Als es noch keine vernuenftige Planetendefiniton gab dachten die Menschen Pluto waere ein Planet. Tihihi … heutzutage wissen wir natuerlich besser was los ist. Aber der lange Weg der Menschheit zu dieser spezifischen Wahrheit begann schon vor langer Zeit. Und wenn man den ca. 1300 Jahren alten Geschichten Glauben schenkt, dann war Eris hier …

… der Grund sich ueberhaupt erstmal eine Planetendefinition zu ueberlegen.

Aufgrund der dadurch ausgeløsten, heutzutage aber laengst vergessenen, Kontroverse finde ich, dass dies ein sehr passender Name ist :)

Hier erwaehnte ich, dass der „Jeder ist ein Sender“-Ansatz in eine ziemliche Misere gefuehrt hat im Zusammenhang mit sog. „sozialen“ medien.

Hier praesentierte ich den Artikel „When Do Extraordinary Claims Give Extraordinary Evidence?„. In diesem wird dargelegt, dass der Fehler in einer Kommunikationskette multiplikativ (!) und nicht nur additiv zunimmt.

Dies ist natuerlich der Grund des Versagens besagter sog. „sozialer“ Medien. Die Kette wird immer laenger wenn jeder ein „Sender“ ist, bevor die Information den Zuhørenden erreicht.

Gatekeeper„, bspw. Zeitungen oder Nachrichtensendungen, bedeuten kuerzere Kommunikationsketten. Diese „Løsung“ des Problems kommt aber mit einem ganz eigenen Haufen an Problemen.

Ich hacke da so drauf rum, weil ich den Eindruck habe, dass der von Hackern (Wortspielkasse!) so gerne propagierte „Jeder ist ein Sender“-Ansatz von einhundert Prozent korrekter, unparteiischer, Informationsweitergabe ausgeht. So, wie Computer das machen.
Unter dieser Annahme fuehren die im Artikel dargelegten Gleichungen ebenfalls zu perfekter Information beim finalen Rezipienten einer Information.

Oder aber das wird propagiert, weil davon ausgegangen wird, dass sich die Kette verkuerzt.
Im Speziellen stimmt das sogar. Bspw. dass es mir heute in vielen Faellen viel einfacher gemacht wird, einen originalen wissenschaftlichen Artikel zu lesen. Unter anderem deswegen propagiere ich so massiv „Open Access„.

Im Allgemeinen sind Menschen aber zu bequem um eine Information zur Quelle zurueck zu verfolgen. Das ist nicht als Kritik gemeint, sondern nur als Fakt und ich nehme mich selber da nicht von aus. Und dann greift die multiplikative (!) Zunahme des „Fehlers im Signal“ wieder.

Hinzu kommt, dass, wenn jeder ein „Sender“ ist, die „Signalstaerke des Senders“ (oder die Reichweite) nicht grosz genug ist. Deswegen braucht es mehr Sender zwischen denen die Information huepfen muss, bevor sie besagten finalen Rezipienten erreicht.
Das ist ein weiteres Konzept, welches in der Computertechnik extrem gut funktioniert. Aber da gibt es Fehlerkorrektur, wenn Information mal NICHT korrekt ankommt.

Wiederum gilt: „Gatekeeper“ kønnen prinzipiell beides uebernehmen (Fehlerkorrektur und Erhøhen der Reichweite) … aber da sind wir dann auch leider wieder bei Gatekeepern :( .

Der Punkt ist, dass das „Jeder ist ein Sender“-Modell extrem toll ist, und gewisse Probleme die der Gatekeeper-Ansatz mit sich bringt løst, aber mglw. im Grunde auf Annahmen aus der Computertechnik beruht die vøllig versagen im Zusammenhang mit Menschen. Und damit waere ich dann wieder bei dem was ich hier schrieb.

Eine Løsung des Problems habe ich natuerlich nicht und sogenannte „Faktenfinder“ (bspw. der hier oder das bekannte snopes) helfen da auch nicht wirklich.

Wie so viele andere gute Ideen scheitert es an der (heutigen) Praxis und das darf nicht uebersehen werden. Dies verlangt eine Modifizierung des Ansatzes und vermutlich auch ein Erkennen, dass man mit einigen Vorhersagen (bspw. dass dann alles besser wird und wir dann viel freier sind) falsch lag.

Ein Problem zu erkennen und drauf hinzuweisen ist auch wichtig und ich kann mal wieder nur hierauf verweisen :( .

Eine sehr alte (und extrem gute) Geschichte machte aus dem Mond des Gesteinsbrockens in dessen Naehe ich mich gerade befinde, einen Apparat welches in besagter Geschichte „Mass Relay“ genannt wird.

Es ermøglichte den Menschen in der Geschichte ueberlichtschnellen Transport zu anderen Orten in der Galaxis, so lange dort auch so ein Apparat stand.

Das waere ja ein externer und von auszen wirkender Jumpdrive (mit extremen Limitierungen). Das ist natuerlich technisch gesehen ein vølliger Humbug.

Nun ja, hier steh ich auf besagtem Brocken (nicht der Mond):

Quatsch muss man manchmal auch mal machen ;)

Interessant ist, dass die Menschen fuer eine kurze Periode vor ueber 1300 Jahren mal dachten, dass dies ein Planet waere. Zum Glueck sind wir da heute weiter.

Neulich war ich mal wieder auf Island und bei ’ner kleinen Rundfahrt kamen wir auch an diesem beruehmten Wasserfall vorbei:

Und da kann man hinter lang gehen. Und es gibt einen kleinen Auslaeufer, bei dem das Wasser auf Land landet und nicht in dem kleinen See darunter.

So wie man das aus Filmen kennt … wobei mir spontan kein Film einfaellt bei dem das so war … nutzte ich diese Gelegenheit um mal unter einem Wasserfall zu stehen:

Und wer kann schon von sich behaupten, DAS in Echt getan zu haben *grinst*.

Ach ja … dies geschah bereits Ende September 2018. An dem Tag war es kalt, sehr windig und regnerisch. Deswegen stehe ich da in voller Regenmontur. Und die Schuhe waren schon von vorher nass.

Tjaaaaa … nun faellt mir wenig ein, was ich dazu schreiben kønnte. Das ist ja genau der Grund, warum ich bei meinen Reiseberichten solche Sachen eigentlich weg lasse. Aber dieses System hier ist speziell, deswegen dokumentiere ich das so im Detail.

Anstatt weiter lange zu reden, das viert-schwerste Objekt im Ursprungssystem:

So … nun noch zu so’n paar kleinen Gesteinsbrocken, die nur aus historischen Gruenden interessant sind.

Die Umbenennung vor 685 Jahren wurde irgendwann wieder rueckgaengig gemacht. Ansonsten gibt’s hier …

… nicht viel weiter zu sehen und ich ziehe gleich weiter zum letzten Planeten des Ursprungssystems.

In einem meiner „Post“-Beitraege empfahl ich den Artikel „When Do Extraordinary Claims Give Extraordinary Evidence?“ zu lesen mit der Begruendung, dass dort:

[…] die Erklaerung steht, warum sog. „soziale“ Medien vøllig versagen (ganz wichtig fuer alle Hacker die immer noch der Meinung sind, dass jeder ein Sender sein sollte).

Im Nachhinein fiel mir auf, dass die selben Gleichungen auch ganz hervorragend eines der Hauptargumente gegen das Lesen von Originalquellen massiv abschwaecht :) .

Das Argument geht ungefaehr so:

Ich habe viele Leute um mich herum die selber lesen und denen ich vertraue und mit denen unterhalte ich mich dann.

Ich diskutiere mal nicht weiter, dass dies dann nur ein Bruchteil ist, was diese Leute selber lesen und die dann natuerlich auch nur das wiedergeben an was sie sich erinnern.

Viel besser ist naemlich, das die Gleichungen im verlinkten Artikel ganz deutlich zeigen, dass die Vertrauenswuerdigkeit der Information mit jedem Glied in der Kette von der Originalquelle zum Zuhørenden massiv abnimmt. Der „Fehler im Signal“ steigt nicht additiv wie sonst ueblich, sondern multiplikativ! Und das selbst dann, wenn die vermittelnden Personen an und fuer sich vertrauenswuerdig sind.

Und so ’ne Kette geht ungefaehr so:
1.: das Experiment an sich
2.: der Wissenschaftler der es in einem Artikel praesentiert
3.: der Editor des Journals hat seine Hand im Spiel
4.: der Wissenschaftsjournalist einer Zeitung
5.: die Redaktion der Zeitung
6.: der Weblogeintrag zum Zeitungsartikel
7.: der Leser
8.: der Zuhørende

Einige Stufen haben grøszeren Anteil am zunehmenden „Fehler im Signal“ als Andere. Das scheint zwar total logisch, aber das Ausmasz des Verlusts der Vertrauenswuerdigkeit war mir nicht bekannt vorher.
Da das ganze multiplikativ (!) geht, ist schon die Umgehung eines einzelnen Gliedes extrem relevant bzgl. besagter Vertrauenswuerdigkeit der Information.

Bspw. wenn der Weblogeintrag den originalen wissenschaftlichen Artikel praesentiert. Selbst dann, wenn man urpsruenglich ueber einen Zeitungsartikel darauf aufmerksam wurde.
Oder natuerlich, wenn der Zuhørende selber zum Leser wird … am Besten zum Leser des wissenschaftlichen Artikels.

Das ist im Uebrigen auch ein massives Problem in den Wissenschaften! Auch in den Natur- und Ingenieurswissenschaften. Das hab ich zwar so irgendwie „gefuehlt“, waehrend ich an meiner ersten Doktorarbeit arbeitete, aber so richtig bewusst ist es mir erst waehrend meiner zweiten Doktorarbeit geworden. Und in Worte fassen konnte ich es erst nachdem ich den oben verlinkten Artikel gelesen und mehrere Tage drueber nachgedacht hatte.

Und deswegen: selber lesen … … … erhøht den vertrauenswuerdigen Informationsgehalt den man aus den Signalen des Universums ziehen kann.

Saturn war der Vater Jupiters. Letzterer hat Ersteren umgebracht. Andererseits … das liegt in der Familie.

Fetzt hier zu sein.

Aber nun geht’s auf zum Kastrierten

Bevor es zum Saturn geht dachte ich mir, dass man ja mal schauen kønnte, wie der Sonnenaufgang von hier so aussieht. Aufgrund des tiefen Gravitationsbrunnen kam ich aber nicht so nahe ran. Und dann ist die Sonne auch noch so weit weg. Und deshalb sieht’s trotz gewaltiger Atmopshaere nicht so spektakulaer aus wie bei der Venus.

Sol ist das gelbe Puenktchen, welches sich da verstohlen ueber dem Horizont zeigt.
Nun ja, damit ergibt sich dann auch, dass ich keine weiteren Sonnenaufgaenge zeigen brauche.

… schaffe ich es mal solche Tueten …

… so aufzumachen, wie es gedacht ist die aufzumachen :)

Dieser Schnurmechanismus ist soooooo toll. Das ist voll befriedigend wenn sich das øffnet wie’s soll.
Aber wenn ich ehrlich bin, mache ich allermeistens was falsch und nehme dann letztlich doch die Schere.