Immer noch auf der Suche nach gewissen Droiden, erhielt ich einen Hinweis, dass diese in einem Schmugglerschiff, dem Millenium Falcon, zu finden waeren.

In dieser dunklen Kaschemme

Cantina

sollte ich einen Informanten treffen.

Und tatsaechlich, der Informant tauchte auch auf und erzaehlte mir, dass er wuesste, wo das gesuchte Schiff zu finden waere …

getting infos about the Falcon

Auf dem Weg aus der Bar heraus, wurde ich aufmerksam auf diesen Ort eines Verbrechens …

Cantina - Greedo

… ich hatte aber keine Zeit dies weiter zu untersuchen.
Dennoch frage ich mich natuerlich, wer zuerst geschossen hat.
Mglw. ist ja in der Gesamtaufnahme der Bar weiter oben, etwas zu erkennen bzgl. dieses Verbrechens.
Sachdienliche Hinweise in dieser Sache werden dankend von der Mos Eisley Polizei entgegen genommen.

Rasch eilte ich (roter Pfeil) zu Docking Bay 94

Hunt for the Falcon

Dort fanden wir das Raumschiff. Bis auf einen Astrodroiden war es leer.
Da mir vor laengerer Zeit bereits glaubhaft versichert wurde, dass es sich bei diesem nicht um einen der gesuchten Droiden handelt, spielte ich noch kurz eine Runde ein Holobrettspiel mit ihm (oder ihr?).

Unverrichteter Dinge zog ich von dannen.

Im Kino in Kopenhagen haben ich mir einen Film in einer Abstellkammer angeschaut.
Ein schmaler laenglicher Raum, Gang auf der linken Seite, nur vier (oder fuenf) Sitzreihen. Entsprechend winzig war der Bildschirm und entsprechend grausig der Ton. Mich duenkt, dass der „Saal“ auch keinen Teppich ueber dem Betonfuszboden hatte. Dadurch hatte ich nicht den Eindruck willkommen zu sein und das Ganze wirkte etwas schmuddelig.

So weit ich weisz, war so Kino in den 80’ern. Vorwiegend solche kleinen anstatt groszer Saele. Kein Wunder, dass man sich nicht an wirklich „grosze und fette“ Filme aus den 80’ern erinnern kann. Ein Transformers wuerde naemlich einfach nicht „knallen“ bei solchen Zustaenden.
Erstaunlichrweise denke ich, dass es bspw. fuer Blade Runner durchaus funktionieren wuerde. Aber „grosze und fette Filme“ sind ja ohnehin nicht gleichzusetzen mit _groszartigen_ (!) Filmen.
Diese unhaltbaren Zustaende in den Kinos in den 80’ern sind mglw. auch der Grund, weswegen der grosze Kinosaal in Last Action Hero etwas deplaziert wirkt. Der Film spielt so zur Uebergangszeit zwischen diesen grausigen Verhaeltnissen und der Renaissance des Kinos in den 90’ern. In den Film als eigenes Universum passt das schon, aber in die Zeit in die dieses Universum gelegt ist, passt’s irgendwie (noch) nicht (wieder) so richtig. Wobei ich denke, dass das durchaus so gewollt ist.

Ich schwoff ab. Toiletten gibt es da natuerlich auch. Und die wirken recht neu. Schade, schade, da haette ich mir mglw. lieber die aus den 80’ern gewuenscht.

Kino Kopenhagen 2

Ungewøhnlich ist der grosze, ringførmige Abfluss, anstatt der ueblichen kleinen Løcher. Das hilft mglw. dabei, die Toilette rein zu halten, wenn die ueblichen Idioten dieses ekelhafte Snus, oder Kaugummis, da rein spucken, anstatt die zwei Meter zum Muelleimer zu gehen.

Man beachte bitte auch die Fliesen im „italienisches Restaurant“-Farbton.

Beim Sitzklo dann ein weiteres Ueberbleibsel aus den 80’ern – der Muelleimer:

Kino Kopenhagen

Hae? Muelleimer bei den Maennern?
Dies ist leicht zu erklaeren. Die „Seifenspendebox“ an der Wand beinhaltet vermutlich Desinfektionssmittel. Damit jedweder sich seine saubere Toilettenbrille nach Bedarf selber schaffen kann. Und damit die Lappen nicht im Klo landen, braucht man eben einen Muelleimer.
Wobei diese Erklaerung zwar vermutlich stimmt, aber nicht so richtig sinnvoll ist. Denn man kønnte ja Toilettenpapier dafuer nehmen und alles dann am Ende gemeinsam runter spuelen. … Mhm, da ich es nicht im Bild sehen kann, kann ich nur vermuten, ob es dort solche extra Hygieneblaetter gab, welche The Oatmeal ja auch bereits thematisierte.

Ein ganz besonderes Merkmal gab es beim tiefergelegte Jungenurinal zu entdecken:

Kino Kopenhagen 1

Die Handhygienestation direkt daneben, damit die Kleinen sich ans Haendewaschen erinnern und die Keime nicht noch ueberall verteilen. Wuerde mich nicht wundern, wenn dieser kleine psychologische Trick ganz hervorragend funktioniert.

Apropos Haende waschen: Ich empfehle ALLEN, die Tuergriffe in Kinotoiletten (und vermutlich auch bei anderen øffentlichen Lokalitaeten)  NICHT ohne Schutz anzufassen. Es ist naemlich ganz erstaunlich, wie viele Maenner dann doch mit ungewaschenen Haenden diese Ørtlichkeiten verlassen.

… or freed a human soul in this world–and never will.
(Mark Twain)

Damals, als wir Dtschl. verlieszen und ich meine Meinung, warum wenigstens ich dies tue, jedem der es (nicht) høren wollte mitteilte, wurde mir oft genug vorgeworfen, dass ich gefaelligst loyal zu sein habe.

Natuerlich, meistens nicht derart direkt. So ist ja keiner. Von mir mal abgesehen, aber selbst ich versuche meine Kommunikation zu verbessern.

Das war mehr so im Sinne von „Dtschl. hat dir doch deine Ausbildung finanziert und du solltest dich dankbar dafuer zeigen“.

Ich werde hier nicht ins Detail gehen, warum dieses (und all die anderen) „Argumente“ ihre Gueltigkeit verloren haben in meinem Fall.

Vielmehr møchte ich etwas allgemeiner, innerhalb meines „ewigen Themas“ Freiheit argumentieren. Aber anstatt meiner groszen Leidenschaft, dem Schwafeln, zu frønen, zitiere ich lieber gleich wen anders.

[…] Should you remain loyal to the country in which you were born, even if it commits acts which you abhor?

Und dann ist da die entscheidende (!) Frage, welche so schwer zu beantworten ist und welche sich die meisten Leute eben mit (noch mehr) Loyalitaet „zurecht biegen“:

If so, why? How can loyalty to a symbol [bspw. eine Flagge, die als „Symbol“ fuer einen Staat steht] possibly be more important than loyalty to the concept that originally attracted you to that symbol?

Ist da IRGEND jemand, der diese Frage positiv und in einem logischen Zusammenhang beantworten kann?

Der verlinkte Artikel geht noch auf weitere Aspekte der Loyalitaet ein (insb. darauf, dass wir eben alle so „sozialisiert“ wurden). Das ist durchaus interessant, aber nicht fuer diesen Beitrag.

Es ist eine Schande dies schreiben zu muessen, aber im Zusammenhang mit der Quelle habe ich das Beduerfnis zu erwaehnen, dass ich meine Leser fuer intelligent genug halte, dass sie wissen, dass Informationen an sich nicht korrupt sind. Aber so ist’s nun mal mit dem (absoluten!) Denkverbot welchem das Schild „Anarchie“ umgehaengt wurde.

Mhm … zeitlich bekomme ich das nicht so richtig eingeordnet, wann ich da war.
Mich duenkt, es war so zum Anfang des Studiums. Oder doch noch davor? Es war auf jeden Fall sommerlich, denn dort wurde die Hochzeit eines ehemaligen „Kameraden“ gefeiert. Jaja, olle Armeegeschichten, da distanziere ich mich von. Ich war im wahrsten Sinne des Wortes jung, unerfahren und wusste es nicht besser. Auch wenn ich glaube, dass ich schon ein klein wenig ahnte, was die darauf folgenden Jahre bringen wird.
Es kønnte bereits im Sommer 2000 gewesen sein. Høchstwahrscheinlich war es aber 2001. Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich zu dem Zeitpunkt schon mit meiner sog. „ersten groszen Liebe“ zusammen war. Sollte dies der Fall gewesen sein (was ich bezweifle), dann kønnte diese Hochzeit auch erst 2002 stattgefunden haben.

Etwas weniger konfus als der Zeitpunkt ist der Ort. Aber so richtig klar ist’s auch nicht. Denn mich duenkt, dass es sich bei Saamund eigentlich um den Ort Saarmund handelt.

Ueberhaupt weisz ich nicht mehr so richtig viel. Auszer, dass es keinen Vodka gab, dass ich (gar nicht so urst dolle) betrunken auf dem Sportplatz (zu dem dieses Gemeindehaus gehørt) gelaufen bin und diese Anstrengung dazu fuehrte, dass ich kotzen musste und dass derjenige, mit dem ich da war, im Auto geschlafen hat. Mhm … oder war ICH das? Oder wir beide? Ich glaube das waren wir beide und dieses Erlebnis fuehrte dazu, dass ich seitdem immer vermeide in Autos zu schlafen.

Irgendwie brachte ich es jedenfalls fertig, auch die Toiletten zu fotografieren.

Gemeindehaus_Saamund1

Wieder so ein unerwarteter Bildfehler. Hach … schøne analoge (und obsolete) Welt; immer fuer Ueberraschungen gut.

Gemeindehaus_Saamund2

Ich møchte auf das noch erkennbare Spiel des Wassers aufmerksam machen. Ein unwiderbringliches Set an Eigenvektoren dieses kleinen Teil des Universums, eingefangen in einem Foto … tihi.

Star Wars ist (laengst nicht mehr nur) Popkultur. Deswegen bezahlen viele Leute Eintritt zu Veranstaltungen, die sie diesem Universum (scheinbar) naeher bringen. Ebenso gibt es viele Fans, die sich sehr freuen, fuer’n feuchten Haendedruck, viel Zeit und Arbeit zu investieren, um dabei mitmachen zu duerfen.

Star Wars ist ebenso ein unglaublicher Kommerz. Deswegen fuehren die Rechteinhaber dieser Marke eben solche Veranstaltungen durch.
Fast nichts, was gemacht werden muss, von deren Seite. Die oben erwaehnten Fans sorgen ja schon dafuer. Und die Besucher bezahlen auch noch, um an Verkaufsstaenden vorbei gehen zu kønnen. Die Verkaufsstaende hingegen muessen nicht gerade wenig Miete bezahlen. Die prinzipiellen Kosten (Messemiete, Gage der Schauspieler, Catering und so) halten sich in Grenzen. Ziemlich sicher hingegen ist, dass sich eben diese Rechteinhaber noch duemmer und dusseliger mit solchen Veranstaltungen verdienen kønnen.

Dieses Jahr fand in Essen, drei Tage lang, die sogenannte „Star Wars Celebration Europe II“ statt. Liebevoll abgekuerzt als CEII.

In dieser Miniserie werde ich meist unreflektiert ueber viele tolle, meist von Fans geschaffene, Sachen berichten.

Zunaechst aber kurz ein bisschen mehr Reflexion.

Da es fuer uns ein relativ guenstiger Urlaub dieses Jahr ist, legte ich willkuerlich fest, dass wir 1000 Euro fuer Merchandise ausgeben kønnen auf der CEII.
Entsprechend voller Vorfreude auf den Kaufrausch war ich. Denn sich (kurzfristig) gluecklich kaufen, das funktioniert sehr gut bei mir.
Ich stellte dann aber fest, dass ich eigtl. alle dort angebotenen Dinge, als sinnlos und nicht so wirklich kaufenswert empfinde.
Das war ein bisschen enttaeuschend. Ganz am Ende kaufte ich dann zwar doch noch etwas, aber dies hatte nichts mit Star Wars, aber dafuer mit anderer Geekiness, zu tun.
Ganz im Gegensatz zu Zeug fuer den (nicht mehr ganz so kleinen) Mann, der bei uns wohnt. Fuer den haette ich urst viel Kram kaufen kønnen. Denn ist er gluecklich, bin ich das auch. Er hat zwar ziemlich viel bekommen, aber ich habe mich auch bewusst zurueck gehalten, um nicht gegen einige meiner Erziehungsrichtlinien zu verstoszen.

Ebenso interessierten mich die Autogrammstunden, Votraege, Workshops etc. ueberhaupt nicht. Ich bin halt kein Fan. Nur ein Geek, der sich ein bisschen mit Star Wars auskennt und der eben ein Sandtrooperkostuem hat.

Genug der Vorrede. Es møge der Bericht meiner Abenteuer beginnen.

Sozusagen als „Trailer“ des Kommenden, hier ein Bild meines Besuches in Jabbas Palast:

Jabbas Palace - Max Rebo Band

Der Hausherr liegt im Hintergrund und geht seinen Geschaeften nach, waehrend mich die Max Rebo Band unterhaelt.

Lian ist der Name einer der zwei Straszenbahnendhaltestellen in Trondheim. Und der Name des Gebietes, in dem diese Endhaltestelle liegt.

Dort gibt es ein Ausflugsrestaurant. Hørt sich hochtrabend an; man kønnte auch sagen, dass es ein „gehobenes Baeckerstuebchen“ ist, denn nach meinem Empfinden gibt’s da nur die ueblichen Kuchen und Brause.

Aber man kann es auch fuer Festlichkeiten vielerlei Art buchen. Und dann gibt es auch ein ganz ordentliches Mahl.
Ich schreibe „vielerlei“ anstatt „aller (Art)“, weil ich nicht denke, dass man dieses Restaurant bspw. fuer ausschweifende Orgien aller Art mieten kønnte.
Aber dies ist eigentlich irrelevant.

Zurueck zum eigentlichen Thema.

Dieses Restaurant hat Urinale, die, wenn auch standardisiert, durch ihre eher ungewøhnliche, laengliche Form vom ueblichen Einerlei abweichen. Das finde ich gut :)

Lian Restaurant

Die Sitztoilette macht einen etwas tristen, gar traurigen Eindruck.

Lian Restaurant 2

Dies traurige Eindruck entsteht mglw. wegen DER zwei Løcher ueber dem Klo. Diese stammen sicherlich vom jetzt abmontierten, vormaligen Spuelkasten. Dieser vormalige Spuelkast war vielleicht fantastisch pompøs. Deswegen ist es doppelt schade drum, dass er abmontiert wurde.

Andere haengen sich Hirschgeweihe hin, oder (selbstgemalte) Bilder oder den Fernseher. Auf jeden Fall ist Wandschmuck in vielen Faellen Ausdruck dessen, was einen im Leben so (mehr oder weniger direkt) beschaeftigt. Sei es das Hobby, der Sport, den man selber auch ausuebt, der Sinn fuer’s Aesthetische oder andere Dinge, fuer die man sich interessiert.
Auch Regale voll mit Buechern oder Spielen (ob Brett- oder Computerspiele) zaehlen dazu, da diese nur in seltenen Faellen mitten im Raum stehen. Und wenn man mal ehrlich ist, dann ist es schon so, dass man sich (mehr oder weniger) intensiv ueberlegt, was fuer (bspw.) Buecher man, fuer jederman sichtbar, hinstellt.

Wir haben nun in unserer Stube auch einen Ausruck dessen, was unser Hobby ist, hingehaengt. Unsere Helme:

Buckets at the wall

Auch der Rest auf dem Bild kann sich sehen lassen. Ein klitzekleines bisschen geekig, aber schon eine tolle Sammlung, denke ich.
Das Loch in der Lesekramreihe ist uebrigens geschuldet, dass ich dieses (Gesamt)Kunstwerk gerade ausgeliehen habe.

Die Wandhalterungen habe ich uebrigens selber gezimmert. Und wenn man das so sieht, dann kriegt man voll Lust, noch mehr Kostueme zu bauen.

… „das konnte ja niemand ahnen“, in 10 Jahren oder so, dem spucke ich ins Gesicht!

LESEN! SOFORT!

Im September dann: HANDELN! (siehe auch hier im Allgemeinen oder hier besonders zu diesem Thema).

Und vor allem nicht vor Angst die Fresse halten vor Freunden, Eltern, Verwandten, Arbeitskollegen, auf twitter, facebook, im eigenen Weblog etc.!
Denn _ein_ Kreuz auf einem Wahlzettel macht keinen Unterschied. Eine _Stimme_ allerdings schon! Und viele Stimmen kønnen auch etwas bewirken.
Und was soll so schlimm daran sein, als „weltfremder, linker Traeumer“ zu gelten, bei diesen Personengruppen?

Ihr wollt was aendern? Ihr KØNNT was aendern!

Es gibt unzaehlige Alternativen zum Bestehenden!

Man muss sich nur aktiv dafuer entscheiden.

… sieht man ja øfter auf Reklameschildern.

Eine ganze Weile dachte ich, dass ich aus Prinzip, Werbung fuer Unterwaesche oder Badebekleidung nicht fotografiere. Kennt man ja so von sich selber, unbegruendete Dogmen. Auszerdem ist’s unanstaendig, nicht wahr.

Dann kam die Werbung bei uns auf, welche ich an anderer Stelle praesentierte. Dort als Beispiel, warum die Vorfuehrung des Kørpers von Frauen durchaus sinnvoll sein kann, bei Werbung fuer Produkte bestimmter Art.
Auch wenn ich es gern wollte, so erlaubte ich mir zunaechst nicht, eben diese Werbung zu fotografieren. Des oben geschriebenen Dogmas wegen.

Beim durchschauen der Bilder fuer diese Kategorie stiesz ich dann aber auf dieses Bild:

hm3

Damit war klar, dass dieses Dogma wohl nicht zu allen Zeit galt. Somit hatte es mglw. ganz im Allgemeinen keine Grundlage und deswegen konnte es mglw. auch gar nicht stimmen.
Ich konnte mir zwar durchaus plausible Gruende ueberlegen, warum ich eben diesem Dogma all die Jahre verfallen war, aber das wirkte etwas kuenstlich auf mich. Oder anders gesagt: diese Gruende (und das Dogma selber) waren nicht plausibel in Einklang zu bringen, mit den fuer mich mittlerweile gueltigen Richtlinien und (neuen) Dogmen. Dies galt, trotzem ich diese Gruende durchaus logisch ausfuehren konnte, innerhalb des Gedankengebaeudes, welches ich mir selbst errichtet hatte.
In kurz: es war nicht laenger sinnvoll, diesem Dogma weiterhin anzuhaengen.
Auch wenn der Vorgang dieser Ueberlegungen møglicherweise nicht formal richtig war, so denke ich doch, dass es ganz im Sinne Karl Poppers gewesen ist – eine falsifizierte Theorie (als diese kann ein Dogma ja angesehen werden) ist als Unsinn zu betrachten und nicht weiter zu gebrauchen.

Somit war ich frei auch die oben angesprochene Werbung zu fotografieren.

Ansonsten gibt es zu diesem Bild eigentlich noch viel zu sagen. Insbesondere, in wie fern derartige Werbung schaedlich ist fuer das Selbstbewusstsein junger (aber durchaus auch nicht mehr ganz so junger) Frauen. Letzteres ist aber ein Thema, welches ich nicht auch noch „bearbeiten“ møchte.

Interssant an diesem speziellen Bild ist nur noch, dass all die vorher so oft angesprochenen Mittel, welche zur Verfestigung der Zustaende beitragen,  hier nicht so plump gebraucht werden.

Das war ja auch vor ein paar Tagen schon Thema in diesem Weblog.

In dem dort verlinkten Artikel findet sich das folgende Zitat:

Was im Mittelalter noch Unwissenheit war, war später einfach nur der ignorante Sport einer calvinistisch abgerichteten und letztlich selbstgerechten Bourgeoisie.

Das ist dort natuerlich auf „selbstverschuldete“ Krankheiten bezogen.

Aber nehmen wir doch mal ein anderes Thema – Privatsphaere im Internet.

Wer sich nicht selbst kuemmert, ist selber Schuld, dass er ausgespaeht wird.
Klingt doch plausibel, nicht wahr?
Und da war er wieder, dieser gefaehrliche, und im Grunde ganz und gar nichts wirklich aendern wollende Eliteunsinn!

Das Zitat passt aus verschiedenen Gruenden so schøn

– „Sport“ => wir alle sehen uns ja gerne ueber anderen, stellen uns sozusagen gerne auf’s Podest und lassen uns den Bauch pinseln. Und in der heutigen Gesellschaft ist das schønste Bauchgepinsel, wenn man zur „Elite“ gehørt.
– „calvinistisch abgerichtet“ => Der (unhinterfragte und dogmatische) Glaube an Technik und Naturwissenschaft als Heilsbringer ist ein wesentliches Merkmal der (nicht nur programmierenden) „Elite“. Da wurde nur eine Religion durch eine andere ersetzt.
– „selbstgerechte Bourgeoisie“ => Wie steht es so schøn in der Wikipedia:

Bourgeoisie […] [die] gehobene soziale Klasse der Gesellschaft, die der Klasse des Proletariats gegenübersteht.

Und was ist diese „Elite“ denn anderes als die „moderne“ Bourgeoisie? Vor ihren schicken Computern sitzend und mit ihren fancy pancy „Faehigkeiten“ die sie scheinbar ueber alle anderen erheben?

Weil mich dieses Elitegesabbel, welches dann auch tatsaechlich geschluckt, geglaubt und unreflektiert, (scheinbar hoffe ich) gar angenommen wird von Buergern, denen die Computertechnik naeher liegt, als anderen, das schockierte mich nachhaltig. Deswegen komme ich darauf immer wieder zurueck.

Denn ueber all die Jahrtausende, nachhaltig schriftlich theoretisiert mindestens seit Plato, hat die  immer wieder gleiche Elitescheisze, die Menschheit als Ganzes noch nie auch nur einen Millimeter voran gebracht hat.

Aber zum Glueck haben wir ja heutzutage Computer und das Internet. Und Hackerspaces und -camps und -konferenzen etc. die sich darum bilden. Es besteht also Hoffnung, dass gegen diese „Elite“ dann genuegend normale Buerger, mit mehr Naechstenliebe und Mitgefuehl, stehen.