Nichts Schønes ahnend spaziert man so durch die Stadt und auf einmal sieht man das hier:
Toll wa.
Und dann, wieder nichts Schønes ahnend spaziert man einen anderen Tag durch die Stadt und findet ein noch viel feineres Exemplar:
Da frage ich mich, ob das nicht Zugaenge zu Vaults sind … tihihi.
Nach Wolfi Landstreicher kønnen Beziehungen (ganz allgemein zu anderen Menschen) nicht mehr gesehen werden als ein Aktivismus, dessen Ziel es ist …
to seek followers who accept one’s position
sondern vielmehr …
comrades and accomplices with which to carry on one’s explorations.
Ich habe den Eindruck, dass dies die Idee hinter Hackerspaces ist. Zumindest wird dies indirekt irgendwie schon gerne behauptet. Wenn auch nicht in diesem Wortlaut.
Andererseits sind wir auf diesem Weg noch nicht so weit gekommen. Und es wuerde mich nicht wundern, wenn nicht doch irgendwann wieder die alten Mechanismen greifen wuerden. Diejenigen, die sich nicht der Gruppe anpassen (unterwerfen?) werden zwar mglw. nicht rausgeschmissen, so lange sie es nicht zu doll treiben. Aber ich bezweifle, dass auch kein ehrliches und wohlgemeintes „danke fuer deine anderen Ansichten“ in der „Mehrheitsmeinung“ durchkommen wird. Das schlussfolgere ich von mir (und der Geschichte) ausgehend und in der Zeit extrapolierend.
Ebenso von mir ausgehend, wage ich zu behaupten, dass auch Hacker lieber ueber die Dinge reden, bei denen sie sich auskennen oder wohlfuehlen und dass auch sie Reizthemen oder Themen bei denen ihre eigene kognitive Dissonanz zu sehr strapaziert wird lieber vermeiden. Nicht wahr, sind eben auch nur Menschen. So wie ich :)
Salzwedel … da bin ich geboren worden. Die Poliklinik gibt es nicht mehr.
Vor einigen Jahren kehrte ich in dieser Stadt in ein Restaurant ein. Hier deren Urinale:
Und die Sitztoilette:
DerToilettenbuerstenhalter (?) versucht farblich etwas aus dem Einheitsbrei heraus zu kommen. Schafft es aber auch nicht so richtig.
Heute møchte ich gerne auf Hermann Rampachers „Gewissens- oder Verantwortungsethik? – Gemeinverständlicher Entwurf einer empirisch-normativen Risikoethik“ eingehen. Natuerlich wie so oft gespickt mit meinen eigenen Gedanken dazu.
Hier erstmal ein Link zur Gewissens- (oder auch Gesinnungs-) und ein anderer Link zur Verantwortungsethik.
Wenn nicht anders angegeben sind alle Zitate aus dem Rampacherschen Artikel; Hervorhebungen sind von mir.
Ein kurzer Abriss (ohne weiterfuehrende Links):
Für Moralphilosophie oder religiöse Versionen der Ethik hat Max Weber 1919 den Begriff „Gesinnungsethik“ geprägt. Ihn konfrontiert er mit dem der „Verantwortungsethik“. In seinem Vortrag „Politik als Beruf“ sagt Weber: Es ist „ein abgrundtiefer Gegensatz, ob man unter der gesinnungsethischen Maxime handelt – religiös geredet: ‚Der Christ tut recht und stellt den Erfolg Gott anheim‚ – oder unter der verantwortungsethischen: dass man für die (voraussehbaren) Folgen seines Handelns aufzukommen hat.
Warum diese Hervorhebung ? Nun ja, deswegen:
Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages […] sind […] nur ihrem Gewissen unterworfen.
Rampacher schreibt dann weiter:
Bei diesem Wortlaut wird offenbar der Gewissensethik dogmatisch ein Vorrang vor der Verantwortungsethik eingeräumt.
Nach den Vorstellungen der CDU/CSU, haben die also mit ihrer Politik alles richtig gemacht. Ihre Politik ist ihrem Gewissen unterworfen und ihr „Gewissen“ muessen sie nur vor ihrem gott verantworten und nicht vor ihren Waehlern oder gar der Nachwelt. … Schøne Scheisze!
Aber dazu nicht weiter.
Einen ganz anderen Zusammenhang hat das folgende Zitat:
Wir können nur jemand tadeln, er habe seine Pflicht nicht erfüllt, der körperlich, geistig, von seinen Kompetenzen und Erfahrungen her überhaupt in der Lage gewesen wäre, die gebotenen Taten auszuführen.
Seitdem ich dies realisierte (nicht erst nachdem ich diesen Artikel las; es war ein recht langer und langsamer Prozess) versuche ich weniger „giftig“ zu sein.
Wenn bswp. jemand einfach nichts ueber die Konsequenzen der „Teilens im Internet“ weisz, weil sie oder er nichts darueber gelesen hat, dann versuche ich da nicht mehr mit erhobenem Zeigefinger zu stehen und zu sagen, dass doch bitte das facebookkonto geløscht werden soll.
Das versuche ich wirklich.
Was ich aber machen kann, ist die nøtigen Informationen zu liefern, damit eben die „Kompetenz“ sich aufbauen kann, um gebotene Handlungen auszufuehren. Und dann sind Handlungsvorschlaege vøllig legitim.
Nun mal von der anderen Seite betrachtet. Was ist, wenn eben diese Kompetenzen und Erfahrungen vorhanden sind?
[…] Taten, die notwendig sind, Risiken zu reduzieren, die dem globalen Überleben drohen, sind denen pflichtmäßig geboten, die sie als Akteure aufgrund ihrer Kompetenzen, ihrer Erfahrung und der ihnen zur Verfügung stehenden Mittel ausführen könnten.“
Da stellt sich natuerlich die Frage, des Fleischkonsums und der Urlaubsreise. Andererseits steht dort ja nur „reduzieren“. Damit kann ich mich natuerlich rausreden.
Halte ich mich daueberhaupt selber dran? … mhmmmmm … gute Frage. Ich weisz es nicht. Deswegen bin ich immer dankbar fuer Kritik an meinen Aussagen und Handlungen.
Denn meine Handlungen hat kein anthropomorphes Ueberwesen so gewollt im „groszen Plan des Universums“. Ich bin i.A. selbst dafuer und somit auch fuer die Konsequenzen verantwortlich. Niemand anders. Natuerlich gibt es Aussnahmen, aber die sind von Fall zu Fall genau zu untersuchen.










