen Aufladeprozess also in (relativ) sicherer Entfernung vornehmen. Bei weiszen Zwergen aber sind die eher kurz. Und das wurde mir bei Eoch Pruae GR-N d6-1552 A zum Verhaegnis.
Lange Rede kurzer Sinn, mein Schiff wurde superkrass schwer beschaedigt. Als mein Cockpitfenster kaputt ging, schaltete Kassiopeia zum Glueck automatisch auf Notsauerstoffversorgung um. Wenigstens konnte ich ein SOS absetzen bevor auch die Kommunikationseinheit kaputt ging. Dann musste ich „nur“ noch auf meine Retter warten, die mein Schiff und mich zum naechsten sicheren Hafen schleppten. Das ging gerade nochmal gut.

Was hatte ich da ueberhaupt zu suchen? Nun ja, das war der White Dwarf (murder) Star mit der laengsten orbitalen Periode (1,372,010,577,920.0 s oder ca. 43,506 Jahre) und der langsamsten Geschwindigkeit in Apoapsis (nur 41.73135825815097 m/s oder ca. 150.23 km/h).

Und hier ist der (ehemalige) Stern, der mich beinahe umgebracht haette:

Das Bild machte ich natuerlich vor der Katastrophe.

Ich muss mir mal was ueberlegen wie ich der Gefahr die diese garstigen Biester bedeuten, mindern kann. Denn es noch so einige von denen sind Rekordhalten.

… ist sie nun bald:

Aber ein bisschen muesst ihr, meine lieben Leserinnen und Leser euch noch gedulden, bevor dieses Modell in voller Pracht praesentiert wird :)

So sieht die Galaxis von ganz oben aus:

Ich musste rauszoomen, damit Dryee Free AA-A h4 zusammen mit der Galaxis und der wahren Leere jenseit derselbigen auf’s Bild zu bekommen … deswegen die Verzerrung am Bildrand.

Nun ja, der Stern an sich ist nicht von besonderem Interesse. Ganz im Gegensatz zum dazugehørigen System (mit dem selben Namen). Denn dieses ist das høchste System der Galaxis, welches mit der derzeitigen Technologie erreicht werden kann UND von wo man es auch wieder aus eigenen Kraeften zurueck schafft. Vor mir waren erst fuenf andere Piloten hier.
Es gibt ein paar Systeme die høher liegen, und es haben uns Berichte von Piloten erreicht, die dort waren. Ein wohlberechneter Neutronenstern-geboosteter Sprung erlaubt dies. Aber aufgrund der sehr geringen Sternendichte hier oben kamen besagte Piloten nicht mehr von dort weg. Der naechst tieferliegende Stern war zu weit entfernt fuer einen normalen Sprung und weil das Zielsystem keinen Neutronenstern besasz, handelt es sich dorthin um eine Einbahnstrasze.

Wieauchimmer, hierher schafft man es nur mit einem ziemlich aufgemotzten, auf Sprungreichweite optimiertes, Schiff. Derartige Schiffe werden Exploracondas genannt und nach dem Trip um die Galaxis hatte ich auch genug Erfahrung, die Expertise etlicher Ingenieure derart zu nutzen, sodass meine Kassiopeia endlich die Voraussetzungen erfuellt um hierher zu kommen.
Ihre Sprungreichweite ist mit einem vollen Tank ein bisschen mehr als 78.5 Lichtjahre. Wenn ich gerade noch genuegend Treibstoff fuer genau einen Sprung habe, ist ihre Masse geringer und sie kann weiter springen. Fuege ich dann noch gewisse Premium-Chemikalien in den Tank, welche die die Sprungreichweite verdoppeln, so kann ich in einem Sprung 163.64 Lichtjahre ueberwinden. Das ist wichtig fuer spaeter.
Trotz dadurch høherer Masse wollte ich auf gewisse Annehmlichkeiten nicht verzichten. Deswegen ist Kassiopeia mit einem kleinen Schild und einem SRV ausgestattet. Das tut in diesem Fall aber nichts zur Sache. Wichtig hingegen ist, dass sie auch eine Railgun mit sich fuehrt. Diese wurde derart manipuliert, dass sie nicht mit normaler Munition schieszt, sondern mit Treibstoff. Das ist auch wichtig fuer spaeter.

Soweit die technischen Einzelheiten.

Unbekuemmert machte ich mich auf den Weg hierher. Das letzte System welches ohne Neutronenstern geboosteten Sprung zu erreichen ist, ist Dryee Free LM-W f1-21. Es hat einen Neutronstern nur ca. 900 ls vom Ankunftspunkt entfernt. Ich wusste, dass ich es bis dorhin zurueck schaffen werde. Denn das naechsthøhere System ist weniger als 163.64 Lichtjahre entfernt. Aber gerade so! Und deswegen wusste ich auch, dass ich es NICHT mit einem vollen Tank zurueck schaffen werde. Und an dieser Stelle machte ich auf dem Hinweg einen Fehler. Ich nahm an, dass dieses System einen Stern hat, an dem ich „tanken“ kann. Denn das ist urst wichtig. Es nuetzt ja nichts, wenn ich es bis hierher schaffe, aber dann nicht weiter komme, weil mein Tank komplett leer ist. … Ich nehme mal vorweg, dass dieses System KEINEN Stern hat an dem ich auftanken kann! Das machte die Rueckreise sehr nervenaufreibend.

Jedenfalls wusste ich all dies auf dem Hinweg nicht und machte unbekuemmert den Sprung direkt zum Zielsystem.

Nun war ich da und genosz den Ausblick. … … … Und dann kam die Zeit wieder zurueck zu kehren.

Ich wusste, dass ich zunaechst zu Dryee Free AA-A h2 jumpen muss um dann mit (fast) leerem Tank, und einen mittels Chemikalien verbesserten Sprungs, zu Dryee Free FG-Y g1 zu gelangen.
Ersteres ist ein System mit zwei schwarzen Løchern. Und gluecklicherweise schaute ich vor dem Sprung zu Letzterem nach was ich danach machen muss. Und da bemerkte ich meinen Fehler! … … … „AAAAAAGRHGAHRGAHGR!!!! Dryee Free LM-W f1-21 hat KEINEN Stern an dem ich auftanken kann! … … … Aber ich kann dort NUR hingelangen, wenn ich mit leerem Tank (und mehr Chemikalien) springe!

Pløtzlich fand ich mich also in einer Bredouille!
Diese ruehrte allerdings daher, dass ich dachte, dass mein Tank gerade genug Treibstoff haben darf fuer den einen Sprung. Ich wusste, dass ich es von dort dann mit weniger Treibstoff als gewøhnlich weiter komme, da Dryee Free LM-W f1-21 einen Neutronsenstern hat. Aber in diesem Augenblick dachte ich noch, dass ich dort mit komplett leerem Tank ankomme und war sicher, dass ich in besagtem System stranden werde.

Missmutig fand ich mich damit ab, dass ich wohl die Fuel Rats rufen muss, damit die mich hier drauszen nochmal auftanken. Ich bin mir sicher sie haetten mir geholfen. Aber fuer mich persønlich waere das so beschaemend gewesen. … Also? Was war zu tun?

Zu dem Zeitpunkt erinnerte ich mich daran, dass sich die Sprungreichweite bereits erhøht, wenn man nur einen Teil des Treibstoffs verbraucht. Ist ja klar! Weniger Masse bedeutet laengere Sprungreichweiter und das ist eine kontinuierliche Funktion! Ich hatte das schon hunderte, wenn nicht sogar tausende Male zuvor gesehen. Aber da es nie von Bedeutung war, ist mir dieses Wissen wohl kurzzeitig „entfallen“. Bis zu dem Augenlick, wo es mir wieder einfiel :) … und an der Stelle war ich sehr sehr sehr sehr sehr sehr froh, dass ich die Railgun mitgenommen hatte.

Ich øffnete also die Klappe hinter der sich diese befand und begann in die Leere zu feuern. Das verbrauchte Treibstoff aber nur sehr sehr sehr sehr langsam. Also entschied ich mich ein paar Mal zwischen Dryee Free AA-A h2 und Dryee Free AA-A h4. hin und her zu springen. Das erhøhte den Treibstoffverbrauch, wenn auch nicht viel, da die Distanz zwischen diesen beiden System nur ca. 33 ly betraegt.

Als die Tankanzeige auf ca. 2/3 voll stand, sah ich auf der Anzeige, dass meine Sprungreichweite genug war um Dryee Free LM-W f1-21 zu erreichen … UND noch Treibstoff fuer den naechsten Sprung uebrig zu haben! … JIPPIE!!!

Ich machte also den Sprung zu Dryee Free FG-Y g1 und entschied mich am dortigen Stern den Tank nochmal etwas aufzufuellen. Gerade so viel, sodass meine Masse gering genug fuer den entscheidenden Sprung zum schicksalhaften Dryee Free LM-W f1-21 System war.
Nun ja, mein „Tankruessel“ saugt so krass schnell den Wasserstoff vom Stern ab, dass „langsam“ tanken etwas schwierig ist. Deswegen flog ich sehr vorsichtig an den Hauptstern von Dryee Free FG-Y g1 und stoppte sobald der Tankvorgang startete. Dann bewegte ich mich vom Stern weg, bis das Tanken langsam genug war. Je weiter man vom Stern weg ist, um so langsamer nimmt man Wasserstoff auf; ist ja logisch. Dann starrte ich auf die Anzeige wie meine Sprungreichweite langsam weniger wurde. … Whoopsi … das war ein bisschen zu viel Treibstoff … also schnell weg vom Stern um nicht noch mehr zu tanken … Release the Kraken Rail Gun! … Ich feuerte ein paar Schuesse und schaute nach jedem zweiten Schuss, ob ich den wichtigen naechsten Sprung schaffen kann … Sobald die Anzeige auf 159.47 ly sprang hørte ich auf zu schieszen … kippte die Chemikalien in den Tank … sprang zu Dryee Free LM-W f1-21 … flog so schnell wie es ging zum dotigen Neutronenstern … gab Dryee Free YJ-R e4-6 in den Computer ein … sprang nochmals … … …

… … … und ENDLICH! Ich hatte es von ganz allein herunter geschafft vom Dach der Galaxis!

Meine Pilotenkarriere spannt sich ueber hundertausende von Lichtjahren, aber dies war eins der besten Erlebnisse das ich bisher hatte!

Ich war bei Kyloaln XP-P e5-5141 B, …

… dem S-type Stern, der am naechsten zum Ankunftspunkt im entsprechenden System ist, ohne der Gravitations-Anker fuer den Jumpdrive zu sein. Dieser Stern ist nur 103 ls von besagtem Ankunftspunkt, einem schwarzen Loch, entfernt.

Und zum Abschluss dieser Miniserie gibt Scheau Flyi UT-Z d6921 1 einen guten Eindruck davon, wie wenig Leuchtkraft Y (Brown dwarf) Sterne haben. Denn mit einer absoluten Helligkeit von 17.429306 ist dies zwar der Hellste von allen bisher Bekannten, aber das ist nicht wirklich hell. Entsprechend stammen die Schatten auf diesem Bild eines ungewøhnlichen „Sternen“aufgangs …

… auch nicht vom Rekordhalter (um den der Planet auf dem ich landete seine Bahn zieht), sondern vom mehr als zweitausend Lichtsekunden entfernten Mutterstern des Systems.

Als naechster Rekordstern in dieser Miniserie folgt Myumbe AA-A h323 C. Dies ist der A (Blue-White super giant) Stern mit der laengsten Halbachse von 107,701,983,530,859.69 m oder ca. 719.94 au. Wie so oft fuehrt dieser Rekord zu einem weiteren Rekord, naemlich dem grøszten Umfang des Orbits, fuer diesen Sternentyp, welcher 666,606,721,326,281.5 betraegt.
Dieser Stern befindet sich in einem System mit einem Super Giant. Dieser ist aber von einem anderen Typ und kann in diesem Bild nicht gesehen werden:

Kein Stern, aber auch von mir entdeckt — ELW #73:

Beim Beheben von Programmfehlern fuehle ich mich wie ein Detektiv der einen Mørder sucht. Nur der „Mørder“ bin ich in diesem Falle selber … witzig, wa!

Byoomao VO-A d2236 A ist in Apoapsis der langsamste S-type Stern mit einer Geschwindigkeit von nur 125.63933296670551 m/s oder ca. 452.30 km/h. Hier landete ich auf dem Planeten der diesem Stern an naechsten ist und schaute mir (mal wieder) den Sternenaufgang an:

Ach ja, mein SRV ist jetzt auch gelb :)

Und mit 70.34764349459881 Grad hat Myumbe AA-A h240 4 die grøszte Achsenneigung von alle CN Sternen. Ebenso hat er einen kleineren, kaelteren Begleittstern mit einen schicken Ringsystem:

… ein elliptischer Orbit aus? Diese Frage ist durchaus berechtigt, denn selbst eine Exzentrizitaet von 50 % ist nicht so dolle beeindruckend. Das kann man hier nachvollziehen, wobei zu beachten ist, dass die kleine Halbachse mit der Exzentrizitaet auf diese Art und Weise zusammenhaengt:

Aber aufgrund der krass echt groszen Halbechsen im Universum, sind in echt eigentlich  nur Orbits mit Exzentrizitaeten grøszer als 90 % besonders anzuschauen. Und an dieser Stelle passt es Hypoe Pra PI-T d3-105 1 zu erwaehnen. Dies ist die erste ELW (nicht von mir entdeckt) die ich sehe, welche um einen Neutronenstern ihre Bahn zieht. Das ist an und fuer sich schon etwas Besonderes. Hinzu kommt, dass der Wert der Exzentrizitaet 0.981035 betraegt, was der Rekord ist fuer alle bisher entdeckten ELW’s. Und das sticht hervor und veranschaulicht schøn, warum man nicht von „Kreisbahnen“ sprechen sollte:

Von der Rekord-ELW selber ist nicht so viel zu sehen, …

… denn nicht nur spendet der (ehemalige) Mutterstern nur wenig Licht, sondern als ich da war, befand sie sich auch im fernen Ende ihrer Bahn.

In einem ganz anderen Zusammenhang bin ich auf dieses Beispiel gestoszen:

Wir alle wissen, dass der Wal kein Fisch sondern ein Saeugetier ist.
Gleichwohl, sind Wale dem Ministerium fuer Fischerei „unterestellt“ Dabei ist doch eigentlich das Landwirtschaftsministerium fuer Saeugetiere zustaendig!

Das war’s schon.

Ich weisz, dass es „technisch“ gesehen nicht richtig und all zu vereinfacht ist. Aber es verdeutlicht sehr anschaulich (und ein bisschen lustig), die Nuetzlichkeit postmoderner/-struktureller Methoden und Sichtweisen. Diese kønnen im Wesentlichen als „es kommt auf den Kontext an“ zusammengefasst werden, OHNE dabei allgemein und immer relativierend zu sein!

Es natuerlich total klar, dass Wale dem Fischereiministerium unterstellt sind, denn die (genauere) Kategorisierung als Nicht-Fisch ist in diesem Kontext irrelevant. Das bedeutet NICHT, dass die Kategorisierung im Allgemeinen falsch oder unnuetz ist, mitnichten! Faktisch kann diese sogar mehr erklaeren und ist besser fuer Vorhersagen, als „lebt im Wasser, ist ein Fisch“. Das tut bei der Fischerei aber nix zur Sache.Genau genommen waere es eine gigantische Verschwendung von Ressourcen, wenn das Landwirtschaftsministerium fuer den Walfang zustaendig waere. Denn dann muesste man Strukutren (Boote, Seeleute, Kurse, Rettungsinstruktionen, etc. pp.) die es beim Fischereiministerium schon gibt nochmal aufbauen.

Und dieses nebeneinander Existieren und richtig sein mehrer, sich scheinbar (!) widersprechender Realitaeten ist das Fundament aller post-Ueberlegungen.
Ein anderes, konkreteres, aber auch komplizierteres Beispiel waere „A feminist glaciology framework for global environmental change research„, welches ich bereits vor mehreren Jahren ansprach.

Ach ja, darunter faellt auch, dass ich denke, dass ihr, meine lieben Leserinnen und Leser, zwar wisst, dass Wale keine Fische sind. Ich bin mir aber sicher, dass eine grosze Anzahl von Menschen das nicht weisz. „Wir alle“ muss also in dem Satz oben unter einer „lokalen“ Perspektive betrachtet werden.

Ich ging durch meine Photos und bemerkte dass ich eine Nachtrag machen muss. Es lohnt sich naemlich ueber Phua Aub YJ-A f1890 A 1 zu berichten. Dieser Planet hat eine Graviation von ca. 1 g. Das liegt deutlich ueber den 0.3 g welche ich normalerweise als Grenze fuer Landungen setze, denn Kassiopeia ist als Langreichweitenschiff eher fragil. Zum Glueck sind 1 g nicht so schwierig zu meistern wie ich dachte. Aber deswegen bin ich nict hier. Ich bin hier, weil dies der Metal-rich body (auf dem man landen kann) mit der høchsten Oberflaechentemperatur ist. Ganze 9677 K! Aber damit nicht genug. In der ganzen Galaxis ist bisher kein anderer Planet (auf dem man landen kann) bekannt, der eine høhere Temperatur haette. Das ist cool, wa.

Der Planet hat keine Atmosphaere und Vakuum ist ein furchtbar schlechter Waermeleiter. Deswegen ging alles klar mit der Landung. Und dann konnte ich die ungewøhnliche Farbe dieses Planeten bewundern:

Aber wie gesagt, das ist ein Nachtrag und ich war hier bereits bevor ich Sgr A* (erneut) besuchte.