In 2008 wurde Hossein Derakhshan inhaftiert. Unter anderem fuer Dinge, die er auf seinem Weblog publiziert hatte.
Das war bevor es die ach so gepriesenen „sozialen Medien“ gab.

Er hatte Glueck und wurde lange vor Ablauf seiner Strafe begnadigt. Und er schaute sich natuerlich nach der Entlassung im Internet um. Seine Bilanz ist nicht erschuetternd, aber ich finde es gut, dass das im Folgenden zitierte mal auszer mir wer sagt.

Da waere zu allererst natuerlich, dass facebook und twitter es laut den Aussagen Anderer einfacher machen, „etwas auf die Beine zu stellen“. Damit mein ich natuerlich relevante Dinge. Nicht so Pippikackischeisz wie ’ne spontante Grillparty.
Wie bekannt ist, halte ich von dieser oft wiederholten Aussage nicht viel.

But the scariest outcome of the centralization of information in the age of social networks is something else: It is making us all much less powerful in relation to governments and corporations.

Oder in anderer Lesart: twitter negiert die Revolution.
Auch im sog. „arabischen Fruehling“ spielten twitter oder facebook keine nennenswerte Rolle. Alle Proteste und Aktionen wurden bereits seit Jahren, ganz klassisch von den Gewerkschaften und anderen Organisationen vorbereitet.

Und was wir seit Edward Snowden ganz sicher wissen kommt auch hier zur Sprache:

Ironically enough, states that cooperate with Facebook and Twitter know much more about their citizens than those, like Iran, where the state has a tight grip on the Internet but does not have legal access to social media companies.

Er geht noch etwas naeher darauf ein:

What is more frightening than being merely watched, though, is being controlled. When Facebook can know us better than our parents with only 150 likes, and better than our spouses with 300 likes, the world appears quite predictable, both for governments and for businesses.

Um es dann auf den Punkt zu bringen.

And predictability means control.

Noch Fragen, warum ich der Meinung bin, dass die Nachteile dieser „Services“ die scheinbaren (!) „Vorteile“ nicht aufwiegen.

Er schlieszt dann etwas duester ab:

In the past, the web was powerful and serious enough to land me in jail. Today it feels like little more than entertainment.

Und nun?

Ich weisz es nicht :(
Es muss sich halt jeder selber Fragen, ob 140 Zeichen und das Informiertsein ueber die naechste Grillparty, den Preis des kontrolliert werdens, wert sind.

Diese Raststaette ist unter allen Umstaenden zu vermeiden! Schmieriges Inventar und nicht so richtig dolles Essen. Selbst fuer Raststaettenstandardfrasz. Aber die Toilette, die ist toll:

Raststätte Vidigerdi 2

Hach so fein! Diese sichtbaren Rohre, die improvisierte Halterung fuer den Spuelknopf und die nicht zueinander passenden Fliesen.  Auch die Sitztoilette haelt den Standard hoch:

Raststätte Vidigerdi

Die Nr. 2 auf der Top-100-Superhelden-Liste ist sicherlich genauso beruehmt wie die Nr. 1. Deswegen auch hier ohne weitere Umschweife:

Batman

Mir gefaellt das veschmitzte Laecheln :) .

Das Italia ist ein italienisches (wer haette das gedacht) Restaurant in Reykjavik (wer konnte das denn ahnen), in dem ich eines der leckersten Pastagerichte in meinem bisherigen Leben asz … mehrfach asz mein ich.

Italia Reykjavik

Eine schicke Urinalform.

Italia Reykjavik 2

Ich habe mal die restlichen von mir auf Island fotografierten Toiletten rausgesucht. Hiermit startet also keine richtige, aber so eine Art neue Miniserie.

Los geht’s mit der Toilette in einem der besseren Hotels in Reykjavik:

Saga Hotel

Das gesamte Hotel hatte einen klassischen Charme. Fuehlte sich alles ein bisschen James-Bond-artig an :)

Nun ist auch endlich dieser Teil fertig:

4 - fertige Antriebssektion

Wenn dann alles zusammenmontiert ist, dann klappt es auch hiermit … also mit dem Ersteren, nicht dem Letzteren ;) .

… einfach mal einer Frau zu sagen „hey das/du ist/bist sexy“, die Freiheit der Frau ein sich sexy zu kleiden? Dies ist ein anderer Aspekt der bereits hier aufgeworfenen Fragestellung.

Mich duenkt ich schrieb bereits vorher, dass ich das in der Vergangenheit ab und zu gesagt habe und dass dies meistens zu positiven Reaktionen fuehrte. Aber eben in mindestens einem Fall war dem nicht so. Und ich frage mich, inwieweit eine als Kompliment gemeinte Aussage dazu fuehrt, dass Frauen sich herabgewuerdigt fuehlen. Wenn ich sowas sage, so drueckt dies ja durchaus aus, dass die derart angesprochene Frau ein Objekt sexueller Begierde (mindestens meiner) ist. Selbst wenn ich immer auch gleich sage, dass dieses Kompliment keinerlei reale Auswirkungen haben wird.

Offen reden ueber Sex, offen zeigen, dass man ein sexuelles Wesen ist usw. wird irgendwie immer noch als „nicht erwuenscht“ angesehen. Es widerspricht der christlichen Tugend der Keuschheit. Wollust ist eine Todsuende.

Warum eigentlich?

Ich weisz es nicht.

Aber es fuehlt sich richtig an, dies in dieser Kategorie mal zur Sprache zu bringen.

WerAuchImmer2

Diese Frage wird in diesem Thread gestellt.

Die Antworten gaben mir einige Denkanstøsze und neue Sichtweisen.

„Alternative“ darf natuerlich nicht im Sinne von „Bruecken bauen“ oder „Universum erklaeren“ gesehen werden. Aber durchaus als Herangehensweise des Individuums an das Leben.

Um die Vorrede abzuschlieszen sei selbstverstaendlich darauf hingewiesen, dass hier die Praktiken offensichtlicher Scharlatane nicht betrachtet werden.

Zunaechst møchte ich auf die Dichotomie „westliche Medizin“ / „traditionelle chinesische Medizin“ (TCM) eingehen.
Ersteres kann gesehen werden als Repraesentant der uns bekanten wissenschaftlichen Methode. Letzteres als eine Art Alternative zu eben dieser

Eine Beobachtung die auch ich in zahlreichen Faellen machte, die ich aber nicht so absolut darstellen wuerde, ist in einem der Kommentare zu finden:

TCM has no issues accepting that two people disagree, whilst a western scientist is convinced that whatever he finds out is the absolute singular truth unaffected by his opinions and ideas.

Das hat natuerlich den Hintergrund, dass …

If you want to rank theories because you want to make predictions about what will happen in reality, then Science would be the way to go.

Und das ist der Grund, warum die wissenschaftliche Methode so wichtig ist, insb. gegen die oben erwaehnten Scharlatane.
Aber der Glaube anderer Menschen sollte nicht abgetan werden. Aber wenn das Ziel des Individuum nicht ist, Vorhersagen darueber zu treffen, was in der Realitaet passieren wird, …

[…] then you should pick the method that best matches your goal.

Eine weitere denkbare Alternative ist eine alternative Autoritaet („omniscient authority“ — OA). Insbesondere bezueglich dem Erfahren der wirklich wahren Wahrheit waere eine OA der wissenschaftlichen Methode ueberlegen:

[…] an Oracle that is never wrong […]

So einige OAs wurden bisher vorgeschlagen. Und die, die ihnen folgten zeigten durchaus Parallelen zu wissenschaftlichen Prozessen:

reliance on it, using it as a way to know truths about reality, trusting in it

Zahlreiche Gruende sprechen aber gegen die Allwissenheit dieser Leute.

Dennoch:

[…] in theory [one could] imagine an Omniscient Authority that could just immediately answer all of our questions with full knowledge and truth, which would be ‚better‘ at determining the truth and also easier than the Scientific Method.

Zur Einleitung des Abschlusses dieses Artikels møchte ich dies zitieren:

You might be inclined to trust in a controversial theory like acupuncture (or homeopathy), but intellectual honesty would demand that you at least consider the possibility of being wrong.

Dies sagt sich natuerlich sehr leicht vom hohen Ross herunter bezueglich Akupunktur, Homoeopathie und aehnliches.
Nur sollten wir niemals vergessen, dass genau das selbe auch anders herum, also fuer uns (!) gilt, denn …

The scientific method […] [has] two major limitations: we can only model what occurs when there are many observable occurrences; and we can only precisely model what will occur when there are finite possibilities.

Wenn also jemand eine ganz persønliche „Gotteserfahrung“ hat, so ist es der wissenschaftlichen Methode ueberhaut nicht møglich dies zu fassen. Dies unter anderem deswegen, weil dieses Ereignis nur ein Mal auftritt und Science nicht mit einmaligen Erlebnissen hantieren kann, sondern eine relevante Statistik benøtigt.
Das bedeutet nicht, dass die Erfahrung fuer das Individuum deswegen weniger real ist!

Im uebrigen ist dies das Nr. 1 Argument gegen Impfgegner. Von allem was ich so von denen an Argumenten mitbekommen habe, werden dort meist Anekdoten aus dem persønlichen Umfeld als Begruendung fuer ihr Verhalten genommen. Man hat es dort also mit einmaligen Ereignissen zu tun und auf diese ist die wissenschaftliche Methode nicht anwendbar. Dummerweise denken die Impfgegner dies aber.

Wieauchimmer, …

[…] I cannot see an alternative to the scientific method that has the same ability to filter out incorrect or misleading descriptions of the physical reality.

Aber Gedanken und Gefuehle sind nicht „anfassbare Realitaet“.

An dieser Stelle kønnte ich den Kreis der Diskussion zurueck bis Descartes fuehren. Aber sicherlich geht diese ganz spezielle Diskussion zur Realitaet noch weiter zurueck. Ich weisz nur nichts davon.

Dies bedeutet aber auch, dass die wissenschaftliche Methode Fragen wie …

„What am I?“

oder

„Is this painting good?“

… nicht beantworten kann.

Und genau deswegen gilt:

we have to knock the Scientific Method off any pedastal of purity, any idea that it’s a pure logic based procedure for discovering truth.

Dies hat aber rein gar nichts mit dem zu tun, was Scott Adams im Artikel schrieb, der zum ersten Beitrag zu diesem Thema fuehrte, welches sich dann vøllig unerwartet zu einer Miniserie entwickelt hat.

Und eigentlich waere das ein guter Abschluss der Behandlung dieses Themas.

Ich habe aber ein viel passenderes Abschlusszitat gefunden:

„seeking for knowledge“ itself is science under a different name

Und dies ist im breitesten Sinne zu verstehen.

Husebyhallen ist die Sporthalle, in der mal eine zeitlang Roller Derby stattfand. Irgendwann wurde die Halle abgerissen, um eine Neue hinzubauen.

Diese Toilette kann also niemals wieder fotografiert werden.

Husebyhallen Garderobe

So fragte Dietmar Dath 2004 in seinem Artikel „Ich und du und die Welt dazu„.

Dann holt er etwas weiter aus:

Es gibt liberale Leute, die fest davon überzeugt sind, keine Rassisten zu sein, und dennoch besorgt sind, daß die Immobilienwerte fallen, wenn Ausländer in die Nachbarschaft ziehen.

Um zu einer ganz guten Beschreibung leider all zu vieler sog. „Bildungsbuerger“ zu kommen:

Soweit Rassismus nicht einfach heißt „ein böser Mensch sein“, sondern „sich weigern, die Tatsache anzuerkennen, daß ethnisch homogene Gemeinschaften keine Zukunft haben, wenn wir vernünftig zusammenleben wollen“, irren sich diese Leute über ihre eigene Überzeugung.

Man kønnte meinen er schreibt ueber das Europa des Jahres 2015 :( .
Und WEHE! da sagt jetzt nochmal jemand solche Sachen wie „pegida und so, dass konnte ja niemand ahnen“. Dietmar schrieb das in 2004!

Jedenfalls, so weit so prima. Passt das Zitierte doch gut ins eigene Weltbild. Aber wir haben es hier mit eine Text von Dietmar Dath zu tun.

Man spiele dasselbe für andere unbeliebte subjektive Zustände wie „Geiz“ oder „Neid“ durch, […]

pfff … easypeasy

[…] dann für angenehme und löbliche wie „Liebe“ und „Vorsicht“, […]

Jaaaaaa?

[…] und man wird sehen, daß das Verhältnis, das man zu den eigenen Einstellungen, Meinungen und Gedanken hat, zwar einzigartig ist, aber nicht weniger irrtumsanfällig als dasjenige, das man zu den Meinungen anderer oder den Vorgängen in der Welt unterhält.

Verdammt! Er hat ja so recht. Aber das Wissen darum macht’s nicht einfacher das auch zu bemerken.

ABER, und hier kommt der Clou (auch wenn der Zusammenhang zu den obigen Zitaten sich nicht auf den ersten Blick erschlieszt):

[…] daß Gedankenprozesse zwar […] in jedem einzelnen Fall mit physiologischen, neuroelektrischen Prozessen identisch sind, daraus aber noch lange nicht folgt, daß es etwas so Spiritistisches wie „psychophysische Gesetze“ geben müsse, die es etwa erlauben würden, vom gegenwärtigen Zustand eines Gehirns zwingend auf die nächsten Gedanken zu schließen, die es denken wird.

Oder anders: wir haben einen freien Willen.
Und auch wenn Propaganda scheinbare „psychophysische Gesetze“ ausnutzt, so entscheiden wir uns immer noch selber, welcher Propaganda wir folgen.

Positiv gesehen: Menschen kønnen sich aendern. Wir als Gesellschaft muessen das nur wollen. Und all dies am besten ohne, dass unsere guten Ideen dabei selber zur Ideologie werden.