Ich weisz beim besten Willen nicht, um wessen Wohnung es sich hier handelte. Meine eigene(n) war(en) es nicht.

WohnungMD

Ich bitte um sachdienliche Hinweise. Mglw. kommt ja wem dieser Toilettenvorlerger bekannt vor.

Jaja, auch wenn ich niemals auf dieser Toilette „war“, so habe ich doch eine Beziehung zu ihr, weil die zugehørige WG mich so oft aufnahm. Irgendwann verschwand sie dann, diese Toilette.

Alt

12 Monkeys Style. Also wenn man an die Luxuszonen der dort gezeigten Zukunft denkt.

Und zwei letzte Zitate aus „SF im Allgemeinen und Lem im Besonderen„.

In Huxleys Version [Anm.: gemeint ist der Roman „A Brave New World“] […] bedarf es keines Großen Bruders […]. Er rechnete mit der Möglichkeit, daß die Menschen anfangen, ihre Unterdrückung zu lieben und die Technologien anzubeten, die ihre Denkfähigkeit zunichte machen. […]

Orwell fürchtete jene, die dem Menschen Informationen vorenthalten; Huxley die, die die Öffentlichkeit mit Informationen so überhäufen, daß man sich vor ihnen nur in Passivität und Selbstbespiegelung retten kann.

Selbstbespiegelung und Passivitaet – Trotz des vielen (mMn leeren) Gestammels, warum es denn so „revolutionaer“ und „wichtig fuer moderne Kommunikation“ waere, erinnert mich dies doch alles sehr an Twitter (als prominentesten Vertreter nenne ich nur dies). Als Beispiel mag da „Schneegida“ dienen. Meiner Meinung nach ein Paradebeispiel der Selbstbespiegelung und Passivitaet. Aber ich mag nicht weiter in diese Richtung abschweifen.

Denn all dies ist schøner zusammengefasst in diesem Zitat:

[…] der Menschheit [bleiben] im Umgang mit Technologie nur zwei Möglichkeiten […]: entweder muß sie „den Himmel stürmen“, oder sich abkapseln und die Technologie zur eigenen Bequemlichkeit nutzen.

Und wo ist sie denn? Die naechste Mondlandung? Diese Frage ist sowohl im technischen, als auch im gesellschaftlichen Sinne gemeint. Sind es die neuen Smart Spionagetelefone? Technisch kønnte es die Energiewende sein, aber gesellschaftlich ist sie es nicht.

Ach verdammter Mist :( … so negativ … so kompliziert … so viel … ich breche an dieser Stelle ab. Ich mag gerade nicht mehr. Die Begruendungen fuer das jeweils eigene Verhalten sind zu „wasserdicht“ … und auszerdem …

Noch ein Versuch sich gegen die sich immer noch ausbreitende Dummheit zu wehren:

03_Beta

Ich freue mich auf Teil 3. Aber das wird wohl noch ein paar Jahre dauern, bis ich den in meinen Haenden haelten werde.

666

Dies ist mein sechshundertsechsundsechzigster Beitrag.

Zum ueblichen, in unserer Hemisphaere weit verbreiteten, Aberglauben sag ich mal nix weiter.

Mehr (aber positiver) Aberglaube: in China ist dies eine Glueckszahl und kann die Bedeutung von „everything goes smoothly“ haben.

Mehr Fakten: Das haeufigste Kohlenstoffisotop – C-12 – besteht aus 6 Protonen, 6 Neutronen und 6 Elektronen. Wir erinnern uns: C-12 ist die Basis allen Lebens! Ich finde dies ganz besonders interessant im Zusammenhang mit dem oben erwaehnten, uns allen bekannten, Aberglauben. Wenn die 666 als bøse und negativ eingestuft wird, dann kann man ja C-12 nicht so richtig toll finden. Oder warte. Mglw. kann man das schon. Aberglaube aller Couleur haben ja die fantastische „Eigenschaft“ sich die Fakten so zurecht zu biegen, dass es passt. Na da wuerde mich ja mal die Erklaerung interessieren.

Zum Abschluss noch ein Informationsbit: in DCLXVI kommen alle rømischen Zahlsymbole mit einem Wert von weniger als 1000 genau ein Mal in absteigender Reihenfolge vor. Toll wa!

Schon eine sehr interessante Zahl.

Wiedereinmal ein Zitat aus „SF im Allgemeinen und Lem im Besonderen„:

Die Mehrzahl der SF-Literatur versucht Fragen einer Kulturkritik weitgehend zu vermeiden: Demokratisch regierte Staatswesen beispielsweise kommen selten vor und funktionieren meist nicht recht; ihre Regierungen und Parlamente erweisen sich in der Regel als zu dumm oder zu schwerfällig, um die anstehenden Krisen zu meistern […]. Viele SF-Autoren machen es sich dadurch leicht, daß sie ihre Helden in oder gegen eine feudal organisierte Gesellschaft positionieren. In diesen Gesellschaften setzt sich der Stärkere viel leichter durch; somit ist auch die Identifikation mit dem Helden, der sich über das (selten vorhandene) Rechtssysten hinwegsetzt, für viele Leser sehr reizvoll. Die Begründung einer Demokratieform bedarf analytischen Denkens, das auch beim Leser die Gefahr der Langweile verursacht, denn nicht nur der Autor bevorzugt schnelle und unkomplizierte Lösungen […].

Das ist eine zutreffende Analyse der Situation. Und das ist auch einer der Gruende, warum ich ich trotz aller Schwaechen, Star Trek besser finde als Star Wars. Wenn doch nur deren Uniformen nicht so schrecklich uncool aussehen wuerden. Was mich daran erinnert, dass ich den Artikel bzgl. DS9 noch schreiben muss

Im Uebrigen …

[…] [lehnt] Lem […] die schnelle und unkomplizierte Lösung ab und [stellt] sich Fragen höchster Komplexität, wenn [er] [versucht], Strukturen der gegenwärtigen menschlichen Kultur zu analysieren.

Deswegen ist Lem teilweise relativ anstrenged zu løsen, aber genau dies ist auch einer der Gruende, warum ich so schwer begeistert von Lems Werken bin.

… in scheinbar (oder mglw. doch anscheinend?) zivilisierteren Laendern als den unseren: Thailand plans to legally recognise a third gender. Interessant, dass mehr Freiheit und Gleichstellung wieder ueber die (irgendwie ja dann doch) sexuelle „Schiene“ eingebracht wird. In diesem Zusammenhang etwas, was ich nicht nur hier thematisierte.

Und hier das obligatorische Bild:

Vogue Eyewear

Diese Person hatte gleich zwei Baeder mit Toiletten.

Name 5_1

Hach war das schøn, als ich auch noch zwei Toiletten hatte.

Name 5_2

Alles an diesen beiden Toilettenumgebungen ist so herrlich! Die Farben (insb. der Kontrast zwischen Klodeckel und Porzellanschuessel), die Arrangements, die Objekte, die Muster und ueberhaupt einfach alles. Am Besten gefaellt mir aber der Pømpel im ersten Bild. Ich mag diese Dinger. Erinnern mich immer ein bisschen an Ritter.

In der bereits erwaehnten Arbeit „SF im Allgemeinen und Lem im Besonderen“ findet sich auch das folgende Zitat:

Das gesamte utopische Denken […] [baut] auf einem irrealen Menschenbild auf, das Verantwortlichkeit, Weisheit und Vernunft stillschweigend voraussetze.

Und so ist das ja auch beim Anarchismus.

Die Gegebenheiten akzeptierend ist das tatsaechlich ein irreales Menschenbild. Aber ich glaube (!) an das Gute im Menschen. Ich glaube, dass auch wir dazu beitragen kønnen, dass die Menschheit irgendwann ein Utopia erschaffen kann. Wobei ich aber nicht glaube, dass das Utopia dann so aussieht, wie wir es uns vorstellen. Das waere ja langweilig.

Hier ist sie:

_Toilette_im_WH7

Ich wusste eine ganze Weile nicht mehr, wessen Toilette das war. Bis mich der (mittlerweile ehemalige) Bewohner dieser Wohnung ganz ueberrascht fragte, warum ich denn ein Bild seines Klos haette … witzig.