WOAH!! Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Nicht nur ist es endlich noch eine Ammoniakwelt. Nein! Sie ist auch noch beringt!

Bei Gelegenheit muss ich mal schauen wie diese Farbe zustande kommt. Aber nicht heute, denn ich naehere mich Jacques Station. Dort kann kann ich dann endlich die vielen kostbaren Daten sichern.

Weiter geht’s im normalen Ablauf. ELW #13:

Dieser Planet ist in Wirklichkeit natuerlich nicht so’n bisschen gestaucht. Das ist ein Effekt der Auszenbordkamera, wenn ich total raus zoome um alles auf’s Bild zu bekommen.

Aber das Bild von ELW #14 ist ohenhin viel spannender:

Jaja, ’s fuehlt sich schon nach etwas Besonderem an, wenn man so nah dran vorbei fliegt und die Wolken und Inseln und Berge und Fjorde und Seen und Buchten und Landzungen und ausgedehnten Kontinente (nicht in diesem Fall) etc. pp. fast zum Greifen nahe sind.

Aber, aber … die Lichtjahre fliegen sich nicht von alleine. Deswegen geht’s nun weiter.

Sogenannte Gasgiganten (mit und ohne Ringen) beachte ich fuer gewøhnlich gar nicht. Von denen gibt es so viele und die haben keine so richtigen interessanten Eigenschaften. Und dann sind die auch noch so weit weg von dem Punkt in dem ich ins System aus dem Witchspace springe (dicht vor dem massereichsten Objekt eines Systems). Ich habe einfach keinen Grund mir die mal genauer anzuschauen.

Aber eigentlich sind die auch durchaus schøn anzusehen. Kommen diese doch in zahlreichen Farben und oft auch mit schicken Mustern.

Deswegen werde ich heute mal eine paar Bilder einiger schøner, repraesentativer Exemplare zeigen.

Los geht’s mit diesem hier.

Eine braeunliche Farbe, Wolkenstreifen und ein Wirbel in der Mitte. Nichts Unerwartetes.

Und auch bei diesem hier nichts weiter Bemerkenswertes.

Ein strahlendes Blau und ein paar weisze Wølkchen, aber ansonsten ohne Merkmale.

Von allen hier gefaellt mir dieser am besten.

Die blauen und weiszen Tøne spielen gut zusammen. Mir scheint die jeweiligen Komponenten sind zwar separat, aber doch zusammen, denn es bilden sich keine klaren Streifen. Und die vielen Wirbel wirken eigen, denn einen dicken groszen Wirbel kann ja jeder haben.

Hier hingegen faellt die Separation sofort ins Auge. Der Kontrast wirkt verstaerkt durch die scharfen Kanten!

Und die Streifenstruktur bleibt selbst dann erhalten, wenn ein groszer Sturm das Potential haette alles zu mischen (zumindest lokal).

Und ist hier ein Gasgigant, der aussieht, wie in Schneematsch gehuellt.

Wiederum nix Spekatakulaeres.

Zum Abschluss dieser kleinen Gallerie dann doch noch etwas (klein bisschen) Besonderes.

Violett tritt nicht so haeufig auf und ich frage mich, durch welche chemischen Prozesse diese Farbe zustande kommt. Oder sind es møglicherweise sogar biologische Prozesse?

Spannend wa! Aber das muss mal ein Anderer genauer untersuchen. Ich bin nur mal kurz in der Gegend.

Nun geht’s auch endlich mal mit diesem Projekt weiter. In diesem Teil sitzt das Legomaennchen (ja, es ist maennlich in diesem Fall) drin.

Und so sieht es am ersten Teil angebaut aus:

Naaaaaa? Kommt ihr, meine lieben Leserinnen und Leser nun drauf, was es wird? :)

Erstmal dachte ich mir nix dabei, als ich vor diesem Stern …

… heraus sprang. Aber dann tankte ich _nicht_ auf und da fragte ich mich, woran das wohl lag. An meiner Ausruestung konnte es nicht liegen. Die hat eine Minute vorher noch funktioniert und ich hatte nix abgeschaltet. Der Stern selber hatte ungefaehr die richtige Luminositaet und Farbe um in die Kategorie der „hier kann ich tanken“-Sterne zu fallen. Nach mehreren tausend Spruengen bekommt man da ein Gefuehl fuer.

Aber dann schaute ich mal auf die Beschreibung des Sterns und da steht „Herbig Ae/Be„.
Cooooool! So einem Stern bin ich ja noch nie begegnet. Die sind naemlich gerade erst geboren und noch auszerhalb der Hauptreihe. Es hat also noch nicht mal das Wasserstoffbrennen im Kern begonnen! Voll suesz.

Soviel dazu. Weiter geht’s.

Braune Zwerge begegnen mir haeufiger und ich habe schon so manches Mal einen Nothalt machen muessen, weil ich Ihnen zu nahe kam.

Dabei ist interessant, dass braune Zwerge als Sonnen klassifiziert sind, mit eigenen Spektralklassen. Das ist etwas verwunderlich, hat in braunen Zwergen doch keine (normale) stellare Fusion eingesetzt. Planeten sind’s aber auch nicht, denn dafuer sind sie zu schwer, zu dicht und die Materialzusammensetzung stimmt auch nicht.

Nun ja, jedenfalls gibt es von denen ziemlich viele. Ganze „Felder“ — ausgedehnte Regionen in denen normale Sterne selten sind. Die sogenannten Badlands. Da habe ich immer Angst zu stranden, denn an braunen Zwergen kann ich nicht auftanken.

Wieauchimmer, braune Zwerge kønnen Ringe haben. Es sind also Sonnen mit Ringen:

Das sieht jetzt leider nicht besonders spektakulaer aus. Aber braune Zwerge strahlen nunmal nicht so dolle. Und weil ich so weit weg bin um alles ins Bild zu bekommen, sieht man auch nicht, welch gigantische Ausdehnungen dieser Ring hat. Es kann halt nicht immer nur spektakulaer sein. manchmal ist’s hier drauszen auch nur normal :) .

Wenn’s zu langweilig wird, dann kann man auch mal zwei Sonnen auf den Fluegeln balancieren:

Und solche Anblicke erinnern mich daran, warum ich die staendige Langeweile ertrage.

Neulich las ich beim slatestarcodex:

Most of my success comes from my own hard work, and all of my own hard work comes from external factors.

Und das beschreibt ziemlich genau wie ich mich fuehle. Wo waere ich heute ohne die Steuern der Leute von denen meine Bildung finanziert wurde … oder die Impfungen die ich frueh im Leben bekam … oder die Straszen, die es mir einfach machten das Dorf zu verlassen … oder die Klaeranalagen welche mein Wasser sauber halten … oder … oder … oder?!

Der erste Teil des Satzes ist vøllig richtig. Genau deswegen ist dies eine ganz wunderbare Antwort auf die immer wieder zu hørenden „Ich hab das allein geschafft, DU strengst dich nur nicht genug an“-Reden von den ueblichen Verdaechtigen. Zu Letzteren zaehlte ich vor vielen Jahren auch. Eben weil mir nie mal der zweite Teil des obigen Zitats an den Kopf geknallt wurde.

Und Scott schreibt dann so treffend weiter:

If all of our success comes from external factors, then it is reasonable to ask that we “pay it forward” by trying to improve the external factors of others, turning them into better people who will be better able to seize the opportunities to succeed. This is a good deal of the justification for the liberal program of redistribution of wealth and government aid to the poor.

Dem bin ich mir sehr sehr bewusst … und daraus folgte der Titel dieses Beitrags :) … und viele meiner Meinungen und Handlungen.

Neulich entdeckte ich meine erdaehnliche Welt #12:

Die Galaxis ist aber soooooo krass riesig, dass sogar solch seltene Ereignisse so oft auftreten, dass sich nach einer Weile eine Routine einspielt.

Aber dann … … … dann ist die Galaxis soooooo riesig, dass man denkt, dass man alles gesehen hat und pløtzlich sieht man im Langreichweitenscanner das hier:

WAIT! WHAT!
Die zwei Wasserschwestern von vor ein paar Tagen waren ungewøhnlich.
Ein Wasserplanet mit Ring ist so selten, dass besagte obige Routine ueberhaupt nicht greift.

Aber ZWEI, gravitativ gebundene Wasserplaneten, die BEIDE einen Ring haben! DAS ist krass! Das ist mir bisher nicht untergekommen und ich rechne auch nicht damit, dass das jemals wieder von sich aus passieren wird.

Ich flog also mal hin:

UIUIUIUIUI! Spannend!

Und weil DAS genau der Grund ist warum ich die Gefahren der Leere auf mich nehme, bin ich erstmal hier geblieben um ein bisschen uber die Ringe zu gleiten.

Unter mir die Ringe, zur Seite der zugehørige Wasserplanet, in der Mitte der andere berinte Wasserplanet. Und wie man auf der Karte oben sieht, sind diese Beiden gebunden an einen Gasplaneten welcher AUCH mit Ringen geschmueckt und links oben durch’s Cockpitfenster zu sehen ist.

Und … nun ja, das „bisschen“ war ueber eine Stunde. Aber bei solch langen Reisen durch die Leere wird Zeit nicht in Zeit sondern in Distanz oder Spruengen gemessen. Und dann ist eine Stunde ziemlich viel, denn dies entspricht ca. 50 Spruengen oder ungefaehr 2500 Lichtjahren.
Verglichen mit der insgesamt zurueckgelegten Strecke ist das zwar nicht so dolle, aber bezogen auf ein „Tagespensum“ ist das eine ganz betraechtliche Distanz. Zum Glueck lege ich besagtes Pensum aber selber fest und da ist das vøllig OK, meine Zeit hier zwischen den Planeten zu verbringen. Diese Zeit kommt mir ueberhaupt nicht verplempert vor :) .

Nach einer Weile folgte ich dann aber doch wieder dem Ruf der Leere. Zum Abschied gab es dieses schøne Foto:

KRASSOMAT, wa! Sowas gibt’s nicht zu sehen, wenn man seine Zeit nur zu Hause auf der Couch verbringt!

Uiuiuiuiui! Auch wenn es aus aus der Ferne, aus meinem Cockpit schauend, nicht so aussieht, so ist doch dieses gravitativ gebundene System, bestehend aus zwei Planeten etwas Besonderes:

Zwei (oder mehr) gravitativ gebundene Himmelskørper sind eigentlich keine Sensation. Aber bei diesen beiden handelt es sich um ZWEI Wasserwelten! Krass wa!
Fuer nur EINE Wasserwelt muss ich im Schnitt ueber 100 Spruenge machen. Manchmal finde ich tatsaechlich zwei Wasserwelten in einem System. Diese bewegen sich dann aber (weitestgehend) unabhaengig voneinander. Aber diese zwei hier tanzen engumschlungen :) .

Und tatsaechlich! Ein Blick auf die Uebersichtskarte des Systems bestaetigt …

… dass die beiden zusammen gehøren.

Hach, es gibt schon auszergewøhnliche Dinge hier drauszen. Und ich bin der Erste, der die sieht :) .