Sooooo lange wartete ich darauf ueber sie zu stolpern … und dann praesentierte sich das Schmuckstueck ganz bescheiden als ich mit dem Schiffsteleskop auf sie blickte:

Auch die Umweltbedingungen sind herrlich. Mit einer Gravitation von nur 0.81 g ist man hier ein bisschen leichter (vom Gewicht!) und auch wenn die Durchschnittstemperatur mit mius sechs Grad Celsius kuehl ist, so scheinen die Landmassen um den Aequator sehr behaglich. Ein Bild von Nahem bestaetigt diesen Eindruck:

Die Durchschnittstemperatur der Ursprungswelt waere ja mit -18 Grad Celsius sogar noch geringer (wenn es da nicht den durch Wasserdampt verursachten Treibhauseffekt gaebe).
Und auszerdem ist die Achsenneigung mit nur ca. 16 Grad etwas kleiner. Dadurch sind dann die Schwankungen in den Jahreszeiten auch nicht so grosz.

Der Sauerstoffanteil von nur 18.1 % kønnte ein Problem sein. 19.5 % wird als untere Grenze fuer das normale funktionieren des menschlichen Kørpers empfohlen. Das ist zum Glueck nicht all zu weit weg. Auszerdem ist der Luftdruck ein klein wenig grøszer (wodurch die geringere Konzentration etwas ausgeglichen wird). Und durch die geringere Gravitation muss man sich ja auch nicht so dolle anstrengen. Dennoch, mittelfristig muss man sich sicherlich erstmal dran gewøhnen.

Aber dafuer ist das Risiko fuer Feuer nicht so grosz. Das ist doch auch was.

Vor Freude bin ich hier erstmal ueber Nacht geblieben.

Ach so … ich war jetzt ein paar Wochen in Colonia und habe dort ein bisschen Fracht und Personen transportiert. War schøn auch mal wieder ein paar andere Schiffsklassen zu fliegen.
Ich habe es endlich gewagt und mir einen Dolphin von Saud Kruger zugelegt. Und ich muss sagen dass mich dieses kleine Schiff total ueberrascht hat. Die Manøvrierfaehigkeit, der Sound der Triebwerke und der Luxus in der Ausstattung: WOAH! Ich wusste ja, dass Saud Kruger Schiffe ins „obere Segment“ gehøren und nicht zu den pragmatischen und Form-folgt-der-Funktion-„Arbeitspferden“ die ich sonst fliege. Aber dass ich das so sehr genieszen wuerde haette ich nicht gedacht. Waere da nicht die all zu kurze Sprungreichweite, dann haette ich mich damit møglicherweise sogar mal raus gewagt.

Wieauchimmer, jetzt bin ich schon wieder ziemlich weit drauszen. So weit drauszen genauer gesagt. Und neben der obigen Welt entdeckte ich auszerdem auch noch Ammoniakwelt #164:

o.O

Ach du meine Fresse!

Das Bild ist echt und in keinster Weise manipuliert.

Hierbei handelt es sich um keinen Rekord, aber von anderen Reisenden in der Leere hatte ich Geruechte ueber dieses Juwel der Galaxis gehørt. Schaefermonde eng beieinander und das Gesamtsystem so nahe an der Sonne, dass man nicht in der Dunkelheit verschwindet.

Was … fuer … ein … Anblick! … … … Definitiv den kleinen Umweg, auf meinem Rueckweg nach Colonia, wert.

Beim letzten mal schrieb ich:

Aber hierin drueckt sich dann auch die inhaerente Hoffnung, und die Schønheit (abgesehen von der intellektuellen Schønheit), des Triptychon aus. Denn trotz der darin behandelten, enrsthaften, oft furchtbaren Themen, zieht sich ein fundamentaler Glaube, ja das Wissen, durch die Buecher, dass die Menschheit als Ganzes, in Form der sie konstituierenden Individuuen, diese Verantwortung uebernehmen kann.Eine aehnliche Katastrophe in der Zukunft ist KEIN unentrinnbares Schicksal, sondern wir haben das selber in unserer Hand dies zu verhindern.

Und trotz der schwer „verdaulichen“ Themen ist es gerade diese positive Glaube an die inhaerenten Møglichkeiten der Menschen, dass dem Bøsen in einem Selbst, Gutes entgegengestellt werden kann, warum mich diese drei Werke so stark beeinflusst haben und deren Einfluss mich mein Lebtag nicht verlassen wird.

Interssanterweise wird das so nie direkt angesprochen in den Werken. Dies haengt sicherlich damit zusammen, dass die Arendt, Marx und Solschenizyn unter dem nahen geschichtlichen Eindruck besagte Buecher schrieben. Aber genau dies ist der Eindruck den ich habe _warum_ sie diese Buecher geschrieben haben. Trotz aller Graeuel die sie beschreiben, deren Hintergruende sie erforschen und  mit dem groszen Ganzen verknuepfen, kommt fuer mich immer wieder diese fundamental positive Einstellung durch. Vom Lesegefuehl her war es fuer mich immer ziemlich deutlich, dass Arendt, Marx und Solschenizyn wirklich daran glauben, dass die Menschheit es schaffen kann, wenn sie nur von der Geschichte lernt … und damit man lernen kann braucht man jemanden der das Aufgeschrieben hat … dies ist somit der (wichtige) Beitrag den sie leisten … ihren Anteil an einer besseren Zukunft der Menschheit.

Und zumindest bei mir hat sich das beim Lesen uebertragen :)

Dadurch dass Kassiopeia nur noch durch Spucke und ein bisschen Klebeband zusammengehalten wurde, war dies hier ein mehr als willkommener Anblick:

Vielen Dank an Commander Icetuuth, dass er seinen Flottentraeger ganz hier raus geflogen ist und allen Reisenden in der Leere als Reparatur- und Versorgungsdepot zur Verfuegung stellt.
Galactic Unity, nicht nur im uebertragenen Sinne :)

Ich blieb ueber Nacht, plauschte ein bisschen in der Bar und nutzte die Gelegenheit mal ein bisschen mehr als meine eigenen vier Waende zu sehen (selbst wenn es auch nur ein Schiffsrumpf war, es war immerhin ein anderer Schiffsrumpf).

… trotz staerk Schaeden auf Ploea Aowsy AA-A h37 BCD 1, dem Metal-rich body (auf dem man landen kann) mit der laengsten groszen Halbachse (3,273,349,121,067.309 m oder ca. 21.88 au) und dem (damit oft folgenden) grøszten orbitalen Umfang (20,453,112,174,269.79 m).

Ich war schwer am ueberlegen NICHT zu landen wg. besagter Schaeden … aber es ist eine der Regeln dieser Reise, dass ich auf alle Planeten dieser Reise einen Fusz setzen werde … natuerlich im uebertragenen Sinne und soweit das geht. Und auszerdem, ich hab ja mein treues Schild.
Deswegen konnte ich mir die lokale Flora mal von Nahem (und diesmal bei Licht) anschauen:

Im Wesentlichen immer noch in der gleichen Situation steckte ich, als ich Blaa Flyi AI-H d11-104 B 1 besuchte — dem Metal-rich body der von ALLEN Himmelskørpern dieser Kategorie (ob man darauf landen kann oder nicht) mit 89.99956035773815 Grad die schiefste Achse hat. Aber selbst wenn es hier durchaus behaglich war …

… blieb ich nicht um zu schauen, ob es wirklich fuer immer Tag bleibt.

Naechster Stop (dann endlich): Galactic Unity.

Heute nur ganz kurz die Bilder, weil ich keine Lust habe viel dazu zu schreiben (und das wird in Zukunft bestimmt noch øfter passieren).

Sowohl die Illustrationen auf dem Schuber …

… als auch auf den beiden Baenden an sich …

… gehen schon viel deutlicher in die Richtung der Peanuts wie wir sie kennen. Noch nicht komplett, aber das Meiste ist jetzt da. Im Laufe der naechsten Jahre und Jahrzehnte kommt es zwar noch zu Veraenderungen, diese sind aber nicht so stark wie vom Anfang bis zu diesem Zeitpunkt. Charles M. Schulz hatte dann wohl seinen Stil gefunden (und beibehalten) :) .

Phleedgoea PS-U f2-3 AB 5, ist die High metal content world (auf der man landen kann) mit dem grøszten Radius von 22,198.052 km. Damit einher geht eine recht grosze Gravitation und wie der Schaden an Kassiopeia zeigt …

… hat dieser Fakt mich fast umgebracht … oder … naja … eigentlich habe ich mich selbst fast umgebracht.

Zunaechst naeherte ich mich der Oberflaeche mit der ueblichen, vorsichtigen Hochgravitationsweltlandeanflugmethode. Wie immer kam ich aus dem Gleitflug zu einem (beinahe) kompletten Stop … ungefaehr 5 km ueber der Oberflaeche. Aber irgendwie war mein vorsichtiger abwaertsgerichteter Schub „teilnahmslos“. Ich zog den Steuerhebel etwas mehr zurueck … aber die Geschwidnigkeit erhøhte sich nicht signifikant. Deswegen dachte ich mir so: .oO(Nun gut … gib Schub Rakete!) und zog den Hebel komplett zurueck. …
Das naechste was ich auf meinen Instrumenten sehe ist die Geschwindigkeitsanzeige: 200 m/s … NACH UNTEN! Gefolgt vom Høhenmesser … bzw. der Schnelligkeit wie die Zahlen dort kleiner wurden. …
Nun ja, lange Rede kurzer Sinn: wieder einmal war ich sehr froh, dass ich etwas Sprungreichweite einem Schild geopfert habe und dieses vor jeder Landung auch aktiviere. Dieses hat naemlich (mal wieder) einen groszen Teil der kinetischen Energie absorbiert, bevor es zusammengebrochen ist … wenn auch nicht alles.

Ich ueberlegte kurz die Hull Seals zu rufen. Ich denke sie wuerden sogar hier raus kommen, so weit weg von Bevølkerungszentren. … Aber nah! Die haben bestimmt besseres zu tun. Kassiopeia kann immer noch fliegen. Jaja, ich muss noch mehrere zehntausend Lichtjahre fliegen, bevor ich zurueck bei einer Station bin und reparieren kann, aber frueher (bspw. als ich die Galaxis umrundete) brauchte ich sowas auch nicht. Mit ein bisschen Spucke, Pappe und MacGyver Tape wird das schon zusammenhalten. Zumindest bis ich Galactic Unity erreiche, einer der Flottentraeger des vor kurzem eingerichteten DSSA — Deep Space Support Array.

Ansonsten hatte ich beim letzten Mal vergessen zu erwaehnen, dass ich auch noch Ammoniakwelten #162 und #163 entdeckte. Das sei hiermit nachgetragen:

Ich sagte, dass Hannah Arendts, Elemente und Urspruenge totaler Herrschaft

[d]as Kernstueck, ja das Herz, des Triptychons, das alles zusammenhaelt und erst die Grøsze und Wichtigkeit aller drei erkennen laeszt […],

… ist. Dies ist unmittelbar zu erkennen in den letzten beiden Eintraegen in dieser Reihe, in denen die ich gar nicht umhin kam auf die Analysen Arendts zurueck zu greifen. Andernfalls waere die Relevanz der Werke Marx‘ und Solschenizyns nicht zu beschreiben bzgl. meiner ganz persønlichen, mich plagenden Fragen; die nach der inherenten Boshaftigkeit von mir, als ganz normaler Mensch und warum Bildung da scheinbar nicht gegen hilft.

(Fast) alle „Bildungsbrocken“ und „Wissenshappen“ bzgl. dieser Fragen, insb. im Kontext der industriellen Ausrottung von Menschen, sind meistens sehr detaillierte Teile eines (schrecklichen) Gesamtbildes. Sei es das was man in der Schule lernt, Ausstellungen (nicht nur in Museen), die meisten Buecher, Augenzeugenberichte etc. pp.
Einige wenige Quellen erlauben „einen Schritt zurueck zu gehen“ und mehr vom „Bild der Menschheit“ zu sehen. Karl Marx und Alexander Solschenizyns Buecher ragen dabei besonders heraus, da diese ganze Teilbereiche der relevanten, ineinandergreifenden Themen betrachten.

Um weiteres nøtiges Hintergrundwissen (auf dem die Gesamtanalyse fuszt) bereitzustellen, muss Hannah Arendt wieder erstmal ganz im kleinen Anfangen. Sei es die Betrachtung der Entwicklung der (europaeischen) Juden und des (politischen) Antisemitismus oder die Entstehung und Merkmale des Imperialismus. Und Ach du meine Fresse! habe ich ich dabei krass viel gelernt! Warum wird uns sowas nie erzaehlt! Die Betrachtungen Arendts enthalten nichts Unnøtiges und der grøszte Teil der Informationen ist (beinahe) komplementaer zu allem was ich vorher gelernt habe. Soll heiszen: das ist zwar alles bekannt, faellt aber nicht unter dem Wissenskanon der Nichtspezialisten „angeboten“ wird im normalen Leben.

An dieser Stelle seien diesbezueglich zwei Themen erwaehnt die wichtig sind um zu analysieren wie es zur industriellen Vernichtung menschlichen Lebens kommen konnte. Das erste betrifft die Entwicklung der Rolle der Juden in der Gesellschaft Europas. Die Juden waren fundamental wichtig fuer das funktionieren der Feudalstaaten, beschafften Erstere doch das Geld fuer dier Herrscher. Besonders anschaulich war dies in der Form des Hoffaktoren. Dies beinhaltet natuerlicherweise auch unheimlich viel Macht in den Haenden der Juden. Aber selbige haben diese Macht NIEMALS wirklich benutzt, auszer um sich des (oft persønlichen) Wohlwollens der Herrscher (bspw. durch besondere Schutzgesetze) zu versichern. Dazu kamen noch andere gesellschaftliche Faktoren aber der Kuerze halber gehe ich an dieser Stelle nicht weiter darauf ein.

Das Problem entwickelte sich dann zweigeteilt. Zum Einen verlor die Finanzierung des Staates durch Juden stark an Bedeutung. Dies hing damit zusammen, dass (andere) private Banken diese Rolle uebernahmen. Das hing wiederum mit der Industrialisierung und der Entwicklung des Kapitalismus zusammen aus der sich die Juden heraushielten (die wurden einfach keine Fabrikbesitzer, obwohl sie das haetten werden kønnen). Das private Kapital gewann aber massiv an Bedeutung (auch dadurch wie der Imperialismus auf die Politik und Gesellschaft der Staaten zurueck wirkte) und dadurch verloren die Juden den oben erwaehnten Schutz der Maechtigen.
Zum Zweiten dachten die Buerger der Staaten dennoch weiterhin, dass die Juden unheimlich viel Macht haben und den Staat im Geheimen lenken. Das hatte zwar ueberhaupt keine faktische Grundlage (s.o., da die Juden die Macht nie genutzt haben und zum Zeitpunkt der Jahrhundertwende diese (potentielle) Macht schon laengst verloren hatten). Dieses (falsche) Gefuehl wiederum war natuerlich der Fanghaken mit dem antisemitische Vereinigungen die vermassten Buerger fangen und deren Handlungen Richtung (und mglw. sogar (eingebildeten) Sinn) geben konnten.

Mit dem Antisemitismus sind wir direkt bei der Grundlage des Naziregimes: die Rassenideologie als (Perversion und Missbrauch der Ideen Darwins) — also der Vorstellung, dass es „minderwertige Elemente“ gibt die vernichtet gehøren, und der damit einhergehende Terror. Hierbei ist GANZ WICHTIG dass die Juden da nur „als Erste“ ausgeløscht werden sollten, weil die Nazis auf dem historisch bereits vorhandenen Antisemitismus aufbauen (und diesen zum politischen Antisemitismus ausbauen) konnten. Aber mit „minderwertige Elemente“ war prinzipiell jeder gemeint. Seien es Menschen mit Behinderungen oder sog. „Erbkrankheiten“ oder auch Polen und Ukrainer, deren Ausrottung bereits vorbereitet wurde und die nur deswegen nicht stattfand, weil der Krieg dann zum Glueck verloren war. Aber auch Priester, Freidenker, natuerlich politisch Oppositionelle (die aber im Naziregime ohnehin keine Rolle spielten), Eltern die von ihren Kindern angeschwaerzt wurden und ueberhaupt jeder Mensch. Denn der alltaegliche Terror ist das Kennzeichen totalitaerer Regime. Oder um es mal wieder mit den Worten Solschenizyns zu sagen: Die Strøme muessen flieszen.

Bei den Bolschewiken war das nicht anders. Diese hatten anstatt der Rassenideologie eine Klassenideologie (als Perversion und Missbrauch der Ideen Marx‘). Die Definition der „absterbenden Klassen“ die vernichtet gehøren aenderte sich auch hier staendig. Seien es die Angehørigen der Bourgeoisie, Frontkaempfer die zu lange im besetzten Ausland waren (weil es ihnen befohlen wurde), die Opfer der regelmaeszig stattfindenden Saeuberungen in der øffentlichen Verwaltung, etc. pp. Auch hier wieder der alltaegliche Terror als wesentliches Merkmal totalitaerer Herrschaft.

Und Terror muss immer ausgefuehrt werden von konkreten Menschen. Seien es die Agenten des NKWD, die Mitglieder der SS, die Schlaechter in den Folterkellern, Aerzte die bereitwillig Giftspritzen geben, ideologisch erzogenen junge Menschen die andere an den Galgen bringen, etc. pp. Und das faellt dann wieder zurueck auf die Frage der Boshaftigkeit in einem Selbst und inwieweit Bildung eine Erziehung zur persønlichen Verantwortung ermøglicht.

Oben erwaehnte ich, dass ich zwei Dinge erwaehnen muss. Die Rolle der Juden, Antisemitismus und die daraus entstehende Rassenideologie der Nazis (bzw. die beinahe deckungsgleiche Klassenideologie der Bolschewiken) war nur das Erste.
Das Zweite ist die Entwicklung des Imperialismus. Ich erwaehnte bereits, dass gewisse Merkmale dieser Entwicklung auch auf den zuerst angesprochenen Aspekt zurueck wirkten. Marx legte nun dar, dass der ganze Daseinszweck des Kapitals ist, sich zu vermehren. Dies tut es dadurch, indem es seine Einflussspaehre erweitert. Irgendwann geht das im Inland nicht mehr und die Aktivitaeten werden ins Ausland verlagert. Und damit sind wir beim Imperialismus. (Uff … was fuer eine krasse Verkuerzung des Sachverhalts, aber an dieser Stelle geht das nicht anders.)
Der Punkt ist, dass aus den Wirkmechanismen des Kapitalismus folgt, dass es keinen Stillstand dieses Prozess gibt. Bzw. erst dann, wenn die ganze Welt erobert ist. Hannah Arendt gebraucht die Worte Cecil Rhodes um diesen Sachverhalt auszudruecken:

I would annex the planets if I could […].

Dies war mit unendlichen Verbrechen verbunden. Siehe bspw. die Graeuel in Belgisch Kongo, aber auch die der Briten in den entsprechenden Kolonien, der Genocid an den Ureinwohnern (egal welchen Landes) und so weiter immer fort tut sich der Abgrund der Boshaftigkeit (gebildeter!) Menschen auf!
Aber Arendt legt dann deutlich klar dass diese Greuel vom zugrundeliegenden Charakter her (also wie diese „theoretisch begruendet“ wurden) fundamental anders waren als der alltaegliche Terror totalitaerer Regime. Dies lag daran, dass Erstere gegen klar definierte Menschengruppen gerichtet waren, Letzterer aber gegen alle Menschen. Es versteht sich von selbst, dass dies in keinster Weise die furchtbaren Taten relativiert!

Dieser fundamentale Unterschied liegt nicht zuletzt daran, dass die Wirkmechanismen des Kapitalismus (aus dem der Imperialismus direkt entsprang, s.o.) dies verbieten. Mag man jetzt gar nicht denken, wenn man sich an die vielen industriellen erinnert die die Nazis unterstuetzt haben. Aber Kapitalisten brauchen Arbeiter, weil nur diese den Waren Mehrwert zusetzen (und als Konsumenten). Die økonomische Bilanz der Konzentrationslager und Gulags war aber katastrophal schlecht. Dies ist nicht verwunderlich ist, wenn man die dort herrschenden Zustaende bedenkt, denn wenn man heute gut arbeitete wurde man morgen trotzdem totgeschlagen. Die økonomische Bilanz der Lager tut aber auch gar nichts zur Sache, denn die industrielle Ausrottung von Menschen ist zum Einen Teil der jeweiligen Ideologie und zum Anderen ein Mittel des alltaeglichen Terrors. Die Lager (selbst jene die als „Arbeitslager“ bezeichnet wurden) haben also einen ganz anderen Daseinszweck als „Arbeit“.

Die Verbindung zwischen Imperialismus und Totalitarismus liegt nun in dem Folgenden: kapitalistische Expansion kann nicht enden bevor alles erobert ist und der Terror kann nicht enden, bevor nicht jedwedes „unreine“ (Volks)Element vernichtet wurde. Die Nazis haben diese immerwaehrende „Expansion“ direkt nach auszen gefuehrt (im Krieg mit anderen Staaten), waehrend die Bolschewiken eine „immerwaehrende Revolution“ in eigenen Land ausriefen.
Dadurch dass die „Psychologie“ des Ersteren (des Imperialismus) jahrzehntelang auf die Gesellschaft und Politik der Ursprungslaender zurueck wirkte, war die „Psyche des Volkes“ schon daran „gewøhnt“, dass ein Ziel niemals erreicht wird (mindestens nicht innerhalb der Lebenszeit). Der Zustand wie er jetzt ist, wird als fuer immer waehrend angenommen, warum also dagegen vorgehen, warum persønliche Verantwortung uebernehmen?

Das war jetzt ein sehr langer (und leider unzulaessig verkuerzender) Abstecher  in die Grundzuege von Hannah Arendts Analyse. Dieser war aber nøtig um das (dann doch oft sehr deutlich) Ineinandergreifen der drei Werke zu verdeutlichen.

Eine ganz wichtige Sache dabei ist, dass sie erkannt hat, dass Hitlers Reden und Pamphlete BUCHSTAEBLICH zu lesen sind! Und er hat ja auch alles gemacht (oder ernsthaft versucht zu machen) was er darin angekuendigt hat. Das war wohl ’n ziemlicher Knaller als sie mit der buchstaeblichen Interpretation kam und alles zu dieser Interpretation passte.

Mit ihrem Buch hat Hannah Arendt Fragen beantwortet die so lange an dem was mich innerlich ausmacht genagt haben.Dies in einer unerwarteten und nicht im Traum dran gedachten Art und Weise, denn ihre Analyse kam aus einer „unerwarteten Richtung“. Das ist aber mglw. auch der Grund warum genau diese unerwartete Betrachtungsweise es schaffte, den (intellektuellen) „Knoten“ (die zwei immer wieder erwaehnten Fragen) in mir zu løsen. Und deswegen, wie bereits frueher erwaehnt, kam mir das Lesen dieses Buches einer Offenbarung gleich :) .

Fuer mich ist die Essenz ihres Buches, dass wenn man sich ernsthaft (und zu sich selbst ehrlich) mit diesem unangenehmen Thema (der eigenen Bosheit) beschaeftigt (wenn auch via eines „Umweges“ ueber die Analyse der Elemente und Urspruenge totaler Herrschaft), die Mechanismen erkennen kann die in die Katastrophe des 20. Jahrhunderts fuehrte.
Und wenn man diese kennt und mit sich selbst in Verbindung bringen kann, NICHT als Schuldgefuehl, sondern als Ehrlichkeit mit sich selber, dann hat man zumindest die Chance sich dem bewusst zu werden, wenn andere versuchen einen zum Mittaeter am (nicht nur industriellen) Ermorden von Menschen zu machen. Und dann kann man dagegen arbeiten.
DAS ist die eigene Verantwortung! DAS ist NICHT Hitlers Schuld! Denn die Summe der Ablehnung eigener individueller Verantwortung fuehrt zur Katastrophe!

Deswegen hat Victor Klemperer Recht, als er in seinen Tagebuechern waehrend der Nazizeit schrieb, dass er den normalen Menschen vergeben kønnte, denn die konnten es nicht besser wissen, dass dies aber nicht im Geringsten fuer die Intellektuellen gilt, die sich bereitwillig haben zu Mittaetern machen lassen.

Aber hierin drueckt sich dann auch die inhaerente Hoffnung, und die Schønheit (abgesehen von der intellektuellen Schønheit), des Triptychon aus. Denn trotz der darin behandelten, enrsthaften, oft furchtbaren Themen, zieht sich ein fundamentaler Glaube, ja das Wissen, durch die Buecher, dass die Menschheit als Ganzes, in Form der sie konstituierenden Individuuen, diese Verantwortung uebernehmen kann. Eine aehnliche Katastrophe in der Zukunft ist KEIN unentrinnbares Schicksal, sondern wir haben das selber in unserer Hand dies zu verhindern.

Und trotz der schwer „verdaulichen“ Themen ist es gerade diese positive Glaube an die inhaerenten Møglichkeiten der Menschen, dass dem Bøsen in einem Selbst, Gutes entgegengestellt werden kann, warum mich diese drei Werke so stark beeinflusst haben und deren Einfluss mich mein Lebtag nicht verlassen wird.

Der Lauf der Zeit ist schon verrueckt, wenn man so zwischen den Sternen springt und pløtzlich 30,000 Lichtjahre woanders ist. Oder anders gesagt, ich bin zurueck in Colonia … bzw. vielmehr bin ich da auch schon wieder weg. Aber der Reihe nach.

Noch auf dem Weg zu Colonia besuchte ich das Scaule YA-D d13-108-System. Noch einer der (sehr wenigen) Stops auf meiner Reise, auf den ich mich SEHR freute schon seitdem meine Reise vor ueber einem Jahr losging. Der Grund ist, dass dieses System von allen bisher bekannten Systemen die grøszte Anzahl an Planeten (138) und die grøszte Anzahl an Himmelskørpern (141) enthaelt. Und hier ist eine Karte, die dieses System in seiner gesamten Pracht zeigt:

Um meine „Visitenkarte“ zu hinterlassen habe ich den am laengsten vom Ankunftspunkt im System entfernten Himmelskørper kartografiert. Die restlichen Planeten habe ich unkartografiert gelassen … fuer andere Sternenreisende :)

Dann landete ich in Colonia und meine Kassiopeia bekam ein neues Kleid.

Ich machte mich aber zeitnah wieder auf den Weg um (u.a.) Umbains AA-A h9 ABC 4 zu besuchen. Hierbei handelt es sich um die High metal content world (auf der man landen kann) mit der grøszten Masse — ganze 116.212013 Ursprungsweltmassen. Dort fand ich diese gigantischen leuchtenden „Fruechte“:

Ich nahm keinen Happs von denen sondern es ging gleich weiter zu Phleedgoea MX-U f2-18 2. Dies ist ein Rocky body (auf dem man landen kann), der gleich drei Rekorde haelt.
Hier bin ich beim Landeanflug …

…und man sieht diesem Bild nicht an, dass dieser Planet von allen Planeten dieses Typs die grøszte Masse hat (84.463112 Ursprungsweltmassen). Damit einher geht (nicht weiter ueberraschend) der Rekord fuer die høchste Gravitation (8.7472985203047 g).

Der dritte Rekord ist von den ersten beiden (diesmal ueberraschenderweise) unabhaengig: die høchste Oberflaechentemperatur. Ganze 2,158 K!
Ich bin froh, dass die Kuehlsysteme meiner Fortbewegungsmittel ordentlich funktionieren. Andernfalls kønnte ich naemlich nicht diese Farbpalette …

… genieszen :) .
Ich frage mich aber auch, woraus die Reifen meines SRV (der kleine „Fleck“, rechts von Kassiopeia … nein, nicht der … das ist ein groszer Stein … noch mal genau so viel weiter nach rechts … genau … das ist es, mein treues SRV) bestehen . Gummi kann das nicht sein, das wuerde bei diesen Temperaturen naemlich schmelzen.

Ansonsten entdeckte ich noch Ammoniakwelten #157, #158, #159 (mit Ringen), #160 (auch mit Ringen … cool wa!), ELW #99 (bald hab ich 100!) und Ammoniakwelt #161:

Die kulturelle Relevanz der Peanuts, auch heute noch, liegt nicht zuletzt daran, dass es seit von Tage des ersten Erscheinens derselbigen, bis zum Tode Charles M. Schulz‘, an jedem Tag ein neuer Strip erschienen ist. Das Vorhandensein von Kunst als eine Konstante in unserem Leben, ja Kunst als staendiger Begleiter, gibt uns Halt und Orientierungspunkte im Leben … und das ist psychologisch fuer das Individuum unheimlich wichtig … und damit fuer die Gesellschaft als Ganzes.
Sei es der Theaterbesuch mit der Freundin oder der Konzertbesuch mit dem Bekannten. Sei es das Kino oder das Zocken, welches einem hilft persønlich schwierige Zeiten besser durchzustehen. Seien es Comics oder Buecher die einem Helfen die Menschheit besser zu verstehen. Und ueber einiges von dem Gesehenen/Erlebten/Gehørten/Gefuehlten wird danach mit Anderen geredet.

Durch alltaegliche Kunst werden soziale Bindungen  geschaffen, gepflegt, erweitert.

Und deswegen sind die Peanuts (auch heute noch) so relevant. Denn diese waren fuer ueber 50 Jahre ein staendiger Begleiter in der Gesellschaft in der wir leben und haben allein schon deswegen die Menschen beeinflusst.

Die Illustration des zweite Schubers, welcher alle Peanuts Comic Strips der vier Jahre von 1955 bis 1958 enthaelt, zeigt deutlich, dass wir noch ganz am Anfang dieser Entwicklung sind. Hier ist die eine Seite zu sehen …

… und hier die andere Seite:

Die zwei Baende an sich sind dieser …

… und der hier:

Jung waren sie da noch, die Peanuts.