Wie ueblich, stolperte ich eher ueber Ammoniakwelt #60 als dass ich genau wusste wo sie war. Wie immer flog ich hin um diese zu kartographieren. Aber ich bremste nicht schnell genug ab und sauste ueber mein Ziel hinaus. Entsprechend musste ich umdrehen, um ihr wieder nahe genug zu kommen zur Kartographierung. Und dabei entdeckte ich welches Glueck es war, dass ich zunaechst an ihr vorbei flog:

WOW! Welche Pracht Unaufmerksamkeit offenbaren kann. Und der Ring dieser Welt ist natuerlich zentriert um Dieselbige. Die Perspektive verzerrt das nur.

Ich flog noch naeher ran um mir den Sonnenaufgang anzuschauen:

Eleganz trotz (oder wegen?) minimaler Information in diesem Bild :)

… ist auch dieses Mal nichts Ungewøhnliches zu berichten. Ich habe Wegpunkt 9 der Distant Worlds 2 Expedition erreicht:

Und ansonsten waren da nur Ammoniakwelt #59 …

… und ELW #49 …

… bei der ich mal das Gleiche machte wie neulich und mir anschaute wie es von ganz Nahem aussieht.

So’n lila Himmel ist schon was Besonderes:

Erinnert mich an meine erste Nachtlandung auf einem Planeten in einem Nebel … damals … als ich mich das erste Mal „raus“ traute mit meiner Kassandra.

Ansonsten waren da noch Ammoniakwelt #57 und ELW #48 …

Und bei Ammoniakwelt #58 bin ich mal ganz nahe ran geflogen um zu schauen wie das aussieht:

Es ist ja bekannt, dass das Space Shuttle im Wesentlichen ein økonomischer Reinfall von kosmischen Ausmaszen war (Wortspielkasse). Im Wesentlichen war das Space Shuttle von Anfang an als deutlich zu grosz geplant (und dann gebaut) und es gab viel (!) zu wenig zu tun als das sich das jemals gelohnt haette.
Wie KRASS der Reinfall war und dass alle Beteiligten wussten, dass dem so ist und warum es trotzdem gebaut wurde (Stichwort: Ego), kann man hier nachlesen.

Dieser Artikel ist lohnenswert. Alles um Raumfahrt ist ja ohnehin interessant. Aber hier wird mal aufgezeigt, dass es mitnichten nur um die Technik an sich geht. Denn das Geld dafuer muss ja irgendwo herkommen. Und hier wird auch mal aufgezeigt wie viel Politik da drin steckt. Kønnte man sagen: natuerlich! Aber dass auch dieser Aspekt der Raumfahrt spannend erzaehlt werden kann, beweist dieser Artikel. Auch wenn er ein klein wenig laenger und ein bisschen technisch ist (aber nicht viel).

Wieauchimmer … NOCH interessanter … und symptomatisch fuer die ganze Sache (Raumfahrt, Politik, Menschen) … ist jedoch die Buran, oder vielmehr das Buran-Programm. Das war naemlich auch ein økonomisches Desaster und die Frage ist, warum die Sowjetunion das ueberhaupt angefangen hat?
Nun ja, der Grund war, dass die das Space Shuttle Programm genau durchgerechnet haben. Und das Resultat der Berechnungen war, dass das Space Shuttle Programm alles vølliger Wahnsinn ist. Im Wesentlichen was ich oben schrieb: zu grosz, zu wenig zu tun. Die Frage war dann natuerlich, warum die Amerikaner das trotzdem durchziehen, denn im Wesentlichen hielten die Russen die Amerikaner NICHT fuer bløde.
Oder anders:

[…] if our scientists and engineers do not see any specific use of this technology now, we should not forget that the Americans are very pragmatic and very smart. Since they have invested a tremendous amount of money in such a project, they can obviously see some useful scenarios that are still unseen from Soviet eyes. The Soviet Union should develop such a technology, so that it won’t be taken by surprise in the future

Es stellte sich dann natuerlic heraus, dass die Analyse richtig war … mit den bekannten Konsequenzen.

Wie war das nochmal mit den rationalen Entscheidungen in Wissenschaft und Technik?

… sind diese zwei Gasriesen (Vollbild!):

Die Beiden brauchen nur ca. einen halben Tag um einen Orbit um das Baryzentrum zu vollenden. Das ist ganz schøn fix.
Deswegen flog ich noch naeher ran und wurde nicht enttaeuscht:

Ich kann mich nur nicht entscheiden, welches der beiden Ansichten toller ist. Es gibt schon krasse Sachen hier drauszen. Und weil’s so schøn ist, will ich heute nicht viel weiter dazu schreiben sondern die Bilder fuer sich selbst sprechen lassen :).

Auf dem weg zu Beagle Point liegen etliche planetare Nebel … welche im uebrigen nichts mit Planeten zu tun haben aber selbst im Jahre 3305 haelt sich dieser Name hartnaeckig.

Einige Piloten berichteten, dass auf dem Weg zu Beagle Point einer zu finden ist, mit einem nur 7 Lichtjahre entfernten schwarzen Loch … galaktisch gesehen also in unmittelbarer Naehe. Also flog ich dort mal hin und ganz nahe an den Ereignishorizont heran um ein bisschen mit relativistischen Verzerrungen der Raumzeit zu spielen:

Der Nebel ist blaeulich und von mir aus gesehen hinter dem schwarzen Loch. Sieht schon toll aus in der Naehe eines Raumzeitereignisses, wo die (lokal gueltige Annaehrung der) Physik aufhørt das Verhalten des Universums zu beschreiben.

Dagegen wirkt Ammoniakwelt #57 eher langweilig (ich freute mich dennoch als ich diese entdeckte):

Weiter geht’s zu einem Wegpunkt auf den ich mich besonders freue. Dieser wurde ebenso von anderen Piloten empfohlen und … ach … ich flieg da jetzt erstmal hin und dokumentiere das danach.

Nun ist’s endlich soweit: Strom aus Sonnenenergie.
Nein, nein. Ich meine nicht Fusion sondern Strom produziert durch Solarzellen und Windturbinen. Aber Wind ist letztlich auch nur eine Konsequenz dass die Sonne auf unseren Planeten scheint … wenn man das mal so ueberlegt, dann sind sowieso alle Energieformen Sonnenenergie … tihihi … Ja, selbst Kernkraft, denn die schweren radioaktiven Elemente sind in Supernovaexplosionen entstanden.

Die Darstellung der Daten ist dieses Mal etwas anders. Die linke Ordinate ist NUR fuer Solarstrom und die rechte Ordinate ist NUR fuer Strom produziert durch Windturbinen. Man beachte, dass die beiden Achsen UNTERSCHIEDLICH skaliert sind! Es wird also MITNICHTEN gleich viel Strom durch Solarzellen wie durch Windturbinen produziert! Aber nun die Daten (click auf’s Bild fuehrt zu einer grøszeren Version):

Zunaechst sieht man, dass das mehr wird.

Dann sieht man, dass diese beiden Methoden antizyklisch Strom produzieren. Scheint ja auch logisch, im Winter gibt’s mehr Wind als im Sommer und vice versa bzgl. Sonneneinstrahlung.

Dann sehen wir, dass es selbst im Winter seit einigen Jahren keine Woche mehr gibt, in der die installierten Solarzellen keinen Strom produzieren. Kønnte es etwas sein, dass wir doch keine Angst haben muessen, dass die Sonne eines Tages nicht mehr morgens aufgeht? Ja, dass die sogar jeden Tag scheint; selbst in Dtschhl.? Aber ich gebe zu, dass der Wintersonnenstrom eher klein ist und ich mich da bereits ueberproportional viel drueber ausgelassen habe.

Und dann sehen wir, dass seit ein paar Jahren der Wind anscheinend IMMER weht! Wie was? Die ueblichen Verdaechtigen sagen doch, dass das so unzuverlaessig ist.

Und dann vergleichen wir mal den produzierten Strom durch Windturbinen mit dem produzierten Strom durch Kohlekraft. … WAIT! WHAT? … Die Minima (!) in der gemittelten Windstromkurve sind in der gleichen Grøszenordnung wie der Strom produziert aus Steinkohle???!!! Und kleiner als die Minima geht’s ja nicht … Aber … ABER … AAAAAABBBBEEERRRR!!! DAS GEHT DOCH GAR NICHT, DENN DIE (pseude)INTELLEKTUELLEN SAGEN DOCH IMMER DASS ERNEUERBARE ENERGIEN NICHT GRUNDLASTFÆHIG SIND WEIL DER WIND PLØTZLICH NICHT MEHR WEHT!!! … Oh wait … mich duenkt, dass dies eine weitere Sache ist, die euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, und mir, trotz besseren Wissens ins Gesicht gelogen wird!

Soweit dazu.
Fuer die folgenden Angaben habe ich einfach nur eine Gerade ungefaehr durch die Mitte der Maxima/Minima der beiden Kurven gelegt. Die Zahlen sind also nicht die hundertprozentig wahre Wahrheit, aber durchaus als qualifizierte Abschaetzung zu sehen. Der Grund ist, dass es ohnehin subjektiv ist, welche Daten man nicht mit in die Berechnung einflieszen laesst. Oder in kurz: Von wann bis wann geht der Sommer oder wann beginnt der Winter? Eine Gerade durch die (ungefaehre) Mitte der Maxima/Minima zu legen und das zuzugeben scheint mir da transparenter und leichter nachzuvollziehen.

Man hørt ja immer so viel von der installierten Leistung und die ueblichen Verdaechtigen tun dann schlau indem sie sagen, dass „installiert“ ja nicht bedeutet, dass das auch der Strom ist, der raus kommt. Deswegen ist dieser Graph so interessant, denn hier ist der tatsaechlich produzierte Strom zu sehen.

Der Anstieg der (gemittelten) maximal produzierten Leistung durch Solarzellen betraegt 0.27 GWh pro Tag. Naechsten Sommer werden also pro Woche ca. 100 GWh mehr Strom durch Solarzellen produziert also dieses Jahr. Cool wa! Und JA! der maximal produzierte Strom ist alles andere als irrelevant, denn es ist Strom der eben produziert wird und damit Verbrauchern zur Verfuegung steht und somit NICHT durch das Verbrennen von Kohle produziert werden muss. Selbst wenn das nur im Sommer gilt. … Und dann waere da noch das Ding mit der Speicherung auf das ich an dieser Stelle nicht eingehen werde.
Anmerkung: Fuer diese Zahl wurde nur der Zeitraum vom Sommer 2012 bis Sommer 2019 betrachtet. Die Daten scheinen anzudeuten, dass von 2011 zu 2012 ein „Sprung“ stattfand. Nehme ich die kompletten Daten ist der Anstieg sogar noch grøszer.

Beim (gemittelt) maximal produzierten Wind sieht es sogar noch besser aus: pro Tag nimmt die wøchentlich produzierte Leistung (ueber den gesamten erfassten Zeitraum) durch Windturbinen um 1.20 GWh zu! Diesen Winter werden durch Wind also ca. 350 GWh mehr pro Woche produziert als letzes Jahr.
Der Ansteig des Windstromminimums ist deutlich subjektiver. Das schwankt gehørig, aber ich wagte von Sommer 2012 bis Sommer 2019 eine Gerade durch zu legen und dies fuehrt zu einem Anstieg des (gemittelt) minimal wøchentllich produzierten Stroms von 0.37 GWh pro Tag. Diese Zahl ist aber mit der grøszten Unsicherheit behaftet und das ist eine eher konservative Abschaetzung.

All dies sind ganz wunderbare Ergbnisse, nicht wahr? Ich frage mich nur, warum wir davon nix so richtig høren? Warum Strom aus erneuerbaren Quellen immer noch als „ist doch nur fuer Leute die Baeume umarmen“ angesehen wird. Warum wir den ueblichen Verdaechtigen erlauben uns immer noch ins Gesicht zu luegen mit den immer gleichen Aussagen? Das ist beinahe genauso schlimm wie bzgl. der Elektromobilitaet. *seufz*

Aber eigentlich will ich das hier positiv abschlieszen. Deswegen wiederhole ich mich und sage nochmal: all dies sind ganz wunderbare Ergbnisse und sie zeigen deutlich, dass eine Energiewende møglich ist. Innerhalb ziemlich kurzer Zeit sogar. Wir muessen das nur wollen.

So schøn ist’s, fast dreitausend Lichtjahre ueber der Zentralebene der Galaxis (Vollbild!):

Der Stern ist ein sog. CN Stern mit einem Durchmesser der fast 30 mal so grosz ist wie der von Sol. Ich landete auf dem Terminator des einzigen Planeten in diesem System. Dieser zieht seine Bahn beinahe in einem rechten Winkel zur Galaxis. Und wenn man sich mal umdreht …

… dann sieht man selbige als einen leuchtenden Nebel … denn so hoch oben ist die Sternendichte verdammt gering und man kann man mit dem bloszen Auge (fast) keine einzelnen Sterne mehr ausmachen.

Die Reise hierher war schon ein Abenteuer; eben aufgrund besagter geringen Sternendichte. Der Bordcomputer schaffte es nicht mehr automtisch einen Weg hierher zu finden. Ich musste also manuell den jeweils naechsten Sprungpunkt suchen. Und einige davon waren fast am Limit dessen was Kassiopeia schafft … das heiszt ohne die speziellen und sehr wertvollen Chemikalien im Tank zu haben, welche die Sprungreichweite erhøhen.

Genau deswegen gab es dieses Mal zwei Basislager. Das Andere liegt ca. 420 Lichtjahre tiefer, fuer alle Piloten deren Schiffe eine zu kleine Sprungreichweite haben.

Ich flog so vor mich hin und pløtzlich war da so ein kleiner, blauer, verschmierter Fleck zu sehen. Also zoomte ich auf der Galaxienkarte mal rein, um zu schauen was hier in der Naehe liegt. Und es stellte sich heraus, dass es ein Nebel war, geformt wie eine Sanduhr. „Cool!“ dachte ich, „liegt zwar nicht direkt auf dem Weg zum naechsten Basislager der Flotte, aber ist nur ein klitzekleines Bisschen daneben; deswegen schau ich mir das mal aus der Naehe an.“

Ich flog natuerlich nicht rein, denn dann sieht man ja die Form nicht mehr, sondern landete auf einem Planeten in einem System nicht zu weit weg. Und das ist was ich dort sah:

Cool wa! Und genau deswegen bin ich hier drauszen. Sowas sieht man nicht zu Hause, auf der Couch sitzend, in den Holoschirm starrend.

Und natuerlich bin ich auch hier um Entdeckungen zu machen wie die Ammoniakwelten #55 + #56:

Nun aber geht’s weiter. Hoch hinaus … im wahrsten Sinne des Wortes.

Endlich ist das mal passiert:

Es schmeckte ganz køstlich :) .