Schøn anzuschauende, meist junge, oft ihre kørperlichen Reize nicht versteckende (vulgo: scharfe) Tanten, findet man ja weitverbreitet in unserer, mit Reklame ueberfluteten, Welt. Dies natuerlich weil es einen Zusammenhang gibt, zwischen mehr oder weniger verschleiertem sexuellen Inhalt in der Reklame und Verkaufserfolg des angeworbenen Produktes.

Dies gilt natuerlich nicht nur fuer scharfe Tanten, sondern auch fuer scharfe Onkel. Aber die interessieren mich in den seltensten Faellen. Auch wenn ich mittlerweile zugeben kann, wenn ein Mann scharf aussieht oder schøn anzusehen ist. Und auch im maennlichen Zusammenhang ist mit „scharf“ das mit der sexuellen Bedeutung gemeint. Nur dass meine kørperlich, sexuelle Einstellung bisher nicht stark genug in diese Richtung ausgeschlagen ist, als dass es zu mehr als diesem „Eingestehen der Schønheit/des scharf seins“ reicht.

Um hier wenigstens den Schein zu wahren („Schein“ mehr wie in Scheinheiligkeit, nicht wie in Heiligensschein), verweise ich jetzt darauf, dass mir sehr bewusst ist, dass diese Darstellungen unterstuetzend auf die (nicht nur sexuelle) Unterdrueckung der Frau wirken. Solange dies nicht reflektiert wird. Wie es ja leider bei den allermeisten Menschen nicht stattfindet.

Nun aber zum eigentlichen Anliegen dieser neuen Kategorie.

Oft genug sind die zu sehenden scharfen Tanten so scharf anzusehen, dass ich gerne mal Sex mit denen haette. Ich møchte keine Unterhaltung ueber Quantenphysik, oder Adornos Thesen mit denen fuehren.
Ich møchte diese Damen gern im gegenseitigen Einverstaendnis anfassen, ausziehen, kuessen, *piep*, *piep*, *piiiieeeep* und auch von ihnen angefasst werden, ausgezogen werden, gekuesst werden, *piep*, *piep*, *piiiieeeep*. (Man beachte bitte den Wandel der Sprache im vorhergehenden Satz.)
Anstatt *piep* duerfen je nach Vorliebe natuerlich so schøn sexuell aufgeladene Begriffe wie:
– Brueste liebkosen,
– von oben bis unten ablecken,
– Cunnilingus und Fellatio,
– einschnueren,
– Vagina penetrieren,
– in den Geburtskanal ejakulieren etc.
verwendet werden.

VERFLUCHTE SCHEISZE NOCHMAL! Warum blockiert mein Denken und Schreiben, wenn ich ueber sexuelle Aktivitaeten schreiben will? Obwohl wir alle denen gerne frønen und von denen wissen wir alle, dass alle andere denen auch gerne frønen. Und die wir auszerdem taeglich in Porn sehen? Warum musste ich mich so durchringen, das ueberhaupt zu schreiben? Warum fluechte ich dann immer noch in halbwegs „erlaubte“ und technisch/medizinische Begriffe?! Warum zieh ich dieses tolle und sehr interessante Thema ins Laecherliche, indem ich zuerst „*piep*“ schrieb? Wieso akzeptieren das alle und sind innerlich erleichtert, dass ich es erstmal NICHT so explizit anspreche. … Verfluchte christlich, unreflektiert, dogmatische Indoktrination! Wie soll sich die Menschheit jemals emanzipieren mit dem ganzen unnøtigen Ballast im Kopf? Ein Glueck, dass nicht alle so sind und ich wenigstens mit ein paar wenigen relativ offen darueber kommunizieren kann, OHNE dass es in einem laecherlichen Zusammenhang geschieht. Ansonsten wuerde ich ja bekloppt werden im Kopf, so wie (mir scheint) der Rest
der Menschheit.
Im Uebrigen ist diese Verklemmtheit maszgeblich waehrend der und durch die sog. geschichtlichen Periode der Aufklaerung geførdert worden. (Lest es selber nach.)

Ich schwoff ab.

Aus dem oben genannten Grund fotografiere ich deswegen seit Jahren, Reklame mit scharfen Tanten drauf. Muss aber gestehen, dass der sexuelle Inhalt dieser Reklame dann doch nicht ausreicht als Stimulanz waehrend der Autosexualitaet. Zumindest kann ich mich nicht dran erinnern. Andererseits sind die Erinnerungen an meine jungen Jahre aufgrund des Drogenkonsums und der vielen Sexparties ohnehin etwas verschwommen. .oO(Man wird ja wohl noch traeumen duerfen.) … HA! Da war es schon wieder. Dieses in laecherliche ziehen, nur weil das Thema Masturbation kurz mal angesprochen wurde. Was vermutlich sowieso jeder dachte, nachdem ich erwaehnte, dass ich die scharfen Tanten fotografierte.

Aber ich schwoff schon wieder ab. Das ganze Gebabbel dient vermutlich meiner eigenen Verklemmtheit; durch einen Schwall an Wørtern schnell von dem gefuehlt peinlichen Thema abzulenken.

Ach ja. Trotzdem dies alles ziemlich reflektiert geschrieben wurde, verleih mir mal selbst eine gelbe Creeper Move Karte um alle darauf aufmerksam zu machen, das solch Gerede wie innerhalb dieser Kategorie geafelligst nicht unreflektiert und unueberlegt stattzufinden hat!

Unter dieser neuen Kategorie werde ich jedenfalls in loser Reihenfolge in Zukunft eben diese Bilder praesentieren.
Ich denke, dass die Aenderung der Merkmale, die mich sexuell an einer Reklame ansprechen (bewusst und unterbewusst), ueber die Jahre zu erkennen ist.
Ich habe mir vorgenommen, keine Selbstzensur vorzunehmen, auch wenn mir bei einigen Bildern mittlerweile schleierhaft ist, warum ich diese denn ueberhaupt fotografierte.
Da es dann doch recht viele Bilder sind, duerft ihr, meine lieben Leser, ziemlich viele Beitraege unter dieser Kategorie in den naechsten Monate erwarten. Die allermeisten davon aber nicht so lang wie dieser. Bis mein Vorrat an Bildern alle ist.
Die relativ schlechte Bildqualitaet vieler Bilder ist auf deren Alter zurueck zu fuehren. Ganz am Anfang hatte ich naemlich noch eine Billigkamera mit einem Film drin. Kaum zu glauben aber wahr, dieser musste dann entwickelt werden, um die Fotos zu erhalten. Damals, im alten Rom. Die Bilder scannte ich dann ein, damit diese fuer die digitale Datenverarbeitung genutzt werden kønnen.

Sollte uebrigens jemand ein Bild mit einer besseren Aufløsung wuenschen, so muss wie immer nur Bescheid gesagt werden.
Ich denke aber nicht, dass dies geschehen wird. Denn PFUI! PFUI! PFUI! Dann muesste man ja irgendwie ueber ein Thema mit explizit sexuellem Inhalt kommunizieren. Und dies ohne die Anonymitaet des Internets. Oder ohne die gesellschaftlich akzeptierte Pseudoentschuldigung eines Alkohol induzierten Rauschzustandes. Neeeeeeee! SO weit sind wir (!) dann doch noch nicht.
Und warum bin ausgerechnet ICH eigentlich der Einzige der dies alles mal anspricht? Hat denn keiner Sex? Ich denke, dass eigentlich sehr viele moderne und gebildete Menschen des denken, was ich oben schrieb! Warum findet da aber keine breite Diskussion statt? Mit einer møglichen Aenderung des Verhaltens, bzw. allgemeiner gesprochen mit einer møglichen Abschaffung der Dogmen, nachdem das ordentlich diskutiert wurde? Dies ist ja nicht mal so richtig in unserem „intellektuellem“ Habitat so. Haben da etwa alle Angst vor dem Sex anderer Leute? Man muss (und soll) ja gar nicht intime Details ueber die eigenen sexuellen Aktivitaeten ausplaudern oder diskutieren. Man kann das doch aber auch allgemein halten.

Aber eigentlich wollte ich nun zu den Bildern von scharfen Tanten kommen.

Anfangen møchte ich mit einem Klassiker aus dem Jahre 2000 oder 2001. Es ist eins der fruehesten Bilder die ich machte, denn es war Reklame in der Naehe meiner ersten WG. Damals. Als ich vor ueber einer Dekade mit dem Studium anfing:

Arcor1

Rote Haare! Find ich bis heute scharf. Im leicht auszuziehendem Schlafanzug! Gespreizte Beine. Der Mann bereits ausgezogen und mit einem erwartungsfrohen und mindestens zweideutigem (wenn nicht gar eindeutigem) Gesichtsausdruck. Der in diesem Zusammenhang offensichtlich frauenfeindliche Spruch „Guenstig zu haben“.
Wenn man mal so darueber nachdenkt, fragt man sich, wieso zum Teufel dies Reklame fuer einen Telefonanschluss sein soll.

Um noch mehr im Mittelpunkt zu stehen, als ohnehin schon, fuehrte ich einen eigenen Workshop durch – Do good by being evil – How to begin with your own real Star Wars costume.

Ich bekam etwas Hilfe von meinem  Hotelzimmermitbewohner, danke dafuer.
Wie in der Workshopannonse geschrieben durfte mein Kostuem anprobiert werden. Ich hatte extra einen Unteranzug uebrig gelassen dafuer. Und dann dachte ich mir so eine 1/2 Stunde vor dem Start: .oO(MICH størt es ja nicht, mich (fast) ganz nackig zu machen vor Publikum, aber andere kønnte es støren). Also musste ich noch so eine Stellwand besorgen um einen „Umkleideraum“ zu improvisieren. Dadurch kam ich in Kontakt mit so einem (semi?)professionellen Fotografen, der irgendwie offiziell mit dem Kongress verbandelt war. Dieser fragte mich, ob er denn noch ein paar Fotos von mir machen duerfte. Kein Problem natuerlich, aber dazu spaeter mehr.
Ich hatte befuerchtet, dass niemanden das interessiert bzw. dass keiner das Highlight (anziehen der Ruestung) wahrnehmen will. Aber meine Sorgen waren unbegruendet. Ca. 10 Leute waren anwesend. Und eine recht nett anzuschauende junge Dame aus Schweden (!) wollte das Kostuem auch gern probieren. Auch in Ruestung sah sie gut aus.
Natuerlich (?) wurde auch dies im Netz dokumentiert:

11_Twitter05

12_Workshop_klein

Nachdem nun einige wussten wer ich bin, erhielt ich an diesem Tage auch persønlich positive Rueckmeldungen sowohl ueber meinen Workshop, als auch ueber die Tatsache, dass ich da im Kostuem bin, an sich.

Fertig es ist und von Darth Vader ueberreicht es wurde heute. Clone Commander Cody:

Cody finished

Ich hab gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd, als ich den jetzt nicht mehr so kleinen Mann das erste Mal darin gesehen habe. Die Arbeit hat sich (wieder mal) wirklich gelohnt.

Er freut sich schon maechtig darauf, beim 17. Mai in der Parade mitzumachen. Ich denke, da werden wir ein paar Begehrlichkeiten bei anderen jungen Maennern die zuschauen, wecken.

Und ein kleiner Poser ist er. So wie der Papa mag er es im Mittelpunkt zu stehen.

Jetzt werd ich mich noch so einige Stunden daran setzen muessen das Kostuem in den letzten Feinheiten richtig ordentlich zu machen. Die Schultern muessen høher, die Oberarme muessen so angebracht werden, dass sie sich nicht verdrehen, die Schuhe werd ich weisz anmalen, das Visier muss weiter oben fixiert werden und ich muss dafuer sorgen, dass die Brustplatte nicht so nach hinten rutscht.

Natuerlich gab es auch jede Menge Twittermeldungen. So wie bspw. diese beiden hier:

10_Twitter00

03_Twitter01

Ich kenn mich mit den sozialen Dingsen nicht aus, deswegen find ich all das nicht mehr, was beim bzw. im Anschluss des Kongresses direkt bei twitter die Suche nach „29C3 Stormtrooper“ hervorbrachte. Und da ich den ganzen Mist auch fuer insgesamt schaedlich halte, kuemmert’s mich auch nicht und ich werde jetzt nicht so tun, als ob ich da was zu lernen møchte.
Auszerdem bin ich mir unsicher, ob es OK ist, diese Screenshots hier so zu praesentieren. Deswegen lasse ich mit Absicht alle Informationen in den Twittermeldungen drin, um klar zu machen, wo das herkommt. Diejenigen, die sich besser damit auskennen, duerfen mich da gern berichtigen, bzw. mir schreiben, wie ich sowas zu machen habe.

Einige der Twittermeldungen hatten auch Bilder. Bspw. diese hier:

04_Twitter02

05_Stormtrooper in Saal 1 via twitter_klein

Oder diese:

06_Twitter03

07_Stormtrooper at 29c3

Oder repraesentativ eine der mehreren Twittermeldungen, die meinten, dass ich „schmutzig“ waere:

08_Twitter04

09_Dirty Stormtrooper

Weiter geht es dann in der naechsten Installation in dieser spannenden Serie.

Die Initiative gegen die Privatisierung der Wasserversorgung, welche ich neulich erwaehnte, kann einen ersten Erfolg vermelden (via).

Mehr als eine Million Unterschriften aus mindestens sieben EU-Laendern wurden gesammelt.

Die muessen jetzt auf ihre Richtigkeit geprueft werden und wenn alles OK ist, muss die EU Kommission (im Wesentlichen die Exekutive der EU, also die Regierung) sich damit beschaeftigen.

Hoffen wir, dass diesmal die Buerger und nicht die Wirtschaft diesen voranscheitenden Prozess gestaltet.

Es ist uebrigens weiterhin møglich diese Initiative zu unterstuetzen.

Update: Doch nicht ganz so erfolgreich. Erst in drei EU Staaten ist die nøtige Anzahl an Stimmen erreicht.

Wie bereits erwaehnt war ich auf dem 29. Chaos Communcation Congress. Da dies eine Veranstaltung voller Geeks ist, dachte ich, dass ich mit meinem Kostuem den dort anwesenden Menschen viel Freude bereiten kann. Deswegen nahm ich die Buerde auf mich, es mit nach Dtschl. zu nehmen und die ganze Zeit ueberall mit hinzuschleppen.

Ich muss sagen, meine Erwartungen wurden noch uebertroffen.

Es gab natuerlich die ueblichen zwei oder drei Trottel (wirklich nicht mehr), die dem „Loser im Kostuem, der sich nicht richtig bewegen oder sehen kann“ einen Aufkleber an den Ruecken kleben mussten.
Ein handvoll mehr Leute konnten damit nicht so richtig was anfangen und haben komisch geschaut.
Aber eigtl. kann man gut und gerne behaupten, dass alle ca. 6000 Teilnehmer sehr begeistert von mir im Kostuem waren.

Und da sind wir auch schon beim eigentlichen Thema dieses Beitrages. Bei _mir_.

Ich habe mich mal in diesem Internet ein bisschen gestalkt. Wenn man einfach nach „29C3“ und „Stormtrooper“ (oder „Storm Trooper“) sucht, dann findet man so einiges.

Ich wage zu behaupten, dass ich das singulaere Ereignis auf diesem Kongress war, ueber das am meisten „berichtet“ wurde. „Berichtet“ natuerlich nicht im Sinne von laenglichen Artikeln, aber im Sinne von „das ist cool, das muss ich meinen Freunden und Bekannten mitteilen“.
Wie gesagt, das war meine Chance beruehmt zu werden. Warum diese versaut wurde, erzaehl ich in einem spaeteren Beitrag dieser neuen Serie. Denn weil ich so beruehmt bin, gibt es so viel zu zeigen, dass es sich lohnt, dies alles aufzuteilen.

Waehrend ich ueber die fuer mich beste Erwaehnung bereits berichtete, werde ich im Folgenden noch ein paar mehr Reaktionen der „Webgemeinde“ zeigen.
Ich steh doch so gern im Mittelpunkt :mrgreen:

Meistens beschraenkte sich die Berichterstattung auf eine blosze Erwaehnung im Text.

Bspw. hier:

Die Teilnehmer des 29C3 waren auf jeden Fall mindestens genauso vielfältig, wie das Programm. Von Menschen, die im Stormtrooper-Kostüm durch die Location gelaufen sind, bis hin zum zugeknüpften, seriösen Politik-Journalisten ist mir dort so ziemlich jeder Menschen-Typ begegnet.

Oder hier:

In reinen Zahlen ausgedrückt über 6600 Personen und ein Stormtrooper, die 23.000 Flaschen Mate trinken […]

Wobei ich kein Mate sondern ausschlieszlich Blumensaft getrunken habe.

Oder auch hier:

oddity: one Star Wars storm trooper was present – I saw him!  There was a no-weapons policy, so he allowed that his laser gun be checked.

Gar nicht so wenige solcher kurzen Erwaehnungen im Text beinhalten auch ein Foto. So wie hier:

Wir haben auch einen Stormtrooper.

01_von Scratchbook

Fuer dieses sowie alle folgenden Bilder in dieser Serie gilt, dass die nicht mir gehøren, aber die zu den Zitaten gehørenden Links den Ort angeben, von denen ich diese nahm.

Schøn ist auch diese Erwaehnung:

Ich dachte zuerst meinen Augen nicht zu trauen als dann ein Soldat der Storm Trooper um Einlass verlangte.

02_LinuxLaufenAndroidNerd_klein

Dies soll erstmal reichen fuer heute.

Wie Dienstreisen verguetet werden muessen, ist in Norwegen ziemlich genau geregelt. Deswegen stellt die Regierung Software zur Verfuegung, die jedem Buerger ausrechnet, wie viel „Reisegeld“ er mindestens bekommen muss.

Und was lesen da meine staunenden Augen:

Regjeringen ønsker å stimulere til en delingskultur i offentlig sektor, og til mer bruk av fri programvare. Kildekoden til reiseregningsprogrammet legges derfor ut til fri benyttelse, i første omgang under den frie programvarelisensen BSD.

Grobe Uebersetzung:

Die Regierung møchte eine „Kultur die teilt“ und mehr Benutzung freier (wie in Meinungsfreiheit, NICHT wie in freibier) Software im øffentlichen Sektor stimulieren. Der Quellcode des Reiserechnungsprogrammes ist deswegen offen gelegt zur freien Benutzung, zunaechst unter der freien BSD-Softwarelizenz.

Jaja, BSD-Lizenz vs. GPL. Darum geht es gerade gar nicht, vielmehr geht es darum, dass ich es liebe, dieses Norwegen.

.oO(Nun hab ich ja gar keine andere Wahl mehr, als Norweger zu werden.)

Auch wenn ich mich etwas verzettelte, ist, denke ich, in dem Artikel von neulich klar geworden, dass das Dogma des 8-Stunden Arbeitstages nicht unreflektiert hingenommen werden darf. Dies vor allem nicht, weil es uns allen von demokratisch nicht legitimierten Kraeften (in dem Falle den Kapitalisten) aufgezwaengt wurde.

Nun habe ich vor Kurzem diesen Artikel gelesen.  Wie immer ist der viel schøner als mein Geschrei.

Darin wird ein Buch besprochen, welches aufzeigt, wie mittels der „technischen Revolution“ gerade erfolgreich ein neues Dogma „herangezogen“ wird. Dieses entreiszt noch mehr Zeit aus den Haenden der Menschen um diese in die Kontrolle der demokratisch nicht legitimierten Kraefte zu legen. Das Dogma der „staendigen Erreichbarkeit“. Dies ist natuerlich nur møglich, weil das 8-Stunden-Arbeitstag-Dogma so gut funktioniert. So gut, dass es quasi in „Fleisch und Blut“ der Menschen uebergegangen ist, sodass das gar nicht mehr von „Authoritaeten“ gepredigt werden muss, da dies die Menschen ja laengst selbst machen. Und nun ist eben der naechste Schritt „faellig“.
Ich schreibe das mit Absicht so ein wenig enthuellend, weil ich hoffe, dass ihr, meine lieben Leser, euch den kurzen, verlinkten Artikel selber durchlest.

Dazu dann auch gleich zwei persønlichere Begebenheiten. Dieser abstrakte Mist, das merkt sich doch eh keiner.

Zum Einen hatte ich neulich ein Gespraech mit einem der Chefs. Dort habe ich, als fuer mich in der Zukunft wichtig, heraus gestellt, dass ich mittelfristig nur noch 80% arbeiten møchte.
Arbeiten find ich bescheuert und eine Zeitverschwendung und ich mache das nur, weil ich ja dann doch auch Rechnungen bezahlen muss. Jaja, es gibt auch andere Motivationen um Arbeiten zu gehen, aber so lange ich keine Superidee hab, ist dies bei mir persønlich nicht so.
Dies ist fuer mich ein wichtiger Schritt zu mehr Freiheit. Whoopsie … da war sie wieder.

Zum Zweiten ist man ja die Plakate gewohnt, die auf sog. „Jobbmessen“ aufmerksam machen.
Im akademisch, technischen Bereich ist es dies ja tatsaechlich; eine Messe, auf der man sich ueber potentielle Arbeitgeber informieren kann.
Im nichtakademischen Bereich, hatte ich da in Dtschl. allerdings immer einen anderen Eindruck. Dort schien es eher eine „Fleischbeschau“ zu sein. Damit die Chefs mal gucken kønnen, ob es denn unter den deutlich ueber 100 jungen Menschen, die gern eine Arbeit haben møchten, auch die Eine oder den Einen gibt, der sich genug „selbst optimiert“ hat – vulgo: die- oder derjenige, der „sich Ausbeuten lassen“ als „Selbstverwirklichung mittels (aufgezwungener) Arbeit“ verklaert.
Aber ich schweife ab.
Solche oben erwaehnte Plakate finden sich natuerlich auch hier. Und neulich stiesz ich auf dieses:

Arbeiten und Skitour

Dort wird doch tatsaechlich damit geworben, dass es møglich ist, eine Karriere zu haben und trotzdem bis zu 100 Tage pro Jahr auf Skitour zu verbringen.
Eine interessante Umkehrung des Dogmas der „staendigen Erreichbarkeit“, nicht wahr.

Ich mag diesen Ausdruck sehr.

Weil er einen explizit sexuellen Inhalt hat!

Und natuerlich auch, weil dieses schøne Wort so vielfaeltig verwendbar ist. Dazu zitiere ich Tante wikipedia:

In modern usage, fuck and its derivatives (such as fucker and fucking) can be used in the position of a noun, a verb, an adjective or an adverb.

Dies funktionert selbst wenn man es in andere Sprachen importiert.

Und immer schwingt der sexuelle Inhalt mit. Herrlich, nicht wahr!

Wie auch immer.

Ich nutze dieses Wørtchen um mich als Street Artist sehen zu kønnen und hoffe damit ein paar Leuten eine kleine Freude zu bereiten.

Deswegen werde ich unter dieser Kategorie sporadisch meine (vergaenglichen) Werke vorstellen.

Anfangen møchte ich mit meiner neuesten Kreation:

201301 - Fucking for you inside

Ich suchte ja schon laenger nach einer Ruestung fuer den kleinen Mann, der bei uns wohnt.

Eine Stormtrooperruestung war nicht in Aussicht.

Im August des letzten Jahres fand ich dann zuefaelligerweise jemanden, der Clone Trooper Ruestungsteile herstellt.
Irgendwie hatte er mich vergessen, denn trotz mehrfacher Anfrage, kam dann keine Rueckmeldung, dass diese fuer mich gebaut wurden.
„Sehr, sehr schade“ dachte ich da, denn ich weisz ja, wie begeistert der kleine Mann von den Kostuemen ist.

Im Oktober stellte sich dann gluecklicherweise heraus, dass alles ein Missverstaendnis war. Die Ruestungsteile wurden hergestellt und ich bangte, ob die auch vor dem Endjahresurlaub auch ankommen. Ich befuerchtete naemlich, dass die zurueck nach Amerika gehen, weil die ja nur 2 Wochen beim Zoll/der Post aufbewahrt werden, wenn der Empfaenger nicht antwortet.

Die Ruestung holte ich ca. 12 Stunden bevor unser Flug in die Ferien abflog ab. Snakk om flaks!

Natuerlich konnte ich dann noch nicht anfangen zu bauen. Ich hoffte aber, rechtzeitig zu seinem Geburtstag fertig zu sein und ihm dies als Ueberraschung machen zu kønnen.
Dummerweise muessen die Teile aber angepasst werden. Heimlich bauen war also nicht møglich. Ausnahmsweise musste eine Notluege her.
Ich erzaehlte dem jungen Mann, dass ich fuer jemand anderen eine Ruestung baue, der seinem Sohn diese als Ueberraschung zum Geburtstag schenken will (weswegen dieser jemand die natuerlich nicht bei sich bauen kann, denn dann waere es ja keine Ueberraschung mehr). Und da der kleine Mann genauso grosz und alt ist wie der Sohn des „jemand anders“, wollte ich gerne,  dass er mir beim Bau hilgt und die Teile immer anprobiert.

Der Bau der Ruestung musste dann immer noch schnell geschehen. In meiner eigenen Ruestung stecken ca. 300 Arbeitsstunden (inklusive Recherche) und da hab ich von Mitte Mai bis Ende November dran gesessen. Das war in Ordnung, da konnte ich ziemlich entspannt entscheiden, wann ich was machen wollte und musste nicht meine anderen Interessen vernachlaessigen. Mit Ausnahme des Weathering, da hab ich mir selbst ein bisschen Stress gemacht, weil ich gern vor der SSGFC 2012 fertig werden wollte.
Bei der Ruestung des kleinen Mannes nun, war es anders. Immer wenn ich keine richtige Lust mehr hatte, hab ich mich gezwungen, doch noch mehr Teile fertig zu machen. Alles nicht so schlimm, weil ich ja immer noch gern an Ruestungen bastle, aber doch etwas stressiger.

Hier ein paar Bilder vom „Bau“:

Brust- und Rueckenplatte:

YY_Chest + Back

Der Helm waehrend des Zusammenbauens:

WW_Helmet

Und der Arbeitsplatz sah natuerlich aus wie immer:

XX_working place as always

Das Resultat kann sich sehen lassen, denke ich:

ZZ_Pose

Er ist soooooo toll, der kleine Mann, der jetzt schon bald sechs Jahre bei uns wohnt!

Die Ruestung ist nur teilweise angemalt. Da muessen noch viele Teile orange werden und ein paar Teile fehlen auch noch. Da die aber spezifisch fuer Commander Cody sind, ist das jetzt noch nicht so. Der kleine Mann wuerde ja ansonsten noch schneller die Finte durchschauen.