Zwischen den Thargoids und der Menschheit herrscht Krieg :( … Bisher habe ich mich da rausgehalten.
Neulich flog ich aber in der Naehe des Sektors rum von dem man annimmt dass die Thargoids von dort kommen. Eigentlich gibt’s da nicht viel zu befuerchten. Der Weltraum ist riesig; man laeuft sich nicht dauernd ueber den Weg. Aber beim Sprung von einem System in das Naechste begann mein Schiff pløtzlich zu Rumpeln und sich im „Sprungtunnel“ zu winden. Gleichzeitig hatte ich massenweise elektrische Størungen. Und diese Warnung …

… war auch eher beunruhigend.
Nach den ersten Schrecksekunden erinnerte ich mich, wo ich mich befand. Das war dann wohl meine erste Begegnung mit den Thargoids. Diese haben naemlich eine Technologie, mit der man Schiffe aus besagtem Sprungtunnel ziehen kann … und manchmal laeuft man sich halt doch ueber den Weg.

Ich war voll nervøs, nicht zuletzt weil durch den Zusammenbruch des Sprungfelts Frigg sich komplett abgeschaltet hat … und es dauerte ’ne Weile bis sie wieder einsatzfaehig war. Ich sasz dort also und konnte nix machen.

Zum Glueck sind die Thargoids nicht wie (so viele) Menschen und schieszen ohne Grund auf alles was nicht Thargoid ist. Ich wurde gruendlich gescannt. Und da ich keine Thargoidartefakte oder Teile von abgeschossenen Thargoidschiffen bei mir hatte, lieszen sie mich in Ruhe und flogen von dannen. Das ist uebrigens einer der Gruende, warum ich mich bisher von besagtem Konflikt ferngehalten habe.
Ich war durch den Schreck leider noch so neben mir und die Begegnung war so kurz, dass ich vergasz ein Foto zu machen … schade eigentlich.

Danach ging es dann weiter zum Spirograph Nebel. Da war ich schon mal, damals, auf meiner ersten Reise raus aus der Bubble mit Kassandra, zum Crab Pulsar. Lang, lang ist’s her. Und dort entdeckte ich dieses Mal diese Dinger (?) hier:

Das sind Lattice Mineral Spheres und im Gegensatz zur vorherigen Begnung musste _ich_ die dann beschnueffeln und alles lief viel ruhiger (und ohne Ausfaelle) ab.

Nun sehen sie aus, wie wir sie kennen …

… und wie man an Linus Kuscheldecke sieht, haben sich auch ihre Erkennungsmerkmale und spezifischen Verhalten eingestellt … wenn auch noch nicht voll ausgepraegt.

Wenn ich mich richtig erinnere, dann waren es ca. 2(+) Jahrzehnte, in denen ich die Peanuts richtig gut. Ja durchaus bewegend und auch abseits der, im ersten Artikel hierzu erwaehnten, Langlebigkeit der Serie auch vom Inhalt relevant fand … selbst mehr als ein halbes Jahrhundert spaeter. Und die hier gezeigten Jahre …

… waren mittendrin in diesen 2(+) Jahrzehnten.

CT Chamaeleontis 5 ist ein Class IV gas giant mit 4 Rekorden:
– laengste Halbachse (67,319,090,590,087.766 m oder ca. 450.0 au)
– laengste orbitale Periode (356,506,337,280.0 s oder ca. 11.3 Millenia)
– grøszert orbitaler Umfang (422,977,915,074,100.44 m … lol … ich geb’s unsinnergerweise auf den Zentimeter genau an … tihihi)
– vøllig unabhaengig von den ersten drei auch noch die høchste Gravitation (69.83014689850354 g)

Deswegen kommt hier nicht viel Licht vom Mutterstern. In Verbindung mit dem wohlbekannten „SonnenSternenaufgangstrick“ schaffe ich es das Vorhandensein des Planeten anzudeuten und der Dunkelheit dennoch ihren Platz zu lassen:

Weiter ging es danach zu Wregoe QQ-R b45-7 A 1, dem Gas giant with ammonia-based life (auch) mit der laengsten Halbachse (22,951,229,283,454.355 m oder ca. 153.42 au) und der laengsten orbitalen Periode (115,834,912,768.0 s oder ca. 3673.1 Jahre). Ich verspreche, dass der Rekordhalter auf diesem Bild wirklich im Hintergrund ist (wenn man genau hinschaut, kann man zum rechten Rand den Uebergang zum etwas helleren Hintergrundleuchten der Galaxis wahrnehmen):

Mit ihrer dezenten Beleuchtung bringt Frigg die Ruhe des Arrangements eher zur Geltung als dass es sie størt.

Neulich flog ich aus einer Station heraus und dieser Anblick liesz mir den Mund offen stehen:

Das ist ueberhaupt kein besonderer Planet, ich weisz nicht mal wie der heiszt, aber ich befinde mich meistens nicht in bewohntem Gebiet. Deshalb sind die glitzernden Lichter der sich im Schlaf befindenden Bevølkerungszentren ein besonderer Anblick fuer mich.

Und dann ist mir aufgefallen, dass die Dunkelheit, trotz ihrer Omnipraesenz in der Leere, ueberhaupt nicht zur Geltung kommt, wenn ich ueber meine Reisen berichte. Das werde ich mit den naechsten paar Logbucheintraegen aendern :) .

Nun ist’s wohl ’ne Tradition, dass ich die ersten Resultate einer neu gestarteten Operation zeige.

Bemerkenswert sind R Coronae Austrini A (Reihe 2, Spalte 2) welcher echt klein ist und Phi Persei B (Reihe 3, Spalte 3) welcher BEIDE (!) Distanzrekorde vom Ankunftspunkt im System (am naehsten dran UND am weitesten weg) haelt.

Name: Eol Prou ZE-A f111 A
Typ: O (Blue-White) Star
Rekord: orbitale Periode (am laengsten)
Wert: 222,900,502,527.99997 s oder ca. 0.6 Milliarden Jahre
Bild: Reihe 1, Spalte 1

Name: Dryuae Aoscs AA-A h93 B
Typ: Wolf-Rayet N Star
Rekord 1: Distanz vom Ankunftspunkt im System (am naehsten dran)
Wert 1: 15 ls
Rekord 2: Geschwindigkeit in Periapsis (am schnellsten)
Wert 2: 1,259,597.97836747 m/s oder ca. 4.5 Gm/h
Bild: Reihe 1, Spalte 2

Name: Iowhaik AA-A h47 A
Typ: Wolf-Rayet O Star
Rekord: orbitale Periode (am laengsten)
Wert: 103,110,909,952.0 s oder fast 3270 Jahre
Bild: Reihe 1, Spalte 3

Name: Byaa Ain AA-A h121 A
Typ: B (Blue-White super giant) Star
Rekord: absolute Helligkeit (am leuchtstaerksten)
Wert: -14.480209
Bild: Reihe 2, Spalte 1

Name: R Coronae Austrini A
Typ: B (Blue-White) Star
Rekord: absolute Helligkeit (am leuchtschwaechsten)
Wert: 9.630203
Bild: Reihe 2, Spalte 2
Notes: Super kleiner B (Blue-White) Star. Ich dachte zunaechst ich bin richtig weit weg, aber nein, das war ich nicht. Manchmal ist die Grøsze dann doch wichtig. Nachdem ich so nahe dran war wie møglich musste ich immer noch maximal ranzoomen um diesen Stern so grosz auf’s Bild zu bekommen.

Name: Kappa-1 Sagittarii
Typ: A (Blue-White) Star
Rekord: Distanz vom Ankunftspunkt im System (am weitesten weg)
Wert: 1,915,580 ls
Bild: Reihe 2, Spalte 3

Name: HIP 91911 A
Typ: Wolf-Rayet Star
Rekord: absolute Helligkeit (am leuchtschwaechsten)
Wert: 6.632233
Bild: Reihe 3, Spalte 1

Name: HIP 117365 A
Typ: A (Blue-White) Star
Rekord: Alter (am aeltesten)
Wert: 12.224 Milliarden Jahre
Bild: Reihe 3, Spalte 2

Name: Phi Persei B
Typ: Wolf-Rayet Star
Rekord 1 + 2: Distanz vom Ankunftspunkt im System (am naehsten dran UND am weitesten weg)
Wert 1 + 2: 338 ls
Rekord 3: Geschwindigkeit in Periapsis (am schnellsten)
Wert 3: 119,912.49210768679 m/s oder ca. 431.68 Mm/h
Bild: Reihe 3, Spalte 3
Notes: Weil dieser Stern beide Distanzrekorde haelt kann man schlieszen, dass bisher kein anderer Wolf-Rayet Star (ohne Unterklasse) in einer (mindestens) binaeren Konfiguration gefunden wurde, in welcher dieser NICHT der Anker fuer den Sprungantrieb ist.

Als „Rohdaten“ ist natuerlich die (englische) Wikipedia zu verstehen. Und JA, die kann man _komplett_ runterladen … also ohne Bilder und Videos und sowas … aber wenn man wuenscht, kann man das auch von den offiziellen Quellen nachladen … aber das wuensche ich nicht fuer dieses Projekt.

Zunaechst einmal ist es supercool, dass das ueberhaupt geht … soviel wusste ich … und dann ging’s auch schon los mit der Frage: Wie komme ich an die Daten die ich brauche um die Fragestellung zu bearbeiten?
Das ist uebrigens total normal fuer Data_scientists_. Uns werden Fragen gestellt und wir kønnen dann zusehen, wie wir die beantworten. Ist wie bei normaler Wissenschaft.
Data_analysts_ hingegen kriegen die (oft schon gut vorbereiteten) Daten gegeben und muessen die dann „nur“ analysieren.
Im Laufe der Serie werde ich ein bisschen mehr darauf eingehen, worin ich die Unterschiede sehe zwischen diesen beiden Berufen. Das soll nicht falsch zu verstehen sein. Dataanalysts haben oft ziemliche hohe Kompetenzen in der Datenanalyse die ich nicht habe. Aber Hinz und Kunz die ’n Fragebogen erstellen, dann die paar hundert Antworten ’ner regulaeren statistischen Analyse unterziehen und das ganze oft in einem bekannten Tabellenkalkulationsprogramm oder mit gekaufter proprietaerer Software, ohne zu wissen oder zu reflektieren was dahinter steckt (nicht nur bei der Software, sondern auch bei den Modellen), bezeichnen sich heutzutage so. Und ’s geht mir gegen den Strich, dass ich mit besagten Hinz und Kunz (nicht mit denen die wirkliche Kompetenz haben) in einen Topf geworfen werde. Und ja, ich rege mich hier ueber Kollegen einer anderen Zweigstelle auf … aber das mache ich nur wegen meiner Eitelkeit und weil ich eingebildet bin. Deswegen versuche ich das auf ein Minimum zu reduzieren.

Ich schwoff ab.

Zunaechst wusste ich zwar, dass man die Wikipedia runterladen kann, aber ich wusste nicht wo.
Schritt Null war dann eine allgemeine Suche im Internet und das lesen von ein paar Weblogartikeln. Dabei fand ich die offizielle Wikiepedia-komplett-runterladen-Seite.
Dort navigierte ich fix zum Abschnitt „Where do I get it?“ und das fuehrte mich hierhin, wo ich begrueszt wurde von diesem spartanischen Design …

… … … … wait what? … und war erstmal verwirrt. Es brauchte ein bisschen vorwaerts / rueckwaerts / seitwaerts klicken um immer wieder hier zu landen. Das war also richtig.

Ich nahm das Backup vom 2020-12-20 was mich mich auf die naechste Seite fuehrte (ich frage mich, ob es die in einem Jahr noch gibt). Die Information dort war dann VIEL mehr und ich musste erstmal herrausfinden worum es sich bei all diesen Sachen handelt.
Nachdem ich mich ein bisschen informiert (und probiert) hatte, entschied ich mich fuer die Datei mit dem leicht zu merkenden Namen „enwiki-20201201-pages-articles-multistream.xml.bz2“.

Toll wa! Das Wissen der Welt ist komprimiert und ohne Bilder nur 17.7 GB grosz. … Unkomprimiert sind es ca. 75 GB. Das ist zwar deutlich mehr, aber jetzt auch nicht soooo viel. Schon krass, wie gut Komprimierungsalgorithmen sind. Ist ja bei mp3 oder den Videocodecs nicht anders. Menschlicher Einfallsreichtum par excellence.

Nun hatte ich was ich wollte und war einen Schritt naeher an der Beantwortung der Frage. Zu dem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, dass es noch ziemlich viele Schritte werden bis ich die Antwort in den Haenden halten konnte.
Eine Sache war mir aber klar: die 75 GB; das konnte ich nicht alles gleichzeitig im Arbeitsspeicher behalten. Geschweige denn sich „kreuzende“ Berechnungen ueber alles auf alles daran zu machen. Wie ich dieses Problem (schrittweise) løste, stelle ich in den kommenden Artikeln vor.

Meine Frigg kaufte ich ja erstmal nur wegen des ungewohnlichen Design des Cockpits. Das hatte ich auf Bildern gesehen und das war so anders als alles was ich bisher gesehen hatte, dass ich so einen Imperial Courier gerne haben wollte. Und so sieht es aus, wenn ich in meinem Pilotensitz sitze und Frigg fliege:

Der Neutronenstern den man dort sieht ist Nova Aquila No 3 und hat von allen Sternen (auch ehemaligen) mit nur 0.0000010351843321351545 Solradii den kleinsten aller „Sternen“radien. Auszerdem ist es mit einer absoluten Helligkeit von 5.642715 auch der leuchtschwaechste aller (bisher) im galaktischen Atlas verzeichneten Neutronensterne.

Interessant ist, dass jemand seinen Flottentraeger in einem Abstand von nur ca. 3,000 km direkt daneben geparkt hat! Ich habe den angewaehlt und man sieht’s am Hologramm unten, links-mittig. Ich besuchte den kurz, war dann aber auch gleich wieder auf dem Weg zu anderen Gefilden:

… ist ein seltsamer Name fuer einen Planeten. Hier …

… fahre ich in einer der … øhm … ich sag jetzt mal Staedte darauf herum. Der Grund, dass ich dies tue, liegt darin begruendet, dass es sich bei Rance’s Wreck um den Rocky body handelt, der von allen Planeten dieses Typs (ob man drauf landen kann oder nicht) die laengste grosze Halbachse hat, mit einem Wert von 12,715,827,337,107.96 m oder ca. 85 au.

Jaja, ich gebe zu, dass der Name das Interessanteste an diesem Planeten ist :P .

In dreifacher Hinsicht. Zum Einen bereitet die Botschaft eines Artikels in der New York Times mit dem Titel „The Age of Electric Cars Is Dawning Ahead of Schedule“ gute Laune. Wenn man den Ladevorgang (Wortspielkasse!) der Seite abbricht , dann kommt auch nicht dieses Dingens was einem vom Lesen des Artikels abhaelt … manchmal frage ich mich, was fuer Leute diese „Schutz“mechanismen programmieren und warum das keinem auffaellt wie leicht das zu umgehen ist. Das ist ja noch einfacher als damals, als der Spiegel seine Seiten „verschluesselt“ hat, damit die keiner lesen kann, wo die „Verschluesselung“ dann aber einfach darin bestand im HTML-Code der Seite alle Buchstaben eins nach rechts zu schieben … *lol* … das ist dann der zweite Grund fuer gute Laune … dass man den Artikel trotzdem lesen kann.

Der dritte Grund ist persønlicher Natur … ’s ist doch immer schøn, wenn man Recht hat und es dann sogar mal um eine positive Sache geht :)

Ich war munter auf dem Weg und sammelte Rekorde im Laufe der Operation GOODBYE, BLUE MONDAY! als mich ein Ruf der Pilots Federation erreichte. Alle unabhaengigen Piloten wurden gebeten dabei zu helfen Materialien fuer neue Raumstationen zu liefern. Da hatte ich voll Lust drauf, war es doch eine gute Gelegenheit mal wieder mein Chicken of Doom zu fliegen.
Deswegen eilte ich entlang der Neutronenstern Schnellstrasze zurueck zur Bubble. Ich ueberbrueckte beinahe die gesamte Distanz Colonia–Bubble in nur ca. 2 Stunden. Ganz schøn klein, unser Galaxis, wenn man’s eilig hat.

Besagte Mission ist nun auch schon wieder vorbei. Ich hab zehntausende Tonnen Material geliefert. Schon gut, wenn man ’n Schiff mit groszem Laderaum hat :) .

Da ich nun schon in der Bubble bin, dachte ich mir, dass ich mir mal ’n paar Rekorde hier in der Naehe anschaue. Auszerdem konnte ich mir endlich ein Imperial Courier kaufen. Wegen der einzigartigen Cockpitansicht wollte ich diesen kleinen Flitzer schon laenger haben. Die gibt’s aber nicht in Colonia.

Und hier ist sie, meine Frigg

… vor 24 Sextantis 2, dem Class III gas giant, welcher von allen Planeten dieses Typs am schnellsten in Periapsis ist (81,997,778.41547105 m/s oder ca. 295,192,002 km/h).
Ich gebe zu, der Planet is nicht halb so interessant (oder schøn anzusehen) wie Frigg :) .

Ach ja, auf oben erwaehntem Weg entdeckte ich die Ammoniakwelten #168 (mit Ringen), #169 (dito, und in einem Neutronensternsystem) und #170: