Zunaechst einmal die ueblichen Entdeckungen. Ammoniakwelt #44 und ELW’s #39 und #40:

Und dann musste ich mir nach abertausenden Lichtjahren und Spruengen mal wieder die Fuesze vertreten. Also suchte ich mir einen Planeten auf dem ich landen konnte und fand dort auch einen Krater mit einem Berg in der Mitte.

Das sieht immer alles so nahe dran und leicht erreichbar aus wenn man drueber fliegt. Aber ich war mittendrin in der Topolgie des Gelaendes mit meinem kleinen Scarab. Das was so glatt von oben aussieht, ist’s dann nicht mehr. Nach ueber einer Stunde durch’s Gelaende fahren … oder stolpern, das kommt auf die Betrachtungsweise an … erreichte ich endlich die Spitze des Berges:

Dadurch, dass da alles die gleiche Farbe hat, sieht das jetzt leider so aus, als ob das alles ganz flach und nahe dran ist :(.

Mein Treibstoff naeherte sich dem Ende und deswegen musste ich meine treue Kassiopeia zurueckrufen. Hier ist sie im Landeanflug (und ich bin auch zu sehen, klitzeklein in meinem Scarab):

Ich dachte, dass ich den Berg wieder runterfallenfahren muesste, aber der Computer schaffte es in meiner Naehe zu landen, nicht weit abseits der Bergspitze.

Dieses tolle Abenteuer geschah immer noch am Rande der Galaxis und ist in der Karte mit einem kleinen Bergsymbol markiert :)

Quelle, Lizenz: unbekannt. Die galaktische (Hintergrund) Karte wurde angefertigt von CMDR Finwen und CMDR Corbin Moran, kuenstlerische Beschriftung der Regionen und Platzierung der Koordinatengitter durch CMDR Corbin Moran mit Namen vom Galactic Mapping Project. Punkte von Interesse und die ungefaehre Route meiner Expedition wurden von mir hinzu gefuegt. Ebenso ist die hier zu sehene Karte aus technischen Gruenden von mir verkleinert worden. Das Original (ohne meine Hinzufuegungen und in korrekter Grøsze) kann unter dem angegebenen Quellen-Link gefunden werden.

In der Einleitung habe ich Stunde fuer Stunde Daten fuer jeweils eine Woche gezeigt. Das ist toll, wenn man Rekorde sehen will. Diese Darstellung eignet sich aber nicht um langfristige Trends darzustellen. Die Information ist zu detailliert. Dadurch wird es zum Einen zu viel und zum Anderen gehen besagte Trends unter in den vielen (natuerlichen) Schwankungen.

Am Beispiel der Stromproduktion durch Steinkohle gehe ich in diesem Beitrag ein bisschen darauf ein, was eine Zusammenfassung der Daten bewirkt. Dies ist wichtig, da folgende Beitraege darauf fuszen.

Fuer dieses Bild habe ich die Daten eines gesamten Tages zusammengefasst:

Jede Farbe stellt ein Jahr dar. Denn ich nehme an, dass dies ein ganz neues Thema ist und ich habe das gemacht, damit ihr, meine lieben Leserinnen und Leser, es etwas einfacher habt euch damit zurecht zu finden. In spaeteren Bildern ist dann alles einfarbig.

Die taeglichen Unterschiede (bspw. Mittag vs. Mitternacht) sind jetzt natuerlich nicht mehr zu sehen. Aber die Stromproduktion schwankt noch von Tag zu Tag. Die Punkte nehmen jeden Wert an zwischen dem Maximum und dem Minimum. Das ist unabhaengig von der Jahreszeit. Eine wichtige Erkenntnis, auf die ich spaeter zurueck kommen werde.

Diese Zusammenfassung erlaubt allerdings eine kompaktere Darstellung. Im Sommer scheint weniger Strom durch Steinkohle produziert werden. Ich komme weiter unten darauf zurueck. Dazu erstmal nur so viel, dass im Allgemeinen so ist … also auszer fuer Solarstrom natuerlich; davon gibt’s im Sommer mehr. … und mich duenkt Pumpkraft ist im Sommer auch weniger, weil die Speicher eben vollgepumpt werden um damit im Winter Strom zu produzieren … was im Uebrigen eine der effizientesten (groszskaligen) Methoden ist um ueberschuessige Energie zu speichern … die Quelle muss ich dafuer leider schuldig bleiben.

Wieauchimmer, das „Rauschen“ von Tag zu Tag ist noch zu viel unnuetze Information. Deswegen habe ich im naechsten Bild die Daten ueber einen ganzen Monat gemittelt.

Man beachte, dass die Ordinatenachse jetzt in Terawattstunden ist!
Zunaechst: bzgl. der Verringerung der Stromproduktion durch Steinkohle ab 2017 wuerde ich erstmal vorsichtig sein. Das ist zwar ganz genau was wir haben wollen, aber das kønnte auch durch warme Winter (weniger Heizen) und Sommer (viel Sonne) zustande gekommen sein. In 2 Jahren kønnte man mal schauen, ob das ein langfristiger Trend ist.

Der jaehrliche Trend ist hier zwar noch zu erkennen, wenn man will, aber es ist definitiv zu viel „weggemittelt“. Ich kønnte da durchaus auch eine Gerade parallel zur Abszisse durch legen und mit genausoviel Ueberzeugung behaupten, dass das alles konstant ist ueber’s Jahr.
Letzteres ist EXTREM wichtig! Denn die ueblichen Verdaechtigen machen Aussagen wie „Solarstrom bringt eh nix“ und mit diesem Graphen kann man das auch gut begruenden. Denn wenn Solarstrom was bringen wuerde, muesste man ja weniger Kohlestrom im Sommer brauchen. Aber dieses Bild zeigt ja ganz klar, dass (von natuerlichen Schwankungen abgesehen) immer gleich viel Strom durch Kohle produziert wird!

Und genau das ist der Grund, warum ich der Datenaufbereitung einen ganzen Beitrag widme.

Nun aber endlich — Woche fuer Woche:

Da ist jetzt wieder mehr „Gezappel“ drin, ABER Maxima sind eindeutig dem Winter und Minima eindeutig dem Sommer zuzuordnen! In der Tag-fuer-Tag-Darstellungen waren die Minima im Sommer nur fuer die Maximalwerte zu erkennen. Die Minimalwerte waren immer ungefaehr gleich.

Solche Trends richtig zu erkennen und einzuordnen ist ganz wichtig.
Wobei mit „einzuordnen“ hier nicht gemeint ist zu wissen was der Grund fuer bspw. die Minima im Sommer ist. Wie bereits erwaehnt kønnte das durch mehr Solarstrom sein, oder aber auch durch weniger Heizen, oder Beides und noch ganz andere Gruende.
Vielmehr meine ich mit „einzuordnen“ genau das was ich oben schrieb, dass man (in diesem Beispiel) Minima in der Gesamtheit erkennt. Man das also nicht nur so interpretiert, wie es einem in den Kram passt (Minima in den Maximalwerten der Tag-zu-Tag Darstellung herauspicken und dabei nicht beachten, dass sich das nicht in den Minimalwerte niederschlaegt). Denn das kønnen die ueblichen Verdaechtigen auch.

Warum die Woche-zu-Woche-Darstellung am besten erscheint erklaere ich mir durch die folgenden Argumente.
Ueber eine Woche bleiben Bedingungen insgesamt relativ konstant. Eine wolkenfreie Sommerwoche gefolgt von einer bewølkten Woche. Dadurch haben taegliche Schwankungen einen deutlich geringeren Einfluss. Gleichzeitig mittelt sich dadurch aber nicht weg, wenn ein Sommermonat zwei Sonnen- und zwei Regenwochen hat, wie in der Monatsdarstellung. Deswegen bleiben Eigenheiten erhalten ohne in zu viel Information unterzugehen oder durch zu viel Mittelung zu verschwinden.

Deswegen werde ich in weiteren Beitraegen diese Darstellung beibehalten. Auszer natuerlich, wenn ich Informationen aus anderen Plots ziehen kann.

Das soll’s dazu gewesen sein. In den naechsten Beitraegen werde ich auf langfristige Trends in der Stromproduktion eingehen.

Nichts ahnend springe ich in Dryi Freau ZK-E C25-0 und pløtzlich haengt mir dieses Ding vor der Nase:

Gasplaneten sind nichts ungewøhnliches, aber dass sich einer so dicht an der Sonne befindet ist mir bei all den besuchten System noch nicht passiert. Man denkt bei denen doch eher an matschige Eisbaelle, weit weg vom Waerme spendenden Stern. Dieser hier hat aber gerade mal einen Abstand von ca. 3 Lichtsekunden von der Oberflaeche des Sterns! o.O
Wundern tut mich das aber nicht. Nimmt man doch seit ueber tausend Jahren an, dass die Planeten waehrend der Entstehung eines Systems ihre Position aendern. Entsprechend steigt dann auch die Temperatur eines solchen Planeten.

Und weil’s schon cool ist, so ’nem heiszen Jovian zu begegnen soll’s das gewesen sein fuer heute. Zu finden ist er hier:

Quelle, Lizenz: unbekannt. Die galaktische (Hintergrund) Karte wurde angefertigt von CMDR Finwen und CMDR Corbin Moran, kuenstlerische Beschriftung der Regionen und Platzierung der Koordinatengitter durch CMDR Corbin Moran mit Namen vom Galactic Mapping Project. Punkte von Interesse und die ungefaehre Route meiner Expedition wurden von mir hinzu gefuegt. Ebenso ist die hier zu sehene Karte aus technischen Gruenden von mir verkleinert worden. Das Original (ohne meine Hinzufuegungen und in korrekter Grøsze) kann unter dem angegebenen Quellen-Link gefunden werden.

… wurde Ammoniakwelt #40 …

… vom Erstentdecker dieses Systems. Nun ja … dann steht da halt _mein_ Name dran. Ich stelle diese separat vor, um ein bisschen zu vermitteln, wie deutlich anders das Leben eines Entdeckers und Reisenden in der Leere geworden ist mit diesen tollen neuen Werkzeugen :)

Auszerdem entdeckte ich dann noch ELW #37 …

… und dieser fantastichen Anblick der sich mir bot ist nicht vermittelbar durch ein Teleskopbild.

Ammoniakwelten #41, #42 und #43 und ELW #38, praesentiere ich aber in komprimierter Form:

UIUIUI … meine Reise geht schnell voran:

Quelle, Lizenz: unbekannt. Die galaktische (Hintergrund) Karte wurde angefertigt von CMDR Finwen und CMDR Corbin Moran, kuenstlerische Beschriftung der Regionen und Platzierung der Koordinatengitter durch CMDR Corbin Moran mit Namen vom Galactic Mapping Project. Punkte von Interesse und die ungefaehre Route meiner Expedition wurden von mir hinzu gefuegt. Ebenso ist die hier zu sehene Karte aus technischen Gruenden von mir verkleinert worden. Das Original (ohne meine Hinzufuegungen und in korrekter Grøsze) kann unter dem angegebenen Quellen-Link gefunden werden.

# I don’t need this information but since I’m already going through
# the huge file, why shouldn’t I pick up that information and store
# it for a later purpose.

Nun ja, das Projekt entwickelte sich in eine deutlich andere Richtung. Letztlich wurde die hier noch als „nicht wirklich von Interesse aber faellt mit raus“ bezeichnete Information dann das was mich hauptsaechlich interessierte und mit der ich dann ausschlieszlich arbeitete.
Diese Aenderung des Programmzwecks fuehrte natuerlich dazu, dass das Selbiges (beinahe) komplett umgeschrieben werden musste. Dabei entdeckte ich obiges Kommentar und fand es witzig.

… aber ELW’s #35 und #36 in einem binaeren System:

Aber Ammoniakwelt #39 …

… IST ein Mond, zu der im Hintergrund zu sehenden Welt. Dies sieht man in der schematischen Karte des dieses Systems mit dem wohlklingenden Namen „Schiqo DK-I D8-4“:

Bei vielen tausend besuchten Sysmten ist mir sowas noch nicht untergekommen. Eine binaere Konfoguration, bestehend aus zwei ELW’s und dann noch eine Ammoniakwelt als Nachbar … die Wunder der Leere :)

Und dieses besondere System ist hier zu finden:

Quelle, Lizenz: unbekannt. Die galaktische (Hintergrund) Karte wurde angefertigt von CMDR Finwen und CMDR Corbin Moran, kuenstlerische Beschriftung der Regionen und Platzierung der Koordinatengitter durch CMDR Corbin Moran mit Namen vom Galactic Mapping Project. Punkte von Interesse und die ungefaehre Route meiner Expedition wurden von mir hinzu gefuegt. Ebenso ist die hier zu sehene Karte aus technischen Gruenden von mir verkleinert worden. Das Original (ohne meine Hinzufuegungen und in korrekter Grøsze) kann unter dem angegebenen Quellen-Link gefunden werden.

Geburtstagsbeitrag! Da dies mein Geschenk von mir an mich ist, bedeutet dies wie immer, dass ich mir erlaube so lange und komplizierte Saetze zu schreiben, und auf das gewaehlte Thema so detailliert und langatmig einzugehen, wie ich Lust drauf habe.

Das Thema dieses Jahr ist die Einleitung zu einer neuen Miniserie und es wird darum gehen, wie in Dtschl. elektrischer Strom produziert wird.

Aber der Reihe nach.

Vor ueber einem Jahr stolperte ich ueber diese Seite und war schwer begeistert. Die Stromproduktion in Dtschl. … Stunde fuer Stunde … aufgeteilt in die verschiedenen Produktionsmethoden … und das Ganze seit 2010! … GEIL!

Auf das was ihr, meine lieben Leserinnen und Leser, dort seht, gehe ich spaeter im Detail ein.

Zunaechst einmal versuchte ich die Daten auf die uebliche Weise aus der Seite zu „ziehen“. Die „uebliche Weise“ ist STRG + U um den Quelltext der Seite angezeigt zu bekommen. Spaeter haette ich das dann natuerlich automatisiert. Das funktionierte leider nicht, denn im Quelltext stehen die Zahlen nicht drin. Das war also ’ne Sackgasse :(
Da ich keine Ahnung habe, wie auf der Seite die Graphen hergestellt werden, dachte ich mir, dass ich mir die Rohdaten dann eben direkt aus der Quelle hole. Letztere sind mehrere und auf der Seite unten angegeben. Also suchte ich danach und es stellte sich heraus, dass das ebenso gar nicht so einfach ist. Da fuer mindestens einen Teil der Daten auch bezahlt werden musste, schloss ich auch diesen Weg aus.

„Was nun?“ dachte ich da. Und mir kam die Idee, dass ich die Maus langsam ueber den Graphen fahren lassen kann und dann die Zahlen fuer jede Stunde ablese. … … … Kurzer Ueberschlag … 9 Jahre … jeweils 365 Tage … mit 24 Stunden … 12 Produktionsmethoden (plus Import) … das macht … ca. 1 Million Datenpunkte!
Tja … das ganze musste also automatisiert werden.

Die Maus automatisch ueber den Bildschirm ziehen ist einfach. Die jeweils neachste Woche auf der Webseite „anzuschalten“ ist auch einfach. Dito bzgl. des Erstellens eines Screenshots
Aber dann musste ich erstmal ein Program schreiben, welches erkennt wo die Zahlen zu finden sind und diese dann identifiziert. Dabei ist nicht zu vergessen, dass die Zahlen ja keine Zahlen, sondern Bilder sind, die wie Zahlen aussehen.
Das war eine interessante Aufgabe und hat mir grosze Freude, und beim Programmieren natuerlich auch øfter mal Frustration, bereitet. Frustration deswegen, weil das mitnichten immer alles auf dem gleichen Platz ist. Das sieht nur so aus und bringt einfache Ansaetze gehørig durcheinander.

Am Ende liesz ich meinen Computer dann ein paar wenige Tage (und Naechte) laufen und *zack!* hatte ich die Daten. Toll wa! So einfach geht das.

War natuerlich nicht so einfach und geradlinig, aber das ist ja schlieszlich mein Geburtstagsbeitrag. Da bin ich der Held der Geschichte :) .

 

Aber nun zu den Daten. Was sehen wir hier eigentlich? Hier ist ein aufbereitetes Beispiel (klick auf’s Bild fuehrt zu einer grøszeren Version):

Dies ist die Stromproduktion in Woche 17 des Jahres 2011. Dieser Zeitraum wurde semi-zufaellig gewaehlt, denn er ist relativ repraesentativ und zeigt keine Besonderheiten.

Jede Farbe repraesentiert eine Methode der Stromproduktion. Tieflblau ist die Menge des importierten Stromes.

Die Høhe einer jeden Saeule ist die Menge des produzierten Stromes in einer gegebenen Stunde.

Mehrere Sachen fallen ins Auge. Da diese wichtig sind fuer viele weiteren Betrachtungen in spaeteren Folgen dieser Serie, møchte ich hier kurz darauf eingehen.

Zunaechst einmal ist dieser Graph anders als die, die ich ueblicherweise verwende.
Es faellt sofort auf, dass ich mich dafuer entschieden habe, den Graphen in die Laenge zu ziehen. Dies tat ich schweren Herzens, aber aufgrund der Tatsache, dass andernfalls alles so gequetscht waere und man nicht viel erkannt haette.

Die Daten jeder Produktionsmethode sind hier aufsummiert. Dies erlaubt es leicht zu sehen, wie hoch die gesamte Stromproduktion ist. Gleichzeitig sieht man auch auf einen Blick, wenn zu viel Strom produziert und dieser exportiert wurde. Der Export sind dann die negativen Zahlen.

Man sieht dadurch allerdings nicht auf einen Blick wieviel Strom ganz konkret von bspw. Kohlekraftwerken produziert wurde. Oder … nun ja … man sieht es, aber man bekommt nur so ein „Bauchgefuehl“, denn da „zappelt“ alles.
Womit ich auch beim naechsten Nachteil waere. Es scheint, als ob die Produktion total schwankt. Dem ist aber mitnichten so. Viele der bunten Baender sind ziemlich gerade und deren „Dicke“, also die Menge des mit dieser Methode produzierten Stromes, aendert sich nur minimal. Das „Zappeln“ kommt dadurch zustande, dass _alles_ aufsummiert wird. Insbesondere die Schwankungen des Stromimports fuehrt zum zappeln. Bei der Besprechung einzelner Produktionsmethoden werde ich dann natuerlich die NICHT aufsummierten Zahlen zeigen.

Desweiteren sehen wir zwei starke (reale) Schwankungen. Die erste ist Tag und Nacht. Tagsueber muessen mehr Straszenbahnen fahre, Bueroraeume geheizt werden, Licht angeschaltet und Maschinen in Betrieb sein, etc. pp. Das ist der „sinusartige“ Verlauf der gesamten einhuellenden Kurve. Die zweite grosze Schwankung ist der Unterschied zwischen Woche und Wochenende. Ich bin mir nicht sicher warum das so ist, denn die Industrie steht ja nicht still. Es kønnte mglw. dadurch kommen, dass Bueroraeume nicht geheizt werden muessen und die Leute weniger mit Straszenbahnen fahren, da sie nicht zur Arbeit muessen. bzgl. des Heizens bin ich unsicher, denn im Sommer sieht es ganz genauso aus. Aber da werden Bueros ja vielleicht gekuehlt. Oder die Luftzufuhr wird am Wochenende gedrosselt. Oder es hat gar nix mit Bueros zu tun und vielleicht steht ja doch ein guter Teil der Industrie still am Wochenende.
Jedenfalls wasauchimmer die Ursachen sind, am Wochenende wird weniger Strom benøtigt.

Eine weitere Schwankung betrifft bestimmte Produktionsmethoden. Besonders ins Auge faellt Solarstrom. Die Sonne scheint naemlich nur am Tage. Aenderungen im Wind sieht man aber auch, die sind aber nicht periodisch. Am Montag und Sonntag der dargestellten Woche blies der Wind staerker als an den anderen Tagen. Das wird weiter unten nochmal wichtig, denn hier hørt man gleich wieder die ueblichen Verdaechtigen den ueblichen Unsinn rufen.

Ansonsten ist die Stromproduktion (und dadurch indirekt die Umwandlung in andere Energieformen oder Arbeit … vulgo: Verbrauch) sehr stabil fuer gegebene Zeitraeume! Die Tagesspitze ist ungefaehr immer gleich hoch und das naechtliche Tief immer ungefaehr gleich tief. Ebenso der „Anlauf“ am Morgen und das „Beruhigen“ zum Abend. Das war zu erwarten, aber ich hatte das noch nie so direkt gesehen.

Als Letztes, generelles Merkmal sieht man, dass manche Methoden fuer ganz Dtschl. nicht so super wichtig sind; bspw. Saison- oder Pumpspeicher. Man beachte, dass diese _lokal_ von groszer Bedeutung sein kønnen! Das sieht man hier natuerlich nicht.

Aufgrund der Nachteile werde ich derartige Graphen selten (wenn ueberhaupt) zeigen. Aber manchmal (wie bspw. in dieser Einfuehrung in das Thema) ueberwiegen die Vorteile.

NICHT von Interesse in dieser Serie sind sind Spitzen- und Rekordwerte. Das interessiert mich nicht, ob und wann besonders viel Strom aus Wind produziert wurde. Das kann man in der Zeitung lesen und hat ungefaehr gar keine Aussagekraft.

Diese Serie soll aber anhand der Daten dazu dienen, mal mit ein paar Mythen aufzuraeumen. Ebenso møchte ich auf ein paar tolle Sachen bezueglich der Stromproduktion hinweisen, die man sonst so nicht auf dem Radar hat.

 

Dies ist ja mein Geburtstagsbeitrag. Deswegen war es das noch nicht … denn das waere ja viel zu kurz.
Der vorletzte Satz ist der Stichpunkt fuer den Rest dieses Beitrags: Mythen bzgl. der Stromversorgung.

Ein wohlbekannter Mythos ist, dass wir ja die sog. „Grundkraftwerke“ nicht einfach an und ausschalten kønnen, wenn „pløtzlich“ der Wind weht.

Nun ja, Grundkraftwerke sind Kohlekraftwerke und hier ist fuer Woche 36 des Jahres 2015 die produzierten Leistung aller Steinkohlekraftwerke aufgetragen.

Von Freitag zu Sonnabend faellt die produzierte Leistung von 15,89 GWh Abends um Acht auf nur 3,87 GWh nur vier Stunden spaeter. Das entspricht einer durchschnittlichen Drosselung der produzierten Leistung von 3 GWh pro Stunde. Im ersten Bilde dieses Beitrags sehen wir, dass die Leistung die „immer“ „verbraucht“ wird pro Stunde ca. 50 GWh sind. Solch eine Drosselung entspricht ueber 5 % der Gesamt(!)produktion ueber ALLE(!) Produktionsmethoden! Also NUR die Steinkohlekraftwerke werden so krass gedrosselt, dass das deutlich an der Gesamtproduktion gemessen werden kann!
Als ich das sah wusste ich, dass mir mit obiger Aussage ins Gesicht gelogen wird. Ich hatte echt gedacht, dass das stimmt.

Nun kønnte man ja sagen: Ausnahmesituation!
Aber dann schauen wir mal auf die Nacht vom Dienstag zum Mittwoch. Da wird die Produktion gedrosselt von 18,33 GWh Abends um Neun auf 9,03 GWh Nachts um Eins. Das ist immer noch ein Gradient von deutlich ueber 2 GWh/h. Und dieser Gradient bewegt sich im gleichen Rahmen auch fuer alle anderen Werktage.
Ach ja, das wieder Anfahren geht fast genauso schnell.

Nun ist die Frage, warum die Produktion von Strom mittels Steinkohle so drastisch runter gefahren wurde. Dafuer schauen wir mal auf die Gesamtproduktion besagter Woche (Achtung: Import ist weggelassen):

Von Freitag zu Sonntag hat tatsaechlich der Strom „pløtzlich“ angefangen zu wehen. Und da sind wir gleich bei der zweiten, immer wieder unhinterfragt wiederholten Luege, welche sich in der Aussage von oben versteckt. Es gibt keinen „pløtzlichen“ Wind! Wann und wo Wind auftritt kann relativ genau vorhergesagt werden. Vermutlich nicht mit 1 Woche Vorsprung, aber wir sehen hier ja, dass ein paar Stunden schon ausreichen. Denn von Freitag zu Sonnabend nimmt die produzierte Leistung aus Steinkohle im gleichen Masze ab, wie die produzierte Leistung aus Wind zu nimmt!
Krass wa! Wie weit Technik und Wissenschaft und die Zusammenarbeit verschiedener Sektoren der Gesellschaft (Stromproduktion und Wetterdienst) schon funktionieren. Da kønnte man fast meinen, dass wir schon im 21. Jahrhundert leben!

Aber das war’s nocht nicht. Denn nur mit den Daten von Freitag zu Sonnabend høre ich die ueblichen verdaechtigen schon wieder „Ausnahmesituation!“ rufen. Und man kønnte fast denken, dass das stimmt, denn hier faellt der niedrigere Verbrauch durch das Wochenende mit niedrigem Verbrauch in der Nacht und starkem Wind zusammen.
Genau deswegen hatte ich oben auch die Zahlen fuer einen normalen Wochentag angegeben. An der Gesamtproduktion sehen wir, dass der Wind sich nicht stark veraendert in besagter normaler Wochentagsnacht. Ebenso muss ja am Mittwoch wieder „volle Pulle“ produziert werden, denn es ist ja ein normaler Wochentag. Dennoch geschieht die Drosselung der Stromproduktion durch Steinkohle fast ebenso schnell.

Daraus kann man also schlieszen, dass die „Grundlast“ durch klassische (!) Grundkraftwerke NICHT langsam von statten gehen muss UND dass „schnelles Abschalten“ alltaeglich geschieht und NICHT NUR in Ausnahmesituationen.
Deswegen wiederhole ich das hier nochmal ganz deutlich: dass das schnelle Abschalten (oder Anschalten) der Grundkraftwerke nicht møglich oder mindestens sehr schwer und schaedlich sein soll, ist nur ein Mythos! … Ach was , das hørt sich viel zu niedlich an. Vielmehr ist es so, dass euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, mit dieser Aussage mit voller Absicht und trotz besseren Wissens ins Gesicht gelogen wird!

Ich møchte noch hinzufuegen, dass ich diese Woche ganz konkret nahm, da sie das Geschriebene gut illustriert, weil drei Sachen gleichzeitig passieren (Wochenend, Nacht und viel Wind), und damit tatsaechlich eine ungewøhnliche Situation vorliegt, aber dennoch eine normale Situation ohne grosze ungewøhnliche Aenderungen in der selben Woche zu sehen ist.
Ich musste aber nicht lange danach suchen und aehnliche Situationen finden sich sehr oft ueberall in den Daten. Es handelt sich hierbei also nicht um Rosinenpickerei.

Nun aber! Jetzt hat dieser Beitrag eine adaequate Laenge. Und ihr meine lieben Leserinnen und Leser kønnt euch auf weitere Artikel in dieser Miniserie schon freuen. Denn es kommen viele gute Nachrichten, die gut gegen die allgemeine duestere Stimmung genutzt werden kønnen und die so ganz generell ein „wir kønnen das schaffen, die Technologie ist dafuer da, wir muessen nur wollen“-Bild vermitteln. Toll wa :)

Auch wenn der Full Spectrum Scanner jetzt ohne Hinfliegen die Entdeckung von Planeten ermøglicht, mache ich das fuer ELW’s und Ammoniakwelten natuerlich trotzdem noch. Ich ich will die schlieszlich auch kartographieren. So wie Ammoniakwelt #35, auf die ich hier mit einer Sonde schickte zu eben diesem Zweck:

Waehrend ich durch mein Teleskop auf Ammoniakwelt #36 …

… schaute, daemmerte mir, dass ich jetzt endlich normierte Bilder habe! Damit kann ich das immer (irgendwie) Gleiche deutlich kuerzer darstellen. Fuer ELW #35 und Ammoniakwelten #37 + #38 sieht das dann so aus:

Da kann man dann auch viel besser die Grøszenunterschiede einschaetzen. Im Weiteren werde ich Detailansichten von Planeten nur noch dann zeigen, wenn was Besonderes ist.

Und wie immer zum Abschluss: die Karte um einzuschaetzen wo ich ungefaehr bin.

Quelle, Lizenz: unbekannt. Die galaktische (Hintergrund) Karte wurde angefertigt von CMDR Finwen und CMDR Corbin Moran, kuenstlerische Beschriftung der Regionen und Platzierung der Koordinatengitter durch CMDR Corbin Moran mit Namen vom Galactic Mapping Project. Punkte von Interesse und die ungefaehre Route meiner Expedition wurden von mir hinzu gefuegt. Ebenso ist die hier zu sehene Karte aus technischen Gruenden von mir verkleinert worden. Das Original (ohne meine Hinzufuegungen und in korrekter Grøsze) kann unter dem angegebenen Quellen-Link gefunden werden.

Das dritte und letzte Update ist der sogenannte Full Spectrum Scanner oder FSS in kurz.

Vor dieser Neuerung sah ich auf der Karte eines Systems zwar immer welche Planeten sich in dem System befinden, aber ich hatte die noch nicht entdeckt. Dafuer musste ich nahe ran fliegen und das sah dann so aus wie bei ELW #32:

Planeten strahlen Radiowellen ab. Diese sind wie Fingerabdruecke characteristisch fuer Planeten einer bestimmten Kategorie. Hier ist ein Beispiel aus dem Ursprungssystem.

Diese Radiowellen sind aber ueberall. Bisher offenbarte ein Scan also die Existenz der Planeten eines Systems, aber das war’s dann auch schon. Fuer genauere Informationen musste man eben hinfliegen.

Durch (software) Integration und Multiparameterauswertung der Daten mehrerer Sensorsubssysteme ist es nun obsolet geworden zu einem Planeten zu fliegen um den ordentlich zu entdecken. Ich muss den nur noch mit dem Teleskop finden und zack, gilt der als entdeckt.

Im Teleskop sieht das dann so aus, wie hier bei ELW #33 …

… oder Ammoniakwelt #33:

Nun kønnen ja insbesondere Letztere sehr unterschiedlich aussehen. Aber auch dafuer muss man nicht mehr hinfliegen, wie man am Bild fuer Ammoniakwelt #34 sehen kann:

Damit habe ich alle Neuerungen, welche mich mitten auf meiner Reise rund um die Galaxis ueberraschten, vorgestellt. Ich hoffe, dass dies die Variation in den Bildern in meinen Reportagen etwas erhøht in der Zukunft.

Ach ja, diese letzten vier Planeten befinden sich ungefaehr hier:

Quelle, Lizenz: unbekannt. Die galaktische (Hintergrund) Karte wurde angefertigt von CMDR Finwen und CMDR Corbin Moran, kuenstlerische Beschriftung der Regionen und Platzierung der Koordinatengitter durch CMDR Corbin Moran mit Namen vom Galactic Mapping Project. Punkte von Interesse und die ungefaehre Route meiner Expedition wurden von mir hinzu gefuegt. Ebenso ist die hier zu sehene Karte aus technischen Gruenden von mir verkleinert worden. Das Original (ohne meine Hinzufuegungen und in korrekter Grøsze) kann unter dem angegebenen Quellen-Link gefunden werden.

Neulich war ich auf einer Toilette. Die war zwar nicht neu, aber entsprach durchaus dem, was man unter „westlichem Standard“ versteht: Lineoleumfuszboden, Sitztoilette mit Sitz, Wasserspuelung, Waschbecken, Tuerschloss und sauber.

Aber es gab noch ein Relikt von vor der letzten Renovierung. Dieses Schild an der Tuer:

1.: Klosett spuelen nach der Benutzung
2.: Benutze nur Toilettenpapier – kein Zeitungspapier
3.: Halte die Temperatur immer ueber dem Gefrierpunkt
4.: Das Klosett nicht fuer unbefugte Dinge benutzen
5.: Halte das Klosett sauber.

Neben dem Sexverbot und dem Gebot kein Zeitungspapier zu benutzen fand ich besonders die Verwendung des Wortes „Klosett“ schøn.