… in scheinbar (oder mglw. doch anscheinend?) zivilisierteren Laendern als den unseren: Thailand plans to legally recognise a third gender. Interessant, dass mehr Freiheit und Gleichstellung wieder ueber die (irgendwie ja dann doch) sexuelle „Schiene“ eingebracht wird. In diesem Zusammenhang etwas, was ich nicht nur hier thematisierte.

Und hier das obligatorische Bild:

Vogue Eyewear

Diese Person hatte gleich zwei Baeder mit Toiletten.

Name 5_1

Hach war das schøn, als ich auch noch zwei Toiletten hatte.

Name 5_2

Alles an diesen beiden Toilettenumgebungen ist so herrlich! Die Farben (insb. der Kontrast zwischen Klodeckel und Porzellanschuessel), die Arrangements, die Objekte, die Muster und ueberhaupt einfach alles. Am Besten gefaellt mir aber der Pømpel im ersten Bild. Ich mag diese Dinger. Erinnern mich immer ein bisschen an Ritter.

In der bereits erwaehnten Arbeit „SF im Allgemeinen und Lem im Besonderen“ findet sich auch das folgende Zitat:

Das gesamte utopische Denken […] [baut] auf einem irrealen Menschenbild auf, das Verantwortlichkeit, Weisheit und Vernunft stillschweigend voraussetze.

Und so ist das ja auch beim Anarchismus.

Die Gegebenheiten akzeptierend ist das tatsaechlich ein irreales Menschenbild. Aber ich glaube (!) an das Gute im Menschen. Ich glaube, dass auch wir dazu beitragen kønnen, dass die Menschheit irgendwann ein Utopia erschaffen kann. Wobei ich aber nicht glaube, dass das Utopia dann so aussieht, wie wir es uns vorstellen. Das waere ja langweilig.

Hier ist sie:

_Toilette_im_WH7

Ich wusste eine ganze Weile nicht mehr, wessen Toilette das war. Bis mich der (mittlerweile ehemalige) Bewohner dieser Wohnung ganz ueberrascht fragte, warum ich denn ein Bild seines Klos haette … witzig.

 

Eigentlich sollte der vorherige Artikel noch einen Tag stehen bleiben, weil der so wichtig ist.

Aber in diesen Artikel (Achtung spon) wird auch ein bisschen ueber die Urspruenge des 1. Mai als Feiertag berichtet.

Dort wird alles nur den Sozialisten zugeschrieben! Das ist eine unglaubliche Frechheit! Denn wie jeder weisz, lag (und liegt) den Sozialisten nichts an einer Aenderung der bestehenden Verhaeltnisse. Das einzige was die (frueher mal) wollten war, am Reichtum teil zu haben. Deswegen haben die auch im Wesentlichen immer nur fuer bessere Bezahlung argumentiert.

Anarchisten hingegen waren immer die Kaempfer fuer mehr Freiheit (was auch implizit mehr Freizeit bedeuteut). Selbstverstaendlich haben wir mitgemacht beim Kampf fuer bessere Bedingungen. Denn ein menschenwuerdiges Leben ist Voraussetzung fuer mehr Freiheit. Aber den Kampf fuer den 8-Stunden Tag, damals im spaeten 19. Jahrhundert, der war maszgeblich von uns Anarchisten beeinflusst.

Und dann diese infame Verdrehung der Geschichte in dem Artikel, dass mehrere Arbeiterfuehrer (vulgo: Sozialisten) nach den Haymarket Riots hingerichtet wurden!

DAS WAREN AUSSCHLIESZLICH ANARCHISTEN (!) die fuer die Taten eines Agent provocateur der Chicagoer Polizei bestraft (und auch ermordet) wurden.

Sozialisten! PAH! Verraeterpack!

Ansonsten wuensche ich noch einen Happy Anarchists Day :)

.oO(Na das ist doch mal ein feiner Beitrag zum 1. Mai)

Denn es sollen bei dem Artikel mit dem Titel „How He and His Cronies Stole Russia“ keine Erkenntnisse manipuliert werden.

Schon so’n bisschen komisch unser (?), auf jeden Fall mein, „Putinbild“. Ist das doch der einzige Prominente, der einigen, uns so (kann man das schon so sagen?) verhassten, Gruppierungen Widerstand leisten kann und es auch tut. Aber darueber hinaus sollten wir die Fakten nicht aus den Augen verlieren.

Bei einem Kurzbesuch machte ich schnell dieses Foto:

Name 4 und Name 5

Die Form der Toilette und des Toilettensitzes finde ich sehr erfrischend :) . Ich kønnte mir aber vorstellen, dass es relativ schwierig sein kønnte, Ersatz fuer Letzteren zu beschaffen.

Am 1986-04-26 geschah das bisher am besten dokumentierte (und ich wage auch des am besten verstandene) Kernreaktorunglueck.

Mich duenkt vor fast 10 Jahren stolperte ich zufaellig ueber einen Bericht der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit mit dem Titel: „Der Unfall und die Sicherheit der RBMK-Anlagen„. Bis vor kurzem hatte ich es noch nicht geschafft den zu lesen.

Der Bericht ist zwar bereits von 1996, aber nichtsdestotrotz lesenswert, wenn man sich ganz im Allgemeinen dafuer interessiert. Soweit der beste Beitrag zu diesem Thema, den ich gelesen habe. Verstaendlich und sachlich geschrieben und bisher der einzige Bericht zum Tschernobyl-Reaktor-Unglueck, der nicht diese sonst so oft mitschwingende „westlichen Arroganz“, bzw. „westliche Agenda“ enthaelt.

Wieauchimmer, es geht mir eigentlich gar nicht um diesen Bericht an sich. War er letztlich doch nur der Ideengeber fuer diesen Beitrag.

– Gedankensprung –

Maszgebliche Unfallursachen waren Inkompetenz (dieser Begriff fasst sehr viel zusammen), Missachtung vorhander Sicherheitsregeln, technische Maengel und die Physik. Wer sich fuer Details bzgl. den ersten drei Ursachen interessiert, empfehle ich den obigen Bericht. Hier soll nur einer der physikalischen Gruende weiter diskutiert werden – der positive Dampfblasenkoeffizient.

Was ist das eigentlich und warum ist dieser (so weit ich weisz) die letztliche Ursache fuer die Zerstørung des Reaktorblocks 4 des Tschernobyl-Kraftwerks gewesen?

Wie man bei wikipedia lesen kann ist der Dampfblasenkoeffizient …

… ein Maß für die Veränderung der Reaktivität eines Kernreaktors bei Bildung von [Blasen oder Løchern] im Kühlmittel oder im Moderator.

Und alles was mit Aenderungen der Reaktivitaet zu tun hat, ist wichtig fuer die Sicherheit eines Kernreaktors.

In „westlichen Anlagen“ muss vom technischen Design sichergestellt sein, dass diese Grøsze IMMER negativ ist, in kurz: wenn das Kuehlwasser auslaeuft, muss sich der Reaktor automatisch abschalten.

Bei Anlagen vom RBMK-Typ hingegen ist dieser Koeffizient positiv. Das heiszt also, dass es zu mehr Kernreaktionen kommt, wenn das Wasser auslaeuft. Die geneigte Leserin bzw. der geneigte Leser mag sch selber vorstellen, dass das schnell bøse enden kann.

Warum verhalten sich Anlagen vom RBMK-Typ derart?

Dafuer muss ich etwas weiter ausholen.
Bei einer Urankernspaltung entstehen 2-3 sogenannte „schnelle“ und „langsame“ Neutronen. Nur langsame Neutronen kønnen einen Kern spalten. Die Anzahl der schnellen Neutronen ueberwiegt allerdings und deswegen laeuft eine einmal in Gang gesetzte Kernspalung nur unter zwei Bedingungen weiter:
1.: Es ist genug spaltbares Material vorhanden fuer die wenigen langsamen Neutronen. Dies wird in Atombomben gemacht.
2.: Die schnellen Neutronen werden gebremst, sodass diese dann eine weitere Kernspaltung ausløsen kønnen. Dies nennt man moderieren und dafuer zustaendig ist der bereits weiter oben erwaehnte Moderator.

Als Moderator in Kernspaltungreaktoren kønnen verschiedenste Materialien eingesetzt werden. Wohl am bekanntesten, und mich duenkt auch am gebraeuchlichsten, ist Wasser.

Bei Anlagen vom RBMK-Typ hingegen wird als Moderator Graphit eingesetzt. Das Wasser im Reaktor dient (eigentlich) nur der Kuehlung. Es hat zwar auch eine moderierende Wirkung, diese ist aber klein genug, sodass sie im betrachteten Szenario nicht beachtet werden muss.

Wenn die Leistung eines Reaktors zu nimmt, dann steigt die Temperatur. Das bedeutet, dass das Wasser heiszer wird. Und heiszes Wasser kocht. Es bilden sich also Blasen (deswegen auch „Dampfblasen“-koeffizient).

Wasserdampf hat aber eine deutlich geringere Dichte als fluessiges Wasser. Das bedeutet einerseits, dass wenn Wasser als Moderator eingesetzt wird, dies natuerlich gut ist. Werden bei steigender Reaktorleistung, wenn gleichzeitig das Wasser nicht weiter flieszt, deswegen weniger Neutronen gebremst und die Rate der Kernspaltungen nimmt automatisch ab.

Bei der Explosion des Tschernobyl-Reaktorblocks 4 kommt allerdings eine zweite Eigenschaft des Wassers ins Spiel: es absorbiert Neutronen auf ihrem Weg zum Moderator.

Wenn durch mehr Dampf also weniger Wasser vorhanden ist, dann bedeutet das, dass MEHR Neutronen das Graphit erreichen. Dadurch werden mehr Neutronen gebremst und løsen mehr Kernspaltungen aus. Dadurch steigt die Leistung und damit die Temperatur. Ein Teufelskreis.

Und genau das ist passiert, heute 01:24 vor 29 Jahren, in besagtem Reaktor.

Uebrigens kam es im Tschernobyl-Reaktorblock 4 so weit ich weisz und das verstanden habe, wohl tatsaechlich zu einer Kernexplosion. Waehrend es im Fukushima Daiichi Kernkraftwerk wohl „nur“ zu einer Explosion des angesammelten Wasserstoffs kam.

Auch wenn ich einraeume, dass windows oder word richtig gute Software ist, oder dass apfelprodukte durchaus schick aussehen, so versuche ich doch immer dieses Wort in diesem Zusammenhang zu benutzen.

Auf der Wikipedia kann man dazu lesen:

Das Adjektiv proprietär bedeutet in Eigentum befindlich […]. Es wird in Bezug auf Soft- und Hardware, die auf herstellerspezifischen, nicht veröffentlichten Standards basiert, verwendet, um diese zu freier Software und freier Hardware abzugrenzen.

„Proprietaer“ – da høre immer so „intellektuelles Eigentum beschuetzen“ und andere, kapitalistische Dogmen mitschwingen.

Bei „freier Software“ hingegen, da høre ich immer „frei wie in Redefreiheit und nicht wie in Freibier“ mit.

Oder anders ausgedrueckt: mir ist neulich aufgefallen, wie sich bei mir so ein bisschen eine Art „Ekel“ (wenn auch nur ganz leichter und unterbewusster) vor proprietaereren Løsungen entwickelt hat in den letzten Jahren.

Jaja, ich weisz. Das ist das Lohn und Brot vieler Leute. Aber … … … … und hier hab ich keine Lust und nicht genug Ahnung um darauf einzugehen, inwieweit kapitalistische Dogmen auch mittels freier Software „bedient“ werden kønnen.

Denn nicht-freie Software stirbt mit dem Programmierer.

Als Beispiel wuerde ich gern ein Programm zum Erstellen von Stundenplaenen nehmen. Ich habe schon viele begeisterte Geschichten ueber eins der wohl Besten dieser Art gehørt. Und auch ohne, dass ich es gesehen oder benutzt haette, bin ich mir ganz sicher, dass es sich dabei um ein gar hervoragendes Stueck Software handelt. Aber die Frage ist: was ist, wenn der Programmierer in Rente geht? Da darf das dann niemand weiterpflegen. Schade eigentlich.

Wie komme ich darauf?

Nun ja, vor einiger Zeit begann ich mal wieder einen Text in LaTeX zu verfassen. Und ich brauchte auch Literaturangaben und dafuer benutzte ich bisher immer JabRef. Ein freies Programm, welches mich seit mehr als einer Dekade begleitet hat. Ich war immer total zufrieden und fand es ganz toll. Aber auf einmal ging es nicht mehr. Die grafische Benutzeroberflaeche konnte nicht mehr erstellt werden. „Naja, kein Problem“ dachte ich, „dann installier ich es halt neu“. Das half aber nicht, das Problem zu løsen. Eine kurze Recherche ergab, dass dies vermutlich daran liegt, dass JabRef in Java geschrieben ist. Neuerdings mag es wohl aber nicht mehr unbedingt mit der freien Implementierung der Java Plattform – OpenJDK – zusammenarbeiten. An und fuer sich gar kein Problem. Die Løsung des Problems besteht darin, Oracle Java zu installieren. „Aber Oracle“ dachte ich da, „das riecht so nach proprietaer“. Und tatsaechlich:

Oracle Java is the proprietary, reference implementation for Java.

„Nee“, dachte ich dann so, „das will ich nicht!“. Also entschloss ich schweren Herzens nach einem Ersatz fuer diese Software zu suchen. Und fand auch einen, denn dadurch, dass alles freie Software ist, kamen keine komischen, firmeneigenen Dateiformate, die sonst keiner lesen kann, vor. Und somit war also auch der Uebergang ganz „reibungsfrei“ :) … Toll wa! Freie Software halt :)

BlizzardBeach

Ich denke, dass DIES eins der wichtigsten Resultate der Emanzipation ist:

[…] pornography has reduced social violence.

So widersinnig es uns erstmal aufgrund unserer anerzogenen Reflexe und unhinterfragten Normen auch erscheinen mag.

Und genau deswegen gibt es hier bspw. auch solche Artikel.

Eigentlich steht der Volltext frei zur Verfuegung. Sollte dem nicht so sein, so gilt wie immer: fragt mich einfach.