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In „Was unter dem G-Strich steht“ gruebelt Dietmar:

Wie lange es noch den Kapitalismus geben wird, wissen wir nicht. Nehmen wir einmal – ohne jede Begründung – an, er sei nicht mehr oder weniger dauerhaft als der Feudalismus. Dann hätte er noch fünfhundert Jahre vor sich

Was fuer eine grauenhafte Vorstellung. Wenn man es aber in einen grøszeren Zusammenhang stellt, sieht es nicht mehr ganz so duester aus:

Im Vergleich zur Vergangenheit und etwaigen Zukunft menschlicher Gesellschaften ist dies eine eher kurze Frist.

Deswegen mag ich Dietmar … er schreibt so positiv :)

In der „Dagens Næringsliv“ vom 2011-12-19 fand sich dieses Bild:

Treibhausgasemission der Oelindustrie

Zu sehen sind die Emissionen bestimmter Treibhausgase durch die Petroleumsindustrie (waehrend der Suche/Bohren/Førderung/Produktion etc.). Dies natuerlich normalisiert auf „pro produziertem Fass Øl“ oder so.
Die dunklen Streifen sind die durchschnittlichen Emissionen auf dem norwegischen Sockel und die hellblauen Streifen der internationale Durchschnitt fuer alle ølproduzierenden Laender.

Mich duenkt, dass es hier in Norwegen eine politisch gewollte und voran getriebene Initiative gab, die Emission von Treibausgasen zu verringern. Die Industrie fand das bestimmt nicht so toll … wegen „Arbeitsplaetzen die dadurch vernichtet werden“ … oder „nicht mehr international konkurrenzfaehig sein“ oder so der uebliche Quatsch eben.

Aber wie man sieht, wird immer noch munter Øl produziert, nur eben sauberer.

Es geht also; die Volksvertreter muessen nur wollen.

„Dagens Næringsliv“ ist eine … mhm … ich sage jetzt mal euphemistisch: wirtschaftsnahe Tageszeitung, die hier an so ziemlich allen Kiosken auch jederman zum Kauf ausgestellt wird. Ausgestellt im Sinne von, dass man im vorbeigehen den Titel lesen kann. Also nichts, was „Experten“ im Regal fuer Fachzeitchrift lange suchen muessen.

Wenn auf der Titelseite einer solchen Zeitung dies steht:

Banker terroriserer hele samfunn

dann ist die Kacke nicht nur am dampfen, sondern am brennen.

Uebersetzung: „Die Banken terrorisieren die gesamte Gesellschaft“.

Dies bezogen auf die anhaltende wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche, soziale usw. usf. Krise in Europa.

Schon interessant, die Presselandschaft hier in Norwegen.

Die Mitlaeufer dieser Organisation sind auf jeden Fall welche.

TF

Ich habe mich mal mit einem von denen unterhalten. Leute, welche die Handlungen von eindeutig nachgewiesenen Massenmørdern verteidigen und versuchen diese zu rechtfertigen, waren, sind und bleiben Idioten.

Bereits so einige von Lenins Handlungen und Entscheidungen sind kritisch zu betrachten.

Der hier bereits oft zitierte Herr Koellerer schreibt an dieser Stelle ueber versteckte Anbiederung an Vorurteile.

Dabei kam mir dann gleich Tim Pritlove in den Sinn. Auch wenn er sich grøsztenteils an meine eigenen Voruteile anbiedert. Aber mglw. ist der (das?) dennoch sehr zu empfehlende Chaos Radio Express møglicherweise nicht aussagekraeftig genug und vermittelt einen falschen Eindruck.
Ich sollte an dieser Stelle sagen, dass ich das Verhalten in meinem weiteren sozialen Umfeld bzgl. dieser Person als simple „Prominentenverehrung“ wahrnehme. Dies kann natuerlich vøllig falsch sein, traegt aber nicht unwesentlich zu meiner Meinung bei.

Weit weniger versteckte Anbiederung geschieht bei diesem unsaeglichen „Komiker“ Dieter Nuhr. Kein Link an dieser Stelle. Waere ja noch schøener.

Und auch das Kaenguru muss vorsichtig sein. Marc-Uwe sollte mglw. „keine Fortsetzungen schreiben“ wieder in seine Not-to-do-Liste aufnehmen.

Im Film Riddick gibt es eine Szene, in der besagte Figur in Ketten ist und geschlagen wird. Daraufhin fragt eben diese Figur, seit wan DAS denn gemacht wird.

In was fuer einer Welt leben wir Wir leben in einer Welt, in der ausgerechnet in RIDDICK (!!!) so etwas nicht nur thematisiert, sondern auch noch negativ beantwortet wird. Dies im Gegensatz zur aktuellen Politik (auch dtsch. Politik! Siehe bspw. der Fall Kurnaz, Polizeigewalt, etc. pp.).

2004 erschien ein Artikel mit dem Titel „The Road to Abu Ghraib„.

Ich mag daraus nicht zitieren. Oder vielmehr kann ich nicht.
Ich konnte immer nur 1 bis 2 Seiten lesen. Mehr schaffte ich nicht. Zum einen aus Wut, dass Mitglieder der selben Spezies der ich angehøre derartige Dinge erlauben. Man erinnere sich: Homo sapiens sapiens – der wissende, weise, ja man kønnte gar sagen der sich selbst bewusste Mensch! Wie kann man sich selbst bewusst sein, ohne sich des Anderen bewusst zu sein?
Zum anderen, weil mir aufgrund der dort berichteten Vorfaelle die Traenen in die Augen stiegen.

Wie wir alle wissen ist in der seitdem vergangenen Dekade noch viel mehr passiert und es hat sich ueberhaupt nichts gebessert. Aber das wollen wir nicht wahr haben und deswegen versuchen wir da lieber nicht dran zu denken oder uns mit zu beschaeftigen.

Keine Leseempfehlung deswegen an dieser Stelle. Zu viel Realitaet. Das ist nur ganz schwer auszuhalten.

Schon etwas laenger her:

Eier

Wie man sieht (oder vielmehr nicht sieht), sind keine gluecklichen Huehner auf dem Bauernhof abgebildet. Oder anderer, verkaufsførdernder Kram.

Dort steht in groszen Buchstaben: „12 kleine/mittelgrosze Eier von Kaefighuehnern“.

In klein dann daneben, dass es ab 2012 keine derartigen Eier mehr bei Rema 1000 geben wird und wie schlimm Kaefighuehner das doch haben. Auszerdem, dass es ja auch besser fuer die Qualitaet des Essens (und somit fuer die Kunden) ist, wenn das von gluecklichen Huehnern kommt.

Rema 1000 ist die hiesige (grøszte) billig-und-direkt-von-der-Palette-verkauft-Kette. Sowas wie Aldi, nur nicht so schlimm, weil sie das hier nicht duerfen.

Und da fragt man sich dann unwillkuerlich: HAEH? Warum machen die das?

Sicherlich nicht, weil ihnen die armen Huehner so am Herzen liegen.

Ich nehme an, dass es eine Gesetzesinitiative hierzulande gegeben hat, die den Tier-, und mglw. damit auch den Verbraucherschutz, staerkte.
Ich habe jetzt aber keine Lust das zu recherchieren. Aber da „Selbstverpflichtung“ im Kapitalismus nicht funktioniert, denke ich mal, dass diese Annahme durchaus plausibel ist.

In einem feinen Land wohne ich hier, nicht wahr. Denn wiedermal sieht man was so alles møglich ist, wenn die Volksvertreter nur wollen.

Aber natuerlich sollte man nicht vergessen, inwiefern dies fuer arme Menschen negtive Konsequenzen hat.
Und auch, dass es freilaufende Huehner eigentlich nicht so richtig gut haben, sollte nicht vergessen werden.
Es handelt sich also nur um einen kleinen Schritt. Aber durch viele kleine Vorwaerts(!)schritte kommt man ja auch voran.

Was die Kuh auf diesem Produkt wohl so lecker findet?

Kuhprodukte

Ihre Druesenprodukte oder sich selber?

Erinnert mich etwas an Soylent Green (eine Sehempfehlung uebrigens; und seies nur, weil es einer der immer wieder zitierten Science Fiction Klassiker).

*im Interweb surf* … o.O … WTF!!!

Fahrradparken im Gang ist nicht erlaubt:

Syklister 2

Aber wir wissen ja, dass Verkehrsregeln nicht fuer Fahrradfahrer gelten. Weswegen sollten denn dann andere Regeln gueltig sein:

Syklister 1

Das ist vermutlich in Dtschl. nicht anders, nehme ich an.

Mglw. wuerde so etwas besser funktionieren, wenn man begruendet warum. Bspw. damit die Fluchtwege im Falle eines Brandes nicht blockiert sind.

Es gibt Studien, da machen die Autoren was um dann festzustellen, dass es das schon gibt. Also wird kurz „was Neues“ dazu geschrieben damit man das verøffentlichen kann.

Ein urst langweiliger Artikel mit dem Titel „About “Nerds” and “Geeks” as an Identified Subculture“ arbeitet sich am Thema Mobbing ab und nimmt „als Neues“ eben „Geeks“ und „Nerds“ dazu.

Ich sehe mich selbst als Geek. Denke aber, dass ich freuher eher ein Nerd war.
Zunaechst ein Bild, ueber was ich hier eingentlich schreibe.

Geek-vs-Nerd

Dazu die Studie:

Nerds are primarily perceived as “academics” […] supremely good at schoolwork, good at everything except physical education.

Das stimmt bei mir nicht so, ich war nicht gut in allem. Denke aber mittlerweile, dass ich mich unbewusst „duemmer gemacht“ habe als nøtig. Dies in dem vermutlich unbewussten Versuch, igrendwie dadurch doch ein bisschen „dazu zu gehøren“.

However, nerds are often alone […]

Das habe ich SO nicht empfunden damals, stimmt aber vermutlich.

There is often only one nerd in a class, and often he or she has no complete membership in a friendship group.

Absolut.

[…] the favorite room, the school library. […]

Tihi … ich mag Bibliotheken schon sehr :)

Weiter geht es dann mit etwas, was mich bis heute charakterisiert.

What makes people insiders in high school is their ability to intuitively figure out how the hierarchies work. Some nerds can’t follow the hierarchies, don’t know how, and sometimes don’t even perceive them. Other nerds are unwilling to follow them.

Frueher habe ich die Hierarchien so wirklich nicht bemerkt. Mittlerweile folge ich dem mit Absicht nicht (so weit møglich).

Dann zu Geeks:

Wikipedia stresses that “the traditional accepted definition of the term distinctly refers to persons who are noticeably above average intelligence, usually more adept in technically demanding fields, and socially awkward or alienated to some degree.”

Das konnte ich zwar so nicht bei Tante Wikipedia finden, aber ich hatte keine Lust mir die komplette Versionsgeschichte des Artikels zu Gemuete zu fuehren. Deswegen glaube ich das jetzt mal.
Passt ja irgendwie schon, auch wenn das jetzt nicht viel anders als bei Nerds ist. Deswegen geht es weiter mit …

[…] A person who has chosen concentration rather than conformity; one who passionately pursues skill (especially technical skill and imagination, not mainstream social acceptance.

*Hust* … stimmt schon

A person with a devotion to something in a way that places him or her outside the mainstream. This could be due to the intensity, depth, or subject of their interest.

*Hust*

Weiter dann:

The geek never makes a spectacle of himself […]

HAHA … DAS passt ja nun gar nicht … aber hey … man kann ja nicht alles haben.

In dem Abschnitt stehen in der Studie dann noch mehr Sachen, die so irgendwie eher nicht auf mich passen, zumindest nicht zu Schulzeiten.

Andererseits dann darunter, die Beschreibung:

The author Julie Smith in her 1995 novel New Orleans Beat provides the following perspective:

„He was the very personification of a ‚geek‘, a bright young man turned inward, poorly socialized, who felt so little kinship with his own planet that he routinely traveled to the ones invented by his favorite authors, who thought of that secret, dreamy place his computer took him to as cyberspace — somewhere exciting, a place more real than his own life, a land he could conquer, not a drab teenager’s room in his parents‘ house.“

Das hatte ich schonmal bei einem Beitrag zur Desucon und das stimmt durchaus.

Denn:

Subculture members often seek fantasy in their video, board and roleplaying games, comic books, and TV and films; they draw on these sources in embracing specific fantasy characters (e.g., superheroes, sci fi personae).

Wieauchimmer, mglw. bin/ war ich Beides. Eher nerdy-Tendenzen zu Schulzeiten, mittlerweile dann eher „geeky“,

Dies alles ist ja durchaus wichtig, aufgrund der Definition des Selbst und das ist EIN Teil meines Selbst.

Interesant auch:

Both males and females in these subgroups generally are seen as not attractive to the opposite sex; however, there are suggestions that this changes for some in college.

Auch dies stimmt durchaus … Beides ;)

Und falls ihr es sehen duerft, møchte ich euch, meine liebe Leserschaft, auf diesen epischen Rap Battle hinweisen. … Witzig!

After all … die Unterschieden sind mglw. doch nicht so grosz.