Ich konnte nicht widerstehen Uranus mit meinen Proben zu „kartographieren“:

*lacht* … war dann auch das Letzte was ich in der Bubble tat, bevor ich auf meine jetzige Reise aufbrach … *lacht immer noch*

Die Peanuts wollte ich in meinem Leben alle mal gelesen haben … all 17,897 Strips.

Entsprechend freute ich mich als ich auf meiner ersten Amerikareise … vor vielen, vielen Monden im Jahre 2004 … dies hier fand:

Die Peanuts komplett!
Aber ich war etwas verwirrt, denn ueber die Jahre habe ich immer mal wieder Sammelbaende gesehen und die waren nie komplett. Und waren das wirklich die Peanuts? Irgendwie schien die Figur etwas anders auszusehen, als mir Charlie Brown bekannt war. Ich drehte den Schuber um und sah diese Portraits:

Das half ein bisschen mit der Verwirrtheit, denn die unteren zwei Charaktere sehen auch bekannt aus.

Als ich reinschaute begrueszte mich dies …

… und das:

Ich blaetterte ein bisschen drin rum und freute mich mehr und mehr, hatte ich zu dem Zeitpunkt doch gerade die allerersten Peanut Strips entdeckt.
Ich taetigte ganz hibbelig (wie ich halt so war um die Zeit rum) die Investition und dachte, dass ich nun bald mein Ziel erreicht haben werde … … …

… … …nicht ahnend, dass es deutlich mehr als eine Dekade dauern wird, bis alle Schuber erschienen sind … und noch laenger, bis ich auch alle 17,897 Strips gelesen haben werde.

… rostet nicht. Geht ja auch gar nicht, denn im Vakuum des Weltraums gibt es ja gar keinen Sauerstoff.

Aber der Reihe nach. Nachdem ich dabei half einige Stationen im Zuge der Operation Ida zu reparieren habe ich erstmal Material fuer die Ingenieure und Chemikalien zur Synthese gesammelt. Im Moment habe ich zwar nix was verbessert werden muss, aber es ist immer gut einen Vorrat dieser Stoffe zu haben.

Nun ist’s an der Zeit wieder raus zu fliegen. Der Ruf der Leere ist unueberhørbar. Fuer ’ne ganze Weile konnte ich mich nicht entscheiden in welche Richtung ich fliegen soll. Nicht nach Sueden, so viel war klar. Gestern dann entschied ich mich den østlichen Meridian zu besuchen. Auf dem Weg dorthin werde ich (wie immer) die Rekorde „einsammeln“, die (mehr oder weniger) auf dem Weg liegen. Bevor es nach Osten geht, werde ich aber einen kurzen nordwestlichen Abstecher machen um ein paar gelbe Orbs zu besuchen. Wenn ich am Meridian war, geht’s weiter nach Colonia und da ueberlege ich mir was danach geschieht. Soweit ist’s erstmal ’n Plan.

Aber bevor’s los geht habe ich mich entschieden mir ein paar Rekorde in der Bubble anzusehen. Denn da konnte ich meine erste Liebe — Kassandra — mal wieder ausfuehren :) .

Ich besuchte mit ihr bspw. HR 6680 A, …

… den A (Blue-White) Star welcher mit 1 Lichtsekunde laut den Daten des galaktischen Atlas die kuerzeste Entfernung zum Ankunftspunkt um System hat. Das muss aber ein Fehler in den Daten sein, denn besagter Stern ist auch der Ankerpunkt fuer den Jumpdrive was normalerweise eine Distanz von 0 Lichtsekunden bedeutet. Nun ja, was soll’s.

Im Dabih Major System gab es drei unabhaengige Rekordhalter. Hier zeige ich nur Dabih Major D 7 a, den Icy body auf dem man landen kann (und ebenso von ALLEN Himmelskørpern auf denen man landen kann) der am weitesten weg ist vom Ankunftspunkt im System. Ganze 15,653,170 ls.
Es dauerte entsprechend lange, bevor ich den erreichte. Viel zu sehen gab’s dann nicht (es war schlieszlich „nur“ ’n oller alter Eisklumpen), aber ich finde dieses Bild …

… recht nett, macht es doch den Grøszenunterschied zwischen Kassandra und Kassiopeia deutlich :)

Und dann war ich auch noch hier:

WOW! Was fuer ein Anblick! Ich befinde mich hier auf einem Mond zu einem beringten Gasriesen (die hintere der beiden Kugeln). Besagter Mond ist in einer Binaerkonfiguration mit einem zweiten Mond (die vordere Kugel im Bild). Das gibt es nicht am laufenden Bande, aber wirklich selten ist es auch nicht. WAS hingegen selten ist, ist der Umstand, dass diese beiden Monde sehr nahe beieinander sind. Auf Dauer ist die Gesamtkonfiguration nicht stabil, aber ’n paar Milliønchen Jahre haelt sich das schon. Das gibt mir genug Zeit mir den Mondaufgang bei simultanem Planetenaufgang anzuschauen und darob der Schønheit, die dieses Universum ganz zufaellig zum drueber stolpern bereit haelt, beeindruckt zu sein :) .

Wie erwaehnt, fliege ich so’n bisschen in der Bubble umher und helfe dabei jede bekannte Station mit Hutton Mugs zu beliefern.

Eine der Stationen die noch keine nicht alle Tassen im Schrank hatte war diese hier:

Wird wohl ’ne Minenstation sein, so nah an den Ringen. Keine Ahnung wie gefaehrlich das ist, aber der Anblick ist schon spektakulaerer :) .

Ich musste neulich meine Meinung bzgl. Maschinen die grøszer sind als Menschen aendern. Und nun las ich einen Artikel mit dem Titel „Principles for the Application of Human Intelligence“ und muss einraeumen, dass ich vermutlich doch zu optimistisch war bzgl. des Gebrauchs natuerlicher Intelligenz in Entscheidungsprozessen.

Der Autor argumentiert entlang vier Straengen. Das erste Argument kann verkuerzt werden als sogenannte Neigungen oder Vorlieben:

[…] humans predictably and routinely deviate from many of the established rules of probability and logic. […] Humans often neglect the base rate occurrence of an event, focusing on the idiosyncratic features of the particular case in front of them in determining its probability.

Das zweite Argument kann zusammengefasst werden, dass wir ja ueberhaupt nicht verstehen, was in den sog. „Gehirnen“ passiert. Es ist uns also vøllig unverstaendlich wie diese zu Entscheidungen kommen.

Human minds are black boxes.

Das dritte Argument handelt davon, dass natuerliche Intelligenzen inkonsistent sind. Sie treffen eine Entscheidung unter gegebenen Umstaenden, um dann oft genug unter (fast) identischen Umstaenden eine (vøllig) andere Entscheidung zu treffen. Dito bzgl. Entscheidungen unter den selben Umstaenden aber von zwei verschieden trainierten natuerlichen Intelligenzen:

Two different humans confronted with the same decision will often come to a different conclusion.

In allen Faellen sind natuerliche Intelligenzen dennoch der Meinung, dass die Entscheidung richtig war.

Das letzte Argument geht dann in die Richtung, dass Maschinenintelligenz in vielen Faellen viel schneller und effizienter ist als natuerliche Intelligenz.

Today, as companies ride the zeitgeist and appoint their first Chief Human Officers, the human underperformance is often forgotten or ignored, with some classic stories of human success often overshadowing the more mundane lack of performance.

Alles in allem, ist natuerliche Intelligenz mglw. eine vielversprechende Technologie der Zukunft, sollte aber zur Zeit noch nicht fuer kritische Entscheidungen eingesetzt werden.

… zehntausende Sternsysteme besucht habe versetzt mich unsere Galaxis immer wieder in Staunen:

Dieser ganz fantastische Anblick verbirgt sich hinter der schnøden Bezeichnung S171 37 8. Hierhergeflogen bin ich, weil dies die High metal content world mit der høchsten Gravitation (von 228.42006850153706 g) ist.
Ich ahnte nicht, dass mich eine solche Schønheit erwartet :).

Nach etlichen Wochen bin ich jetzt fast wieder zurueck in der Bubble. Als ich das letzte Mal eine Karte meiner Ziele vorstellte habe ich Operation YELLOW ORB angekuendigt. Nun ja, damit bin ich bald fertig:

Wie man an der geringen Anzahl gelber Punkte sieht, bin ich damit bald fertig.

Auf der Reise die nun bald zuende ist bin ich mit dem“unteren Teil“ der Galaxis „fertig“ geworden. Die Rekorde im Perseus Arm hebe ich mir fuer eine spaetere Reise auf. Da freue ich mich schon drauf :).

Jetzt verbleibe ich erstmal ein bisschen in der Bubble und werde anderen Piloten helfen, zu jeder bekannten Station und Auszenposten einen Hutton Mug zu bringen. Sind ja nur ein so 40 oder 50 … tausend die das betrifft. Schon interessant, was fuer verrueckte Aufgaben sich manche Piloten selbst stellen. Ich freu mich drauf, denn da kann ich mal wieder ein anderes meiner Schiffe fliegen. Eines welches viel agiler ist :) .
Danach werde ich vermutlich wieder ein bisschen bei Operation IDA mitmachen und dabei helfen ein oder zwei, von den Thargoids beschaedigte, Stationen zu reparieren. Auch da freue ich mich sehr drauf, endlich mal wieder mein Chicken of Doom zu fliegen. :) . Bzgl. der Agilitaet das andere Ende des Spektrums. Und diesmal hoffe ich, dass ich von Piraten attackiert werde, denn ich konnte meine Prismatischen Schilde nicht richtig ausprobieren, bevor ich mich auf den Weg machte.

Wieauchimmer, jetzt geht’s zu ’ner ordentlichen Station und ich freu mich auf mein obligatorisches Glas Milch in der Bar :)

Hier …

… stehe ich mit meinem SRV auf Kassiopeia welche wiederum auf NGC 129 Sector GS-P b7-1 B 1 seht — der High metal content world (auf der man landen kann) mit der grøszten Achsenneigung. Ganze 89.99996142819475 Grad!

Weil der Planet an sich langweilig ist habe ich mal wieder Faxen gemacht. Nach einigem Huepfen und Probieren und Steuerduesen zuenden schaffte ich es endlich mit dem SRV auf meinem treuen Schiff zu landen. Mein Kopf ist als kleiner Kreis im Cockpit des SRV zu sehen. Das gibt mal einen guten Eindruck, wie grosz Kassiopeia eigentlich ist. Da ich immer nur auf der Bruecke an den Kontrollen sitze und den Autopilot die etwas schwierigen Landungen auf Stationen machen lasse, vergesse ich das manchmal.

Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten, bis auf den Fakt, dass ich auch noch Ammoniakwelt #146 …

… entdeckte auf dem Weg zum obigen Planeten.

„Verkrabbung“ ist, eine Form der konvergenten Evolution; wenn also verschiedene Viecher, gleiche Merkmale entwickeln, weil das einen evolutionaeren Vorteil hat. Das ist bekannt und kommt oft vor.

Nun ist’s aber so, dass die Entwicklung zu einer Krabbenform mindestens fuenf (!) mal unabhaengig (!) voneinander hier auf der Erde passiert ist. Das macht mich etwas stutzig und ich frage mich ob die Viecher irgendwas Wichtiges wissen was ich auch wissen sollte.

Viele, viele Details gibt es in dem Artikel von J. Keiler, et al. mit dem Titel „One hundred years of carcinization – the evolution of the crab-like habitus in Anomura (Arthropoda: Crustacea)“ im Biological Journal of the Linnean Society, 121 (1), 2017, p. 200–222.
Da dies ganz abseits meiner Interessen und meiner Expertise ist, habe ich den nur kurz ueberflogen. Fuer den Laien leicht zu verstehen sind Tabelle 1 und Bild 16.

Jedenfalls, bis ich rausgefunden habe was das Geheimnis der Krabben ist, halte ich mich lieber an den Titel dieses Beitrags!

Das 2MASS J02351897+6131236-System haelt an und fuer sich keinen Rekord. Aber es ist eines von nur zwei bisher entdeckten Systemen mit neun Sternen der Kategorie M. Das andere ist Wellington.

In der Uebersichtskarte die mein Bordcomputer automatisch erstellt sieht das so aus (nicht alle gelb-orangen Baelle sind Sterne des Typs M):

Die galaktische Gemeinschaft scheint mit mir einig zu sein, dass es sich lohnt hierher zu kommen, denn es gibt hier eine Sonde mit mehr Informationen fuer Touristen.

Desweiteren ist es erst der zweite gelb-orange Stern den ich sehe, welcher sich mit einem Ring schmueckt (naja … vielleicht auch der Dritte oder Vierte … bei weit ueber zwanzigtausend besuchten Systemen erinnere ich mich nicht an alles):

Ansonsten entdeckte ich nur noch Ammoniakwelten #144 und #145, welche sich beide im selben System befanden:

Langsam auf dem Rueckweg zur Bubble schaute ich kurz bei der Farsight Expedition Base vorbei, denn ich wollte dort meine Datenschatzkiste einliefern. Dummerweise war die Station im „Lockdown“ und somit das Buero von Universal Cartographics geschlossen. Wenigstens konnte ich Kassiopeia reparieren lassen und machte mich dann auf den Weg zu RS Persei A 2. Dies ist der Metal-rich body (auf dem man landen kann) mit der laengsten orbitalen Periode von 2,298,630,656.0 s oder ca. 72.89 Jahren.

Der Mutterstern ist ein Supergigant mit einem Radius von beinahe 1300 Sol-radien. Deswegen ist er selbst aus einer Distanz von fast 6000 Lichtsekunden (das entspricht im Urpsrungssystem einer Position zwischen Saturn und Uranus) riesig:

Ich kam wegen des Rekordhalters auf dem ich stehe, aber ich blieb wegen der atemberaubenden Aussicht waehrend des Sonnenuntergangs :)