Hier ist es:
Das muss aber eine andere Version als die offizielle sein.
Wieauchimmer, jetzt muss ich nur noch den „Anykey“ finden, damit dieses bøsartige, von Compaq verbreitete, Geruecht, dass es den gar nicht gibt, endlich ein Ende hat.
If we have an affinely parametrised geodesic in the metric g …
Hier ist es:
Das muss aber eine andere Version als die offizielle sein.
Wieauchimmer, jetzt muss ich nur noch den „Anykey“ finden, damit dieses bøsartige, von Compaq verbreitete, Geruecht, dass es den gar nicht gibt, endlich ein Ende hat.
Eigentlich wollte ich ja nach Colonia. Aber bevor ich die 4 Supersterne von neulich besuchte, sprang ich einfach nur munter von Stern zu Stern und schaute nicht auf die Karte, wo das denn genau liegt. Ich dachte .oO(irgendwo in der Naehe wird das schon sein).
Nach dem Besuch der vier Schwestern sah ich auf besagter Karte der Galaxie … ganz in der Naehe ;) … einen schicken Nebel. Und der war im Spiralarm den ich sowieso hinauf flog und deswegen dachte ich mir .oO(Ach da flieg ich mal hin und DANACH geht’s dann nach Colonia … ist ja schlieszlich in der Naehe.)
Auf dem Weg zum Nebel schaute ich dann mal, wo genau Colonia eigentlich liegt.
Erkenntnis: Ich bin 15.000 Lichtjahre dran vorbei geflogen!
Mist!
15.000 Lichtjahre zurueck, plus dann noch mal mehr als 10.000 Lichtjahre in die Richtung in die ich jetzt schon die ganze Zeit geflogen bin, auf dem Weg zum anderen Ende der Galaxis, um wieder ungefaehr da zu sein, wo ich gerade bin?!
Wenn ich einfach weiter fliege, dann bin ich in der Zeit die das braucht schon fast da wo ich hin will.
Aber meine Datenbanken sind doch so voll mit tollen Entdeckungen! Wenn Kassandra explodiert, dann ist das alles weg …
Mist! Mist! Mist! Mist! Mist!
Ich halte erstmal an und ueberlege mir, welche der zwei Alternativen — zurueck nach Colonia, oder direkt weiter zu Beagle Point — am Besten ist.
Deswegen wuensche ich so lange erstmal eine gute Nacht, mit der Galaxy im Hintergrund:
Weil so viel hopsen auf die Dauer langweilig wird, schaute im groszen bebilderten Sternenkatalog nach, was denn sonst noch so auf dem Weg liegt. Und da wurden diese vier Schwestern empfohlen:
Schon ziemlich beeindruckend, wa!
Schauen wir uns mal die Details einer der kleineren Schwestern an:
Sie ist mehr als 20 Mal so schwer wie die „Grande Dame“ des Ursprungssystems und hat einen fast sieben mal so groszen Radius!
Die groeszte Schwester ist 37 Mal so schwer, mit einem Radius fast 450 mal so grosz wie besagter Vergleichsstern. Ach du Kacke! Das Volumen geht doch mit der dritten Potenz!
Ich selber bin vor der kleinsten der Schwestern, damit die alle auf’s Bild passen.
Aber genug rumgelungert … der Weg ist noch lang. Naechster Stop: Colonia um nach mehreren Wochen mal endlich die Daten abzuliefern.
… you totally should found the mafia!
Das ist die Essenz eines Artikels von A. Dimico, A. Isopiund O. Olsson in The Journal of Economic History, Volume 77, Issue 4, 2017 , pp. 1083–1115 mit dem Titel „Origins of the Sicilian Mafia: The Market for Lemons„.
Und mal ganz ehrlich. Wir høren staendig von dieser Organisation in ihren verschiedensten „Ausfuehrungen“, aber wer von euch, meine lieben Leserinnen und Leser, hat sich schon mal gefragt, wann und warum die Mafia eigentlich entstanden ist?
Zumindest ich habe mich das nie gefragt. Ich habe das einfach so hingenommen. Die gibt es halt, die gab es schon „immer“ und die wird es immer geben.
Aber das stimmt so ja gar nicht. Im Uebrigen ist das einer der Hauptgruende, warum man Das Kapital lesen sollte: zur Erinnerung, welche von den vielen tollen Gegebenheiten in unserer Gesellschaft eben NICHT schon immer da waren und ganz schnell auch wieder verschwinden kønnen, wenn wir nicht dafuer kaempfen! Aber ich schwoffte ab.
Warum ist das denn aber durchaus wichtig zu verstehen wie die Mafia entstanden ist. Nun ja, die Mafia ist …
[…] [a] socially inefficient institution […]
und sie …
[…] hampers economic development […].
Und „economic development“ ist historisch nunmal das, was die Mehrzahl der Leute aus bitterer Armut holte. Trotz aller beschissenen Sachen die damit einhergehen.
Und deswegen gehe ich da mal naeher drauf ein, extra fuer euch, meinen lieben Leser und Leserinnen.
Ich fang dann mal an zu zitieren. Zunaechst einmal, ist die Mafia noch gar nicht so alt:
[…] [it] first [appeared] in Sicily in the 1870s […].
Und die Hypothese des Artikels ist, …
[…] that the growth and consolidation of the Sicilian mafia is strongly associated with an exogenous shock in the demand for lemons after 1800, driven by James Lind’s discovery on the effective use of citrus fruits in curing scurvy.
Skorbut? Skorbut? Da war doch mal was?
Aber inwiefern kann denn eine kleine gelbe Frucht solch krasse Auswirkung haben? Nun ja … die Beschreibung sieht fuer mich ganz nach „Der Kapitalismus frisst sich selbst“ aus:
Citrus trees can be cultivated only in areas that meet specific requirements […] guaranteeing substantial profits to relatively few local producers. The combination of high profits, a weak rule of law, a low level of interpersonal trust, and a high level of local poverty made lemon producers a suitable target for predation. […] the […] government […] had [not] the strength or the means to effectively enforce private property rights. Lemon producers, therefore, resorted to hiring mafia affiliates for private protection […].
Lustig wa! Das erinnert mich an die Shops fuer elektronischen Schnickschnack, die einen privaten Poliziedienst Waschschutz anheuern muessen … aber wenn man mal so drueber nachdenkst ist das dann doch nicht so lustig, bedeutet es doch, dass die Polizei nicht genuegend Mittel hat. (Ich lasse mich an dieser Stelle nicht ueber die Feinheiten und Widersprueche dieser Aussage aus.)
Jedenfalls, Zitronen (und dass sie einer Geiszel frueherer Zeiten erfolgreich entgegen stehen) sind Schuld, dass es diese sozial ineffiziente Organisation gibt, denn …
[…] mafia presence in the 1880s is strongly associated with the prevalence of citrus cultivation. No other crop or industry has a robust impact on mafia activity.
Aber natuerlich nicht alleine. Wie immer ist es eine Mischung aus Zustaenden, die zusammen kommen:
[t]he extraordinary revenues that certain producers received, combined with the general political insecurity and weak rule of law, provided an ideal breeding ground for the emergence of a mafia that provided protection and acted as intermediaries.
Und da bin ich dann schon wieder bei den Herstellern von Elekronikgadgets. Die haben „extraordinary revenues“, besagtes Beschaeftigen eines privaten Wachdienstes sieht sehr nach „weak rule of law“ aus und ueber „general political insecurity“ muss ich mich nicht weiter auslassen.
Ich kann nicht sehen, inwieweit eine „neue“ Mafia entstehen wird, aber … mhmmmm … die generellen Zeichen fuehren (wie immer) zu ein bisschen Besorgnis :( .
Das soll genug sein dazu. Zum Abschluss zitiere ich noch schnell, wo der Begriff „Mafia“ ueberhaupt her kommt:
The origin of the word mafioso […] is found in the Arab language where the word marfud used to mean swindler or cheater […].
Wichtig ist aber zu sagen, dass
In Italian, the original meaning of the word did not have a negative connotation, but simply characterized somebody who had proud/courageous behaviour. In fact […] when the proto-mafia developed […] a mafioso was a man who had gained the respect of the local population by standing up against the brigands and the malicious crimes of the campieri and compagnia d’armi […].
Das ist extrem wichtig auch im Zusammenhang mit dem Obigen. Denn:
[t]his respect from the local population contributed to a legitimization of the mafioso, who received the support of the population given that their crimes were justified when committed against delinquents who were even worse than he […] It became a general practice to define men who showed courage and resolution as mafiosi.
Unterstuetzung der Gesellschaft von Banditen, weil die temporaer als weniger schlimm angesehen werden als die generellen Gegebenheiten so weiter laufen zu lassen … die Parallelen zur heutigen Situation sind all zu leicht zu ziehen :(
So … nun habe ich aber genug schlechte Laune verbreitet. Auch wenn es doch ganz interessant war ueber diese Information zu stolpern.
… dass ich ein Gehirn in einem Glas auf dem Tisch eines verrueckten Wissenschaftlers bin.
Aber es verdrieszt mich ein wenig, dass ein Gehirn in einem Glas auf dem Tisch eines verrueckten Wissenschaftlers genau das gleiche denken wuerde aus exakt den gleichen Gruenden.
In dieser Form schamlos geklaut von hier, aber das ist tatsaechlich eine intellektuelle Belaestigung die mich manchmal packt und deswegen wollte ich das in meinem Weblog mal geschrieben haben fuer alle Ewigkeit.