In der Verglasung (wobei ich bezweifle, dass das Glas ist) meines Cockpits zeigen sich Risse!!!

Direktes Sonnenlicht macht es besser sichtbar:

AAAGRHAGHAGRHAGR! Es ist doch noch so weit bis ich das reparieren lassen kann. Aber meine zuverlaessige Kassandra wird das schon schaffen.

Mir ist auch klar wie die Risse zustande gekommen sein muessen. Auf der Suche nach Neutronensternen und schwarzen Løchern bin ich Selbigen oft zu nahe gekommen und mittels Notstop aus dem Hyperraum gerissen worden. Und wie bereits frueher erwaehnt fuehrt dies immer zu Schaeden am Schiff.

OK, muss ich etwas vorsichtiger sein, die naechsten ca. 23.000 Lichtjahre … oder etwas mehr als 450 Spruenge.

Ach ja … beinahe haette ich es vergessen. Das ist die 16. von mir entdeckte erdaehnliche Welt im ersten Bild … aber die Risse erschienen mir im Moment der Entdeckung doch als deutlich wichtiger.

Von einem Ende der Galaxis zum Anderen bin ich gereist. Und bei einer Spirale ist das andere Ende natuerlich das Zentrum. Waehrend Beagle Point ruhig und friedlich war, so wartet in der Mitte ein Monster auf mich.

Auch wenn ich meine Angst gegenueber schwarzen Løchern, welche sich nach der ersten, zwar beabsichtigten, aber mehr oder weniger unvorbereiteten Begegnung, mit einem entwickelte, ueberwunden habe, so bin ich dennoch ein bisschen aufgeregt.

Hier bin ich im System, welches den geringsten Abstand zum Monster hat:

Ein Sprung weiter, bin ich da.

Ich praesentiere …

… Sagittarius A*. Das ist so schwer, dass es die gravitativen optischen Verzerrungen verzerrt. Krass wa!

Interessant ist auch, wie der Name zustande kam. Damals, vor 1323 Jahren wurde von einem Wissenschaftler „Brown“ der Name vorgeschlagen. Wundersamerweise ueberlebten alte Dokumente diese lange Zeitspanne und dort kann man lesen:

Scratching on a yellow pad one morning I tried a lot of possible names. When I began thinking of the radio source as the „exciting source“ for the cluster of HII regions seen in the VLA maps, the name Sgr A* occurred to me by analogy brought to mind by my Phd dissertation, which is in atomic physics and where the nomenclature for excited state atoms is He*, or Fe* etc.

Hach! So romantisch! Trotzdem dieser Wissenschaftler noch an die Ursprungswelt gebunden war, so war er darob der Schønheit des Universums ganz aufgeregt. So wie ich das vor dem Sprung hierher war.

Aber nun geht’s auf direktem Wege zurueck dorthin wo der grøszte Teil der Menschheit wohnt — die „Bubble„.

Der junge Mann der bei mir wohnt und ich bauten diesen Y-Wing zusammen .oO(Wortspielkasse). Da die Anleitung linear und nur ein Mal vorhanden ist, konnten wir leider nicht an verschiedenen Modulen bauen. Deswegen wechselten wir uns ab mit Teile raussuchen und Teile zum Modul hinzufuegen.

Und nun, abgeschlossen das Projekt es ist. Hier in der Draufsicht:

Und hier von der Seite:

Die Kufen auf denen das Modell tatsaechlich steht, finde ich toll :) .

Die Bilder wirken leider etwas statisch. Deswegen noch „dynamisch im Flug“, schraeg von hinten:

Fuer die technischen Details verweise ich auf die Plakette:

Und wie ueblich .oO(kann man bei bisher erst einmaligem Vorkommen, nun zum zweiten Male, von „ueblich“ sprechen? Insbdesondere wenn das beim ersten Mal ueberhaupt nicht intentionell herausgestellt wurde, sondern eher zufaellig geschah?) der Pilot im Cockpit:

Wie immer fuehrt ein Klick auf’s Bild zu einer grøszeren Version, damit die Details bewundert werden kønnen.

… war ich mit den bisher von mir entdeckten schwarzen Løchern. Die waren alle so klein.

Jaja, ich bin auf dem Weg ins Zentrum der Galaxis und dort ist das schwerste aller schwarzen Løcher der Milchstrasze. Aber das hat bestimmt schon wer vor mir entdeckt.

Also suchte ich weiter und endlich fand ich eines, welches so grosz ist, dass es signifikante visuelle Størungen verurssacht:

Cool wa!

Nun aber habe ich alles gefunden, was ich suchte. Deswegen geht es ohne Umschweife weiter zu Sagittarius A*.

Man mag es nicht glauben, aber genau wie Neutronensterne, so sind auch schwarze Løcher beliebte Ziele fuer Entdecker. Und genau wie Neutronensterne treten diese nicht so oft auf und deswegen musste ich mich auch hier direkt auf die Suche nach einem machen, welches noch nicht entdeckt war.

Und ich fand endlich eins. Ist zwar nur ein Kleines mit gerade mal ca. 2.76 Solmassen aber dafuer ist es direkt neben einem noch leuchtenden groszen Himmelskørper. Das macht die ganze Szenerie viel spektakulaerer:

Selbstverstaendlich scannte ich auch in diesem System alle auffindbaren Himmelskørper.
Und in diesem System fehlt sogar noch mehr in der Raumzeit, dann es gibt noch ein zweites schwarzes Loch:

Ist auch nur ein Kleines und da steht jetzt natuerlich auch mein Name dran :)

o.O

Endlich! Club-Mate auch hier!

Der Preis pro Flasche: 60 NOK oder ca. 6 Euro. Aber dadurch bleibt’s was Besonderes. Schade eigentlich. Haette ich doch gerne, dass’s was ganz Normales ist.

Neutronensterne sind beliebte Ziele fuer Entdecker. Und da diese nicht so oft auftreten, musste ich entsprechend lange direkt nach einem suchen, der noch keinen Namen dranstehen hatte.
Aber hier ist er nun endlich, mein erster, „eigener“, Neutronenstern:

Cool wa!

Natuerlich habe ich ALLE himmlischen Kørper gescannt, sodass da auch ueberall mein Name dransteht. Ich habe mir sozusagen das komplette System zueigen gemacht :) .

Wirklich nur fuer ein paar Spruenge. Und was passiert natuerlich, als ich ihn mal kurz ans Steuer lasse? Er entdeckt sofort diese erdaehnliche Welt:

Selbstverstaendlich zaehle ich dies nicht als meine eigene Entdeckung aber: THE WHAT! Wieso muss _ich_ eigentlich hunderte Systeme besuchen um mal was Besonderes zu entdecken?

Und damit nicht genug! Er machte noch einen Sprung und was entdeckt er? Eine Wasserwelt:

Echt jetzt?!

Naja, kurz danach zog er auf seinen eigenen Wegen von dannen.

Ein Problem welches ich bereits øfter besprach (bspw. hier, im grøszeren Zusammenhang auch hier, und auch an anderen Stellen) ist ja, dass es nix bringt die Leute einfach mehr zu „bilden“. Das festigt die nur in deren Weltbild.

Ganz im Sinne des Post-wasauchimmer ist es mir møglich, dies zu akzeptieren. Ist halt eine andere, im jeweiligen (Denk-/Weltsicht-/Gefuehls- …) Rahmen durchaus gueltige Meinung. Ich bewege mich halt innerhalb eines anderen „Bezugssystems“.

Es bleibt natuerlich die Frage, inwieweit die gleichen Fakten / Informationen so unterschiedliche Resultate haben kønnen.

Vor einer Weile schon stolperte ich (via slatestarcodex) ueber sam[]zdat. Bereits die Ueberschriften seiner Essays zogen mich magisch an. Also lud ich mir mal alles runter und druckte es aus zum spaeter lesen.

Ganz im Allgemeinen, aber auch im Speziellen, muss ich sagen, dass sam[]zdat zum Interessantesten gehørt, ueber das ich bisher gestolpert bin im Internet. Die Neuartigkeit der von ihm dargelegten Herangehensweise an politische und gesellschaftliche Phaenomene unserer Zeit hatte ich so noch nicht gelesen. Den dargelegten Gedanken war, eben aufgrund besagter Neuartigkeit, zunaechst schwer zu Folgen. Aber nach einer Weile waren die groben Grundzuege des gedanklichen Fundamentes klar und pløtzlich war das soooo krass voll spannend seinen Ausfuehrungen zu folgen. Und die sind auch total sinnvoll und nach nur den ersten paar Artikeln sind mir gewisse Entwicklungen der letzten Jahre (Alt-Right, Trump, Brexit, Identity Politics, AfD etc. pp.) viel verstaendlicher.

Wieauchimmer, ich schwaerme gerade und halte mich kurz, indem ich es empfehle sam[]zdat von Anfang an zu lesen. Aber Vorsicht, die Artikel sind lang und zumindest ich muss durchaus øfter mal ganze Abschnitte mehrfach lesen.

OK … soweit dazu und nun zurueck zum urspruenglichen Problem.

Der Artikel „Memetics and Memorization: A Critical Review of Both“ handelt eigentlich ueber was anderes, aber das Folgende kann ich aus diesem Zusammenhang reiszen und hier mit dem Blick auf die obige Frage praesentieren.

Andere Ideen zusammenfassend steht dort:

Certain words are associated with others, making the mind skip over to them even if the “information” is rationally disconnected.

Das ist wichtig!

Ich sage „CO zwei“ und habe die Assoziation „Extremwetter“ parat.
Jemand anderes hørt „CO zwei“ und denkt an Steuern und Beschraenkungen und dass die doofen Umweltfuzzies die Wirtschaft und unseren „Way of Life“ kaputt machen wollen!

Dies wird …

[…] the “fringe” of a word

… genannt. Etwas konkreter:

[t]he fringe is something like the associations a word has, the vague network of connections between it and others. […] A fringe is the liminal space between multiple words (and concepts and ideas and lines and quotes).

Der „Fringe“ ist also auch der Grund, warum Witze fuer bestimmte Gruppen lustig sind und fuer andere nicht.

ABER! Das ist NICHT einfach nur …

[…] an explanation of association.

Nein, es ist viel wichtiger, denn …

[i]t’s critical for human cognition.

Wait! what?

Der Grund dafuer ist, …

[…] it’s at least partially the mechanism for how we think about things. A word is no more than a grunt. Without a vast repository of associative grunts, each known by one another and all those others, we would not be able to communicate (or think).

Oder anders:

[…] one might say that abstract words exist not as “real things with definitions” but rather as nodes  – they facilitate connections between concretes without us confusing one to the other over and over in our thoughts.

OK, soweit zu den Grundlagen.

Weiter wird dann dort erklaert:

A word’s fringe is intensely personal but it can be developed and taught. Even if a word has thousands of fringe associations, some will be stronger than others. These are, well, the ones we develop and use. They may be personal or social, but their repetition changes the way we use concept.

Siehe mein „CO zwei“-Beispiel oben. Andere „fringe associations“ waeren Nahrung fuer Pflanzen, -18 Grad Celsius Durchschnittstemperatur, Øl, Tesla, Fahrrad, Hamburger etc. pp.

Und hier liegt der Clou des Ganzen:

[t]he import of a word’s fringe is not necessarily its object association. The import is that it determines how one thinks, what channels are most natural to go down and hence what conclusions tend to follow. In other words: the “packet” of information is less important than its abstract flow […]

Das bedeutet, dass die Information an sich nicht so wichtig ist, denn diese ist statisch. Der „Fringe“ aber ist dynamisch und produktiv und dies …

[…] determines new actions and behaviors […].

Und das erklaert warum unsere meine Fixierung auf Fakten und Studien eben NICHT die 123-prozentige ganz wahre Wahrheit immer und ueberall fuer alle Menschen ist. Selbst dann nicht, wenn der Informationsinhalt dieser Fakten durchaus als richtig angesehen werden kann.

In dem Artikel ist ein weiteres Beispiel gegeben.

It goes without saying that these [the fringe associations] are also quite hard to quantify: I anticipate that I have a much different associations with the concept “good” than a Christian does, and a much different association than a Roman Legionaire did. We know this to be true and obvious on the object level: I don’t think crucifixion is great, Claudius was fine with it. Figuring out that difference more than simply calculating “number of crufixions attended per capita”, as that can only measure the effect, the object of thought, the “packet of information”, when the importance is not the information, though, but the way that thought skips from one place to another, and this is incredibly difficult.

Und deswegen frage und diskutiere ich so viel. Fakten habe ich mehr als genug, bzw. kann sie mir nach Bedarf beschaffen. Aber was die Menschen damit assoziieren ist eine ganz andere Sache.

Leider wird die Frage „Warum denkst du das?“ all zu oft als Angriff auf die Identitaet des Gespraechspartners angesehen :( … Dabei will ich doch nur verstehen wie die Welt von einem anderen Blickwinkel aus aussieht. Denn meiner kønnte super-falsch sein und trotz guter Intentionen (?) in eine Katastrophe fuehren. Letzteres denke ich natuerlich nicht, aber ich kann es auch nicht ausschlieszen.

So … viel Stoff zum drueber nachdenken. Deswegen lass ich diesen Artikel mal ungewøhnlich lange stehen, bevor es mit weniger wichtigen Sachen weitergeht.

Whoa! Bei der Neutronensternsuche landete ich pløtzlich in diesem System!

Ein schwarzes Loch …

… und noch eins …

… dabei wollte ich die doch nach der ersten Begegnung vermeiden!

Und dann noch ein Neutronenstern …

… und noch einer:

Ich frage mich wie viele Sterne es brauchte um dies alles hier auf relativ engem Raum entstehen zu lassen.