… sieht man (mal wieder) an diesem Bild:

Was fuer ein Anblick!

Die duenne Scheibe der Ringe des Klasse IV Gasriesen sehe ich (gerade so) von der Seite, weil sie das Licht des dahinter liegenden Sterns brechen. Und damit bin ich auch schon beim Grund warum ich hier bin. Besagter Stern ist Dryuae Aoscs RJ-X d2-533 A, der S-type Star mit der laengsten groszen Halbachse (des Orbits). Ganze 99,988,029,365,350.9 m oder ca. 668.38 au. Damit folgt (wie so oft, aber nicht immer) auch der der grøszte Umfang des Orbits fuer diesen Sternentyp, mit 627,616,620,659,528.1 m.

Ich kam fuer den Rekord, aber der Anblick ist es, warum ich noch ein bisschen bleibe.

Inferenz ist eine Technik die wir staendig und immerzu gebrauchen denn bedeutet dieses Wort doch eigentlich nur Schlussfolgerung. Hørt sich einfach an, ist aber im Allgemeinen urst komplex und kompliziert.
Einfach ist es, wenn aus A = B und C = A gefolgert wird, dass C = B ist.
Im alltaeglichen Gebrauch ist es, wenn die Kollegen fragen ob es regnet, wenn man mit nassen Sachen ins Buero kommt, wohlwissend, dass es regnet. Hier schlussfolgert die nasse Person, dass es gar nicht um den Regen an sich geht, sondern dass besagte Kollegen nur Mitgfuehl mit der Situation zeigen.
Kompliziert wird es, wenn ich sage, dass ich gegen alles bin wofuer Trump, Brexit, die AfD, etc. pp. stehen, ich aber auch verstehe (bis zu einem gewissen Grad) warum viele Menschen diese Entscheidungen treffen. Aus dem Verstehen folgt nicht, dass ich das gutheisze und ich finde trotzdem, dass das schlecht informierte und letztlich (denk)faule Entscheidungen sind.
Nun nehme ich an, dass ihr meine lieben Leserinnen und Leser das letzte Beispiel gar nicht so kompliziert findet. Deswegen verweise ich an dieser Stelle wieder einmal auf einen aelteren Beitrag und dem dort verlinkten Artikel fuer etwas wirklich Kompliziertes.

Und damit bin ich dann auch schon beim „Abstand“ angelangt.
Eine Verschwørungstheoretikerin erklaert sich die Welt auf ihre Art und Weise und das ist total sinnvoll fuer sie. Aber zwischen ihrem Weltbild und meinem Weltbild liegen hunderte, mglw. tausende inferenzieller Schritte, die ich nicht „gegangen“ bin (und umgekehrt). Ich komme dann mit meinem (!) Wissen daher und das wirkt auf sie herablassend. Sie kommt mit ihrem Quatsch daher und das einzige wozu ich im Stande bin, ist mich drueber lustig zu machen.
Dies kommt auch im Gebrauch des Wortes „Quatsch“ zum Ausdruck kommt. Gleichzeitig versteht ihr, meine lieben Leser und Leserinnen, sofort was ich mit „Quatsch“ meine. Denn der inerenzielle Abstand zwischen meinem und eurem Weltbild ist deutlich geringer. Deswegen muss ich nicht immer alles haarklein darlegen, sondern kann besagtes Weltbild und alles Wissen was dazu gehørt in nur drei Wørter (anstatt ganze Buecher) packen: „Verschørungstheorien sind Quatsch“. Siehe auch hier (wenn auch nicht direkt).
Aber halt, aber halt … dann war da doch noch Edward Snowden und Chelsea Manning und viele andere! Wie kann ich diese drei Wørter sagen und gleichzeitig Wissen, dass viele der frueheren Verschwørungstheorien vøllig richtig lagen? Ich sagte ja, dass das kompliziert ist.

Ein anderes Beispiel waere Polizeigewalt und rechtsradikales Gedankengut in Reihen der Polizei. Frueher sagte ich immer: gibt’s nicht und wenn doch, dann wird da schon irgenwas gewesen sein. Ueber die Jahren bin ich mir dann immer mehr solcher Vorfaelle bewusst geworden. Das waren viele inferenzielle Schritte die ich gehen musste, um zu meiner heutigen Meinung zu gelangangen, dass Beides leider Usus ist, auch wenn die Mehrzahl der Polizisten eine gute Arbeit machen.

Der Punkt ist, dass ich die Brexitanhaenger, die Verschwørungstheoretikerin oder mein frueheres ich nicht einfach so mit Argumenten ueberzeugen kann :( . Denn die Argumente kommen ja aus meinem jetzigen Wissensstand und dazwischen ist ein gigantischer Abstand der nur durch das selber gehen aller Schritte ueberwunden werden kann.
Das ist total problematisch in Diskussionen. Ich will ja eben vieles in kurzen Wørtern (bspw. „Quatsch“ oder „Klimakatastrophe“ oder „Privatsphaere“ oder „etc. pp.“ etc. pp) zusammen fassen, damit man ueber die Løsung diskutieren kann. Leider muss man aber immer wieder beim „Urschleim“ anfangen und das ist frustrierend und kraeftezehrend.

Und hier crasht dann wieder ein modernes Weltbild mit der Realitaet. Modern im Sinne dessen, dass es EINE Wahrheit gibt. Ironisch ist, dass beide alle Seiten in solchen Sachen die Wahrheit fuer sich beanspruchen. Da hilft es sehr, dass ich mir die letzten Jahre eine postmoderne Sichtweise zugelegt habe. Dadurch gelingt es mir viel eher eine Weltsicht zu akzeptieren, die total weit von meiner entfernt ist. Das hilft mir mein Gegenueber in Gespraechen besser zu verstehen und besagte Gespraeche verlaufen ruhiger. Auszer wenn es sich dabei um Pseudointellektuelle handelt, die von sich denken, die Weisheit mit Løffeln gefressen zu haben … die verspeise ich dann zum Fruehstueck und lasse sie im Glauben „gewonnen“ zu haben.

So … nun habe ich versucht das Konzept zu erklaeren und vermutlich ist alles genauso unklar wie frueher. Das ist wie bei dem Witz „Rekursion versteht man nur, wenn man Rekursion verstanden hat“, den man ja auch nur dann wirklich lustig findet, wenn man Rekursion verstanden hat.
Vielleicht hilft es da den Originalartikel zu lesen, von dem ich die Idee gestohlen habe.

Ich habe eine SEHR seltene Entdeckung gemacht! ELW #76 …

… ist die erste ELW, die ich als erster entdecke, mit Ringen! Das ist an und fuer sich schon eine urst tolle Sache. Bisher wurden 237,211 ELW’s gefunden und von denen haben nur 3,295 einen (oder zwei, aber nicht mehr) Ring(e). Das sind weniger als 1.4 Prozent aller ELW’s.

Aber damit nicht genug! Sie befindet sich auch im Orbit um einen Neutronenstern!

Krass wa! Man findet ELW’s øfter mal um sekundaere Sterne zu Neutronensternen. Insgesamt wurden bisher 12,376 ELW’s (5.2 % bzgl. allen bekannten ELW’s) in Systemen gefunden in denen der Neutronenstern das Gravitationszentrum des Systems ist. Davon befinden sich aber nur 4,700 (2.0 %) im Orbit direkt um den Neutronenstern.

Und nun kommt das Seltene: von diesen 4,700 ELW’s um Neutronensterne haben nur 182 einen Ring. Die Chance so eine ELW zu finden ist also geringer als 0.08 Prozent. Wenn man mit einbezieht, dass die Wahrscheinlichkeit ueberhaupt eine ELW in einem System zu finden nur 0.4 % betraegt so vermindert sich die Wahrscheinlichkeit bei einem Sprung in ein System ueber eine solche Schønheit zu stolpern auf weniger als 0,00031 Prozent.

Ich erwartete irgendwann mal ueber eine beringte ELW zu „stolpern“. Frueher oder spaeter musste das mal passieren. Ich hoffte, dass ich auch vielleicht mal irgendwann eine ELW um einen Neutronenstern finden wuerde. Aber beides gleichzeitig haette ich nie erwartet.
Ich denke es ist verstaendlich, dass ich mich _sehr_ freute, dass ich zu den Wenigen gehøre denen solches Glueck zukam :)

Ich schaute sie mir natuerlich im Detail an …

… und wenn man ganz genau hinschaut, dann sieht man, dass sichzwischen dem duennen inneren Ring und dem Planeten selbst, ein Ring mit geringer Dichte befindet. Ein Vergleich zweier Bilder von Nahem zeigt dies besser. Zunaechst ein normales Bild:

Im naechsten hatte ich den Ring gescannt und dieser wird dann hervorgehoben:

Jaja, mit Hilfe der Wunder der Technik entdecken wir die Wunder des Universums :)

Fuer heute unterbreche ich meine Reise zu den Rekorden der Galaxis um diese meine ELW #76 zu genieszen.

Ich besuchte Hypaa Flyou EG-Y g452 A 1 denn es ist in Periapsis der schnellste Icy body mit einer Geschwindigkeit von unglaublichen 10,421,151.309207208 m/s oder ca. 37,516,144.71 km/h. o_OAuszerdem kann man drauf landen … was natuerlich bedeut, dass ich drauf landete:

Ich frage mich, wo all das Licht herkommt, denn Hypaa Flyou EG-Y g452 A 1 ist im Orbit um ein schwarzes Loch und der andere „Stern“ im System ist ein Neutronenstern, 500 ls entfernt. Ich nehme mal an, dass die Phototdioden der Kamera super effektiv sind.

Die Landung selber war interessant und ich war ein bisschen aufgeregt. Ein Grund dafuer war, dass die Gravitation des Planeten grøszer als 2 g ist. An und fuer sich ist das nichts Spektakulaeres, aber ich versuche normalerweise alles ueber 0.3 g zu vermeiden. Ein weiterer Grund war, dass es schwer war auf den Planeten runter zu kommen. Der ist naemlich so schnell! Beim ersten Anflug schaffte ich es bis ca. 5,000 km ueber den Boden. Dann wurde meine Relativgeschwindigkeit so klein, dass der weitere Abstieg sehr sehr langsam von statten ging. Selbst dann noch wenn der Geschwindigkeitsvektor senkrecht zum Boden war. Zum Glueck „packte“ mich das Gravitationsfeld des Planeten dann irgenwann und dann „ritt“ ich den Gravitationstopf ganz normal herunter, wie man das sonst so kennt … mit dem Unterschied, dass ich sehr sehr sehr vorsichtig war, um keine Lithobremsung mit simultaner ungeplante Demontage hinzulegen.

So, das waren aber erst zwei Rekorde. Der dritte Rekord den dieser Planet haelt ist am interessantesten … naja, der Rekordtyp ist immer noch der gleiche — am schnellsten in Periapsis, aber Hypaa Flyou EG-Y g452 A 1 haelt diesen Rekord auch fuer ALLE bisher bekannten Planeten in der gesamten Galaxis! Das finde ich so krass!

… ist der Titel eines interessanten und schnell gelesenen National Geographic Artikels ueber Parasiten. Der ist so interessant, weil dort ganz konkrete Beispiele der hier oder hier besprochenen Parasiten und wie diese ihren Wirt beeinflussen beschrieben werden. Und das Ganze mit wirklich tollen Photos! .oO(National Geographic eben)

Selbst wenn ihr, meine lieben Leserinnen und Leser euch nicht so sehr fuer Parasiten interessiert, so erweitert das Lesen dieses Artikels dann wenigstens die Allgemeinbildung :) .

Mit Dryooe Prou EW-B c14-212 2 b besuchte ich mal wieder einen Himmelskørper, der kein Rekordhalter ist. Aber der Wert (vor der Grøszenordnung) der groszen Halbachse kommt dem Wert  der Gravitationskonstanten G auf 2.0846178949707195 mal 10-11 nahe. … OK OK, ich gebe zu, dass ich ein bisschen schummle. G hat naemlich nur ein paar Nachkommastellen (wenn man die Grøszenordnung weg laeszt) und viiiiiieeeele Himmelskørper wuerden diesem Wert nahe kommen. Deswegen benutzte ich einen Wert von 0.00667408 mal 10-11 m3kg-1s-2 um diesen Planeten zu finden.

Normalerweise gab/gibt es immer mehrere Himmelskørper die eine Charakteristik mit einem Wert gleich nah an einer Naturkonstanten haben. Diesmal ist dem nicht so. Und hier stehe ich auf besagtem Planeten …

… denn man kann auf dem landen. … Das erinnert mich daran, dass ich meine Sprungtriebwerke reparieren muss. Es ist zwar immer nur ein bisschen aber ueber die Zeit ist der durch neutronenjetgeboostete Spruenge induzierte Schaden doch grosz genug.

Ansonsten fand ich dann auch noch Ammoniakwelt #102 (mit Ringen):

Ja, meine lieben Leserinnen und Leser, ihr habt das richtig gelesen. … Aber der Reihe nach.

Neulich las ich „The Church, intensive kinship, and global psychological variation“ von J. F. Schulz et al. in Science, 366 (6466), 2019 … verfluchter Mistscheiszdreck mit geschlossenen Journalen! … (*hust*).
Dieser Artikel war echt urst langweilig zu lesen. Aber was der Artikel zum Inhalt hatte war ganz fantastisch auf mehrere Art und Weise.

Zunaechst wurden verschiedenste historische und psychologische Datenquellen daraufhin untersucht, inwieweit das Vorhandensein der westlichen Kirche (was spaeter die rømisch, katholische Kirche wurde) ueber viele Jahrhunderte zu einigen unserer heutigen Verhaltensweisen fuehrte. DAS ist schon eine krasse Sache an und fuer sich, denn …

[…] research suggests that populations around the globe vary substantially along several psychological dimensions […].

Krass ist das, weil die benøtigten (psychologischen) Daten  ein Albtraum an unerkannten Fehlerquellen und Korrelationen sind. Dies ist dann auch der Grund warum der Artikel so voll langeilig zu lesen ist. Die allermeiste Zeit wird detailliert begruendet wie, welche Analyse warum gemacht wurde um eben diese Korrelationen und Fehler zu erkennen. Das ist URST wichtig damit man die Ergebnisse reproduzieren kann und in den allermeisten wissenschaftlichen Artikeln wird das mitnichten ordentlich gemacht. Aber es ist halt nicht wirklich spannend zu lesen.

Der Artikel konzentriert sich dann auf die Laender welche unter dem Begriff WEIRD …

Western, Educated, Industrialized, Rich, and Democratic …

… zusammengefasst werden kønnen. der Grund dafuer ist, dass dies Menschen in diesen Laendern im globalen Vergleich besonders seltsam sind … tihihi … Wortspielkasse!

Often occupying the extremes of global distributions, Western Europeans and their cultural descendants in North America and Australia tend to be more individualistic, independent, analytically minded, and impersonally prosocial (e.g., trusting of strangers) while revealing less conformity, obedience, in-group loyalty, and nepotism […].

WEIRD Laender wurden sicherlich deshalb als Untersuchungsobjekt herangezogen, weil so krass herausstechende Merkmale leichter zu untersuchen sind.
Dazu noch zwei Kommentare. Erstens, da wir mitten drin und Teil dieser Gesellschaft sind, kommt uns das mitnichten anders, besonders oder komisch vor … ist’s aber! Zweitens, das gilt selbst dann noch, wenn wir aktuelle, furchterregende Entwicklungen bspw. in den USA, Frankreich, (bald nur noch) England, etc. pp. bedenken.

Es wurde dann untersucht, inwieweit …

[…] religions have evolved in ways that shape people’s institutions, social practices, economic outcomes, and psychology […].

Das ist immer noch ein viel zu weites Feld. Man denke nur an die vielen Religionen und wie diese durch sog. Missionierungen, oder ihren Einfluss auf Schulbildung und Politik, die im Zitat erwaehnten Bereiche beeinflussen. Deswegen beschraenkten sich die Autoren darauf, inwiefern …

[…] the Western Catholic Church, primarily through its influence on marriage and family structures during the Middle Ages, had an important impact on psychological variation.

Und das ist auch genau so gemeint! In kurz wird geschaut, wie lange die westliche Kirche in bestimmten Laendern aktiv war und wie sehr dies die Psychology der Menschen bis heute beeinflusst. Und die historischen Daten enden mit der Reformation, also dem Ende des Mittelalters, waehrend die psychologischen Daten natuerlicherweise aus unserer Zeit stammen. Krass wa!

Dabei sind drei Einsichten besonders wichtig. Zunaechst ist da die Tatsache, dass gesellschaftliche Institutionen (Politik, Handel, Schule, Krankenpflege etc. pp.) welche auf der „Verwandtschaft“ (im genetischen Sinne) beruhen, die fundamentalsten aller menschlichen Instituationen sind. Das ist so wichtig, denn diese …

[…] have long been the primary framework for organizing social life in most societies […].

Genauer ist darunter das Folgende zu verstehen:

[t]hese institutions are composed of culturally transmitted norms that influence a broad range of social relationships by endowing individuals with sets of obligations and privileges with respect to their communities […].

Ein ganz konkretes Beispiel waeren bspw. das Verheiraten mit Cousinen, damit Geld und Macht in der Familie bleiben. Oder anders:

By constructing denser, tighter, and more interdependent social networks, these kin-based institutions intensified ingroup loyalty, conformity, obedience to elders, and solidarity.

Dies wiederum …

[…] dramatically restructured people’s social environments […]

… und das soziale Habitat hat natuerlich eine Rueckkopplungsschleife auf die Psyche der Mitglieder dieses Habitats. Und dies ist dann auch schon die zweite Einsicht, naemlich inwiefern …

[…] aspects of our cognition, emotions, perceptions, thinking styles, and motivations adapt […] to the normative demands, reputational incentives, and values of the interdependent social networks threaded together by kin-based institutions […].

Krass wa! Jedes Einzelne der hier aufgezaehlten Wørter (bzw. den dahinter stehenden Interessengebieten) kønnte vermutlich den Stoff fuer mehrere Doktorarbeiten liefern. Dieser „wahnwitzige“ Versuch all dies unter einen Hut zu bringen ist uebrigens einer der Gruende, warum ich den Artikel so spannend fand … obwohl der Text selbst langweilig zu lesen war.

Mit Bezug auf Ersterem bedeutet dies, dass …

[…] within intensive kin-based institutions, people’s psychological processes adapt to the collectivistic demands and the dense social networks in which they are enmeshed […].

Und das fuehrt dann zu psychologischen Merkmalen die kontraer zu denjenigen sind welche oben als Erkennungsmerkmal der Menschen in WEIRD Laendern herausgestellt wurden:

[t]hese [kin-ship based] institutions, thus, incentivize the cultivation of greater conformity, obedience, nepotism, deference to elders, holisticr elational awareness, and in-group loyalty but discourage individualism, independence, and
analytical thinking.

Und der Grund dafuer ist die interpersonelle Einbettung eines jeden Individuums, denn die Adaptierung der Psyche an diesen Umstand …

[…] reduces people’s inclinations toward impartiality, universal (nonrelational) moral principles, and impersonal trust, fairness, and cooperation; these institutions instead foster a contextually sensitive morality rooted in in-group loyalty.

Die dritte Einsicht ist dann der Einfluss von Religionen auf verwandschaftsbasierte gesellschaftliche Institutionen. In Persien bspw. …

[…] Zoroastrians glorified the marriage of close relatives, including siblings, and encouraged widespread cousin marriage.

Der Islam …

[…] curbed polygynous marriage (limiting a man to no more than four wives) but also adopted inheritance customs that promoted a nearly unique form of cousin marriage in which a daughter marries her father’s brother’s son […].

Und hier kommt dann die westliche Kirche ins Spiel:

[b]eginning in Late Antiquity, the branch of Christianity that eventually evolved into the Roman Catholic Church […] systematically undermined Europe’s intensive kin-based institutions through a combination of religious prohibitions and prescriptions […].

Haeh? … Naja, ganz konkret bedeutet dieser Satz, dass die westliche Kirche all das verboten hat, auf dem die gesellschaftlichen Institutionen der Kulturen des antiken Europas (und anderer Agrargesellschaften der damaligen Zeit) beruhten:

[…] patrilineal clans, kindreds, cousin marriage, polygyny, ancestor worship, and corporate ownership […].

Und hier wird das _westliche_ ganz wichtig, denn …

[…] the branch of Christianity based in Constantinople that eventually evolved into the Orthodox Church […] never endorsed the Western Church’s broad taboos on cousin marriage, was slow to adopt many policies, and was unenthusiastic about enforcement.

Die Analyse der konkreten Daten legt dann das Folgende dar. Je laenger eine Gesellschaft unter dem Einfluss der westlichen Kirche war, desto offener, selbststaendiger, freiheitsliebender, etc. pp. sind die Menschen heute. Bzw. anders herum. Je kuerzer der Einfluss der westlichen Kirche war, desto mehr Angst haben heute die Menschen in diesen Regionen vor Fremden und Neuem und desto mehr folgen sie Authoritaetsfiguren.

Und das interessante ist der lineare Zusammenhang. Ein paar Jahrhunderte mehr mit dem was spaeter dann die katholische Kirche wurde und desto besser sind die Menschen. Und ich sage hier bewusst besser, denn aus unserem meinem eigenen Bezugsrahmen werte ich die obigen Eigenschaften als Gut.

Im Konkreten ist selbstverstaendlich zu bedenken, dass es sich hierbei um soziale/historische/psychologische Daten handelt und diese „wackeln“ natuerlicherweise ziemlich dolle um die Trendlinie. Wenn man sich nur ein Land oder nur eine Person anschaut, dann muss man den Einzelfall separat bewerten. Aber in der Masse ist der Trend ganz klar zu sehen!

Ich fasse all dies kurz zusammen: die Menschheit hatte sich so entwickelt, dass die Institutionen ihrer Gesellschaften (vor allem) auf Verwandtschaftsverhaeltnissen beruhten. Dies beeinflusst(e nachhaltig) die Psyche der Menschen in diesen Gesellschaften. Dann kam die Religion die wir heute „katholische Kirche“ nennen und hat das Fundament dieser Institutionen — das Verheiraten (mehr oder minder) naher Verwandter — verboten. Und deswegen sind wir so individuelle, aufgeschlossene, selbststaendig denkende, freiheitsliebende Menschen!

Ich schreibe jetzt mal meine Reaktion: ACH … DU … FUCKING (!) … MEINE … FRESSE! Ausgerechnet (!) die katholische (!) Kirche! … NICHT die Reformation! Nein, nein! Die katholische (!) Kirche ist der Grund warum die Gesellschaft in der ich lebe (im Vergleich und im Allgemeinen) so moderne Vorstellungen hat!

DAS war mal ’ne krasse Erkenntnis. Aber wenn ich mal drueber Nachdenke, dann passt das genau hiermit zusammen.

Und das was daraus folgt ist ganz ganz super dolle wichtig und (leider?) total postmodern. Ich druecke es polemisch aus:

1.: der Islam gehørt zur westlichen Kultur, eben weil unsere Kultur intrinsisch so offen ist und intrinsisch andere Sachen aufnimmt!
2.: der Islam gehørt nicht zur westlichen Kultur, eben weil er das was unsere Kultur macht intrinsisch NICHT macht.

Das ist Beides nicht falsch und Beides bekommen wir nicht unter einen Hut. Nun kønnte man ja denken, dass dies ganz furchtbar ist, und dass nationale Idioten das als „wissenschaftliche Grundlage“ fuer ihren Quatsch hernehmen kønnten. Aber nein, aber nein, es wird naemlich noch besser. Denn diese wissenschaftliche Grundlage zeigt ja ganz eindeutig, dass die (christlich, katholisch) westliche Lebensweise FUNDAMENTAL durch Offenheit etc. gepraegt ist. Somit sind besagte Idioten mit ihren abstrusen Weltvorstellungen dem Islam naeher als ihren den Kulturen die sie fuer ihre „Eigenen“ halten! Mit uns „guten Christen“ und unseren ueber tausendjaehrigen Traditionen haben die also ueberhaupt nichts zu tun!

Science! It works!

Zum Abschluss noch dies: wenn man mal drueber nachdenkt, dann bedeutet das vermutlich auch, dass diese guten Eigenschaften auch genetische Ursachen haben. Dass das also mitnichten alles nur Erziehung ist. Denn Leute die in der (damals) neuen Gesellschaft ohne verwandtschaftsbasierte Institutionen besser klargekommen sind, waren erfolgreicher und haben sich vermutlich auch mehr fortgepflanzt. Und das ist natuerlich super, denn es bedeutet, dass uns Offenheit und so „im Blute“ liegt und auf laengere Sicht nicht ausgetrieben werden kann. Das macht Mut fuer die weite Zukunft :)
Ich denke aber NICHT, dass man das nachweisen kann. Das ist mit Sicherheit nicht nur ein einziges Gen und spielt zusammen mit tausend anderen Dingen, darunter auch die jeweils gegebene (regionale) Gesellschaft und andere soziale und gesellschaftliche Umstaende. Aber spannend ist das trotzdem :)

Ach so! Katholik werde ich deswegen trotzdem nicht :)

Nach dem Desaster von neulich hatte ich pløtzlich das dringende Beduerfnis alle weiszen Zwerge die Rekorde halten so schnell wie møglich zu besuchen, damit diese Gefahrenquelle beseitigt ist. Also schaute ich mir mal an wo die so liegen und hier ist die Uebersicht:

Quelle, Lizenz: unbekannt. Die galaktische (Hintergrund) Karte wurde angefertigt von CMDR Finwen und CMDR Corbin Moran, kuenstlerische Beschriftung der Regionen und Platzierung der Koordinatengitter durch CMDR Corbin Moran mit Namen vom Galactic Mapping Project. Punkte von Interesse wurden von mir hinzu gefuegt. Ebenso ist die hier zu sehende Karte aus technischen Gruenden von mir verkleinert worden. Das Original (ohne meine Hinzufuegungen und in korrekter Grøsze) kann unter dem angegebenen Quellen-Link gefunden werden.

Die roten Punkte sind wie vormals „normale“ Rekorde. Die drei blauen Punkte sind Zentren menschlicher Aktivitaet (Sol, Colonia und Explorers Anchorage). Die gruenen Punkte sind Deep Space Auszenposten. Dabei handelt es sich entweder um planetare Basen (so wie hier bspw. auf Merkur) oder um ausgehøhlte Asteroiden (so wie bspw. hier). Von Interesse sind die aqua Punkte, denn bei denen handelt es sich um besagte weisze Zwerge.

Und hiermit rufe ich nun Operation WEISZER ZWERG aus! Ziel: der Besuch møglichst vieler weiszer Zerge in kurzer Zeit, damit ich das endlich hinter mir habe. Wenn was anderes Interessantes auf dem Weg liegt, dann werde ich mir das auch anschauen. Aber eigentlich ist der Plan, dass ich in einer mehr oder weniger direkten Linie von einem aqua Punkt zum naechsten fliege.

Soweit dazu. Nun ist es aber so, dass diese Dinger nicht nur sehr gefaehrlich, sondern auch eher langweilig, da immer gleich aussehend, sind. Deswegen werde ich hier nicht nur ein einziges Mal einen kleinen Teil der Resultate berichten. Das sieht so aus:

Hier sind die entsprechenden Daten dazu (die hier genannten Rekorde gelten natuerlich nur fuer die jeweilige weiszer-Zwerg-Unterkategorie):

Name: Eol Prou PX-U e2-804 B
Unterkategorie: DBV
Rekord: Entfernung zum Ankunftspunkt im System (am kuerzesten)
Wert: 3 ls
Bemerkung: Bei der Ankunft bekam ich erstmal einen riesigen Schreck, da ich direkt durch den Jet gesprungen bin!
Bild: Reihe 1, Spalte 1

Name: Eol Prou JG-Y e29 B
Unterkategorie: DAZ
Rekord 1: Entfernung zum Ankunftspunkt im System (am laengsten)
Wert: 336,780 ls
Rekord 2: grosze Halbachse (am greøszten)
Wert: 84,015,700,377,688.81 m or ca. 561.61 au
Rekord 3: orbitaler Umfang (am grøszten)
Wert: 527,760,534,441,308.9 m
Bild: Reihe 1, Spalte 2

Name: Spoihaae XP-V d3-208 A
Unterkategorie: DAZ
Rekord: orbital Exzentrizitaet (am grøszten … natuerlich)
Wert: 0.5443509817123413
Bild: Reihe 1, Spalte 3

Name: Eol Prou AW-E d11-315 A
Unterkategorie: DAB
Rekord: Geschwindigkeit in Apoapsis (am langsamsten)
Wert: 72.65540391825641 m/s oder ca. 261.56 km/h
Bild: Reihe 2, Spalte 1

Name: Dryooe Prou OX-U d2-44 A
Unterkategorie: D (ja, nur ein Buchstabe)
Rekord: orbitale Exzentrizitaet (am grøszten)
Wert: 0.621141
Note: Mhmmmm … bei dieser Unterkategorie scheint es sich um einen Fehler in den Daten zu handeln. Denn als ich ankam, zeiget eine naehere Untersuchung, dass es sich hierbei eigentlich um einen weiszen Zwerg vom Typ DC handelt.
Bild: Reihe 2, Spalte 2

Name: Pha Scroi IL-X d1-80 A
Unterkategorie: DAV
Rekord: absolute Helligkeit (am schwaechsten)
Wert: 7.39711
Bild: Reihe 2, Spalte 3

Name: Phrae Flyou AA-A h1 2
Unterkategorie: DAZ
Rekord: Neigung der Rotationsachse (am grøszten)
Wert: 23.216077971360885 Grad
Note: Das ist ein ganz schøn kleiner „am-grøszten-Rekord“. Liegt bestimmt daran, dass nicht so vielke weisze Zwerge dieses Typs gefunden wurden bisher. Dieser Rekordhalter hat auch einen riesigen Ring. Dieser ist fast unsichtbar fuehrte aber zu einem automatischen Notstop weil ich in dessen Gravitationstopf geriet … Ich dachte ich muss schon wieder Hilfe herbeirufen … aber ich war nur im Ring, nicht im Jet und alles war gut :)
Bild: Reihe 3, Spalte 1

Name: Ogairr XM-H d11-28
Unterkategorie: DBV
Rekord: Alter (am juengsten)
Wert: 4,864 Million years
Bild: Reihe 3, Spalte 2

Name: Eorgh Prou VY-S e3-184 B
Unterkategorie: D
Rekord: absolute Helligkeit (am schwaechsten)
Wert: 15.93924
Bild: Reihe 3, Spalte 3
Bemerkung: Dieser „D“ weisze Zwerg war dann auch eigentlich wieder vom Typ DC. Deswegen nehme ich an, dass es sich dabei um einen weiteren Fehler in den Daten handelt und werde diese Unterkategorie nicht weiter auf meiner Reise mit einbeziehen.

Wie gesagt, dies ist auf die Dauer doch sehr sehr langweilig und deswegen werde ich meine Besuche zu diesen Sternenleichen hier nicht weiter dokumentieren.

… meine ich nicht sowas hier:

Denn dies ist nur eine Ampel, die eine menschenaehnliche Form hat.

Das bedeutet nicht, dass ich damit die Nuetzlichkeit dieser ganz speziellen Apparaturen in Frage stelle. Im Wikipediaartikel wo ich das Bild her habe steht dazu etwas mehr.
Ganz unabhaengig von der Roboterthematik lohnt es sich den mal zu lesen. Als Negativbeispiel! Nur mal schnell ueberflogen scheint es sich um einen ganz normalen Artikel (wenn inhaltlich und sprachlich auch eher duenn) zu handeln. Aber wenn man sich das mal genauer durchliest, ist das voll die Lobeshymne auf diese Frau, welche die Ampeln designed hat. Die beiden Hinweise …

This article may be written from a fan’s point of view, rather than a neutral point of view.
This article reads like a press release or a news article or is largely based on routine coverage or sensationalism.

… sind sehr berechtigt.

So, das ist also dieses beruehmte auf-wikipedia-kann-man-sich-nicht-verlassen-Dingens. Wenn man die Qualitaet und Fuelle der ueberwiegenden Mehrheit der Artikel in Betracht zieht, dann halte ich das aus. Und ehrlich gesagt ist mir das lieber als bspw. all die Probleme die mit dem Schulsponsoring kommen.

Aber eigentlich wollte ich nur mal drauf aufmerksamn machen, dass nicht ueberall wo „Roboter“ dran steht auch wirklich _Roboter_ drin ist.

Das Desaster, uber welches ich in meinem letzten Report berichtete, haelt mich nicht von meiner Mission ab. Deswegen flog ich von Explorers Anchorage (wo mich die Rettungsmannschaft hin abschleppte) direkt zu Eoch Pruae AA-A g342 27. Auf dem Weg dorthin fand ich ELW’s #74 und #75 und … *trommelwirbel* … Ammoniakwelt #100 und #101 … YEAH! Hier sind die Perlen:

Wieauchimmer, mein eigentliches Ziel war der oben genannte T Tauri Stern denn dieser haelt den Rekord (in dieser Sternenklasse) fuer die grøszte Entfernung vom Ankunftspunkt im System. Ganze 1,477,845 Lichtsekunden (ja, das sind 1 1/2 Millionen!) musste ich fliegen um dort anzukommen. Ich bin ziemlich sicher, dass ich der erste war, der das getan hat.
Desweiteren haelt dieser junge Stern auch den Rekord fuer die laengst grosze Halbachse mit 443,782,828,937,334.5 m oder ca. 2,966.50 au und damit folgt auch der Rekord fuer den grøszten orbitalen Umfang mit 2,788,364,355,186,355.0 m.

Die lange Flugzeit macht mir nix aus, denn solche Dinge sind ja der Grund fuer meine Reise :) .

Aber das ist noch alles! Das System an sich ist schøn anzuschauen. Fast alles was es hier zu finden gibt liegt auf einer Linie:

Und ganz am Ende findet sich der Rekordhalter …

… der mit Kassiopeia um die Wette strahlt :) .