Dieses Mal wieder eine langweilige Toilette, naemlich eine vom Flughafen Frankfurt.

Flughafen Frankfurt

Interessant ist diese kleine Ablage ueber den Urinalen. Was soll man da denn rauflegen? Rauchen ist verboten, Koffer passen da nicht rauf und die Geldbørse wuerde man vermutlich eher nicht so offensichtlich hinlegen. Jetzt wo ich so drueber nachdenke, kønnte das nur eine Trockenmauer sein und dahinter verstecken sich die Wasserleitungen.

Bei der Sitztoilette gibt es dann nichts weiter zu bereden.

Flughafen Frankfurt 2

Alles in allem eine Toilette, die man nicht in Erinnerung behaelt. Nicht mal, wenn man ein Foto von hat.

Kurze Rueckschau: im ersten Teil dieser kurzen Reihe, ging ich auf eine ganz konkrete (und zugegeben sehr enge) Angelegenheit im Zusammenhang mit den Snowden-Enthuellungen ein. Wie meiner Meinung nach sprachlich verharmlosend damit umgegangen wird.

Dieses Thema behandelt habe ich, weil es der Grund fuer ein Gespraech war zwischen Ranga Yogeshwar und Frank Schirrmacher.

Diese gingen in dem Gespraech gar nicht so sehr auf die Ungeheuerlichkeiten selber ein. Viel mehr zogen sie diese heran um die (ebenfalls bereits erwaehnte) Zeitenwende aufzuzeigen.

Den Anteil des Einzelnen (als Individuen, oder als Mitglieder bestimmter Gruppen) an dieser Zeitenwende, dieser Zaesur, wurde ebenso heraus gestellt.

Nicht zu vergessen ist, dass auch diskutiert wurde, was zu erwarten ist in der neuen Epoche; wiederum fuer den Einzelnen, aber auch fuer die Gesellschaft als Gesamtes.

Wichtige Dinge sind dabei sich grundlegend zu veraendern. Bspw. die Prozesse in unserer Gesellschaft und in der Administration dieser. Oder die Ablaeufe unseres Zusammenlebens und wie wir uns ein Bild vom jeweils Anderen machen. Aber auch das Selbstverstaendnis unseres eigenen „Ichs“.
Einige dieser Veraenderungen verursachen mir nicht nur Kopfschmerzen, sondern ich kønnte immer beinahe heulen, wenn ich daran denke, in was fuer eine Welt mein Sohn herein waechst. Welche Freiheiten er mglw. nicht wird erleben und genieszen kønnen.

Deswegen schrieb ich im ersten Teil:

Wie wir (!), als Einzelne und als Gesellschaft, diesen Uebergang mitbestimmen, wird entscheidend sein, wie die naechste “Epoche” aussehen wird.

Und deswegen møchte ich nun an dieser Stelle genauer auf das erwaehnte Gespraech eingehen.

Ich werde bestimmte Stellen heraus greifen und in einen Zusammenhang stellen, wie ICH (!!!) den sehe. Die aufmerksame Leserschaft wird also womøglich so einige Themen wiedererkennen. Dank Edward Snowden muss ich mich da ja jetzt auch nicht mehr als Aluminiumhuttraeger fuehlen.

Ich hoffe auf Kommentare aus meiner Leserschaft. Ich møchte, dass ihr mir widersprecht, wenn diese Zusammenhaenge auch ganz anders dargestellt/gesehen werden kønnen.
Selbstverstaendlich sind auch bestaetigende Kommentare, eigene Erlebnisse oder weiterfuehrende Links gern gesehen.

Ich werde die Teile des Gespraeches hauptsaechlich chronologisch herausgreifen. Dabei wird das konkrete Thema mitunter jedes Mal wechseln. Sollten bestimmte Stellen zusammenhaengen, so versuche ich diese auch zusammen zu praesentieren (sofern es mir auffaellt).

Leider konnte ich einen Mitschnitt dieses Gespraeches nur noch hier auftreiben. Bei Interesse, kann ich die zugehørende mp3-Datei zukommen lassen.

Somit kønnen wir auch direkt und ohne Uebergang in das Gespraech einsteigen.

– – – – – – – – –

Bei 2:49 wird auf die willige Zusammenarbeit zwischen den Firmen des Silicon Valley mit den Geheimdiensten eingegangen.
Nicht nochmal explizit gesagt wird, dass dies ja gegen die Interessen der Buerger und Kunden (also uns) ist.

Ich møchte hier „Silicon Valley“ gern stellvertretend fuer die kommerziellen Technik-/Computer-/Online-Dienste sehen. Dies kønnte i.A. aber auch bspw. eine Firma aus der Schweiz sein, die Quantenverschluesselung fuer Banken (oder sowas) anbietet, oder ein groszer Internet-Service-Provider etc.

Ich muss etwas ausholen.
Meiner Meinung nach ist es geschafft worden, „unserer Generation“ erfolgreich einzureden, dass alles was mit dem Internet zusammenhaengt ja inherent gut ist. Und wenn mal was Schlimmes passiert, dann ist das die Ausnahme und nicht die Regel.

Kurz zum Begriff „unsere Generation“. Dieser bezieht sich jetzt nicht auf „alle geboren um 1980 herum“, sondern auf die, die potentiell bereits jetzt, mitbestimmen, in welche Richtung sich unsere Gesellschaft entwickelt. Als Beispiel der „Mitbestimmung“ sei da „E-Government“ genannt. Das wird von Leuten wie mir implementiert. Man kønnte allgemeiner sagen, Menschen, die den Computer und das Internet als Werkzeug zu bedienen wissen und nicht nur porn klicken und Solitaer spielen. Prinzipiell kønnten „wir“ uns da auch weigern mitzumachen, solange wir nicht sicher sein kønnen, dass die dort verwendeten Programme nicht gegen uns Buerger verwendet werden kønnen. Dazu aber spaeter mglw. mehr.
Ich wollte dies hier kurz etwas naeher beschreiben. Damit klar ist, wen ich ueberhaupt mit „wir“, „uns“, „die, die es besser wissen muessten“ etc. meine.

Dieses „inherent Gute“ wird anscheinend auch auf die Firmen uebertragen.
Ansonsten ist es mir nicht erklaerbar, dass google so beliebt ist. Denn Alternativen gibt es!
Oder Microsoft und all ihre Produkte. Ich meine, wenn ich einen Hammer haette, der „magisch“ immer wieder in Richtung meines Daumens gezogen wird, dann wuerde ich mir doch einen anderen Hammer nehmen! Um beim Bild des „Werkzeugs“ zu bleiben.
Aber nein, Microsoft verkauft uns ja, dass sie ganz besonders toll sind und sowieso ist Technik und Innovation doch scheinbar das, was unsere Gesellschaft ueberhaupt am laufen haelt. Also kann das alles doch gar nicht schlecht fuer mich sein.
Oder google ganz konkret. Die sind ja nun wirklich im wahrsten Sinne des Wortes, „die Retter des Alltags“. Zumindest fuer die meisten, im Internet verkehrenden Menschen, denn schlieszlich liefert es die gesuchten Antworten.
Und facebook wird ja sogar von einer mir sehr nahen Person, die es eigtl. besser weisz, als „unbedingt nøtige Kommunikationsplattform, ohne die es einfach nicht mehr geht“ erklaert.

Eine Technik, die so viel Gutes tut, die kann ja nicht wirklich bøse sein. Korrekte Suchergebnisse oder mit wem reden kønnen; das ist doch eigentlich wirkich nuetzlich. Das kann doch ueberhaupt nicht schlimm fuer mich sein.

Und wenn es kønnte, so sind die guten Onkel von besagten Firmen doch auf „unserer“ Seite. Irgendwie sind wir doch alle Hacker.

Tja, falsch gedacht mein liebes soziales Umfeld.
Wir sind keine Hacker, wir sind Schafe, die sich selber auf die Weide treiben. Und google, apple, facebook, amazon etc. sind die (scharfen) Wachhunde, die uns kontrollieren und im Zaum halten. Im Zaum halten deswegen, weil wir ja scheinbar nicht zu anderen Løsungen migrieren kønnen.

Ich nehme mich da uebrigens nicht von aus. Auch ich benutze google maps manchmal. Naemlich dann, wenn ich gern ein Satellitenbild der Umgebung haette, wo ich hin møchte. Oder diverse Pornsites. Oder wikipedia. Oder die Internet Movie Data Base, etc. pp.
Dass ich einige der prominenteren Dienste (amazon, ebay, paypal, facebook, twitter) nicht benutze bzw. wann immer møglich vermeide (google) heiszt leider nicht, dass ich solche Dienste ueberhaupt nicht verwende. Bequemlichkeit, bzw. in der Vergangenheit auch der gute (Aber)Glaube, hindern mich, mich da wirklich umfassend von auszuklammern.
Aber dazu komme ich spaeter nochmal. Denn derartiges „Ausklammern“ ist ja ueberhaupt nicht unbedingt erwuenscht oder erstrebenswert.

Als kurze Zusammenfassung: wir sind alltaeglich und (fuer uns) ganz normal im Internet unterwegs und nutzen mit Freude, und groszem Gewinn, viele der „neuen“ Dienste, denn diese sind sehr hilfreich. Es ist aber so, dass diese Dienste, jedes kleinste bisschen an Information ueber uns sammeln. Dies kann, bzw. wird meiner Meinung nach in der Zukunft, gegen uns verwendet werden.

Bei 6:43 wird dann auch ein „lustiges“ Beispiel dazu gegeben. Das Publikum lacht, Frank Schirrmacher nicht. Ich denke, weil ihm sehr bewusst ist, was dies fuer uns alle bedeutet.

An dieser Stelle møchte ich diesen Beitrag beenden.

Im Wesentlichen habe ich hier zwei Themen angesprochen, die auch spaeter immer wieder auftauchen werden und die bestimmend fuer das Problem sind: die schøne neue Internetwelt und wie diese aber gegen unsere freiheitlichen Interessen arbeitet.

Zwei weitere bestimmende Themen sind das sog. „digitale Ich“ und wie die (intuitive) Erkenntnis, dass man keine Privatsphaere mehr hat, unser Verhalten aendert. Dazu aber nicht mehr an dieser Stelle .

Wie gesagt, werde ich mich oft irgendwie wiederholen. Dem obigen Beispiel werden weitere Folgen. Ich finde es aber wichtig dies zu tun.
Denn zum einen haben wir nur diese Beispiele bisher. Das wurde alles noch nicht so richtig systematisch untersucht und in griffige Theorien gegossen. Und zum anderen hoffe ich, dass „steter Tropfen“ irgendwann mal vielleicht zum Nachdenken und einer Verhaltensaenderung anregt. In dem Sinne, dass nicht mehr nur facebook, google, etc. nicht mehr benutzt wird, sondern dass der Schrecken zu grosz ist und man auch mit anderen drueber sprechen muss. So wie ich es mache, mit diesen Beitraegen.

… des spaeten 24. Jahrhunderts, Sohn des M’Rel – Gowron – lebt! Und zwar hier in Trondheim!

Er hat sich geringfuegig umbenannt, sicherlich um seine Identitaet zu verschleiern, und uebt den Beruf des Krankengymnasten aus. Hier ist der Beweis:

Gawron Institut

Ich kønnte mir vorstellen, dass eine im ersten Stadium gestoppte Infektion mit dem modifizierten Erreger der Levodianischen Grippe ihm hilft, unter Menschen unterzutauchen.

Da fragt man sich nur noch, wie er es aus dem Beta Quadranten zur Erde schaffte.

Møglicherweise stellt diese Firma hier …

Warpsund

nicht nur Pflanzenerde her, sondern hat Gawron (wie er sich ja jetzt nennt) geholfen hier her zu kommen. Ich unterstelle also einen berechtigten Grund, dass die Firma diesen Namen fuehrt.

Tihi … manchmal bin ich schon ’n bisschen geekig, glaub ich.

… zu erraten, was es werden wird. Denn dies sind die letzten zwei Einzelteile .oO(Oooooh … lovely semantics …tihi):

ominoese Teile 06

Beim naechsten Mal wird dann in seiner vollen Pracht enthuellt. was es geworden ist.

Den Zusammenhang zur Ueberschrift knuepfe ich weiter unten. Zunaechst aber, der Kategorie entsprechend, ein Bild einer Reklame mit leichtbekleideten jungen Damen:

hm6

Da diese Beiden hier schonmal auftauchten, werde ich nicht viel Aufhebens darum machen.

Ganz im Gegensatz zu einer Studie mit dem Titel „Understanding current causes of women’s underrepresentation in science„. Sollte dieser Artikel nicht frei zugaenglich sein, so kann ich den bei Bedarf zur Verfuegung stellen.

Die Autoren dieses Artikels haben die vorhandenen Studien, bzgl. der ueblichen Argumente, warum Frauen in einigen technisch/naturwissenschaftlichen Disziplinen an Universtitaeten unterrepraesentiert sind, untersucht und zusammengefasst. Dabei kamen sie zu einem (zumindest fuer mich) durchaus ueberraschenden Ergebniss.

Aber zunaechst, was sind denn aber die „ueblichen Argumente“?

Es wird behauptet, dass
– Manuskripte von Frauen schlechter bewertet werden,
– dass Frauen bei der (Forschungs)Førderung benachteiligt werden (also bspw. mehr Artikel schreiben muessen um die gleiche Bewertung zu bekommen etc.) und
– dass Frauen schlechtere Chancen bei Jobbinterviews bzw. der Anstellung in diesen Arbeitsgebieten haben.

Umgekehrt behaupten Maenner in diesen Gebieten nicht selten, dass insb. den letzten Punkt betreffend eine Diskriminierung von Maennern stattfindet.

Die Autoren raeumen ein, dass die Behauptungen korrekt waren, bis ca. Ende der 90’er Jahre des letzten Jahrhunderts. Es handelt sich dabei also um „historische Ursachen“ des Problems.

Dann sind aber mehr und mehr Masznahmen ergriffen worden, um dem entgegen zu wirken. Eine derartige Masznahme ist bspw., dass Artikel ohne Autorennamen zur Begutachtung geschickt werden. Derartige Masznahmen gab es so einige mehr und es stellt sich heraus, dass diese tatsaechlich wirken! Weder werden Artikel von Frauen seltener publiziert, noch erhalten Frauen weniger Førdergelder (bei gleicher Leistung) und sie werden auch nicht seltener angestellt.

Ich wiederhole es: Jahrelang haben irgendwelche Spinner sich den Mund fusselig geredet, dass „abstruse“ Masznahmen ergriffen werden, um der (damals real existierenden) offensichtlichsten Diskriminierung von Frauen entgegen zu wirken. Dabei wurden sie belaechelt, denn „das ist doch alles ganz normal und ueberhaupt nicht nøtig!“. Bzw. wurden diese Masznahmen ins Laecherliche gezogen durch bspw. „Gegenbehauptungen“ der Maenner (s.o.).

Und es stellt sich heraus, dass diese Spinner Recht hatten!
In beiden Dingen; dass es diese Diskriminierung der Frauen gibt UND, dass Masznahmen dagegen wirken!

Verblueffend! Nicht wahr!

Die Autoren haben dann weiter untersucht, woran es denn nun liegt, dass Frauen IMMER NOCH unterrepraesentiert sind. Dabei kamen sie zum Schluss, dass es ANDERE Mechanismen sind. Mechanismen, die nicht ausschlieszlich im Wissenschaftsbetrieb selber liegen, sondern tief in der Gesellschaft verwurzelt sind. Drei seien hier kurz aufgelistet.
– Weil immer noch erwartet wird, dass Frauen sich um die Kinder kuemmern. Deswegen muessen sie auf ihre „Karriere“ verzichten, weil es keine Kindergartenplaetze gibt.
– Weil Frauen eher den Maennern „hinterherziehen“, wenn diese woanders einen Arbeitsplatz haben, als umgekehrt. Sogenannte „Doppelanstellungen“ aber noch viel zu selten sind.
– Weil Frauen eher Positionen annehmen mit einem høheren Lehranteil. Deswegen kønnen sie nicht so viel forschen und haben dann natuerlich nicht die gleichen Leistungen vorzuweisen.

(ACHTUNG: der naechste Abschnitt ist GRUENDLICH bis zum Ende zu lesen!)
Auch ist ein Grund, dass rein statistisch gesehen, die Leistung von Frauen in Mathe schlechter ist als die der Maenner, wenn es um die ganz besonders „krassen“ Aufgaben geht.
Um diesen Sachverhalt nochmal anders auszudruecken: Frauen sind in Mathe gleich gut wie Maenner! Aber das „extreme Ende“ dieser Statistik (die „Super-Mathe-Freaks“ sozusagen) ist mehr von Maennern durchdrungen als von Frauen. Da sprechen wir absolut gesehen nur von wenigen Individuen und NICHT von „Frauen“ im Allgemeinen. Aber gerade diese Individuen sind es ja, die dann an der Uni bleiben.
Dagegen kann man dann natuerlich nichts machen.

Aber gegen die meisten anderen Missstaende kann man etwas machen.

Hier zwei Zitate um dies zusammen zu fassen:

That women tend to occupy positions offering fewer resources is not due to women being bypassed in interviewing and hiring or being denied grants and journal publications because of their sex.

Dies, weil die ergriffenen Masznahmen dagegen wirken!

It is due primarily to factors surrounding family formation and childrearing, gendered expectations, lifestyle choices, and career preferences […].

Es gibt also noch einen groszen Haufen stinkender Schiesze diesbezueglich, tief verwurzelt in der Gesellschaft und unseren eigenen Gedanken, der endlich mal anerkannt und dann beseitigt werden sollte!

Diese drastischen Worte kønnten den Artikel jetzt abschlieszen, aber ich habe die unter anderem auch gewaehlt, um nochmals auf die laecherliche Behauptung einiger Maenner zurueck zu kommen, dass diese ja durch all die positiven Masznahmen diskriminiert werden. Denn wenn soetwas aus dem Munde eines Mannes blubbert, dann sollten alle emanzipierten Maenner die gleiche Empørung empfinden, wie wenn sie in Hundescheisze auf dem Gehweg treten. Und natuerlich dagegen argumentieren.

Es stellt sich naemlich heraus, dass diese Behauptung nur in den Køpfen der angeblich „Benachteiligten“ exisitert!
Bei gleichen Voraussetzungen und Bedingungen wird im Allgemeinen KEINES der, zwei am haeufigsten auf diesem Planeten vertretenen, „Geschlechter“ in diesem wissenschaftlichen Umfeld bevorzugt!

Und nun … Voran! Voran! … Lasst uns gemeinsam anfangen, die restlichen Missstaende auch noch zu beseitigen. Was im uebrigen der Grund ist, warum ich das mit den Bildern am Anfang dieser Artikel beibehalte; um zu zeigen, dass diese Missstaende tatsaechlich (immer noch) existieren.

Auf der phil.Cologne haben sich der (Wissenschafts)Journalist Ranga Yogeshwar und der FAZ-(Mit)Herausgeber Frank Schirrmacher ueber die absehbaren Folgen einer in Algorithmen gefassten Welt menschlichen Gesellschaft unterhalten.

Ich møchte gern viele der in diesem Gespraech gesagten Sachen mit Dingen verknuepfen, die ich so auch schon immer mal erwaehnte. Nicht um bestaetigt zu werden. Sondern weil ich denke, dass das was ich diesbezueglich meine, durchaus richtig ist, ich dies aber nicht so gut ausdruecken kann.
Dies wird fuer einen Artikel aber zu viel, deswegen erfolgt eine Aufteilung in mehrere Beitraege.

Auszerdem møchte ich gerne bemerken, dass die Inhalte der einzelnen Abschnitte dieser Beitraege wohl durchdacht sind und mit dem groszen Ganzen zusammen haengen. Das sage ich ausnahmsweise mal im Voraus, damit es nicht wie mein oft uebliches (?) „Nase ruempfen“, „schimpfen“, und „abschweifen“ aufgefasst wird.

Zunaechst møchte ich etwas ausholen, denn dieses Gespraech kam ueberhaupt erst zustande, aufgrund der Enthuellungen, welche Edward Snowden uns bescherte: dass unsere Privatsphaere im Netz nicht existiert. Jedenfalls nicht ohne zusaetzliche Masznahmen, die jeder einzelne ergreifen muss.
Und, nicht zu vergessen ist natuerlich, dass diese derart gewonnenen Informationen auch gegen uns verwendet werden! Dazu aber an anderer Stelle mehr.

Ausholen møchte ich nun fuer diesen ersten Beitrag, bezueglich der Art und Weise, wie ich es empfinde, dass versucht wird, in dieser ganz konkreten Sache die Bevølkerung aufzuklaeren.

Leider wird all dies mit Begriffen wie bspw. „Skandal“, „ausspionieren“ oder „abschnorcheln“ verniedlicht.
„Ein Skandal bezeichnet ein Aufsehen erregendes Ärgernis“ (wikipedia); aber als ein „Aergernis“ darf (!) man dieses mit Fueszen treten fundamentaler Buergerrechte nicht nennen!
Die Benutzung des Begriffes „Spionage“ ist semantisch natuerlich vøllig richtig ist. Doch im alltaeglichen Gebrauch ist das Wort „ausspionieren“ doch eher bspw. mit einem Elternteil verbunden, welches die Kurzmitteilungen auf dem Telefon des Kindes liest, um raus zu finden, mit wem es sich so trifft.
Und wenn ich „schorcheln“ høre, dann blitzt da irgendwie immer ganz kurz die Erinnerung an erlebte Sommer am Badesee auf. Oder ein Kind, welches mittels eines Strohholms, sehr geraeuschvoll die letzten Reste Cola aus dem Glas schluerft.
Im Wesentlichen gilt Derartiges fuer viele der diesbezueglich gebrauchten Worte, die ich im Zuge der Berichterstattung darueber las oder hørte.

Auch wenn es so scheint, so møchte ich diese Verniedlichung gar nicht direkt angreifen. Ich denke dies geschieht, weil der Einzelne die gravierende Tragweite dieser laufenden Prozesse ueberhaupt nicht begreifen kann. Deswegen wird es eben „kleiner“ gemacht. Passiert mir ja auch øfter, dass ich diese Begriffe benutze.
Aber ich møchte diejenigen, die diese Dinge doch etwas besser verstehen, bitten, der Situation angemessenere Worte zu benutzen. Wenn wir das den Leuten erzaehlen, dann muessen die anfangen sich darob unwohl zu fuehlen. (So wie wenn man bspw. in der Zeitung liest, dass ein wehrloser Familienvater, in der U-Bahn mit den Fueszen getreten wurden.)

Ebenso sollten absolut irrelevante Nebensaechlichkeiten (in dieser Sache), meiner Meinung nach nicht so viel Aufmerksamtkeit erfahren, solange sie nicht wesentlich zur Auflklaerung der Bevølkerung beitragen. Es ist sehr traurig, wenn dieses Thema gerade von den Menschen, die es besser wissen muessten, derart „herunter gekocht“ wird. Denn dies ist es, was bei gewøhnlichen Computerbenutzern haengen bleibt; dass es ja soooo schlimm gar nicht sein kann. (Wobei dieser Absatz natuerlich insbesondere auf diesen einen, verlinkten, Begriff gemuenzt ist).

Aber auch hierbei gilt vermutlich das Gleiche wie oben: Humor hilft, dies alles irgendwie zu fassen.

Es ist die Botschaft die zaehlt, die wir (irgendwie) „technikaffinen“ Menschen (und dazu zaehle ich die Leserschaft dieses weblogs durchaus) allen anderen Handelnden unser Gesellschaft vermitteln, durch die Art und Weise, wie wir dieses Thema selbst behandeln.

Ist diese Botschaft eher ein
– Alles nicht sooooo schlimm und irgendwie wird es sich schon wieder richten, oder
– das Ende der freien Gesellschaft, wie wir sie bisher kannten!

Zu Letzterem dann ebenso an spaeterer Stelle mehr.

Es ist durchaus wieder das Verhalten des Einzelnen, welches mitbestimmt, ob wir eine bessere Gesellschaft bzw. eine bessere Verwaltung der Gesellschaft haben in 10, 20 oder 50 Jahren.
Das Verhalten des Einzelnen – Selbstbestimmung! – ist auch immer wieder Thema in dem oben erwaehnten Gespraech. Deswegen werde ich darauf zurueck kommen.
Hier in diesem Beitrag mache ich es eben an gewissen sprachlichen Elementen aus. Weil ich denke, dass ich da durchaus ein klein wenig zu beitragen kann.

Durch das Verhalten des Einzelnen erfolgt dann auch die Verknuepfung zur Zaesur.

Eine Zaesur ist eine „Grenze zwischen zwei Zeitepochen“. Da es geschichtlich aber keine scharfen Grenzen gibt, ist es vielmehr ein Uebergang. Ein schneller und bisher von den meisten nicht als relevant (an)erkannter Uebergang.

Wie wir (!), als Einzelne und als Gesellschaft, diesen Uebergang mitbestimmen, wird entscheidend sein, wie die naechste „Epoche“ aussehen wird.

Edward Snowden ist vermutlich der allerwichtigste Mensch im Zusammenhang mit eben dieser Zaesur. Denn er hat, trotz all der (vermutlich gar lebensbedrohenden) Nachteile, entschieden, dass er mitbestimmen will. Seine Art der Mitbestimmung war, dass er ueberhaupt erstmal die Øffentlichkeit mit „Daten“ versorgt.
Auf der Grundlage eben dieser Daten kann endlich (und muss!) eine fundierte øffentliche Diskussion stattfinden.
Damit meine ich nicht nur eine Diskussion der z.Z. aktuellen und ganz konkreten ekelerregenden Ungeheuerlichkeiten.

Solche eine Diskussion, die sich selbst auch erstmal nur tastend ins Unbekannte vorwagt, ist das oben erwaehnte Gespraech.

Dieser und die kommenden Artikel sollen also NICHT das sonst uebliche (?) „rumhacken“ sein. Auch wenn es mglw. wieder so scheinen wird.

Es soll aber eine explizite Aufforderung an meine Leserschaft sein, mehr darueber zu diskutieren, in was fuer einer Gesellschaft sie møchten, dass ihre (potentiellen) Kinder aufwachsen. Und dies nicht nur im (sich selbst bestaetigenden) ueblichen sozialen Umfeld, sondern gern mit allen møglichen Leuten (bspw. auch mit dem Chef oder Arbeitskollegen).

Ich selber versuche in diesen Beitraegen die rasch voranschreitenden, fuerchterlichen Entwicklungen, mit dem Alltags(er)leben des Einzelnen zu verknuepfen. In der Hoffnung, dass dies die Dringlichkeit, welche in diesen Angelegenheiten geboten ist, unterstreicht.

Denn wie ich an anderer Stelle bereits schrieb:

Ich halte uns (ganz konkret uns, aber auch die Menschen als Ganzes) fuer allzeit und fundamental handlungsfaehig.

Mich duenkt es war im Jahre 2012 (oder war es 2011? oder in beiden Jahren?), dass das Filmfestival Kosmorama ein groszes Zelt auf dem Marktplatz aufbauen liesz. Dies diente unter anderem fuer Filmvorfuehrungen, aber auch fuer andere Veranstaltungen im Rahmen des Festivals.

Da man ja nicht møchte, dass die Besucher ihre Notdurft im Freien verrichten muessen, stellte man so Dinger auf, die ich ganz im Allgemeinen als „Festivaltoiletten“ bezeichne. Ohne das jetzt genauer zu definieren, sondern eher im Sinne Karl Poppers, ist dieser Begriff jetzt mehr so als eine „Idee“ zu verstehen. Die Idee, dass es zwar Toilettenbutzen sind, aber keine der Art Baustellensanitaersystem sondern etwas … nun ja … angenehmer.

Das Urinal ist ein besonders platzsparendes Gebilde:

Festivalteltet Kosmorama

Ich freute mich sehr darueber, war es doch das erste Mal, dass ich in ein derartiges Urinal, nun ja, eben urinieren konnte.

Damit einen die Passanten nicht anglotzen kønnen, ist da ein Sichtschutz aufgestellt worden.

Die Sitztoilettenbutze kønnte beinahe als „gemuetlich“ bezeichnet werden:

Festivalteltet Kosmorama 2

Nun ja, eigtl. eher doch nicht. Denn die Idee hinter dem Begriff „gemuetlich“ ist, denke ich, ganz im Allgemeinen, und allermeistens auch im Speziellen, nicht so richtig mit der Idee hinter dem Begriff „Toilette“ in Einklang zu bringen. Vermutlich nicht mal mit der Toilette, die jeder bei sich zu Hause hat.

Ich finde es uebrigens ganz Erstaunlich, wie ich gerade vom „pochen auf die richtige Benutzung von Wørtern“ zu dieser Popperschen „Idee“-Idee (wie ich es nenne) wechsle. Aber das passt ganz gut in mindestens eine andere Transformationen, in der ich mich gerade befinde – dass ich friedlicher, freundlicher und klarer schreiben møchte, bei Angelegenheiten, die mir am Herzen liegen.
Aber alle die sich jetzt freuen, dass ich sie nun nicht mehr nerve, nur weil ihnen mal was rausrutscht, was mir (sprachlich) nicht passt, freuen sich zu frueh. Das oben Geschriebene bedeutet naemlich mitnichten, dass ich nicht mehr auf unangebrachten Gebrauch von Sprache, insb. gewissen, belasteten Wørtern und Wortgruppen, im Detail eingehen werden.

… was denn das nun bald beendete Bauprojekt ist, wird es mit der Verøffentlichung dieses Bildes:

ominoeses Teil 05

Naaaa? Erraet schon wer, was es werden wird?

Da sitzt uebrigens eine Mumie drin. Das war aber die Idee des kleinen Mannes, der bei mir wohnt. Urspruenglich gehørt die natuerlich nicht dazu.

Ich habe immer mal wieder gehørt, dass Untersuchungen zeigen, dass die Leute einem Thema nur noch zwei Minuten (oder so) Aufmerksamkeit widmen.

Dass aber gebildete Menschen ein Interview, welches noch nicht mal vier DIN-A4 Seiten lang ist, und jede Menge guter und wichtiger Information enthaelt, als „lang“ bezeichnen, nur weil man das mal eben nicht in diesen zwei Minuten konsumieren (!) kann, dass versetzt mich doch in Schrecken.

Aber da hørt es nicht auf. Selbst Texte, die es gerade mal auf drei Seiten bringen, werden schon als eben „TL;DR“ „abgelegt“.

Das mag ja alles modern sein, so mit kurzen, fluffigen Videos und so. Aber wenn eben, wie gesagt, sogar gebildete Leute solche eigentlich gar nicht so richtig langen Texte schon als „lang“ ankuendigen und somit implizit auch als „willst du dir das wirklich antun, selbst wenn das auch noch als „lesenswert“ deklariert wurde?“, dann muessen wir ich mich nicht wundern, dass die Tragweite der auf uns zurollenden (und nicht mehr aufzuhaltenden) Klimakatastrophe nicht verstanden wird. Oder die damit einhergehende (und bisher nicht so richtig diskutierte) menschliche Katastrophe. Oder die Politik der Energiewende. Oder die katastrophale und menschenverachtende europaeische Fluechtlingspolitik. Oder die durch Banken verursachten Krisen. Oder die durch Privatisierung hervorgerufenen Katastrophen bspw. im Gesundheitssktor. Oder eben das Ende der Privatsphaere etc. pp. Gar nicht zu reden von weiterfuehrenden politischen oder ethischen Gedanken.
Nicht, dass ich all dies wirklich _verstehe_ oder die Ursachen kenne. Aber durch lesen (wirklich) langer und zahlreicher kurzer Artikel, konnte ich mir zumindest einen gewissen Ueberblick verschaffen und weisz, wo meine eigenen Handlungen halbwegs zu verorten sind diesbezueglich.

Im uebrigen bezeichne ich Texte mit 2 Seiten als „kurz“, bis x-Seiten (habe da keine genaue Zahl) als „gar nicht so lang“ und erst bspw. 21-Seiten Artikel als „etwas laenger“ oder dann mglw. gar schon mal als „lang“.

Denn wenn man will dass Leute etwas lesen, dann sollte man nicht gleich mit einem „ist ein langer Artikel“ abschreckend wirken.

Nun habt ihr, meine liebe Leserschaft, diese Serie siebzehn Folgen (inklusive dieser) lang gelesen.

Dies ist die letzte Folge in der „CEII-Reihe“ und nach all der Zeit ja irgendwie etwas Besonderes.

Aber ganz besonders wird sie, wie hier schon angekuendigt, erst, durch die Praesentation meiner Favoritfigur dieser Veranstaltung.

Es handelt sich dabei um diese Twi’lek:

Favorit

Zum Einen ist das Kostuem an sich toll anzuschauen. Die stilsichere Kleidung (die Lederhosen gefallen mir sehr) und die dazugehørdenden Accessoires, das gelungene Arrangement derselbigen, die wirklich schønen Lekku und nicht zuletzt das dezente Blau der Haut.

Zum Anderen ist die Person an sich eine sehr schøne Frau (gleichzeitig auch eine ziemlich scharfe Tante). Ihr verschmitztes Lacheln, ihre schønen Lippen, ihr langer, reizvoller Hals (*schmacht*), ihre sexy Claviculae, natuerlich nicht zu vergessen ihre betørenden Augen und ueberhaupt sie als gesamte Person.

Wer all dies genauer betrachten mag, møge das Bild anklicken, um zu einer Version mit einer høheren Aufløsung zu gelangen.

Scharfe Tanten, exzellente Kostueme und scharfe Tanten in ezellenten Kostuemen sind ja bspw. in dem ganz oben verlinkten Beitrag auch zu sehen und das gibt es ganz im Allgemeinen øfter mal.

Aber bei den dort gezeigten Figuren ist ist eben doch immer noch deutlich, dass es sich um einen Menschen im Kostuem handelt. Die „Attituede“ ist einfach nicht dem Charakter entsprechend. So wie ich mich auch nicht wie ein Sand/Stormtrooper verhalte.
Der hier gezeigten Figur aber, haette ich es geglaubt, dass es sich bei ihr um eine Twi’lek handelt – Cosplay par excellence. Alles an ihr, Kostuem und Auftreten, ist so, wie ich es bei einer Twi’lek erwarten wuerde.

Und mit dieser Besonderheit soll dann auch die „CEII“-Serie enden.

Ich hoffe, dass es meiner Leserschaft gefallen hat, mich ein klein wenig in diesen speziellen Teil meines Univerums zu begleiten.