Dies ist er nun. Der letzte Beitrag aus der unterhaltsamen Reihe „Die wunderbare Welt Strasbourger Toiletten“.

Nun habt ihr, meine liebe Leserschaft, euch sicherlich an all diese tollen Toiletten gewøhnt.
Da dies nicht so bleiben wird, dachte ich mir, dass kalter Entzug das beste waere, um euch wieder an die standardisierten Enttaeuschungen der gewøhnlichen Toilettenwelt dort drauszen zu erinnern.

Ohne weiteres, groszes Aufheben oder langwierig nachfolgende Diskussion, deswegen hier die Toiletten des Tagungszentrums, in dem mein erster, internationaler Kongress stattfand.

StrasbourgTagungszentrum2

Auch der Bildentwicklungsfehler kann nicht ueber die Tristesse hinwegtaeuschen. Irgendwie noch schlimmer wirkt das Sitzklo:

StrasbourgTagungszentrum1

Wobei ich denke, dass ich dies jetzt vor allem im Vergleich mit den vorangehenden Toiletten als so enttaeuschend finde. Gegen den ueblichen Einheitsbrei schneiden diese hier gezeigten Orte der Erleichterung denke ich gar nicht so schlecht ab. Denn den Fliesen kønnte ich schon etwas abgewinnen.

Nun haben wir uns ja toilettentechnisch eine ganze Weile in Frankreich aufgehalten. Ich bin schon gespannt, aus welcher Gegend die Toilette des naechsten Beitrages stammen wird.

… hat sogar einen eigenen Wikipediaeintrag.

Dies hier ist zwar keine Analsonde, koennt man aber dafuer halten … tihi

ominoeses Teil 04

Wir naehern uns langsam dem Ende der Strasbourger Toilettenschau.

Dieses Mal mit einem Pissoir mit entweder, schief gelegten Fliesen, oder einer schief gesetzten Wand:

StrasbourgAuTonnelt2

Man beachte das Urinalabflussrohr. Da ist ein Abzweig drin. Sicherlich fuer den Fall, dass man da mal ein zweites Urinal einbauen mag

Klassisch sind uebrigens diese blauen Toilettensteine. In modernen Klos, findet man sowas ja leider auch nicht mehr. Nun ja, was heiszt leider, vermutlich ist es besser fuer uns alle. Aber man ist ja oft etwas wehmuetig, wenn Dinge, an die man sich gewøhnte, einfach so der Modernisierung zum Opfer fallen.

Toilettenpapierspender sind auch so ein Ding:

StrasbourgAuTonnelt1

Eine schøne blaue Farbe hat er hier. Und wir haben auch einen Toilettenpapierspender haengen, aber der ist nicht in Benutzung. Ueberhaupt fallen mir nur die Haushalte, aeltere Personen (als ich es bin) ein, bei denen der Toilettenpapierspender aktiv in Benutzung ist und die Klorolle nicht einfach nur (wie im Bild) daneben steht. Andererseits habe ich da auch einen eher kleinen Querschnitt der Bevølkerung als Untersuchungsobjekt und in Wahrheit kønnte sich diese Toilettenaccessoire ja immer noch grøszter Beliebtheit erfreuen.
Auszerdem ist es ja auch so, dass, weil man es ja so „gelernt“ hat, auch juengere Leute dann doch mal die Klorolle in dieses ohnehin angebaute Ding wurschteln. Meist aber nur, wenn Besuch kommt.

Fein, da aus dem grau so hervorstechend, finde ich auch die Scharniere des Toilettensitzes. Ueberhaupt ist dieser Sitz toll. So eine richtig haessliche, gut sich einpassende ueberhaupt nicht auf sich aufmerksam machende Farbe hat er. Und toll ist das, weil das dem Sitz Charakter gibt und dieser somit nicht unter die, sonst leider ueblichen, Standardtoilettensitze faellt

Der kleine Mann, der bei mir wohnt, der hat es als Streitaxt benutzt :silly:

ominoeses Teil 03

… fuer Privatsphaere und dass wir alle etwas zu verbergen haben, wenn der Gespraechspartner einem bereitwillig sein Telefon geben wuerde, damit man da drin rumschnueffeln kann?

… gelangweilte Nahrungsmitteleinkaufsbutzenmitarbeiter ihre Zeit vertreiben und beim Einraeumen sogar noch Spasz haben, darob des Gedankens, dass sie es „dem System“ nun aber mal ordentlich gezeigt haben:

Und wenn es denn dann doch mal wem auffaellt haben besagte Mitarbeiter dieses ohnehin schon tolle Land noch ein kleines bisschen lebenswerter (und mich persoenlich froehlicher) gemacht :)

… und schreit dabei førmlich „Sex“.

hm4

Was sicherlich so beabsichtigt ist.

Keine lange Ueberleitung oder Erklaerung. Der Grund dieser etwas drastischen Wortwahl zum Beginn des Artikels ist darin begruendet, dass ich gerne ohne Umschweife auf einen Artikel mit dem Titel „Guys worry about sex on the first date too“ zu sprechen kommen møchte.

Dieser Artikel handelt sich zwar am Thema „Sex at the first date“ ab, kann aber auch auf andere aehnliche (und ueberhaupt nicht aehnliche) Themen bezogen werden. Auszerdem ist der Artikel recht irritierend geschrieben. Ich musste mich durch den eigentlich doch recht kurzen Beitrag ein bisschen „durchbeiszen“. Deswegen ist es diesmal keine so richtige Leseempfehlung.
Es geht mit einer Feststellung los, die ich als festen Bestandteil des Selbverstaednisses meiner Leserschaft ansehe:

[…] the choice about whether to have sex is always up to the woman, and the responsibility for whether those initial dating actions bloom into true love or having your calls go straight to voice mail also belongs entirely to her.

Dann werden Referenzen, aktuelle Begenheiten und etablierte Zustaende bemueht, ohne dass zu erkennen waere, wie das so richtig mit der Ueberschrift zusammen haengen soll. Sehr schøn (und wichtig) fand ich dabei aber, dass ich endlich mal lesen konnte,

[That] You can go out with someone, have very nice sex, but because of your personalities or life circumstances, choose to not pursue it further. That’s actually OK here in the 21st century.

Man beachte bitte den Gebrauch des Wortes „actually“, welches ja u.a. sowohl „tatsaechlich“, als auch „eigentlich“ bedeutet. Da fragt man sich dann doch: Na und warum ist dann UNeigentlich solcherart Verhalten immer noch derart stigmatisiert? Insbesondere, wenn Frauen dies so halten?
Diese zwei Fragen kommen natuerlich wieder zustande, aufgrund religiøs beeinflusster, dem Machterhalt dienender Zustaende. Diese prangerte ich ja schon oft an dieser Stelle an.
Womit auch der Bezug zu dieser Kategorie hergestellt waere.

Auf einen ganz konkreten dieser „Zustaende“ will ich etwas genauer hinaus, weil er mich ganz persønlich betrifft (einfach weil ich ein Mann bin) und weil er den Bezug zum Titel des Artikels herstellt.

And it’s still far too commonly assumed that the question of whether to have sex on the first date is one only a woman gets to answer. The default setting for a man, meanwhile, is ready, willing and able.

Man hat als Mann „SO“ zu sein! Was immer das „SO“ auch bedeuten mag. In Zusammenhang mit dem Artikel ist es die Bereitschaft zum Sex. Andere Beispiel sind, dass Jungs sich nicht schminken „duerfen“ (mein Sohn darf das natuerlich, wenn er das will). Oder das sog. „echte“ Maenner sich gefaelligst nicht kørperlich hingezogen zu fuehlen haben zu anderen Maennern. Die Schwulen (und ich) haben da eine ganz andere Meinung zu, was es bedeutet ein „echter“ Mann zu sein. Oder, wenn ein Papa auch wirklich Papa sein will und deswegen auf eine sog. „Karriere“ verzichtet.
Im Kleinen mag dem oft mitnichten so sein, im Groszen, gesamtgesellschatlich sozusagen, ist es das aber durchaus.
Ich bringe da immer wieder die gleichen Beispiele, deswegen møchte ich da jetzt auch nicht weiter drauf eingehen.
Deswegen zurueck zu der Es-wird-Maennern-die-staendige-Bereitschaft-zum-Sex-angedacht Sache.

Ein kurzer Satz in dem Artikel fasst es schøn zusammen, was davon zu halten ist:

But the truth is subtler and more complex.

Meine Leser møgen jetzt sagen: Captain Obvious laeszt grueszen!

Aber ist das wirklich so offensichtlicht?

Wenn ja, dann ist daran anscheinend niemand wirklich interessiert, den Erkenntnissen auch Taten folgen zu lassen.

Darum versuche ich dieses „Komplexere“ so (semi)øffentlich, innerhalb dieser Kategorie von Artikeln, zur Sprache zu bringen. Selbst wenn ich mich durchaus geniere (was natuerlich am geschriebenen Wort mglw. nicht zu erkennen ist). In der Hoffnung, dass es ein bisschen hilft, dass die, eine Gesellschaft konstituierenden, Individuen lernen, Dinge zu adressieren, die ihnen peinlich sind. Dinge die nicht peinlich sein muessen und dies nur durch unsere Erziehung sind. Eine Erziehung, die es uns oft nicht erlaubt, Fakten einfach nur als eben dies zu sehen, als Fakten. Weswegen es letztlich so schwer ist bessere Løsungen, Mittel und Methoden zu finden. Eben weil wir als Gesellschaft mit dem „schaemen“ und „Stigmatisieren der Anderen“ beschaeftigt sind.
Wir sind nicht mit sowas beschaeftigt? Mhm … na aber was ist denn dann der erste (reflexhafte) Gedanke, der einem in den Sinn kommt, wenn man davon hørt, dass eine verheiratete Frau mit Kindern gerne (und mglw. oft) Sex mit anderen Maennern hat?

Auf die Ungleichheit, wenn man „Mann“ anstelle der „Frau“ einsetzt, gehe ich hier an dieser Stelle nicht ein, auch wenn es im grøszeren thematischen Zusammenhang natuerlich (mal wieder) passen wuerde.

Dieses „sich schaemen und Stigmatisieren der Anderen“ sollten wir vehement versuchen zu aendern. Wir, die es ab und zu schaffen ein klein bisschen klarer durch die „Sozialisationsbrille“ zu schauen.

Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels ist das Bauprojekt eigtl. schon beendet. Aber das waere ja zu einfach.

Hier nun erstmal das naechste Teil:

ominoeses Teil 02

Wie man sieht, fehlte im Bausatz ein Teil, und ich musste etwas improvisieren.

Und zusammen mit dem ersten Teil, sieht es dann so aus:

Zwei ominoeses Teile zusammen

 

Ein neuer, nicht schon vor vielen Monaten verfasster Beitrag.

Und einer der Gruende, warum ich mich wieder an meinen weblog wage. Es ist naemlich nicht zu kompliziert.

Ein neues Bauprojekt … wer zuerst erraet worum es sich handelt, der hat gewonnen. Ich habe auch schon einen kleinen Favoriten *gg*

Ominoeses Teil 01

Ich sage nur soviel: 4 Schubduesen … tihihi

 

Seit dem Zerfleddern meiner Ehe … mittlerweile ist das Ende beschlossen, meine Kotzgrenze ist erreicht … und dem Einsetzen meiner Depression, war dieser Beitrag hier zu sehen.

Einige meiner Leser wissen mehr ueber die Umstaende, andere weniger oder gar nichts.

Wieauchimmer, wenn mir danach ist, denn werde ich in zukuenftigen Beitraegen mglw. das eine oder andere darueber schreiben. Wie immer gilt: wer was wissen will kann ruhig fragen.

Ich hatte vor, wenigstens auf das Thema „Depression“ etwas naeher einzugehen.

 

Nun jedenfalls habe ich endlich wieder etwas Lust, mich meiner Auszendarstellung zu widmen. Das war mir immer sehr wichtig und das fehlt mir.

Fuer regelmaeszige Beitraege fehlt mir aber noch die Energie oder viel zu oft einfach auch die Motivation … stupid depression.

Damals hatte ich bereits Beitraege fuer drei Monate vorbereitet. Die bekommt ihr erstmal zu lesen.

(Mindestens) Zwei besonders pfiffige Witzbolde haben es geschafft hinter den „Schleier“ des oben erwaehnten Beitrages zu schauen und somit alle diese Beitraege schon gelesen. Tja … dann koennt ihr die jetzt nochmal lesen. Und um es fuer euch besonders interessant zu machen, werden zwischen diesen Beitraegen einfach auch noch neue Beitraege erscheinen. Bzw. war mindestens ein Artikel noch nicht ganz fertig und den muesstest ihr euch dann auch nochmal durchlesen.

 

Ansonsten … pfffffff … ich will mehr Sex!