Heute sprang ich zum ersten mal ueberhaupt in ein System, in dem noch niemals zuvor jemand war!

Und dies ist der Stern vor dem ich aus dem Jumpsspace sprang:

Wer genau hinschaut sieht, dass es eigentlich sogar zwei Sterne sind. Cool wa :)

Die Linien sind Orbits anderer Objekte rund um diesen Stern. Ich bitte dies zu entschuldigen, aber so ist’s nunmal, das von Kassandra zur Verfuegung gestellte Interface.

Nach dem vollstaendigen Scan des System entdeckte ich, dass es sich noch zwei weitere Sterne hier gibt:

Und na klar habe ich alle Objekte dort gescannt. Es war schlieszlich das erste Mal, dass ich der Erstentdecker eines Systems war :) .

Aber nein, ich habe nicht vor auch in Zukunft jedes einzelne Objekt in einem neu von mir entdecktem System genauer zu untersuchen. Erwarte ich doch, dass ich in Zukunft in sehr sehr sehr sehr vielen Systemen der erste Mensch sein werde. Nur Wasser- und erdaehnliche Planeten werde ich mir genauer anschauen … und solche, die ich dafuer halte.

Endlich! Darauf habe ich schon soooo lange gewartet. Ich bin der erste Mensch, der diesen Planeten gescannt hat:

Von nun an wird da in der Universal Cartographics Datenbank aller Objekte der Galaxis fuer immer mein Name als der Entdecker dieses Planeten dran stehen.

Dummerweise habe ich vergessen in welchem System dieser Planet liegt. Ich werde den also allerhøchstwahrscheinlich niemals wiederfinden. Sei’s drum.

Neulich stolperte ich ueber den Artikel „The World’s Technological Capacity to Store, Communicate, and Compute Information“ von Martin Hilbert und Priscila López in Science, Vol. 332, Issue 6025, pp. 60-65, 2011.

Ich wollte daraus an dieser Stelle nur eine zwei Zahlen nennen.

Die erste ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass das ja noch gar nicht so lange her ist: 1986 haben Taschenrechner noch 41 % der weltweit …

[…] technological installed capacity to compute information on general-purpose computers […]

… ausgemacht.

1993 waren es immerhin noch 6 %.

Krass wa! Taschenrechner!

Die naechste Zahl liegt naeher am heutigen Datum. In 2007 machten Spielekonsolen 25 % der installierten „computing capacity“ aus.

Krass wa! Spielekonsolen!

Und da sage mal nochmal wer, dass Zocken nicht relevant waere.

Leider leider leider geht die Datenerhebung in dem Artikel nur bis 2007. Dem Jahr in dem die Taschencomputer, sogenannte „social media“-Seiten und video-streaming anfingen grosz zu werden. Mit der Popularitaet dieser Dinge explodierte die verfuegbare „Computation Power“ und „Broadcasting Capacity“.
Diese Entwicklung wuerde mich mal interessieren. Aber vermutlich wird es wieder nur eine Verdraengung alter Technologie zugunsten neuer sein.

So irgendwie „zwischen“ dem Witch Head  und dem Orion Nebel liegt IC 418 — der sogenannte Spirograph Nebel. Das besondere an dem ist, dass der ’n Stern in der Mitte hat und noch ziemlich jung ist. Das hat zwei Vorteile.

Erstens ist aufgrund der „Jugendlichkeit“ die Ausdehnung des Nebels nicht so grosz und der ist noch nicht „verweht“. Die anderen Beiden von mir bisher besuchten Nebel waren „vøllig ueber den Himmel verschmiert“ und deren Molekueldichte deswegen auch schon kleiner. Letzteres ist natuerlich der Grund, warum die Leuchtkraft nicht so superduperuebermaeszigstrahlend ist. Das soll aber keine Klage sein, nur eine Feststellung.

Zweitens ist auch eine Konsequenz aus Erstens. Die Sternenleiche liegt noch (mehr oder weniger) im Zentrum des Nebels. Der Jump Drive braucht ’ne Masse, auf die „gezielt“ werden kann. Bei den anderen beiden Nebeln waren die Molekuele schon ziemlich weit „fortgeweht“ von den Verursachern dieser so schøn anzuschauenden Weltraum-„Verschmutzung“. Aber dies ist zum Glueck (noch) nicht so beim Spirograph Nebel.
Und deswegen konnte ich da mitten rein springen :) .

Nachdem ich die paar Lichtjahre vom Orionnebel zurueck geflogen bin (denn ich war ja schon viel weiter) sah es dann so aus:

Die røtliche Struktur ist wieder Barnard’s Loop. Wie schon beim Witch Head Nebula. Das liegt hier alles so um die Ecke.

Erstaunlich war, dass es hier Planeten gab. Und einer der Planeten hatte einen Mond, auf dem ich landen konnte. Das liesz ich mir natuerlich nicht nehmen.
Es stellte sich nur heraus, dass die Oberflaeche dort sehr uneben ist. Und … øhm … ich vergasz meine Schilde anzuschalten (um Energie zu sparen auf der langen Reise, denn man weisz ja nie) … und … æhm … nun ja … also … ich legte keine Bruchlandung hin … aber … aber … ich landete auch nicht gerade butterweich. Waeren die Schilde angeschaltet gewesen, dann haetten die den Schaden etwas abmildern kønnen.
Um es kurz zu machen: bereits am ersten Tag der Reise fuegte ich Kassandras Huelle 25 % Schaden zu. Verdammt! Ausgerechnet der Huelle! Das einzige „Teil“, das meine Automatic Field Maintenance Unit nicht reparieren kann.
AAAABEEEEER … nun ja … es hat sich gelohnt:

DAS IST SOOOOOOO COOL!!
Eigentlich ist es gerade Nacht, aber weil der Nebel so schøn leuchtet, ist es nicht dunkel :) .
Links im Bild sieht man uebrigens die Ringe des Planeten unter mir … fetzig!
Und wenn man genau hinschaut, dann kann man meinen Rover wieder in der Bildmitte (unten) entdecken. Das ist ein sooooooooo krasses Gefuehl, ganz allein auf einem Himmelskørper zu sein :) .

Aber eigentlich wollte ich ganz woanders hin.
Da ich noch niemals zuvor eine solche Tour gemacht hatte, war ich mir unsicher, ob ich darob des bereits hier erlittenen, nicht von mir selbst reparierbaren, Schadens der Huelle nicht doch erstmal wieder zurueck fliegen sollte, um dann sofort einen neuen Versuch zu starten.

Ich wagte es und flog sofort und ohne Reparatur weiter in Richtung des Crab Pulsar. Wenn die Vorfahren der Menschen bei jedem verstauchten Zeh immer gleich wieder auf die Baeume zurueckgekehrt waeren, dann waere ich heute nicht hier drauszen, um die Wunder des Universums mit eigenen Augen von Nahem zu betrachten.

Oder wie ich es bereits vorher sagte: To infinity and beyond!

Ebenfalls nicht all zu sehr abseits des Weges zum Crab Pulsar liegt der Orionnebel. Und weil ich den schon vom Weiten durch mein Teleskop in Echt betrachtet habe, musste ich mir den nun natuerlich auch mal von Nahem anschauen:

Ich zitiere:

Toy Biz v. United States was a 2003 decision in the United States Court of International Trade that determined that […] [X-Men] action figures were toys, not dolls, because they represented „nonhuman creatures“.

Heute sind es nur die ueberaus sichtbaren Mutationen, die jemanden per Definition dehumanisieren. Morgen sind es die blauen Augen und blonden Haare. Und am Ende sind wir alle als Mutanten kategorisiert und werden gejagt wie Tiere, die wir legal ja dann wohl sind.

Stop this madness now! Mutant and proud!

… … …

Lustig, wa! Ich frage mich, wie „Privatsphaere! Salamitaktik! Wir werden alle sterben!“ in den Ohren der Menschen klingt, die dem Thema nicht so nahe sind wie ich.

Zum ersten Mal weg von zu Hause. Da geht’s natuerlich nicht direkt zum Ziel. Und sowieso, auf einer Entdeckungsreise, da muss man auch Sachen entdecken. Auch wenn man die nur fuer sich selbst entdeckt :)

Da ich noch nie einen Nebel von Nahem gesehen hatte, zog es mich, etwas abseits des kuerzesten Pfades, zu IC 2118, oder laenger: dem Witch Head Nebula.

Und hier bin ich direkt davor:

Das diffuse, roetliche Glimmen direkt vor mir ist er. … Mhmmm … da war ich natuerlich schon etwas enttaeuscht. Ich hatte mir mehr erwartet von diffusen Gaswolken im All.

Aber halt. Ich bin bestimmt auf der dunklen Seite! Der, die Molekuele zum Leuchten bringende, Stern ist bestimmt auf der anderen Seite.

Und tatsaechlich! Nach nur einem Sprung direkt durch die Wolke, sieht das schon viel toller aus:

Und wenn man sich mal ein bisschen umschaut, dann sieht man noch andere groszraeumige Strukturen in der Naehe. Bspw. Barnard’s Loop.

Space is pretty, indeed!

Nun endlich auf dem Weg zum eigentlichen, ca. 7.000 Lichtjahre entfernten, Ziel, stolperte ich zufaellig ueber ein System mit einer Station die einen Asteroiden als Grundstruktur benutzt … uiuiuiuiui. Das hatte ich ja noch nie gesehen! Na da muss ich aber mal schauen.
Und auszerdem, ich ich habe einen recht langen Weg vor mir. Da ist es vermutlich nicht verkehrt doch nochmal alles zu checken.

Also flog ich die Asteroidenbasis an und freute mich schon darob des ungewøhnlichen Anblicks:

Mhm … ob die so Landeplaetze auf der Auszenseite haben, wie andere kleinere Raumstationen?

Aber nein! Ich kann da REIN fliegen:

Coooooool!

Und innen drin: eine einzige grosze Baustelle:

So … das ist nun also der letzte Stop fuer eine ganze Weile.

Lange hielt ich mich nicht auf. Wollte ich doch endlich los kommen.

Das Ziel: der Pulsar im Krebsnebel … oder etwas praegnanter, der Crab Pulsar.

Neulich stolperte ich ueber eine Information, die mich ziemlich von den Socken gehauen hat: Kraken haben ein vøllig anders aufgebautes Nervensystem als so ziemlich alle anderen Lebewesen. Das ist jetzt vermutlich etwas uebertrieben, da ich bspw. gerade nicht weisz, wie das Nervensystem von Quallen aufgebaut ist. Aber mit „alle anderen“ meine ich alles, was irgendein zentrales „Nervending“ besitzt, welches dann alles andere unter Kontrolle hat. Das muss nicht unbedingt ein „Gehirn“ sein im Sinne wie wir oder Katzen das haben. Aber halt irgendwie so „Knotenpunkte“, von denen alle Impulse an den Rest des Kørpers ausgehen. Nicht vergessen, auch Refleximpulse oder Anordnungen an das Herz zu schlagen oder die Lunge zu atmen, gehen von unserem Gehirn aus — von dem Teil, den wir mit den Frøschen gemein haben.

Bei Kraken ist das nicht so. Kraken haben zwar ein Gehirn im … mhm … ich sag jetzt mal „im normalen Sinne“. Aber dort liegt nicht alles vom „Nervendingens“. Weil das so anders ist, kann ich das nur so beschreiben als dass sich „das Gehirn“ ueber den ganzen Kørper verteilt.

Das an sich waere erstmal noch nichts, was das so krass anders machen wuerde. Der Clou kommt erst noch: das sind unabhaengige „Nervendingse“, die autonom agieren, aber auch vom „Zentralnervendings“ unter Kontrolle genommen werden kønnen. Oder in kurz: Die Arme des Kraken haben ein buchstaebliches (!) Eigenleben!

Und das macht das so fantastisch anders!

Zu den Verwunderlichkeiten kommt hinzu, dass Kraken sich krass (fast) NUR auf ihre cerebralenFaehigkeiten hin entwickelt haben. Deswegen leben die auch nur ’n paar Jahre (so drei), weil deren „evolutionaere Energie“ sich im Wesentlichen auf das „Nervendingens“ konzentriert hat und dem (fast) alles andere unterordnete. Das betrifft auch Mechanismen gegen unvermeidbare Alterungsprozesse. Lieber schlau sein, als alt werden also.

Wieauchimmer, da Kraken so krass anders vom „Denken“ her sind, kønnten sie prinzipiell als Modell dienen, bzgl. der Schwierigkeit sich anders gearteten Intelligenzen verstehbar zu machen.
Insbesondere bezueglich echter kuenstlicher Intelligenz (also NICHT die Roboter, auf die ich ab und zu mal aufmerksam mache) ist das, denke ich, eine ziemlich wichtige Frage.

Ich finde zwar leider nicht mehr das, was mich urspruenglich darauf aufmerksam machte, aber der Artikel „The Sucker, the Sucker!“ im London Review of Books ist aeuszerst lesenswert. Nach dem Lesen ist dann auch der Titel dieses Weblogbeitrags verstaendlich.

… hat jemand herausgefunden und mich drauf hingewiesen, dass’s bei dem ganzen Gerede um die Nichtgleichbehandlung diverser Menschen, und insbesondere von Frauen, ziemlich widerspruechlich ist, dass ich immer noch die Bilder von halbnackten Damen verøffentliche.

Lange hab ich drauf gewartet.

Jaja … im ersten Teil dieser Reihe gab ich auch andere Gruende an, warum ich diese Bilder verøffentliche. Aber der Inhalt dieser Kategorie hat sich doch ziemlich schnell deutlich anders entwickelt als ich damals dachte.

Deswegen lasse ich die Bilder in der Zukunft einfach weg. Und da mir ohnehin die Daten ausgehen, werde ich vermutlich auch deutlich weniger in dieser Kategorie schreiben.