Nachdem sich im Menken Terminal die Lage etwas beruhigt hatte und niemand mehr gerettet werden musste, entschied ich mich weiter zu ziehen. Die Situation ist noch laengst nicht wieder normal, denn die Station braucht urst krass viele Materialien zum Wiederaufbau.
Genau dafuer ist Operation Ida und dirgendwann werde ich bei denen auch mal mitmachen, aber nicht heute.

Denn ich wollte mich endlich mal am „Bergbau“ versuchen. Oder vielmehr an der Ressourcengewinnung aus Asteroiden.

Meistens ist das eher langweilig:
– Analyse eines Asteroiden ob da was drin ist, was man haben will.
– Mit einem Bergbaulaser drauf schieszen und die automatischen Einsammler die Bruchstuecke einsammeln lassen.
– Dabei kommt viel Zeug mit, was man gar nicht haben will, aber alles kommt kommt rein in die installierte Raffinerie.
– Irgendwann ist genug Material vorhanden, sodass besagte Raffinerie das gewuenschte (oder auch viel unerwuenschtes) Material veredeln kann.
– Das kommt in den Laderaum und wenn der voll ist, geht’s zurueck zu einer Station um das alles zu verkaufen.

Auch wenn ich schrieb, dass das eher langweilig ist, so liegt das doch innerhalb der Aktivitaeten, die ich auch ganz gern mal mache … zur Abwechslung.
Insbesondere mit einem groszen Schiff ist das auch so ziemlich das Einzige, was man mit denen machen kann beim Asteroidenbergabu. Denn grosze Schiffe lassen sich nur schwer schwerfaellig zwischen den Asteroiden manøvrieren.

Aber mit kleinen, wendigen Schiffen gibt es eine ganz andere, viel aufregendere Methode der Ressourcengewinnung: den Asteroiden in Stuecke sprengen:

Diese Methode erfordert andere Werkzeuge. Man braucht Sprengladungen dafuer. Ebenso eignen sich laengst nicht alle Asteroiden dafuer. Die aller-aller-allermeisten habe zu harte Oberflaechen und Explosionen wuerdenwuerden nur ’n Kratzer machen. Aber einige wenige haben Risse, in die besagte Sprengladungen eindringen kønnen … und dann kann man den Asteroiden aufbrechen.
Das coole ist, dass solche Asteroiden meist auch relativ wertvolles Zeug enthalten. So wie Niedertemperaturdiamanten oder Void Opale.

Das Ganze ist ein bisschen komplizierter, denn wenn man zu wenig Sprengstoff benutzt, verpufft alles nur. Bei zu viel, fliegt einem alles um die Ohren. Und selbst wenn man genau die richtige Menge hat, sollte man wenigstens einen Kilometer Abstand halten.

Aber ich wollte das eigentlich nur mal ausprobieren und ruestete deswegen meine Kassandra zum Abbau um. Auf laengere Sicht zieht es mich aber eher wieder in die Leere. Ach ja … wenn es explodiert, gibt’s so einen coolen Effekt, den man aus diesen wirklich uralten, nur in Fragmenten erhaltenen, Holovids kennt:

Ich sagte doch: Cool wa!

Wenn man eine Weile unterwegs ist, dann passieren Sachen zu Hause. Beispielsweise hørte ich im Radio, dass Raumstationen von den Thargoids angegriffen wurden und Hilfe benøtigten.

Also flog ich zum Mendez Terminal um zu sehen, wie ich von Hilfe sein kønnte. Und ach du Schreck:

Die normalen, ruhigen und routinierten Funksprueche, dass man doch bitte erstmal um Erlaubnis bitten soll bevor man andockt, waren ersetzt durch hastige Nachrichten, dass normaler Flugverkehr NICHT erlaubt ist in und um die Station. Man konnte der Wachhabenden anhøren, dass die Situation laengst noch nicht wieder unter Kontrolle ist und dass sie vermutlich schon seit mehreren Tagen nicht geschlafen hatte.

Ebenso war der Ruf nach Hilfe an freischaffende Piloten nicht zu ueberhøren. Ich hatte Kassiopeia umgeruestet zum Transport von Passagieren. Dies um bei der Evakuierung helfen zu kønnen. Also flog ich rein.

Die erste Ueberraschung: automatisches Andocken war nicht møglich. Ach du meine Fresse! Naja … ich krieg das schon hin.

Als ich mich dem Briefschlitz naeherte sprang mir pløtzlich diese Warnung ins Gesicht: HIGH TEMPERATURES AHEAD. PROCEED WITH CAUTION.
Gleich nochmal: Ach du meine Fresse! Worauf lasse ich mich hier gerade ein? Aber genau deswegen hatte ich ja eine sog. Heat Sink eingebaut. Die sammelt alle Waerme eines Schiffes und kann einfahc abgestoszen werden. Dadurch kann das Schiff schnell (aber nur kurzzeitig) abgekuehlt werden.

Ich flog also rein und die Sichtweite ist total eingeschraenkt. Alles ist voll Rauch und Truemmer. Zeug explodiert. Mein Finger immer ueber dem Ausløseknopf fuer die Heat Sink. Landepad suchen, manuell ansteuern, Kassiopeia wird heisz, Heat Sink poppen, gelandet … ein bisschen Schaden konnte dabei nicht vermieden werden.

Zum Glueck funktionierten die Aufzuege noch und mein Schiff wurde automatische ins Innere gefuehrt. Dort nahm ich dann ca. 150 Fluechtlinge auf. Ohne Versprechen, dass wir es auch bis zum Evakuierungsschiff schaffen, denn ich wusste selbst nicht, ob ich es aus der brennenden Station wieder heraus schaffe, denn Reparaturen konnten (verstaendlicherweise) nicht vorgenommen werden.

Aber ab ging’s … und kaum øffneten sich die Luken der Ladebucht meldet sich der Hitzealarm wieder. Heat Sink! JETZT! Und dann ging es schnurstracks zum Briefschlitz … und raus aus der Station.

Das Evakuirungsschiff anpeilen … ein kurzer Sprung … puuh … hier funktioniert das automatische Andocken … Landen … die Fluechtlinge raus lassen … schnell nøtige Reparaturen vornehmen und ganz wichtig: die Heat Sinks nachfuellen … und dann ging’s auch schon wieder los! Da sind noch tausende von Menschen die in Sicherheit gebracht werden muessen.

Ich selber hatte keine Zeit Aufnahmen zu machen, aber ein anderer Pilot war dazu im Stande. Es lohnt sich zwar alles zu schauen, aber ab hier ist der oben beschriebene Anflug in eine solche Station zu sehen … wobei dieser Pilot deutlich routinierter ist also ich.

Gefunden auf einer Toilette in der Good Omens Bar in Trondeim. Fand ich voll lustig … so wie das Original :)

In der Einflussphaere der Menschheit gibt es deutlich mehr als Feuerbaelle die im Himmel haengen.

Bspw. Navigationssatelliten:

So einen wollte ich mir schon immer mal aus der Naehe anschauen.

Und dann habe ich mal meine Kassandra aus der Garage geholt. Sie bekam ein neues Kleid (gruen) und ich schaute mir ein Megaship an dem man andocken kann, aus der Naehe an:

Und ich probierte mich auch mal an Kampfmissionen. Ich dachte ja, dass Kassiopeia das aushaelt, aber … øhm … ich bin da viel zu schlecht fuer. Also wurde ich in Stuecke geschossen. Hier …

… sieht man, dass die Integritaet meiner Schiffshuelle nur noch 22 % betraegt. Auszerdem sieht man, dass mein Cockpitfenster weggeschossen wurde und meine Sauerstoffreserven sich dem Ende naehern. Dummerweise zog mich dann auch noch ein Pirat aus dem Hyperraum um zu gucken ob ich Fracht dabei habe. Das kostete alles wertvolle Zeit! Ich schaffte es zur naechsten Station … 46, 45, 44, 43, 42 … ich musste nur noch ins Innere gelangen, dort ist eine Atmosphaere … Oxygen depleted in: 20, 19, 18 … ich sah schon den Briefschlitz … Oxygen depleted in: 5, 4, 3 … EJECT! EJECT! EJECT!

Die Stationspolizei hat mich dann in meinem Rettungs(stasis)pod aufgesammelt und zur Station gebracht. Zum Glueck hatte ich meine Versicherung bezahlt und jede Menge Geld auf dem Konto (durch all die verkauften Daten meiner Rundreise). Deswegen war dieser Vorfall relativ leicht zu verschmerzen.

Ach so … ich wagte mich an Kampfmissionen weil ich Zugang zu weiteren Ingenieuren brauche um Kassiopeia weiter zu optimieren. Aber einige von denen lassen mich nicht mal durch ihre Tuer, wenn ich keine Kampferfahrung habe. Andere wollen Coupons von (erfolgreichen) Kopfgeldjagden. Die Kriminellen aber wollen sich nicht ohne Kampf ergeben. Nun ja … muss ich halt mehr ueben, damit das nicht nochmal passiert.

… hat Kassiopeia. Aber nur ganz kleine, die nicht viel aushalten und auch nur dafuer gedacht sind, bei etwas holprigen Landungen ein bisschen der kinetischen Energie aufzunehmen. Letzteres schuetzt die eigentliche Schiffshuelle. Und das ist wichtig, denn durch ungeplantes zu Nahe kommen an Sterne wird diese geschaedigt. Deswegen betraegt die Integritaet von Kassiopeias Huelle nach diesem langen Trip auch nur noch ca. 60 %. Und anders als interne Module kann man das nur auf einer Raumstation reparieren lassen. Oder mit Spezialwerkzeug welches ich nicht habe.

Aber zuruck zu den Schilden. Diese brauchen relativ viel Energie. Relativ viel ist das deswegen, weil Kassiopeia auch nur ein relativ kleines Kraftwerk hat um Masse zu sparen (und dadurch die Sprungreichweite zu erhøhen). Wenn das aber viel Energie braucht, dann bedeutet das, dass Kassiopeia in der Naehe von Sternen schneller aufheizt. Und in der Naehe von Sternen bin ich staendig, denn da fuelle ich ja meinen Treibstoff auf. Aber wenn Kassiopeia zu heiz wird, dann werden interne Module beschaedigt. Und das will ich nicht.

Weil ich das Schild aber ohnehin nur gegen „Beulen und Lackschaeden“ habe ist das also hauptsaechlich abgeschaltet. Ich schalte das nur an, wenn ich auf einem Planeten landen will. Dummerweise vergisst man das so leicht, eben weil ich als Reisender zwischen den Sternen das Schild so selten brauche.

Als ich im System war, in dem meine Rundreise endete landete ich auf meinem Planeten zur Uebernachtung. Das Schild anzuschalten vergasz ich zunaechst. Ich erinnerte mich aber ein paar Kilometer ueber der Oberflaeche dran. Zum Glueck! Denn das Schild braucht eine Weile bevor es aufgeladen ist.

Ich mache mich dann an die Landung und so ca. 100 Meter ueber dem Boden denkt sich mein von der langen Einsamkeit, und der endlich-am-Ziel-angekommen-Euphorie beeinflusstes Gehirn: .oO(Hey! Ich bin ein voll toller Hecht. Mal schauen wie so eine Nachtlandung von auszerhalb des Schiffes aussieht.)

Also schaltete ich meine Auszenbordkamera ein (das ist die vom Schiff losgeløste Kamera). Und ohne die Instrumente zu beobachten steuere ich weiter nach unten. Dummerweise war es Nacht auf dem Planeten (oder der war so weit weg, sodass da nicht viel Licht angekommen ist). Und naja … ich sah halt den Boden nicht und „lande“ mit ueberhøhter (zum Glueck nicht all zu grosszer) Geschwindigkeit.

RUMMS! …
*Gehirn schaltet sich wieder ein* …
.oO(ACH DU SCHEISZE! … ICH EXPLODIERE BESTIMMT GLEICH, DENN ICH HATTE DOCH NUR NOCH 60 % INTEGRITAET! ICH TROTTEL! ICH TROTTEL! ICH TROTTEL! Da hab ich’s um die Galaxis geschafft und explodiere buchstaeblich im Ziel!! … ALL DIE SCHØNEN DATEN WEG!) …
*nix passiert … vor allen Dingen keine Explosion*
*Beruhigung setzt ein*
.oO(Schadenskontrolle)

Gluecklicherweise hatte ich mich dran erinnert das Schild einzuschalten. Denn das hat die kinetische Energie vollstaendig absorbiert. Der Einschlag hat die Schildstaerke fast vøllig auf Null reduziert … alles weitere waere der Schiffsrumpf direkt auf dem Boden gewesen … und bei nur 60 % Integritaet haette das schlimm geendet … … … Lektion gelernt, sage ich da mal: der (unachtsame und grøszenwahnsinnig werdende) Pilot ist eine grøszere Gefahr fuer sich selbst als der Weltraum.

Naja … ich uebernachtete dort dann und machte mich danach auf dem Weg zurueck nach Hause.

abei entdeckte ich Ammoniakwelt #51 …

… und bin jetzt bei (Asteroiden)Station X in der Naehe des Crab Pulsars.

Nach all dieser Zeit bin ich ein bisschen froh, mal wieder Menschen um mich zu haben. Haette ich nicht gedacht, dass ich das mal sagen wuerde, aber das obige Erlebnis zeigt doch, dass so langsam „Space Madness“ Fusz fasst. Denn wenn man immer nur mit sich selber ist, dann sind das ideale Bedingungen fuer Solipsismus.

Aber am meisten freue ich mich auf die bereits beim letzten Mal erwaehnte orentliche Dusche. Endlich!

In der Einleitung zu dieser Miniserie habt ihr, meine lieben Leserinnen und Leser, gesehen, dass in Dtschl. Strom auf 16 verschiedene Arten produziert wird … plus der Export, aber auf den gehe ich gesondert in einem eigenen Beitrag ein.

Heute møchte ich kurz die 7 Produktionsmethoden vorstellen, bei denen sich seit 2010 keine Veraenderungen gezeigt haben.

Zunaechst haette ich da die Stromproduktion durch Braun- oder Steinkohle. Und hier ist schon der erste Sache, die mich ein bisschen erstaunt hat. Braun- und Steinkohlekraftwerke scheinen exklusiv fuer jeweils eine der Gesteinsarten zu sein. Also irgendwie hatte ich dieses Wissen schon, aber das ist mir so nicht wirkich bewusst gewesen vorher.

Wieauchimmer, hier ist der Graph (wobei ein Teil der Daten ja bereits in Teil II zu sehen war):

Wie bereits frueher erwaehnt, liegt die Maxima der Stromproduktion durch Kohle im Winter und im Sommer wird weniger Strom durch Kohle produziert.

An den Maxima sieht man, dass die installierte Kapazitaet fuer beide Gesteinsarten ungefaehr gleich grosz ist. Dennoch sind die Schwankungen der Steinkohlewerte (Winter vs. Sommer) grøszer.
Die ueblichen Verdaechtigen (korrekt, ich versuche hier ueberhaupt nicht unparteiisch zu sein!) wuerden jetzt bestimmt was von „Grundlast, runterfahren, nicht møglich, bla blubbs“ sabbeln, aber das hatte ich ja bereits in der Einleitung als Luege dargestellt. Auszerdem, warum sollten Steinkohlekraftwerke so fundamental anders sein, als Braunkohlekraftwerke? Mhmmm … die Asche ist mglw. anders … und Braunkohle muss wohl getrocknet werden (was natuerlich den Wirkungsgrad maechtig verringert). Mhmmmmmmm … Letzteres kønnte durchaus erklaeren, warum die konstanter laufen und vielleicht tatsaechlich nicht so schnell abgeschaltet werden kønnen … ich schau mal in den Datan … … … AHA … das war einfach und ich musste nicht mal lange suchen.

2018, Woche 4, in der Nacht vom 27. zum 28. Januar faengt der Wind „pløtzlich“ an zu blasen. Steinkohlekraftwerke werden krass herrunter gefahren, aber das hatte ich vorher schon behandelt.
Der Wind ist so stark, dass auch die Braunkohlekraftwerke heruntergefahren werden. Produzierte Leistung (nur durch Braunkohle) 19 Uhr: 16,93 GWh und 23 Uhr: 7,05 GWh. Das entspricht einer Drosselung von 2,47 GWh pro Stunde und ist beinahe genauso schnell wie beim Steinkohlebeispiel in der Einleitung zu dieser Serie.
Und das ist auch keine Ausnahme. Man kann mehrere solcher schnellen Abschaltvorgaenge finden. Schaut mal im selben Jahr, bspw. in den Wochen 8, 25 oder 27 (mehr hatte ich keine Lust zu suchen).

Aber! … ABER! … AAAABBBBBEEEERR!!! DAS WIEDER ANFAHREN! UND SOWIESO! DER WIND MACHT ALLES KAPUTT!

Ich habe jetzt konkret nach einem schnellen Anschaltvorgang gesucht und in 2018, Woche 18 am Abend des 1. Mai einen gefunden. Dort steigt die durch Braunkohle produzierte Leistung von 6,35 GWh (17 Uhr) auf 10,88 GWh (19 Uhr). Das entspricht einem Anstieg von 2.265 GWh/h und ist somit ungefaehr genauso schnell wie bei der Steinkohle.

Also … obige Spekulationen, dass Braunkohlekraftwerke møglicherweise fundamental anders funktionieren ist somit wiederlegt.

Wieauchimmer, ich behaupte hier jetzt einfach mal, dass das konstante „Durchfahren“ der Braunkohlekraftwerke Wirtschaftsførderung der alleruebelsten Sorte ist. Uebel ist dies auf mehreren Ebenen. Lebensraeume gehen durch den Abbau kaputt. Braunkohle hat einen geringeren Brennwert und produziert somit mehr Kohlendioxid(equivalent) als Steinkohle. Zudem muss sie vor der Verbrennung noch getrocknet werden, was den Wirkungsgrad weiter verringert. Braunkohle ist auch dreckiger (wobei dieses Problem durch Filter weniger stark ins Gewicht faellt). Und das ist ’ne Industrie die (zumindest in Dtschl.) schon lange tot ist und kuenstlich (durch hohe Summen an Steuergeldern) am Leben erhalten wird … Capitalism, my ass!

OK, jetzt hab ich mich hier erstmal genug aufgeregt.

Zwei positive Sachen fallen einem auf, wenn man mal drueber nachdenkt.
1.: Møglicherweise sinken die Zahlen seit 2018. Ich bin da aber ganz verhalten dies zu verkuenden. Ich hatte bereits erwaehnt, dass dies durch einen warmen Sommer/Winter/Sommer verursacht sein und naechstes Jahr schon wieder ganz anders aussehen kønnte. Aber man kann ja hoffen :)

2.: Die Werte bleiben konstant! Das ist POSITIV! Denn mit dem Wegfallen von Atomstrom (die Daten dazu in einem zukuenftigen Beitrag) schimpfen die ueblichen Verdaechtigen ja immer „bla blubbs ABER NUN MUESSEN WIR MEHR KOHLE VERBRENNEN!“ … Und wenn man das so hørt, dann hørt sich das ja auch erstmal logisch an. Und dann schaut man auf die konkreten Zahlen und sieht, dass das eine weitere LUEGE ist, die einem wieder besseren Wissens von den ueblichen Verdaechtigen ins Gesicht gespuckt wird!

Und man stelle sich das mal vor, dass man solche Daten einfach so findet und sich nur hinsetzen muss um das mal genauer anzuschauen. Entgegen so einiger anderer Entwicklungen kønnte man meinen, dass man im 21. Jahrhundert lebt. Krass wa!
Und nun habt auch ihr, meine lieben Leserinnen und Leser, die nøtigen Daten um solchen Luegen entschlossen entgegenzustehen :)

So … das ist jetzt deutlich laenger geworden als erwartet. Deswegen behandle ich den Rest im naechsten Beitrag.

… hier, in dem System in dem ich meine lange Reise entlang des galaktichen Randes startete:

Ich hatte damals kein Photo gemacht und bereue das jetzt. Auf obigem Bild bin ich natuerlich ein bisschen weggeflogen vom Stern dieses Systems.

Leider ist mir erst ca. 140 Spruengen nach dem Start eingefallen, dass es von Interesse ist, wenn ich dokmentiere wie meine „Werte“ cor der langen Reise aussehen. Fuer’s Ende, mach ich das aber richtig:

Die Anzahl meiner Spruenge erhøhte sich von 5006 auf 10279. Das bedeutet, dass ich 5273 mal meinen Computer habe sagen høren „Frame Shift Drive charging“. Letzteres war sogar noch øfter (aber nicht viel), da ich dies auch høre, wenn ich in den Supercruise Modus (vulgo: Hyperraum) wechsle, ohne dass ein Sprung zum naechsten System initiiert wird.

Die Anzahl der besuchten Systeme erhøhte sich von 4820 auf 10079. Ich war also in 5259 Systemen die ich niemals zuvor besucht hatte. Der Unterschied zu der obigen Zahl ist durch dieses System hier und Beagle Point, aber vermutlich hauptsaechlich weil ich nochmal zum Crab Pulsar flog, nachdem ich Outer Arm Vacuus hinter mir hatte

Die totale geflogene Distanz erhøhte sich von von 244131 Lichtjahren auf 593109 Lichtjahre. Auf dieser ganzen Reise legte ich also 348978 Lichtjahre zurueck. Das ist mehr als alles zusammen vorher.

Meine durchschnittliche Sprungreichweite war vorher etwas høher als 50 Lichtjahre pro Sprung. Das entspricht natuerlich dem, was meine gute Kassandra schafft und ist vor allem zuruckzufuehren auf meine ersten Reise zum anderen Ende der Galaxie.
Auf dieser Reise war die durchschnittliche Sprungreichweite etwas mehr als 66 Lichtjahre pro Sprung. Dies liegt deutlich unter Kassiopeias maximaler Sprungreichweite und liegt daran, dass die Sternendichte am Rand der Galaxis merkbar geringer ist, als in den Spiralarmen. Oft liegt also der naechste Stern eben nicht maximal (aber erreichbar) weit weg, sondern ich muss einen kuerzeren Sprung machen.
Zum Einen aergerte mich das ein bisschen, wann immer ich eine Distanz kleiner als 70 Lichtjahre sah. Zum Anderen geniesze ich aber die „visuelle Ruhe“ hier am Rande sehr und das entschaedigt mehr als genug. Ein bisschen kommt diese Ruhe auf dem ersten Bild zum Ausdruck :) .

Auszerdem fuhr ich ca. 47 km mit meinem Scarab. Das allermeiste davon auf meiner Bergtour als ich so’n kleinen Kabinenkoller hatte und mal raus aus dem Schiff musste.

Entdeckte erdaehnliche Welten: 29, weiterhin keine beringte ELW entdeckt :(
Entdeckte Ammoniakwelten: 47, davon eine mit Ringen. Damit sind diese deutlich staerker vertreten als ELW’s, was auch den Erzaehlungen und Statistiken entspricht. Meine erste Reise zu Beagle Point war also eine Ausnahme.
Auszerdem entdeckte ich sehr viele Wasserwelten, die ich aber im Allgemeinen weiter dokumentier(t)e.

Fuer die Umrundung der Galaxis brauchte ich ca. 198 Stunden oder ca. 1 Woche, 1 Tag und 6 Stunden. Das ist gar nicht mal so lange und in Echtzeit hat das natuerlich viel laenger gedauert. Aber schlafen und so muss ich ja auch mal. Andererseits war ich signifikant weniger lange unterwegs als die 18 Monate die ich urspruenglich dachte die es dauern wird.

Nun aber, und diesmal nicht ganz zum Ende, die Karte, mit allen Highlights und nennenswerten Entdeckungen:

Quelle, Lizenz: unbekannt. Die galaktische (Hintergrund) Karte wurde angefertigt von CMDR Finwen und CMDR Corbin Moran, kuenstlerische Beschriftung der Regionen und Platzierung der Koordinatengitter durch CMDR Corbin Moran mit Namen vom Galactic Mapping Project. Punkte von Interesse und die ungefaehre Route meiner Expedition wurden von mir hinzu gefuegt. Ebenso ist die hier zu sehene Karte aus technischen Gruenden von mir verkleinert worden. Das Original (ohne meine Hinzufuegungen und in korrekter Grøsze) kann unter dem angegebenen Quellen-Link gefunden werden.

Am Anfang sah das so lang aus und die Aufgabe uebermaechtig. Aber mit Geduld und Durchhaltevermøgen schaffte ich das. Wobei die benøtigte Zeit eigentlich eher fuer Ungedludigkeit steht. Ich habe ja fast keine Planeten auf dieser Reise gescannt und bin nur sehr selten gelandet. … Ein besonderes Erlebnis war’s trotzdem fuer mich :)

Und zum Abschluss sind sie hier nochmls gezeigt:

Die Galaxis, die ich tatsaechlich umrundete und Kassiopeia, das Schiff in der ich diese Reise unternahm. Und das ist mit Absicht so dunkel, denn ’s gibt nicht viele lichtspendende Sterne hier drauszen.

Jetzt lande ich erstmal und halte inne fuer eine kurze Weile, dann geht’s weiter zur Asteriodenstation in der Naehe des Crab Pulsars um all die Daten abzuliefern … und richtig zu duschen … hach, wie sehr ich mich auf ’ne richtige Dusche freue … … … und dann geht’s zurueck zur Bubble … und dann … ach … es geht halt weiter :)

Nachdem ich Ammoniakwelt #49 …

… fand, stolperte ich ueber ein weiteres, ungewøhnliches system:

Das erste ungewøhnliche Merkmal ist, dass hier sowohl ELW #45 …

… und Jubilaeumsammoniakwelt #50 …

… um den gelb/orangen Stern zu finden. Das ist an und fuer sich schon etwas Besonderes. Aber extra toll wird das System, weil um den blau/weiszen Stern gleich drei (!) Wasserwelten ihre Bahn ziehen.

Diesen Sektor der Galaxis …

Quelle, Lizenz: unbekannt. Die galaktische (Hintergrund) Karte wurde angefertigt von CMDR Finwen und CMDR Corbin Moran, kuenstlerische Beschriftung der Regionen und Platzierung der Koordinatengitter durch CMDR Corbin Moran mit Namen vom Galactic Mapping Project. Punkte von Interesse und die ungefaehre Route meiner Expedition wurden von mir hinzu gefuegt. Ebenso ist die hier zu sehene Karte aus technischen Gruenden von mir verkleinert worden. Das Original (ohne meine Hinzufuegungen und in korrekter Grøsze) kann unter dem angegebenen Quellen-Link gefunden werden.

… sollte man also im Auge behalten … die naechsten paar Milliarden Jahre. Denn hier ist das ja voll spannend! Potentiell kønnten sich hier naemlich fuenf, vøllig verschiedene Biologien entwickeln. Cool wa!

Und wie man sieht, naehere ich mich in langen Spruengen dem Start meiner Reise … was bei einer Um_rundung_ gleichzeitig das Ziel ist.

denn es gibt ja online-gaming :)

Der Artikel ist jetzt nichts Besonderes aber durchaus lesenswert. Denn er zeigt schøn auf, dass einige Probleme des Alters (bspw. Einsamkeit oder Hand-Auge-Koordination) durch Gaming vermindert werden (kønnen).

Und wenn man im Hinterkopf behaelt, dass es sich bei den Interviewten um Rentner handelt, dann sind solche Zitate …

[…] I often play with a fine whiskey by my side […]

… oder …

[u]nfortunately, I’ve had to be hospitalized for injuries and other health issues […] [b]ut I almost always bring my gaming rig with me

… oder …

[p]erhaps you’ll get a chance to write a piece in 20 years on the booming trend of LAN parties in nursing homes!

… echte Perlen, die man man so selten liest :)

Und auch der Abschluss des Artikel ist total schøn (und das spoiler ich jetzt mal nicht), liefert er doch ein tolles Argument fuer die ewige „Werd doch endlich mal erwachsen“-Diskussion … Ich bin jetzt bald 40, mehr „erwachsen“ als das habe ich nicht vor zu werden!

Wenn ich meine Entdeckungen praesentiere dann sind das meistens ordentliche „Nahaufnahmen“, Collagen die mehrere entdeckte Welten zusammenfassen oder so wie ich es in meinem Teleskop sehe. So wie hier bei Ammoniakwelt #45:

Neulich stolperte ich aber ueber ein besonderes System. Beim Stern dieses System handelte es sich um einen braunen Zwerg. Ein verhinderter „echter“ Sterne also. Diese sind an und fuer sich nichts Ungewøhnliches. Davon gibt es sehr sehr viele. In den allermeisten Faellen sind sie aber keiner Erwaehnung wert, denn wenn solche „Sterne“ ueberhaupt Begleiter haben, dann sind das uninteressante Eisklumpen. Dies, weil die Gesamtmasse solcher Systeme (meistens) zu klein um Gasplaneten zu formen. Noch seltener sind (potentiell) lebenstragende Planten, denn da solche „Sterne“ so kalt sind, ist die habitable Zone winzig … wobei diese Aussage natuerlich auch ein bisschen meinem Kohlenstoffchauvinismus geschuldet ist.

Wieauchimmer, besagtes System ueber das ich stoplerte beinhaltete Ammoniakwelt #46. Und als Beweis, dass die wirklich einen braunen Zwerg umkreist, zeige ich heute die Systemkarte:

Cool wa! … Tihihihi … das gilt sowohl fuer den braunen Zwerg als auch die Ammoniakwelt.

Ansonsten waren da noch ELW #41 + #42, Ammoniakwelten #47 + # 48 und ELW’s #43 und #44:

Und wie man auf der Karte sieht, befinde ich mich im letzten Abschnitt meiner langen Reise, rund um die Galaxis:

Quelle, Lizenz: unbekannt. Die galaktische (Hintergrund) Karte wurde angefertigt von CMDR Finwen und CMDR Corbin Moran, kuenstlerische Beschriftung der Regionen und Platzierung der Koordinatengitter durch CMDR Corbin Moran mit Namen vom Galactic Mapping Project. Punkte von Interesse und die ungefaehre Route meiner Expedition wurden von mir hinzu gefuegt. Ebenso ist die hier zu sehene Karte aus technischen Gruenden von mir verkleinert worden. Das Original (ohne meine Hinzufuegungen und in korrekter Grøsze) kann unter dem angegebenen Quellen-Link gefunden werden.