Ich habe endlich mein Chicken of Doom gekauft! Ich wollte schon so lange einen Type-9 Heavy haben.
Ich musste aber erstmal ein paar wichtige Module von Kassiopeia borgen, um die erbaermliche originale Sprungreichweite zu erhøhen. Mittelfristig ist geplant diese Module fuer mein Huehnchen anzuschaffen und zu verbessern. Im Moment hatte ich dafuer nur keine Zeit/Nerven/Ressourcen.

Wie auch immer, Type-9 Heavy — Chicken of Doom — Ich mag sie! Seit ca. einem Jahr fliege ich fast ausschlieszlich mit Kassiopeia. Deswegen størt mich die langsame Drehgeschwinddigkeit ueberhaupt nicht.

Wieauchimmer, mit meinem neuen Schiff macht ich mich erstmal auf zum Witchhead Nebel. Thargoids hatten die Kolonien dort vor kurzem angegriffen. Normalerweise interessiert mich das Drama in (und um) der Bubble nicht. Aber dieses Mal hatte ich das Gefuehl, dass ich versuchen sollte, so viele Zivilisten wie møglich aus den brennenden Raumstationen zu retten. Und was ist dafuer besser geeignet als das Schiff mit der (zweit) grøszten Ladekapazitaet.

Ich konnte aber keine Bilder machen. Dafuer war es viel zu hektisch. Rein in die brennende Station, Leute aufsammeln, wieder raus aus der brennenden Station waehrend im mich herum Zeug explodiert, die Sichtweite nur ein paar Meter betraegt wegen des Rauchs und der Autopilot nicht funktioniert, weil die Fuehrungssysteme der Station kaputt sind. Dann schnell zum Hilfsschiff fliegen, die Leute ausladen, die nøtigsten Reparaturen machen, kurz was trinken und zurueck um das Ganze von vorne zu beginnen.

Ca. 9000 Zivilisten rettete ich im Laufe mehrerer Tage … ’s fuehlt sich gut an zu helfen.

Neulich stolperte ich ueber einen Beitrag im groszen weiten Internet, wo die Kurzgeschichte „Rescue Party“ von Arthur C. Clarke empfohlen wurde. Ich las die dann mal und dachte zunaechst, dass es ja eigentlich nix Besonderes ist. Solide Science Fiction, aber sonst innerhalb der „Normalitaet“ dieses Genres.

Aber dann kam buchstaeblich der allerletzte Satz. Den kann ich hier natuerlich nicht zitieren, weil das die Ueberraschung verderben wuerde. Aber dieser Satz (im Zusammenhang mit dem Rest) hob die Geschichte aus der Normalitaet heraus und fuehrte zum Schreiben dieses Beitrags.

Die Quelle die ich angebe hat noch mehr Kurzgeschichten aus den (sehr) fruehen Tagen der Science Fiction …und die sind alle interessant.
Nicht hur aus historischen Gruenden, oder um zu erleben, wie sehr sich Literatur und „das (Be)Schreiben“ innerhalb eines Genres in so kurzer Zeit aendern kann. Sondern auch, weil die Geschichten wirklich gut sind … mhmmm … gut drueckt es nicht ganz richtig aus … es gibt so’n paar Sachen die zu bemaengeln sind und modernen Lesern vermutlich nicht so sehr gefaellt … ausgehend von meiner eigenen (Lese)Erfahrung mit den Texten.
Eine bessere Beschreibung warum es sich lohnt die Geschichten zu lesen ist das Wort „nachhaltig“. Genau! Die Geschichten sind nachhaltig! Die spuken einem nach dem Lesen noch im Kopf rum und man denkt weiter drueber nach. Und das schaffen nicht viele Texte.

Eine andere dort aufgelistete Geschichte die ich herausheben møchte ist „Black Destroyer“ von A. E. Van Vogt. Nicht so sehr wegen der Geschichten an sich. Dazu sagte ich oben bereits alles. Sondern weil dies der Ursprung eines Wesens ist, welches mir seit Jahrzehnten in Computerspielen ueber den Weg laeuft — der Coeurl. Beim Lesen dachte ich so: „Moment mal, das kommt mir bekannt vor. Das sind doch die Katzen aus Final Fantasy!“ Und tatsaechlich, das waren sie.
Also forschte ich mal ein bisschen nach … vulgo: ich schaute ob auf Wikipedia was dazu steht … und es stand und es stellte sich heraus, dass ich gerade ueber die Geschichte stolperte, in der dieses Wesen „erfunden“ wurde, welches dann weitere (bleibende) Einfluesse auf die (nicht nur Gaming) Kultur hatte.

Das fand ich natuerlich voll toll :)

So … zum Abschluss dann noch „The Last Question“ von Isaac Asimov, der sich hierin an der Frage abarbeitet was aus der Menschheit mal werden kønnte und ob das 2. Hauptgesetz der Thermodynamik (der mit der Entropie) jemals gebrochen werden kann … … …

Viel Spasz beim Lesen :)

Auf NGC 6871 24 A 4 hatte ich meine erste „echte“ Landung bei hoher Gravitation. Ich war ein bisschen nervøs, da ich niemals zuvor versuchte auf einer Welt mit mehr als 6 g zu landen.
Aber das ist nicht der Grund, warum ich hier war. Ich war hier, weil dies der Rocky body mit dem grøszten Radius (20,207.234 km) ist, auf dem man landen kann.

Und Oooooh war dieses Erlebnis anders als alle Landungen die ich davor vollbrachte. Die Kruemmung des Planeten ist offensichtlich ziemlich flach. Normalerweise aendert sich die (visuelle) Kruemmung des Horizonts, je naeher ich dem Boden komme. Aber aufgrund der Grøsze dieses Planeten sah es so aus, als ob ich still stand. Nur meine Messgeraete zeigten mir, an, dass ich mich der Oberflaeche naeherte.

Auf diesem Bild …

… hatte ich die Landung bereits erfolgreich hinter mich gebracht und bewunderte das Band der Galaxis.

OK … ich gestehe … es hat ein bisschen „Plautz“ gemacht beim Aufsetzen. Aber dafuer habe ich ja mein Schild, um den Schaden gering zu halten. In diesem Fall war es nur ein Lackschaden.

Dieser Planet ist uebrigens das einzige „feste Dingens“ in dem gesamten System:

Ansonsten bin ich jetzt in der Naehe der Bubble und ich brauche mal eine Pause von dem ganzen Springen von Stern zu Stern.

Schon seit einer Weile wollte ich mir ein Type-9 Heavy kaufen. Zum Abbau von Materialen aus Asteroiden und zum Transport von Waren. Ich denke letzteres werde ich zuerst machen, und bei Operation Ida fuer eine Weile helfen. Eine ganze Menge Stationen wurden bei der letzten Offensive der Thargoids beschaedigt und brauchen Unmengen an Materialien zur Reparatur. Genau der richtige Auftrag fuer einen Frachttransporter mit riesigem Laderaum.

Natuerlich werde ich Rekordhalter rund um Sol besuchen und Operation Weiszer Zwerg ist auch noch am Laufen.

HD 155889 A 1 ist der heiszeste Rocky body in der Galaxis. Heisz, wie in Oberflaechentemperatur. Aber das ist nicht, weswegen ich hier. Ich flog hierher, weil es mit  51,171 K auch der heiszeste Planet (auf dem man NICHT landen kann) ALLER bisher entdeckten Planeten ist. Und so sieht er aus:

Und dieses Bild …

… entstand durch Zufall und ich wollte mal zeigen, weil’s schøn aussieht … obwohl man eigentlich nix sieht, denn der Stern wird ja verdeckt und die Nachtseite des Planeten ist dunkel.

Ansonsten entdeckte ich auch noch Ammoniakwelt #107:

Naja … ich habe den Titel etwas dramatisiert. Vielmehr argumentieren Bui, E. et al. in ihrem Artikel mit dem Titel „Is Anakin Skywalker suffering from borderline personality disorder?“ … *hust* … in Psychiatry Research, 185 (1-2), 2011, p. 299, dass Anakin Skywalker daran leidet. Aber Anakin wird ja spaeter mal Darth Vader deswegen ist das auch nicht zu weit hergeholt :P .

Der Artikel ist nur eine Seite lang und lohnt sich wirklich zu lesen. Denn dies ist ein Beispiel, inwieweit Popkultur dazu genutzt werden kann …

[…] in educating […] about BPD symptoms.

Und dies wiederum kann helfen die Stigmatisierung um alles im Zusammenhang mit Krankheiten des Geistes zu mindern.

Ich besuchte Flyeia Hypai NN-Q d6-47 6 weil dies der T (Brown dwarf) Star mit der schiefsten Rotationsachse ist. Im wesentlichen rollt dieser Stern auf dem Orbit entlang bei einer Neigung von 89.99958020556915 Grad.

Hier ist besagter Stern zu sehen:

Durch die Ringe ist dies schøn anzusehen, aber was ich wirklich toll fand, war der Aufbau dieses Systems:

Die Himmelskørper dieses Systems befinden sich mitnichten alle ordentlich in einer Planetenebene. Da muss es in der Entstehungsphase ganz schøn gerumpelt haben.

Und solche unerwarteten Gegebenheiten sind der Grund, warum ich diese Tour zu den Rekorden der Galaxis, trotz aller Eintønigkeit, so geniesze :) .

Vor ca. einem Jahr schrieb ich ueber die Entwicklung der Entwicklung elektrischer Flugzeuge. Ich nahm dies als Indikator dafuer, dass das Zeitalter der massenhaften Benutzung von Verbrennungsmotoren sich im Sauseschritt dem Ende naehert. Dabei ist natuerlich zu beachten, dass es auch in Zukunft Anwendungen fuer Verbrennungsmotoren geben wird. Aber mehr so Sinne wie es immer noch Schallplatten gibt — es werden sehr spezielle Anwendungen.

Neulich las ich nun, dass die EASA vor kurzem das erste elektrische Flugzeug zertifiziert hat. Ja, das ist „nur“ ein Kleinfluzgzeug aber alles faengt immer klein an.
Dieser Fall zeigt deutlich, dass elektrische Antriebe fuer Flugzeugee nicht nur bei Protoypen von Interesse sind. Vielmehr kønnen elektrisch angetriebene Flugzeuge bereits heute auch den strengen Regeln der kommerziellen Flugzeugindustrie genuegen.

Ich nahm an, dass das vermutlich alles schneller geht, als ich dachte. Aber dass das SO schnell geht, haette selbst ich nicht vermutet. … Die Zukunft ist hier … cool wa!

CD-23 13397 A ist der Wolf-Rayet Star (ohne Unterkategorie) mit der grøszten Exzentrizitaet des Orbits. Der Wert betraegt aber „nur“ 0.518243, was beim Draufschauen nicht so spektakulaer ist.

In diesem Bild …

… ist der Rekordhalter in der Ferne zu sehen. In der Ferne ist der Stern, weil ich den unglaublichen Himmel betrachten wollte. Oder vielmehr den Nebel um diesen Stern, der besagten Himmel ausfuellt.

Ansonsten geht Operation Weiszer Zwerg gut voran. Hier ein Ergebnis ohne weitere Kommentare:

Neulich hatte ich eine sehr seltene Entdeckung gemacht. Eine beringte ELW im direkten Orbit um einen Neutronenstern. Heute nun praesentiere ich die von mir entdeckte Ammoniakwelt #106:

An diesem, mit dem Full Spectrum Scanner gemachten, Bild sieht man zwei Sachen. 1. die Ammoniakwelt hat einen Ring und 2. der Blauton verraet, dass sich ein Neutronenstern nahe bei befindet.
Und tatsaechlich …

… so wie schon besagte ELW befindet sich auch diese beringte Ammoniakwelt im Orbit um einen Neutronenstern. Cool wa!

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit fuer einen solchen Fund?
Nun ja, insgesamt wurden bisher 323,862 Ammoniakwelten gefunden. Davon befinden sich aber nur 10,412 in Systemen mit Neutronensternen und nur 3,399 von ihnen haben ihren Orbit auch um den Neutronenstern und keinen Sekundaerstern. Das entspricht 3,2 % bzw. 1,0 % aller Ammoniakwelten. Zum Vergleich nochmal die Zahlen fuer ELW’s: 237,211 (total), 12,376 in einem Neutronensternsystem (5.2 %), 4,700 im Orbit um den Neutronenstern (2 %).

Die Wahrscheinlichkeit in ein System mit einer Ammoniakwelt zu springen ist mit ca. 0.64 % etwas grøszer als fuer ELW’s (ca. 0.4 %). Das ist ersichtlich, denn die Bedingungen, dass eine Ammoniakwelt entsteht sind nicht ganz so „eng“. Aber es scheint, dass Ammoniakwelten nur halb so oft um Neutronensterne zu finden sind. Mhmmm … die Gesamtwahrscheinlickeit auf diese Kombination zu treffen betraegt also ca. 0.0064 %. Immer noch ganz schøn klein.

Bezuglich der Ringe gibt es mit 44,502 beringten Ammoniakwelten (ca. 13.7 %) eine deutlich høhere Wahrscheinlichkeit als bei ELW’s (ca. 1.4 %). Das erschien mir erst zu hoch und ich vermutete Fehler in den Daten. Aber als ich etwas drueber nachdachte, entspricht es doch so Pi mal Daumen meinen eigenen Erfahrungen.
Insgesamt wurden 683 beringte Ammoniakwelten im Orbit direkt um einen Neutronenstern gefunden. Das entspricht 0.21 % aller Ammoniakwelten. Und hier ist es dann so, dass das einfache Aufrechnen der Wahrscheinlichkeiten nicht mehr ganz exakt ist, weil die Zahlen „zu klein werden“. Denn aus den vorher erwaehnten Prozentangaben haette ich ungefaher drei mal so viele beringte Ammoniakwelten erwartet.

Wieauchimmer, die Gesamtwahrscheinlichkeit ueber so ein System zu stolpern ist mit ca. 0.0013 % zwar vier mal so grosz wie bei dem ersten super seltenen Fund (dort waren es nur 0.00031 %), aber das ist immer noch sehr sehr sehr sehr klein.

Und hier ist die Schønheit in ihrer ganzen Pracht:

Hier schrieb ich einen laengeren Beitrag darueber, wie Parasiten das Verhalten ihrer Wirte beeinflussen (kønnten) und wie das Gehirn im Laufe der Evolution mehr und mehr Schutzmechanismen dagegen entwickelte.

Hier wiederum schrieb ich vor laengerer Zeit, dass manche Menschen sich bewusst Wuermer „zulegen“, weil die ja ueber Millionen Jahre sowieso immer im Darm praesent waren und unser Immunsystem darauf eingestellt ist.
In dem Beitrag erwaehne ich auch Faekalientransplantate ging aber nicht weiter drauf ein. Ein solches veraendert offensichtlich die Art (?) der Darmbakterien, was positive gesundheitliche Einfluesse nach sich ziehen kann. Der ganze Prozess ist natuerlich von etlichen Parametern abhaengig und man kann vermutlich nicht einfach irgendwelche Faekalien transplantieren.

Wieauchimmer, man fand heraus … der Link geht nicht zum Originalartikel, aber zu einem Artikel, der den auf verstaendliche Art und Weise bespricht … wo war ich? … ach ja, man fand heraus, dass Darmbakterien nicht nur bei der Verdauung helfen. Mehr oder weniger direkt wird die Nahrungsaufnahme gesteuert, indem die olfaktorischen Chemorezeptoren (vulgo: der Riechsinn) von den Bakterien beeinflusst werden. Und deswegen werden bevorzugt Sachen konsumiert, die der ganz speziellen Art von Baktieren zu gute kommen.

Zugegeben, das hat man bisher nur bei Fliegen nachgewiesen. Aber das waere ein Manipulation die ich mir auch beim Menschen vorstellen kønnte. Denn diese Art von Manipulation benøtigt keinen direkten Zugang zum Gehirn, was die Sache deutlich einfacher macht. Und weil sie bei der Verdauung helfen greift das Immunsystem die auch nicht an.

Falls dem so ist, haette das weitreichende Konsequenzen bzgl. sehr sehr vieler Krankheiten die unsere (nicht nur westliche) Gesellschaft plagen. Falls das zutrifft, kønnte auf diesem Gebiet mit verdammt wenig Aufwand krass viel Leid verringert und immense Kosten gespart werden. Und das gilt selbst dann noch, wenn dies nur 10% der Variation in der zu sich genommenen Nahrung erklaeren wuerde.

Und deswegen lohnt es sich, sich ueber Parasiten Gedanken zu machen.