Ich bin immer noch dabei Rohmaterialien fuer die Verbesserung meines Jump Drive zu sammeln. Diesmal suchte ich nach Arsen. Einem schwer beizukommenden Material. Vermutlich ist es auch deshalb so rar, weil’s ueblichweise in der Naehe von Oberflaechenmerkmalen seismischer Aktivitaet zu finden ist — bspw. die rauchenden Schlote auf diesem Bild.

Das ist natuerliche nicht ganz ungefaehrlich dort lang zu fahren.

Aber darum geht es mir nicht. Ich wollte eigentlich zeigen, wie sich das Abhandensein einer Atmosphaere auf den Himmel auswirkt. Trotz hellichtem Tage, ist das Band der Milchstrasze zu sehen. Cool wa!

Das kleine Licht unten in der Mitte, das ist uebrigens mein Rover. … … …Ganz schøn grosz das Universum, nicht wahr.

Ich musste mal ’n paar seltene Dinge besorgen, damit mein Jump Drive weiter modifiziert werden kann fuer noch laengere Spruenge. Viele dieser Sachen finden sich in einer verlassenen Minenkolonie. Und Mine … mhm … ja, da musste ich auf ’nem Planeten landen.

Und auf so ’nem Stueck Stein im Weltraum ohne Luft, kann man nicht einfach so spazieren gehen. Ein Rover macht sich da besser :)

Low Gravity! Fuck YEAH! … SELFIE!

Beim rumcruisen dachte ich natuerlich an die Menschen, die damals, vor 1033 Jahren, als Erstes auf einem anderen Himmelskørper als dem Ursprungsplaneten herumfuhren :)

No value … Tihihihi

Sogar die Frisur stimmt :P

Hier fand die grosze Schlacht vor 673 Jahren statt. Deswegen musste ich mir das System mal genauer von Nahem anschauen:

Was fuer ein Anblick … unter Anderem deswegen, nehme ich die vielen einsamen Stunden auf mich :) .

Es gibt hier uebrigens auch zwei Planeten. Aber ich habe mir nur einen angeschaut:

Eher uninteressant. Da frage ich mich, warum so ein unspektakulaerer Steinklumpen so verbissen verteidigt wurde. Nach all der Zeit sind die Archive voller Luecken und die damaligen Motive lassen sich nicht mehr eindeutig nachvollziehen. Sei’s drum.

Da wir hier ja nicht so weit von der Ursprungswelt entfernt sind, gibt es hier natuerlich (?) auch eine Raumstation.

Ui … so eine hatte ich noch nicht gesehen. Hier so toll im Sonnenaufgang — der untere (?) Teil liegt noch im Schatten des Planeten, waehrend der oere Teil schon in der Sonne strahlt. Ich besuchte sie zwar nicht, schaute die Schønheit aber mal aus der Naehe an:

Wie immer offenbart ein Klick auf’s Bild die vielen Details. Waere ich noch naeher rangeflogen, dann haette ich den Leuten ins Schlafzimmer gucken kønnen. Es wunderte mich, dass die Stationsverantwortlichen es ueberhaupt zugelassen haben, dass ich so nahe dran bin.
Und nur so unter uns … ich war sogar noch naeher dran. Beim Anflug habe ich meine Traegheit etwas falsch eingeschaetzt und waere fast mit dem Ring zusammengestoszen. Ein paar Meter vor der Auszenhuelle schaffte ich es zu stoppen. Hat zum Glueck keiner gesehen. Sonst haette ich blosz wieder ’n Strafzettel bekommen.

Danach parkte ich vor der Station und schaute ihr beim Rotieren zu. Pløtzlich kam mir der Gedanke .oO(Ich messe mal wie lange eine Umdrehung dauert und rechne dann aus, wie grosz die Schwerkraft in dem Ring ist).

Ich schaetzte einen Ringradius von ca. 5 km und die Umlaufzeit betrug ca. 126 Sekunden. Mit diesen Daten rechnete ich eine Beschleunigung im Ring, auf die nach auszen gerichtete Wand, von 13.7 m/s2 aus. Das kam mir zu hoch vor. Die Leute in einem solchen Ring waeren dann vermutlich eher klein, dafuer aber sehr kraeftig in den Beinen … mhhmmmm …

Die Zeit war relativ genau gemessen und ich nahm nicht an, dass die mehr als 2 Sekunden falsch war. Beim Durchmesser war ich mir nur sicher, dass der nicht grøszer war. Also machte ich schnell mal ’ne Tabelle mit allen vernuenftigen Werten um Schaetz- und Messfehler zu beruecksichtigen .oO(ist „Schaetzfehler“ ueberhaupt ein sinnvolles Wort???).
Es stellte sich heraus, dass der Ring wohl doch nur einen Radius von 4 km hatte und die Umlaufzeit eher 127 Sekunden war, denn mit diesen Werten komme ich den 9.81 m/s2 sehr nah.

Andererseits … das ist auch eine ziemlich erdzentrische Ueberlegung. Vielleicht ist diese Station ja tatsaechlich fuer Menschen von Planeten mit høherer Schwerkraft … mhmmmmmmm.

Nun ja, danach zog es mich weiter … den Ort des historischen Zusammentreffens zwischen den Streitkraeften des Kollektivs und des Sol-Systems hinter mir lassend.

Neulich stolperte ich ueber einen Artikel mit dem Titel: „Hoe Cultures: A Type of Non-Patriarchal Society„. Darin wird aufgezeigt, inwieweit sehr wohl eine reale Gesellschaft existieren kann ohne den ganzen Mistkackmachtscheiszdreck.

Im Wesentlichen wird erklaert, wie in Pflug-Kulturen die biologisch ungleiche „Verteilung“ von „Kraft“ dazu fuehrte, dass die Starken die Schwachen unterdruecken. Denn man braucht mehr Kraft um einen Pflug zu bedienen, als eine Hacke.

In Hacke-Kulturen existiert dieser Unterschied natuerlich auch, ist ja biologisch, dennoch schien mir beim Lesen, dass Machtstrukturen dort deutlich ausgeglichener sind.

Dummerweise sind alle dominierenden Gesellschaften auf diesem Planeten Pflug-Kulturen. Aber vielleicht auch nicht dummerweise, denn …

[…] hoe-culture […] generally aren’t societies that develop writing.

Und … mhm … ich bezweifle, dass es ohne die Entwicklung der Schrift Antiobiotika und solch wichtige Sachen gaebe.

Nun leben wir aber in einer Pflug-Kultur. Alle dominierenden Gesellschaften dieser Erde sind Pflug-Kulturen. Und da ist dann die Frage, ob man da wirklich irgendwie relativ schnell (oder ueberhaupt) was aendern kønnte. Aber darum geht es mir (und dem Artikel) gerade nicht. Der Punkt ist, dass alle die meinen „Lass die Maenner doch mal machen, das ist der natuerliche Gang der Dinge!“ voellig und total daneben liegen.

Und deswegen wie immer mein ueblicher Ventilator um den Tornado auszupusten:

Um die zahlreichen kommenden Lichtjahre Parsecs zu fressen habe ich mir Kassandra gekauft:

Zur Zeit transportiere ich damit aber vor allem reiche Schnøsel zu ihren (Ausflugs-) Zielen. Irgendwie muss ich ja die Credits fuer die Modifikationen herbekommen, damit mein Jump Drive weiter huepfen kann.

apt-get install anarchism

Und das war natuerlich schon (fast) die ganze Zeit mit dabei.

Und weil das ein offizielles Paket in Debian ist, finde ich ganz besonders toll, dass es dann natuerlich auch „Anarchism maintainers“ geben muss … tihihi

[…] has been discovered in visible light from the […] white dwarf Grw+70°8247 [LFT 1446]. This is  the first such observation on any white dwarf, and is taken as indicating a strong magnetic field.

Natuerlich musste ich ein Foto machen, als ich pløtzlich vor diesem ersten entdeckten weiszen Zwerg mit Magnetfeld in den Normalraum zurueck fiel:

In Echt und von Nahem sieht das noch viel spektakulaerer aus, als Kemp et. al das in ihrem Artikel „Discovery of Circular Polarized Light From a White Dwarf“, im Astrophysical Journal, vol. 161, p.L77-L79, 1970, (nicht) beschreiben.

Ich bin nicht der Einzige, der eine solch schøne „Rennbahn“ mal von Nahem anschauen wollte (click und nochmal click macht’s grosz):

Der Schatten ist vom zugehørigen Planeten. Und ich sollte den Ringen lieber nicht zu nahe kommen, denn es ist ja wohlbekannt, dass das keine flauschigen Scheiben aus Samt und Seide sind:

To infinity … and beyond!

Die Apoptose vergreister Zellen ist eine wichtige Sache. Denn eine Størung des Mechanismus, des von der Zelle selbst durchgefuehrten programmierten Zelltodes, ist mit daran Schuld, dass wir alt und schwach werden.

Normalerweise kuemmere ich mich nicht darum, kann ich doch nix dagegen tun.
Aber neulich stolperte ich ueber einen coolen Artikel mit dem abschreckenden Titel: „A FOXO4-DRI Breakdown — Senescent Cell Apoptosis„.

Dem Titel nach zu urteilen ist das scheinbar (!) suuuuuper kompliziert.
Aber dem Autor gelingt es, dieses Thema extrem spannend und fuer den interessierten Laien ohne weiteres Hintergrundwissen zu erklaeren.

Fuer mich war das einer der ganz seltenen vorkommenden Gute-Laune-Artikel. Zum Einen natuerlich, weil es tolle Nachrichten sind, die dort praesentiert werden. Aber vor Allem, weil ich irgendwie das Gefuehl hatte, dass ich durch das Lesen des Artikels an der Schønheit und Brillianz, eines mir bisher unbekannten Aspekts des Universums, teilhaben konnte.

 

Deswegen halte ich mich kurz heute. Vermute ich doch, dass ihr, meine lieben Leserinnen und Leser, ganz schnell selber mit der Lektuere beginnen møchtet :) .