… finden sich bei Netzpolitik.org mal auseinandergenommen.

Eigentlich sollte dies ein ganz anderer Beitrag werden … ich wollte euch das typisch norwegische Geschenk zeigen, dass ich neulich bekommen habe … eigentlich wollte ich das ganze hier nicht thematisieren, weil ich dachte mit meiner Polemik aerger ich euch schon genug … aber dann las ich heute von einer Person die ich sehr schaetze (auch und im Besonderen wegen ihrer Meinungen), dass dies eine „ganz schwache Nummer in Berlin“ ist …

Dieser Meinung bin ich mitnichten … wer das gelesen hat, duerfte merken, dass dies nicht aus Dummheit oder Unwissenheit heraus geschieht … die Zensurursula ist doch blosz die Verkuenderin der Nachrichten … dass die sich das nicht selber ausgedacht haben kann ist doch schon daraus zu erkennen, dass die anscheinend wirklich glaubt, dass diese Mittel wirklich gegen das helfen sollen fuer das sie offiziell geschaffen werden …

Meiner Meinung nach ist dies total gut kalkuliert … die etablierten Medien sind seit einigen Jahren erfolgreich gleichgeschaltet (siehe dazu auch am Beispiel der Berichterstattung ueber die Finanzkrise: „Die Abwesenheit von kritischem Verstand und das Versagen der Medien ist zum Verzweifeln“ auf den nachdenkseiten.de) … beim Netz kann man das aber nicht so einfach machen … bleibt eben nur noch ein Ausweg … die Zensur … und als Feigenblatt (weil man die Wahrheit ja nicht aussprechen darf) nimmt man eben her, dass man Kinder vor sexueller Gewalt schuetzen will … durch weggucken, was man nicht sieht gibt es auch nicht! … wie der Mond, wenn keiner hinguckt, dann ist der auch nicht da … und dass das wirkt sieht man daran, dass der durchschnittliche Intellektuelle drauf reinfaellt … wiederum nach der Art: „mich betrifft das ja nicht und ich hab ja nix zu verbergen“ … wobei ich vor gar nicht so vielen Jahren auch auf die (durch die gleichgeschalteten Medien) weit verbreiteten „Thesen“ der Berufsluegner (Lobbyisten die sich den Anschein eines Politikers geben) hereingefallen bin …

Sorry, dass das so viel „Verschwoerungstheorie“ grad von mir ist … das passt mir gar nicht aber anders laeszt sich das vermutlich gar nicht einordnen und ich kann da nix dafuer … aber fuer die Mechanismen wie Menschengruppen funktionieren interessiere ich mich seit langer Zeit (wie ich ja auch immer gern wiederhole: „ich war einfach nur zu feige Soziologie und Politik zu studieren“) … und ich sage seit Jahren, dass Zensur eines der wenigen uebriggebliebenen Mittel ist um die Bevoelkerung ruhig zu halten (und Macht zu ERhalten) … danach kommt versteckte und dann offene Gewalt … weitere Anzeichen dafuer (hier nur drei von Tausenden):

Streikrecht stört Konzerne (Lufthansa und Deutsche Bahn fordern schärfere Gesetze gegen kampfstarke Spartengewerkschaften. Bundestag soll Hürden für Arbeitskämpfe höher legen)

Luegen bei der Diskussion ums Gesundheitssystem … wer nicht weiss wo er das Geld fuer ordentliche medizinische Versorgung herbekommen soll, kuemmert sich auch nicht um andere Sache

– zahlreiche europaeische Staaten (darunter z.B. Grosz-Brittanien) bereiten sich (im Zuge der Wirtschaftskrise) darauf vor im Sommer Proteste niederzuschlagen (ich finde leider die Quelle nicht mehr, aber das stand bestimmt auch beim Boulevardmagazin „Der Spiegel“ irgendwo)

Die andere Alternative … eine Transformation der Gesellschaft … haette einen massiven Machtverlust der z.Z. Machthabenden (und das sind nicht die Berufsluegner an sich!) zur Folge …

Der Herr Orwell haette heutzutage viel zu viel zum schreiben :( …

Einfach mal bei wikipedia unter dem Stichwort „Merkmale einer Diktatur“ schauen … mit ein bisschen Recherche laeszt sich sicherlich zu jedem Punkt etwas finden (bis auf „Wahlmanipulation“ fallen mir auch wirklich welche ein, die ich hier nur nicht anbringe, weil ich die Quellen nicht mehr habe … und selbst Letzteres wurde ja schon durch den versuchten Einsatz von Wahlcomputern vorbereitet (Achtung, ganz gezielte Polemik an dieser Stelle!)) …

Oder anders und wie ich auch so gerne sage … ich koennte mir nicht mehr im Spiegel ins Gesicht schauen mit dem Wissen, dass ich dies mit meiner Produktivitaet unterstuetze … und hier habe ich wenigstens noch die Hoffnung, dass es nicht so enden wird wie befuerchtet … denn es geht um die Zukuft meines Sohnes

Edit: ihr habt noch immer zu viel Vertrauen, dass „das System“ (und damit eure Gesellschaft) funktioniert … „das System“ funktioniert auch wirklich hervorragend, es ist nur nicht „das System“ von dem ihr glaubt ein Teil zu sein … siehe dazu der sehr empfehlenswerte Essay von Noam Chomsky: „Warum die Mainstreammedien „Mainstream“ sind“ (mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt alt und aktueller denn je) … … … .oO(ungefaehr so muss sich die Kassandra gefuehlt haben … nur dass sie wirklich wusste was passieren wird) … aber wenigstens weiss ich, dass ich nicht der Einzige bin, der so denkt … denn dann waere ich wirklich ’n verrueckter Spinner (zumindest das „verrueckt“ hoffe ich nicht zu sein)

Edit 2: Beim schreiben bin ich davon ausgegangen, dass der durchschittliche Leser den als Stilmittel missbrauchten „Verschwoerungskram“ automatisch vom Rest trennen kann … beim nochmal durchlesen war ich mir da nicht so ganz sicher … deswegen hier nochmal der Hinweis: dieser Beitrag ist vorwiegend dazu gedacht euch einige meiner Quellen naeher zu bringen … ich bin KEINER der Ufo-Spinner … nur ein Buerger dem es nicht egal ist, in welcher Gesellschaft er lebt

… auf einen Snickers wenn ich, mit der Absicht dem nervenden „So-circa-anderthalb-bis-zwei-Stunden-vor-dem-Nachhausegehen-und-ich-habe-meine-Stullen-alle-schon-aufgegessen-Hunger“ entgegen zu wirken, stark zuckerhaltige Nahrungs Genussmittel suchend, durch die Gaenge des ehrwuerdigen Naturwissenschaftsgebaeudes der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultaet an Norwegens Technisch Naturwissenschaftlicher Universitaet … .oO(ich denke nun duerfte klar sein welchen Schwerpunkt die NTNU hat) … haste, und dann den Preis desselbigen Schokoladen-Erdnuss-Riegels in der leuchtenden Anzeige des Automaten sehe.

… … …

… … …

… … …

19 Kronen bin ich NICHT bereit fuer einen Snickers zu bezahlen!

Norweger sind ja sehr freizuegig was ihre persoenlichen Daten anbelangt. Waehrend die Einfuehrung der persoenlichen Steuernummern in Dtschl. ja durchaus (und zurecht in diesem eurem Lande) noch diskutiert wird, ist dies hier seit langem gelebte Realitaet und anerkannt und macht viele Dinge sehr sehr einfach, denn die werden quasi ueberall angegeben und alle fuehlen sich sicher.

Meiner Meinung nach fuehlen sich die Norweger zu Recht sicher. Dazu drei Beispiele.

1.: Julebord (Weihnachtsessen) … meine schwedische Kollegin meint scherzhaft: „Es gibt doch mittlerweile solche „Tags“ mit denen kann man verfolgen, wo sich eine Person befindet. Das koennen wir ja Jedem aufkleben und dann kann man die Raeume meiden in denen Personen sind, die man nicht leiden kann.“ Der erste ernsthaft gemeinte Kommentar auf diese scherzhafte Frage kam von einer norwegischen Kollegin und zwar (mit einem ganz leichten Anflug von Entruestung:) „Und wer hat dann Zugriff auf die Daten???“ … jaja … die Norweger … verstehen keinen Spasz wenn es um ihre persoenlichen Daten geht … vermutlich weil sie so freizuegig damit umgehen und wollen, dass dies so bleiben kann (weil keine Gefahr droht, weil die Norweger selber aufpassen, dass keiner Schindluder damit treibt oder treiben kann bzw. dass keine Strukturen aufgebaut werden, die so etwas moeglich machen).

2.: Im NanoLab sind Kameras eingebaut, damit bei einem Feuer / Gasalarm von aussen geschaut werden kann, ob wer ohnmaechtig im Lab liegt und gerettet werden muss. Nun ist bald Eroeffnung und die Besucher duerfen nicht alle Bereiche des Labors betreten. Natuerlich kam der Vorschlag, die Kameras zu benutzen um diese Bereiche zu zeigen. Es kam (beinahe) augenblicklich der Hinweis, dass wir nicht die Erlaubnis haben die Wissenschaftler im Labor mit diesen Kameras zu beobachten … freizuegiger Umgang mit seinen persoenlichen Daten erfordert eben (die) Selbstkontrolle (aller)

3.: Hugo wird ja nun morgen eingekindergaertnert. Dazu mussten wir natuerlich die ueblichen Zettel ausfuellen à la „welche Krankheiten hat ihr Kind / welche Impfungen / darf ihr Kind mit dem Bus mitfahren / darf ihr Kind mit in die Schwimmhalle etc.“ … eine Frage die mir besonders auffiel war: „Duerfen andere Eltern Fotos / Videos machen wenn ihr Kind dabei ist?“ … nur weil viele einen freizuegigen Umgang mit ihren persoenlichen Daten haben, heiszt das nicht, dass auch ALLE mitmachen MUESSEN!

In diesem Sinne: viel Spasz in eurem laengst Realitaet gewordenen Ueberwachungsstaat (was ja viel mehr bedeutet als nur die (Video)Ueberwachung an sich!) … aber … (Achtung ganz ueble Polemik die ich mir einfach nicht verkneifen kann!) … mit Ueberwachung … damit kennen sich „die Deutschen“ ja seit einigen Generationen gut aus … auf beiden Seiten der Linse … und auf der anderen Seite „war es doch schon immer so“, aber „die Deutschen“ haben ja nichts zu verbergen und deswegen ist das ja nicht so schlimm wenn ihr ueberwacht werdet.

Und  wo wir gerade bei den Schweden waren:

Warum benutzen Schweden Zahncreme anstatt Waschpulver beim Waeschewaschen?

Weil sie keine Loecher in den Struempfen haben wollen.

diesen Kommentar von der Anna moechte ich heute zwei Fotos praesentieren.

Das Erste ist in guter Qualitaet, denn ich hatte meine Kamera dabei und es herrschten gute Lichtverhaeltnisse zur Zeit der Aufnahme (obwohl es hier eigentlich immer dunkel ist wie ja alle wissen). Es zeigt einen der Fahrradstaender vor dem Gebaeude in dem mein Buero ist (noch bis ca. 13 Uhr heute). Gut zu erkennen sind zwei Fahrredhelme. Beide sind einfach nur beim Fahrrad platziert, damit die Besitzer die nicht mit sich rumschleppen muessen. Es findet sich keine Sicherung irgendeiner Art (von der offensichtlichen Sicherung vorm runterfallen natuerlich mal abgesehen).

unangeschlossene-helme

Das zweite Bild wurde unter suboptimalen Bedingungen aufgenommen. Nur mit der in meinem Mobiltelefon integrierten Kamera und es war ausserdem kalt und dunkel in Dresden. Es zeigt ebenso einen Fahrradhelm. Trotz der weniger hervorragenden Qualitaet des Bildes ist deutlich die dicke Fahrradkette zu erkennen die den Helm sichert.

angeschlossener-helm

… oder anders … typisch norwegisch – typisch deutsch …

Ich wollte eigentlich eine gleichlautende Kategorie aufmachen, aber dann bemerkte ich, dass es ja bereits eine Kategorie „Gesellschaft“ gibt, in die all dies hervorragend hinein passt …

*riesigen vermutlich unverstehbaren Gedankensprung mach* … oder um es mit den Worten von Kettcar aus ihrem Lied „Am Tisch“ zu sagen:

Ein Toast auf das Leben,
Einen Platz auf dem man einmal so sein kann
wie man ist wer man ist

Die neuen „Gimmiestufel“ (sic!) meines kleinen Sohns, damit er wieder „patschen“ kann:

gimmiestufel

Ihr wisst ja alle wo ich arbeite … naemlich hier:

nanolab1

Und wenn ihr das folgende Bild seht, mit der Tuer auf der dieses Schild ist, habt ihr auch einen Eindruck davon, wie grosz dieses Labor ist:

nanolab2

Hier nun endlich der Preis, den die Gewinnerin erhalten hat:

gewinne

Kalender, Karte und aufKleber sind gesponsort vom Herrn Schmidt. Der Gewinner Verlierer erhielt dann immerhin noch den Trockenfisch. Nun muss ich nur noch die Rechnung dafuer bezahlen.

heute dann doch noch Bilder von meinem neuen Buero hochzuladen:

buero-1

buero-2

Damit ist mein Buero jetzt groeszer als das von meinem alten Chef … moechte ich hier nur mal so erwaehnen, denn ich weisz ja, wie wichtig Statussymbole in Dtschl. sind. Ich trau es mich kaum zu sagen, aber die drei Kaktuesse sind von … hust … ikea … und wenn wir wieder mal gerade bei den Schweden sind:

Vet du hvorfor svenskene ikke bruker tresko?

Fordi de bare har to bein.

(Der funktioniert leider nur auf norwegisch)

Erstmals ist die norwegische Wirtschaft am groeszten (was immer das auch heiszen mag). Somit ist Schweden nun der kleine Bruder:

kleiner-bruder

jaja … ich weiss selber, dass diese Meldung nicht mehr taufrisch ist.

Und  da wir gerade bei den Schweden sind:

Warum schauen die Schweden hoch zum Himmel und laecheln wenn es blitzt?

Weil sie denken, dass sie fotografiert werden

… mir faellt es schwer den Anfang fuer diesen Beitrag zu finden, denn es geht los mit diesem Feuer:

feuer

Das ist das Haus „zwei Haeuser weiter“ welches da brennt. Und das war in der Nacht vom letzten Donnerstag zu Freitag. Hat mich mehr mitgenommen und erschrocken als ich  erwartet haette, denn ich hab sowas ja zum einen noch nie gesehen und zum anderen draengten sich natuerlich beunruhigende Gedanken bezueglich des Verlustes der eigenen Habe usw. auf. Gluecklicherweise kam keine Person ernsthaft zu Schaden bei dem Brand.

Der Grund warum ich diesen Beitrag in die Kategorie „Hier ist auch nicht alles Gold was glaenzt“ eingeordnet habe, haengt mit einer „typisch norwegischen“ Eigenschaft der Haeuser zusammen. Diese sind naemlich sehr oft aus Holz und nicht unbedingt immer komplett neu gebaut. Dies bedeutet, dass zwischen den Waenden keine feuerhemmende Isolierung ist, sondern nur der Staub von Jahrzehnten. Dazu kommen die z.T. sehr alten Leitungen. In unserem Haus verursachen diese alten Leitungen desoefteren und ohne erkennbaren Grund Stromausfaelle (weil die Hauptsicherung raus springt). Aber wenn die Hauptsicherung raus springt, hat dies eben dich immer einen Grund und der kann eben auch ein Kurzschluss sein. Derartige Phaenomene wiederum sind gern auch mit Funken verbunden … was die mit trockenem Staub machen kann sich jeder selber ueberlegen … und bei Holzhaeusern stoppt das Feuer nicht an einer Wand, sondern das komplette Haus brennt nieder.

Dies erklaert aber auch, warum die Feuerwehr so gut ausgestattet und so praesent ist (was mich bis vor kurzem doch etwas wunderte). An der Uni muss jeder Mitarbeiter oder Student der in einem Labor arbeitet einen Brandkurs mitmachen. Dort wird anhand echter Experimente gezeigt, was Wasser in Verbindung mit bestimmten Chemikalien anrichten kann. Es wird auch gezeigt, was passiert, wenn man einen Fettbrand mit Wasser loeschen will. Auszerdem wird eine Gasflasche angezuendet (und ein Freiwilliger aus dem Publikum darf den Gashahn der Flasche zudrehen … solange vorne natuerlich noch eine Stichflamme heraus kommt … kann sich sicherlich gerade jeder denken, wer sich mit hoher Begeisterung als Freiwilliger voluntiert gemeldet hat [weiss jemand, wie man das durchgestrichene Wort richtig schreibt?]). Dort muss jeder Teilnehmer zur Probe zwei Feuer loeschen; einmal mittels Branddecke und einmal mittels Feuerloescher. Ganz woanders, naemlich im Kino, ist die Feuerwehr vor jedem Film ebenso praesent. Es wird immer ein kurzer Film gezeigt, in dem uns ein Feuerwehrmann erzaehlt, wie wir uns verhalten sollten und wo die Notausgaenge fuer dieses Kino zu finden sind … die Gruende … siehe oben.

Um hier aber nicht so ganz dem Truebsinn zu verfallen, moechte ich auch euch gern noch zeigen, wie es hier seit Mitte November ausgesehen hat:

winterliches-trondheim-1

winterliches-trondheim-2

Dies sind zwei Bilder von etwas erhoehter Position aus gemacht von Trondheim bei Sonnenschein im Schnee … ja, wir haben hier auch Sonne … natuerlich nicht in der Nacht … aber vor allem haben wir hier Schnee, aber darueber berichtet ich ja bereits vorher.