Seit dem letzten Einrag ist viel Zeit vergangen. Ich starrte in den Abgrund, aber meine treue Kassandra schaffte es eben diesen zu ueberwinden. Auch wenn ich meinen Kurs oft manuell plotten musste und meistens nur ein paar wenige Spruenge auf einmal berechnen konnte. Die Sternendichte ist dort echt krass gering.

Und nun bin ich da wo ich hin wollte: Beagle Point :) … Endpunkt der fruehen „Distant Suns“ Expedition von Commander Kamzel, a.k.a. „Erimus“, welche auch die erste aktenkundige Durchquerung der Galaxis fuer sich beansprucht … damals … als die Technik noch nicht so weit war und die maximale Reichweite eines Sprunges (bei optimierten Schiffskomponenten) bei ein bisschen mehr als 30 Lichtjahren lag.

Ein Jahr spaeter war dieses System dann das Ziel der „Distant Worlds„-Expedition. Diese war (vom Weg und Ziel abgesehen) das komplette Gegenteil von Erimus‘ erster Reise dorthin. Mehr als 1.000 Commander traten die Reise gemeinsam an und unterwegs gab es jede Menge gemeinsamer Aktivitaeten. Wobei Schaetzungen davon ausgehen, dass nur ca. 25 % auch das Ziel erreichten … denn ihr wisst ja: Space is Dangerous!

Darwin’s Legacy wurde das Basislager dieser Expedition im Beagle Point System. Und zwei Commander waren fuer ihre Hochzeit extra bis dorthin gereist *schnueff*.
Da landete ich selbstverstaendlich auch — blosz war ich natuerlich allein.

Ich blieb dann erstmal ein paar Tage auf dem Planeten. Nach der langen Reise wollte ich mich ein paar Tage mal nicht bewegen.

Aber dann zog es mich doch wieder hinaus in die Leere. Und hier nun schaue ich zum Anfang der Reise:

Dort geht’s jetzt erstmal wieder hin zurueck. Aber nicht direkt, denn Jaques Station will ich noch sehen. Und da ich auf dem Herweg an ihr vorbei flog, muss ich sie wohl auf dem Rueckweg besuchen :)

Meine erste Reaktion neulich bzgl. dessen was als „machine learning“ verkauft wird, kann ich natuerlich zumindest erklaeren. Ich habe mich ueberlegen gefuehlt. Das ging mit einem Gefuehl der Macht einher und wer hat nicht gerne Macht. Jaja, auch uns Anarchisten geht das so … aber ich versuche das zumindest zu erkennen und dann zu reflektieren und abzustellen.

Aber darum geht es mir nicht. Mir geht es darum, dass die ganze Sache (und solche Sachen kommen ja nicht nur von mir) erstmal „urst lustig“ ist. Wenn man aber mal drueber nachdenkt, dann bleibt einem das Lachen im Halse stecken, denn die weiteren Implikationen erschrecken gewaltig.

Fuer normale Leute (wer auch immer das ist … von mir mal abgesehen) ist das ganze Thema sooo krass weit weg. Ich lese da regelmaeszig drueber und deswegen kommt das auch hier oft genug zur Sprache.
Aber normale Leute haben anscheinend nicht den geringsten Schimmer was da auf die Gesellschaft mit Volldampf zugefahren kommt!

Ich befuerchte, dass diese Entwicklung die allermeisten Leute (die Gesellschaft sozusagen) beinahe vøllig unvorbereitet, wie’n Vorschlaghammer treffen wird :( . Und ich habe schon Leute mit høherer Bildung um mich herum!

Ist das vllt. bewusste Ignoranz? Oder bin ich in meiner eigenen Blase gefangen? … Aber ich kriege diese „Zeichen und Omen“ aus verschiedensten Gebieten! Und nicht nur aus dem Technikbereich.

Wenn wir es nicht schaffen die Gesellschaft umzubauen, dann werden AfD und tote Obdachlose zu einem der eher kleineren Probleme. … Wehe denen die Kinder haben :(

Aber ich glaube weiterhin, dass wir das schon hinbekommen … hab da zwar keine Beweise fuer, aber die Menschheit hat das immer hinbekommen … mir ist bewusst, dass das vermutlich Wunschdenken ist … aber ich kann nicht anders, denn ich habe ein Kind … Und deswegen versuche ich darauf aufmerksam zu machen, in der Hoffnung, dass die richtigen Leute schneller zu den wichtigen Problemen kommen … damit die Geburtsschmerzen dieser neuen Gesellschaft schneller vorueber sind und der ganze Prozess nicht so blutig wird.

Gefunden: Meiner einer!

Aber der Reihe nach.

Erster Schritt: Physik studieren.
Im ersten Semester, am ersten Tag, in der ersten Vorlesung, war die allererste Sachen die uns beigebracht wurde: lineare Regression. Die wohl einfachste Form der Anpassung einer gegebenen mathematische Funktion an Messdaten.

Zweiter Schritt: die Jahre vergehen mit so’n bisschen Auswertung von Daten hier und da. In mir formt sich die feste Ueberzeugung, dass ich nicht schlau genug bin fuer „machine learning“.

Dritter Schritt: einen neuen Job, ziemlich nah an der Wirtschaft, anfangen und endlich mal mehr mit Menschen in Kontakt kommen, die im Allgemeinen als „normal“ bezeichnet werden (was auch immer das sein soll). Økonomen und Anwaelte und so.

Vierter Schritt: zwei dieser Kollegen zu einem Einfuehrungskurs bzgl. „machine learning“ schicken. Dieser wurde gegeben von einer der grøszten und bekanntesten IT-Spezialexpertenfirmen hier im Norden. Man kønnte also auf den Gedanken verfallen, dass die sich so richtig gut auskennen, denn was die sagen, machen ja andere grosze Firmen dann.

Fuenfter Schritt: voller Erwartung, aber etwas kleinlaut, nach den Folien des Kurses fragen, denn ich sollte ja neue Sachen lernen, damit ich den Job behalten kann.

Sechster Schritt: guck mal einer an, was die hier als „machine learning“-Algorithmus verkaufen:

Foto vom Bildschirm … zur Sicherheit

Siebter Schritt: sehen, dass da nicht wirklich viel mehr kommt!

Achter Schritt: unglaeubig mit dem Kopf schuetteln. Ich wusste ja, dass es schlimm ist, aber ich dachte bisher immer, dass die Geschichten die man so hørt und liest wenigstens ein bisschen uebertrieben sind. Aber NEIN! Die sind alle echt und in Wahrheit scheint das noch viel schlimmer zu sein!

Neunter Schritt: sich gut fuehlen, dass man mglw. doch fuer die Zukunft gewappnet ist.

Zehnter Schritt: sich fest vornehmen, dass man „20 Jahre Erfahrung mit ‚machine learning‘ Algorithmen“ in den Lebenslauf aufnimmt.

Aber wenistens gab es eine lustige Sache in den Folien — Big Data:

Foto vom Bildschirm … zur Sicherheit. Original ist das wohl von hier.

Da habe ich erstmal laut gelacht und die Kollegen trauten sich nicht zu fragen.

Durch das Huepfen zwischen den Sternen, tauche ich staendig in Gebieten der Raumzeit auf, in welchen ich mich laut meinem Lichtkegel gar nicht befinden duerfte. Das bringt natuerlich gewaltig den Referenzrahmen der Berichterstattung durcheinander. Nehmen wir beispielsweise diese 9. von mir entdeckte erdaehnliche Welt:

Fuer euch, meine lieben Leserinnen und Leser, die ihr gespannt meinem Abenteuer folgt, muss das ja alles so aussehen, als ob es erdaehnliche Planeten total oft gibt.

Die Realitaet fuer mich, den Piloten und Entdecker in der groszen Leere, sieht das aber ganz anders aus. Zwischen den Entdeckungen von solchen Planeten liegen meist viele Tage und hunderte Jumps.
Da ich nicht gezielt danach suche, sondern zufaellig drauf stosze, liegt die Wahrscheinlichkeit fuer einen solch tollen Fund bei nur 0.22 Prozent pro Sprung.
So gefuehlsmaeszig wuerde ich schaetzen, dass ich im Schnitt 25 Spruenge pro Tag mache, manchmal mehr, manchmal weniger, oft gar keine. Und nun kønnt ihr euch selber ausrechnen, wie viele Tage eigentlich zwischen diesem Bericht und dem Vorherigen liegen.

Aber ist ja auch gar nicht so schlecht, dass der zeitliche Referenzrahmen durcheinander kommt. So muesst ihr euch nicht so langweilen :)

Bei meiner Reise zum Crab Pulsar war es uebrigens anders rum. Da war ich noch so nahe der Einflusssphaere der Menschheit, dass die Berichterstattung fuer euch verzøgert war. Das merkte ich aber erst, als ich schon wieder zurueck war und meine Reisereportagen, noch gar nicht eingetroffen waren. Mal sehen, wie es bei diesen Berichten geht.

Aber find ich schon witzig … der zeitliche Rahmen meiner Dokumentation dehnt sich manchmal und streckt sich andere Male … tihihihihihi.

Auf den alleralleralleralleraller(… … … … … … … … …)meisten Welten in unserer Galaxy ist Anarchy etabliert … denn wo kein Mensch wohnt, da herrscht auch niemand.

So wie bspw. auf der 8. von mir zuerst entdeckten erdaehnlichen Welt:

Neulich schrieb ich dieses Kommentar in einem Programm:

# Remember: ‚checked_this_reference‘ is set at the very beginning and will
# always have a value, even though this value will be None in most cases.

Und das fand ich so amuesant, dass ich euch, meine lieben Leserinnen und Leser, gerne an meiner Freude teilhaben lassen wollte :)

UIUIUIUIUIUIUI … eigentlich dokumentiere ich entdeckte Wasserwelten ja nicht. Aber es ist sehr selten, dass solche Planeten Ringe haben. Und deswegen mache ich heute mal eine Ausnahme:

Schon geil, wa! Was habe ich mich gefreut, als dieses Schmuckstueck von Welt pløtzlich in meinem Scanner auftauchte! Natuerlich bin ich zwischen den Ringen hin und her gecruist :)

UI … da freu ich mich besonders, wenn ich vor Sternen die derart nahe einander umkreisen umtanzen heraus springe und die auch noch so schøn in einer Reihe angeordnet sind :)

Manchmal ist’s schon spektakulaer hier drauszen :)

… sind meine Befuerchtungen immer noch gueltig.

Aber der Reihe nach. Neulich las ich beim slatestarcodex einen Beitrag mit dem Titel: „Technological Unemployment: Much More Than You Wanted To Know„. Scott Alexander schaut dort mal genau, inwiefern die Teilnahme an der „labour force“ mit den historisch tiefen offiziellen Arbeitslosenzahlen (in den USA) korellieren … Nun ja … øhm … mit „nicht wirklich“ versuche ich diese komplizierte Sache mal zusammen zu fassen.

Wer irgendwie an der Entwicklung der Beteiligung am Arbeitsmarkt so ganz generell interessiert ist, dem empfehle ich diesen Artikel unbedingt mal zu lesen. Aber um die generelle (historische) Entwicklung geht es mir gar nicht.

Mir geht es um die ganz spezielle Entwicklung mit allem was mit Robotern zusammen haengt. Deswegen zitiere ich im Weiteren aus besagtem Artikel, gebe aber zu, dass dies teilweise sekundaere Zitate werden und ich NICHT die Originale geprueft habe. Dies haengt u.A. damit zusammen, dass ich Scott vertraue, dass er eine ordentliche Recherche macht.

Dies fasst zusammen, warum ich meine Meinung bezueglich der Roboterisierung im Allgemeinen etwas modifizieren muss, im Speziellen (also mich und den jungen Menschen der bei mir wohnt (irgendwie) betreffend) aber nicht:

The best-paying jobs – managers, professionals, and the like – are doing fine. The lowest-paying jobs, like personal care and food, are also doing fine. It’s the middle-paying jobs that are in trouble. Some of these are manufacturing, but there are also office and administrative positions in the same categories.

Zur Zeit nimmt also im Wesentlichen die Anzahl der absoluten Arbeitsplaetze nicht ab, aber Buero und administrative Aufgaben … mhmmm … das ist doch genau das was ich irgendwie mache … Mist!

Weiter geht es dann damit:

This is potentially consistent with a story where the jobs that have been easiest to automate are middle-class-ish.

Wait! What?

Some jobs require extremely basic human talents that machines can’t yet match – like a delivery person’s ability to climb stairs.

Die Betonung liegt auf „yet“. Diesbezueglich ist das Problem also mglw. nicht so imminent wie ich bisher dachte, aber ewig wird es auch nicht auf sich warten lassen.

Others require extremely arcane human talents likewise beyond machine abilities – like a scientist discovering new theories of physics.

Da wuerde ich mich zwar gerne dazu zaehlen, aber Selbstreflektion erlaubt mir diesen Luxus nicht.

Und nun das Schlimme:

The stuff in between – proofreading, translating, records-keeping, metalworking, truck driving, welding – is more in danger. As these get automated away, workers – in accord with the theory – migrate to the unautomatable jobs.

OK? So what? Business as usual. Aber es geht noch weiter:

Since they might not have the skills or training to do the unautomatable upper class jobs, they end up in the unautomatable lower-class ones. There’s nothing in economic orthodoxy that says this can’t happen.

Shit! Wie viel „kuenstilche Intelligenz“ kann ich programmieren? Oder Herzoperationen machen? Oder andere „unautomatable upper class jobs“? Bisher bin ich in „middle class jobs“ untergekommen. Aber in der Zukunft … mhmmm … da wird es dann wohl der der Autobahntoilettenreiniger.
Und genau das passiert gerade ganz akut in den USA. Die haben zwar einen Job-Boom, aber fast alles nur bei Scheiszjobs die eigentlicher keiner machen will und die nur gemacht werden, weil die Leute nicht verhungern wollen.

Hier nochmal etwas genauer:

Because jobs that are intensive in either abstract or manual tasks are generally found at opposite ends of the occupational skill spectrum—in professional, managerial, and technical occupations on the one hand, and in service and laborer occupations on the other—this reasoning implies that computerization of “routine” job tasks may lead to the simultaneous growth of high-education, high-wage jobs at one end and low-education, low-wage jobs at the other end, both at the expense of middle-wage, middle education jobs—a phenomenon […] called “job polarization.” A large body of US and international evidence confirms the presence of employment polarization at the level of industries, localities, and national labor markets […]

Und dann schreibt Scott so richtig:

As far as I know, there is no economic theory stating that the number (or percent) of high-skilled jobs must always stay the same. […]. An optimist might argue that things will get better as today’s obsoletely-trained workforce retires and tomorrow’s trained-for-the-appropriate-jobs workforce graduates […] a race between two competing forces; generational churn producing students with the right set of skills, and technology making new skills obsolete. […]  [I]t seems like – at least for the middle class – this is a race they are now losing.

Da ist das „Gefuehl“, welches ich seit einigen Jahren habe mal konkret ausgedrueckt. Egal wie sehr ich programmieren lerne, das Hamsterrad dreht sich schneller und schneller.

Das waere alles nicht so schlimm, denn der Mehrwert wird ja immer noch produziert und das muesste nur der ganzen Gesellschaft zugute kommen.

[…] 93% of economists with an opinion on the issue agreed that the economic benefits of robots will be so great that they could be used to compensate the workers who were negatively effected.

Scott kommentier dann so treffend:

[…] [I]n a survey I conducted in my imagination, 100% of people who have not been living in a cave the past two hundred years agreed that this will never happen in real life.

Tjaaaa … Mittelklasse oder nicht Mittelklasse … die Frage stellt sich nicht so richtig, denn wer will schon darunter sein? Ich nicht. Und deswegen hoffe ich auf eine bereits so oft angesprochene Transformation der Gesellschaft, in der „Arbeit“ NICHT der Leim ist, der alles zusammen haelt.

In den Kommentaren findet sich dann noch dies:

For most of recorded history, almost every human was a subsistence farmer, likely under-using their cognitive abilities, yet no middle-paying jobs materialized to use their full potential. Then, during the first century or so of the industrial revolution, most people in industrialized countries were assembly line workers, jobs even less cognitively demanding than subsistence farming, and still no middle-paying jobs appeared until most of that low-skilled factory work could be automated. There is nothing in standard economic theory that predicts that jobs that allow average people to use their full cognitive ability should exist and pay middle-class wages. In fact, there is nothing that predicts that a middle-class should exist.

Und wenn man mal so drueber nachdenkt, dann stimmt das. Die Mittelklasse ist ein „Ding“ welches erst nach dem Ende des 2. Weltkrieges entstanden ist. Interessanterweise war das auch die Zeit, in der ernsthaft daran gearbeitet wurde Mehrwert gerechter zu verteilen. Und mir faellt kein Grund ein, warum besagte Mittelklasse nicht genauso schnell wieder verschwinden kann.
Und da war wieder das Dumme an der ganzen Sache: Mittelklasse, das bin ICH … und du auch liebe Leserin und lieber Leser.

Als letztes Zitat møchte ich dann dies hier anbringen, was ein bisschen auf das „yet“ von weiter oben eingeht:

I don’t necessarily think that most people think that technological unemployment will hit the least skilled first. It should hit the jobs where it’s most profitable first. How cheap would a robotic server in a restaurant have to be to actually get a return on investment? Replacing a unionized assembly line worker makes you money a lot faster even if it’s more expensive. As we get better at replacing middle cost jobs, the cost of automation should go down and that should allow us to replace the unskilled.

Und wenn dann immer noch keine neue Struktur in der Gesellschaft existiert, dann wird es akut bezueglich der Frage: Wohin mit all den nutzlosen Menschen? … Aber ganz zur Not, gibt es ja immer noch Soylent.

Damit will ich heute aber nicht enden. Ist schlieszlich der Weihnachtsbeitrag, von mir, fuer euch, meine lieben Leserinnen und Leser.
Deswegen møchte ich euch auf eine Meldung vom April aufmerksam machen: Es werden genau so viele Elektroautos wie Dieselautos gekauft, cool wa!

OK, Dieselautos sind doof, deswegen hørt sich das erstmal nicht so dolle an. Aber darum geht es mir nicht. Es geht mir darum, dass Dieselautos als richtiges „Businessmodell“ anerkannt sind innerhalb der Autobranche. Wenn also Elektroautos genau so beliebt sind wie die ollen Stinker, dann sind die NICHT mehr „exotisch“; dann gilt es NICHT mehr, dass das nur „Baumumarmer“ haben wollen. Und DAS ist ’ne coole Sache, denn da wir die sogenannte „Individualmobilitaet“ auf absehbare Zeit nicht wegbekommen werden, sind Elektroautos einfach mal die bessere Løsung als Verbrennungsmotoren.

OK ok, die werden natuerlich auch von Robotern gebaut werden in der Zukunft, aber wenigstens ist die Luft dann besser.

Nach zwei Ruhetagen habe ich mich ganz spontan entschieden, einfach direkt weiter zu fliegen zum anderen Ende der Galaxis.
Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand innerhalb kurzer Zeit auf die gleichen Planeten trifft wie ich, ist auszerhalb der Bubble sehr sehr gering. Und selbst wenn ich bei einer Welt doch nicht als Erstentdecker stehen sollte ist das nicht so schlimm. Klar, bin ich hier auch zum Entdecken, aber eigentlich will ich vor allem einfach nur fuer mich persønlich die Schønheit der Galaxis erkunden :)

Und darum geht es heute ganz direkt. Aber dazu muss ich ein bisschen ausholen.

Im Allgemeinen ist’s relativ einførmig hier drauszen. Sprung fuer Sprung, Stern um Stern. Deswegen dokumentiere ich alle erdaehnlichen Planeten so genau. Diese sind ein Bruch in der Routine. Ebenso schaue ich mir alle Wasserwelten an, auch wenn ich das hier nicht zeige. Was bisher fehlt in der „Aus-der-Einførmigkeit-der-Unendlichkeit-Gerissen“-Kategorie sind Ammoniakwelten. Da bin ich schon ganz gespannt, wann ich endlich mal eine finde.

Aber ich wusste worauf ich mich einlasse und das Obige soll auch gar keine Klage sein.

Eine weitere Abwechslung vom Alltaeglichen sind Nebel. Ich hatte schon ein paar Mal welche gezeigt. Aber nur mal so ein Bild gibt gar nicht wieder, wie toll das ist, sich einer derart groszraeumigen Struktur zu naehern.
Im Gegensatz zu Sternen, die man oft nur sieht von da wo man sprint, wenn sie besonders leuchtstark sind, sind Nebel schon aus vielen hundert Lichtjahren Entfernung deutlich zu erkennen. So wie hier, wo ich noch mehr als 200 Lichtjahre entfernt bin:

Hier nimmt der Nebel bereits ca. 25 % der Breite meines Gesichtsfeldes ein. Der war aber schon aus deutlich grøszerer Entfernung zu erkennen (nur sah es da noch nicht so schøn aus).

Bei dem obigen Bild war ich nur noch 4 Spruenge von meinem Ziel mitten im Nebel entfernt. Wenn ich schon so nah dran bin, dann macht ein einziger Sprung viel aus:

Und nach noch einem Sprung sieht es dann so aus:

Hier bin ich noch 2 Spruenge entfernt. Wenn ich’s nicht besser wuesste, wuerde das mglw. gar etwas bedrohlich wirken.

Ist es aber nicht, und deswegen ein weiterer Sprung:

Cool wa! Es sieht zwar so aus, aber dass ich tatsaechlich noch nicht im Gebiet des Nebels bin zeigen die Auszenbordkameras:

Tja … nun auch noch der letzten Sprung:

Auch wenn ich schon Bilder aus dem Inneren anderer Nebel zeigte, so ist’s doch immer wieder schøn, mal „was Anderes“ um sich rum zu haben als nur das Vakuum und harte Strahlung.

Ich wuensche bei diesem Anblick eine gute Nacht.