Meine lieben Leser.

Unter anderem aufgrund eigener Erfahrungen, møchte ich euch einen Essay von Adorno naeher bringen. Dieser behandelt das Thema Kritik und an anderer Stelle verwies ich bereits auf diesen.

Der Natur des Artikels (und der gegebenen Kuerzungen und der eigenen Kommentare wegen), werden verschiedene Themen bunt durcheinandergewirbelt werden. Der Originalartikel handhabt das deutlich besser. Aber da kønnte ich mich ja damit rausreden, dass mir die Rhetorik eines Adornos nicht gegeben ist :P .

Soweit nicht anders gekennzeichnet, sind alle Hervorhebungen von mir.

Los geht’s:

Kritik ist aller Demokratie wesentlich. […] Demokratie […] wird durch Kritik geradezu definiert.

Warum ist dem so? Deswegen:

[…] Voraussetzung von Demokratie [ist] Mündigkeit [….]

Und an dieser Stelle nochmals das bereits vorher erschienene Zitat:

Mündig ist der, der für sich selbst spricht, weil er für sich selbst gedacht hat und nicht bloß nachredet; der nicht bevormundet wird.

Das bedeutet

[…] Kraft zum Widerstand […] gegen alles bloß Gesetzte, das mit seinem Dasein sich rechtfertigt.

Diesen Satz møge jetzt jeder bitte nochmal lesen und sich auf der Zunge zergehen lassen.

Dies wird nochmals etwas weiter ausgefuehrt:

Solcher Widerstand, als Vermögen der Unterscheidung des Erkannten und des bloß konventionell oder unter Autoritätszwang Hingenommenen, ist eins mit Kritik, deren Begriff ja vom griechischen krino, Unterscheiden, herrührt.

Kritik als Werkzeug des Erkenntnisgewinns!
Oder wie ich es so oft sage: ich stelle in Frage um zu verstehen (!), was mein Geschpraechspartner eigtl. meint.
Dies wird leider all zu oft als persønlicher Angriff angesehen und …

Verzicht auf Kritik wird in höhere Weisheit umgebogen […].

Dazu dann gleich darauf passend:

Man muß nicht Soziologe sein, um aus dem Spott gegen den Raisonneur und Weltverbesserer die salbungsvolle Predigt (Anm.: Religion! Das Gegenteil von Verstehen (wollen)) herauszuhören, die den Untertan zur Ruhe verhält, der aus einer Dummheit heraus, an deren Änderung seinem Vormund offenbar nichts gelegen ist, die über ihn ergehenden Ratschlüsse der Obrigkeit mißbilligt, unfähig zu erkennen, daß alles schließlich zu seinem Besten ist und geschieht, und daß jene, die im Leben ihm übergeordnet sind, auch geistig ihm überlegen sind.

Kritik (oder eben Verstehen) ist nicht gewuenscht, weil es ja an den herrschenden Zustaenden etwas aendern kønnte. Warum sollten wir das wollen? Uns geht es doch so gut. Und so lehrt uns die Geschichte dann, dass der …

Widerspruch zwischen der neuzeitlichen Emanzipation des kritischen Geistes und seiner gleichzeitigen Dämpfung […] gesamtbürgerlich [ist]:

Emanzipation? Daempfung? Haeh:

[…] von einer frühen Phase an mußte das Bürgertum fürchten, die Konsequenz seiner eigenen Prinzipien könnte über seine Interessenlage hinaustreiben.

Und nochmals das, was ich eben schon schrieb: der Bourgeoisie (!) liegt eigentlich nichts am kritischen Denken! *Hust* … høre ich da etwa in der Ferne Hurrarufe auf das Bildungsbuergertum von den ueblichen Verdaechtigen?
Und warum liegt uns nichts daran? Weil gerade wir Leute aus Dtschl. doch wohl z.Z. so zufrieden sind wie nie. Hab ich erst neulich in der Zeitung gelesen

Ich schweife ab; aber wo wir gerade bei Dtschl. waren:

[…] Kritik, als zentrales Motiv des Geistes, [ist] nirgends in der Welt gar zu beliebt. Aber man hat Grund, bei Kritikfeindschaft zumal im politischen Bereich auch an spezifisch Deutsches zu denken.

Dazu kommen dann im Text Gedanken, wie dies historisch enstanden sein mag. Diese waren 1969 vermutlich direkter, sichtbarer. Keine Zitate dazu an dieser Stelle. Nichtsdestotrotz, ist das dort Geschriebene durchaus auch heute noch oft (gar meistens, denke ich) anzutreffen.

Ein Bruch an dieser Stelle, um an dem weiter oben Geschriebenen anknuepfen zu kønnen.

Durch die Teilung zwischen verantwortlicher Kritik, als der von solchen, die öffentliche Verantwortung tragen, und unverantwortlicher, nämlich der, die Personen üben, die man für die Konsequenzen nicht zur Rechenschaft ziehen kann, wird vorweg Kritik neutralisiert.

Und …

All das ist unausdrücklich und nicht institutionell verankert, aber so tief im Vorbewußten Ungezählter vorhanden, daß eine Art sozialer Kontrolle davon ausgeht.

Es exisitieren also …

Mechanismen, die […] den individualistisch Unabhängigen, Dissentierenden als Narren verdächtig machen

Hørt sich hochtrabend an, aber …

Der Sachverhalt wiegt viel schwerer: durch die antikritische Struktur des öffentlichen Bewußtseins wird der Typus des Dissentierenden wirklich in die Situation des Querulanten gebracht und nimmt querulantenhafte Züge an […].
[Anm.: die kursive Hervorhebung ist nicht von mir.]

„Øffentliche Meinung“ … haeh … was soll das denn sein? Ein Beispiel:

Manche Zeitungen […] sprechen, als stünden sie über den Kontroversen […]. Ihre distanzierte Überlegenheit kommt aber meist nur der Verteidigung des Offiziellen zugute. Der Macht wird allenfalls wohlweise zugeredet, sich in ihren guten Absichten nicht beirren zu lassen.

Das Boulevardmagazin „Der Spiegel“ bspw., zehrt ja bei seinen Lesern (und nicht nur bei denen) unerklaerlicherweise immer noch vom Nimbus verganger Tage. Oder wie es hier bereits steht:

[Das] „Sturmgeschütz der Demokratie“, [wurde umgeruestet] zur Spritzpistole der Angela Merkel.

Aber weiter mit dem eigentlichen Artikel

Hinter der pontifikalen Haltung [Anm.: besagter Zeitungen] steht die autoritätsgebundene [!!!][…] bei den Konsumenten, auf die man es klug abgesehen hat.

Und da es ja in dem Artikel um Dtschl. geht, mag ich im Zusammenhang wie Dtschl. sich in Europa gebiert (man denke bspw. nur an das maszgeblich durch Dtschl. vorangetriebene Aufzwingen der katastrofalen Austeritaetspolitik auf bspw.Griechenland, Spanien, etc.) nicht auf das folgende Zitat verzichten.

Nach wie vor waltet in Deutschland Identifikation mit der Macht; darin lauert das gefährliche Potential, mit Machtpolitik nach innen und außen sich zu identifizieren.

Das galt zu der Zeit, als der Artikel verøffentlicht wurde, und das gilt auch heute noch.

Oder anders: die steuerhinterziehenden Griechen tanzen jetzt nach unserer Pfeife; „wir“ sind endlich wieder wer!
Das „wir“ soll hier die „øffentliche Meinung“ darstellen. Sowohl das dumme „Geblubber der Nachbarn am Gartenzaun“, als auch das, was als „Journalismus“ bezeichnet wird.
Und ueberhaupt? Was nehme ich mir eigentlich heraus, das zu kritisieren!

Wieder zurueck zum eigentlichen Thema – Kritik.
Adorno schreibt dann weiter:

Mir will es scheinen, als ob der Geist öffentlicher Kritik, seitdem er von politischen Gruppen monopolisiert und dadurch öffentlich kompromittiert wurde, empfindliche Rückschläge erlitten hätte; hoffentlich täusche ich mich.

Leider taeuschte er sich nicht. Denn anders kann ich mir so einige Sachen in den Medien (und die „Meinungen“all zu zahlreicher Buerger) nicht erklaeren.
Bspw. das Hinterherlaufen hinter dem was die sog. „initiative neue soziale marktwirtschaft“ so verbreitet. Oder auch die Bertelsmaenner. Oder auch … etc. pp.
Das unhinterfragte, gar freudige, Herausposaunen dieses gefaehrlichen und (of genug als falsch bewiesenen) Unfugs.
Und da war es wieder: UNhinterfragt, nicht kritisiert, nicht durchdacht, nicht verstanden.

Und wer fuehlt sich noch an den letzten „Wahlkampf“ erinnert, mit den „uns-geht-es-doch-so-gut“-Reklamen, bei diesem Zitat:

Wesentlich deutsch […] ist ein antikritisches Schema, […] die Anrufung des Positiven.

Dieses Schema aeuszert sich in Folgendem.

Stets wieder findet man dem Wort Kritik, wenn es denn durchaus toleriert werden soll, […] das Wort konstruktiv beigesellt. Unterstellt wird, daß nur der Kritik üben könne, der etwas Besseres anstelle des Kritisierten vorzuschlagen habe […].

Hørt sich doch erstmal gar nicht so schlecht an; aber man beachte:

Durch die Auflage des Positiven wird Kritik von vornherein gezähmt und um ihre Vehemenz gebracht.

Der Kritiker wird also sehr effizient von vornherein mundtot gemacht. Denn …

Tatsächlich ist es keineswegs stets möglich, der Kritik die unmittelbare praktische Empfehlung des Besseren beizugeben, […]

Und hier folgt dann das, von dem ich denke, dass ich es eben so mache:

[…] obwohl vielfach Kritik derart verfahren kann, indem sie Wirklichkeiten mit den Normen konfrontiert, auf welche jene Wirklichkeiten sich berufen […]

Und die oben erwaehnten eigenen Erfahrungen beinhalten dann u.a., dass es den Leuten anscheinend nicht passt, dass …

[…] die Normen zu befolgen, […] schon das Bessere [waere].

Der Artikel endet dann mit einem Satz, der ausdrueckt, warum ich trotz allem so hoffnungsvoll bin:

[…] das Falsche [ist], einmal bestimmt erkannt und präzisiert, bereits Index des Richtigen, Besseren […].

Und deswegen gilt:

[Kritik ist] Menschenrecht und eine Menschenpflicht des Bürgers.

Wie so oft bitte ich um Kommentare.

… ist die Heidi gar nicht.

Heidi

Sie sieht zwar durchaus scharf aus, die Tante, aber sie ist sehr gefaehrlich, nicht nur fuer junge Maedchen, sondern fuer die Gesellschaft als Ganzes.

Natuerlich nicht sie als Person. Aber die marktkonforme Scheisze, die sie medienwirksam vertritt und in den Hirnen all zu vieler jugendlicher (erfolgreich) einbrennt.

Eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung mit dem Titel „Hohle Idole – Was Bohlen, Klum und Katzenberger so erfolgreich macht“ hat dies genauer untersucht. Dort steht dann alles, was ich dazu sagen kønnte. Deswegen schreibe ich da nichts weiter zu.

Ich war mit diesen Fernsehrformaten, abseits des Høren-Sagens und hier und da mal einen ganz kurzen Schnipsel gesehen, nicht vertraut. Deswegen lohnte es sich besonders, dass ich mir mal die Zeit nahm und diese Studie zu Gemuete fuehrte.

Ein Makercamp, ein Hackerfestival, ein Observer-gathering – Observe.Hack.Make. – im Sommer 2013, auf einem Feld in den Niederlanden.

OHM2013-Schrift

(Photo von Alexander Klink, verøffentlicht unter CC-BY-Lizenz (siehe creativecommons.org/licenses))

Lange hat’s gedauert, bevor ich die Musze fand, mich um das Verfassen dieser Miniserie zu kuemmern.

Die OHM2013 war ueber-mega-superduper-jippikaschnippie-fantastisch! Ich erlebte einige der definitiv besten Tage meines Lebens.

Vorher fragte ich natuerlich, ob es OK ist, dort im Kostuem aufzutreten. Es war ok, schuf aber wohl etwas Spanung im Organisationsteam:

OHM Twitter 01Als wir dann am Tage vor dem offiziellen Start dieser Zusammenkunft auf dem Felde ankamen, regnete es. Auszerdem war es richtig kalt.

Waehrend ich mit Hilfe das geborgte Zelt aufbaute, konnte der junge Mann, der bei mir wohnt, es sich in diesem Zelt bereits bequem machen:

01_Regen oder doch Schnee2

An dieser Stelle nochmals Dank an alle, die mir die nøtige Ausruestung liehen. Und auch noch mal die Erinnerung mir Bescheid zu geben, falls etwas kaputt ging. Wenn gewuenscht, werde ich dies selbstverstaendlich ohne Murren erstatten.

Das lange Zelt im Hintergrund war uebrigens von den offiziellen Forensikern der Niederlande.

Auch der Kaefig war noch nicht ganz fertig.

02_Kaefig

Aber offiziell los, ging es ja auch am Tage danach erst.

Ich halte mich bewusst zurueck, wenn es darum geht, Lese-, Hør-, Seh- oder Erlebnisempfehlungen auszusprechen. Mit Ausnahme der Kosmoramabegleitung natuerlich, bei der ich wiederum sehr bewusst Sehempfehlungen gebe (oder eben auch nicht).

Dies liegt daran, weil ich selber fuer genuegend Dinge eine starke Begeisterung empfinde, die andere abtun wuerden. Bspw. als „kindisch„, „Krach„, „zu kompliziert“ (Banausen!), „Zeitverschwendung“ etc. pp. Ich denke, dass dies zugespitzt ganz im Allgemeinen immer als „so’n Mist tue ich mir nicht an“ gemeint ist. Nur netter ausgedrueckt.

Das ist ok fuer mich, denn gegen den „Mist der Anderen“ straeube ich mich ja schlieszlich auch. Shakespeare mag noch so toll sein, ich verspuere kein Beduerfnis, mir das im Theater anzuschauen. Auch nicht als Film. Die Praesentation via anderer Kunstformen hingegen reizt mich durchaus.

Wiauchimmer, waehrend der Zeit, in der ich ueber die diesjaehrigen Kosmoramafilme schrieb, stolperte ich ueber das Folgende.

In der Frage der ästhetischen Wertung kann man zwei Extrempositionen einnehmen. Die eine legt (fast) alle ästhetischen Werte in das Objekt der Kunstbetrachtung, der kompetente Betrachter (Leser) braucht sie dort nur noch aufzufinden. Die andere legt den ästhetischen Gehalt völlig in das Bewußtsein des Wahrnehmenden. Seine Einstellung sei es, welche die ästhetischen Eigenschaften des Objekts hervorbringe. Im ersten Fall sind die ästhetischen Werte also objektiv im Kunstwerk verankert, im zweiten “ereignet” sich das Kunstwerk im Kopf des Rezipienten.

Das ist ja das was ich oben schrieb, nur besser ausgedrueckt.

Dies sind nun natuerlich die zwei Extrempositionen. Ich stimme eher mit dem ueberein, was der Herr Koellerer dazu dann weiter schreibt.

Vernünftiger wäre es meiner Ansicht nach, einen Mittelweg zu finden, dahingehend, daß man zwar die Rolle des Rezipienten bei der Kunstbetrachtung entsprechend würdigt, ohne deshalb jedoch dem Objekt der Anschauung vor vornherein alle ästhetischen Eigenschaften abzusprechen. Die Annahme gewisser ästhetischer Strukturen im Objekt führt nicht zwangsläufig zu einer starren ästhetischen Werthaltung, schlösse aber eine wenig erstrebenswerte Beliebigkeit des Wertens aus.

Hørt sich doch vernueftig an, nicht wahr.

Und jetzt solltet ihr, meine lieben Leserinnen und Leser, euch auf die Socken machen und endlich mal die empfohlenen Filme schauen :P

Kringlan ist das grøszte Einkaufszentrum in Island.

Da dort nicht so viele Leute wohnen, ist es relativ unspaektakular. Wie eigentlich alle Einkaufszentren. Was ich aber eigentlich sagen wollte ist, dass es rein von der Grøsze nicht mit dieser Monstrøsitaet am Alexanderplatz in Berlin, dem Alexa, vergleichbar ist.

Die Toiletten dort sind … die aufmerksame Leserin und der aufmerksame Leser, mag es bereits ahnen … einem Einkaufszentrum entsprechend, ebenso unspaektakulaer.

Kringlan

Einzig die weichen Rundungen der Urinale sind einen zweiten, aber auch nur kurzen, Blick wert.

Beim Sitzklo dann schon wieder, nicht einmal mehr dies.

Kringlan 2

Selbst die Toilettenbuerste schaut, darob solch nicht zu beschreibender Fantasielosigkeit, beschaemend zur Seite.

Um euch, meine lieben Leserinnen und Leser, nich all zu sehr zu enttaeuschen, habe ich beschlossen, das naechste Mal wieder eine Toilette zu zeigen, die ein klein wenig mehr zu bieten hat. Aber schraubt eure Erwartungen nicht zu sehr in die Høhe.

Just for Kicks … eine Dokumentation ueber den Werdegang einer bestimmten Sorte Schuhe.
Das hørte sich erstmal durchaus interessant an.
Aber es artete spaeter dann leider in eine Selbstbeweihraeucherung der involvierten Personen aus. Deswegen keine Sehempfehlung.

Ab und zu ist es gut erinnert zu werden, warum man dies eigentlich alles auf sich nimmt. Und seien es nur die 30 Extrasekunden jedes Mal, um die lokalen Karotten im Supermarkt zu finden. Food Chains ist so eine Erinnerung.
Mag jeder selbst bestimmen, ob es der Film wert ist, geschaut zu werden.

Der junge Mann, der bei mir wohnt, fand Up sehr gut.
Danach band ich dann einen roten Ballon an ein Fahrrad. Weil ich die Idee sehr gut fand.

Stalingrad ist ein Lehrbuchbeispiel wenn es gilt im Film einen nationalen Mythos umzusetzen.
Teiweise wirklich kraeftige Szenen, aus denen einem die Propaganda geradezu anspringt. Nichtsdestotrotz (oder mglw. ja gerade deswegen) beeindruckend. Selbstverstaendlich auch viel Pathos und das Selbstbild des guetigen Gewinners.
Der Film dauert zu lang. Ich war voll.

Danach schaute ich dann nochmals ein paar Minuten Upstream Color. Diese paar Minuten reichten aus um mir die Gruende meiner Begeisterung darob dieses Meisterwerkes wieder vor Augen zu fuehren. Aber dann wollte ich lieber Musik høren, anstatt die letzten 30 Minuten bis zum Ende zu bleiben.
Ein Pflichttermin, dieser Film!

Meine lieben Leser, mir ging die Puste dann aus. Zu viel Input, zu wenig Schlaf, zu viel passiert. Nicht zuletzt, ist dies auch an der immer kuerzer werdenden Laenge der Beitraege zu den einzelnen Filmen zu erkennen.

Das war dann Kosmorama 2014. Vielen, vielen Dank dafuer! Ich bin so dankbar; aus verschiedensten Gruenden.

Film_unterhalten(Schamlos geklaut bei Dagsson.)

… møchte ich dem Steffen aussprechen.

Denn als diese, meine Domain verlaengert werden musste, ergab eine unwahrscheinliche Verkettung von unguenstigen Umstaenden, dass ich nicht bezahlen konnte.

Da hat er selbstaufopfernd die Kosten von 11,76 Euro uebernommen und seine wertvolle Zeit damit verbracht, eine Ueberweisung zu taetigen, die eigentlich gar nicht in seinen Aufgabenbereich faellt.

Ich bin sicher, dass auch meine Leserschaft dir sehr dankbar ist, dass sie nicht auf meine zahlreichen und spannenden Abenteuer und Gedanken verzichten musste.

Svecenikova djeca (The Priest’s Children) … mhmmmmmm … ich versuch’s mal so:

Im Nachhinein betrachtet: Tral tral tral … la la la *fg*
Waehrend des Schauens: Jippiekaschnippie

Ansonsten ist der Film ganz witzig, aber kein Pflichttermin.

<Film dann doch nicht geschaut aus gewissen Gruenden>

<Noch einen Film dann doch nicht geschaut eben wegen Jippiekaschnippie>

In Locke sehen wir uns einmal mehr damit konfrontiert, wie die Hauptperson auf einen kleinen Raum beschraenkt ist und daraus mit der Auszenwelt kommuniziert um gewisse Probleme zu løsen.
Erstaunlich dabei ist, wie dieses Konzept zwar als „nicht neu“ erkannt wird, und wie es auch nicht „neu erfunden“ oder gestaltet werden soll in diesem Film, sondern dass der Film durchaus spannend ist
Wenn man bedenkt, dass es dabei in groszen Teilen um Beton geht, ist es sogar doppelt erstaunlich.

Eine Sehempfehlung gebe ich fuer diesen Film, aber ich wuerde es nicht als Pflichttermin ansehen. Und zwar aus folgendem Grund.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon so viele Filme gesehen, dass ich immer weniger der subtileren Dinge aufnehmen konnte. Dies gilt leider auch fuer alle kommenden Filme :( .
Den Handlungen konnte ich problemlos folgen, aber von all den schønen Sachen, weswegen Filme im Kino schauen so eine Lust bedeutet, sind mir ca. ab diesem Zeitpunkt so viele entgangen :( . Aber naja … so erlebte ich dann auch mal, wie der ueberwiegende Rest der Leute Filme und Kino erlebt.

Tilda Swinton spielt in Snowpiercer mit. Das ist ja an sich schon ein guter Grund, diesen Film zu schauen. Dazu schrieb Dietmar treffend wie immer:

[…] so eklig war sie noch nie, das kann sie also auch besser als alle anderen […]

Und wenn Dietmar zu einem Film etwas schreibt, so wird dieser ja ohnehin zum Pflichttermin.

Deswegen schreibe ich da jetzt auch nichts weiter zu.

In Haunter spielt sich eigentlich alles relevante in den Gesichtern ab. Da die Hauptdarstellerin ’n ziemlich sueszes Gesicht hat, und der Regisseur sich dem wohl auch bewusst war, ist’s recht kurzweilig, dem Film zu folgen.
Okay, okay … den Ausdruck eher subtilerer Gefuehle als „Schreck hier“, „Horror da“ muss sie noch ueben.

Muss man aber nicht unbedingt gesehen haben.

Auf den ersten Film hatte ich keine Lust. Ich war zu muede.
Dann bekam ich die Kuendigung meiner Wohnung auf den Tisch geknallt. Einer der beschisseneren Tage meines Lebens begann. Mhm … in dem Moment wo ich nochmals durch diesen Artikel gehe, wuerde ich das Ende explizit davon ausklammern.
Wenigstens sah ich an dem Tag wirklich ausnahmslos gute, wichtige, sehenswerte Filme.

At kende sandheden (Å kjenne sannheten)
Wie entscheidet man, wenn man weisz, dass bei Ausfuehrung einer Aktion die getroffene Entscheidung unmittelbar richtig und notwendig ist, aber mittel- und langfristig mglw. furchtbare Konsequenzen haben wird?

Das kommt drauf an, nicht wahr.

Was, wenn ein Mensch stirbt, wenn man besagte Aktion nicht ausfuehrt; aber dass er aufgrund eben dieser Aktion mglw. auch sterben wird, nur spaeter?

Hier in Norwegen muessen Aerzte waehrend ihres Studiums ueber 30 Kurse zur Ethik belegen.
Das ist wichtig und richtig, aber derartige Dilemmata werden da nicht geløst. Sind prinzipiell unløsbar. Bleiben Einzelentscheidungen. Aber wenn man sich mit (medizinischer) Ethik beschaeftigt, hat man zumindest einen gewissen Rahmen, in dem sich derartige Fragestellungen abspielen, an dem man sich orientieren kann.

Und daran sieht man wieder mal, dass Wissen … Wahrheit (ein disputabler Begriff) … die Buechse der Pandora ist. Absolut notwendig zu øffnen, aber manchmal bleibt nur Hoffnung zurueck.

Å kjenne sannheten – die Wahrheit zu kennen. Starren Regeln und Dogmatismus ist so viel einfacher zu folgen, aber dies fuehrt immer in den Untergang.

Spies in Spies & Glistrup ist eine schillernde Persønlichkeit, auf der Suche nach wasauchimmer (vermutich Liebe). Er tut sich zusammen mit einer besessenen, ueberhaupt nicht schillernden Persønlichkeit.
Letztere ist der eigentlich deutlich interessantere Charakter, aber besessen davon zu sein, keine Steuern bezahlen zu wollen, gibt nicht so viel her fuer einen Film.
Er schafft es tatsaechlich mit den Regeln des Systems, keine Steuern zu bezahlen. Das kann das System aber natuerlich nicht durchgehen lassen. Egal, wie legal seine Handlungen auch sein møgen.

Ein sehr amuesanter Film. Viele bekannte Motive sind zu sehen. Die starken, hauptsaechlich handelnden Charaktere sind allerdings derartig involviert, dass es das Gegenteil einer langweiligen Wiederholung ist.

Zu Fantastic Voyage kønnte ich, mit meiner arroganten „Ich-habe-ueber-800-Filme-im-Kino-gesehen“-Attituede jetzt schreiben:

1.) Was soll ich zu diesem Klassiker denn noch schreiben, was nicht schon geschrieben wurde.
Mhm … das waere jetzt aber dumm, da ich noch nichts zu dem Film gelesen habe.
Wie waere es also damit:

2.) Ein Klassiker, den man gesehen haben muss!
Mhm … wenn da anstatt des „muss“ ein „sollte“ stehen wuerde, dann waere das etwas besser. Und ich bin tatsaechlich dieser Meinung. Aber hey … so macht man Filme nicht schmackhaft.
Naechster Versuch:

3.) Ein Film der Maszstaebe setzte und ich denke zum „klassischen“ Kanon gehørt.
Mhm … siehe 1.) ich weisz es nicht wirklich, es waere aber sehr plausibel. Allerdings gehørt Shakespeare auch zum „klassischen Bildungskanon“; deswegen schau ich mir das trotzdem nicht im Theater an.
Wie waere es hier mit:

4.) Wer die Art und Weise der ersten James Bond Filme mag, wird an diesem Film seine Freude haben.
Joa … das passt. Aber wer auszer mir hat schon alle James Bond Filme gesehen?

Aber im Grunde genommen, habe ich nicht die geringste Ahnung von Filmen. Nur meine persønlichen Meinungen.

Deswegen ist hier exklusiv der Grund, warum man den Filme gesehen haben muss:
Eine der besten Futuramefolgen ist eine einzige grosze Hommage an diesen Film :)

DAS klingt doch ueberzeugend, nicht wahr!
Und wem das nicht reicht, der wird auch noch woanders fuendig.

Sorg og glæde (Sorg og glede)
Da sitze ich hier und bekomme diesen Film nicht in Worte gefasst.
Nicht weil er so kompliziert waere. Sondern weil er mich so sehr beruehrt hat, und der logische, rationale Teil meines Gehirns einfach keinen Zugang dazu hat.
Das ist nicht mehr immer so, aber in diesem Fall.

Vielleicht sagt die folgende Begebenheit am Meisten ueber den Film.
Der Filmschaffende war da und am Ende wurde ihm gesagt, er solle bitte ein Dankeschøn an seine Frau ausrichten. Diese hatte in einer Zwangshandlung 1984 ihr gemeinsames Kind getøtet.
Unter anderem darueber handelte der Film. Aber auch um Depression.

Und vor allem um Liebe.

For No Good Reason

Authority is the mask of violence
(Ralph Steadman)

In konsistenter anarchistischer Tradition … .oO(my ass! What kind of contradiction did I just wrote! Anyway …). Dies ist dann auch schon die Essenz des Films :)
Einen wichtigen Kuenstler zu sehen, wie er eines seiner Werke schafft und seinen Erzaehlungen ueber seine Zusammenarbeit mit mindestens einem anderen wichtigen Kuenstler zuhøren zu kønnen, ist die Handlung des Films. Allein deswegen ist es schon lohnenswert, diesen Film zu schauen.

Aber im Grunde genommen, geht es um Anarchie und dass diese ein bedeutender Aspekt dessen ist, was es uns erlaubt, uns ueberhaupt als „Menschen“ definieren zu kønnen.

.oO(Wie sehr unsere Zeit doch immer noch das Potential der Menschheit und der Menschen verschwendet.)

Come il vento (Like the Wind) ist … uff … ein harter Film.
Wie immer im Kino gilt das was Dietmar schrieb.

[alleine] im dunklen Kino sitzen […] um von andern Menschen berührt zu werden

Ich wuenschte, dass dieser Film nicht auf wahren Begebenheiten beruhen wuerde.
Der Film ist langsam, dem Thema entsprechend. Dies trug leider dazu bei, dass ich zwischendurch nicht immer vollstaendig folgen konnte :( .
Das fand ich sehr schade. Und deswegen kann ich auch nicht von meinem Standpunkt aus sagen, ob sich der Film lohnt zu schauen.

An dieser Stelle sah ich dann nochmals Åtte lasaroner.
War auch beim zweiten Mal witzig der Film. Ehrlich gesagt sogar noch witziger als beim ersten Mal.

InLas horas muertas (The Empty Hours) ist eine durchaus nett anzuschauende Dame in ungefaehr meinem Alter zu sehen. Ansonsten handelt der Film hat davon was passiert, wenn nichts passiert. Nett gemacht, aber wenn es nicht ein Filmfestival waere, wuerde ich empfehlen die Zeit lieber mit einer anderen Tatigkeit zu verbringen, als diesen Film zu schauen.

Las brujas de Zugarramurdi (Witching and Bitching)
*sabber* WAS FUER EINE SCHARFE TANTE!!!
Auszerdem:
– Jesus mit Shotgun als Raeuber
– Gottes Sohns Sohn auch als Raeuber
– noch eine scharfe Tante
– witzige Charaktere
– witzige Handlung
– ein wenig Splatter, wirklich nicht viel und im sehr vertretbaren Rahmen
– EINE ULTRASCHARFE TANTE!!!! *hust*
– durchaus witzige Sprueche
– der entfuehrte Taxifahrer entscheidet sich dann bei der Tour mit dabei zu sein
– Sperma ist eine Diskotek
– tihi … nun muessen sie wieder zurueck in die Hexenkueche.
– da war sie wieder, die ultrascharfe Tante *schmacht*
Es lohnt wirklich, sich den Film anzuschauen.
Mich duenkt ich erwaehnte bereits, dass eine urst scharfe Tante mitmacht

Was kønnte ich denn zu The Immigrant, einem eher typischen Hollywoodfilm schreiben?
Ein sehr guter Film. Sehr gut gemacht, tolle Schauspieler, gute Geschichte, groszartige Ausstattung, Musik, Kulisse etc. pp. Aber mhmmmmmmmmm … mit einem entsprechend groszen Budget, laeszt sich eben auch entsprechend Tolles schaffen.
Oh verdammt. Jetzt høre ich mich so an wie die typischen Pseudointellektuellen, die nur bei „besonderen“ Filmen ins Kino gehen. Au ja. Das ist definitiv ein Film fuer die. Aber es ist auch ein Film fuer alle, die einfach nur gut gemacht Filme gerne sehen.
Aber verglichen mit der Kunst die ich hier teilweise sonst noch so geboten bekomme, kann der Film nicht so richtig bei mir punkten.

Definitv eine Sehempfehlung. Aber kein Pflichttermin.