Wie erwaehnt, fliege ich so’n bisschen in der Bubble umher und helfe dabei jede bekannte Station mit Hutton Mugs zu beliefern.

Eine der Stationen die noch keine nicht alle Tassen im Schrank hatte war diese hier:

Wird wohl ’ne Minenstation sein, so nah an den Ringen. Keine Ahnung wie gefaehrlich das ist, aber der Anblick ist schon spektakulaerer :) .

Ich musste neulich meine Meinung bzgl. Maschinen die grøszer sind als Menschen aendern. Und nun las ich einen Artikel mit dem Titel „Principles for the Application of Human Intelligence“ und muss einraeumen, dass ich vermutlich doch zu optimistisch war bzgl. des Gebrauchs natuerlicher Intelligenz in Entscheidungsprozessen.

Der Autor argumentiert entlang vier Straengen. Das erste Argument kann verkuerzt werden als sogenannte Neigungen oder Vorlieben:

[…] humans predictably and routinely deviate from many of the established rules of probability and logic. […] Humans often neglect the base rate occurrence of an event, focusing on the idiosyncratic features of the particular case in front of them in determining its probability.

Das zweite Argument kann zusammengefasst werden, dass wir ja ueberhaupt nicht verstehen, was in den sog. „Gehirnen“ passiert. Es ist uns also vøllig unverstaendlich wie diese zu Entscheidungen kommen.

Human minds are black boxes.

Das dritte Argument handelt davon, dass natuerliche Intelligenzen inkonsistent sind. Sie treffen eine Entscheidung unter gegebenen Umstaenden, um dann oft genug unter (fast) identischen Umstaenden eine (vøllig) andere Entscheidung zu treffen. Dito bzgl. Entscheidungen unter den selben Umstaenden aber von zwei verschieden trainierten natuerlichen Intelligenzen:

Two different humans confronted with the same decision will often come to a different conclusion.

In allen Faellen sind natuerliche Intelligenzen dennoch der Meinung, dass die Entscheidung richtig war.

Das letzte Argument geht dann in die Richtung, dass Maschinenintelligenz in vielen Faellen viel schneller und effizienter ist als natuerliche Intelligenz.

Today, as companies ride the zeitgeist and appoint their first Chief Human Officers, the human underperformance is often forgotten or ignored, with some classic stories of human success often overshadowing the more mundane lack of performance.

Alles in allem, ist natuerliche Intelligenz mglw. eine vielversprechende Technologie der Zukunft, sollte aber zur Zeit noch nicht fuer kritische Entscheidungen eingesetzt werden.

… zehntausende Sternsysteme besucht habe versetzt mich unsere Galaxis immer wieder in Staunen:

Dieser ganz fantastische Anblick verbirgt sich hinter der schnøden Bezeichnung S171 37 8. Hierhergeflogen bin ich, weil dies die High metal content world mit der høchsten Gravitation (von 228.42006850153706 g) ist.
Ich ahnte nicht, dass mich eine solche Schønheit erwartet :).

Nach etlichen Wochen bin ich jetzt fast wieder zurueck in der Bubble. Als ich das letzte Mal eine Karte meiner Ziele vorstellte habe ich Operation YELLOW ORB angekuendigt. Nun ja, damit bin ich bald fertig:

Wie man an der geringen Anzahl gelber Punkte sieht, bin ich damit bald fertig.

Auf der Reise die nun bald zuende ist bin ich mit dem“unteren Teil“ der Galaxis „fertig“ geworden. Die Rekorde im Perseus Arm hebe ich mir fuer eine spaetere Reise auf. Da freue ich mich schon drauf :).

Jetzt verbleibe ich erstmal ein bisschen in der Bubble und werde anderen Piloten helfen, zu jeder bekannten Station und Auszenposten einen Hutton Mug zu bringen. Sind ja nur ein so 40 oder 50 … tausend die das betrifft. Schon interessant, was fuer verrueckte Aufgaben sich manche Piloten selbst stellen. Ich freu mich drauf, denn da kann ich mal wieder ein anderes meiner Schiffe fliegen. Eines welches viel agiler ist :) .
Danach werde ich vermutlich wieder ein bisschen bei Operation IDA mitmachen und dabei helfen ein oder zwei, von den Thargoids beschaedigte, Stationen zu reparieren. Auch da freue ich mich sehr drauf, endlich mal wieder mein Chicken of Doom zu fliegen. :) . Bzgl. der Agilitaet das andere Ende des Spektrums. Und diesmal hoffe ich, dass ich von Piraten attackiert werde, denn ich konnte meine Prismatischen Schilde nicht richtig ausprobieren, bevor ich mich auf den Weg machte.

Wieauchimmer, jetzt geht’s zu ’ner ordentlichen Station und ich freu mich auf mein obligatorisches Glas Milch in der Bar :)

Hier …

… stehe ich mit meinem SRV auf Kassiopeia welche wiederum auf NGC 129 Sector GS-P b7-1 B 1 seht — der High metal content world (auf der man landen kann) mit der grøszten Achsenneigung. Ganze 89.99996142819475 Grad!

Weil der Planet an sich langweilig ist habe ich mal wieder Faxen gemacht. Nach einigem Huepfen und Probieren und Steuerduesen zuenden schaffte ich es endlich mit dem SRV auf meinem treuen Schiff zu landen. Mein Kopf ist als kleiner Kreis im Cockpit des SRV zu sehen. Das gibt mal einen guten Eindruck, wie grosz Kassiopeia eigentlich ist. Da ich immer nur auf der Bruecke an den Kontrollen sitze und den Autopilot die etwas schwierigen Landungen auf Stationen machen lasse, vergesse ich das manchmal.

Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten, bis auf den Fakt, dass ich auch noch Ammoniakwelt #146 …

… entdeckte auf dem Weg zum obigen Planeten.

„Verkrabbung“ ist, eine Form der konvergenten Evolution; wenn also verschiedene Viecher, gleiche Merkmale entwickeln, weil das einen evolutionaeren Vorteil hat. Das ist bekannt und kommt oft vor.

Nun ist’s aber so, dass die Entwicklung zu einer Krabbenform mindestens fuenf (!) mal unabhaengig (!) voneinander hier auf der Erde passiert ist. Das macht mich etwas stutzig und ich frage mich ob die Viecher irgendwas Wichtiges wissen was ich auch wissen sollte.

Viele, viele Details gibt es in dem Artikel von J. Keiler, et al. mit dem Titel „One hundred years of carcinization – the evolution of the crab-like habitus in Anomura (Arthropoda: Crustacea)“ im Biological Journal of the Linnean Society, 121 (1), 2017, p. 200–222.
Da dies ganz abseits meiner Interessen und meiner Expertise ist, habe ich den nur kurz ueberflogen. Fuer den Laien leicht zu verstehen sind Tabelle 1 und Bild 16.

Jedenfalls, bis ich rausgefunden habe was das Geheimnis der Krabben ist, halte ich mich lieber an den Titel dieses Beitrags!

Das 2MASS J02351897+6131236-System haelt an und fuer sich keinen Rekord. Aber es ist eines von nur zwei bisher entdeckten Systemen mit neun Sternen der Kategorie M. Das andere ist Wellington.

In der Uebersichtskarte die mein Bordcomputer automatisch erstellt sieht das so aus (nicht alle gelb-orangen Baelle sind Sterne des Typs M):

Die galaktische Gemeinschaft scheint mit mir einig zu sein, dass es sich lohnt hierher zu kommen, denn es gibt hier eine Sonde mit mehr Informationen fuer Touristen.

Desweiteren ist es erst der zweite gelb-orange Stern den ich sehe, welcher sich mit einem Ring schmueckt (naja … vielleicht auch der Dritte oder Vierte … bei weit ueber zwanzigtausend besuchten Systemen erinnere ich mich nicht an alles):

Ansonsten entdeckte ich nur noch Ammoniakwelten #144 und #145, welche sich beide im selben System befanden:

Langsam auf dem Rueckweg zur Bubble schaute ich kurz bei der Farsight Expedition Base vorbei, denn ich wollte dort meine Datenschatzkiste einliefern. Dummerweise war die Station im „Lockdown“ und somit das Buero von Universal Cartographics geschlossen. Wenigstens konnte ich Kassiopeia reparieren lassen und machte mich dann auf den Weg zu RS Persei A 2. Dies ist der Metal-rich body (auf dem man landen kann) mit der laengsten orbitalen Periode von 2,298,630,656.0 s oder ca. 72.89 Jahren.

Der Mutterstern ist ein Supergigant mit einem Radius von beinahe 1300 Sol-radien. Deswegen ist er selbst aus einer Distanz von fast 6000 Lichtsekunden (das entspricht im Urpsrungssystem einer Position zwischen Saturn und Uranus) riesig:

Ich kam wegen des Rekordhalters auf dem ich stehe, aber ich blieb wegen der atemberaubenden Aussicht waehrend des Sonnenuntergangs :)

Dies ist eine Frage die mich fast so lange beschaeftigt wie ich mich bewusst (zurueck) erinnern kann.

Nach der Wende war es ganz selbstverstaendlich zu sagen, dass _ich_ ja niemals in die SED eingetreten waere und ganz bestimmt nach Bautzen gekommen waere weil ich mein Maul nicht halten kann. Aber ich realisierte ganz schnell (so schnell wie das als junger Teenager geht), dass das ja arg so klang wie die ganzen Widerstandskaempfer die es pløtzlich ueberall in Dtschl. gab, nachdem der Krieg verloren war.

Um diese Zeit herum fing ich auch an mich ernsthaft mit der Nazizeit zu beschaeftigen. Die bekannten Greueltaten der Nazis gingen (und gehen) mir sehr nahe. Das beinhaltet ja nicht nur die Vernichtungs- und Konzentrationslagern (von denen es ueber 1000 gab!), sondern auch alles was die Menschen auf dem Weg dorthin und alles davor erlebten. Ich kann das einfach nicht verarbeiten. Wieso kønnen Menschen so furchtbar zu anderen Menschen sein? Das hat nichts mit Schuldgefuehlen zu tun, aber im Grunde sehr viel mit der einleitenden Frage.
Zu dieser sehr emotionalen Beschaeftigung mit den Verbrechen der Nazis kam spaeter die etwas reflektiertere Frage, wie das vermutlich gebildetste Volk der Welt (zu der Zeit), dieser Ideologie so schnell verfallen konnte?
Das ist bei genauerer Betrachtung natuerlich nur eine Variation der ersten Frage, aber die Variation ist wichtig liegt doch darin das Wohl und Wehe eines potentiellen Mechanismus (Bildung) um derartige Katastophen in der Zukunft zu verhindern. Diese zweite Frage hat auch (wieder) einen ganz persønlichen Hintergrund. Klammere ich mich doch sehr an meine Bildung und Intelligenz … aber Goebbels war auch studiert (mit Doktorgrad) und somit gebildet; das hilft also im Speziellen nicht. Das macht mir Angst und ich komme zur urspruenglichen Frage zurueck: Wie bøse bin ich eigentlich?
Es ist auch zu bedenken, dass es mglw. keine eindeutige Antwort gibt.

Waehrend ich mich in diesem und dem naechsten Beitrag zwar auf die ersten beiden Teile des Triptychon konzentriere, so komme ich nicht umhin bereits Begriffe und Erkentnisse aus meiner Lektuere von Hannah Arendts Werk einflieszen zu lassen. Das ist aber nicht schlimm, es ist gar gewollt, denn in den naechsten drei Artikeln geht es mir ja darum, die Verknuepfung dieser drei Werke darzustellen.

Egal wieviel ich las und versuchte mich zu informieren — (nicht nur) Schulbuecher, Ausstellungen, Zeitungsartikel, Augenzeugenberichte, Interviews, Analysen, Filme etc. pp. — fand ich keine befriedigenden Antworten auf die obigen Fragen. Waehrend dieses Prozesses (der mitnichten abgeschlossen ist!) lernte ich zwei andere wichtige Dinge.
Erstens, dass dies keine spezifisch „deutsche“ Problematik war, sondern dass es ein Menschheitsproblem ist. Neben den Konzentrationslagern der Nazis trat dabei insbesondere die industrielle Vernichtung sog. „absterbender Klassen“ in sog. „Arbeits“lagern durch die Bolschewiken hervor. Dies deswegen weil es ein anderer (und doch der selbe) Ausdruck der selben Problematik zur selben Zeit war. Im Allgemeinen komme ich darauf zurueck, wenn ich mich naeher zu Hannah Arendts Buch auslasse.
Zweitens, dass im Nachhinein immer nur ein ein paar wenige Personen als „schuldig“ hingestellt wurden. „Der Hitler hat das Volk verfuehrt!“ oder „Der Stalin war’s!“ oder „Die SS war’s!“ oder „ICH habe nur Befehle befolgt damit ich nicht selbst erschossen werde aber (persønliche) Verantwortung trage ich keine!“
Diese Herangehensweise versagt natuerlich eine ehrliche Beschaeftigung mit dem Thema und wie man selbst, trotz des generationenspannenden Abstands, darin verortet ist. Wobei ich auch zugeben muss, dass es auch ehrlichere Darstellungen gibt. Ein Beispiel sind die Stolpersteine, ein anderes Beispiel waere der Film „Schindlers Liste“ und mir fallen diffus auch einige Teile von Ausstellungen, Artikeln, Interviews etc. pp. ein die sich nicht unter dem „Wer anders hat Schuld“ mit dem allgemeinen Thema beschaeftigen.

Der letzte Punkt scheint doch „ganz klar“ zu sein, ist es aber nicht! Denn man selber zaehlt sich automatisch zu den „guten Menschen“. Und wenn man von klein auf mit dem herrschenden Narrativ („Ich war’s nicht!“) sozialisiert wird, dann ist es ganz schwer daraus aus zu brechen. Erst ueber einen laengeren Zeitraum, indem man Kruemel anderer Sichtweisen mal hier, mal dort liest, hørt oder sieht, merkt man, dass mit dem herrschenden Narrativ irgendwas fundamental nicht richtig ist.

Aber ich versuche hier eine persønliche Entwicklung nachzuzeichnen, die mich nun seit bald drei Jahrzehnten beschaeftigt. Das geht nicht, denn ich finde mitnichten alle Quellen die mich beeinflusst haben.
Deswegen waehlte ich das Tritpychon von Buechern um dies zumindest etwas deutlich zu machen.

Solschenizyn konfrontiert die Frage nach der Bosheit, ja der Bøsartigkeit in jedem Einzelnen sehr direkt in „Der Archipel Gulag„. Seine Beschreibungen wie Menschen die deine Nachbarn sein kønnten, ja die ganz konkret die Ehemaenner oder -frauen bzw. die Muetter und Vaeter von anderen Menschen sind (!), zu Schlaechtern werden. Dies ist besonders eindruecklich im ersten Buch, in denen er detailliert auf die Vorgaenge in den Folterkellern der Lubyanka, dem Sitz des NKWD (was spaeter der KGB wurde). Natuerlich gingen laengst nicht alle Opfer des Gulag Systems durch die Lubyanka aber der Terror, im konkreten durch das Herausfoltern von Gestaendnissen, ist ein integraler Bestandteil derartiger Systeme. Und eben da es integraler Bestandteil ist, findet such der Terror auch dann wenn man im Lager ist und auch danach. Und Terror ist nicht nur von Seiten der Wachmannschaften oder aehnlichen Personen zu erwarten, sondern auch von Seiten der Mithaeftlinge. Darauf geht er in den darauffolgenden zwei Buechern ein.

Als ich dieses Buecher las konnte ich mir eine Vorstellung vom modus operandi eines totalitaeren Systems machen. Ein Satz, (der oft wiederholt wird in diesen drei Buechern) ist:

Die Strøme muessen flieszen!

Dieser Satz ist mir bis heute im Kopf haengen geblieben. Ist er doch konkreter, bildlicher Ausdruck dessen, was ein totalitaeres System ausmacht. Aber zu dem Zeitpunkt begriff ich das noch nicht. Mir war klar, dass damit die Menschenstrøme ins und innerhalb des Gulagsystems gemeint sind. Aber auf das wirkliche _Verstehen_, dass Terror _DAS_ Merkmal des Totalitarismus ist, musste ich noch ca. 10 Jahre warten … bis Hannah Arendt es mir sagte.

An dieser Stelle greifen die Buecher auch ineinander mit anderen wichtige Zeugnissen aus dieser Zeit. Herausheben møchte ich an dieser Stelle die Doktorarbeit von Paul Martin Neurath: „Die Gesellschaft des Terrors — Innenansichten der Konzentrationslager Dachau und Buchenwald“ (ich habe diese Arbeit in der 2004 bei Suhrkamp erschienen Ausgabe). Darin schildert (und teilweise analysiert) der Autor detailliert seine eigenen Erlebnisse in besagten Konzentrationslagern. Da dies hier aber nicht das Thema sein soll, møchte ich nur darauf hinweisen, dass dies nicht nur die Verbindung zwischen zwei totalitaeren Systemen ist, die auch heute noch als was vøllig unterschiedliches angesehen werden. Vielmehr ist dies die Essenz die darlegt, dass es sich beim Terrorsystem der Nazis und beim Terrorsystem der Bolschewiken im Grunde um ein und die selbe Sache handelt.

Es sei noch gesagt, dass Solschenizyn keine Erklaerung fuer den Terror des Systems gibt. Es ist halt so — die Strøme muessen flieszen. Ich denke dies liegt vor allem daran, dass dies nicht die Aufgabe dieser Buecher sein soll. Diese dienen vor allem der Dokumentation (und in groszen Teilen auch der Einordnung) der Greueltaten.

Wieauchimmer, das Lesen dieses Werkes liesz mich fuer Jahre, ganz konkret bis vor Kurzem, mit einer frostigen Furcht in meinen Knochen zurueck. Dies liegt daran, dass ich mir nach der Lektuere meine Frage selber und ganz konkret beantwortet konnte: ich kønnte und wuerde vermutlich sehr bøse sein :( . Das belastete mich und somit liesz mir das Thema (trotz der Beantwortung der Frage) auch weiterhin keine Ruhe. Ich versuchte eine neue Antwort zu finden, eine Antwort darauf, wie ich nicht meiner eigenen Bosheit verfalle. Erst Hannah Arendt zeigte mir einen Ausweg aus dem Dilemma oder vielmehr, dass ich von Anfang an auf dem richtigen Weg war (und bin) um diese in jedem Menschen innewohnende Situation ueberhaupt nicht erst zu einem (persønlichen) Dilemma zu machen.

Es war obligatorisch das Lyed YJ-I d9-0 System zu besuchen. Ist es doch das System mit der kleinsten x-Koordinate und somit das am weitesten suedliche System der Galaxis. Es wird auch als „Amundsen’s Star“ bezeichnet.

Hier stiesz ich auf diese … øhm … „Dinger“ …

… die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Ich wurde beinahe von einem getøtet … naja … vielmehr tøtete ich mich beinahe selber, weil ich zu schnell flog und nicht rechtzeitig abbremsen konnte. Da war ich mal wieder froh, dass ich auf etwas Sprungreichweit verzichtet und eine Schild eingebaut habe … und dass ich das auch angeschaltet hatte.

Bei den „Viechern“ handelt es sich um Viride Gyre Trees und hier wimmelt es nur so von denen:

Ansonsten nutzte ich die Gelgenheit um (nach etlichen Wochen) die schuetzende Huelle meiner treuen Kassiopeia mal wieder zu verlassen, mir die Fuesze zu vertreten (im uebetragenen Sinne) und die die Aussicht zu genieszen:

Danach machte ich wieder auf den Weg und erreichte ein paar Tage spaeter Livingstone Point (oder Hypuae Euq SY-S d3-0 wie die offizielle Bezeichnung dieses Systems ist). Hierbei handelt es sich um das System, welches am weitesten im Sueden liegt entlang der x-Achse des galaktischen Koordinatensystems — der suedliche Meridian sozusagen. Auch hier konnte ich mir die Fuesze vertreten und die Aussicht genieszen:

Auch ansonsten habe ich einen guten „Fang“ gemacht. Ich entdeckte naemlich Ammoniakwelten #136, #137, #138, #139 (bei der es sich um einen Ammoniakmond handelt), ELW #94 und im selben System Ammoniakwelt #140, und im weiteren die Ammoniakwelten #141 (mit Ringen, auch wenn man das im Bild nicht so gut sieht), #142 und #143:

… ausgetraeumt :( … Aber der Reihe nach.

Vor ’ner Weile liesz ich mich darueber aus, warum es nicht unbedingt das erwuenschte Resultat gibt, wenn man alle Kinder zu Wissenschaftlern erzieht.

Wie steht’s denn aber damit, wenn man mit den Leuten redet? Wenn man versucht die Leute aus ihren Informationsblasen herauszuholen indem man Ihnen andere Meinungen zeigt?
Genau das haben C. A. Bail et al. gemacht und die Resultate werden in PNAS 115 (37), p. 9216–9221 (2018) vorgestellt in einem Artikel mit dem Titel „Exposure to opposing views on social media can increase political polarization„.

*Seufz* … der Titel verraet schon worauf ich hinaus will.

Wieauchimmer, die Autoren der Studie haben das mal auf dieser „neuen revolutionaeren Kommunikationsfplattform, die unsere Welt ganz bestimmt total viel besser machen wird“ probiert:

We […] recruit[ed] self-identified Republicans and Democrats who visit Twitter at least three times each week.

Dann sollten einige von denen einem Twitter Bot folgen, welcher fuer einen Monat pro Tag 24 Nachrichten aus dem jeweils anderen politischen „Lager“ verbreitete. Natuerlich wurden diese Leute

[…] not informed of the content of the messages the bots would retweet.

Soweit so gut. Das Resultat war nun

[…] our study indicates that attempts to introduce people to a broad range of opposing political views […] might be not only be ineffective but counterproductive […]

Oder anders: je mehr, zu deren Weltanschauung entgegengesetzte, Informationen die Teilnehmer bekommen haben, desto gefestigter wurde deren Weltbild. Schlimmer noch, die „Festigung“ ist derart zu interpretieren, dass sie „radikaler“ wurden.

Besonders schlimm fuer Leute wie mich ist, dass dieser Effekt staerker ist, wenn

[…] such interventions are initiated by liberals.

Und deswegen der Titel dieses Beitrags. Denn da geht ein weiterer Traum der „Linken“ und „Hacker“ dahin. Dass man den Menschen nur Zugang zu Information verschaffen muss und dann wird das schon. Wird es auch … nur halt schlimmer.

Wobei die grosze Kritik natuerlich ist, dass nur Kurzzeitfolgen auf diese Art und Weise untersucht werden kønnen. Langfristig wirken mglw. andere Mechanismen und diese Møglichkeit gibt mir Hoffnung.