Heute zeige ich mal im (mehr oder weniger) Schnelldurchlauf wo ich letztens so war. Ich habe nicht vor jede einzelne Station meiner Reise hier zu dokumentieren. Aber ich møchte auch gerne einen Eindruck davon geben, wie unterschiedlich die Rekorde (und die Rekordhalter) sind.

Zunaechst geht es los mit dem Oevaxy PA-A d0 system. Auf dem Nord-Sued Meridian ist es das System welches am weitesten von Sol entfernt ist. Das ist natuerlich eine sehr subjektive Entscheidung, denn dieses System liegt nicht ganz super genau auf besagter Linie. Aber der Abstand ist klein genug, dass es im galaktischen Maszstab schon hinhaut.

Und hier ist der Hauptstern des Systems von ganz nahe dran.

Weiter geht es mit Syrai Theia SU-G d10-0 4, dem Y (Brown dwarf) Star mit der schnellsten Rotationsperiode. Dieser (verhinderte) Stern (hier halb versteckt durch seinen Ring zu sehen) …

… dreht sich in nur 0.07923019974537036 Tagen einmal um sich selbst. Das fuehrt zu einer Geschwindigkeit auf der Oberflaeche von 29.700 km pro Sekunde. Ganz schøn schnell wa!

Und dann waren da noch Eictach HS-R d5-1, …

Syrivoae DG-E b26-0 und …

Pyroo Eohn BR-C d0 B 2.

Diese himmlischen Kørper halten keine einzigartigen Rekorde. Aber die Werte der Rotationsperioden von Eictach HS-R d5-1 und Syrivoae DG-E b26-0 sind sehr nahe am Wert von Pi bzw. der Elementarladung und der Wert der groszen Halbachse des Orbits von Pyroo Eohn BR-C d0 B 2 ist nahe am Wert der vereinheitlichten Atommasse.

Wann immer zutreffend werden bei solchen Aussagen natuerlich weder die Grøszenordnungen noch die Einheiten in Betracht gezogen.

Die Unterschiede zu besagten Grøszen sind jeweils nur 1.3333516335478635 mal 10-7, 2.850555569366975 mal 10-8 bzw. 3.792686253945021 mal 10-8 und es wurden nur acht, drei und ein weitere(r) himmlische(r) Kørper gefunden, mit Merkmalen die Werte so nah an besagten Zahlen haben.

Ist vielleicht nicht so spannend alles, aber so ist’s nunmal, das Universum; meistens das Gleiche.

Das naechste Ziel meiner Reise zu den bekannten, unbekannten Rekorden der Galaxis war Straae Eohn PO-X d2-3 7.

An und fuer sich haelt dieser Planet keinen Rekord. Aber seine Masse (gemessen in Erdmassen) macht ihn interessant. Denn diese liegt sehr nahe am Wert des Goldenen Schnitts. Der Unterschied betraegt nur winzigkleine 1.1250105069748884 mal 10-8 und insgesamt wurden bis heute nur sechs himmlische Kørper gefunden, mit Werten von (unterschiedlichen) Charakteristika die genau so nahe am goldenen Schnitt liegen. Von diesen sechs habe ich Straae Eohn PO-X d2-3 7 gewaehlt, weil er in der Naehe war.

Und hier ist er:

Der kleine laengliche „Klecks“ ist meine treue Kassandra.

Dies ist vermutlich der letzte Beitrag in dieser Miniserie. Ich schreibe „vermutlich“, weil ich in der Vergangenheit ja øfter mal Nachtraege schrieb zu anderen Miniserien, welche ich als abgeschlossen betrachtete.
Aber genug der Vorrede, los gehts.

Im allerersten Beitrag sieht man die stuendliche Stromproduktion in Dtschl. fuer eine ganze Woche. Zwei Schwankungen fallen direkt ins Auge: Tag-Nacht und Woche-Wochenede. Beide Phaenomene sind plausibel dadurch zu erklaeren, dass man in der Nacht / am Wochenende nicht so viel Strom braucht, denn die Leute sind da nicht auf Arbeit.

Nun hat mich mal interessiert, inwieweit sich die Stromproduktion in der Woche von der am Wochenende unterscheidet.

Fuer jede Woche summierte ich deswegen den, waehrend den Wochentagen produzierten, Strom auf und dividierte die Zahl durch fuenf. Dito, fuer die Wochenenden, nur dass ich da natuerlich nur durch zwei dividierte.
Und siehe da, die oben erwaehnte Beobachtung ist nicht einmalig, sondern systematisch — am Wochenende (rote Punkte) wird weniger Strom produziert als in der Woche (schwarze Punkte):

Das hørt sich jetzt total trivial an, aber es ist unglaublich wichtig, solche „logischen“ Phaenomene, die einem sofort ins Auge fallen, auch im Gesamtzusammenhang ueber den kompletten Datensatz zu pruefen. Obiges ist nur ein „Bauchgefuehl“, auch wenn es sich plausibel anhørt. Das kann nicht aus Grundprinzipien abgeleitet werden so wie physikalische Gesetze. Ebenso basiert es auf Annahmen, die vøllig falsch sein kønnten. Mein Arbeitsleben findet im Buero statt. Ich habe bswp. keine Ahnung davon, inwieweit am Wochenende produzierende Fabriken mehr oder weniger Strom brauchen. Und dann kønnte das zwar meistens stimmen, aber nicht immer. Mit Letzterem meine ich keine „Ausreiszer“, sondern es kønnte ja sein, dass die obige Aussage mglw. niemals in den Sommerferien gilt. Bei den paar zufaelligen kompletten Wochendaten die ich mir anschaute haette ich das nicht gesehen. Ebenso haette ich das nicht in den bisherigen Analysen gesehen, weil die Datenpunkte immer die Wochenenddaten mit enthielten.

Die Aussagen von Authoritaeten nicht unhinterfragt hinnehmen ist eines der wesentlichen Merkmale der wissenschaftlichen Methode. Und das betrifft insb. auch die eigene Authoritaet!

Dies war aber nur die Stromproduktion. Ein Resultat der bisherigen Analysen war aber, dass Dtschl. unheimlich viel Strom exportiert und es als „Import“ bezeichnet und mit negativen Vorzeichen versieht. Denn wir wissen ja alle, dass nur der Export das Heil. Aber der ganze Wind- und Solarstrom ist bøse bøse bøse und darf ueberhaupt niemals nicht mit etwas Gutem identifiziert werden … .oO(oopsie … da hatte ich wohl den Aluminiumhut noch auf) … Aber ich schweife schon wieder ab und deswegen lieber hier sofort die Unterschiede zwischen durschnittlichem Import pro Wochentagtag und Wochenendetag pro Woche ueber den gesamten Beobachtungszeitraum:

Wait! What? … Das ist das Gleiche!? … ??? … !!!

Was bedeutet das? Nun ja, es bedeutet zum Einen, dass man Wind und Sonne am Wochenende tatsaechlich nicht abstellen kann. … Aber warte! Die Braunkohlekraftwerke kønnte man doch am Wochenende dann noch mehr runter fahren! … Ja, kønnte man, wir aber tun das aber nicht. Ist ja lukrativer den Strom zu verscherbeln.

Um diese Miniserie aber etwas positiver abzuschlieszen proklamiere ich hier einfach mal (ohne es weiter zu untersuchen), dass dadurch in anderen Laendern Kohlestrom nicht produziert wird. Ist ja auch was Gutes.

Und das war’s dann endlich …  vielleicht mache ich das Ganze nochmal in 10 Jahren oder so.

Zunaechst die Dokumentation der 61. von mir entdeckten ELW:

Nun aber zum heutigen Rekordhalter. Dabei handelt es sich nicht um einen Himmelskørper, sondern um ein ganzes System: Syrai Thua XV-E d11-0. Dies befindet sich ganz am Ende des Sagittarius-Carina Arms.

Hierher zu kommen enthielt fuer mich ein ganz neues Element der Reise. Bevor ich Semotus Beacon besuchte, hatte ich nie die seltenen Chemikalien (vulgo: Jumponium) benutzt, welche die Sprungreichweite erhøhen. Um hierher zu kommen musste ich gleich mehrmals diese Chemikalien in den Tank kippen. Denn zum Ende eines Arms der Galaxis nimmt die Sternendichte deutlich ab. Entsprechend aufgeregt war ich und bin immer noch ein bisschen besorgt und frage mich, ob ich auch wieder zureck komme. Ich sollte, denn ich bin bis obenhin voll mit Jumponium.

Wieauchimmer, das System an sich ist so schwer zu fotografieren. Deswegen landete ich auf einem der dortigen Planeten …

… und bestaunte die Doppelsonne.

Wenn man sich umdreht sieht man, dass man hier am Ende der Galaxis ist:

Kein einziger Stern mehr zu sehen :)

Als naechstes Ziel auf meiner Reise zu den Rekorden der Galaxis landete ich auf Ceecku FN-Q d6-1 3 A. Ich greife diese Gelegenheit beim Schopfe um ein paar weitere, grundlegende Dinge und Bedingungen dieser Reise zu erklaeren.

Ceecku FN-Q d6-1 3 A ist im groszen galaktischen Atlas als „Rocky Body“ eingetragen. Dies ist nur EIN Typ von møglichen himmlischen Kørpern. Andere waeren beispielsweise „Rocky Ice world“, „T (Brown dwarf) Star“, „Ammonia world“, „A (Blue-White super giant) Star“ und viele mehr.
Einige sind (oder waren) Sterne andere sind Planeten (oder planetenartige Kørper, die im ueblichen als Monde bezeichnet werden). Die Rekorde gelten natuerlich pro „Kørpertyp“.

Nehmen wir als Beispiel wieder Ceecku FN-Q d6-1 3 A. Es ist der „Rocky Body“ mit der schwaechsten Gravitation. Der Wert betraegt nur 0.007895669291323832 g und ist ein Rekord fuer ALLE „Rocky bodies“. Aber nicht fuer andere Typen von himmlischen Kørpern. Bspw. gibt es natuerlich auch einen „Class I gas giant“ mit der schwaechsten Gravitation und der Wert ist sicherlich ein ganz anderer.

An dieser Stelle sei erwaehnt, dass Rekorde nur dann gelten, wenn sie einzigartig sind (pro Kørpertyp). Wuerde es einen „Rocky Body“ geben mit exakt der gleichen Gravitation, dann ist das nicht laenger einzigartig und waere nicht auf dieser Reise besucht worden. Manchmal werde ich bestimmt Ausnahmen von dieser Regel machen.

Nun muss gesagt werden, dass „Gravitation“ nur EINE Kategorie von Rekord ist. Andere waeren bspw. der Umfang des Orbits, der Radius des Kørpers, die Geschwindigkeit in Periapsis, die Rotationsgeschwindigkeit etc. pp. Einige dieser Kategorien gelten nicht fuer alle Kørpertypen. Die absolute Helligkeit gibt es bspw. nur bei Sternen und nicht bei Planeten.

Als letztes sei erwaehnt, dass Ceecku FN-Q d6-1 3 A nicht nur der „Rocky Body“ mit der kleinsten Gravitation ist, sondern es ist auch der „Rocky Body“ mit der kleinsten Gravitation ist, auf dem man landen kann.

Dies scheint zunaechst unsinnig zu unterteilen, aber Planeten auf denen man landen kann mit Rekorden und Planeten auf denen man NICHT landen kann mit Rekorden sind nicht kongruent.
Erstens, ein Planet auf dem man nicht landen kann hat møglicherweise einen Rekord in einer gegebenen Kategorie. Das bedeutet, ein anderer Planet vom gleichen Typ hat nicht den absoluten Rekord in dieser Kategorie, aber den (bspw. kleineren) Rekord fuer die Unterkategorie aller Planeten dieses Typs auf denen man landen kann.
Zweitens, es kønnte sein, dass bspw. der „nicht landen“ Rekord nicht einzigartig ist; mehrere Planeten eines Typs kønnten den gleichen Wert haben. Nichtsdestotrotz ist es møglich, dass es einen Planeten dieses Typs gibt auf dem man landen kann, der einen einzigartigen Rekordwert in der selben Kategorie hat.
Drittens, Kombinationen aller obigen Faelle.

Puuh … damit ist alles unklarer als vorher. Als Zusammenfassung sei dies gesagt, Rekorde sind:
– per Himmelskørpertyp,
– per Kategorie,
– und einzigartig;
– nicht alle Kategorien gibt es fuer alle Himmelskørper,
– Planeten werden weiter unterteilt in „kann man drauf landen“ und „kann man NICHT drauf landen“

Ach ja, alle Rekordhalter muessen besucht und fotografiert werden und wenn man auf einem Planeten landen kann, dann muss ich das machen. Insb. letzteres wird fuer Planeten mit hoher Temperatur oder Graviation interessant.

Aber, nun endlich … hier fahre ich auf Ceecku FN-Q d6-1 3 A rum:

Ich mag, dass die Oberflaeche nicht so dunkel ist wie auf so vielen anderen Planeten (oft wegen groszen Entfernungen zum Stern).

Persønlich bevorzuge ich es hier drauszen zu sein, wo der Himmel wahrhaftig schwarz ist mit nur sehr wenigen sichtbaren Sternen. Wann immer ich in galaktischen Regionen mit høherer Sternendichte bin, sehe ich mich frueher oder spaeter hiernach.

Nichts ahnend kommentiere ich meinen Sourcecode. Ohne weiter drueber nachzudenken schrieb ich den ersten Satz des folgendes Zitats … dann stockte ich kurz … und schrieb den Rest … tihihihi

# Here the random order is created. … *lol* … a nice way of
# saying bring this list deliberately into disorder :P
random.shuffle(locations)

Wie in meinem letzten Bericht erwaehnt, war Beagle Point nur „fast“ der Ausgangspunkt meiner neuen Expedition. Denn Beagle Point ist zwar sehr, sehr, sehr, sehr, sehr weit weg vom Ursprungssystem, aber nicht am weitesten weg.

Dieser Rekord gebuehrt dem Oevasy SG-Y d0 System. Zwei mal war ich schon bei Beagle Point und zwei mal dachte ich mir hierher zu kommen. Aber beide Male fuerchtete ich mich. Wusste ich doch nicht wie dicht die Sterne hier beieinander liegen. Meine Umrundung der Galaxis gab mir aber ein Gefuehl dafuer. Und auszerdem kann Kassiopeia mittlerweile auch ein bisschen weiter springen als damals.

Und in besagtem System befinde ich mich nun … und hier ist es, wo meine Reise offiziell beginnt. In dem System, welches die grøszte (positive) z-Koordinate hat und mit der grøszten Entfernung von Sol.
Nice! Zwei Rekorde auf einmal.

Nachdem ich gestern ankam uebernachtete ich auf einem der Monde um den Gasriesen welcher sich im Orbit um den sekundaeren Stern dieses System befindet.

Aber nun … Here we go again …

… auf der Reise zu den bekannten unbekannten Rekorden der Galaxis

Waehrend die Distant Worlds 2 Expedition am Ziel ankam, war es fuer mich (fast) der Anfang meiner naechsten, bereits mehrfach erwaehnten, Expedition. Aber dazu muss ich etwas weiter ausholen.

Zunaechst ist zu sagen, dass ich mich ein bisschen mit den von Entdeckern gemeldeten Daten ueber die Galaxis beschaeftigt habe. Naja … ein bisschen und ein „bisschen“. Ich bin in die Daten eingetaucht und viel Zeit darin verbracht :)

Und dabei kam mir die Idee, dass es da drauszen ja himmlische Kørper geben muss, die am grøszten, aeltesten, heiszesten, schnellsten usw. usf. sind.
Und die werde ich ALLE besuchen.

Naja … alle und „alle“ … so einige von diesen Rekorden sind bekannt und in dem oben angegebenen galaktischen Archiv zu finden. Die sind nicht so richtig von Interesse fuer mich. Vielmehr werde ich zu den Rekorden fliegen, die NICHT offiziell gemeldet sind, sondern sich in den Daten verstecken.

Und das ist die Grundlage meiner neuen Expedition. Toll wa!

Diese Reise wird sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Deswegen habe ich nicht vor alles auf einmal zu machen. Vielmehr werde ich mich mit anderen Dingen beschaeftigen, wenn mir danach ist.
Ich werde vermutlich auch nicht ueberall mit meiner treuen Kassiopeia hinfliegen. Viele Rekorde befinden sich in der Bubble und da werde ich dann bestimmt auch mal meine anderen Schiffe fliegen.
Ebenso sind die Wegpunkte fixiert. Da die Erforschung der Galaxis weiter geht, werden regelmaeszig neue Rekorde gefunden. Damit das keine unendliche Geschichte wird habe ich entschieden, dass ich KEINE (neuen) Rekordhalter besuchen werde, wenn diese einen Rekord in einer Kategorie haben die ich schon besucht habe. Aber so lange wie dies nicht der Fall ist, werden alte Rekorde durch neue ersetzt.
Ebenso werde ich nur einzigartige Rekorde besuchen. Das bedeutet, wenn mehrere himmlische Kørper den selben Rekordwert in der selben Charakteristik haben, dass ich dann keinen besuchen werde. Abgesehen von einigen Ausnahmen, so diese fuer mich interessant erscheinen.

Ich sollte eine Warnung geben: die allermeisten der Systeme, Sterne und Planeten die ich besuchen werde sind ueblicherweise nicht von Interesse und sehen total durchschnittlich aus. Vermutlich werde ich ein paar schøne Bilder machen aber meistens ist’s total normal. Aus dem Grunde ist es durchaus møglich, dass ich zu einem spaeteren Zeitpunkt entscheiden werde nicht mehr alles zu dokumentieren. Andererseits vermittelt „das ewig Gleiche“ einen ganz guten Eindruck davon, was es heiszt ein Reisender in der Leere zu sein. Nun ja, wir weren sehen, wie sich die Reise entwickelt.

Nun aber, hier ist eine Karte der Galaxis, auf der alle Orte markiert sind, zu denen ich fliegen werde:

Quelle, Lizenz: unbekannt. Die galaktische (Hintergrund) Karte wurde angefertigt von CMDR Finwen und CMDR Corbin Moran, kuenstlerische Beschriftung der Regionen und Platzierung der Koordinatengitter durch CMDR Corbin Moran mit Namen vom Galactic Mapping Project. Punkte von Interesse wurden von mir hinzu gefuegt. Ebenso ist die hier zu sehende Karte aus technischen Gruenden von mir verkleinert worden. Das Original (ohne meine Hinzufuegungen und in korrekter Grøsze) kann unter dem angegebenen Quellen-Link gefunden werden.

Wofuer die Punkte stehen, werde ich in den kommenden Berichten aufklaeren.

Eine letzte Uebernachtung …

… und dann beginnt die Reise.

Da sich das ohnehin durch diese Artikel zieht, fange ich heute mal mit einer ueblichen Aussage der ueblichen Verdaechtigen an: wenn wir auf Baumumarmerenergien umstellen, dann muessen wir total viel Strom importieren, weil der Wind nicht immer weht. Und dieser Strom kommt aus Frankreich, wird also aus Kernenergie gewonnen. Hah! Ihr Økofuzzies seid so blød!

Und ja, ich komme hier immer wieder mit den gleichen Argumenten, denn die ueblichen Verdaechtigen tun das auch … frei nach dem Prinzip: steter Tropfen høhlt den Stein … und seien wir mal ehrlich … gerade wir Abiturienten ich Studierter glaube den Technokraten doch gern … und mein Bauchgefuehl sagt mir, dass da schon was dran sein muss … natuerlich meistens ohne, dass ich das pruefe … denn die ueblichen Verdaechtigen, die sind doch vom gleichen „Stamm“ wie ich … und dann wiederholte ich das frueher gerne und dachte es seien ganz echte und wahre Tatsachen die ich da nachplapperte … tja … falsch gedacht :( … ganz schøn peinlich fuer mich … … …
Aber ich greife vor, denn heute soll es um den Strom gehen, den Dtschl. importieren muss … wann immer der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint.

Dazu gleich vorneweg: JA! Dtschl. muss ab und zu Strom importieren. Man suche sich aus den Rohdaten willkuerlich einer Woche heraus und da gibt es dann (fast) immer ein paar Stunden in denen Strom importiert wird. Interessanterweise liegen die oft in den fruehen Morgen- und Abendstunden. Ersteres wundert mich nicht unbedingt, aber fuer Letzteres faellt mir einfach kein Grund ein, warum dem so sein sollte. „Ueberhang“ vom Tage wuerde ja eher in zu viel produziertem Strom (also Export) resultieren. Aber darueber soll es hier nicht gehen.

Ich finde das wichtig, dass hier steht, dass Dtschl. tatsaechlich auch Strom importiert. Aber mir geht es in diesen Artikeln (meist) um die langfristige Entwicklung und nicht was mal ein paar Stunden am Abend an ein paar Tagen in der Woche passiert. Deswegen sind  hier die wøchentlichen Daten bzgl. des importierten Stroms:

Wait! What? Wieso ist’n das negativ? Das hat mich anfangs ein bisschen verwirrt. Aber negativer importierter Strom ist natuerlich exportierter Strom. Das das so gemacht wird hat bestimmt was mit Buchhaltung zu tun. Warum zwei Begriffe mitschleppen, wenn man den Anderen einen als das negative des Einen ausdruecken kann. Aber wenn man sich da keine Gedanken drueber macht, oder die Journalisten das nicht ordentlich erklaeren, dann laeuft man gedanklich schnell in eine falsche Richtung, selbst mit den Daten, und dann sind wir wieder ganz am Anfang dieses Artikels.

Und warum wird das immer „negativer“ ueber die Jahre? Nun ja, wenn eine negative Grøsze noch weniger wird, dann wird das ja eigentlich mehr. Ich halte hier also fest: DTSCHL. IST EIN GEWALTIGER STROM EXPORTEUR!!!!1111einseinself

Nee, das reicht nicht … deswegen nochmal: DTSCHL. IST EIN GEWALTIGER STROM EXPORTEUR!!!!1111einseinself

Und damit ihr, meine lieben Leserinnen und Leser das auch nie wieder vergesst, lieber nochmal: DTSCHL. IST EIN GEWALTIGER STROM EXPORTEUR!!!!1111einseinself

In diesem Weblog habe ich mittlerweile fast 1400 Artikel geschrieben. Aber das ist das erste Mal, dass ich etwas derart klar und brachial darstellen wollte. Muss die Wut darob der staendigen Luegen der ueblichen Verdaechtigen sein … wohl auch deswegen, weil das studierte Leute (wie ich) und oft auch Physiker (wie ich) und Ingenieure (wie ich) sind, die sich ueberhaupt nicht um die Fakten kuemmern. Und weil dieses Thema so krass wichtig ist, ekelt mich so ein Verhalten an … ich ekel mich selber an diesbezueglich, weil ich diese Luegen jahrelang glaubte und zu faul war das mal alles zu ueberpruefen :( … deswegen vielleicht die Wut :(

OK … ich glaube ich musste das mal externalisieren. Ich mach mal weiter mit dem was in den Daten ist.

Eine kurze Bemerkung: die Skalierung der Ordinatenachse des obigen Bildes ist mit Absicht so gewaehlt. Um deutlicher zu machen, dass mit Fug und Recht behauptet werden kann, dass in den letzten 8 Jahren die allermeisten Datenpunkte negativ sind und dass sich das NICHT ueber das Jahr ausgleicht (so wie man das noch fuer 2010 und 2011 sagen kønnte).

Ich erinnere daran, dass in Dtschl. nur der Strom aus erneuerbaren Energien zunimmt. Und dem europaeischen Verbundnetz sei Dank, kann dadurch auch in anderen Laendern weniger Kohle verbrannt werden. Unter der Annahme, dass das auch gemacht wird (fuer die ich keine Beweise habe) ist das eine ganz toll Erkenntnis, die aus dem obigen Bild folgt.

Apropos Strom aus Kohle. An den Daten kann man (im Vergleich) sehen, dass Dtschl. so viel Strom exportiert wie ungefaehr 1/3 der Braunkohlekraftwerke. Nur unter der obigen (nicht geprueften) Annahme kann ich da halbwegs ruhig bleiben und mich nicht wieder in Rage schreiben, dass bei dieser Datenlage doch eigentlich gefaelltigst weniger Braunkohle zu verbrennen ist! … *seufz*.

Nun jedoch komme ich dann endlich auf die Gesamtstromproduktion von neulich zurueck … das war die urspruengliche Idee fuer diesen Artikel, aber als ich erstmal angefangen hatte zu schreiben flossen die Worte einfach aus meine Fingern und ich konnte wollte mich nicht bremsen.

Wieauchimmer, die Gesamtstromproduktion steigt pro Jahr um ca. 4.2 TWh an. Andererseits sehen wir hier, dass der Export zunimmt. Nun fragte ich mich natuerlich ob sich das ausgleicht und tatsaechlich …

… das gleicht sich fast aus.

.oO(UI … hier passiert viel) … In dem Bild sieht man den total produzierten Strom (ohne Import) in schwarz (und schon bekannt von vorher). Der importierte Strom ist in Rot dargestellt und die Summe der Beiden (sozusagen der „Verbrauch“) in Blau. Die rote Ordinate gilt nur fuer den importierten Strom, waehrend die linke Ordinate fuer die beiden anderen Grøszen gilt.

Bis 2013 war der „Verbrauch“ konstant. Dann geschah etwas 2014 und der Gesamt“verbrauch“ reduzierte sich ca. 5 Prozent. Das ist ziemlich viel! In den Jahren danach stieg der „Verbrauch“ … als Physiker kann ich nicht anders als das in Anfuehrungszeichen schreiben … aber „Umwandlung in andere Energieformen“ ist so lang … meine Physiklehrer haben da also ganze Arbeit geleistet … jedenfalls steigt der „Verbrauch“ dann wieder auf das alte Niveau an. Mit den vorhanden Daten wuerde ich da eine Linie, parallel zur Abszisse durchlegen; der Verbrauch ist also konstant.
Das ist interessant, denn das war ja im Oben verlinkten vorherigen Artikel meine erste Annahme, die ich dann aber korrigierte. Wobei die Korrektion natuerlich eher der Interpretation der Gesamtstromproduktion als „Stellvertreter“ des „Verbrauchs“ gilt. Als erste nullte Naeherung und auf den ersten Blick stimmt das schon. Aber anderweitige Prozesse (eben der Export durch erhøhte Stromproduktion) machen sich ueber die Jahre bemerkbar, weil sich (relativ) kleine Effekte aufsumieren.

Der Import nimmt pro Jahr um ca. 5.5 TWh ab. Das heiszt natuerlich, dass jedes Jahr ca. 5.5 TWh mehr exportiert werden! Laeszt man den Ausreiszer 2018 weg, dann kommt man sogar auf eine Erhøhung des Exports um ca. 7.9 TWh pro Jahr. Aber 2018 war mglw. kein Ausreiszer, so wie die 2019-Daten bisher aussehen. Die Zeit wird’s zeigen.

Das Wachstum des Stromexports hat sich mglw. „abgeflacht“ in den Jahren 2015 bis 2017, aber ich denke nicht, dass dem so ist, denn im groszen Verlauf liegt das fein mit den anderen Punkten um eine Gerade mit negativen Anstieg. Das muesste also die naechsten Jahre mal beobachtet werden.
Fuer mich sieht das eher so aus, als ob das „2014-Ereignis“ die beruehmte „unsichtbare Hand des sog. Marktes“ erschreckte und der Ausbau der erneuerbaren Energie gedrosselt wurde, denn „pløtzlich“ wurde ja nicht mehr so viel Strom gebraucht. Falls dem so ist, so ist eine „Verzøgerung“ zu erwarten, denn alle Wind- und Solaranlage die bereits im Bau waren, wurden auch zu Ende gebaut. Und das sieht man auch, denn die Importpunkte werden erst ab 2015 „flach“. Solch eine Erklaerung wuerde auch erklaeren, warum 2018 zum ersten Mal der Stromexport wieder abnimmt. Durch den „pløztlichen“ høheren Verbrauch wird das alles innerhalb von Dtschl. benøtigt.
Ich gebe aber zu, dass das eine persønlich gefaerbte Meinung ist, die ich mit keinen Daten untermauern kann.

Es ist also festzuhalten, dass in Dtschl. der „Verbrauch“ gleich bleibt. Dann muessten aber Anstieg im Export und Anstieg im der Gesamtstromproduktion gleich sein. Sind sie aber nicht. Ersterer ist ein bisschen mehr als 1 TWh pro Jahr grøszer. Ich weisz nicht, ob ich so einen kleinen Effekt herausklamuesern kønnte.
Verdammte Axt! Hier spielt zu viel zusammen und nur mit diesen Daten bekomme ich das nicht analysiert. Fuer gesellschaftliche Entwicklungen ist der Beobachtungszeitraum zu kurz. Insbesondere in Zeiten des raschen Umbruchs. Und dies ist der Ausbau der erneuerbaren Energien … irgendwie jedenfalls und trotz aller Unkenrufe. Ebenso scheint, dass wasauchimmer 2014 passierte zeitlich deutlich weiter reicht und mglw. auch politische/økonomische Konsequenzen hatte, deren Effekte sich immer noch bemerkbar machen. Gleichzeitig passieren andere Dinge die auch mit reinspielen.

So viel kann aber gesagt werden: Dtschl. ist zum ersten Mal in seiner Geschichte Exporteur eines Grundstoffes, den die ganze Welt braucht. So weit ich mich erinnere war das noch niemals vorher der Fall! Kohle, Eisen, Weizen etc. wurde immer hauptsaechlich von der dtsch. Industrie selbst verbraucht. Das war nie genug und deswegen war Dtschl. immer Importeur von Grundstoffen. Aber nun ist das anders!
Und Strom wird in der Zukunft mehr und mehr gebraucht. Zuerst waermte uns die Kohle und trieb die (Dampf)Maschinen und Transportmittel (Zuege) an. Das wurde ersetzt durch Øl (im allerweitesten Sinne) … und in der Zukunft wird dies alles mittels Strom gemacht.
Und wer da zuerst an der Quelle sitzt hat gewonnen. „Quelle“ nicht in Form von „in der Sonne sitzen und Strom produzieren lassen“, sondern in Form von Industrie die Komponenten fuer die gesamte „erneubare-Energien-Kette“ liefern kann. Letzteres betrifft insb. auch Wissen in Form von Ingenieuren die das alles bauen und weiterentwickeln.

Ich bitte zu entschuldigen, dass ich mich so sehr ausgelassen habe und vom Hunderststen ins Tausendste gekommen bin. In diesem Zusammenhang (Klima und erneuerbare Energie) frustriert mich so viel und es gibt hier keine klare und eindeutige „Mutti wird’s schon richten“ Strategie … deswegen kann man nur machen, gucken was bei raus kommt und hoffen dass dabei nicht zu viele „auf der Strecke“ bleiben … im Wesentlichen ein postmoderner Ansatz, weil’s keinen modernen (im Sinne von Wahrheit verkuenden und das ist’s dann und funktioniert ganz bestimmt und immerzu … das was die Moderne halt charakterisierte) Weg gibt … trotz aller Modernisierung.

Zum Abschluss: die Daten stehen fuer sich … mag jeder zu eigenen Interpretationen kommen … im Groszen und Ganzen kann ich mich aber nur wiederholen: wir kønnen das schaffen, wenn wir nur wollen … DAS zeigen die Daten ganz eindeutig.

Beagle Point! Auszer mir sind mehrere andere Piloten dem grøszten Teil der (noch fliegenden) Flotte voraus. Lange Sprungreichweite und Erfahrung als Langstreckenreisender zwischen den Sternen sei Dank. Deswegen werden mal wieder Faxen gemacht. Im kalten Vakuum einer atmosphaerenlosen Welt endet das dann auch schon mal in explodierenden SRV’s. Hier …

… fand ich das Wrack eines solchen nahe des Lagerplatzes.

Waffen fuehren Reisende meistens nicht mit. Entsprechend ist die Flotte ein lohnendes Ziel und leichtes Opfer fuer Raumpiraten. Genau deswegen wurde die Expedition von etlichen erfahrenen Kampfpiloten begleitet.

Einer war auch hier mit uns und zelebriert seine Ankunft mit einem Feuerwerk:

Das war unerwartet und toll :) .

An dieser Stelle endet dann die Distant Worlds 2 Expedition. Vier Monate waren wir unterwegs. Fuer mich war es also eine gemuetliche Reise. Sowohl meine erste eigene Tour in die Leere des Weltraums mit Kassandra, als auch bei meinem Weg rund um die Galaxis legte ich in deutlich weniger Zeit viel mehr Lichtjahre zurueck. Andererseits half ich dabei auch nicht bei der Konstruktion einer Raumstation im Zentrum der Galaxis.

Ich bleibe noch ca. 1 1/2 Wochen hier. Dann wird DW2 offiziell abgeschlossen und die Flotte løst sich auf.
Ein Teil der Piloten macht sich dann schnurstracks auf den Weg nach Hause. Ich habe gehørt, dass insbesondere Piloten deren Beruf normalerweise nicht das Reisen zwischen den Sternen ist, langsam einen Rappel bekommen. Ich kann das schon verstehen, denn so’n bisschen „Space Madness“ hatte ich ja auch am Ende meiner Reise um die Galaxis.
Andere Piloten fliegen in selbstorganisierten Grueppchen zusammen zurueck. Einige davon auf historischen Routen wie bspw. dem sog. „Voyager Trail“. Dieser wurde benannt nach einem primitiven Raumschiff welches vor bald 1000 Jahren aus Versehen hier drauszen landete und dann viele Jahre brauchte um nach Hause zurueck zu kommen.
Wieder andere fliegen nicht zurueck sondern machen sich auf zu anderen Zielen und ganz eigenen Expeditionen. Einer davon bin ich. Aber dazu mehr beim naechsten Mal.

Im Laufe der naechsten Wochen und Monate werde ich wohl noch øfter mal ein paar Dinge bzgl. DW2 in meine Reportagen mit einbringen. Denn die gesammelten Daten und Statistiken muessen ja erstmal ausgewertet werden.