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and Other Misunderstandings of Privacy. So der Titel eines Artikels der meiner Meinung nach in allen Hackerspaces dieser Welt ausliegen sollte.

Der Artikel legt dar, warum es nicht hilft zu fragen, ob die Leute gern ueber ihre sexuellen Vorlieben oder psychischen Krankheiten reden oder ob man mal einfach so Zeug auf deren Telefon installieren kann. Sicherheit der Gesellschaft sticht IMMER eher „kleine“ individuelle Freiheiten in seriøsen Diskussionen aus.

Der Artikel spannt den rechtlichen und gesellschaftlichen Hintergrund dieses Themas auf. Es wird gezeigt, warum bereits die Frage „Wenn du nichts zu verbergen hast, wovor hast du dann Angst?“ falsch (und gefaehrlich) ist. Die Delegitimierung der zugrundeliegende Frage dieses ganzen Themenkomplexes, der die Hacker regelmaeszig (mehr oder minder erfolgreich) auf die Barrikaden bringt, war fuer mich eine vøllig andere, und erleuchtende, Herangehensweise and diese Sache(n).

Solange die Gesellschaft es nicht verstanden hat, dass bereits der Anfang all dieser Streitereien falsch ist, wird das auch nicht aufhøren mit den Einschraenkungen unserer Freiheit.

Dies gilt insb. auch fuer die Hacker, die diese Frage persønlich nehmen und auf diesem Niveau dann auch bei der Diskussion verharren. Also Leute wie mich.

Aus der Komplexitaet der Betrachtungen folgt uebrigens warum ich keine Zitate anbringe. Ich musste dem kompletten Netzwerk an Argumenten hellwach folgen um das auch nur ansatzweise zu verstehen. Bruchstuecke helfen da nicht.

… (von wegen Rapture Verdict und so … tihihi), aber was er schreibt geht prinzipiell in die richtige Richtung und ich finde es wichtig, es hier (mal wieder) anzusprechen.

Ich sag immer nur „keine Arbeit, keine Arbeit“ (als Gegensatz zu diesen armen Kerlchen hier), aber konkrete Zahlen sind erschreckender:

There are already more than 101 million working age Americans that are not employed and 20 percent of the families in the entire country do not have a single member that has a job.

Noch erschreckender ist allerdings die Frage:

[w]hat happens when robots are able to do just about everything less expensively and more efficiently than humans can?

Da habe ich zwar eine Antwort drauf, doch der Rest der Gesellschaft findet die Scheisze. Aber …

[…] this is not something that is coming at some point in “the future”. This is already happening.

Und deswegen hacke ich immer noch auf diesem Thema herum, denn …

[…] you can’t outlaw robots.  And you can’t force companies to hire human workers.

Und …

[o]ur planet is changing at a pace that is almost inconceivable.

Andererseits unterliegen ja Leute wie ich gerne dem Trugschluss, dass wir nie und nimmer „wegdigitalisiert“ werden, denn das was wir machen sind Berufe, die eine besondere Ausbildung benøtigen.

Nun ja, die Roboter bewegen sich auch auf Leute wie ich einer bin zu:

Johnson & Johnson proposes to replace anesthesiologists during simple procedures […] not with nurse practitioners, but with machines. Sedasys, which dispenses propofol and monitors a patient automatically, was recently approved for use […]. Johnson & Johnson will lease the machines to doctor’s offices for $150 per procedure […] well below the $600 to $2,000 that anesthesiologists usually charge.

47 Prozent aller Arbeitsplaetze in den USA weisen eine hohe Wahrscheinlichkeit auf, in den naechsten 20 Jahren automatisiert zu werden.

That is crazy.

Und ich denke nicht, dass das in Europa anders sein wird. Die Tabelle am Ende der verlinkten Studie ist uebrigens sehr interessant. Aus verschiedensten Gruenden.

Jedenfalls stellt sich die Frage nach unseren Kindern:

[w]hat will the middle class do as their jobs are taken away?

Und egal wie Erschreckend das drueber Nachdenken auch ist …

[t]he world that we live in is becoming a radically different place than the one that we grew up in.

The robots are coming, and they are going to take millions of our jobs.

Und deswegen gehe ich immer und immer wieder darauf ein. Unsere Gesellschaft kommt um diesen Transformationsprozess nicht drum herum. Und wir sollten das lieber frueher als spaeter anfangen zu diskutieren!

Neulich stolperte ich ueber „The Tragedy of the Risk-Perception Commons: Culture Conflict, Rationality Conflict, and Climate Change„. Als ich den las, erinnerte ich mich permanent an diese Forderung:

Kinder_zu_Wissenschaftlern_1

Besagte Forderung kann durchaus unter dem Aspekt einer wissenschaftliche These gesehen werden, denn ist diese doch prinzipiell falsifizierbar. Nur hatte ich keine Idee, wie man ein Experiment durchfuehren kønnte. Bis ich auf den oben verlinkten Artikel stiesz.

Dort wird am Beispiel der Kontroverse bzgl. des Klimawandels untersucht, inwieweit Bildung da weiterhilft.

Und gleich der erste Satz schwingt so schøn resonant mit dem (linken) Dogma, dass mehr (offene) Fakten irgendwie schon helfen wuerden:

Controversy over climate change is commonly attributed to a deficit in public comprehension of scientific information.

Oder anders:

[…] because members of the public do not know what scientists know, or think the way scientists think, they predictably fail to take climate change as seriously as perfectly rational risk-evaluators would.

Mhm … wer haelt hier eigentlich wen fuer „perfectly rational risk-evaluators“?

Wieauchimmer, ein Resultat der Studie ist, dass

[…] scientific examination does not bear out the premise that deficiencies in science education or defects in individual reasoning explain conflict over climate change.

Die Kontroverse bezueglich des Klimawandels ist im Wesentlichen durch drei Modelle erklaerbar.

Zunaechst haetten wir da die …

[…] “scientific illiteracy” theory […]

Etwas genauer betrachtet sagt diese aus, dass …

[…] skepticism about climate change can be traced to poor public comprehension of science. Lacking a solid foundation in the basics of science and the scientific method, a substantial proportion of the public cannot understand evidence of the reality, the causes, and the unfolding consequences of climate change and is readily deceived by misrepresentations relating to that evidence

Dies ist ja im Wesentlichen das ganz oben Wiedergegebene. Und genau hier stoppt dieser Ansatz dann auch. Was an sich schon interessant ist. Techniker versuchen all zu oft gesellschaftliche Probleme mit technischen Ansaetzen zu løsen. Mehr Bildung ist ein technischer Ansatz. Technikern (nicht immer) der soziale Blick … oder auch der kuenstlerische Blick … oder auch der Faulheitsblick … oder auch usw. usf. Das schlieszt mich ein und Bildung hilft dagegen. Aber mehr so kollaterale Bildung, als zielgerichtete.

Wieauchimmer, als naechstes wuerde die …

[…] “bounded rationality” theory […]

… die Kontroverse erklaeren.

The model posits two discrete forms of information-processing: “System 1,” which consists in rapid visceral judgments that manifest themselves in a collection of decision-making “heuristics”; and “System 2,” which involves conscious reflection and calculation—modes of reasoning that are slower but more accurate than the heuristical ones associated with System 1 […].

Ganz wichtig, mit Blick auf das ganze Problem und mit Blick auf mich selbst, ist diese Erkenntnis:

[m]ost members of the public […] employ System 1 reasoning most of the time.

Das ist so wichtig, weil Wissenschaft hierbei ueberhaupt nicht helfen kann, Wissenschaft wirkt nicht am „Stammtisch“ (um das gleiche Beispiel wie bereits hier zu nehmen.)

Als Letztes waere da dann noch die …

[…] “cultural cognition” theory.

Diese sagt aus, dass …

[…] individuals can be expected to form perceptions of risk that reflect and reinforce values that they share with others.

Auf lange Sicht kønnte hier der technische Ansatz „Mehr Bildung!“ mglw. helfen … denn irgendwann sind „die Anderen“ ausgestorben … und natuerlich nur, wenn diese Løsung flaechendeckend (also weltweit) durchgesetzt wird. Wenn ich da aber so drueber nachdenke, dann scheint mir das doch eher anfaellig fuer Missbrauch zu sein … mhm … technische Løsungen haben irgendwie noch nie nicht-technische Probleme geløst, sondern høchstens bei deren Løsung geholfen … aber das ist ein anderes Thema.

Jedenfalls kønnen wir all dies in einem vierten Modell zusammenfassen und sagen, dass …

[…] a substantial fraction of the population is seen as lacking both the basic knowledge and the psychological capacity necessary to reliably interpret scientific evidence.

Dieses Modell heiszt dann …

[…] „public irrationality thesis“ […]

… oder kurz: PIT.

Das erste Modell …

[…] posits that the average person underestimates the seriousness of climate change because he or she is not sufficiently knowledgeable about science. If that explanation is true, concern over climate change should be positively correlated with science literacy

Dummerweise ist dies falsifiziert worden, denn …

[a] respondents’ science literacy scores increased, their concern with climate change decreased.

Shit!

Im Wesentlichen bedeutet dies, dass je duemmer ein Mensch ist, desto eher ist er auf „unserer“ Seite, also der Seite der Wissenschaftler. Um also die Welt zu retten, sollten wir das genaue Gegenteil machen: wir sollten die Leute also NICHT bilden.

Aber auch das zweite Modell hat eine falsifizierbare Aussage.

Zum einen sagt dieses Modell aus, dass Menschen die eher einen …

[…] “hierarchical, individualistic” worldview[…]

haben, …

[…] can be expected to be skeptical of claims of environmental and technological risks. Such people, […] intuitively perceive that widespread acceptance of such claims would license restrictions on commerce and industry, forms of behavior that Hierarchical Individualists value.

Dies ist so, denn diese Weltsicht …

[…] ties authority to conspicuous social rankings and eschews collective interference with the decisions made by individuals possessed of such authority.

Dem gegenueber stehen Menschen mit einem

[…] “egalitarian, communitarian” worldview—one that favors less regimented forms of social organization and greater collective attention to securing individual needs […].

Mhm … mich selbst zu dieser Gruppe zaehlend halte ich diese Aussage fuer debattierbar, aber ich denke, dass es als eine „Gruppeneigenschaft“ durchaus passt. Jedenfalls solche Personen …

[…] tend to be morally suspicious of commerce and industry, which they see as the source of unjust disparities in wealth and power. They therefore find it congenial, the theory posits, to see those forms of behavior as dangerous and thus worthy of restriction. […] we should expect Egalitarian Communitarians to be more concerned than Hierarchical Individualists with climate change risks […].

Beide Male ist es also (mal wieder) eine Frage der Macht, auch fuer Menschen mit hoher Bildung.

Und tatsaechlich:

[…] cultural values had a bigger effect on perception of climate-change risks than did differences in their degrees of […] science literacy […]

Das ist durchaus im Einklang mit PIT, denn dort gibt es eine positive Rueckkopplung:

[…] science literacy, […] and cultural cognition are viewed as reinforcing one another: People who understand science and who engage in the System 2 reasoning style characteristic of scientists are expected to converge on the best available scientific evidence of climate change (and other) risks; people who lack such understanding and who lack such powers of reason must rely on their “gut” […]

Unter PIT wuerde gelten, dass …

[…] as science literacy […] increase[s], the skepticism over climate change associated with a hierarchical, individualistic worldview should lessen and the gap between people with hierarchical individualistic worldviews and those with egalitarian communitarian ones should diminish.

Allerdings …

[…] this prediction, too, was unsupported by the data.

Und viel schlimmer:

[…] cultural polarization actually gets bigger, not smaller, as science literacy […] increase[s].

Wenn wir den Menschen also eine generelle wissenschaftliche Ausbildung angedeihen lassen, dann festigt sich deren Weltsicht und sie werden weniger offen fuer Argumente.

The motivation to fit information to identity-defining beliefs shapes all manner of cognition […].

Oder etwas konkreter:

As ordinary members of the public learn more about science and develop a greater facility with numerical information, they become more skillful in seeking out and making sense of—or if necessary explaining away—empirical evidence relating to their groups’ positions on climate change and other issues. Their reward is even greater convergence between what they believe about how the world works and what they desire to be true.

Dies waere das komplette Gegenteil von dem, was urspruenglich mit diesem speziellen Bildungsprogramm angedacht war, denn:

[…] individuals of opposing cultural outlooks who are the most scientifically literate and most numerate will be the ones least likely to see things eye to eye—and will likely pull those who understandably look to them for guidance on complex matters into states of intense disagreement as well.

FUCK! DAS kønnen wir nun wahrlich nicht zulassen, sobaldes nicht unsere eigene Gruppe betrifft. Deswegen fordere ich hier: weniger Bildung fuer alle!

Nun ja, all dies gilt nicht zwangslaeufig fuer Individuen. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine Art kollektive Rationalitaet.

[…] the “public irrationality thesis” […] implies that members of the public are divided about climate change science because they have limited scientific knowledge and limited capacity to reason about evidence in a scientific manner. Our data, however, show that as individuals become more science literate and more proficient in the mode of reasoning featured in scientific inquiry, they don’t reliably form beliefs more in line with scientific consensus. Instead, they form beliefs that are even more reliably correlated with those of the particular cultural group to which they belong.

Andererseits, …

[i]t doesn’t follow, however, that public opinion on climate change is “rational”.

Vielmehr ist …

[…] evaluating the rationality of public opinion […] a more complex exercise than PIT envisions.

Oder anders: eine rein technische Løsung, ob mehr oder weniger Bildung, waere (wie so oft) zu simpel:

[r]esolving controversies over climate change and like risk issues requires dispelling this tragedy of the risk-perception commons […]. A strategy that focuses only on improving transmission of sound scientific information, it should be clear, is highly unlikely to achieve this objective.

Selbstverstaendlich halte ich die eingehende Forderung prinzipiell fuer sinnvoll, unter dem Aspekt, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass eine Erziehung zum selbststaendigen Denken schaedlich waere (fuer das Individuum oder die Gesellschaft). Und genau deswegen ist es so wichtig, diese Forderung auf mich selbst zurueck zu reflektieren:

[…] if the typical member of the public concluded that the scientific accuracy of her own perception of climate change risks was either a necessary or a sufficient condition for abatement of those risks, that belief would itself be evidence of irrationality […].

Tjaaaaaaa … mhm … … …

Abschlieszend noch die folgende (ich denke sehr wichtige) Nebenbemerkung.

Ist die Løsung also ein Kønig? Oder wahlweise ein „Rat der Weisen“? Vorzugsweise mit mir selbst als Mitglied.

Das war ein Gedanke, der mir des Oefteren kam, als ich die Studie las.

Gluecklicherweise ist es historisch leicht zu zeigen, dass dies im Allgemeinen eine sehr schlechte Løsung des Problems waere. Aber auch dies ist ein vøllig anderes Thema.

Nur fuer Personen die sich wirklich und wahrhaftig fuer das Zugrundeliegende hinter dem Aufhaenger meiner Science-Reihe interessieren: „Postnormal Science and the maturing of the structural contradictions of modern European science“ von J.R. Ravetz in Futures, Volume 43, Issue 2, Maerz 2011, Seiten 142–148.

Ich wuerde gerne aus dem Artikel zitieren. Aber das ist dort so auf den Punkt gebracht und relevant, dass ich das in Gaenze zitieren muesste. Also den kompletten Artikel. Und das waere ja albern.

Schon erstaunlich, wie man ich immer wieder irgendwie doch zu diesem Thema zurueckkomme, welches ich eigentlich fuer, hier auf meinem Weblog, abgeschlossen hielt.

diablo_multiplayer

Das ist Diablo (I) im (lokalen) Multiplayermodus unter Linux. .oO(Tihihi … ein Screen(s)shot.)

Jippie!

Hørt sich vielleicht nicht so beeindruckend an, ist es aber.

Los ging es damit, dass ich mit dem jungen Mann der bei mir wohnt relativ oft Diablo III auf der Playstation zocke.

Dies ist aber (wie der Titel vermuten laeszt) der dritte Teil der Geschichte und weil ich selber nie Diablo I gespielt hatte, nur ein bisschen Diablo II, dachte ich mir, dass das eigentlich ein gutes Vater-Sohn Projekt waere, die ganze Geschichte komplett vom Anfang gemeinsam zu erleben. Teil I und III habe ich zwar (zum Glueck) nur auf Englisch, aber das bekommt er schon hin :).

Die Herausforderung dabei: Teil I und II muessen im Multiplayermodus unter GNU/Linux laufen.

Da Diablo II bereits installiert war (der junge Mann der bei mir wohnt wollte sich das schon vor einer Weile mal anschauen) dachte ich zunaechst bzgl. Diablo I: .oO(Och, so ein altes Spiel, das geht bestimmt reibungslos mittlerweile.) … Tja! Falsch gedacht!

Diablo I nutzt naemlich einen Bug im alten (wie alt eigtl.?) windows aus um das Startmenue darzustellen. Einer der Gruende, warum es selbst in neueren windowsversionen nicht so einfach zu Spielen ist. … Dies ist uebrigens nur eine der Sachen die ich im Laufe meines Diablo-I-unter-Linux-zum-Laufen-zu-bringen-Abenteuers in Erfahrung brachte.

Dank PlayOnLinux hatte ich das Spiel zwar sehr schnell und bequem installiert, konnte es aber nicht zocken, weil das Startmenue (in dem unter anderem die Avatare erstellt werden) nicht angezeigt wurde.

Nach laengerer Suche fand ich eine Løsung. Echt toll und beeindruckend, was andere Leute so machen, damit ich zocken kann :). (Siehe auch hier schonmal.)

Tjaaaaa … nun konnte ich alleine spielen, aber das war ja nicht das Ziel meines Abenteuers.

Natuerlich (?) ging ein LAN-Spiel nicht einfach so. Zwar durch gezielte Suche, aber ein bisschen zufaellig stolperte ich ueber eine Seite, die mir ganz am Anfang des Prozesses viel Arbeit erspart haette. Dort stand dann auch, was ich machen muss, damit ich das Spiel zusammen mit dem jungen Mann der bei mir wohnt, zocken kann.

Und wie man sieht, funktioniert es tatsaechlich.

Ich musste zwar durch so einige Ringe springen, aber das hat Spasz gemacht, weil ich mit jedem Schritt meinem Ziel ein bisschen naeher kam.
Diese kleinen „Saftstationen“ auf dem Weg zum Gipfel sind total motivierend.
Und nicht zu vergessen: es bereitet mir grosze Freude Dinge in Erfahrung zu bringen.

Dieses Projekt dauerte vom ersten Gedanken bis hierher ca. 8 Wochen. Dies aber, weil ich nur sporadisch daran gearbeitet habe. Hatte oft einfach keine Lust mich damit zu beschaeftigen. Alle Such-, Lese-, Problemversteh- und Versuchsstunden zusammen genommen sind nicht mehr als … mhm … vielleicht 6-8 Stunden. Immerhin aber noch irgendwie ein ganzer Tag „Frickelei“ und lernen. Und dies schon wieder nur, weil ich zocken will.

Auch wenn ich noch Abstuerze und mehr Aerger befuerchte, so kann ich doch nun aber endlich sagen: das gemeinsame Abenteuer von Sohn und Vater møge beginnen! :)

Eigentlich wollte ich ja nicht ueber „Trigger Warnings“ und so schreiben.

Aber dann las ich diese gute Argumentation, warum (zumindest) „Trigger Warnings“ mglw. eine ziemlich gute Idee sind.

Da ich dem nichts weiter hinzufuegen kann, ueberlasse ich es meinem Publikum dies selbst zu lesen.

Ist auch gar nicht so lang der Text.

Und gut argumentiert wird da auch :) .

Was ist das eigentlich?

Nun ja, es ist das Gegendogma zur sog. „Chancengleichheit“. Bei Tante Wikipedia steht:

Chancengleichheit bezeichnet in modernen Gesellschaften das Recht auf einen gleichen Zugang zu Lebenschancen.

Und das hørt sich gut an, nicht wahr? Die neoliberale Weltanschauung hat diesen Begriff schøn fuer sich umgebogen.

Hier illustriere ich, was „gleicher Zugang zu Lebenschancen“ bedeutet:

chancengleichheit

Alle Neugeborenen bringen zunaechst die gleichen Voraussetzungen mit.

Dann geht der Hindernisslauf des Lebens los. ALLE haben die gleichen Chancen ueber die Hindernisse rueber zu kommen. Und nur die sog. „Besten“ schaffen es. So schafft man sich eine Fuszballnationalmannschaft. Aber darauf will ich erst spaeter eingehen.

Jedenfalls, das hørt sich immer noch erstmal alles knorke an, nicht wahr.

Nun ja, was ist nun die „Equality of Results“ aus dem Titel dieses Beitrages?

Zunaechst einmal, gibt es diesen Begriff im dtsch. gar nicht. Interessant, nicht wahr? Ich denke, dass dies ziemlich viel ueber die dtsch. Gesellschaft und den Disukurs in eben dieser aussagt.

Hier aber eine Illustration dieses Prinzips:

equality-of-results

Im Hindernisslauf des Lebens wird dafuer gesorgt, dass die Hindernisse im Wesentlichen fuer jeden ueberwindbar werden. Ganz so simpel ist es natuerlich nicht, aber das Grundprinzip ist damit verstanden.

So hat man zwar niemanden, der gegen den Rest der Welt im Fuszball gewinnt, aber die Mitglieder der Gesellschaft begegnen sich auf gleicher Augenhøhe.

Hørt sich irgendwie unfair an, nicht wahr. Zumindest wenn man in dem gesellschaftlichen Klima aufgewachsen ist wie ich. Nur wer was leistet darf auch was essen!

Die Besten sollten gewinnen und nicht die ganzen Loser mit sich ziehen, nicht wahr?

Nun ja, aber genau dies passiert ja eben gerade nicht bei diesem Prinzip. Niemand muss mitgezogen werden, denn niemand ist ein Verlierer.

Und dann sollte man mal ueberlegen, ob man selber ueberhaupt zu den „Besten“ gehøren wuerde. Und wenn ja, wieviel man davon alleine erreicht hat. Und da darf man ruhig bis ganz an den Anfang zurueck gehen. Bspw. zu der Frage warum man eigentlich nicht an Keuchhusten gestorben ist als kleines Baby. Um sich dann Stueck fuer Stueck vorzuarbeiten bis zum heutigen Tage.
Aber das møchte ich hier nicht weiter ausfuehren.

Wie gesagt, die Details sind im Einzelnen auszuarbeiten. Bspw. muss man eine Løsung in der Schule finden fuer die Extraschlauen. Diese kønnten ja den langsameren Schuelern helfen. Oder gibt es wissenschaftlich untersuchte Gruende die dagegen sprechen? Im Allgemeinen jedenfalls nimmt man grøszere Teile der Bevølkerung mit, als bei der sog. „Chancengleichheit“.

In Skandinavien ist man relativ weit, was die Umsetzung dieses Prinzips anbelangt.

Von Leute die von sich glauben, dass sie zur „Elite“ gehøren kann man dann ab und zu høren, dass dadurch das Abendland untergehen wird. Muss ihr superschlaues Kind doch in der gleichen Klasse sitzen wie die ganzen Dummen. Oder gar zusammen mit Behinderten! OMG!

Aber eigentlich funktioniert das ganz gut.

Und nun zum Fuszball.

Island ist so eine skandinavische Gesellschaft mit ca. 300.000 Einwohnern.

Davon muss man alle Frauen, zu junge und zu alte Maenner abziehen, denn es gibt bestimmte Regeln, wer bei einer Fuszball-EM mitmachen darf.

Da bleiben vielleicht 30.000 Maenner uebrig, aus denen sich die Fuszballnationalmannschaft ueberhaupt rekruttieren kønnte. Dies muss man sehen im Vergleich zu den sicherlich mehr als 100 mal so vielen in Dtschl.

Durch „equality of results“ ist es nun aber so, dass trotz der kleinen Auswahl relativ viele erstaunlich gut sind. Nicht gut genug um Europameister im Fuszball zu werden, aber gut genug um es zumindest bis ins Achtelfinale (oder so?) zu schaffen.

Ich denke aber, dass bei zufaelliger Auswahl der Spieler aus der Bevølkerung, Island die EM gewonnen haette. Eben wegen des „equality of results“-Prinzipes.

Das ist nur der Fuszball. Wer hier mal liest, kann ein bisschen in Erfahrung bringen, wie „equality of results“ (im Zusammenspiel mit Talentførderung) ganz konkret eine Domaene (Handball) betreffend aussehen kann.

All dies ist schwer fuer mich in Worte zu fassen. All die anerzogenen Reflexe musste ich erstmal ueberwinden. Und auch ich wuerde gern an das Maerchen der wirklichen Eliten glauben, dass ich zu ihnen gehøren kønnte. Aber Maerchen sind nun mal ausgedachte Fantasieerzaehlungen.

Und deshalb hoffe ich, dass sich das Prinzip des „equality of results“, vernuenftig implementiert,  gegen die unfaire sog. „Chancengleichheit“ irgendwann ueberall durchsetzen wird.

Unserer Kinder zuliebe :) .

Wenn ich fertig bin mit dem Programmieren, ueberlege ich oft, wie ich aehnliche spezielle Faelle in allgemeineren Funktionen und Methoden zusammenfassen kønnte.

Da freute sich natuerlich mein Programmiererherz, als ich ein Jahr spaeter das selbe Programm auch fuer leicht Anderes benutzen wollte und es sich herausstellte, dass eine derart verallgemeinerte Funktion sogar noch allgemeinere Faelle gleich mitbehandeln kann :) .

Waehrend ich zunaechst also ueberlegte, wie ich diese neue Funktionalitaet mit ins Programm bekomme, war diese schon laengst fertig programmiert. Nur hatte ich da nicht im Speziellen dran gedacht beim Programmieren, mehr als ein Jahr vorher.

Jippie :) .

Nun hatte ich also meine eigene DVD-Filmdatenbank. Deswegen folgen ein paar Statistiken (Stand: 2016-10-16 (JA! So weit bin ich euch mit dem Schreiben voraus :P )).

– 361 Filme
– Der aelteste Film ist von 1925: „Panzerkreuzer Potemkin“ … zurecht ein Meilenstein der (nicht nur) Filmgeschichte!
– 11 Filme, die mit einer Zahl beginnen (12, wenn man „Pi“ dazuzuaehlt)
– keine Filmtitel, die mit „Q“ oder „Y“ beginnen
– Dafuer einen Film, dessen Titel mit „Æ“ anfaengt: „Æon Flux
– Laengster Film „Der Herr der Ringe – Special Extended Edition – Die Rueckkehr des Koenigs“ mit 251 Minuten
– Kuerzester Film „Freaks“ mit (leider nur) 64 Minuten … noch so ein wichtiger Film, wenn man sich fuer Filme interessiert.
– Laengste Serie: James Bond (22 Filme)
– Lieblingsregisseur(e): Die Coen Brueder (13 Filme), gefolgt von Terry Gilliam und Tim Burton mit jeweils 6 Filmen

Und die grøszte Ueberraschung war, dass Martin Campbell, der fuer zwei der besten James Bond Filme verantwortliche Regisseur, auch zustaendig war fuer eine der schlimmsten Filmkatastrophen die ich kenne.

Gesamtspieldauer: 42724 Minuten; das sind fast 30 Tage. Nicht dazugerechnet sind natuerlich die DVDs, die ich nicht in meiner Sammlung behalten habe.

.oO(Mich duenkt ich erwaehnte bereits, dass ich Filme mag.)

Ich mag Filme und ich møchte gerne, potentiell permanenten, Zugriff auf Filme die ich mag haben. Deswegen kaufe ich DVDs (und neuerdings auch mehr und mehr BlueRays). Heutzutage ist das sicherlich etwas altmodisch. Aber solange ich auf netflix oder so nicht jederzeit unter meinen Bedingungen bspw. „Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb“ oder „Starship Troopers“ (hier viele andere Filmtitel einfuegen) sehen kann, so lange møchte ich Filme gerne selber besitzen.

Aber darum geht es hier nicht. Sondern es geht hierum:

dvds_teil-1

Und hierum:

dvds_teil-2

(Klick auf die Bilder fuehrt ausnahmsweise zu einer grøeszeren Version. Fuer den Fall, dass das wen interessiert ;) ).

Nun geht es eigentlich auch gar nicht so richtig darum, sondern, dass ich in den zurueckliegenden (mindestens) 10 Jahren immer mal wieder mit dem Gedanken spielte, meine Filmsammlung zu katalogisieren. Aber ich wollte da nicht nur den Titel des Films in einer Liste haben. Nein, nein. Ich wollte auch Zusatzinformationen. Im Wesentlichen wollte ich also meine persønliche IMDB, nur ohne den „I“-Teil.

Bei den Buechern fing ich damit vor langer Zeit mal an, mit einem Tabellenkalkulationsprogramm. Aber das passte nicht fuer die vielen Informationen, die bei Filmen anfallen.

Vor einigen Jahren probierte ich eher halbherzig ein Programm aus, welches ich im Internet fand. Aber das war nicht so richtig das, was ich wollte.

Und dann war ich hiermit fertig und hatte Lust noch mehr zu programmieren (was ja ungemein fuer die Qualitaet des Kurses spricht).

Da ich riesigen Respekt, gar ein wenig Angst, vor der Programmierung von Programmen mit grafischen Benutzeroberflaechen hatte dachte ich mir: .oO(DAS mache ich jetzt mal!). Seitdem hab ich uebrigens noch mehr Respekt vor grafischen Benutzeroberflaechen, aber keine Angst mehr :) .

Und das Resultat ist dies hier:

archive_1

Wenn ich dort einen Eintrag anklicke, dann poppt ein neues Fenster auf:

archive_2

Wenn Eintraege zu lang sind, so werden die mit „…“ abgekuerzt und ein Klick auf den Eintrag laeszt ein weiteres Fenster mit der vollstaendigen Liste aufpoppen. Das gilt auch fuer das Cover, wenn man ein grøeszeres Bild sehen will.

Ich werde hier jetzt nicht auf weitere Merkmale meines Programmes eingehen. Nur so viel sei gesagt, ich habe ’ne ganze Menge gelernt beim Programmieren (und mittlerweile auch jede Menge wieder vergessen).

Nun hatte ich also ein Archivprogramm nach meinem Geschmack.

Musste ich also „nur noch“ die Datenbank mit jeder Menge Information fuettern.

Und DAS legte ich dann erstmal auf Eis und kuemmerte mich erstmal darum, alle meine Kinokarten und Playstationtrophaen zu katalogisieren.

Letztere waren dann auch so viele, dass ich ein weiteres Programm schrieb, welche die Informationen semiautomatisch selber im Netz zusammensucht. Dieses Programm nannte ich „Trophymaker“. Beim Schreiben des Trophymakers lernte ich genug, dass ich mich danach daran wagte einen „Moviemaker“ zu programmieren.

Und der sieht so aus:

moviemaker

Nun brauchte ich im Wesentlichen nur noch die IMDB-Adresse des Films und die Eintraege fuer das Archivprogramm werden automatisch generiert.

Bei der Programmierung lernte ich jede Menge ueber die verschiedenen Fallstricke, wenn man versucht Informationen aus dem Internet zu holen.

Als das Programm fertig war, ruhte das Projekt erstmal ca. ein Jahr. Von vorherigen Versuchen wusste ich naemlich, dass es lange dauert, Information zusammen zu sammeln. Aber dann fing ich einfach mal damit an. Und merkte ganz schnell: Jippiekaschnippie! Mein Programm macht diesen Prozess so fantastisch viel schneller, dass es eine wahre Freude ist, Filme zu katalogisieren.

Brauchte ich vorher ca. eine halbe Stunde fuer 5 Filmer, schaffte ich nun das Fuenffache in der gleichen Zeit. Und die meiste Zeit brauchte ich, um die vielen DVDs zu scannen.

Nach weniger als zwei Wochen, war ich dann endlich fertig mit dem Katalog :) … … … Weil ich nun (so leidlich) programmieren kann, wurde ein Traum nach so langer Zeit endlich wahr :) .

Bei Serien wollte ich natuerlich Informationen zu jeder Episode haben. Dafuer brauchte es dann einen „Seriesmaker“. Dieser benutzt aber einen groszen Teil des Codes vom Moviemaker, sodass ich den hier nicht extra vorstelle.